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Halbzeitpause


Juhu, ab heute hab ich frei! Zwei Wochen, extra fĂŒr mich reserviert. 😉
Es wurde höchste Zeit. In diesem Jahr konnte ich leider bis jetzt noch ĂŒberhaupt keinen Urlaub nehmen.
Die SelbststĂ€ndigkeit hat stĂ€ndigen Arbeitseinsatz verlangt und immer dann, wenn das eine Projekt abgeschlossen war, hat schon das nĂ€chste Projekt gewartet. Der Start in das Jahr war eher verhalten und nachdem nacheinander ein paar Kunden wieder abgesprungen sind, obwohl wir bereits sehr viel fĂŒr sie gearbeitet hatten, war die Stimmung erstmal am Tiefpunkt. Dazu kam das schlechte Wetter und ein allgemein schwieriges Start-Up Umfeld in Deutschland. Die SelbststĂ€ndigkeit verlangt mehr als jede andere Arbeit eine strenge Selbstkontrolle. Die Selbstausbeutung ist nicht weit entfernt. Man möchte gerne „alles annehmen“ und „auf jeden eingehen“, aber das geht technisch und vor allem menschlich gar nicht. Man muss PrioritĂ€ten setzen. Wo nehme ich was an? Und wo sage ich auch mal nein?
In Deutschland herrscht generell eine sehr pedantische, „ordentliche“ MentalitĂ€t. Es muss immer alles zu vollster Zufriedenheit erledigt werden. Und die Menschen (somit auch die Kunden) finden noch das kleinste Detail. Das sorgt auf der einen Seite fĂŒr ein tolles, qualitatives Ergebnis und die AnsprĂŒche sind hoch. Auf der anderen Seite wĂŒrde ich mir manchmal auch mehr „Lockerheit“ wĂŒnschen. Warum tun sich Menschen so schwer mit „halben Projekten“? Alles, was neu angefangen wird, ist erstmal halb und unfertig, zur Reife kann es nur kommen, wenn man auch dem Spross eine Chance gibt. Warum wird so ungern mal was Neues ausprobiert? Besonders schlimm ist es, wenn Kunden an ihren alten „bewĂ€hrten“ Methoden festhalten, wir aber dann mit unseren frischen Impulsen kommen (es geht hierbei hauptsĂ€chlich um Software, also die Schnittstelle zwischen dem Anwendungsfall und dem Menschen).

Wie auch immer. Meine Kunstprojekte habe ich fleißig „nebenbei“ am Laufen halten können, wie ihr auf Instagram sehen könnt. Die vielen GeschĂ€ftsreisen haben dafĂŒr gesorgt, dass ich die Kamera immer dabei hatte und „nebenbei“ Fotos schießen konnte. Die schnelllebige und etwas oberflĂ€chliche Welt auf Instagram hat zu meinem derzeitigen Lebensstil ganz gut gepasst. Tiefergehende Blog-Artikel hab ich eher weniger geschrieben. Außerdem habe ich gerade einen „MentalitĂ€tswandel“ und schreibe immer weniger gerne ĂŒber Politik. Die Politik wird vor allem von den FlĂŒchtlingsthemen, von Trump und der Globalisierungskrise dominiert. Das sind letztendlich aber alles Symptome. Selten hab ich so eine schlechte Politik wie in Deutschland erlebt. Es wird gar nichts mehr angegangen, nur noch alles „ausgesessen“. Also macht auch das Schreiben ĂŒber die Politik immer weniger Spaß. Aber irgendjemand muss sich ja Gedanken machen…

Menschen sind mir im Schnitt wichtiger geworden und ich habe daher im ersten Halbjahr auch versucht, meine sozialen Kontakte zu verbessern. Ganz seltsam ist es, dass der Todefall letztes Jahr in unserer Familie eine gewisse „ZĂ€sur“ in unseren Kontakten verursacht hat. Wir sind etwas kritischer gegenĂŒber unseren Freunden geworden und auf der anderen Seite (der Gegenseite) war nur wenig Bereitschaft, sich auf unsere verĂ€nderte, emotionale Situation einzustellen. Es war schwierig, die UnterstĂŒtzung zu bekommen, die ich mir gewĂŒnscht hĂ€tte. Ich hab immer wieder „lieb angefragt“ und mir auch einige MĂŒhe gegeben, aber wenn die Menschen nichts geben wollen, dann geben sie nichts. Im Gegenteil, die Funkstille und die KontaktabbrĂŒche zu alten, guten Freundschaften waren in diesem Jahr besonders stark.

Also ist mir dieses Jahr auch klar geworden, dass ich in Sachen Freundschaften und menschliche Beziehungen einige VerĂ€nderung brauche, was vor allem bedeutet, dass man sich „neue Leute suchen“ muss. Das ist so eine ewige Suche. Menschen und Biografien verĂ€ndern sich, man kann nicht ewig an den immer gleichen Menschen festhalten.So wie man sich selbst verĂ€ndert, so verĂ€ndern sich auch die Beziehungen.

So ist es doch eigentlich immer im Leben, oder? Immer wenn du denkst, es geht nicht weiter, kommt jemand völlig neues in Dein Leben und – oh Wunder- er passt plötzlich perfekt in Dein Leben und Du fragst Dich, warum Du ihn nicht schon viel frĂŒher kennen gelernt hast?

Was auch ganz witizig ist: Ich habe in diesem Jahr einige Leute kennengelernt, die mir gesagt haben, dass sie eigentlich gerne bloggen wĂŒrden. Aber es wĂ€re so schwer, eine geeignete Software zu finden. Sie wissen nicht, wo sie anfangen können, etc. Also wird aus Bequemlichkeit eher Facebook oder Instagram genutzt. Schade eigentlich! Da gibt es so viel ungenutztes Autoren- und Blog-Potential. Alles Menschen, mit denen ich mich ĂŒber das Blog vernetzen könnte.

Aber ja, das Blog ist Arbeit. So wie alles andere auch. Zuerst muss man die Grundlage schaffen, das Feld bestellen, Samen einsetzen und dann irgendwann kann man die FrĂŒchte ernten.

Das weiße Blatt Papier

Heute habe ich mal wieder Lust zu schreiben. Nicht sehr oft in der letzten Zeit. Die meisten Alltagssachen kommen ins Tagebuch, aber darĂŒberhinaus denke ich mir, dass es wohl niemanden interessiert. FrĂŒher hatte das öffentliche Tagebuch schon seinen Reiz. Das war auch die Zeit, als Blogs noch „neu“ waren. Heute sieht das ganz anders aus. Andere Medien dominieren. Die schnelle Information von Facebook oder Twitter, die „status updates“ vom digitalen Ego. Ich sehe das ganze nicht mehr kritisch, verstehe sogar die Leute, die das machen. Aber doch hab ich immer noch keinen Drag, mitzumachen. Es kommt auch nicht von selbst, so wie erhofft. Im Gegenteil: je mehr ich Abstand vom digitalen Leben nehme, desto weniger vermisse ich es. Ich hab keine Leere in mir, die ich irgendwie fĂŒllen mĂŒsste. Und ich will niemanden belehren oder mich irgendwie aufdrĂ€ngen.

Vielleicht liegt es daran, weil mich mein restliches Leben auch schon so genug ausfĂŒllt. FrĂŒher hab ich oft geschrieben, wenn es mir schlecht ging. Das Schreiben war dann ein Ventil fĂŒr angestaute GefĂŒhle, fĂŒr die Dinge, die schief lagen. Vielleicht schreibt man auch mehr, wenn man jĂŒnger ist? Weil man dann gewisse Dinge klĂ€ren möchte und sich ĂŒber bestimmte Sachen unklar ist. Robbie Williams sagte mal eins im Radio-Interview, dass er frĂŒher, als er Liebeskummer hatte und in seinem Leben einiges schief lief, viel bessere Lieder schrieb. Heute ist er glĂŒcklich verheiratet (glaube ich), befindet sich in einem ruhigen Lebensabschnitt und sagt ĂŒber sich, dass seine Songs immer schlechter werden. Die Kunst braucht also das Extreme! Das Leben zwischen Extremen, das Leben an der Kante! Die jugendlichen GefĂŒhle, die Aufregungen, hoch-trabende Emotionen. Nur ein glatter Ozean oder ein See im Inneren des Landes ist langweilig, was man braucht, sind Sturm, Wind und Wellen.

Auch der sturste Geist lĂ€sst sich formen, lernt mit der Zeit. Es kann also nicht ewig mit allen Extremen so weitergehen, das wĂŒrde ja bedeuten, man wĂŒrde nie etwas dazu lernen. Jedes Schreiben wĂŒrde wieder auf das „ungebildete und neue Ich“ stoßen. Bei jedem Satz, jeder Idee wĂ€re man wieder baff erstaunt. Wie ein kleines Kind im Spielzeugladen wĂŒrde man sich ĂŒber jeden bunten Teddy freuen und jeden WĂŒrfel dreimal umdrehen. Zur Natur gehört auch die Gewöhnung. Die Tatsache, dass Gras ĂŒber die Sache wachsen kann. Dass aufgerissene Wunden wieder zuheilen.

Irgendwann hat man alles gesehen. Auch im Inneren. Kennt die eigenen GefĂŒhle, aber auch die Grenzen. Die Neugierde ist in jede Ecke vorgestoßen, hat alles untersucht, alles ergrĂŒndet. Die Bereiche, bei denen man enttĂ€uscht wurde oder schlechte Erfahrungen gesammelt hat, werden fortan gemieden. Man muss sich die Nase nicht zweimal anstoßen. Schmerzen haben auch einen guten Charakter.

Die Zeit, die ich mir z.B. jetzt nehme um ĂŒber alles nachzudenken, ist dann „freie Zeit“. Luxuszeit, die von der anderen Zeit großzĂŒgig abgetrennt und mit dem Kuchenmesser zur Seite geschoben wird. Man lĂ€sst die Gedanken wandern, einfach so, weil man es kann und gerade Lust auf Nachtisch hat. Das ist das menschliche Schicksal. Das Gehirn muss einfach immer arbeiten. Dem Gehirn ist es egal, womit es gerade beschĂ€ftigt ist, Hauptsache es arbeitet. Nichts ist schlimmer, als nicht genĂŒgend Input, nicht genĂŒgend Stoff zum verarbeiten und das lohnende GefĂŒhl, das dabei entsteht, wenn man wieder etwas geistig verdaut hat.
Vielleicht liegt es auch an der heutigen Zeit, dass wir immer weniger bei uns selbst ankommen, immer weniger Zeit zum nachdenken und vertiefen haben. Wir sind stĂ€ndig von außen abgelenkt. Über diverse Medien, hauptsĂ€chlich jedoch BĂŒcher, Fernseher und Internet können wir unser BedĂŒrfnis nach Input stĂ€ndig stillen. Wie ein niemals endend wollender Fluss aus sĂŒĂŸer Milch mit Honig werden wir stĂ€ndig gesĂ€ttigt, manchmal sogar ĂŒbersĂ€ttigt. Wenn uns dann noch langweilig ist, fahren wir irgendwo hin. Laden uns irgendwas herunter. Konsumieren irgendwas.

Zuletzt schrieb ich in mein Tagebuch einen Satz, der dazu passt und der mit jetzt wieder einfÀllt:
„Der Mensch braucht auch mal Urlaubsphasen. Phasen, in denen das Papier wieder weiß werden kann.“

Wer zuviel „schreibt“, zuviel lebt, und zuvielen EindrĂŒcken ausgetzt ist, kann das Weiß des Papiers nicht mehr sehen. Die Tinte trĂ€nkt das Papier und lĂ€sst es an den RĂ€ndern verwelken. Der Radiergummi hat die Seiten zerfetzt, der Kugelschreiber hat feine, aber schwer zu entfernende Rillen reingerieben.
Wo bleibt die beruhigende Stille, die ĂŒber allem liegt? Die Ausgangssituation, die wir letztendlich alle teilen? Unser Geist ist formbar, theoretisch haben wir darin alle die gleichen Anlage. Von Geburt an sprechen wir noch nichtmal eine Sprache. Haben kein Geschlecht. Keine NationalitĂ€t. Keine politische Weltanschauung. Keine Erziehung. Keine Werte. Wir starten alle mit einem großen leeren Block aus Papier in diese Welt. Und schreiben dann alle etwas anderes drauf. Lassen auf uns herumschreiben. Lassen an uns reißen, manchmal zerreißen, manchmal wieder mit Klebeband zusammenkleben.

Ab und an braucht man zwischen all den Zeichen ein leeres, unbeschriebendes und reines Blatt Papier. Ein eigenes Blatt.

Das Blatt, mit dem wir gestartet sind und das frei von Meinungen ist. Als Lesezeichen. Als Löschpapier. Als Zettel des Friedens, der die Dinge voneinander trennt. Ein leerer Zettel, der Platz schafft und uns- die nötige Zeit zum ausruhen.

Abends

sunout

Passende Songs zum Artikel:
„Something in the way“ und „Smells like teen spirit“ von Nirvana.

Stimmung: Sportlich und ausgeglichen

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu. In den letzten Tagen habe ich nicht viel Zeit zum Schreiben gehabt, ich habe aber auch keine Lust gehabt. Ich genieße das GefĂŒhl, nicht schreiben zu mĂŒssen, einfach das zu tun, worauf ich Lust habe.

Viele Menschen sagen „ach, das ist noch zu tun“ und „dies mĂŒsste noch gemacht werden“… aber ist das wirklich ein glĂŒckliches Leben, wenn man so gezwungen denkt, unsichtbar von außen getrieben und doch nie ganz selbst sein darf?

Ich denke an mein eigenes Leben und erwische mich oft dabei, auf diese Art und Weise zu denken.

Jetzt, mit dem zweiwöchigen Abstand zum Blog fĂ€llt mir auf, wie sehr ich mich eigentlich unter Druck gesetzt habe, etwas besonders gutes zu schreiben, irgendjemand besonders zu gefallen, oder nur schlichtweg „qualitativ“ zu schreiben. Ich stelle aber fest, dass ich kaum Leser habe, also war dieser Wunsch letztendlich nur Illusion, ein Produkt meines Geistes. Besser wird es sein, wenn ich mich wieder mehr vernetze, wenn ich wirklich Kontakt mit anderen suche, wenn ich wirklich ehrlich schreibe, wenn ich wirklich ich selbst bin.

FĂŒr wen schreibt man eigentlich und warum? Um diese Frage kreise ich oft und sie lĂ€sst sich in diesem Zusammenhang nur schwer beantworten. Wenn der Text mir selbst Erkenntnis bringt, ist das eigentlich genug, doch wenn ich es veröffentliche, kann es sein, dass es jemand anderen auch nĂŒtzt- und das alleine reicht, um eine Motivation zu haben. Das war immer mein Ziel, das ist es noch heute und das soll es immer sein.

Was ist sonst noch passiert?

Im Haus geht es voran, mein Mann und ich waren jeden Tag (im Urlaub) auf der Baustelle und haben gewerkelt. Es ist ein komisches GefĂŒhl. Die Straßen sind leer, die Menschen im Urlaub aber man selbst steht doch wieder nur im Dreck und schwitzt und ackert die acht Stunden pro Tag herunter (manchmal auch mehr). Als Hausfrau bin ich immer am Rotieren, bediene vorne und hinten und nie stehen die KĂŒche oder die Waschmaschine still. Aber ich fĂŒhle mich nicht unwohl dabei, genieße die AktivitĂ€t, die WĂ€rme und das schöne Wetter.

Ich hab es schon versucht zu vereinfachen und oft Fertiggerichte gemacht, aber auf die Dauer schmeckt das nicht so gut und man sehnt sich nach „etwas Besserem“. Ich wĂŒrde gerne mal wieder backen, habe sehr viel Backmischungen zu Hause rumliegen, die auf Vollendung warten. Aber bei der Hitze backen? Wer kommt nur auf so Ideen? 😉

Dennoch bin ich motiviert. Abends freue ich mich auf die entspannten „Fallout 3“ -Abende vor dem Computer mit meinem neuen 5.1 Medusa-Headset, das ich sehr gĂŒnstig bei Ebay fĂŒr 25 € erstanden habe. (zugreifen lohnt sich, es sind noch sieben StĂŒck ĂŒbrig!)

Empfehlen kann ich dazu die sehr entspannende, elektronische Ambient- Musik des KĂŒnstlers „Diatonis“ , der eigenes KlĂ€nge und Songs fĂŒr Surround-System komponiert, und die sich wirklich sehr gut anhören. Normale Mp3s klingen mit dem Medusa nicht so gut. In Spielen ist es aber sehr gut, die Positionierung der Sounds ist fabelhaft und der Bass sehr wuchtig und intensiv. Allerdings muss man ein wenig einstellen und mit dem EQ herumspielen, bis es perfekt klingt. NatĂŒrlich kommt es nicht an Highend-Systeme heran, aber fĂŒr den Preis bekommt man viel geboten.

Fallout 3 ist ein einzigartiges, sehr gutes und spannendes Rollenspiel und der Nachfolger von „Oblivion“, das ich auch schon geliebt habe. Irgendwann schreibe ich einen eigenen Text darĂŒber, aber viel muss man nicht sagen, es ist das Spiel von 2008 und auch von 2009. Wenn man sich eins kaufen sollte, dann das..

Die Vermischung der Shooter, Action, Story, RÀtsel- und Dialog Anteile ist perfekt. Das Spiel spannt eine eigene Welt auf und lÀsst einen sehr tief versinken, elementarer Teil des Geschehens werden. Man lÀuft durch die Einöde des -durch einen Atomkrieg zerstörte- Washington D.C. und trifft skurrile Gestalten und meistert aberwitzige Herausforderungen.

Es ist wie ein spannendes Buch, nur dass man noch direkter, noch unmittelbarer und auf vielen Ebenen mitten im Geschehen ist, ich liebe es.. Trailers zum Spiel gibt es hier.

Der andere Sommerhit des Jahres ist UT 3. Abends kaputt vom Arbeiten, geschwitzt und abgenervt? Rein in die Arena, die Flak Cannon gegriffen und den doofligen Bots gezeigt, wo der Hase wĂ€chst. (oder so Ă€hnlich). Noch mehr Spaß macht es gegen echte Menschen. Hehe.

Auf der Baustelle geht es gut voran, die Verletzungen und AusfĂ€lle an Biomaterial halten sich in Grenzen. Das schlimmste war der Schnitt in den Finger, gestern mit dem ĂŒberdimensionierten Brotmesser, mit dem ich versucht habe, die Melone zu zerschneiden- und die aktuelle Zerrung am linken Fuß.

Tja. Heute durfte ich dafĂŒr den ganzen Tag mit eigens dafĂŒr angefertigten Latex-Handschuh und darĂŒber gestreiften Lederhandschuhen arbeiten. Das ist aber sehr praktisch gewesen und mein „Verarztungs-Tipp“ der Woche! 😉 (es fehlen noch die Basteltipps der Woche). Man nehme billige, Wegwerf- Latexhandschuhe (mit denen die Ärzte in den Serien auch immer fuhrwerken) streife sie ĂŒber die verletzte Hand und schneide alle Finger bis auf den verletzten frei (das Latex, nicht die Finger!). Fertig ist der wasserdichte Verletzungsschutz, den man wie gesagt nur noch mit echten Lederhandschuhen ergĂ€nzen muss (wegen der StĂ¶ĂŸe und mechanischen Belastungen, die beim Handwerken halt anfallen).

Was wir im Urlaub u.a. gemacht haben:

  • neues Zwischendach, ca. 3 mal 2 Meter aus Acrylglasplatten mit Aluschienen als Wandanschluss
  • eigens angefertigte Regenrinne fĂŒr dieses Dach
  • neue Regenrinne fĂŒr vorderes Schuppendach
  • zwei DrĂ€hte (3 mm) je 15 Meter LĂ€nge vor die Mauer gespannt, damit unsere drei im Mai gepflanzten Weinpflanzen endlich ranken können
  • angefangen, die Mauer im Vorgarten zu reparieren (das ist viel Arbeit, weil sie wirklich sehr rostig und kaputt ist und wir alles mögliche ersetzen und austauschen mĂŒssen), alleine heute haben wir nur die eine TĂŒr gespachelt, geflext und gestrichen (drei Stunden ĂĄ zwei Personen)
  • Partyzelt aufgebaut
  • Grillparty veranstaltet (naja eine kleine.. 😉 )
  • tausend mal im Baumarkt gewesen und Kram gekauft
  • genauso oft im Supermarkt oder GetrĂ€nkemarkt. Meine GĂŒte, was drei Personen so wegtrinken können, wenn es heiß ist!
  • Schrebergarten gesenst und Garten gepflegt; dabei beide Unterarme komplett mit Brennesseln vollgekriegt (wer bedauert mich mal?)
  • viele kleine Reparaturen
  • usw. usf.

Beim Ausbessern der GartentĂŒr heute ging es zu wie beim Renovieren eines alten Autos (ja, das finde ich besser, als es einfach nur abzuwracken, liebe Ex- und Hopp-Gesellschaft.)

Roststellen entfernen, ausgefressene Metalle wegflexen, Rostschutz auftragen, spachteln, feilen und polieren…

Mein Finger hat es gut ĂŒberlebt und zum Abendessen gab es kalte WĂŒrstchen. Brrr!

SpĂ€ter hab ich mir noch die Leitathletik-WM angeschaut, das Versagen der Russin im Stabhochsprung gesehen, mich ĂŒber Mikele- oder wie der heißt ((Sorry, der heisst Bekele, hier http://berlin.sportschau.de/berlin2009/disziplinen/10000m/protagonisten112.html ))- beim 10.000 m Lauf gefreut und mich gewundert, was am tollen 9. Platz irgendeiner deutschen Athletin so toll sein soll? DafĂŒr hat die deutsche Stabspringerin aber schöner geweint. Und ihr Gesicht ist auch puppenhaft, zart- lustig.

Ich hab danach in den Spiegel geschaut und mich mit den Sportlerinnen verglichen. Hm, GlĂŒck gehabt, da fehlt noch ein bisschen. Aber den Bauchansatz, den kriege ich auch noch weg!

Und, wie war euer Urlaub so? Warum hört man von euch nichts? 😉

Foto – Welten

Das derzeitige Herbstwetter ist hervorragend dazu geeignet, die BilderbestĂ€nde des Jahres durchzugehen und zu ĂŒberlegen, was denn zeigenswert oder besonders schön gewesen ist.

Ich habe mal mit der Hannover-Reise angefangen, die wir im Mai gemacht haben. U.a. waren wir im MĂŒhlenmuseum in Gifhorn, das auf jeden Fall eine Reise wert ist. Zwischendrin gibtÂŽs noch ein schönes Verwandtschaftsbild mit Dame, ein Osterlamm, den Stein der Liebe, und viel mehr. Aber seht selbst!

to be continued….
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PS: Falls ihr Probleme mit der Anzeige habt und in der Diashow die Köpfe abgeschnitten sein sollten, bitte nicht weinen! Einfach auf „Bilderliste“ klicken, da gibtÂŽs die Bilder alle nochmal. 🙂 Und sogar noch grĂ¶ĂŸer!
Na ist das nichts??

Blogferien

Zeit fĂŒr die großen „Blogferien“. Ich bin die nĂ€chsten drei Wochen beschĂ€ftigt, bekomme zwei Wochen lang Besuch und werde mich mehr um praktische Angelegenheiten kĂŒmmern mĂŒssen.

Im Haus muss es weiter gehen, Urlaub hin oder her- viele Dinge auf der Baustelle sind noch liegen geblieben. Vor dem nĂ€chsten Winter hat vor allem die Isolierung und Abdichtung der WĂ€nde Vorrang. Im Außenbereich ist eine Menge zu streichen und wie der Garten momentan aussieht, schreibe ich lieber nicht. Unkraut kann so dermaßen schnell wachsen.

NatĂŒrlich musste mir gerade jetzt wieder eine ErkĂ€ltung und eine Bronchitis derart quer schießen, dass ich meine LebensfĂŒhrung grundsĂ€tzlich in Frage stellen mĂŒsste, hĂ€tte ich nur ein wenig mehr Zeit dafĂŒr. Also neben all den Dingen werde ich auch noch mal zum Arzt rennen mĂŒssen.

Nach der „Pause“ geht es dann höchstwahrscheinlich sinngemĂ€ĂŸ im Blog weiter. Die IdentitĂ€ts- und Charakterthemen wurden gerade interessant, auch zum Thema Freunde mĂŒsste ich mal ein paar neue Gedanken entwickeln. Schließlich ist das ein großer sozialer Bereich, auf dem ich immer noch das GefĂŒhl habe, irgendwie unterentwickelt zu sein. Ein großer Aspekt ist auf jeden Fall die Lebensweise und dass einfach wenig Zeit fĂŒr Freunde bleibt, wenn man den Schwerpunkt auf Familienthemen liegen hat. Beides zusammen geht nur gut zusammen, wenn man Zeit und Ressourcen im Überfluss verwalten kann.

Vielleicht ergibt es sich auch, dass ich meine Foto-Phobie abbaue und neue Bilder einsammeln könnte. WĂ€re eine schöne UrlaubsbeschĂ€ftigung fĂŒr nebenbei, genauso wie Wandern oder BĂŒcher lesen.

Also, ich wĂŒnsche allen Lesern und Leserinnen schöne Ferien, vergnĂŒgliche Stunden zu zweit, alleine, am Pool, im Garten oder ganz weit weg.