2019 – Das Jahr des Umbruchs

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Es wird Zeit für meinen ganz persönlichen Jahresrückblick auf das Jahr 2019.

Das Jahr 2019 war das vielleicht schwierigste Jahr in meinem Leben. Es hat sich alles in allem sehr ungut angefühlt.
Hin und wieder gab es Lichtblicke, kleine Hoffnungsschimmer, dann aber wieder die große Depression, die alles verschlungen hat. Es war ein Jahr, in dem ich endlich aufgebrochen bin, um neue Menschen kennenzulernen- es war aber auch das Jahr, in dem ich die meisten Menschen in den sozialen Netzwerken blocken musste, als je zuvor.

Es war ein Jahr, in dem ich voller Hoffnung und freudiger Erwartung Menschen kennengelernt habe, die mich sehr positiv verändern konnten – nur, um dann ein paar Stunden später alles über ihre „Schattenseiten“ zu erfahren, die ich vorher noch ausgeblendet hatte.

Es war ein Jahr des beruflichen Widerstandes. Die Kunden haben nicht gut gekauft und alles lief sehr zäh. Wir wurden ausgenutzt, wir haben die falschen Dinge entwickelt und am Ende des Jahres wären wir fast pleite gewesen.

Dann wieder gab es ein paar unverhoffte „Glücksverkäufe“ und plötzlich ging wieder alles aufwärts.

Es war ein Jahr des ständigen Streits und der Auseinandersetzung mit meinem Partner. Wir „waren uns nicht grün“, wie man so schön sagt. Wir haben ständig unsere eigenen Fehler auf den anderen projiziert und konnten uns so nicht weiter entwickeln.

Es war ein Jahr, bei dem ich erkennen musste, dass es bei meinen anderen Verwandten (im gleichen Alter) allesamt besser läuft, dass ich diejenige bin, die die rote Laterne trägt und die größten Probleme und das geringste „Glück“ hat. Es war aber auch ein Jahr, in dem ich schmerzlich erkennen musste, dass niemand bereit ist, mir zu helfen. Dass es großen Egoismus gibt und jeder „für sich verantwortlich“ ist.

Es war ein Jahr der Reife! Auf der einen Seite konnte ich Berge versetzen und habe plötzlich Dinge gemacht, die mir jahrelang verschlossen waren, die ich nie für möglich gehalten hätte! Ich bin z.B. plötzlich mit dem Auto überall hingefahren, meine früher Fahr-Phobie ist völlig überwunden! Ich bin davon geheilt. Plötzlich kann ich auf andere Menschen zugehen, mich anfreunden – alles läuft gut. Und diese Fähigkeiten kommen in einer Zeit, in der sie am dringendsten brauche.

Es war ein Jahr, in dem ich erkennen musste, dass die Menschen älter werden, dass sie sterben. Dass ich nicht stehenbleiben darf, dass ich mich weiter entwickeln muss!

Es war ein Jahr der ständigen emotionalen Achterbahn. Stellenweise hat es sich wie Pubertät angefühlt. Ich war nie ausgeglichen. Ich hatte nie die gleiche Stimmung. Ständig pendelte alles hin und her. Eben noch lustig und gut drauf, dann wieder am Boden zerstört.

Es war ein Jahr, in dem man mir ständig „Egoismus“ vorgeworfen hat, obwohl die Belange der anderen Menschen für mich immer an erster Stelle stehen.

Es war ein Jahr der gesundheitlichen Probleme und der Depression. Des Übergewichtes und der kleinen, leisen Erfolge, die mir eine Diät gebracht hat. Es war ein Jahr der Ausflüge, der Fototouren und der mentalen Bereicherung. Es war ein sehr aufregendes, schwieriges Jahr voller Umbrüche.

Es war ein Jahr, in dem ich endlich erkennen musste, wer ich bin, wo ich stehe und wo ich eigentlich hin will.

4 Gedanken zu „2019 – Das Jahr des Umbruchs“

  1. Du hattest ein „interessantes“ Jahr, wie der Chinese sagen würde.
    Ich wünsch Dir, dass es mit den guten Sachen weitergeht und die „interessanten“ weniger werden, oder jedenfalls nicht mehr so happig!

  2. ja kam viel zusammen dies Jahr. Dennoch bin ich optimistisch was das nächste angeht. denn zwei schlechte Jahre hintereinander sind sehr unwahrscheinlich. 😀 Frohes Neues!

  3. Wenn ich deinen Beitrag lese, Julia, denke ich, es war ein gutes Jahr. So viel wertvolle Lebenserfahrung. Gemacht hättest du sie eh` alle. Nun hast du schon ganz viele in 2019 sammeln können. Wie immer man es sehen mag, aber dein kleines „Schatzkästlein“ der Lebenserfahrungen wurden in 2019 be-„reichert“. Eine gute Basis für das Neue Jahr 2020, in welchem ich dir viel Glück wünsche und wieder mehr „grüne“ Phasen als im alten Jahr.

    1. Hallo Menachem, erstmal danke für Deinen Kommentar und noch ein frohes neues Jahr!

      Ja, du hast Recht, es war in gewisser Hinsicht eine Bereicherung. In vielen Jahren werde ich es vielleicht so sehen. 😉 Es ist wie mit einer Krankheit, in der man meistens auch gestärkt oder irgendwie „verändert“ hervorgeht. Ich bin eigentlich ein ruhiger, ausgeglichener Mensch, daher haben mich die vielen seelischen Probleme und meine Stimmungsschwankungen doch ziemlich beunruhigt.

      Wie geht es Dir? Ich habe lange nichts von Dir gehört und bin froh, dass Du wieder kommentierst. 😉

      Viele Grüße, Julia

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