Posted by J.A. on November 20, 2011

Der Prophet

„Liebe gibt nichts als sich selber und nimmt nichts, als aus sich selbst heraus. Liebe besitzet nicht und lässt sich nicht besitzen, denn Liebe genügt der Liebe.“

Aus „Der Prophet“ von Khalil_Gibran
Ebenfalls zitiert im Song „Der Prophet“ von Schiller

Categories: Lyrik
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Posted by J.A. on Juni 17, 2011

Morgen…

..versprochen, werde ich wieder was bloggen.

In der Zwischenzeit vertreibt´s euch die Zeit mit diesem schönen Song:

Alles aus Liebe

mfg, eure Blog-Autorin

ps: hier noch eine sehr schöne Cover-Version

Categories: Musik
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Posted by J.A. on April 19, 2011

Ein Level weiter

passender Song „Love will come through“ von Travis

Manchmal schreiben sich Drehbücher von ganz alleine. Man muss nur die große, schwere Tür zum Leben aufstoßen und den anfangs kalten Wind hinein lassen. Mit der Zeit, wie er so den Staub der alten Gehirnzellen und die lieb gewordenen, aber träge und schlapp machenden Gewohnheiten aufwirbelt, bringt er mehr Licht in das von Asche und Dreck zugeworfene Bild des Lebens…dann hält man diese Tür noch ein wenig weiter auf, schaut, was das Leben so hinein bläst. Freut sich über die eine oder andere Zeile, die mehr geschrieben wird, die völlig von selbst auftretenden Wendungen und unerwarteten Ereignisse. Wie die Spannungskurve steil nach oben schnellt, nur um kurz vorm Ziel noch nicht ganz aufzuschlagen. Eine bibbernde, vibrierende Spannung die den Atem flach hält und den Blutdruck stabil, über Normal-Null.

Plötzlich, in einem Moment, wird alles ganz klar, es sind nur ein paar Millisekunden, eine einzige Entscheidung, die alles verändern kann. Es ist, als ob plötzlich jemand auf den Lichtschalter gedrückt hat oder ein Trainer am Spielfeldrand ganz laut „Los“ ruft. Plötzlich laufen wir los, ein Zucken geht durch unseren Körper und ein kalter Schauer jagt uns den Rücken herunter. Das Adrenalin strömt durch den Körper und die Gefühle sind alle in einer Linie und auf vollem Impuls.

Wir sind jetzt ganz frei. Ganz klar und bei vollem Bewusstsein. Das Leben. Die Liebe, das schönste aller Gefühle.

Wir fühlen uns vereint und bei klarem Verstand. Verstehen die Welt plötzlich intuitiv. Es strömt in uns hinein und weil wir menschlich und anfällig und sensibel sind, können wir uns dagegen nicht mehr wehren. Dann strömt es wieder hinaus und wir werden süchtig nach diesem Stoff. Worte und Begriffe haben sich aufgelöst und wirken seltsam und ungewohnt machtlos.

Das Buch schreiben ist keine Arbeit mehr für bleiche Philosophen, die nie ihre Wohnung verlassen. Wir schreiben plötzlich die Hauptrolle, denn wir sind in die Hauptrolle geschlüpft! Wir brauchen nur das leere Buch aufzuhalten und zu warten, wie die Zeilen auf das Papier purzeln. Die Rolle verschmilzt mit unserer eigenen Persönlichkeit und in einem großen magischen Wandel aus zuckenden Blitzen wachen wir eines Tages auf und erkennen uns nicht mehr wieder.

Die Stimme verändert sich, der Körper verändert sich, das Denken verändert sich, das nächste Level wurde erfolgreich geladen.

Was bringt uns diese neue Welt? Welche Geheimnisse werde ich nun ergründen können? Nur der Autor des Spiels kann es bestimmen. Regie führen fremde Gestalten und Mächte, die mir nicht gehorchen. Sie lächeln mir zu, als sie mir die seltsamen Labyrinthe der Unergründlichkeiten vors Gesicht halten und sie freuen sich, wenn ich das Ganze nicht verstehe. Aber alles ist real, ein neues Laden nicht möglich. Jede Entscheidung zählt und die Sinne sind voll gefragt. Aber versagen, verlieren kann man nicht.

Nicht, wenn man sich unsterblich fühlt und zumindest die Grundlagen verstanden hat…

Categories: Geschichte
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Posted by J.A. on Februar 13, 2011

Wir sind alle… jung und verliebt

Ein Lied über junge Menschen, ein Lied über die Liebe.

Ich weiß nicht, wozu es besser passt. Zu der Hoffnung und der Kraft junger Menschen, wie wir sie in diesen Tagen in Ägypten sehen? Zu der Hoffnung des Frühlings, der sich immer stärker gegen die Kälte des Winters durchsetzt… oder zum Valentinstag , dem Tag der Liebenden, der morgen ist?

Wer die Lyrics nachlesen will, kann das hier tun, oder gleich passend, eingeblendet zum Song.

Am besten auch die Künstler unterstützen und die Single kaufen, das geht z.B. hier oder hier.

Categories: Musik
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Posted by J.A. on September 8, 2010

Einsamkeit im Alter (+ update)

geschrieben zu „A natural desaster“ von Anathema

Bei einem Auto ist es doch auch so, dass du lieber einen neuen als einen gebrauchten nimmst.“, war das Zitat eines Mannes in einem Partnervermittlungs-Kurs für ältere Menschen, Thema der heutigen 37 Grad – Sendung.

Lieber ein Neues.“ Soll heißen, lieber eine neue junge Frau, als eine alte verbrauchte. Hart formuliert, aber vielleicht doch einen Funken Wahrheit eingefangen. Erbost die folgende (weibliche) Erwiderung 10 gegen 1, dass es Frauen genauso zusteht, sich einen jungen Mann zu suchen. Eigentlich. Sollte. Müsste, hätte, könnte, würde… Denn die Realität ist anders, als das Wunschbild oder die feministische Ideologie im Kopf. Manchmal passt beides nicht zusammen. Dann muss man es akzeptieren, traurige Wahrheit. Denn in sexuellen Dingen dürfen Männer immer noch so bestimmen, wie sie wollen. Da haben sie noch Rechte und müssen sich keinem „Modell“ fügen. Das Zauberwort für eine gute Beziehung heißt Empathie, Freiwilligkeit, Toleranz und Autonomie.

Überhaupt ging es um Geschlechter in dieser Sendung. Um das weibliche Geschlecht. Einzig und allein. Die Frau im Mittelpunkt des Universums — Gynozentrisch nennt man das, glaube ich, weit entfernt vom „Maskulinissimus“. Der Stern des Maskulinissimus ist eher der natürliche Gegenpol des Gynozentriden, und am Anfang, da war kein Gott, denn Gott hat kein Geschlecht… und wenn, dann müsste er es sich aussuchen und würde vermutlich verzweifeln vor dieser schwierigen Aufgabe.

Daher war diese Sendung einseitig, denn es ging um einsame Frauen und nicht um die Frage, warum sie eigentlich einsam sind. Nimmt man ihre Schuldzuweisungen zulasten der Jungfrau- und Optik orientierten Männlichkeit mal weg, blieb nicht viel. Es taten sich mehr Fragen als Antworten auf. Da bleibt eine ältere Dame mit einem hübschen Lachen und einem netten Charakter, die aber kurze Haare trägt. Männer hatten ihr bei Dates gesagt, dass das ein Grund sein könnte, dass sie lange Haare attraktiver finden. Die Frau probiert bei einem Friseur mit einer blonden Perücke, übertreibt und überzieht ihre eigenen Vorstellungen von Weiblichkeit und landet mit einem charmanten Lächeln wieder bei ihrer eigenem, recht burschikosen und selbstbewussten Form der Lebenseinstellung.

„Männer trauen sich nicht, Frauen anzusprechen, meistens muss ich den ersten Schritt machen“ war das Fazit der gleichen Frau, nachdem man ihre Flirtversuche in einer Kneipe porträtiert hatte. Dann wieder ein anonymes Internet-Date, bei dem sie versetzt wird, ein Herr, der versprach, sich zu melden- und es nicht tut. Enttäuschung auf ganzer Linie.

In einem anderen Leben sehen wir ähnliches: Das kurze Kleid passt nicht mehr, die Tochter argwöhnt kritisch und dennoch scheint das Ego der leicht ergrauten Dame über 50 vor Selbstsichersicht nur so zu platzen.

„Warum suchen sie überhaupt nach einem Mann?“ frage ich mich beim heimlichen Zuschauen auf meiner Couch. „Wenn sie so selbstsicher, fröhlich und unbeschwert sind? Warum sich das Leben so schwer machen?“
Das Privatleben der anderen, nur einen Tastenklick entfernt. Und mein eigenes? Versuche diese Sendung zu reflektieren, höre aber lieber auf, bevor es zu kompliziert wird. Frauenthemen. Keine Lust auf überbordende Emotionalität, heute.

Kein Platz für Männer im Leben dieser Frauen, bzw. umgekehrt. Biologisch aussortiert oder selbstgewählte Einsamkeit? Des Gleichberechtigung´s reale und traurige Schattenseite? Männlicher Egoismus?

Prinzessin sein, begehrt werden und dann die ewige Schönheit? Vielleicht braucht die Gesellschaft keine weibliche Reife oder es gibt nur zu wenige Herren, die maskulin genug sind, um das zu schätzen?

Und wenn, dann wird es bestimmt auch darüber eine Reportage geben…

„Männer mögen es nicht, wenn die Frau intelligenter ist als sie oder einen besseren Job hat“, las ich mal irgendwo. Und mit dieser (biologisch verankterten und sexuell erwünschtem) Unterliegen der Frau gegenüber dem Mann verträgt sich das Modell der geschlechterlosen, austauschbaren Gleichberechtigung nicht. Überhaupt heißt Beziehung auch Rollen zu erfüllen, und sich ein Stückweit anzupassen. Aber für beide Seiten. Und wo sich keiner anpasst, da flutscht auch nichts.

In dieser Sendung wollten die Frauen erobern, wollten sie die Liebe erzwingen, konnte es ihnen nicht schnell genug gehen. Aber Liebe braucht Zeit, Liebe braucht Verständnis und Liebe muss frei sein von Moral, Vorstellungen und Erwartungen. Das kommt schon noch früh genug.

Und so gehen alle ihre Wege. Kuscheln sich an ihre Haustiere. Pflegen ihre Hobbys, für die dank des Single-Wohnens auch genügend Platz ist.

Die Männer holen sich das, was sie brauchen und schätzen: Junge und fruchtbare Weibchen, die das auch nach außen präsentieren. Junge fruchtbare Weibchen holen sich reife Alpha-Männchen mit Status, Arbeit und einem dicken Geldbeutel.

Und dann ist da noch das Heer der zurück gebliebenen alten, grauen Witwen: Der Frauen, die alles erreicht haben, Kinder großgezogen, gearbeitet und sich selbstständig gemacht haben. Geblieben ist ihnen nur ihr eigenes, einsames Leben. Aber das ist besser als nichts.

Update:

Bisherige Quellen deuten eher daraufhin, dass es umgekehrt richtig ist: Frauen suchen sich zur Fortpflanzung tendenziell eher intelligente Männer (anstatt: Männer suchen sich “weniger intelligente” Frauen). Bei Männern gibt es aber genetisch bedingt mehr Abweichungen und Extremfälle von extremer Intelligenz (Genies) und deren genaues Gegenteil. Frauen neigen bei Intelligenz-Verteilung zur Ausgeglichenheit und liegen statistisch gesehen näher zusammen. Um den Nachwuchs zu sichern, deutet eine hohe Intelligenz bei Männern auf allgemein hohe Fähigkeiten hin und ist daher ein wichtiges Auswahl-Kriterium. In der Tierwelt wie beim Menschen, ist es meistens so, dass die Männchen ihre “Fähigkeiten zur Schau stellen” und die Weibchen dann den Partner auswählen. Das erklärt auch die Erfahrung der Frau in der Reportage, dass sie immer diejenige war, die den ersten Schritt machen musste.

Weiterführende Links zu Partnerschaft und Sexualität