Glücklicher Shoppingtag

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Gestern war ein sehr schöner und sonniger Tag im März, einer der schönsten des Jahres. Beim Gang ins Bad merkte ich schon, dass es sehr warm werden würde und so zog ich das erste mal in diesem Jahr keinen dicken Pulli, sondern nur ein Shirt und ein langärmliges T-Shirt darüber an. Auf Grund der Wärme und der geschwächten Abwehrkräfte vermehren sich zwar die Erkältungsviren in meinem Körper immer noch, aber mit der zunehmenden Dauerbestrahlung aus dem Kraftwerk Sonne vergeht ihnen zunehmend die Lust. Endlich, hab ich mir gedacht, endlich wird es mal Frühling. Ich weiß nicht, wie lange schon Winter gewesen ist, aber in der Kombination, keinen Urlaub im Süden gemacht zu haben (seit ca. 4 Jahren) und ständig die Zeit vor PC oder auf der Baustelle zu verbringen, geht schon an die Substanz.

Vor allem meine Psyche hat in den letzten Monaten sehr gelitten, so hab ich immer wieder gemerkt, wie ich depressiv wurde, keine Konzentration und keine Lust zum Schreiben mehr hatte. Natürlich muss es aber voran gehen und Lust zu Jammern hab ich eigentlich nicht. Leute, die mir auf Twitter ihre Nachrichten schreiben, kommentieren oder Leute, die mit mir chatten und über ihren Alltag berichten, motivieren mich irgendwie, mein Leben auch besser in den Griff zu bekommen. Wenn man sieht, dass andere aktiv sind, so freut mich das ungemein und stachelt mich auch ein wenig an! So fand ich vor allem Alice´s Artikel zum Thema Schreiben sehr anspornend und treffend. Aber auch, was Claudia zum Thema „Talent“ schreibt, kann sich lesen lassen und trifft den Kern der Wahrheit.

Neben den Träumen sind auf jeden Fall die Taten sehr wichtig. Ich telefonierte also vorgestern mit meiner Mutter und wir beschlossen, am Mittwoch, also gestern eine kleine Einkaufstour zu machen. Sprach´s und am nächsten Tag pünktlich um 10 Uhr standen meine Eltern inklusive kleinem Hund mit Auto vor der Tür. Für mich ist das sehr schön, weil ich hier ohne Auto auf dem flachen Land lebe und solche Ausflüge in die Stadt einfach grundsätzlich sehr gerne habe. Überhaupt drang mich alles, hier mal raus zu kommen, dem Alltag zu entfliehen.

Man hat es doch selbst in der Hand oder nicht?

Da ich bald Geburtstag habe, darf ich mir auch ein Geschenk aussuchen und dieses Jahr habe ich mich für eine neue Digitalkamera entschieden. Meine alte Digi-Cam ist von HP, eine Photosmart 720 und nun auch schon fünf Jahre alt (die hat nur 3 Megapixel und ist am Gehäuse kaputt). Nun, ich mache sehr gerne Bilder, also denke ich, dass es das perfekte Geschenk ist. 🙂 Wenn es soweit ist, kann ich mir auch vorstellen bei einem Dienst wie Ipernity anzumelden und mich endlich mal mit den Profis zu messen. Haha! Ne ich schieß lieber Blumen!

Wie fuhren also in den Markt mit der vielen Werbung und den großen roten Buchstaben in Mannheim-Sandhofen. Das ist nicht sehr weit von uns. Bei der Fahrt dahin, konnten wir im klaren Wetter einen landenden Chinook-Hubschrauber beobachten, denn in Sandhofen gibt es einen amerikanischen Militärflugplatz.

Diese Dinger sind sehr eindrucksvoll, und wenn sie so tief fliegen wie gestern, umso mehr! Auf der Rückfahrt sahen wir wieder einen, wie er in unmittelbare Nähe hinter der Häuser-Skyline verschwand. Auch ein Transportflugzeug, dass von der Airbase Ramstein gestartet sein müsste, konnten wir sehen. Die Sicht war atemberaubend weit und schön gestern.

Im M-Markt befummelten wir also die verschiedenen Modelle. An der Spiegelreflexkamera -Abteilung gingen wir nur vorbei und schauten kurz, weil mir klar ist, dass ich lieber eine Kompaktkamera haben möchte. Es ist doch gut, das vor Ort mal zu machen, denn bei der Bedienung und Handhabung der Geräte gibt es große Unterschiede. Im Internet sieht man das oft nicht, ja im Internet sieht man zumeist noch nicht mal die Rückseite der Geräte, vom Anfassen und Ausprobieren ganz zu schweigen. Bei allen Entscheidungen, die über einen gewissen Preis hinausgehen, finde ich es aber wichtig, dass einem das Gerät auch liegt.

Letztendlich habe ich das Fuji-Modell wieder fallen gelassen (nein, nicht wörtlich!), weil mir das Design und Gehäuse nicht so zusagen. Der Chip der neuen EXR200 kann noch so toll sein, wenn mir das Gerät nicht liegt, dann kaufe ich es auch nicht. Wohlgemerkt, ist das eine Neuheit und war noch nicht vor Ort, aber ein vergleichbares Modell, welches ein ähnliches Gehäuse nutzt.

Nein, nein das will ich alles nicht. Ich habe mich jetzt entschieden, und zwar für eine Lumix LX-3 von Panasonic. Hier stimmt einfach alles: Handhabung, Design, Objektiv, Chip, MP-Klasse und Bildqualität.

Allerdings nicht zu dem unglaublichen Preis von 530 € , sondern eher bei einem Internethändler für ca. 350 €, das ist gerade noch erträglich. Und da es ein Gemeinschaftsgeschenk von meinen Eltern, mir und meinem Mann werden soll, verteilen sich die Kosten etwas.

Hier kann man die Modelle gut vergleichen:
LX-3 und F200 EXR

An der LX-3 stört mich eigentlich nur, dass sie keinen automatischen Objektiv-Schieber und keinen Durchguck-Sucher hat. Allerdings hat sie einen Blitzschuh und man kann nachträglich einen besseren Blitz montieren. Auch das mangelnde Zoom ist bei der LX-3 störend, dafür glänzt sie mit umso besseren Weitwinkel, nämlich 24-60 mm ! Die EXR zeichnet sich vor allem durch ihren neuartigen Chip aus, mit dem es z.B. möglich ist, HDR-Fotos direkt aus der Kamera zu schießen oder einen „Filmsimulationsmodus“ einzuschalten. Das ist alles sehr schön und liefert bestimmt auch gute Ergebnisse, aber was soll ich machen, wenn mir das Gehäuse und die Bedienung nicht zusagen? So eine Kamera ist doch wie der Schreibstift eines Autors, man hat ihn ständig in der Hand und arbeitet vielleicht täglich damit. Da muss die Bedienung einfach stimmen und in dieser Weise befriedigt mich die Lumix einfach. Sie ist schön leicht und handlich und der große LCD-Display ist einfach eine Freude.

Wir haben im M-Markt mal ein paar Testfotos gemacht und den Aufnahmeblickwinkel der Kamera verglichen (so von Kaffeemaschinen-Regal bis LCD-Fernseher…), heraus kam ein geschätzter 30% größerer Blickwinkel bei der LX-3 im Vergleich zur Powershot G10.
Letztere hat zwar schön viele Einstellmöglichkeiten und liegt auch gut in der Hand, allerdings was hat sich Canon mit diesem Einstellrad nur gedacht? Das ist absolut nicht zu handhaben und ich habe schon kleine Finger!

Nach ca. einer halben Stunde waren wir fertig und anschließend überredete mich meine Mutter noch bei den Küchenmaschinen zu schauen.. und auch an der Ecke mit den knallbunten Apple-Produkten kamen „wir Frauen“ nicht vorbei. 😉 Herje, die werden ja immer kleiner und bunter! Lange kann ich nicht mehr stand halten…

Nach dem Kauf eines Handrührgeräts von Braun (wow, was für eine Handhabung!) blinzelten wir wieder die Sonne an und fuhren die 300 Meter weiter zum IKEA.

Wenn man sich allerdings die Rezensionen ansieht, wird klar, dass man vor allem die Internetrecherche in Verbindung mit realen Einkäufen braucht, um keine Enttäuschung zu erleiden…

Im IKEA folgten wir brav den Pfeilen auf den Boden und je weiter wir kamen, desto jünger und weiblicher wurde das Publikum. Absicht? 😉 Spätestens in der Babyabteilung lag der Frauenanteil bei 90 Prozent und der Männeranteil bei 10 % (davon gefühlter Frustanteil 100%).

Noch ein paar Sofas Test- gesessen, Leute angelächelt, Unsinn getrieben, ein paar Servietten in die Einkaufstasche geschmissen und hey- jetzt hab ich endlich eine funktionierende Abdeckung für die Mikrowelle. Jetzt bin ich endlich eine glückliche Hausfrau! 😉

Nur an der Kasse war das Motto angesichts der Wartezeit „Wartest du noch oder bezahlst du schon?“

Uns egal, wir packten noch was bei IKEA Food in die Tüte und fuhren glücklich nach Hause.

…..
Die Farbauswahl und vielen Designs des schwedischen Möbelhauses in Verbindung mit der gestärkten Energie des Sonnenlichts führten dann abends dazu, dass ich mich nochmal an das Blog setzte und allerlei Veränderungen vornahm, wie ihr hier sehen könnt…

Ich hoffe, der Umzug von der alten Domain hat gut geklappt und ihr bekommt jetzt keine Fehlerseiten oder so was?

Anregungen und Kritik bitte in den Kommentaren posten. Dankeschön 🙂

Ein Gedanke zu „Glücklicher Shoppingtag“

  1. Na, das hört sich ja gut an, was doch Sonne ausmacht- und nun ist sie ja nur hinter den Wolken, und bald, bald, können wir draußen sitzen und in die Sonne gucken. Die Vöglein sind schon eifrig am Nestbauen und Singen, ob das anstrengend ist? Liebe Julia, danke für Deine lesbaren Gedanken, immer wieder anregend für mich, es grüßt die Hanni.

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