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Die Fülle des Lebens III

Persönliche Gewissensbisse und poetische Geschmacksverstärker

Kommen wir nun zum schwierigsten Abschnitt der Reihe, die persönlichen Konsequenzen aus der gewonnen Einsicht. Wenn ich an „Fülle“ denke, muss ich unweigerlich auch an mir selbst herunterschauen: Ein kleiner Bauch hat sich gebildet und kleine Fettpölsterchen aus den letzten Jahren sind dank guter Ernährung und gestiegener Kochkunst etwas mehr an Umfang gewachsen. Ich gehe gerne in den Supermarkt und ich kaufe gerne ein. Bin ich nun automatisch ein böses Konsum-Monster? Hey, ich fahre sogar Autos, ich benutze einen Computer, ich verbrauche Strom, ich mag Lichterketten und eine Festbeleuchtung im Zimmer, im Winter hab ich´s gerne warm, ich esse gerne Fleisch, ich habe ein Handy, ich trinke vorzugsweise Kaffee (der hoffentlich nicht in Dritte-Welt Ländern angebaut wird) und ich trage manchmal auch T-Shirts aus dem Discounter. Ich ernähre mich ungesund, ich gehe zu Mc Donalds, ich bin weder Mitglied in einem Umweltverein, noch in der Kirche und spenden tu’ ich nur zu Weihnachten.

Also, ich denke- ein ganz normaler Durchschnittsmensch.

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