Von Geld träumt man nicht

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Ich hatte heute Nacht einen verrückten Traum: Mein Kontostand war weit im Minus. Eine Reisefirma hatte für eine Reise ins Ausland einen größeren Betrag abgebucht und mich in die roten Zahlen rutschen lassen. Etwas ungläubig checkte ich den Online-Kontoauszug, auf dem so etwas stand wie „Das könnte ihre Reise sein!“ und die Erklärung, das eine Werbefirma, die mit der Bank zusammenarbeitet, den Betrag virtuell abgebucht hatte, um gleichzeitig mein Interesse an einem Konsumentenkredit zu wecken. So nach dem Motto: Erst versprechen wir euch eine tolle Reise, aber dann rutscht ihr ins Minus, also braucht ihr noch einen Kredit mit guten Konditionen! Virales Marketing, mal ganz anders. Erschüttert und verärgert surfte ich gleich auf die Webseite des Werbe-Anbieters und habe alle Werbemitteilungen, bezogen auf meinen Kontostand, abgemeldet und storniert. Was etwas umständlich war und ich mich dabei fast im Dschungel der Werbung verlaufen hätte. Albtraum 2.0.

Vielleicht, auch wenn es nur ein Traum war, so abwegig ist das Ganze nicht: Denn meine Bank verschickte tatsächlich vor ein paar Wochen Werbung für eine Lotterie als reguläre Mitteilung, über die man ansonsten nur „vertrauliche Nachrichten“ erhält. Wie das in Deutschland so üblich ist: Über Geld spricht man nicht. Aber Werbung kann man ruhig damit machen.

Die Bank machte (in der Realität!) das freizügige Angebot, für ein Lotterie-Dauerlos ganz praktisch das Geld per Dauerauftrag abbuchen zu lassen. Als wenn ihr die Kontoführungs- und die überzogenen Dispo-Gebühren nicht schon reichen würden! Wie war das nochmal mit: Mit Geld spielt man nicht und die Banker sind nur Zocker? Zumindest dieses Klischee hatte sich an diesem Tag bewahrheitet.

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