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Black Swan Rezension

Gestern hab ich auf „Soundcloud“ meine Rezension zu „Black Swan“ veröffentlicht.
Ihr könnt sie hier anschauen.

Wie in der Rezension schon angesprochen, ist das ein sehr guter Film, der auch bei „Nicht Ballett-Interessierten“ die versteckten Neigungen wecken kann. 😉 Oder halt einfach interessant ist. Dank der großen Spannung und tollen Leistung der Hauptdarstellerin ist der Film echt sehenswert.

Mehr Infos zum Film gibt´s wie immer auf Wikipedia.

Das echte Schwanensee-Ballett kann man auf Youtube finden: https://www.youtube.com/watch?v=9rJoB7y6Ncs

Die Plattform ist ein Segen für die private Weiterbildung. Es ist alles umsonst, bezahlt wird nur mit deiner Persönlichkeit.
Die gehört dann dem Konzern. Er verleibt sie sich ein und stellt sie zu den anderen 1000 Püppchen im Regal, die er schon hat und die irgendwie alle gleich aussehen.

Mehr Infos zur Grundlage dieses Filmes hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwanensee

und zur Krankheit der Hauptdarstellerin hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skin_Picking_Disorder

Blogpause und ein neuer Buchtipp

Buch-Rezension aktualisiert und erweitert am 1.3.2011

Zur Zeit tut sich bei mir im „reallife“ recht viel, so dass ich für das Blog nicht soviel Zeit finde. Ich möchte die werten Leserinnen und Leser nur darauf hinweisen, falls sich jemand wundert, dass im Moment keine neue Texte geschrieben werden. Aus meiner ambitionierten Ganztags-Berufung ist eine „zweimal im Monat“ Halbtags-Bloggerin geworden. Und da sich hier zu Hause die Wäsche stapelt und der nächste Einkauf auch schon wieder vor der Tür steht und doch dieses und jene Telefonat zu führen ist, kann ich im Moment nicht sagen, wenn ich endlich mal wieder Zeit fürs Bloggen finde!!! 😉 Aber es ist gut, es verleiht einem selbst auch so einen exklusiven Geschmack auf der Zunge. Wenn die Texte seltener geschrieben werden, überlegt man sich auch noch genauer was man schreibt und es fällt auch mehr an. Man kann dann schreiben wie ein Wasserfall. Und das ist letztendlich auch nichts schlechtes, oder?

Auch wenn meine Blog-Abstinenz derzeit von Zeitmangel diktiert und gebremst wird, so spielen doch auch die Überlegungen über die Motivation, das Wofür und Warum im gedanklichen Hinterzimmer immer wieder eine Rolle. Für mich ist Bloggen, Schreiben und Kommunizieren ein Raum voller Luft und Unverbindlichkeit. Vielleicht einer der letzten Räume (und wenn sie nur virtuell sind) in denen man wirklich frei ist. In denen man sagen kann, was man möchte. Ein Raum, in dem die Gefühle einen Platz haben und die freien Erkenntnisse, die nicht unbedingt gleich wieder durch Kritik oder Neid zerstört werden können. Ich schaffe, also bin ich. Und es braucht Kraft, so einen Gedanken zu erschaffen. Wenn er dann seinen Platz auf Papier gefunden hat, ist er endlich da und eine kleine Genugtung macht sich breit.

Doch genug der persönlichen Nabelschau, zurück zu meinen Kernthemen, der kritischen Medienschau:

Gestern kam z.B. ein Bericht über die Einschränkung der freien Forschung in der Wissenschaft und wie sehr dort die geistigen Erkenntnisse von Markt-und Profitinteressen gelenkt werden. ((Sendung hieß “Titel Thesen Temperamente“, und der besprochene Film “Gekaufte Wahrheit” )) Teilweise ist es den Wissenschaftlern sogar unmöglich, einer Frage nachzugehen, die sie für interessant halten, wenn sie dem Geist des Unternehmens widersprechen. Bei der Frage ging es um die langfristigen Auswirkungen der genveränderten Nahrung auf den Menschen. Obwohl dort offensichtlich erkannt wurde, dass es eine starke bis ungünstige Wechselwirkung gibt, wurde der Forscher von seiner Arbeit suspendiert und bekam das Verbot, über seine gewonnenen Erkenntnisse zu sprechen.

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Filmrezension: Berlin Calling

USK: ab 12

Was für ein Film! Und was für ein Zufall, dass er gerade gestern auf Arte gesendet wurde, zwei Tage, nachdem ich mir das Soundtrack-Mp3 Album auf Amazon zum halben Preis gekauft hatte…

Da ich die Musik von Paul Kalkbrenner sehr gut finde, war ich auf den Film mit ihm in der Hauptrolle natürlich sehr gespannt.

Um es vorweg zu nehmen: Er hat die großen Erwartungen nicht enttäuscht, sondern sogar übertroffen. Allerdings war ich über den traurigen Grund-Tenor doch sehr überrascht und hätte mir insgesamt mehr Musik gewünscht, denn darum geht es ja schließlich! Viele Tracks wurden nur kurz angespielt und ich hätte mir gewünscht, dass sie zu Ende gespielt worden wären oder einfach öfters vorgekommen wären. Der gesonderte Kauf der Soundtrack-CD kann also nicht schaden (zumindest nicht, wenn man Techno/ Trance Fan ist).

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Rezension „Die Wolke“

erschienen: 1988, Autorin: Gudrun Pausewang; Link zu Amazon

Mit 14 Jahren bekam ich dieses Buch zum Geburtstag geschenkt und lange Zeit lag es nun im Bücherregal und wurde von mir nie wieder angefasst. Damals habe ich solche Bücher nicht gelesen und ich würde auch bezweifeln, dass ich das volle Ausmaß dieses Buches in den jungen Jahren schon begriffen hätte. Ich kann mich nur daran erinnern, dass es irgendwie „befremdlich“ auf mich gewirkt und ich schon nach den ersten Seiten eine beklemmende Angst verspürt hatte.

Und genauso ging es mir, als ich durch einen reinen Zufall das Buch letzte Woche wieder in die Hand genommen und die ersten Seiten mit Neugierde überflog. Die bedrückende Stimmung von damals stellte sich sofort wieder ein:

Inhalt (Spoiler, nur lesen, wenn man das Buch schon kennt)

Deutschland, in einer nicht allzu fernen Zukunft. Die junge Protagonistin Janna-Berta (14 Jahre alt) sitzt in der Schule, als der ABC-Alarm losheult und alle Schülerinnen und Schüler evakuiert werden. Man hält es zuerst für einen Fehlalarm und schon bald gehen die Spekulationen los. Nach kurzer Zeit erfährt der Leser, dass es tatsächlich ein Reaktorunglück im nicht sehr weit entfernten Kraftwerk „Grafenrheinfeld“ gegeben hat.

Was das für die einzelnen Menschen bedeutet, ist den Kindern am Anfang nicht klar. Noch nicht sehr beunruhigt, lässt sich Janna von älteren Schülern nach Hause fahren, wo ihr kleiner Bruder wartet, auf den sie für ein paar Tage aufpassen muss. Ihre Eltern sind beruflich nach Schweinfurt unterwegs und die Großeltern für ein paar Tage auf Mallorca.

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Der Weltraum- Unendliche Weiten

Die Crew der “Star Trek- Das Nächste Jahrhundert”-Reihe mochte ich einfach am liebsten.

Vor allem die Kinofilme “Der erste Kontakt” (1996) und “Der Aufstand” (1998) prägten sich bei mir tief ein. Umso größer die Freude, dass sie gestern im Stark Trek- Mai auf Kabel 1 gezeigt wurden. Ich schaute allerdings nur den “Aufstand” und anschließend eine Doppelfolge “Skorpion” der Voyager- Reihe, letztere übrigens mit einem weiblichen Kapitän. 😉

Damals und heute hat sich meine Sichtweise auf die Filme nur wenig verändert. Noch immer denke ich, dass sie ein Meisterwerk der Filmkunst sind und Wegweiser für eine ganz neue Generation der Fernsehunterhaltung. Einzigartig z.B. die Verquickung von moderner Sciencefiction, die wirklich “visionär” und alles andere als altbacken oder berechenbar ist, die vielen technischen Details, die in der Summe als glaubwürdig gelten dürften und auf mich Phantasie- anregend wirken. Dazu kommen tolle Schauspieler, die wirklich mit Leidenschaft ihre Rolle spielen und der ständige augenzwinkernde Humor, der mich in den Bann zieht und genau in der richtigen Dosierung platziert ist. Natürlich dürfen auch die moralischen Aspekte, die Philosophie und die zwischenmenschlichen Dinge nicht fehlen, was der gesamten Folge immer dieses Extra an Pädagogik und Vorbildfunktion für viele Jugendliche mitgab und gibt.

Im “Aufstand” wurden die Liebesgeschichte und das Gefühlsduselige allerdings etwas übertrieben, so nerven mich damals wie heute die langen und teilweise etwas kitschigen Einstellungen, die laut Wikipedia sogar nachträglich noch gekürzt worden sind. Die Basis-Handlung ist gewohnt gut und fesselnd und birgt Startrek-typisch einiges an Überraschungspotential. Dennoch hätte es ruhig ein paar mehr Wendungen und komplexere Handlungsstränge sein können, denn allzu berechenbar wird der Verlauf zum Ende hin. Es gibt die Bösen, die Guten und die vermittelnde Crew, das kennt man schon aus so vielen Folgen.

Gut daran ist, dass man sich diesmal viel in echtem Gelände bewegt und die Schönheit des fremden Planeten so authentisch eingefangen hat. Außenszenen waren immer etwas Besonderes in der sonst etwas dominierenden Studio-Umgebung der Serie.

Dass dieser fremde Planet das Leben schenkt und alle Einwohner mit einer seltsamen, fremden Strahlung quasi verjüngt, wirkt nachvollziehbar. Lustig, die Veränderungen an den einzelnen Mitgliedern. Die Evakuierung aus dem Dorf hat Action-Potential – ist aber zu kurz geraten. Diese Stelle hätte man ruhig noch etwas ausbauen können. Stattdessen verschenkt man die Zeit mit nervigen Streit-Dialogen und moralischen Dingen, die die eigentliche Handlung etwas unterdrücken. Sicherlich, die Serie zeichnet sich dadurch aus, dass reflektiert und nachgedacht wird, aber die Action darf man dabei nicht vergessen, vor allem nicht in einem Kinofilm! Mit dem Jungbrunnen-Thema hätte man zudem ein tolles Motiv, dass für viele Anregungen und psychologischen Assoziationen gut gewesen wäre, doch neben dem plakativen Schönheitswahn und der zur Hässlichkeit entstellten „Bösen“ fehlt ein wenig der Tiefgang der Thematik.

Stattdessen verliert man sich in romantischen Vorstellungen, was man hätte alles machen können, wenn man nochmal jung wäre. Worf kommt wieder in seine klingonische Pubertät und ist noch ein Stückchen aggressiver als sonst (aber chic, mit Pickel!), Picard und Riker und ein paar Damen verlieben sich, „Lieutnant Commander“ Data hat nur einen glatten Androiden-Popo wie immer, dafür hebt sein kindlich-naiver Humor den Rest der Crew mit nach oben.

Die Inszenierung des Films ist vorbildlich und lädt zum Träumen ein. Alles ist authentisch, echt und fühlt sich toll an. Die Maske gewohnt gut, man erwartet nichts anderes mehr und doch ist sie so genial, die Außerirdischen wirken wirklich „außerirdisch“. Filmmusik und Effekte sind ebenfalls gut und in gewohnter Star Trek-Qualität.

Der Film ist ein schönes, solides und fesselndes Märchen über die Gedanken an die Jugend in ferner Zukunft.

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Die Doppelfolge „Skorpion“ aus der Voyager-Reihe kannte ich noch nicht. Diese hob sich aber deutlich von der sonstigen Serie ab und war besonders eindringlich und durchgängig spannend, fast spannender als der vorherige Kinofilm. Die sonst so mächtigen Borg hatten sich mit einem falschen Feind angelegt, jemand, den sie nicht „assimilieren“ konnten, sondern der zur einer ernsten Gefahr für sie wurde. Eine biologische Lebensform, die dem sog. flüssigen Raum entspringt, ähnlich in Expansionswille und Aggression den Borg, aber noch stärker. Mit ihrer überlegenen Technologie vernichten sie einen Borg-Kubus nach dem anderen. Die Voyager, verschollen im fernen Delta-Quadranten (Teil der Vorgeschichte der Serie) geraten zwischen die Fronten, entwickeln aber quasi aus dem Nichts spezielle Nanosonden, ein Anti-Serum, dass man als biologische Waffe gegen die neue Spezies 8472 verwenden kann.

Damit gelingt es ihnen tatsächlich, die Borg zur Zusammenarbeit zu überreden und die fremde Spezies zurück zu drängen. Im Gegenzug für die neue Technologie gewähren die Borg freies Geleit durch eine spezielle Passage zum nächsten Quadranten.

Dass die Borg allerdings wie ein Skorpion immer stechen müssen, weil das ihre Natur sei, gibt es am Ende doch noch Ärger mit ihnen. Die Überlebende und individuelle Vertreterin des Kollektivs, die weibliche Borg „Seven of Nine“ versucht, die Voyager in ihren Besitz zu bringen. Mit letzter Kraft gelingt es der Crew aber, diese von ihrem Kollektiv zu trennen und sie langsam aber sicher wieder in einen Mensch zurück zu verwandeln.

Die technische Umsetzung der Folge ist hervorragend und die zu nehmende Computerisierung der Spezialeffekte trägt ihren besonderen Teil dazu bei. Der Ausflug auf das Wrack eines halb zerstörten Borg-Schiffes ist sehr spannend und realistisch umgesetzt, so dass man ähnlich wie in den „Alien“-Filmen schnell ein Gruseln bekommt. Die Weltraumkämpfe unterstreichen die Dramatik und sind gut anzusehen. Insgesamt eine sehr gute Folge der Voyager. Die etwas schrägen u. überdrehten Charaktere bleiben zum Glück im Hintergrund und der pragmatisch-logische Charme des weiblichen Kapitäns überwiegt. Das war eine gute Entscheidung!

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