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Tag: gleichberechtigung

Die Frauenquote

Sehr schön fand ich, dass in den letzten Tagen mal wieder eine Thema in den Medien war, dass mich als feministisch angehauchte Bloggerin doch sehr interessiert: Die Frauenquote. Die Telekom, ein Unternehmen dass bei Kunden und im Bereich Kundenzufriedenheit nicht gerade den besten Ruf genießt (hüstel, hüstel), ist vorgeprescht und präsentiert uns nun die bewunderswerte Aussage, eine Quote von 30 Prozent an weiblichen Mitarbeitern einführen zu wollen.

Hurra! Ein Aufschrei geht durchs Land und endlich freuen sich alle und klatschen, denn die lieben Nachbarn links und rechts, auch nördlich und vielleicht eher nicht südlich haben es vorgemacht und beenden das Zeitalter der Machos und Männlichkleits-Klüngelei, Frauen vor, noch ein börsennotiertes Rendite-Tor!

Jetzt bleibt nur noch die kritische Frage, warum nur 30 Prozent und warum nicht 50 ? Und warum sind soviele Unternehmer aus DAX- Unternehmen nicht bereit, so eine Quote zu unterstützen?

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Gekaufte Plätzchen

Lebkuchen im Kerzenlicht

Lebkuchen im Kerzenlicht

Doreen nahm die Kopfhörer auf den Kopf, legte die Beine auf ihrem 2000 € Massage-Wohlfühlsessel zurecht, drehte die Lehne ein wenig zurück und hörte die neue X-mas CD, die sie sich heute nach der Arbeit noch schnell gekauft hatte. In der ganzen Stadt hing weihnachtlicher Schmuck, es roch nach Glühwein und auch der erste Schnee war heute endlich gefallen und hüllte die Innenstadt in eine behagliche, gemütliche vorweihnachtliche Atmosphäre.

Sie war etwas traurig, nachdenklich und verstand die Welt nicht mehr. Heute, kurz nach ihrem anstrengenden Büroalltag hatte sie noch schnell die Böden geputzt und danach ein hitziges Gespräch mit ihrer Freundin geführt.

Nach anfänglichem Geplänkel und den typischen „wie geht’s dir so“ Fragen war die Stimmung immer schlechter geworden, bis das Ganze schließlich in einem erbitterten Streitgespräch über weibliche Rollenmodelle und Aufgaben endete.

Ihre Freundin war vor kurzem Mutter geworden und immer wieder nervte sie mit Fragen, wann es denn bei ihr endlich soweit sei und ob mit Christoph denn noch „so gar nichts“ geplant sei.

Doreen nervten diese intimen Fragen und sie ärgerte sich über die Verbissenheit und Engstirnigkeit ihrer Freundin, mit der sie sich immer so gut verstanden hatte. Was ging sie denn ihr Leben an? Jeder konnte doch so leben, wie er wollte und nur weil sie jetzt auf diesen Mutti-Zug aufgesprungen war, den um sie herum so viele Frauen erfassten, brauchte sie da doch nicht mitzumachen. „Immerhin leben wir in einem freien Land“- da wird man als Frau wohl auch die Entscheidung gegen Kinder treffen dürfen, ohne von allen ausgeschlossen zu werden. Aber anscheinend befriedigte Sandra ihr eigenes Mütter-Unglücklichsein damit, dass sie die Lebensmodelle von anderen abwertete und ständig hinterfragte.

Doreen war glücklich, ohne Kinder. Christoph war gutverdienend und nett – genau so, wie sie einen Mann immer haben wollte. Sie verstand sich gut mit ihm, sie machten lange Reisen zusammen, sie neckten sich meistens und konnten stundenlang zusammen sein, ohne sich gegenseitig zu nerven. Auch im Bett lief alles hervorragend und sie war völlig frei von Babygeschrei, Verpflichtungen und Ärgernissen. Rundum: Sie genoss ihr Leben und es fehlte nichts. Ein Kind hätte sie selbst eher als Bedrohung oder Belastung empfunden. Sie war auch der Meinung, dass sie nicht genügend Zeit für die Erziehung aufbringen könnte und sie wollte nur ungern ihren Job an den Nagel hängen.

Ja, sie war glücklich in ihrem Leben und die Frage nach Kindern hatte sich ihr daher nie richtig gestellt. Nach dem Abitur hatte sie Jura studiert und der Job in der Kanzlei machte ihr Spaß. Sie war zwar nie selbstständig geworden, hatte aber ebenfalls einen netten Chef und verdiente nicht schlecht, manchmal sogar etwas mehr als ihr Mann- was den natürlich wurmte, aber er war tolerant und liebte starke Frauen.

Natürlich war ihre Mutter am Anfang entsetzt, da sie aber noch zwei Schwestern und einen Bruder hatte, die alle eine glückliche Familie vorweisen konnten, war ihr „Ausfall“ nicht so schlimm. Umso mehr nervten sie aber die Fragen und Sticheleien ihrer Freundin.

Warum meinten andere immer so gut zu wissen, was für eine Frau gut ist? Warum gab es soviele Leute, die ihr dabei helfen wollten, die richtige Entscheidung fürs Leben zu finden? Und wie konnte sie die Freundschaft zu Sandra aufrecht erhalten, ohne ständig dieses Thema anschneiden zu müssen?

Sie war verzweifelt und in ihrem Kummer stopfte sie immer mehr Weihnachtsgebäck in sich hinein. „Mit der Zeit werde ich davon auch einen runden Bauch kriegen“ dachte sie nur kurz verbittert, musste dann aber doch über ihren eigenen Witz lachen. Sie streifte sich einen Krümel aus dem Mundwinkel und dachte weiter nach.

Natürlich war alles gekauft, denn nach dem anstrengenden Büroalltag wollte sie nicht auch noch Zeit in der Küche verbringen. Das hätte sie höchstens am Wochenende machen können, aber da bereitete sie meistens die Arbeit nach oder wollte sich einfach bei einem guten Buch und einer gefüllten Badewanne entspannen.

Die gekauften Plätzchen schmeckten ihr genauso gut! Das war das Herz des Feminismus, der Gleichberechtigung. Niemand konnte sie zwingen, in der Küche zu stehen- wenn, dann würde sie es freiwillig machen.

Ihre Nachbarn waren allerdings ganz anders eingestellt und seitdem sie in diese Siedlung gezogen war, fiel ihr auf, wie wenig berufstätige Frauen es hier gab. Wenn sie mit ihrem BMW rückwärts in die Garageneinfahrt stieß, konnte sie manchmal eine Frau aus der Wohnung von gegenüber hinter den Gardinen sehen und sie bildete sich ein, dass sie etwas neidisch zu ihr geblickt hatte. Viel Kontakt hatte sie leider nicht mit den Nachbarn. Sie hatte es immer mit Freundlichkeit probiert, aber allen Versuchen zum Trotz waren diese eisig und unnahbar geblieben. Diese igelten sich in ihr eigenes Familienglück ein und so ging jeder seinen Weg.

Die eine Familie erarbeite die Steuergelder und die andere Familie von gegenüber, die nicht mit soviel Glück und Geld gesegnet war, bekam das Geld vom Staat und hatte Kinder.

„Manche Dinge ändern sich eben nie“ – seufzte sie immer noch leicht verbittert und schaltete den Fernseher ein.

Das Programm beruhigte sie und lenkte ab.

So schnell würde sie nicht mehr darüber nachdenken, darüber war sie sich sicher.

Warum es Frauen in der Politik so schwer haben

diefrauen2

Nein, das wird kein Text mit Quellenangaben. Die Beweise dafür habe ich schon zu Genüge gebracht, auf Twitter gepostet, usw. Dies soll ein reiner, subjektiver Bericht werden, eine emotionale Erfahrung, ein Gefühl, eben ein typischer Blog-Beitrag.

Im Grunde frage ich mich, warum es in DE (andere Ländern werden der Einfachheit erstmal ausgeklammert) so offensichtlich ist, dass Frauen noch immer diskriminiert, also ungleich behandelt werden. Dass zwar die Gesetze auf Gleichheit stehen, die Ergebnisse de facto aber ungleich sind. Wir haben z.B. nur eine einzige, weibliche Ministerpräsidentin gehabt, bis 1972 war der Anteil der Frauen im deutschen Bundestag gerade mal bei 5%. Wir verdanken es einer einzigen weiblichen Person, dass Frauen überhaupt im deutschen Grundgesetz vorkommen und Alice Schwarzer ist zwar eine prominente, aber auch recht seltene Vertreterin von radikalem Feminismus und deutlichen Worten.

Es wäre nun falsch anzunehmen, dass wir eine totale Gleichberechtigung haben. Wir haben sie nicht. In den Köpfen werden Frauen immer noch diskriminiert und in der Realität gibt es weniger weibliche Firmenchefs, weniger Abgeordnete, weniger Präsidentinnen…

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Geschlechterfragen

sind wichtige Fragen

In der letzten Zeit schreibe ich immer öfters über die Un-Gleichbehandlung von Männern und Frauen. Das Thema „Gleichberechtigung“ hat bei mir inzwischen den größten Platz in der Tag-Wolke eingenommen.

Ich möchte im Folgenden erklären wieso, und wie es dazu gekommen ist.

Ich analysiere schon seit Jahren die Gesellschaft und überlege mir, wann und wo sie gerecht ist und wann nicht. Am Anfang war ich ganz allgemein gegen Ungerechtigkeit, aber mit der Zeit haben sich bei der Betrachtung bestimmte Regeln und Abstraktionen herausgestellt, die so langsam zu einem „Motiv“ werden.

Das Interessante dabei ist, dass sich dieses Motiv rückwirkend und wie von selbst erstellt. Ich untersuche Dinge, überlege, warum es genau so passiert ist und was die Ursache ist.

Nehmen wir gesellschaftliche Schieflagen, mangelndes Mitgefühl, zwischenmenschliche Probleme und Gefühlskälte mal zusammen, werfen sie alle in einen großen Topf und erstellen eine möglichst einfache und überschaubare Regel. Bei mir steht da im Moment (nur für Deutschland) folgende, interessante Theorie:

  • es gibt eine Ungleichbehandlung von Mann und Frau
  • Frauen arbeiten durchschnittlich in schlechter bezahlten Positionen
  • Männer haben eine andere Art zu arbeiten, als Frauen
  • Frauen in höheren Führungsebenen verändern maßgeblich das Klima und erwirtschaften im Schnitt sogar bessere Ergebnisse für das Unternehmen als bei einseitiger, männlicher Verteilung
  • Die Art und Weise in welcher Art und Weise Führungsgremien besetzt sind, bestimmen den gesellschaftlichen Ablauf großer Entscheidungen (Richter, Manager, Banker, Politiker, usw.)
  • Wenn Schlüsselpositionen einseitig männlich dominiert sind, führt das auch zu einer gesellschaftlichen Schieflage

Kann man schlussendlich behaupten, mangelnde Wärme in der Gesellschaft sei ein Resultat einseitiger, männlicher Dominanz in Macht-Positionen?

Oder umgekehrt: Wenn das weibliche Geschlecht auf breiter Ebene mehr Macht erhalten würde, dass es unserer Gesellschaft auch menschlich besser gehen würde?

Dass sich Werte wie Mitgefühl, Toleranz, Vergebung, Wärme und ähnliche deshalb nicht durchsetzen können, weil das weibliche Eigenschaften sind und genau jene sich nicht durchsetzen können?

Worauf schimpfen wir denn immer, wenn es um Diskussionen in Blogs geht?

Mir fällt da sowas ein wie

  • Machtstreben
  • Geldgier
  • Ellenbogengesellschaft
  • Energieverschwendung
  • Abwertung von Kindern
  • Konkurrenzkampf
  • Recht des Stärkeren

Wenn man genau überlegt, sind das genau die Dinge, die man als „männliche Eigenschaften“ betrachten kann. Aber wichtig: Nicht Eigenschaften, die von Männern kommen, sondern im Sinne einer ganzheitlichen Weltanschauung: „Yang– Elemente“. Es gibt durchaus auch Frauen, die sich wie Männer verhalten und es ist sogar unmöglich als Frau Karriere zu machen, ohne dieses Durchsetzungs-Potential zu haben.

Wenn Frauen so eine Karriereleiter mal aufgestiegen sind, könnte ich mir vorstellen, dass sie ihre eigenen weiblichen Attribute abgelegt haben und sich angewöhnt haben, in einer patriachalischen Struktur zu überleben.

Ich merke das an mir selbst, wie ich mir das mit der Zeit abgewöhnt habe. Nicht, dass ich Karriere machen will, es geht auch auf feiner, mitmenschlicher Ebene- einfach „um zu überleben“ und um beachtet oder respektiert zu werden.

Aber woher kommt dann das Ausgangs-Patriarchat?

Eine andere These wäre diese: Männer dominieren im Berufsleben, Frauen dominieren das Familienleben. Wie in einem mathematischen Graphen gibt es ganz links eine Häufung von männlichen Eigenschaften und ganz rechts die Häufung von weiblichen Eigenschaften.

Es ist nur natürlich! Beruf bedeutet Härte, Durchsetzung und Kampf, Familie bedeutet Wärme, Liebe und Mitgefühl.

Beide Welten miteinander zu vereinen ist nicht sehr einfach. Man kann nur hoffen, dass der Trend zur Vermischung beider Welten anhält (z.B. durch Vätermonate und mehr Frauen im Beruf). Denn diese Risse zwischen den Welten, die sind für niemanden gut. Nur mit ausreichender Geschlechts-Homogenität sind gesellschaftliche Krisen zu bewältigen.

Grabenkämpfe zwischen Mann und Frau bedeuten Stillstand und sind für niemanden von Vorteil.

Verwunderlich- und frauenfeindlich

Wenn man sich so durch diesen Artikel klickt und die Namen der prominenten Frauen durchliest, erscheint es sehr verwunderlich, dass sie allesamt von FHM-Lesern als „unsexy“ eingestuft wurden. Auch komisch, dass es kein durchgängiges Schema gibt, die Karrierefrau ist genauso dabei wie die Künstlerin, die Feministin, die Schauspielerin, die Sängerin und die Autorin. Das Aussehen ist sehr unterschiedlich, manche von ihnen haben dunkle Haare, manche blonde, manche rote, manche Haare sind kurz, manche lang, manche haben Locken, die meisten lächeln, ein paar wenige schauen ernst und streng. Aber es sind alles Frauen und es sind Frauen, die erfolgreich im Beruf stehen und einen Platz im Leben gefunden haben, der vielleicht mit Respekt und Geld gesegnet ist. Ist das der Grund, warum Männer nun sagen, das wäre „unsexy“? Wo man doch immer behauptet, dass Erfolg sexy machen würde! Oder gilt diese Regel nur für Männer? Ich will ja keine Welt-Bloggerin werden, aber was ich da wieder lesen durfte, ist die reinste Frauenfeindlichkeit. Es wertet Frauen ab, die Gutes geleistet haben und erfolgreich sind. Es zeigt, dass die Leute, die sowas machen und darüber lesen- also wahrscheinlich Männer- irgendwie ein Problem damit haben und mit Hilfe ihrer Abstimmung ihren eigenen Frust loslassen wollen. Das ist die letzte Macht, die ihnen in diesem Moment geblieben ist und jede Frau weiß: Der Mann ohne jegliche Macht ist ein trauriger und einsamer Mann.

Und irgendwie auch komisch, dass es alles Frauen sind, die ich sehr nett und interessant finde. Was ist denn dann sexy, bitteschön? Eine Frau mit Dauerwelle am Herd? Die nicht-rasierte Ehefrau, mit der abgenutzten Hose und dem Jogginghosen-Oberteil, die man immer zu Hause neben sich hat? Hat man sich so daran gewöhnt, dass man alles andere als unsexy einstuft und den eigenen Olymp daheim als den großen Erfolg einstuft? Irgendwie kann ich mir das nicht so recht vorstellen….

Ich glaube eher, es ist umgekehrt. Männer wollen eine erfolgreiche Frau. Eine, auf die sie sich verlassen können, die nicht klammert, schreit und ständig Aufmerksamkeit braucht. Genau so eine, wie sie da sehen. Sie wollen keine Mutti, aber auch keine dauer-depressive Hexe. Schwierig das Ganze, für die moderne Frau. Und wenn man diese perfekte Frauen nicht haben kann, mit denen man in den Medien ständig konfrontiert wird- tja, dann nennt „man“ sie halt unsexy. Es ist so ein kleiner Neid-Kompromiss, der auch all den Frauen hilft, die keinen Erfolg haben. So kann “frau” ein Bündnis eingehen, dass scheinbar passt, aber doch keine Lösung ist.

Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen Männer, ich würde mich noch nichtmal als richtig emanzipiert ansehen, noch finde ich das übetriebene Karriere-Getue -was zulasten der Menschlichkeit geht- gut.
Aber ich hab was gegen Frauenfeindlichkeit, gegen Vorurteile und Neid.

Und daher ist dieser Artikel „sch…“.lecht getroffen!

Meine Lösung wäre: Frauen emanzipiert euch. Macht euren Weg und helft den Männern, auch ihren Weg zu gehen. Es kann nur klappen, wenn beide Seiten erfolgreich und glücklich sind. Einseitigkeit ist nie gut und schadet der Geschlechter-Verständigung. Das Resultat wären Einsamkeit und Singles..

Und wer will schon immer einsam sein?

Mit so einem Artikel ist niemand geholfen, weil er demonstriert, dass erfolgreiche Frauen irgendwie „schlecht“ wären. Das Gegenteil ist aber der Fall! Je erfolgreicher eine Frau, desto besser auch für ihren Mann. Ganz einfach.

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