Persönliches

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Webseiten, die sich zum Ziel gemacht haben, Menschen zusammen zu bringen, finde ich interessant und gut. Die Seite http://www.wer-kennt-wen.de ist so eine und zeichnet sich durch hohe Benutzerzahl und eine einfache Navigation aus. Man kann nach speziellen Gruppen suchen, z.B. nach seiner alten Schule oder dem Ort, in dem man lebt. So findet man schnell Leute anhand der Namen, die die gleiche Lebens-Station geteilt haben oder noch teilen.

Das Vernetzen über diese Seite wird eine Vermischung als alten Kontakten und neuen Menschen. Längst vergessen geglaubte Gesichter tauchen wieder auf. Das Internet hat die Macht, alles zu speichern und jedes Detail preiszugeben, vorausgesetzt, man möchte das.

Wie immer ist hier der Datenschutz das kritische Element. Aber was ist schlimm daran, andere Menschen zu kennen oder gekannt zu haben?

Ich fühle mich ein wenig an ein Stammbuch erinnert, eine lebendige Möglichkeit, die Vergangenheit hervorzuholen und mit der Gegenwart zu vereinen.

Doch wehe, wer sieht, was aus den Menschen geworden ist. Wieviel Zeit vergangen ist, seitdem man sich das letzte Mal gesprochen hat. Hier schimmert eine traurige Facette durch und ermahnt einen sogleich, es doch alles besser zu machen und alle Kontakte – auch die alten- besser zu pflegen.

Anhand der schieren Größe dieses Netzwerks wird es wohl unmöglich sein… Von den persönlichen Hemmungen und der Schüchternheit mal abgesehen.

14 Gedanken zu „Persönliches“

  1. Oh, Julia, ich hab‘ Deine Einladung zu diesem Teil ausgeschlagen. Jetzt hätt ich schon fast geschrieben „Facebook“. Da war ich mal auf Einladung eines Bekannten drin – oder bin ich es noch? Das letzte Mal konnte ich mich nicht mehr einloggen.
    Ich benutze solche Sachen nicht, ich blogge lieber. Bei Facebook habe ich dauernd irgendwelche Spieleinladungen ausgeschlagen, weil mich das nun überhaupt nicht interessiert. Mails habe ich zwar losgeschickt, aber keiner hat sie gelesen, ich habe nie Antwort bekommen.

  2. Hallo Violine, es ist ja nicht schlimm, wenn Du da nicht hin möchtest, kann ich verstehen.

    Ich habe es einfach mal ausprobiert, nachdem mir ein Bekannter mal den Link geschickt hatte (tja so geht es immer weiter)..

    Es ist wirklich gut, wenn man gezielt Leute sucht, die man schon lange nicht mehr gesehen hat und einfach wissen will, was aus ihnen geworden ist. (oder anderen Leuten die Möglichkeit bietet, zu erfahren, was aus einem selbst geworden ist!)

    Oder wenn man ein Klassentreffen oder etwas anderes in der Art plant und mal geschwind eine Nachricht schicken muss, aber die Mail-Adresse nicht hat.

    Alles in allem eine witzige Sache. Aber ein Blog ist natürlich noch viiiel besser. 😉

  3. Dies ist genau einer der Punkte, die ich am Internet so liebe. Hier hat man zumindest die theoretische Möglichkeit alte Bekannte, mit denen der Kontakt abgerissen ist wieder zu sehen. Das ist auch der Grund, warum auf meiner Side ein Bild von mir ist. Sollte jemand durch Zufall auf meine Seite stoßen, der mich kennt hat er gleich ein Bild von mir vor Augen.
    Danke übrigens für den Tipp. Ich werde die Seite gleich mal besuchen.

  4. Ich habe Facebook nie kapiert. E-mailen kann ich auch so, und von der Freundessuche da drin verstehe ich null. Bilder lade ich so ziemlich grundsätzlich keine hoch. Und was soll ich dauernd von mir geben, was ich gerade mache? Öde.
    Blog ist viel besser.
    Wer mich finden will, der kann mich per google finden. Wenn man meinen Namen eingibt, verweist gleich der erste Link auf meine Homepage.

  5. Ich sehe auch diese Netzwerke kritisch, denn ich habe gerne zumindest eine gewisse Kontrolle ueber meine persoenlichen Daten. Ich kann Julia verstehen, aber ich habe auch von Bekannten gehoert, dass sie zugespamt werden mit werbung, seit sie bei studivz oder Konsorten sind.

    Trotzdem habe ich mich an der oben genannten Seite angemeldet. Warum? Zugegeben, ich wollte es mal ausprobieren. Gefunden werden kann ich, und wer mich gefunden hat, kann mir ja eine Nachricht schreiben. Die bekommt man ja auch per E-Mail an den Account geschickt, den man angegeben hat.

    Uebrigends ist das Netzwerk gar nicht so gross. Es gibt sehr viele Accounts im Suedwesten Deutschlands, aber NRW und Berlin ist eher spaerlich abgedeckt.

  6. na, ihr seid mir die richtigen Spaßbremsen. Erst verschickt man tausende von Einladungen und dann meckern alle. Kenn ich irgendwoher….

    Leute, ihr müsst positiv denken!

    und nicht immer so schrecklich logisch. 😉

  7. Sorry fuer die Zweifel. Ist so eine alte Angewohnheit von mir 😉 Na schaun mer mal, was sich aus der Seite entwickelt. Habe inzwischen eine alte Klassenkameradin ueber die Seite wieder gefunden.

  8. Ich habe gerade in meinen e-mails gesehen, dass mich noch einer zu wer-kennt-wen eingeladen hat. Und das ist ein verschrobener Vogel, mit dem ich seit Jahren nichts mehr zu tun habe. Ein Grund, die Einladung nicht anzunehmen. (Aber bloß nicht!)

  9. ah, das ist natürlich was anderes. Das klingt dann eher nach latenter Aggressivität. Tja, so Leute machen es sich wirklich nicht leicht.

    Was für eine Sekte könnte es denn sein?

  10. Seine Mutter war oder ist bei den Zeugen Jehovas.
    Letztens hatte ich es mit Freunden davon. Kai hat so von seinen Beobachtungen erzählt, die keine guten waren. Er erzählte von einer sehr geselligen Bekannten, die sich nach ihrem Übertritt sehr zurückgezogen hatte.
    Der Typ hier, der mich eingeladen hatte, provoziert nicht nur, er gibt auch gerne wirres Zeug von wegen Erlöser und Erlösung von sich. Das ist anscheinend ein Thema bei den Zeugen.
    Oder er läßt sich gerne als Bürgermeister- (oder Oberbürgermeister-) Kandidat aufstellen. Andere halten ihn dann für einen Spaßkandidaten, er aber meint es ernst.

  11. Ich weiß nicht, nach außen wirken sie meist „normal“, etwas religiöser als der Durchschnitt und dann doch seltsam fanatisch. Ich hab nur mal irgendwo gelesen, dass man in dieser Sekte missionieren muss, das so eine Art Grundbedingung sein soll, um als „fromm“ zu gelten. Das fände ich nicht gut. Religion soll doch der Toleranz und der Verständigung dienen, nicht der Missionierung.

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