Unsere Ängste

Vor allem haben wir heutzutage Angst:
Angst vor der unkontrollierten Zuwanderung, vor Messerangriffen, vor Clan-Kriminalität.
Wir fürchten uns vor dem Klimawandel, vor giftigen Autos und unsichtbaren Abgasen, wir misstrauen den Atomkraftwerken mit ihrem hohen Restrisiko und wir wollen noch nicht mal mehr ein Stück Kohle verbrennen. Am liebsten würden wir uns in die Waldhütten zurückziehen, aus denen wir einst gekommen sind und mit den Bienen und Insekten leben, die ja auch bald nicht mehr sind.
Um unser aufgeheiztes Gemüt zu kühlen, würden wir gerne einen Schluck aus dem kühlen Gebirgsbach nehmen, wenn er nicht bald vollständig verdunstet wäre.
Wir fürchten uns vor den anderen. Daher sind wir lieber mit völlig unbekannten Personen aus Timbuktu befreundet, aber kennen den Namen unseres Nachbarn nicht, der gerade einmal 10 Meter weiter wohnt. Wir fürchten die Überalterung der Gesellschaft und die Geburt.

 

Wir fürchten die „Rentenfalle“, den Fachkräftemangel, überteuerte Mieten und das schlechte Fernsehprogramm. Wir haben Angst vor unserer Armut und Geldmangel, aber keinen Mut, dies auch zu ändern. Wir haben Angst vor Unternehmern und reichen Banken, lassen uns selbst aber lieber ausbeuten, weil es „sicherer“ ist. Wir haben Angst vor den unbekannten Drogen, die unsere Kinder verführen und trinken darauf schnell noch ein Glas Wein. Wir fürchten uns vor unseren inneren Krankheiten, dabei sind wir völlig gesund.

Wir fürchten uns vor unfreundlichen Menschen und schreien daher jemanden an. Wir fürchten das „Gender Mainstreaming“ und die Transe, mit der wir demnächst einen One-Night-Stand haben werden. Wir fürchten uns vor Männlichkeit, Liebe und Homosexualität und daher entwerfen wir bitterböse Emojis und denken uns Texte aus, die das alles abwerten sollen.
Wir fürchten die Juden, die Judenfeindlichkeit, die Macht der Elite und die Politiker. Wir fürchten uns vor Trump und China, vor den bösen Diktatoren, die die Welt beherrschen. Wir fürchten uns vor den groß gewordenenen Herrschern und mächtigen Männern, die im Inneren eigentlich klein und leer sind. Wir fürchten aber auch die Frauen und ihre Unberechbarkeit, das Heimtückische, Hinterlistige und das Lästerhafte- Schwatzhafte. Wir fürchten die Sonnenstrahlen, den Krebs, das Ozon-Loch und unsere Rückenprobleme. Wir fürchten uns vor Unfällen im Haushalt, dem vielen Zucker, Fett und Cholesterin in unserem Essen und das Gluten. Wir fürchten uns vor Unfällen, den Rasern auf der Autobahn und würden uns am liebsten von einer Brücke stürzen. Wenn wir nicht die Psychologen und die Krankenhäuser noch mehr fürchten würden. Wir fürchten uns vor dem Unbewussten, den tiefen Ängsten und Agressionen in unserem Inneren und daher halten wir einen Deckel drauf, der im Frühling gerne mal abfliegt.

Alle Welt, vor allem die Medien, sagen uns immer nur das, vor dem, was wir fürchten sollen. Warum sagt uns niemand, was wir annehmen und lieben sollen?
Warum zeigt uns keiner eine Blume, und sagt, wie schön sie ist? Schau sie dir einfach mal an, lass alle Ängste weg, lebe nur im Jetzt. Begreife dein Selbst, akzeptiere dich selbst und filtere die Medien und ungesunden Meinungen von anderen heraus.

Das alles müssen wir uns selbst finden und entdecken. Es ist völlig losgelöst von den anderen. Von den Bewertungen. Von ihren Meinungen.
Du bist ein freier Mensch. Du musst nichts fürchten. Du darfst erstmal alles annehmen, so wie es ist.

Keine Angst zu haben bedeutet nicht automatisch, nichts ändern zu wollen.
Aber Ängste werden oft aufgebläht und dienen einem Zweck. Sie sollen uns verunsichern oder in einer bestimmten Spur halten. Sie dienen somit auch der Kontrolle. Wenn Du frei und glücklich sein willst, musst du deine Ängste erstmal akzeptieren und dann versuchen, sie zu überwinden. Das geht am besten, in dem du dich konkreten, angstmachenden Situationen aussetzt und dann genau hinhorschst, was in deinem Inneren passiert. Man kann es durchaus lernen, ohne Angst zu leben.