Tag: Zukunft
Die Zukunft
In der Zukunft werden wir unsere Lieblingslieder selbst auswählen können.
.. egal ob Pop, Rock oder Techno.
In der Zukunft werden wir von zu Hause aus einkaufen können.
.. brauchen wir keine Kreditkarte und kein Einkommen dazu.
In der Zukunft brauchen wir keine Arbeit, weil wir alle Geld vom Staat bekommen
… und die Maschinen die meiste Arbeit für uns machen.
In der Zukunft werden wir glücklich und gesund sein.
.. weil der Arzt unsere Daten hat.
In der Zukunft können wir uns den Traumpartner im Internet aussuchen
… dass es später nicht passt, nicht ausgeschlossen.
In der Zukunft werden wir alle virtuell zusammen arbeiten
… z.B. in Second Life.
In der Zukunft werden die Entfernungen keine Rolle mehr spielen.
… weil doch eh alles durchs Kabel geht.
In der Zukunft werden wir um die ganze Welt reisen können.
… werden die Ländergrenzen gesprengt, überflüssig und unwichtig.
In der Zukunft werden die Waffen abgerüstet, weil wir eh alles teilen.
.. also brauchen wir auch keine Atomkraftwerke mehr.
In der Zukunft wird die Armut besiegt
… und das Geld gerecht verteilt.
In der Zukunft werden wir ehrlich und offen miteinander umgehen.
.. und der Glauben hat endlich wieder eine Chance.
In der Zukunft wird alles besser.
Die Zukunft – ist jetzt.
Erinnerungen und Zukunft
Was reizt eigentlich so an der Vergangenheit?
Erinnerungen sind für uns die eigentliche Methode zu begreifen, dass wir ein Leben haben, dass wir eine Identität im Rausche der Entwicklungen und Veränderungen besitzen. Dass unsere Seele, das Zentrum unserers Erlebens der Anker unseres Leben ist, um den sich alles herum aufspannt.
Erinnerungen sind eine Art Landkarte oder Kompass für das zukünftige Leben. Menschen, die keine Erinnerung haben, können sich auch im echten Leben nicht oder nur sehr schwer orientieren (z.B. bei Amnesie ). Es ist durchaus sinnvoll, die eigenen Erinnerungen regelmäßig wachzurufen. Man kann sie zwar nicht ändern, erlebt sie mehr wie ein Film, man kann aber die emotionalen Reaktionen, die damit verknüpft sind, ändern und rückwirkend den Blickwinkel der Betrachtung justieren.
Vieles, was man früher erlebt hat, sieht man mit dem neuen erwachsenen Bewusstsein der Gegenwart nüchterner, reifer und verändert. Fehler, die man gemacht hat, kann man korrigieren, vielleicht darüber lachen.
Der Mensch hat nur die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Die Vergangenheit ist das Material, mit dem die Erfahrungen und das logische Denken arbeiten kann, die Gegenwart erwartet schnelle Reaktionen und Entscheidungen und die Zukunft ist völlig unbekannt. Dennoch ist es möglich, aus den Erfahrungen der Vergangenheit Muster und Erwartungen für die Zukunft auszurechnen, abzuschätzen und an mögliche Wege zu “glauben”.
Wenn wir nicht in der Lage wären, völlig unbekannte Wege zu gehen, wenn wir uns nicht trauen würden, auch mal das völlig unbekannte zu wagen, würden wir immer nur im Kreis gehen und nie wirklich vorwärts kommen oder wachsen.
Ältere Menschen schwelgen gerne in Vergangenheit, manchmal sieht es so aus, als ob dies ein besonderes Kennzeichen für Alter ist. Bei diesen Menschen ist ein Gespräch auf Augenhöhe oft unmöglich, sofort fangen sie an, aus ihrem reichen Erfahrungsschatz Vorträge und Beispiele aufzuzählen, die gelebte Erinnerung überdeckt die Gegenwart. Jüngere Menschen fühlen sich dann schnell bevormundet und übergangen, denn bei ihnen ist es umgekehrt: Wenn man jung ist, möchte man selbst Erfahrungen sammeln, möchte man unbedingt in das Unbekannte und kann es nicht schnell genug erwarten.
Vielleicht ist das der Grund, warum der Generationen-Dialog manchmal so schwierig ist?
Wohin mit den vielen Erinnerungen, die das Leben so zu bieten hat? Mir scheint, das Schreiben und das Reden sind ganz gute Möglichkeiten. Oder man übt einen Beruf aus, der sich mit solchen Themen beschäftigt: Archäologe , Archivar, Geschichtslehrer, Autor, Traumforscher, Seelenklempner…
Oder doch lieber Futurologe? Wissenschaftler, Astronaut, Visionär?
Der Frühling- im Jahr 2160
Lange hatte er sich versteckt, man meinte, er wäre völlig verloren gegangen. Ein halbes Jahr hatten wir ihn nicht gesehen, uns innerlich von ihm verabschiedet- uns auf Dunkelheit, Nass und Grau eingestellt. Dann- mit einmal- brach er aus seinem Versteck und überfiel uns innerhalb weniger Stunden. Das Thermometer kletterte stündlich bis zur Mittagsstunde und mit der Zeitumstellung hatte der Tag plötzlich eine Stunde länger Licht als sonst. Alles ging sehr schnell. Wie ein gut geplanter, strategisch geplanter Feldzug einer Großmacht, waren die Armeen der Dunkelheit wehrlos gegen diese Breitseite aus Sonne, Wärme und guter Laune. Doch er hatte auch seine Nachteile im Gepäck: Der Staub und Dreck, der sich im Winter überall angesammelt und abgelagert hatte, wurde nun deutlich sichtbar. Die Fenster glichen einer großen Tarnnetz aus Schmutz und Erdfarben, die Fensterbänke lagen versunken in einem Meer aus Staubpartikeln der angrenzenden Baustelle. Die Sonne zeigte uns dieses Bild nun sehr deutlich und niemand konnte sich noch davor verstecken.


