Maggikraut

Bilder-Collage, Maggikraut, offener Suppentopf mit Löffel, geschnittenes Gemüse
Liebstöckel und geschnittenes Gemüse im Rindfleischeintopf

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nie eine langweilige „Food, Mode und Haushaltsbloggerin“ zu werden, die mit ihren belanglosen, gänzlich unpolitischen Einträgen ganze Frauenzeitschriften füllen könnte, aber hey, nun ist es soweit!

Ich werde Euch von meinen Erfahrungen mit dem leckeren Liebstöckel berichten! 😉

Denn normalerweise koche ich recht gerne „Rindfleischeintopf“ und würze den mit verschiedenen Dingen. Entweder Pfeffer, Salz, mal ein Brühwürfel, viel Majoran und was sonst noch so in der Küche rumsteht. Jetzt ist bei uns aber im Hof ein ehemals kleiner Liebstöckel sehr groß gewachsen und meine Mutter hat sich sogar schon ein paar Zweige abgeknipst, nachdem sie das letzte Mal bei uns Blumen gegossen hatte.

Beim Suppe kochen gestern hab ich mich daran erinnert, denn eigentlich hab ich ja die Kräuter im Hof genau für diese Zwecke gepflanzt! 😉
Mit einem großen, nassen und grün-duftenden dicken Liebstöckel-Zweig bin ich also wieder in die Küche geeilt und hab diesen sogleich mit einer Küchenschere meines Vertrauens in den Eintopf zerstückelt. Hmmm! Das Ergebnis war sehr gut, hat mich selbst überrascht! Der Liebstöckel würzt den Eintopf sehr intensiv, beinahe wie ein normaler Brühwürfel. Er heißt ja auch nicht umsonst „Maggikraut“.

In der ganzen Wohnung roch es danach nach dem frischen Kraut, so dass mein Mann dann auch gesagt hat „es riecht nach Brühwürfel!“.. Der Liebstöckel ist ja eigentlich nicht besonders salzig, allerdings sehr kräftig würzig, so dass man sogar das Salz in der Suppe reduzieren kann, wenn man viel davon reinmacht. Ich bin auf jeden Fall restlos davon begeistert und werde jetzt kräftige Suppen öfters damit würzen. 😉

Im „Kräuter Buch“ steht außerdem, dass er gut mit Knoblauch harmoniert, was ich bestätigen kann. Ich hatte noch extra viel Knoblauch in die Suppe gemacht und es hat sehr gut geschmeckt.




Selbstgemachter Erdbeer-Joghurt

Die Zubereitung
Es hätte so einfach sein können….

Einen leckeren Erdbeer-Joghurt essen! Genau das richtige bei diesem schönen Wetter.
Richtig zubereitet kann er ein Abendessen ersetzen.

Ins Kühlregal greifen, fertigen Industrie-Erdbeer-Joghurt kaufen, Plastik-Packung aufreissen, Inhalt essen, Alu-Deckel und Plastik-Packung wegschmeißen.
Und der Industrie-Aroma-Geschmack erst! Hm, so cremig und süß, so erdbeerig. Schon beim Öffnen des Deckels strömt einem ein angenehmer Duft entgegen. Kleine Stückchen im Joghurt suggerieren wertvolle Inhaltsstoffe. Es schmeckt nach Erdbeeren pur, obwohl keine Erdbeeren drin sind, oder nur Erdbeer-Moleküle (ca. 3). Dafür offenbart die Packungsaufschrift allerlei Inhaltsstoffe: Künstliche und natürliche Aromen, Färbemittel, Zucker, Verdickungsmittel…

Nein, nein, diesmal nicht. Diesmal mache ich mir meinen Joghurt selbst!

Die Zutaten sind einfach: 1 kg Bio-Joghurt und eine Schale mit 500 Gramm Erdbeeren. Der Joghurt wird später noch für andere Speisen verwendet, die 1 kg- Packung ist also eine Vorratspackung (das ist praktisch und spart zusätzlichen Verpackungsmüll). Verbindet man das gesamte Volumen hätte man immer noch einen Erdbeer-Anteil von ca. 30 Prozent, das bekommt man in keinem gekauften Joghurt.

Packung aufmachen, Erdbeeren rausholen, alles waschen. Grüne Stellen abpulen, evt. die Strünke und schlechte Stellen mit einem Messer entfernen (sehr aufwändig), die ganzen Erdbeeren halbieren, evt. nochmal waschen und lose Blätter entfernen.

Man verschmutzt ein Küchensieb, ein Schneidebrett, ein Putzmesser, muss die ganzen Schalen wegwerfen, nochmal ein extra Gefäß holen. Das dauert ca. 20 Minuten. Und dann ist der Joghurt noch nicht fertig.

Wenn man die halben Erdbeeren hat, kann man normalerweise einfach Sahne und Zucker drübergeben, fertig.

Bei Joghurt ist das zusammensetzen schwieriger, wie ich soeben feststellen musste. Also Erdbeeren in die Schüssel geben, Joghurt darüber träufeln. Hm, das ganze verbindet sich nicht. Sieht nicht schön rosa aus. Riecht auch nicht nach Erdbeeren. Mit der Gabel und einem Esslöffel alles vermatschen und dann in den Mund schieben.. hmm. vermatschte Joghurt-Erdbeer-Pampe (Vielleicht doch besser mit einem Mixer oder einem Rührstab vermischen).

Die Kosten

Bei den Kosten nehmen sich beide Speisen interessanterweise nicht viel:

Bio-Joghurt, 1 kg für 2 Euro
Deutsche Erdbeeren, 500g für 1,60 Euro
macht zusammen 3,60 Euro und ergibt 1,5 kg Joghurt (in der Theorie).

3,60 Euro durch 1,5 kg Joghurt/ Erdbeer-Mischung wären ca. 2,40 Euro für das Kilogramm,
also nur ca. 0,36 Euro für 150 g Joghurt.
(2,40 Euro / 1000 g = 0,0024 , den Grammpreis dann * 150 g)

Kauft man fertigen Joghurt bekommt man 150 g für ca. 40- 60 Cent
(so genau hab ich die Preise nicht im Kopf, aber ich denke es stimmt ungefähr).

Der selbst gemachte Joghurt ist also ungefähr gleich teuer, aber auf Grund der hochwertigeren Inhaltsstoffe „günstiger“.

Der Geschmack

Viel besser, so selbstgemacht… so … hm. .. so geschmacklos !

Was sind denn das für Erdbeeren! Die schmecken ja nach nichts! Nur säuerlich und wässrig, dazu die Säure vom Joghurt..brr…
Man merkt den Erdbeeren an, dass sie in den letzten kalten Monaten viel zu wenig Sonne abbekommen haben. Egal, müssen trotzdem in den Handel „der Kunde will es ja so“, aber die Natur macht leider nicht mit. Mutter Natur hat es nicht geschafft, irgendwie Geschmack, Aroma und Zucker in die roten Dinger zu bekommen. Wahrscheinlich stand der Manager des Erdbeer-Betriebes ungeduldig neben den Pflanzen und hat ihnen befohlen, schneller und kostengünstiger zu wachsen und dabei gleichzeitig noch geschmackvoll zu sein.
Hat leider hat nicht „gefruchtet“, dieser Appell.

Also muss ich meinen schönen gesunden Joghurt (der bis dahin so völlig frei von Zusatz- und Aromastoffen war) mit einer ordentlichen Prise Zucker aufwerten. Grmpf. Das gute aus der Natur, nochmal extrahiert und konzentriert.
Und das nicht zu knapp. Mein Gaumen ist schließlich andere Genüsse gewohnt.

Dieses Erdbeer-Aroma im fertigen Joghurt… hm.. einfach unbezahlbar. Vielleicht sollte ich das beim nächsten Mal dazu kaufen. Man kann ja nie wissen.




Weihnachtsmarkt – Bericht und Empfehlungen

Weihnachtsbaum im Levantehaus
Weihnachtsbaum im Levantehaus

„Die Deutschen lieben Weihnachtsmärkte“ habe ich letztens irgendwo gelesen.
So ging es mir dieses Jahr auch, es war irgendwie das Jahr der Weihnachtsmärkte. Gemütlich mit Freunden zusammenstehen und Glühwein trinken, kulinarische Genüsse an allen Enden, weihnachtliche Deko, schnell noch ein originelles Geschenk besorgen oder sich an allen Eindrücken erfreuen – wo kann man die Vorfreude auf Weihnachten besser zelebrieren, als auf einem Weihnachtsmarkt?

Für alle, die am letzten Adventswochenende vor Weihnachten noch auf einen Markt gehen wollen, hab ich hier eine kurze Zusammenfassung, Bewertung und Beschreibung der von mir besuchten Märkte. Wo es möglich ist, hänge ich auch eine URL oder ein Bild dran. Wenn ihr auch eine Empfehlung von einem Markt habt oder ein Bericht für das Blog schreiben wollt, freue ich mich über eure Anregungen, Links und Bilder!

Bad Münster am Stein
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Bad Münster am
Bad Münster am Stein

 

Bad Münster liegt im Nahetal, in der Nähe von Bad Kreuznach. Auf den Weihnachtsmarkt sind wir nach einer Empfehlung gegangen. Die Berichte waren sehr überschwänglich – als wir angekommen sind, waren wir daher etwas enttäuscht, weil der Markt etwas kleiner als erwartet war. Auch fehlt tagsüber natürlich die Beleuchtung, die jeden Weihnachtsmarkt zu etwas besonderem macht. „Der Stein“, ein großer Fels auf den man vom Gelände aus blicken kann, ist etwas besonderes. Beim näheren Hinsehen entpuppten sich auch die Buden als besonders liebevoll gestaltet mit vielen selbst gemachten Artikeln. Vor allem Anhänger von Kunsthandwerk werden auf ihre Kosten kommen, auch die große Weihnachts-Krippe wurde sehr liebevoll gestaltet. Die Menschen kamen mir besonders freundlich und aufgeschlossen vor. Auf dem Markt gibt es so gut wie keine kommerziellen Buden, was positiv auffiel.
Im Kurhaus war nochmal eine gesonderte Kunsthandwerker-Ausstellung. Leider war der Andrang um 15 Uhr schon recht groß, dass man sich nur noch durch die Gänge „schieben“ konnte. Der Vorteil an dem Markt ist, dass es zwei öffentliche Toiletten an jeder Seite gibt, die allerdings nicht sehr sauber und geplegt sind. Hier könnte die Kurstadt noch etwas nachbessern. Auch die Parkplätze vor Ort waren nur schwer zu finden.

Bad Müster am Stein
Bad Münster am Stein

Tipp: Den Weihnachtsmarkt am Abend für einen Glühwein besuchen, am besten mit einer Übernachtung verbinden. Die Kunsthandwerker-Gegenstände eher vormittags oder mittags besorgen.

Bewertung: 3 von 5 Adventssternen

Mannheim
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Den Mannheimer Weihnachtsmarkt kenne ich schon sehr gut und ich bin auch fast jedes Jahr dort.

Besonders schön ist natürlich die Location am Wasserturm und das malerische Flair der Kurstadt mit ihren Anlagen und Gebäuden. Auch das Parkhaus direkt unter dem Wasserturm ist praktisch, aber bei Weihnachtsmärkten hoffnungslos überfüllt. In der Nähe gibt es noch andere Parkhäuser, auf die man ausweichen kann. Auch die Anreise mit dem Zug ist kein Problem, zum Hauptbahnhof sind es nur ein paar Minuten Fußweg.

Das Angebot der Stände ist sehr unterschiedlich: Wie immer gibt es viel zu essen und noch mehr zu kaufen. In den hinteren Reihen drängen sich kommerzielle Anbieter unter die Weihnachtsangebote, was den weihnachtlichen Eindruck des Marktes doch stark schmälert. Auch richtig „echtes“ Kunsthandwerk (also nicht von der Stange oder aus China) sucht man eher angestrengt. Das Angebot an Speisen ist groß und reichhaltig. Es gibt ein großes Weihnachtskarussell, das besonders abends schön aussieht. Außerdem gibt es eine Bühne mit zahlreichen Veranstaltungen und Ponyreiten für Kinder.

Wie immer, ist der Weihnachtsmarkt sehr voll, wenn es auf die Abendstunden zugeht. Wer eine saubere Toilette sucht oder sich zwischendurch mal aufwärmen möchte, geht am besten in ein Café in der angrenzenden Fußgängerzone.

Bewertung: 4 von 5 Adventssternen

Hamburg Petrikirche
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Weihnachtsmarkt Hamburg
Weihnachtsmarkt Hamburg

Direkt an der berühmten Mönckebergstraße  ist dieser kleine, aber feine Weihnachtsmarkt. Gutes, gemischtes Angebot aus Speisen und Kaufartikeln. Viele Möglichkeiten, um seine Bratwurst im Stehen oder Sitzen zu genießen. Großes Angebot an Getränken. Schöne Kulisse, zentral gelegen und nur ein paar Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Besonders positiv fiel auch das Angebot für Kinder auf: Es gibt nachgestellte Märchenszenen mit bewegten Puppen, außerdem eine Eisenbahn. Toiletten und Aufwärmzonen gibt es überall in der Nähe, weil der Markt so zentral liegt.

Der Markt ist eine gute Alternative zum Rathausmarkt, wenn man der dortigen Überfüllung entgehen möchte.

Weihnachtsmarkt Petrikirche Hamburg
Weihnachtsmarkt Petrikirche Hamburg

Bewertung: 4 von 5 Adventssternen

Hamburg Rathausmarkt
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Rathaus Hamburg
Rathaus Hamburg

Hamburg
Hamburg

 

Der Weihnachtsmarkt am Hamburger Rathausplatz ist der größte Weihnachtsmarkt, den ich je gesehen habe. Schon tagsüber um 14:30 Uhr war er gerammelt voll. Es gibt unterschiedliche Gassen (Spielzeuggasse, Süßigkeitengasse, Geschäftegasse) und Wein aus der Pfalz. 😉

Der ganze Markt wirkt wie aus einem Guss und ist sehr professionall gestaltet. Recherchen ergaben, dass hier der Zirkus Roncalli am Werk war. (http://de.wikipedia.org/wiki/Circus_Roncalli ) Die Buden sind riesig und das Angebot an Speis und Trank enorm. Über den Köpfen der Besucher fährt eine Eisenbahn, die dann irgendwo im Nirwana verschwindet, weil das Streckennetz so groß ist.

Einziger Nachteil: Wirklich sehr groß. Abends könnte es manchen Leuten zu voll sein. Ansonsten ein absoluter Tipp!

Bewertung: 5 von 5 Adventssternen

Rathausplatz
Rathausplatz

 

Blick Richtung Jungfernstieg
Blick Richtung Jungfernstieg

Hamburg Blankenese
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Blankenese
Blankenese

Treppenviertel
Treppenviertel

 

Sehr schöner, kleiner Weihnachtsmarkt im geschäftigen Stadtzentrum von Blankenese. Viele Stände zum Essen, aber kaum etwas zum Kaufen. Besonders gut hat mir das Zelt gefallen, in dem man gemütlich stehen kann und windgeschützt (!) seinen Glühwein genießen kann. Das Angebot an Glühwein ist groß und reichlich, auch sind einige Spezialsorten dabei (z.B. Eierlikörpunsch). Für die Kinder gibt es ein sehr großes Karussell. Mittags war noch wenig los, abends ändert sich das bestimmt. Vor allem für die Anwohner und Anhänger von Schmalzkuchen ein Tipp. 😉

Bewertung: 3,5 von 5 Adventssternen

Grünstadt
Test steht noch aus

Schwetzingen
Test steht noch aus

 




Sommergerichte: Kartoffelsalat

Zutaten

  • Kartoffeln, möglichst festkochend (erst kochen, dann schälen)
  • Eine große Zwiebel
  • Gewürzgurke oder Salatgurke
  • Salz, Pfeffer
  • Gewürze, z.B. Petersilie
  • Essig
  • Mayonaise
  • Öl (kann man bei Mayonaise auch ganz weglassen)

Heute habe ich meinen ersten Kartoffelsalat gemacht. Immer ist die Frage bei warmen Wetter gleich: Was soll ich nur kochen? Auf alles große und „richtige“ habe ich keine Lust, aber einfach nur hungern oder Eis essen ist keine gute Alternative.

Der Plan war einfach: Zuerst Kartoffeln schälen, ins Wasser, kochen lassen und dann nebenbei im Internet schauen, ob es ein Rezept gibt. Meistens gibt es ja tausende, von nochmal so vielen Benutzern. Man muss nur das richtige raussuchen… Eigentlich.

Als die Kartoffeln dann fast weich gekocht waren, hab ich festgestellt, dass in den Rezepten überall „mit Schale kochen, dann pellen“ drin gestanden hat. Egal! Das geht bestimmt auch andersrum. 😉

Größtes Problem: Wie schneide ich die Kartoffeln klein, wenn sie noch so heiß sind.. und wie fische ich die Dinger eigentlich aus dem Abtropfsieb, wenn ich mir dabei ständig die Finger verbrenne??

Und vor allem: Wie kühle ich alles möglichst schnell herunter, weil der Hunger bereits im Anflug ist?

Die Lösung war dann einfach, alles mit viel kaltem Wasser abschrecken. Nach und nach in Scheiben schneiden und die Kartoffelscheiben alle einzeln auf Teller und Glasschüssel verteilen, so dass sich die Oberfläche vergrößert. Kartoffeln speichern Energie nämlich ganz schön lange und dampfen dabei wie verrückt. Alternativ kann man noch den Ventilator drüber pusten lassen, ich weiß aber nicht, ob das so regelkonform ist… in den ganzen Rezepten stand auf jeden Fall nichts darüber.

Der Rest ist einfach gewesen: Große Zwiebel aussuchen, schälen, in kleine Würfel hacken. Eine Gurke nehmen, gutes Stück absäbeln, dann ebenfalls in kleine Hackwürfel zerhacken. Dabei bissel Frust abbauen nicht vergessen. Wer keinen Frust hat, ist auch okay. Dann schön sanft mit dem Messer durch die Zwiebel wiegen und sich dabei entschuldigen, dass man schon wieder soviel Hunger hat und dass man nicht im Geringsten davon abgehalten wird, dass sie so scharf und feurig sind.

Alles beimischen und untermischen. Dabei aufpassen, dass nicht alles zermatscht. Ist zwar geschmacklich egal, ich finde aber dass ein guter Kartoffelsalat auch nach Kartoffelstücken „schmecken“ sollte. Die Konsistenz ist wichtig. Im Rezept steht, dass erst alles abkühlen soll und dann soll man erst das Dressing machen. Es ging aber auch direkt nach dem Kochen, sobald die Scheiben lauwarm waren.

Danach das ganze abschmecken mit Essig, Öl und wer mag, Mayonaise. Macht dick, schmeckt aber gut. Bissel Salz und Pfeffer, evt. noch Kräuter und Gewürze, z.B. Petersilie.

Braucht gar nicht so lange abkühlen. Ca. eine Stunde, dann war es schon genießbar.

Fazit: Nicht ganz nach Anleitung, hat aber geschmeckt. Statt den Salatgurken soll man eigentlich Gewürzgurken nehmen. Ich hab aber festgestellt, dass ein bissig Essig darüber den gleichen Effekt hat.
Wer etwas mehr Kartoffeln nimmt, hat für den ganzen Abend und evt. den nächsten Tag auch noch was zu essen. Dazu passen Würstchen und natürlich als Beilage zum Grillen. Geht aber auch pur. Ist bis auf die Zwiebeln auch recht leicht verdaulich und fühlt sich vollwertig an. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte die Zwiebeln, aber auch die Mayonaise etwas reduzieren.

Dauer: ca. 2 Stunden, mit Vorbereiten, Aufräumen und Spülen. Ist zwar viel, im Vergleich zum fix- und fertigen Kartoffelsalat aus dem Supermarkt, bei dem man einfach den Deckel abreißt und danach die Schale wegwirft. Aber der Aufwand lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Es ist umweltfreundlicher, nahrhafter, man produziert kein Plastik und letzendlich auch man auch Spaß bei der Zubereitung. Außerdem sind keine Zusatzstoffe drin, vor allem kein Zucker und die Kartoffeln sind garantiert frischer, und somit auch vitaminreicher.




Das Brötchenlabyrinth 2

Bei den Brötchen geht es mir natürlich nicht um die Brötchen alleine. Wenn man genau hinschmeckt, wird man vielleicht überhaupt gar keinen Unterschied erkennen. Brötchen sind im Mund, sowie im Handel „schnelldrehende Ware“, die nie einer besonders langen Halbwertszeit unterlagen.

Dennoch sind es Details, die beim aufmerksamen Blick in die „Gesamtwelt“ unweigerlich auffallen müssen. Früher gab es eben einen guten Bäcker, der sogar frische Brötchen gebacken hat… und im Supermarkt gab es keine Brötchentheke. Dann kam die Globalisierung und die Nachfrage der Kunden nach günstigen Produkten- voilá hat sich unsere Produkt- und Lebenslandschaft verändert, ob wir das wollen oder nicht. Früher gab es auch große Postfilialen mit vier oder fünf Mitarbeitern, die alle top ausgebildet waren und sehr freundlich sich aller Probleme angenommen haben. Es gab gute Öffnungszeiten und sogar das kleine Dorf auf dem Land hatte eine Poststelle. Pakete wurden nicht beim Nachbar drei Häuser weiter abgeliefert, der einem schonmal wegen des überstehenden Baumes angemeckert hatte, sondern kamen in die vertrauensvolle Post-Filiale zurück, wo sie dann zeitnah auf dem Weg von oder zur Arbeit abgeholt werden konnten.

Heute sind die Post-Verkaufsschalter oft in andere Läden integriert und richten sich nach deren Öffnungszeiten. Paket-Zettel bekommt man schon lange nicht mehr, Globalisierung heißt, dass man seinen bezahlten Waren hinterher rennen muss. Geschwindigkeit und schnelle Erreichbarkeit, kurze Lagerhaltung ist eben alles! (Für die AG, nicht für den Kunden)

Bildung und post-spezifisches Wissen? Ist dort meistens Mangelware, hat man irgendwie gleich mit eingespart. Aber es gibt doch den Fachkräftemangel…

Die Folge ist, dass die Läden entweder nicht zu erreichen sind, die Schlangen meistens groß, die Verkäufer oft keine Ahnung von den Postprodukten haben und das Gesamtangebot für den Kunden schlechter geworden ist. Genauso wie die Brötchen, die nun schlechter schmecken und weniger lang halten, als noch vor zwanzig Jahren. Brötchen, die mit bestimmten Zustatzstoffen aufgepeppt worden sind (z.B. Backtriebmittel), halten aber auch nicht so lange und werden schneller alt und trocken, also weggeworfen. Durch das Sparen bei der Erzeugung wird auch die Verschwendung vergrößert. Geiz ist eben nicht immer geil, sondern oft sehr kurzsichtig und mit negativen Folgen behaftet.

Das Thema Lebensmittel und die negativen Seiten Industrialisierung (vor allem Kapitalisierung) der Lebensmittelerzeugung ist für mich ein sehr wichtiges Thema. Schließlich geht es dabei um das, was wir täglich essen. Unser Körper ist sehr empfindlich und reagiert auf die Inhaltsstoffe, letztendlich ist die Ernährung auch eine sehr wichtige Grundlage für unsere Gesundheit und Wohlbefinden. Es vermischen sich also die Interessen der Kapital und Wettbewerb-gesteuerten Konzerne mit den täglichen Anliegen und Interessen des einzelnen Menschen. Beim Thema Lebensmittel kann man eben nicht wegschauen und sagen „es geht mich nichts an“. Das will ich auch mit meiner Verzweiflung im täglichen Einkauf im Supermarkt ausdrücken: Gebildet von so vielen Eindrücken und Überlegungen bin ich mehr als je dazu gezwungen, zur mündigen Einkäuferin zu mutieren und muss mir jede Entscheidung genau überlegen. Dabei können sogar Gewissenskonflikte auftreten. Nimmt man dann noch die Meinung von anderen, die einen zusätzlich manipulieren oder beeinflussen wollen, kann es sehr kompliziert werden: Kaufe ich jetzt die schnelle Spaghettisoße vom großen Industriehersteller mit Geschmacksverstärkern und spare mir ein wenig Zeit? Oder befriedige ich mein gutes Gewissen und koche die Soße komplett selbst? Dass sie dann natürlich auch teurer wird und in der täglichen Herstellung länger dauert, ist keine Frage. Kaufe ich mir lieber die fertige Pizza und genieße sie in 15 Minuten? Oder suche ich mir alle Zutaten zusammen, mache einen Hefeteig und belege den noch möglichst mit frischen Zutaten? Geschätzter Mehraufwand zwei bis drei Stunden!

Dass was wir essen, ist also auch eine Frage des Lebensstils und letztendlich eine Frage der persönlichen Freiheit und Entscheidung. Habe ich die Zeit und Lust zum Kochen? Entscheide ich mich lieber für ein Hausfrauenleben oder ziehe gar in die Einsamkeit und steige auf Selbstversorgung um? (Auf Arte kam vor ein paar Tagen eine Reportage darüber).. oder lebe ich in der Stadt, habe zwei Kinder, ein Kindermädchen, eine Ganztagsschule (Frankreich ist da schon weiter) und zwei Doppelverdiener-Einkommen? Dann bleibt aber auch für die Kocherei nicht soviel Zeit.

Mache ich wenigstens einen Fleischtag in der Woche oder verzichte ich lieber ganz aufs Fleisch? Gerade was gesunde Ernährung angeht, hört man eine Vielzahl Meinungen, die sich tlw. sogar widersprechen, so dass die Auswahl noch schwerer wird. Während die einen alleine aus moralischen Gründen Fleischkonsum total ablehnen, gibt es Mediziner, die behaupten, dass uns ein wenig Fleisch sogar gut tut. Dann wieder gibt es die „Hardcore-Steinzeit-Theorie“, die sogar ein sehr viel an Fleisch für gut befindet, dafür aber meint, dass Milch- und Getreideprodukte nicht gesund wären, weil sich unser Körper in 10.000 Jahren, seitdem es Korn und Viehaltung gibt, noch nicht wirklich darauf umstellen konnte.

Ich würde sagen, das Thema Lebensmittel ist ein „In-Thema“ und interessiert viele Menschen. Es ist eine natürliche Verlängerung der Bio-Achse und eine logische Konsequenz aus der grünen, konsumkritischen und (ehemals) kapitalkritischen Bewegung. Wenn man es genau analysiert, stellt man auch schnell fest, wieviel damit verbunden ist und was alles davon berührt wird: Konsumkritik, Genveränderte Lebensmittel, Fastfood-Industrie, Übergewicht und Gesundheitsprobleme, Fresssucht durch Geschmacksverstärker, Umweltverschmutzung durch intensive Viehzucht, Aromastoffe, ein abgestumpfter Geschmackssinn, Lebensmittelskandale, Alkoholsucht durch billige Getränke und Werbung, usw.

Im Fernsehen kommen derzeit sehr viele Sendungen über „unsere Lebensmittel“, wie sie produziert werden, welche Zusatzstoffe hineingekommen, wie Supermärkte aufgebaut sind, usw. Die öffentlichen Medien tun also alles dafür, dass die Verbraucher weiter aufgeklärt werden und sich eine eigene Meinung bilden können. Auch wenn man dem Medium TV vielleicht kritisch gegenüber steht, so leisten doch gerade die öffentlich-rechtlichen Sender hier eine sehr gute und umfangreiche Aufklärungsarbeit. Auch die Politik ist nicht so ganz untätig (obwohl es noch genug zu tun gibt) und hat z.B. vor ein paar Wochen das Portal „Lebensmittelklarheit“ gestartet, bei dem sich Verbraucher über irreführende Werbung und fehlende oder irreführende Inhaltsangaben in Produkten beschweren düfen.

Das Thema Brötchen-Einkauf zeigt aber, dass man -selbst wenn man aufgeklärt ist- und sich auf die Suche nach qualitativer Nahrung macht, keine wirkliche Auswahl mehr treffen kann. Es gibt eben nur noch die Standard-Brötchen aus der Großbäckerei und das traditionelle Handwerk und der kleine Mittelstand leiden darunter. Genauso bei den Fertigsuppen und – Soßen, die immmer noch alle auf Geschmacksverstärker und Aromen setzen (liegt auch ein wenig in der Natur der Fertigsuppe), diese aber jetzt Hefeextrakt nennen können (völlig legaler Trick).

Auch günstig einzukaufen und sich gleichzeitig zeitsparend und gesund zu ernähren, scheint schwierig zu sein (( obwohl es dazu bestimmt tausend Gegenstimmen gibt, die das Gegenteil behaupten )). Bei irgendeinem Faktor muss man immer kürzen, es sei denn man hat unendlich Zeit oder unendlich viel Geld für die Nahrungszubereitung zur Verfügung.

Je mehr man darüber aufgeklärt wird, desto schwieriger wird die tägliche Entscheidung beim Einkauf. Dennoch finde ich es gut, darüber nachzudenken und sich vom roboterhaften Konsumenten-Verhalten zu lösen.

Es sind am Ende doch die Verbraucher, die das Zünglein an der Waage ausmachen.




Zuckerschnitte

Hm, Thema des Tages?

Die Zuckerschnitte© ist die schlimmste Werbelüge und wurde von Foodwatch „prämiert“.

Die Zuckerschnitte© ! Mit der extra großen Portion Zucker und Fett.

Also mir schmeckt´s. [mit großem Glas Koffeinlimo die Schokostückchen herunterspült ] Allerdings bin ich kein gutes Vorbild und die Kinder werden dick davon. Dauerfrustrierte und nervenschwache Blog-Autorinnen sowieso. Hilft allerdings gegen Streß und auch dann, wenn man zuwenig Zeit und Lust mitbringt, sich ein wertvolles Menü zu kochen. Die Zuckerschnitte kann man einfach aufreißen, essen und dann den Müll wegwerfen. Geht schnell, macht satt, allerdings nicht ohne Nebenwirkungen für Mensch und Umwelt.

Auch dann hilfreich, wenn man gerade nicht in den Supermarkt kommt, um frisches Gemüse zu kaufen (das verdirbt so schnell). Oder das eigene Gemüse mal wieder von gefräßigen Schnecken verputzt wurde. (die sollten es vielleicht mal mit der Zuckerschnitte probieren, dann hätten sie nicht immer soviel Hunger).

Also Kinder, nicht soviel naschen, sondern am besten mehr Obst essen und nur Mineralwasser trinken. Mal zu Fuß zur Schule gehen und nicht immer von Mama fahren lassen.. mind. zweimal pro Woche Sport machen, am besten gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen und wenn möglich, nicht mit 50 an Übergewicht sterben, danke.

Am besten solltet ihr gleich morgen damit anfangen. [während ich meinen Süßigkeiten- Vorrat aufstocken werde] Und einen strengen Diätplan, inklusive humorloser Fitnesstrainerin mit einbeziehen!

Wenn ihr es nicht gleich morgen früh schafft, ist es übermorgen auch noch ok!




Meine Lieblingspizza

Dies ist ein Gewinnspiel-Beitrag für die Pizzasteinverlosung bei Jan Theofel´s Blog .Ihr könnt auch gerne alle mitmachen, es gibt nämlich was zu gewinnen. 😉

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Fertigpizza oder selber machen?

Zugegeben, Pizza habe ich früher ausschließlich als Fertigversion genossen, es gibt sie einfach in zu vielen und teils auch gar nicht so schlechten Varianten. Entweder die Salami-Variante mit dem besonders dünnen-knusprigen Teig oder die Pizza, die im Ofen „hochbackt“ oder auch die amerikanische Variante mit dem sehr luftig-leichten Teig, zu dem die Hawaii-Variante am besten passt. Bei den Belägen kann man nicht viel falsch machen, alles was man aufs Brot schmieren kann, passt letztendlich auch auf die Pizza- und so ist sie wohl ursprünglich auch entstanden.

Dennoch, ein wehmütiges Gefühl blieb immer, als ich beim Italiener war und dort eine richtig frische, selbstgemachte Pizza genossen habe oder auch die Original-Pizza in einem Restaurant in der Toskana – das ist dann einfach kein Vergleich zur industriellen Pizza. Beim Italiener schmeckt der Teig einfach viel besser und auch die Beläge sind meistens viel feiner aufeinander abgestimmt.

Aber Pizza-Teig selbst machen? Welche Hausfrau hat schon immer jeden Tag Lust und Zeit einen Hefeteig anzurühren und die lange Wartezeit des Aufgehens über sich ergehen zu lassen? Außerdem braucht ein ganzes Backblech Pizza ein paar mehr Esser und für sich alleine lohnt der Aufwand eher nicht.

Wenn dann die Mehlsorte nicht so ganz stimmt, geht der Teig nicht richtig auf. Außerdem braucht man einen Umluft-Herd, weil der Boden meistens zu langsam backt oder man zu viel Belag draufgelegt hat.

In der Zwischenzeit habe ich also einen ganz guten Kompromiss zwischen komplett selbst gemachter und industrieller Fertigpizza gefunden und das ist nun auch meine derzeitige „Lieblingspizza“:

Lieblingspizza

Im Supermarkt gibt es einen fertigen Pizzateig aus der Dose (von Knack und Back ). Der hat den Vorteil, dass er schon fix und fertig ist, aber nicht tiefgefroren, d.h. frisch. Man muss nur die Dose aufknacken, den Teig rauspulen und auf die bemehlte Arbeitsfläche bzw. das Backblech ausbreiten.

Dabei kann ein wenig Mehl an den Händen und auf dem Blech helfen, denn der Teig ist am Anfang noch relativ feucht und klebt evt. etwas zusammen. Mitgeliefert wird ein kleines Glas Tomatensoße, die verteilt man nun schön gleichmäßig (mit einem Pfannenwender oder Teigschaber) auf dem Teig. In der Tomatensoße sind nur wenige oder gar keine Gewürze, d.h. nun kann man das Ganze ordentlich nachwürzen, am besten finde ich dazu Oregano oder Majoran, weg mag, auch ein wenig Pfeffer oder Salz.

Das gibt die Grundlage für den Belag und rundet die ganze Pizza ab, daher ist das ein wichtiger Schritt.

So nun der Belag. Am liebsten nehme ich italienische Salami, die ich etwas kleiner schneide (dann backt es besser und die Hitze verteilt sich gut) oder auch fein- würzigen Serrano-Schinken.

Dazu kommen jetzt frische Zutaten, da nehme ich meistens eine kleingehackte Knoblauch-Zehe, ganz dünn geschnittene Tomaten-Stückchen oder auch Zwiebelringe, je nachdem was man gerade im Haus hat. Da mein Mann keine Oliven mag, lasse ich die meistens weg, aber die würden auch gut dazu passen (z.B. schwarze Kalamata). Zur optischen und geschmacklichen Abrundung kann man noch ein paar Rucola-Blätter drauflegen, die muss man aber stets frisch kaufen, weil sie auch im Kühlschrank schnell verwelken.

Jetzt muss man nur noch das ganze mit Streukäse (Edamer z.B.) bedecken, am besten schön viel, damit nicht mehr allzu viel freie Stellen zu sehen sind und dann ab mit dem ganzen in den Backofen.

Hier nochmal die Zutatenliste:

  • Frischer Pizzateig aus der Dose
  • Gewürze: Majoran, Oregano, Pfeffer
  • Italienische Salami
  • Serranoschinken
  • Knoblauch o. Zwiebel
  • Cocktail-Tomaten
  • evt. Rucola-Blätter
  • evt. Kalamata-Oliven
  • Eine Packung Streukäse, z.B. Edamer

Zubereitungszeit ca. 20 Minuten
Backzeit ca. 20 Minuten

PS: Wer mag, kann den Frischteig auch mit einem „richtigen“ Hefeteig ersetzen, wie Anfangs erwähnt. Dann dauert das Ganze aber mind. zwei Stunden länger und man braucht einen sehr leistungsfähigen und auch variabel einstellbaren Umluftofen- oder eben einen Pizzastein. 😉