Oh, diese Gefühle!

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Über die Weltflucht- und die eigenen Stimmungen

Oh ich liebe diese Musik. Last.fm ist wirklich ein Segen.

Mein Tipp für traurige Stunden allein am PC: das Tag „sad“… Dann müsst ihr aber so was wie die Pussycat Dolls natürlich weiterklicken. Aber Bands wie die Counting Crows, Coldplay, The Streets, Placebo oder wie sie alle heißen sind es wirklich wert, gehört zu werden. Ich schreibe sehr gerne zur Musik. Es ist dann einfacher, die Gefühle in die Zeilen fließen zu lassen.

Und das Lustige ist: Musik ist dann wie ein Katalysator. Meine Ausgangsstimmung führt zu einer Musikwahl. In traurigen, einsamen oder nachdenklichen Stunden wähle ich was Trauriges – und finde sogleich die Resonanz in den Liedern, kann dann auch über meine so gelagerten Gefühle schreiben.

Wenn ich mutig und entschlossen bin oder meine Gefühle auf ein Minimum „sediere“ dann höre ich vielleicht lieber Techno und Trance. Diese Musik hat einen klassischen Vier- Viertel- Takt und klare, abgesteckte Instrumente. Damit klappt das analytische Arbeiten am PC besser. Die langweiligen, sich stets wiederkehrenden Arbeiten sind damit auch einfacher (z.B. Putzen, Aufräumen oder Spülen). Aber auch die Euphorie, die durch die Trance Musik beflügelt wird, empfinde ich als bereichernd: Nämlich stimmungsaufhellend!

So ist die Musik für mich wie eine Droge, eine natürliche Substanz, mit der ich ein bestimmtes Stimmungslevel erhöhen, halten, streichen oder nivellieren kann. Musik ist die direkte Verbindung in die Seele.

Genau wie jede andere Form der Kunst, kann man damit die Schwankungen und Abläufe direkt „betrachten“, wahrnehmen und somit besser steuern. Wenn man dann in einen Moment ist, wo die Gefühle spontan auftreten, hat man eine gewisse Vorarbeit geleistet und ist besser bereit, mit dem „Ansturm“ fertig zu werden.

Ich empfehle daher jedem Mensch, der Probleme mit seiner Seele, z.B. verhärteten Emotionen, Trauer, Depression, willkürlichen Wutausbrüchen oder anderen schwierigen Dingen hat, mehr Musik zu hören.

Es ist wirklich so einfach. Im Internet kostet sie nichts! Man braucht nur schnelles DSL oder Kabel, was heutzutage nicht mehr die Welt kostet. Man kann stundenlang hören. Ach ja, und Kopfhörer sind natürlich gut. Einmal, weil ihr damit niemanden stört und dann, weil die Musik direkter am Ohr ist. So gehen die feinen Töne, die hohen Frequenzen und alle Details nicht verloren. Musik aus den Boxen empfinde ich als lange nicht so befreiend wie aus den Kopfhörern. Aber nicht zu laut, sonst schadet es den Ohren. So leise wie möglich, so laut wie nötig, ist die Devise.

Wenn ihr dann noch Funkkopfhörer nehmt, habt ihr keine lästigen Kabel im Weg und entspanntes Arbeiten ist möglich. Ich hole mir mit Kopfhörern den Kaffee aus der Küche, gehe damit aufs Klo (jetzt bitte nicht lachen!) usw. Nur wenn mich mein Partner anspricht, ist es ungünstig. Dann gucke ich so verklärt und lächle nur.

Er zieht mir dann den Klinken-Stecker aus dem Arm und brüllt mich an „wach endlich auf!!!“.

Hihi.

In diesem Fall wäre eine Adrenalin-Spritze direkt ins Hinterteil vielleicht besser?

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