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	<title>J.A. Blog &#187; Karriere</title>
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		<title>Persönliche Twitter-Analyse</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 19:13:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Menschlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Profil]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute schreibe ich mal wieder einen Blogeintrag, einfach so, weil ich jetzt ein paar Tage nicht geschrieben habe.
Ich lese gerne bei Blogs mit, bei denen ich das Gefühl habe, dass regelmäßig geschrieben und auch eine echte Person hinter den Gedanken steht.
In den letzten Tagen habe ich die Medien Twitter, Facebook und Blogs mal wieder intensiver [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute schreibe ich mal wieder einen Blogeintrag, einfach so, weil ich jetzt ein paar Tage nicht geschrieben habe.</p>
<p>Ich lese gerne bei Blogs mit, bei denen ich das Gefühl habe, dass regelmäßig geschrieben und auch eine echte Person hinter den Gedanken steht.</p>
<p>In den letzten Tagen habe ich die Medien Twitter, Facebook und Blogs mal wieder intensiver untersucht und ich schwanke immer so zwischen Verachtung, Ablehnung, Interesse und Neugierde.</p>
<p><strong>Twitter </strong>z.B. ist ein sehr interessanter Dienst und man könnte ihn für soviel nutzen. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass doch sehr viele Leute nicht das schreiben, was sie denken und eine perfekte Maske präsentieren.</p>
<p>Man liest sehr viel darüber, was die Leute so arbeiten, was für ein tolles neues Handy sie sich gekauft haben- aber von Tiefgang und echten menschlichen Problemen fehlt leider jede Spur. Warum liest man nicht oder nur selten ein „Das Baby hat mir gerade auf die Schulter gekotzt“- oder „habe meine Tage und keine Lust auf die Arbeit“ oder „Schon wieder Streß in der Beziehung“. Warum liest sich der Großteil  wie Plastik und Hochglanzbroschüre mit ein wenig seichtem Humor?</p>
<p>Es ist ja auch klar: Wer will schon wirklich über sein Seelenleben schreiben, wer gibt gerne zu, Probleme zu haben oder in diesem oder jenem Bereich nicht mehr weiter zu wissen? Das wirklich Menschliche ist bei Twitter versteckt und man muss es lange suchen. Genauso stelle ich mir den Berufsalltag und die menschliche Sphäre im echten Leben vor. Nur dass man vielleicht noch etwas menschlicher als in Twitter sein kann. Es hört ja keiner mit! Twitter hingegen verbreitet dieses ständige Gefühl alles jedem sagen zu müssen und doch nicht gehört zu werden. Burn-Out und Sucht-Effekt inklusive!</p>
<p>Was mich zudem nervt, ist die nach wie vor niedrige Rücklaufquote. Man kann die Leute noch so oft anschreiben, wenn sie nicht antworten wollen, antworten sie nicht.</p>
<p>Dabei ist das ein ganz einfacher Mechanismus:</p>
<p>- ich lese, was andere so schreiben<br />
- ich überlege, womit sie sich beschäftigen, was ihre Interessen sind<br />
- wenn ich mir einig bin, dass mir derjenige zusagt, dann&#8230;<br />
- schreibe ich jemanden an (reply) oder sende eine „Direct Message“<br />
- es kommt etwas zurück, ein Kreislauf und Austausch entsteht<br />
- ich merke mir die Person positiv und ein Netzwerk entsteht</p>
<p>- wenn keiner antwortet, stehe ich blöd da, weil</p>
<p>- will die Person keinen Kontakt mit mir?<br />
- hat sie im Moment einfach nur keine Zeit?<br />
- Nerve ich die Person?<br />
- soll ich es nochmal probieren?</p>
<p>Wenn jemand gar nicht antwortet, probiere ich es höchstens noch einmal, bei ganz wenigen auch öfters, aber: Wenn jemand dauerhaft nicht reagiert, kann natürlich keine Freundschaft und kein Austausch entstehen und das ist schade.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie sehr die Leute darauf achten, dass man selbst viele Follower hat. Also eigentlich ist es ja unwichtig, aber ich könnte mir vorstellen, dass das für einige doch sehr wichtig ist und man nur etwas „wert“ ist, wenn man eine bestimmte Follower Zahl „vorweisen“ kann (Ähnlich wie das Bankkonto, da gibt es schon Ähnlichkeiten, aber das gibt bestimmt keiner zu).</p>
<p>Durch diese Tatsache und die niedrige Rücklaufquote entsteht ganz einfach die Erkenntnis: Man muss sehr intensiv und viel Zeit mit dem Medium verbringen und unter Umständen sehr lange suchen, bis man die richtigen Kontakte gefunden hat.</p>
<p><strong>Erkenne Dein Profil </strong></p>
<p>Wenn man keinen Ruf im echten Leben aufgebaut hat und auch sonst kein „richtiges“ Ziel verfolgt, wird es schwer für die Menschen zu erkennen, warum sie einem denn überhaupt folgen sollen.</p>
<p>Um also bei Twitter erfolgreich zu sein, benötigt man ein Konzept, eine Idee für die eigenen Tweets, ein Rahmenprogramm. Es ist vielleicht auch gar nicht so schlecht, von „Profil“ zu sprechen, aber nicht von Profilneurose, sondern eher von Schärfung des eigenen Profils.</p>
<p>Es wird auch sehr schwierig werden, <strong>alles </strong>abzudecken, man muss sich schon auf etwas festlegen. Und je stärker die Nische ist, die man gewählt hat, desto eher werden die Leute auch wieder abspringen oder nicht mit einem warm.</p>
<p>Wenn jemand einen festen Beruf hat, dann scheint mir das sehr einfach: Hier bloggt und twittert der Verwaltungsingenieur soundso und alles was mit seinem Leben zu tun hat, kommt in die Tweets. Das könnte dann sein:</p>
<ul>
<li>Er steht morgens auf und sagt: So jetzt Kaffee, dann Arbeit</li>
<li>Mittags wird über die Probleme im Büro geredet oder in der Pause auf Technikseiten gesurft</li>
<li>abends dann Musik-Tipps oder was man so isst</li>
<li>später evt. noch Fernsehempfehlungen</li>
</ul>
<p>So in der Art laufen viele Tweets, die ich mir so angeschaut habe.</p>
<p>Sehr stark im Kommen sind anscheinend auch Firmen, vor allem kleine Mittelständler, die das Medium Twitter benutzen, um ihre Außenkontakte zu pflegen.</p>
<p>Wo aber bei all dem, will ich stehen?</p>
<p>So ganz recht weiß ich es noch nicht. Sich als Künstlerin oder Schriftstellerin zu vermarkten und ein Image aufzubauen, könnte nicht schlecht sein. Dann braucht man aber auch eine Marke im Hintergrund oder eine Firma und Produkte, die man vertreten möchte.</p>
<p>Wenn man da ganze immer nur so mal privat macht, dann fehlt der Zug und die Entschlossenheit und am Ende bleibt wieder nur der legendäre Gemischtwarenladen.</p>
<p>Sich ehrenamtlich zu engagieren und über Missstände aufmerksam zu machen, halte ich ebenfalls für gut. Das kann man immer mal so nebenbei machen, um den Geist für solche Dinge aufrecht zu halten. Ob es jetzt Armut, Emanzipation, Gleichstellung, Integration oder andere Themen sind: Im Grunde kann man zu allen Dingen seinen Senf abgeben und Links posten.</p>
<p>Die Kleinheit und Knappheit von Twitter ist zugleich seine Stärke, denn es ist universell.</p>
<p>Aber man braucht ein Konzept und das bildet sich erfahrungsgemäß erst dann, wenn man auch viel getwittert hat und herausbekommt, welche Themen sich am besten eignen. Wofür man steht, was man „nach außen“ vertreten will.</p>
<p>Twitter ist das Praxistool für die ersten Gehversuche in der Öffentlichkeitsarbeit. Twitter vergisst schnell und belohnt einen sofort, wenn man etwas richtig gemacht hat.</p>
<p>Das macht es auch für Anfänger sehr leicht zu handhaben.</p>
<p>Ebenfalls mag ich an Twitter, dass es den Menschen schult kurz und prägnant zu denken. Nicht selten erwische ich mich in der letzten Zeit dabei, im Bad, beim Putzen oder in anderen nicht gehirn-intensiven Tagesabschnitten heftig in der Twitter-Weise zu grübeln und mir meine Gefühle und Gedanken in nur wenige, aber dafür intensivere Weise zu formulieren.</p>
<p>Gehirn-Biologisch ist das für mich der bis jetzt größte Gewinn an Twitter. Das Menschliche vermisse ich nach wie vor und zuviel Zeit will ich nicht im virtuellen Meer verbringen. Sonst versinke ich evt. noch.</p>
<p>Mein Twitter läuft so, wie ich bin.</p>
<p>Und Deins?</p>
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		<title>Karriere und Pläne</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2009 01:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fortschritt]]></category>
		<category><![CDATA[Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich jetzt noch mal 15, 18 oder 20 wäre, was würde ich anders machen? Sieht man junge Leute, hat man oft ein positives Gefühl, sie sind oft so optimistisch und haben ihr Leben voll Plänen und Zielen. Je nach Biografie kommen die Probleme erst später dazu. Aber je jünger ein Mensch ist, desto optimistischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich jetzt noch mal 15, 18 oder 20 wäre, was würde ich anders machen? Sieht man junge Leute, hat man oft ein positives Gefühl, sie sind oft so optimistisch und haben ihr Leben voll Plänen und Zielen. Je nach Biografie kommen die Probleme erst später dazu. Aber je jünger ein Mensch ist, desto optimistischer ist er meist und deswegen mag ich junge Menschen.</p>
<p>Ältere Menschen haben oft schmerzhafte Erfahrungen gemacht, sind irgendwie gezeichnet vom Leben. Bei nicht wenigen merkt man, dass sie das grundsätzliche Vertrauen in andere verloren haben. Sie sind nicht mehr mitteilungsfreudig und sie haben gelernt, die Welt in gut und böse aufzuteilen. Je nach Beruf, Partnerschaft, Privatleben haben sich unterschiedlichste Misserfolge, Enttäuschungen und Verluste angehäuft, so dass ein „reiferer“, aber auch ein desillusionierter Mensch übrig bleibt, der eigentlich Anlass zur Sorge und Anteilnahme geben sollte. Was aber passiert mit alten Menschen zumeist?</p>
<p><span id="more-462"></span></p>
<p>Man lässt sie links liegen, weil sie stören und nur alles schlecht reden. Keiner will mit diesen „Spielverderbern“ was zu tun haben. Alte Menschen werden also, auf Grund ihrer eigenen Enttäuschung und Traurigkeit einsam. Sie haben nicht mehr das Feuer in sich, die Leidenschaft und den Idealismus, den sie vielleicht mal gehabt haben. Sie rechnen ihr Leben umgekehrt und blicken meist zurück, weil da mehr liegt. Der Blickwinkel verschiebt sich.</p>
<p>Wie können solche Menschen dann jungen Menschen Tipps geben oder sie motivieren? Wie sollen Eltern ihren Kindern Tipps für das Leben geben, wenn es Dinge gibt, die sie selbst nie erreicht haben, die sie vielleicht schmerzlich vermissen?</p>
<p>Es ist da ein Loch, eine Leere, die sich der junge Mensch durch Neugierde und Mut selbst füllen muss.</p>
<p>Doch zurück zu mir, denn ich habe ja versprochen, wieder persönlicher zu schreiben.</p>
<p>Also mir war von Anfang an klar, dass die Welt recht einfach aufgeteilt ist, dass es Spießer, Streber und Angepasste gibt und dass es sehr, sehr wenige Leute gibt, die einen eigenen Kopf haben und wirklich eigene Wege gehen. Nimmt man 100 Menschen (z.B. aus verschiedenen Schulklassen) dann sind 90%, die einen normalen Weg gehen, Familie gründen und regulär arbeiten. Also irgendwie das machen, was alle machen. Wirklich freie Menschen sind selten und wenn sich nach dem Schulabschluss vielleicht noch 10% für eine Künstlerkarriere oder so was entschieden haben, wird von denen nur ca. 1% wirklich etwas „Einzigartiges“ machen. Das ist zumindest so meine Erfahrung mit Menschen aus meiner alten Herkunft.</p>
<p>Auch die meisten Charaktere sind eigentlich noch so, wie sie damals waren und von den neuen Leuten ist die „Normalverteilung“ der Eigenschaften und Karrieren doch mit den früheren Erfahrungen identisch. Das zeigt mir irgendwie, dass es ein Gesellschafts-Charakterprofil gibt und deswegen kann man auch von der Gesellschaft als Ganzes sprechen.</p>
<p>Tja, aber wo stehe ich? Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht den normalen Weg gehen möchte und auf Grund all meiner bisherigen Erfahrungen und Entscheidungen bin ich soweit, dass ich wohl bei den 1% angekommen bin, die was ganz Eigenes machen. Auf der anderen Seite bin ich auch ein Stück weit spießig und sicherheitsbedürftig und lehne es meistens ab, Dinge aus reiner Dummheit oder Übermut zu machen. Durch diese Vorsicht hab ich mir schon viel verbaut, aber vielleicht umgekehrt auch was erhalten?</p>
<p>Das passt zu mir als Persönlichkeit am besten, wenn ich viele Freiheiten haben, bin ich glücklich. Wenn ich mein eigener Chef sein kann, auch. Also musste für mich von Anfang an was Freiberufliches her.<br />
Grundsätzlich kann man eigene Freiheit aber nur erreichen, wenn man Leute loslässt, die einen ausbremsen oder andere Ziele wie man selbst haben. Eigene Freiheit ist also keine einfache Sache, sondern mit Verlusten, Selbstüberwindung und Enttäuschungen verbunden. Man muss lernen, eine eigene Meinung zu entwickeln und- sehr schwierig- man muss sich auch unbeliebt machen können, was gerade für Frauen schwierig ist, die gerne kooperieren, dass aber in der harten Männerwelt nicht so anbringen können.</p>
<p>Früher hab ich sehr viel auf andere gehört und war beeindruckt von dem, was man mir gesagt hat. Das wurde zwischen 20 und 30 immer weniger und ich hab gelernt, auf mich selbst zu hören. Bei der Berufswahl war ich sehr unsicher und nur mit viel Mühe und Not kann ich heute sagen „ich bin freiberuflich künstlerisch tätig“ (neben der Arbeit in der Firma). Aber das steht nirgendswo offiziell, noch brüste ich mich damit bei Verwandten oder Freunden. Ich will auch nicht unbedingt berühmt oder reich sein, aber es ist nicht auszuschließen, dass dieser Wunsch doch noch mal eines Tages kommt.<br />
Als Frau zählt der berufliche Status immer noch nicht soviel wie bei einem Mann und sie wird nicht abgewertet, wenn sie nichts „Richtiges“ arbeitet (außer vielleicht in Kreisen, wo es selbstverständlich ist, dass die Frau auch arbeiten geht, aber das ist selten). Wenn ein Mann nichts arbeitet oder „Kunst“ macht, ist er in ungleich schlechterer Ausgangslage, weil man eben die Erwartung hat, dass er eine Familie zu versorgen hat (&#8230; bei einer Frau ist das Analog, dass sie Kinder bekommen soll).<br />
Was bei mir immer seltsam war, dass ich von Anfang an keine richtigen „Ziele“ hatte, wie man sie landläufig so kennt: Viel Geld, viel Reichtum, Einfluss, Freunde oder dergleichen.</p>
<p>Wie Alice schön <a href="http://alicehive.de/der-weg-ist-das-ziel/" target="_blank">beschreibt</a>, kann man durch solche Ziele sehr leer werden und immer wieder neuen Dingen nachjagen, aber nie ankommen.</p>
<p>Das war mir von Anfang an auch klar … ich finde, es ist eine gute Einstellung. Man muss das Leben so leben wie es kommt und sollte nicht traurig sein, wenn man was Bestimmtes nicht erreicht hat. Es kommt alles, wie es kommen muss!</p>
<p>Was mir allerdings bis jetzt negativ aufgefallen ist, dass die Chancen für eine Frau Karriere zu machen, auch sehr schwierig sind. Die Strukturen sind oft patriarchalisch geprägt, nimmt man z.B. die reine Produktion von Musik, dann ist das fast immer ein Männerjob. Frauen nimmt die Industrie dann gerne als Vorzeigeobjekt, als Sängerin und hübsche Stimme. Aber dass Frauen mal hinter den Keyboards und Maschinen sitzen oder dass sie Geld und Entscheidungen verteilen ist wiederum eine Ausnahme.<br />
Ich habe das von Anfang an auch gespürt, dass man mir nur einseitig bereit ist, Hilfe anzubieten, dass die Zusammenarbeit mit Männern ganz schnell auf eine sexuelle Schiene hinausläuft und ich bei den meisten nicht ernst genommen werde. Ich würde also jungen Künstlerinnen empfehlen, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen und sich nicht von gierigen Managern oder schlechten Menschen ausnutzen zu lassen.</p>
<p>Vielleicht ist es ganz gut, einen Partner zu haben, der die Frau bei der künstlerischen Karriere unterstützt. Wenn man so einen Weg geht, muss man auch umgekehrt bereit sein, dem Mann viel zu bieten und ihn nicht auszunutzen. Nur durch Zusammenarbeit kommt man weiter.<br />
Am besten ist immer, wenn man die wichtigsten Dinge selbst in der Hand hält, wenn man selbstständig wird und sich von keinen schlechten Menschen abhängig macht. Für die echte Karrierechance kann so was entscheidend sein.</p>
<p>Was mir zudem auch stark auffällt, dass es in Deutschland kaum prominente Philosophinnen gibt. Dass unsere Geschichte voll von männlichen Philosophen und Schriftstellern ist, dass es aber aus der weiblichen Ecke nur wenig kommt. Wenn ich an weibliche Autorinnen denke, dann fallen mir unweigerlich Krimiautorinnen, Kinderbuchgeschichten oder kleine Zauberer ein. Aber keine harte Analyse, keine kritischen, mutigen ehrlichen Gedanken und kein Mut zum Risiko.<br />
Wenn also eine junge Frau Autorin werden will, dann würde ich ihr empfehlen, diesen Kampf aufzunehmen und sich von der schlechten Ausgangslage nicht abschrecken zu lassen, sondern einfach „das Ding durchziehen.“</p>
<p>Als Frau sollte man seine sozialen und psychologischen Fähigkeiten nutzen und auch weiterhin versuchen, zu kooperieren, es wird aber auch nicht auszuschließen sein, dass man männliche Fähigkeiten übernehmen und lernen muss. Wenn es darum geht, Verträge auszuhandeln, sich gegen Ausbeuter und Miesepeter abzugrenzen und neue Ziele zu stecken, dann kommt man ohne ein gewisses Maß an Männlichkeit und gesunder Aggression nicht aus.</p>
<p>Denn von selbst macht sich leider nichts.</p>
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