image_pdfimage_print

Die heiligen drei Tage – Frohe Weihnachten

Immer noch Weihnachten!

Drei Tage lang. 😉 Soviel braucht es, um in unserer hektischen Welt mal wirklich runter zu kommen.

Dieses Weihnachten war besonders. Es war das erste Weihnachten, dass sich nicht bunt und kitschig, sondern irgendwie „wichtig“ angefĂŒhlt hat. Vor dem Hintergrund aller Krisen und vor dem Hintergrund von ganz persönlichen Krisen.

Der Wert von Weihnachten ist mir dieses Jahr stÀrker im Bewusstsein gewesen als sonst.

NatĂŒrlich war es wieder ĂŒberaus materiell und hektisch. So wie jedes Jahr.

Fast niemand kann sich davon entziehen. Von den „offenen BĂŒchern und Rechnungen“ die noch abgeschlossen werden mĂŒssen, vom „WeihnachtsgeschĂ€ft“, der „wichtigsten Zeit fĂŒr den Einzelhandel“, welches noch unbedingt eingebracht werden muss und vor den „familiĂ€ren und praktischen Verpflichtungen“, die nicht nur klassische Hausfrauen treffen.

Mein Eindruck: Es war das erste Weihnachten, wo die Leute wieder Lust hatten, aufeinander zu zu gehen, wo wir den Wert der menschlichen Verbindungen stĂ€rker als sonst gespĂŒrt haben. Mir ist das aufgefallen, bei anderen, aber auch bei mir. Zwei Jahre Corona sind vorbei, wir sind im dritten Jahr, vielleicht dem „Übergangsjahr“ zum normalen Leben vor der Corona-Krise, dass immer weiter schemenhaft in Vergessenheit gerĂ€t.

NatĂŒrlich kommen jetzt die großen Wellen hinterher geschoben, die da heißen: Krieg, Inflation, Wirtschaftskrise, Lieferschwierigkeiten. Heutzutage hĂ€ngt alles miteinander zusammen. Die Krisen erschĂŒttern uns wie große Wellen auf dem Meer. Aber so groß sie auch sein mögen- wir wissen, dass sie eines Tages vorbei sind und dass dann wieder die Sonne scheinen und das Meer ganz ruhig sein wird.

Nicht jeden konnte ich dieses Jahr erreichen. Es gab auch Menschen, die haben sich ganz bewusst zurĂŒck gezogen. Von mir, von anderen, vom Leben allgemein. Die den Krisen nicht mehr standhalten konnten. Die gesagt haben „jetzt reicht es mir“, ich brauche eine VerĂ€nderung.

Das muss man akzeptieren.

Oft ist man geschockt, wenn ein nahestehender Mensch „einfach verschwindet“ oder die Freundschaft aufkĂŒndigt. Es erscheint so leicht in dieser Zeit der digitalen Medien, wo „die anderen“ millionenfach zur VerfĂŒgung stehen und auf Knopfdruck in unser Leben treten können. Aber treten sie wirklich in unser Leben? Ich entscheide doch meistens selbst, wie weit sie kommen können. Bei menschlichen Beziehungen gibt es mehrere Schichten, durch die man erstmal durchkommen muss. Es gibt die Ă€ußere Schicht- man sieht sich. Oder die zweite Schicht, in der man sich grĂŒĂŸt. Es gibt die dritte Schicht, wo man sich fragt, wie es dem anderen geht- selbst das scheint in dieser kurzlebigen Welt schon eine besondere Art von Beziehung zu sein.

Aber die hunderste Schicht, die oftmals erst nach dutzenden Telefonaten, nach gemeinsamen Treffen, nach gemeinsamen TrĂ€nen, nach Entfremdung und Wieder-AnnĂ€herung entsteht, das ist die Ebene des Vertrauens. Diese erreicht man nicht so leicht und schon gar nicht mit „vielen Menschen“. Doch wenn man einen einzigen Menschen gefunden hat, dem man wirklich vertrauen kann, bei dem man bereit ist, alles zu sagen und alles zu zu geben, dann ist das viel. Mir ist es immer wichtig im Leben, solche Menschen zu gewinnen und ich arbeite fast tĂ€glich daran, aber ich scheitere auch mind. genauso hĂ€ufig daran. Denn Beziehungen sind Wechselwirkungen. Sie entstehen erst im „Nehmen und Geben“- im Miteinander, wie in einer gemeinsamen Sinfonie, einem gemeinsam einstudierten MusikstĂŒck, wo es gerade am Anfang viele Disharmonien und viele „Fehler“ geben kann. Beziehungen sind Arbeit und sie benötigen neben einem hohen Einsatz, Durchhaltevermögen, Talent und Übung.

Menschliche Beziehungen sind aber noch viel mehr. Sie gelingen hĂ€ufig erst dann, wenn ich auch bereit bin, mich selbst zu Ă€ndern. Wenn ich mich öffnen, einbringen, vertrauen und ĂŒberhaupt „Zeit aufbringen“ kann.

Zeit ist so kostbar geworden – denn von ĂŒberall gibt es ZeitrĂ€uber, die darauf erpicht sind, uns Zeit zu stehlen. Wir werden erschlagen von einer Flut von Ablenkungen. Die meisten sind negativer Natur und lenken uns ab. Sie sollen uns die Zeit vertreiben, aber sie vertreiben eigentlich nur „das Wesentliche“ aus unserem Leben. Das Smartphone, der Computer, die sozialen Netzwerke, die ganzen Flatrates mit Filmen, Spielen und die riesige Welt-Bibliothek, die uns mit dem Internet allen offen steht. NatĂŒrlich ist es reizvoll, so eine Flut an EindrĂŒcken zu erhalten und die menschliche Neugierde und der Wunsch nach Weiterentwicklung wird angesprochen. Aber können wir auch wirklich alles verarbeiten?

ÜBERALL stehen heute Ablenkungen, zusĂ€tzlich geschickt gesteuert von Algorithmen, die uns fesseln und an das Netzwerk binden sollen-  und angesichts der Flut des medialen Druckes, der auf uns einprasselt, verlieren wir völlig den Überblick. Wir können nicht mehr sortieren und wir können uns nicht mehr davor schĂŒtzen. Es ist einfach zuviel geworden. Genau wie die Summe der Nachrichten aus aller Welt- all die Informationen, die fĂŒr uns eigentlich nicht wichtig sind, aber dennoch ultra-prĂ€sent.

Es ist kein Wunder, dass bei der Flut der EindrĂŒcke das Wesentliche, nĂ€mlich die Mitmenschlichkeit und die Konzentration auf einige wenige Menschen, die uns wichtig sind, völlig aus dem Blick geraten.

Weihnachten war und ist fĂŒr mich daher immer das Fest, welches genau das wieder ins Bewusstsein ruft. Wie wichtig es ist, mal ein paar Stunden mit der Familie zu verbringen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die GeschĂ€fte fĂŒr ein paar Tage ruhen zu lassen, die endlose BeschĂ€ftigung mit den Zahlen und dem Geld, die wie ein endloses Brettspiel „um nichts“ wirken, mal beiseite zu lassen. Bewusst den Fernseher auslassen und die Menschen „anschalten“. Man sollte versuchen die Leute „anzuschalten“ mit Liebe, mit Begegnung, mit netten Worten und dem Versuch, sie wenigstens zu verstehen. Es erwartet nun keiner von uns, dass wir sofort alle Menschen verstehen oder sofort mit jedem gut können. Aber allein, dass wir wieder das Thema „Mensch“ und „Beziehungen“ fĂŒr eine Weile in unser Leben lassen- ihm Raum und Zeit geben- dass ist fĂŒr mich die heilige Botschaft von Weihnachten, die auch ohne christlichen Glauben wichtig ist und verstanden wird.

Spannung und Ent-Spannung

Zur Zeit ist hier wieder alles im Lot. Meine Krankheit, ĂŒber die ich ein paar Artikel geschrieben hatte, scheint sich wieder zurĂŒck zu ziehen. Und hinter der Krankheit wartet endlich das, worauf ich so lange gewartet habe: Ein bisschen Hoffnung und Kraft fĂŒr einen Neuanfang. Warum braucht man eigentlich immer soviele innere NeuanfĂ€nge? Mir scheint, der menschliche Körper und die Psyche gleicht da ein bisschen der Natur: Im Winter geht alles ein, im FrĂŒhjahr gibt es einen zarten Durchbruch und im Sommer blĂŒht alles auf!
Apropos aufblĂŒhen. Was derzeit ziemlich heftig ist und anscheinend von Jahr zu Jahr auch heftiger wird, ist meine Allergie gegen GrĂ€ser und Pollen! Vor allem jetzt, in der Hauptsaison eines jeden Pollenflugkalenders ist es echt heftig. Augen trĂ€nen, Reizhusten, Nase lĂ€uft, ein Hatschi hier, ein Hatschi dort und dann immer diese bleiernde MĂŒdigkeit vom gestressten Immunsystem… auch ohne Medikamente stellt sich die MĂŒdigkeit ganz von selbst ein. Eigentlich ist diese Zeit im Mai oder Juni eine Phase der Energie, des Frohen-Schaffens, wenn da nicht diese Allergie wĂ€re. Und ich hatte gehofft, dass es mit der Arbeit und der Bewegung im GrĂŒnen, an der Natur irgendwie-irgendwann mal besser wird, weil man ja quasi den Körper stĂ€ndig mit Pollen konfrontiert und ihn damit „de-sensibilisieren“ mĂŒsste.

Aber mir ist noch was aufgefallen, was Allergien angeht. Sie haben viel mit der inneren Einstellung und auch mit der Psyche zu tun. Wenn ich gut ausgeschlafen bin und wenig Streß habe, ist auch die Allergie nicht so schlimm. Wenn ich aber ĂŒberanstrengt bin, bei jeder Begegnung das Negative suche, mich in allem angegriffen und bedroht fĂŒhle (( gerade bei Frauen bedeutet das auch: Dinge zu schnell zu persönlich nehmen )) , dann verstĂ€rken sich auch die Allergie-Symptome.

Was ist also das beste Rezept fĂŒr einen hektischen Juni, wo die Luft voll von LĂ€rm, von Gartenmaschinen, von hektischen und lauten Menschen, von Rasern, von rĂŒcksichtslosen Zeitgenossen und gestressten und unwilligen Kollegen ist?

Einfach mal ein bisschen abschalten und Distanz zu den Dingen aufbauen.

Man muss versuchen, eine innere Distanz zu allen Belastungen aufzubauen und sich „bewusst entspannen“. (( Ex-Kurs: Die Leistung steht in unserer Gesellschaft hoch im Kurs. Menschen definieren sich kaum noch ĂŒber Geld (dank des Steuerrechts und stagnierender Löhne gleichen sich die Netto-Einkommen der Mittelschicht aneinander an), sehr wohl aber ĂŒber den Grad und die IntensitĂ€t ihrer tĂ€glichen Belastung und Arbeit. Es ist also chic, „belastet“ und fleißig zu sein und MĂŒĂŸiggĂ€nger werden eher mit Argwohn betrachtet. Menschen, die gar keine Arbeit finden, werden ĂŒber die Hartz IV- Schiene sehr schnell ins finanzielle Abseits gestellt und auch gesellschaflich geĂ€chtet. Die Spaltung der Gesellschaft richtet sich heute eher in die „die arbeiten“ und die „die nichts tun“. Belastend ist jedes Extrem auf seine Weise. ))

Unser Immunsystem reagiert sehr stark auf Streß und dieser Streß ist in vielen Dingen auch eine Frage der inneren Einstellung. Wenn man den Streß unter Kontrolle bekommt und damit lockerer und „befreiter“ umgeht, sendet man dem eigenen Abwehrsystem gleichzeitig das Signal: „Hey, es ist alles okay. Jetzt komm doch mal runter, Kein Problem sich gleich wieder soviele Sorgen zu machen“. Also einfach mal was machen, worauf man wirklich Lust hat, dass man aber „wegen der vielen Arbeit“ immer wieder nach hinten schiebt. Kein Mensch wird einem die Entspannung oder die Freizeit auf dem Silbertablett servieren, sondern man muss sich diese selbst abholen. Und wenn man sie gerade auf dem Teller liegen hat und genĂŒsslich genießen möchte, muss man sie auch verteidigen, z.B. gegen Leute, die selbst nicht frei sind und einen in diese „Unfreiheit“ oder ihren eigenen Streß immer wieder rein ziehen wollen.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein bisschen Entspannung in das eigene Leben einzubauen. Einfach mal frĂŒher Feierabend machen, z.B. Einen Tag Urlaub nehmen. Zum Chef sagen „nein, das geht heute nicht“. Zum Partner sagen „heute bin ich mĂŒde, aber morgen geht es vielleicht“. Zu Freunden sagen „Diese Verabredung ist mir zuviel. Die nĂ€chste vielleicht“.
Diese vermeintliche „SchwĂ€che“ erfordert sehr viel innere StĂ€rke. StĂ€rke und Zuversicht in das eigene Vermögen.
In das eigene „Ich“. Wer das „Ich“ aufbaut und sich selbst schĂŒtzen kann, schĂŒtzt auch sein Immunsystem. Denn da ist ja nichts mehr, was es bekĂ€mpfen oder niederringen muss. Es ist einfach gut, so wie es ist.

Gute Entspannungsmöglichkeiten sehen fĂŒr jeden Menschen anders aus. Ich in meinem Falle denke z.B. an:

  • Ein gutes Buch lesen.
  • Entspannende Musik hören.
  • Einen Tee trinken.
  • Durchatmen.
  • Einen guten Film gucken.
  • Die Beine hochlegen.
  • Etwas leckeres essen.
  • Schlafen.
  • mit jemanden reden, den man mag
  • sich Zeit fĂŒr jemand nehmen
  • zuhören ohne zu werten
  • sich kĂŒnstlerisch betĂ€tigen (malen, Musik machen, etc.)

Entspannen bedeutet: sich innerlich frei machen von dem Druck, immer irgendwie-irgendwo „prĂ€sent“ sein zu mĂŒssen.

Und es gibt in der heutigen Welt viele „Stressoren“, Dinge und Auslöser, die den tĂ€glichen Stress verstĂ€rken.

Wenn man sich dieser Dinge bewusst ist, ist es vielleicht auch leichter diese zu vermeiden oder besser damit umzugehen. Ich denke da z.B. an:

  • die stĂ€ndige Erreichbarkeit ĂŒber Telefon, das man auf jedes Klingeln reagiert, anstatt es einfach mal „klingen zu lassen“
  • Selbst-PrĂ€sentation auf Facebook und der soziale Druck, der damit verbunden ist (ich muss jetzt gut wirken, ich muss mich nach außen positiv prĂ€sentieren)
  • bei Frauen: Der Druck immer nett zu sein und gut aussehen zu mĂŒssen
  • bei MĂ€nnern: Der Druck immer etwas zu leisten und erreichbar und stark zu sein
  • Der Druck im Beruf und die hohe Steuerlast (wenn du mehr arbeitest, bekommt nur der Staat mehr- mal darĂŒber nachdenken)
  • Der Druck bei den Nachbarn (was denken die Nachbarn) oder Freunden, Bekannten, Verwandten
  • Erwartungen in der Familie (eine Mutter muss so und so sein) oder den Schwiegereltern
  • der Druck pĂŒnktlich, ordentlich oder fleißig zu sein (Werte aus der Erziehung)
  • der Druck etwas leisten zu mĂŒssen und viel zu verdienen (mittlerweile bei beiden Geschlechtern)
  • der Druck, Geld ausgeben und konsumieren zu mĂŒssen

Bei all dem Druck: Wer sagt Dir, dass es gut ist, so wie du jetzt gerade bist?

Leistung wird von uns jeden Tag erwartet und gefordert. Das ganze System der Wirtschaft, der Erziehung, der Gesetzgebung und der Politik baut darauf auf. Der Einzelne soll viel leisten, damit er maximal ausgebeutet und in das Wirtschaftssystem integriert werden kann.

Dabei dĂŒrfen wir aber nicht vergessen, dass unsere Gesundheit und unser Recht auf Entspannung auch ein Menschenrecht ist. Und fĂŒr die Rechte mĂŒssen wir uns jeden Tag selbst neu einsetzen!

Arbeiten und Entspannung im Gleichgewicht

Über das Loslassen von Unnötigem

Sechs Tage ist es jetzt her, dass ich was geschrieben habe und geht es mir schlechter oder besser seitdem? Im Moment lese ich viel, meistens bei anderen und bin recht bequem und passiv und sauge die Infos in mich hinein.

Ich hatte bis dahin kein großes BedĂŒrfnis zu schreiben, ich hatte keine Sorgen, aber auch keine Ideen. Ich zwinge mich nicht zu schreiben, nein ich lenke mich sogar bewusst ab. Ich merke, dass mein Gehirn hart und viel gearbeitet hat (meistens gibt es tagsĂŒber wichtigeres zu tun als bloggen) und abends brauche ich dann keine neuen Ziele mehr fĂŒr meinen Geist. Ich gewĂ€hre ihm seine Freiheiten, ich versuche zu entspannen.

Das Wort „Entspannen“ habe ich in der letzten Zeit öfters gelesen. Menschen haben oft Probleme, sich zu entspannen. Alles ist organisiert, immer muss irgendwas passieren, wir lechzen nach BestĂ€tigung und BetĂ€tigung.

Aber einfach mal abschalten, etwas genießen, GefĂŒhle zulassen und ĂŒber das Leben meditieren, das können nicht viele. Was braucht man dazu?
Zuerst muss man sich freimachen von den Verpflichtungen. Man muss sich bewusst FreirĂ€ume schaffen, man muss die Arbeit „wegdrĂŒcken“. Die meisten Menschen laden sich immer mehr Arbeit auf und denken dann, dass sie dadurch glĂŒcklicher werden, aber das Gegenteil ist der Fall. Meist wollen wir durch Arbeit BestĂ€tigung, aber im seltensten Fall bekommen wir sie. Warum dann also soviel arbeiten? Wenn wir doch nicht glĂŒcklich dadurch werden?

Klar, jetzt kommen die Leute und sagen „aber die Pflichten!“… aber wer genau darĂŒber nachdenkt, stellt fest: jegliche Pflicht ist etwas, dass aus mir selbst kommt, dass ich mir selbst sage, was nicht immer und ĂŒberall eine Notwendigkeit ist. Somit ist die ĂŒbermĂ€ĂŸige Arbeit ein psychologisches, inneres Problem und nur so zu lösen. Keine Substanzen werden helfen, keine BetĂ€ubung wird nĂŒtzen, nur die reine, klare Selbsterkenntnis hilft ĂŒber diese Probleme hinweg.

Meine Tipps dazu:

  1. Tip: Denk ĂŒber die Arbeit nach, die du dir aufgebĂŒrdet hast! Ist sie wirklich notwendig? Denk ĂŒber deine Ziele nach, die Motivation, die WĂŒnsche, die dahinter liegen. Und vor allem: denke! Nur mit dem Denken können wir die Teufelskreise aus Verstrickung und SelbstquĂ€lerei beenden. Wer sich nur wie ein Roboter verhĂ€lt, ist nicht besser als einer.
  2. Tip: Wenn du auf die WĂŒnsche hinter der Arbeit gekommen bist, ĂŒberleg was das fĂŒr WĂŒnsche sind und wie man sie vielleicht anders, besser erreichen kann? Brauche ich Liebe? Will ich gelobt werden? Warum? Mag ich mich selbst nicht? Warum mag ich mich nicht? Was brĂ€uchte ich, damit ich mich selbst lieben kann, usw?
  3. Tip: Akzeptiere Dich selbst. Um nichts machen zu können, muss man sich selbst lieben können und das geht nur, indem man sich selbst liebt. Menschen arbeiten sich kaputt, weil sie sich unbewusst selbst zerstören wollen und sich selbst nicht lieben. Irgendeine Konditionierung in ihnen sagt stĂ€ndig „arbeiten, arbeiten, arbeiten“… aber sie wissen nicht warum und wozu. Das ist die reinste Selbstzerstörung.
  4. Tip: Wenn man dabei angekommen ist, sich selbst zu lieben, kann man mit der Zeit auch dazu ĂŒbergehen, andere zu lieben. Die Kommunikation verbessern, soziale Netzwerke, usw. Dann kommt es von selbst und ist nicht auf einen Zweck ausgerichtet, sondern dient dem GlĂŒcklich-Sein.

Ich denke ein Großteil der kranken Gesellschaft heutzutage kommt daher, dass wir einseitige materielle Ziele haben. Dadurch jagen wir stĂ€ndig dem Geld und der Arbeit hinterher. Das ist unser Maßstab, unsere Einordnung. Wir vergessen dabei, dass es noch andere Ziele gibt, dass das reine „So-Sein“ auch eine Berechtigung hat. Mal ehrlich, wieviele Leute kennt ihr, die ihren Tagesablauf mit Dingen, Arbeit und AktivitĂ€ten vollgestopft haben und wieviele Leute kennt ihr, die die reine Kontemplation pflegen und sowas sagen wie „Heute geh ich einfach nur spazieren“ oder „heute mal ich einfach nur mal ein Bild, sonst nichts!“ ??

Also die Leute die ich kenne, gehören fast alle zum ersten Typ, dem vollgestopften, zeitlosen, gefĂŒhlsarmen Roboter. Und das ist irgendwie krank. Man sollte zumindest versuchen, den zweiten Typus, den kontemplativen, philosophischen Teil des Lebens auch in sein Leben zu lassen. Zur Not muss man dafĂŒr kĂ€mpfen. Zur Not muss man etwas dafĂŒr etwas aufgeben, auf etwas verzichten.

Loslassen. Loslassen ist schwieriger als „festkrallen“. Etwas hart umschlingen und an sich reißen ist einfacher als zu sagen „oh, ich brauche es nicht mehr, ab damit in den Papierkorb!“ Loslassen heißt teilen, verzichten, geben, sich öffnen, frei machen. Ausatmen.

Eine schwierige Übung!

Dahinter liegt auf jeden Fall mehr Freiheit, ein besseres LebensgefĂŒhl und die Grundlage fĂŒr ein gesundes, glĂŒckliches Leben.

————————

Ähnliche BeitrĂ€ge: