Notstrom

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Nicht schlecht, die Nachricht, dass das Atomstromland Frankreich in der kalten Jahreszeit Strom aus dem Austeiger-Land Deutschland dazu kaufen muss.  Der Hauptgrund liegt wohl darin, dass die Franzosen mit Strom heizen, obwohl jeder Mensch wissen sollte, dass hier der Wirkungsgrad am in-effektivsten ist.

Erklärt wird das z.B. hier (Tabelle: Elektroheizung, Primärenergieeinsatz 278%!), etwas anschaulicher erklärt wird es hier.  Der Autor kommt zum Schluss, dass der effektive Wirkungsgrad bei Strom (mit Erzeugung) bei ca. 50 Prozent liegt und bei Gasheizungen höher ist, nämlich 95%.

Bei den alternativen Energien gelten vor allem die Solaranlagen als versorgungssicher. Etwas widersprüchlich ist allerdings die Meldung, dass Deutschland in schwierigen Tagen, als es z.B. im Dezember 2011 zuviel Windenergie gab und der mangels Netzausbau nicht abgebaut werden konnten, in Österreich Strom dazu kaufen musste. So basieren die meisten „Reserveaggregate“ leider auf fossiler Energie z.B. Kohle oder Erdöl (!).

Eines dieser drei Reserve-Kraftwerke steht übrigens in Mannheim.



Weitere Links zum Thema Energieerzeung

3 Gedanken zu „Notstrom“

  1. Hallo Julia,
    das ist ein interessanter Artikel und auch die Links dazu sind lesenswert. Ich habe schon im vorigen Jahr davon gehört, dass Deutschland in bestimmten Situationen Strom aus Österreich zukaufen müsse, da hieß es, das Problem wäre die fehlende Speichermöglichkeit von Strom und der daraus folgende Mangel zu Spitzenzeiten. Ungünstig ist da sicher auch der abrupte Atomstromausstieg. Das Wiederbeleben alter Kohlekraftwerke etc. ist sicher eine fragwürdige Lösung. Wenn man durch Deutschland reist stechen vor allem die zahlreichen Windräder ins Auge, ob das nicht ausreichend ist? Wie auch immer, guter Artikel, interessantes Thema.
    Viele Grüße,
    Cathi

  2. Hallo Cathi,

    ich denke auch, so sinnvoll und ökologisch der schnelle Atomausstieg in Deutschland auch war, es war irgendwie ein typischer politischer Schnellschuss und nicht besonders überlegt. Das zeigt nun, wie in schwierigen Zeiten der Strom in Europa hin- und hergehandelt wird. Aber auch das reine Setzen auf Atomstrom, wie in Frankreich, ist nicht günstig. Hat man erstmal „sauberen“ Strom, der anscheinend nichts kostet, als hier und da ein paar kleine Atome zu spalten (…), gewöhnt man sich daran und wird verschwenderisch. Der scheinbare Überfluss ist trügerisch und dazu ineffizient, wie die Rechnungen zeigen.

    Die Energiewende muss – meiner Meinung nach- noch mehr auf das Einsparen von Energie setzen und die Erkenntnis (vor allem bei End-Verbrauchern und Industriekunden) vorantreiben, wie kostbar Energie eigentlich ist. Und in Deutschland muss natürlich erstmal die Netz-Infrastruktur ausgebaut werden.. sonst nützen all die Lippenbekenntnisse zu alternativen Energien nichts. Das wird aber nicht ohne ein paar Widerstände (keine Leitungen über meinen Garten! keine Windräder im Naturpark! keine Energie-Speicheranlagen im Maulwurf-Fortpflanzungsbereich!) zu machen sein.

    😉

    Viele Grüße
    Julia

  3. ps: zu den Windrädern, die in Deutschland schon recht zahlreich stehen. So wie ich es verstanden habe, besteht ein hoher Verbrauch in den Industriezentren des Südens, aber der Großteil der Windenergie wird im windreichen Norden gewonnen. Das führt dann zu Energiespitzen, die nicht abtransportiert werden können wegen fehlender Netz- und Speicherkapazität. Besser für eine gleichbleibende Versorgung ist ein regelmäßiges und verlässliches Fließen von Strom. Das kann man z.B. mit Gas-, Kohle – oder Atomgeneratoren sehr gut machen.. aber auch mit Speicherlösungen (z.B. Pumpspeicherkraftwerk oder Druckluftspeicherkraftwerk) und besseren „Leitungen“ für alternative Energie.

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