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Ich mag…

passende Musik

Ich mag… deine langen, vollen und lockigen Haare, die du manchmal unbewusst um den Finger drehst… Ich mag wie du dich zwischendurch entschlossen aufrichtest und die Haare hinter dem Ohr festklemmst. Ich mag, wie du um Fassung und Autorität ringst… um sie kurz danach gleich wieder aufzugeben.

Ich mag wie du nach dem Kaffee greifst und ihn an deine Lippen führst…und mich dabei anschaust.

Ich mag Dein kindliches, unschuldiges Lachen und wie sich die Muskeln in deinem Gesicht leicht anspannen und dann wieder locker werden…
Ich mag Deine leuchtenden Augen und deinen klaren Blick, der alles durchdringt und überall Wahrheiten findet.. .ich mag deine grazilen Hände mit den langen Fingern, mit denen du schon soviel gutes getan hast… ich wäre so gerne dein Schreibblock oder deine Handy-Tastatur… ich mag deine Stimme, deine sanfte Strenge und die feminine Mütterlichkeit, die darin schwingt…
Ich mag deinen süßlichen Geruch, der nach Reinheit und Frische duftet…nach Sommerwind, Rosen und Blumenbeete… ich mag deine Beine, über die ich jetzt zart streichele, deine Gänsehaut, dein leichters Zittern und die Erregung, die du noch zu kontrollieren versuchst…

Ich mag Deinen Humor, dein Wesen, deine Ideen und dein Sein.

Wie ein Magnet sitzt du jetzt da… du brauchst gar nichts tun. Du kannst aber auch nichts tun, weil du dich selbst bewegungslos und magnetisierst fühlst. Die Bienen kommen von alleine angeflogen. Du lächelst sie nur an und wartest, bis sich eine auf deinen Bauch setzt…. während du auf dem Rücken liegst und in die Sonne blinzelt…wenn du die Wolken anschaust, werden sie von selbst zu kleinen Herzen… die langsam über den Himmel ziehen und nie zu vergehen scheinen.
ich mag die Strähne, die dir immer wieder ins Gesicht fällt…. und die Wärme, die von deinem Körper absorbiert und zurückgestrahlt wird.. Ich mag deine zarten Rundungen und die Ecken und Kanten… es sind soviele dabei, die ich noch nicht kenne.

ich mag deine Kühlheit und deine Kühnheit, mit der du durch das Leben gehst. Deinen Mut, deine Entschlossenheit und deine Unerschütterlichkeit.

Ich mag das Feste und die Weichheit gleichermaßen.

Ich mag deine Kindlichkeit und deine Angst. Deine vielen Fragen und die Ängste. Ich mag die Prinzessin in Dir, aber auch die Kämpferin.

Ich mag dich einfach so wie du bist. Du musst nichts dazu geben und nichts weg nehmen.

Ich mag dich.

Geblitzdingst

Zuerst war da die große Wärme. Die Sonne hat mich aufgeheizt. Ich hab mich nicht wohl gefühlt. Ständig diese Überlegungen, diese Zweifel, diese Ängste, die die Wolken umherwirbelten und den Wasserdampf im Kopf verdichteten. Die Sonne hat mich immer weiter aufgeheizt. Je mehr ich meine Moleküle im Kopf gedreht habe, desto mehr Spannungen sind entstanden. Dann endlich, die Luft war voller Energie, die Atmosphäre prall gefüllt. Die Menschen waren aufgeladen, voller Ideen und Gedanken, voller Liebe und Vertrauen, wie der erste Sonnenstrahl am Morgen. Wir führten die Wolken zusammen, reibten uns ein wenig aneinander, lachten uns an, betrachteten zusammen den Himmel und die Wunder der Natur. Irgendwann ist dann ein Funke übergesprungen. Zuerst ein kleiner, schwacher, der nur ein bisschen aufgeleuchtet hat. Dann kam eine dicke Wolke, die Reibung hatte stark zugenommen. Weitere kleine Wolken zogen vorbei. Weitere Funken haben geleuchtet und geknistert. Du hast schon gedacht, dass du es jetzt geschafft und endlich hinter Dich gebracht hättest. Doch bei der letzten Wolke, der schönsten und wohl geformtesten unter allen, war Dein Widerstand bereits im Eimer. Eigentlich wolltest du diese Wolke mit all den negativen Erfahrungen weiträumig umfliegen. Du drehst Dich noch um die eigene Achse, willst irgendwas intelligentes sagen und während im Kopf das Karrussell auf Höchstgeschwindigkeit beschleunigt und Du nur noch ein Ansammlung aus Worten, Angst und Neugierde bist, wirst du von der hellsten Wolke getroffen und ein Blitz jagt direkt in dich hinein. Du guckst an Deinem Bauch herab und überlegst, wo er wohl eingeschlagen hat. Du greifst dir mit der Hand an die Stirn und sie glüht. Du fühlst dich in dein Herz und es schlägt laut und pochend. Der Blitz zieht dich und somit das ganze Gewitter heran. Die anderen bekommen das mit und stehen im Wind, der aufheult und um die Straßen zieht. Es ist eine Kaskade, die immer stärker wird. Jetzt ist es nicht aufzuhalten. Die Wassermassen bäumen sich auf, es brummelt und brodelt und ein Riesen-Gewitter zieht über dich hinweg und entlädt endlich die Spannungen.

Es dauert vielleicht eine halbe Stunde, danach ist nichts mehr wie es war. Das Internet und Telefon sind tot. Du machst den Mund auf, aber da kommt nichts mehr heraus. Die Leuchte für die Achtsamkeit ist nur noch am Blinken und sagt, das hier was nicht stimmt. Du willst etwas klares denken oder Deine Arbeit machen, aber es hat sich alles aufgelöst.
Wo eben noch die tiefe Verbundenheit zu anderen stand, ist jetzt eine große Leere und Distanz. Der Blitz hat ein Loch im Bauch hinterlassen und du weißt nicht, wie du es füllen sollst.
Das alte Leben vor dem Gewitter ist komplett verändert. Wo vorher noch klare Strukturen herrschten und alles herrlich aufgeräumt und ordentlich war, liegen jetzt Lehmkrümel und Zweige auf der Straße. In den Abwässern gluckert das Wasser, in deinem Herzen fließt ein Strom. Dein Kopf war Mittelpunkt des Gewitters. Sämtliche Gehirnzellen die für Ordnung und Struktur stehen, wurden verbrannt.
Deine Hände handeln nur noch aus dem Instinkt heraus. Du kannst sie nicht mehr bewusst steuern. Dein Mund redet Worte, die er nicht kennt, und deine Beine führen dich in eine Welt, die völlig neu ist.

Der Blitz hat eingeschlagen, die Erde wird nass.

Die nächste Seite im Leben

Und wenn das Leben zu Ende geht, was hast du dann gemacht?
Immer nur gearbeitet und im Dreck und Staub gestanden?
Ein Haus gebaut, tausend Zimmer renoviert und am Ende wieder alles eingerissen und verkauft?

Hast Du Kinder zur Welt gebracht und ein Lächeln geerntet?
Jemand erzogen, jemand mal Deine Meinung gesagt?

Bist Du um die Welt gereist und hast tausend Menschen getroffen?

Hast Du Dich weiter entwickelt.. oder wurde Dein Herz immer enger und Dein Verstand begrenzt?
Hast Du dich innerlich geweitet oder bist du stehen geblieben?

Hast Du alle Menschen getroffen, die du treffen wolltest? Hast Du was über die Welt gelernt oder nur über Dich?

Hast Du die richtigen Fragen gestellt?
Hast Du auch ein paar beantwortet?
Hast Du die Welt verstanden oder stand die Welt ratlos neben Dir?

Warst Du gesund? Hast du das richtige mit deinem Körper gemacht?
Oder nur gegessen und nichts verbraucht?
Hast Du genug gegeben?
Hast Du genug gemacht?

Warst Du bereit für eine Veränderung? Oder klebtest du stets am Gestern?

Hast Du Deine Sorgen gelöst? Oder Dich von der Angst begrenzen lassen?

Hast du je live gebloggt? Oder Dein Lieblings-Kunst-Projekt wiederbelebt?

Hast Du stets alles aus Dir gemacht?

Hast Du geliebt? Gegeben? Gesorgt? Empfunden?

Warst du am Ende – je glücklich.

Ein schönes Lied

das mich heute sehr schön durch den Tag begleitet hat. 😉

https://www.youtube.com/watch?v=1gDbpWC_9pE

Schlechtes Wetter
nicht anspringende Autos
Unfreundliche Menschen
Gedränge im Supermarkt
Stress, Termine und Zeitdruck

Erfolgsdruck und innerer Antrieb
Arbeit, Muskelbewegungen und Herausforderungen für das Immunsystem
Uneinigkeit
Konkurrenz
Engstirnigkeit
Manager-Fehlentscheidungen
Steigende Steuern
Egoismus
Unbegründete Ängste, Hetze, Ausgrenzung,
Hass gegen Schwache im Internet

hat mir heute alles nicht ausgemacht
weil ich immer
wenn es mir schlechter ging
oder sich Gedanken verdunkeln wollten
diese Melodie in das Innere des Ohres vordrang
und meine Seele mit ein paar positiven Noten versorgte.

Die Botschaft ist klar
schaut auf das Schöne!
die Liebe ist wichtig
aber viel besser als ich das jetzt beschreiben kann
empfindet man es einfach, wenn man es hört

Also
kann ich es euch auch empfehlen genauso wie das gesamte Album „Muttersprache“
z.B. auch dieses Lied
https://www.youtube.com/watch?v=q0sSudID_sA

Gut ist es, weil tiefe Emotionen ausgedrückt werden
die ehrlich und authentisch wirken
und immer kurz bevor das Ganze ins Kitschige abdriften könnte
der Song
von der Sängerin mit musikalischem und gesanglichem Talent
abgefedert, neutralisiert und veredelt wird.

Nichts anderes spielt eine Rolle

Der passende Song dazu: “Nothing else matters” https://www.youtube.com/watch?v=9_-AU2eQ6n4

Hatte der Tag irgendwas erstrebenswertes, merk-wertes, schreibbares? Eigentlich nicht und eigentlich würde ich ihn auch gerne so beenden, wie viele andere Tage vorher. Einem guten Tag muss man nichts weiter hinzufügen. Ein guter Tag war, löst sich auf in Sein, wird zur Erinnerung, verblasst eines Tages. Dennoch will ich mich darin üben, wieder öfters zu schreiben, mich mehr dazu zu zwingen, die Gedanken zu sortieren und im Blog dann auch anderen „zugängig“ zu machen, wenn man das überhaupt kann.

Heute zog sich der Schmerz durch den Tag. Ein lang anhaltender tiefer Schmerz auf der rechten Körperhälfte, der mich schon heute morgen daran erinnerte, wie eng gestrickt das körperliche Korsett ist, in dem wir uns befinden. Wenn der Körper keine Probleme hat, nehmen wir ihn kaum war, erwarten wir das als „normal“ und beuten ihn weiter aus mit unserem Kopf und unseren Gedanken, bis er uns seine ganz eigene Grenze zeigt. Computer und Maschinen haben keine Grenzen, könnten theoretisch pausenlos, stundenlang, tagelang, wochenlang laufen. Der Mensch nicht. Er ist komplett anders aufgebaut. Ein Tag „gesündigt“ und die Rhythmen zu stark verändert, rächt sich am nächsten Tag brutal. Man steckt nicht einfach was weg. Alles hinterlässt seine Spuren. Die „guten Taten“, so wie auch die „schlechten“…

Die Migräne also. Nur leicht, aber unübersehbar und mit Nadelstichen quälend. Eine Tablette am Mittag hat dann geholfen und gerade jetzt, 10 Minuten bevor ich den Text angefangen habe zu schreiben, taucht sie wieder auf. Um mir den Feierabend zu vermiesen? Um mich um 22 Uhr ins Bett zu schicken und leise, fast unüberhörbar zu ermahnen, es heute abend nicht so lang zu treiben? Der Körper hat eine eigene Art von Bewusstsein, sagt man manchmal. Er weiß Dinge schon vorher, bevor unser Verstand, den wir doch -ach so gerne- ganz nach oben heben würden, überhaupt „weiß, was los ist“.

Die Müdigkeit? Wozu ist sie gut? Manchmal kommt sie mir so überflüssig vor. Ein Akku, der ständig leer ist und wieder gefüllt werden muss. Wo doch die Maschinen und das Internet auch „always on“ ist, so wären wir auch gerne „always on“… wir würden uns gerne von den menschlichen Grenzen lösen und größer, spirituell und überlegen sein.

Aber sind wir das, wo wir immer alles in den Maßstäben des eigenen Ichs aufdröseln und beschreiben wollen?

Wer nur das Ich kennt, kennt im Grunde niemanden. Denn die großen Wunder des Leben passieren nicht im Wettstreit mit dem „Ich“, vielleicht noch mit den eigenen Gedanken, Untiefen und Schwächen. Sie zu überwinden ist wichtig. Aber was ist das Ziel? Die große, spirituelle Vision, die uns in tausend Religionen und philosophischen Gedanken entgegen strahlt?

Es sind doch immer die Begegnungen mit dem anderen, mit den anderen. All die Dinge und die Begriffe, die man einfach und vereinfacht mit dem Wort „Liebe“ bezeichnen kann. Jeder Akt der Liebe, passiv oder aktiv ist ein Ding, das uns weiterbringt.

Alles andere hat keinen Sinn und wird schnell wieder vergessen. Wie ein Alltag, von dem nicht viel übrig bleibt.

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