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Langsam

best read/ heard to „Symphony“ or „Goodbye“ by Feveria

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Langsam neigt sich die Nacht dem Geiste zu.

Langsam werden die Lichter und Geräte heruntergefahren,
können sich erholen von ihrem ewigen Getriebe.

Langsam fließt die kalte, frische Luft in die stickigen Gemächer
und umfließt schmeichelnd die Beine.

Langsam bin ich müde und die Konzentration lässt nach.
Langsam gewöhne ich mein Gehirn an das Spiel der Neuronen in der Nacht.
Wo sie nicht gelenkt, sich hüpfend, tummelnd neu verbinden
spielen dürfen wie Kinder und frei wie der Wind.

Langsam lösen sich alte Verbindungen und entstehen neue,
Langsam wird eine gute Nachricht von einer schlechten gestört.

Langsam geht der Tag zu Ende,
Langsam fällt das Denken schwer.
Langsam sehe nicht mehr schwarz und weiß,
sondern nur noch grau
und quer.

Langsam.
Langsam geht es den Bach hinunter
Langsam muss ich mich lösen, um zu fließen
Langsam muss ich loslassen, um zu gewinnen.

Über die Geißel der Wachheit, die nicht mehr lässt von mir.

Langsam,
gibt es nichts mehr Neues
und die Augen fallen endlich zu.