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	<title>J.A. Blog &#187; Gesundheit</title>
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		<title>Warum Sport &amp; Bewegung so wichtig ist</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jun 2010 09:38:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder zweite Deutsche ist zu dick, lese ich gerade in der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes. Aus anderen Quellen erfährt man, dass Bewegung bei den Deutschen generell nicht sehr angesagt ist und in der Tageszeitung „Welt“ gibt es einen längeren, passenden Artikel dazu (ich habe noch andere Quellen gesucht, aber dies war die beste).
Ich möchte das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder zweite Deutsche ist zu dick, lese ich gerade in der Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes. Aus anderen Quellen erfährt man, dass Bewegung bei den Deutschen generell nicht sehr angesagt ist und in der Tageszeitung „Welt“ gibt es einen längeren, <a href="http://www.welt.de/gesundheit/article7901036/Die-Deutschen-hassen-Sport-und-gesunde-Ernaehrung.html" target="_blank">passenden Artikel</a> dazu (ich habe noch andere Quellen gesucht, aber dies war die beste).</p>
<p>Ich möchte das mal zum Anlass nehmen und ein kleines Brainstorming zu Sport, Bewegung und Gesundheit verfassen:</p>
<p>Lange Zeit war der Mensch ein Lauf und Bewegungstier, durch die Notwendigkeit der Jagd und die körperliche Beschwerlichkeit auf dem Feld hatte er kaum Möglichkeiten, zu viel Fett anzusetzen. Ältere Menschen berichten noch heute, dass sie in der Zeit zwischen den Weltkriegen oder auch kurz danach, die Strecke zur Schule zu Fuß gegangen sind, weil es noch keinen Bus gab. Aber diese Strecke würde heute keiner mehr freiwillig laufen, denn das sind über 10 km, einfacher Weg und es geht über anstrengende Berge mit einigen Höhenmetern. Einfache Menschen hatten in dieser Zeit keine Autos, diese waren Mangelware und nur die wirklich Privilegierten konnten sich eins leisten.</p>
<p><span id="more-2255"></span></p>
<p>Das Auto u. andere Möglichkeiten der motorisierten Bewegung ist wohl der hauptsächliche Grund, warum die Menschen nicht mehr auf ihre eigenen Beine u. Muskeln angewiesen sind. Dazu kommen viele Jobs und Tätigkeiten, die im Sitzen verrichtet werden und die Möglichkeit zur Bewegung gar nicht mehr zulassen. Neben dem Übergewicht verursacht diese ungünstige Prädisposition Haltungsbeschwerden und die weit verbreiteten „Rückenschmerzen“ (einer der <a href="http://www.special-rueckenschmerz.de/rueckenschmerz/chronische_schmerzen/haeufigkeit/content-155088.html " target="_blank">meist genannten Beschwerden</a>, mit denen Menschen zum Arzt gehen).</p>
<p>Was aber passiert mit dem Körper, wenn er nicht mehr bewegt wird? Er hat keine Möglichkeit, Fett zu verbrennen. Die Reichhaltigkeit und die Effizienz der zur Verfügung stehenden Nahrung hat immer weiter genommen, dazu kommt noch, dass der Mensch auf Grund seiner Entwicklungsgeschichte ein hoch effizienter Nahrungsverwerter ist, d.h. er kommt mit eigentlich <a href="http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Sport+Fitness/Training/Kalorienverbrauch-beliebter-Sp-2224.html " target="_blank">wenig Kalorien</a> recht gut über den Tag!</p>
<p>Essen ist aber mit Lust verbunden, es ist eine Möglichkeit, seine sozialen Kontakte zu pflegen und die Beliebtheit und Anzahl der Kochshows belegt, dass man hier nicht allein mit „Vernunft“ weiterkommen kann. Essen macht Spaß und ist ein Stück Lebenskultur, wieso sollte man sich davon trennen?<br />
Essen kann auch als Suchtmittel missbraucht werden und/ oder um Probleme „weg zu essen“. Auch der umgekehrte Fall ist möglich, dass man sich auf Grund eines Schönheitsideals abmagert und zu wenig isst. Vor allem junge Frauen sind davon betroffen, auch dies ist aber eigentlich ein „Kopfproblem“ bzw. ein Problem des eigenen Rollenbildes u. Selbstverständnisses.</p>
<p>Unser Belohungssystem ist darauf trainiert, für uns „wertvolle“ Speisen zu bevorzugen, d.h. uns schmecken Fett und schnell verdauliche Kohlenhydrate sehr gut, durch die starke Würzung der meisten Speisen und den Appetit- Anreger Alkohol wird meistens mehr gegessen, als man nötig hat. Auch der Fleisch-Konsum ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Fleisch ist eine sehr effiziente Energie-Quelle und es ist in der Geschichte der Menschheit ungewöhnlich, plötzlich soviel Fleisch essen zu können (Früher gab es das fürs einfache Volk kaum und die Kosten für Fleischproduktion waren höher. Man muss aber auch bedenken, dass der übermäßige Fleischhunger aus unseren Tagen einerseits eine hohe Umweltverschmutzung (CO2) erzeugt, die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Welthunger#Konkurrenz_um_landwirtschaftliche_Nutzfl.C3.A4chen" target="_blank">Nahrungsressourcen knapp werden lässt</a> und letztendlich viel Leid für die Tiere bringt  ).</p>
<p>Das Problem des Übergewichts schlägt mit seinen bekannten Auswirkungen wie Herz- Kreislaufprobleme, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus#Ursachen_2" target="_blank">angefressener Diabetes</a> , Degeneration im Knochenapparat, usw. letztendlich auf die Gesundheitskosten/ das Gesundheitswesen und es verringert die Lebenserwartung- und Qualität eines jeden Einzelnen. Die große Zahl der Deutschen, die darunter leiden, verrät eindeutig, dass dies nicht ein reines Unterschichten-Problem ist, wie gerne behauptet wird.</p>
<p>Sport-Fetischisten und Ernährungs-Apostel haben eine einfache Lösung auf der Hand: Mehr Bewegung, gesünder ernähren! Aber obwohl diese Weisheiten schon seit gefühlten fünfzig Jahren durch unser Land und die westliche Kultur geistern, scheint sich an den Ursachen nicht soviel zu ändern. Die Leute essen weiterhin zu viel, Autos und die tägliche Bequemlichkeit siegen über die Vernunft, es ist ein ureigenes, menschliches Problem und die Ursachen sind in der Psyche zu suchen.</p>
<p>Um unbequeme Änderungen einzuführen, müssen wir uns selbst ändern. Zunächst brauchen wir Motivation und Einsicht. Die baut sich auf, indem wir immer weiter darüber nachdenken und uns z.B. die Schädlichkeit von Übergewicht vor Augen führen- aber nicht für die Gesellschaft oder das Gesundheitssystem (eher eine sekundäre Motivation), sondern ganz persönlich für uns selbst!</p>
<p>Und wir müssen lernen, wieder Spaß an der Bewegung zu haben und sie nicht allein als „Strafe“ für unsere eigene Lust am Essen zu sehen. Wir müssen an beidem Spaß haben: Am Essen, aber auch an der Bewegung!</p>
<p>Was gibt es Schöneres, als nach einem anstrengenden Tag vor dem Computer, mal endlich nach draußen zu gehen, sich die Jacke überzustreifen und eine Runde joggen zu gehen? Was gibt es schöneres, als einen morgendlichen Spaziergang in der Sonne? Wie schön ein Ausflug mit dem Fahrrad sein kann, wie viel man sieht, wie anders die Welt durch die Augen des Radfahrers erscheint!</p>
<p>Als das kann man aber nicht allein mit dem Verstand begreifen, man muss es einfach wagen, selbst machen und dann am eigenen Leib <em>spüren</em>. Genauso wie wir die eigene Krankheit und das Unwohlsein eines zu dicken o. degenerierten Körpers an uns spüren, so können wir auch die positiven Veränderung in eine gesündere Richtung spüren. Sport und Bewegung machen Spaß, die Sonne ist gut für unsere Seele und letztendlich wird sich auch unsere Fitness und <a href="http://www.familie.de/kind/gesundheit/artikel/musik/selbstbewusstsein-durch-sport-und-musik/ " target="_blank">unser Selbstbewusstsein</a> dadurch aufbauen.<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2010/06/warum-sport-bewegung-so-wichtig-ist/#footnote_0_2255" id="identifier_0_2255" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" und hier ist noch ein interessanter Link, der den Zusammenhang zwischen Selbstvertrauen und Sport n&auml;her erkl&auml;rt ">1</a></sup></p>
<p>Dieses positive Gefühl kann uns den Weg leiten.</p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2255" class="footnote"> und hier ist noch ein interessanter <a href="http://www.sport-und-training.de/artikel/mehr-selbstvertrauen-im-sport" target="_blank">Link</a>, der den Zusammenhang zwischen Selbstvertrauen und Sport näher erklärt </li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
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		<title>System krank, Patient gesund</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/01/system-krank-patient-gesund/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/01/system-krank-patient-gesund/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 06:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Arzt]]></category>
		<category><![CDATA[Eigenverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[Ganzheitlich]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstverantwortung]]></category>
		<category><![CDATA[System]]></category>

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		<description><![CDATA[Was für ein schöner Montag-Morgen! Ich sitze hier am Computer, und der anstehende Arzt-Termin drückt mir im Nacken. Wie konnte ich nur auf die blöde Idee kommen, ihn gleich Montag Morgen zu legen, so früh und dann auch noch im Winter?? Draußen hat es geschneit, die Straßen sind glatt, die Motivation liegt bei gefühlten 10 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein schöner Montag-Morgen! Ich sitze hier am Computer, und der anstehende Arzt-Termin drückt mir im Nacken. Wie konnte ich nur auf die blöde Idee kommen, ihn gleich Montag Morgen zu legen, so früh und dann auch noch im Winter?? Draußen hat es geschneit, die Straßen sind glatt, die Motivation liegt bei gefühlten 10 Grad unter Null&#8230;</p>
<p>Vor Arzt-Terminen hab ich mich lange gedrückt, im Grunde denke ich auch, dass wir Deutschen viel zu oft im Jahr zum Arzt gehen. Ca. 18 &#8211; mal <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article5910947/Praxisgebuehr-macht-Deutsche-zu-Arzt-Weltmeistern.html" target="_blank">stand in der Statistik</a> und damit sind wir Weltspitze. Ich gehe nicht so oft. In den letzten Jahren seit dem Umzug bin ich fast gar nicht gegangen und wisst ihr was: Mir geht es trotzdem gut.</p>
<p>Ich habe die meisten Wunden selbst verarztet, bei Kopfschmerzen eine Tablette eingeworfen oder PMR gemacht&#8230; wenn ich Durchfall hatte, die Ernährung umgestellt, bei Rückenschmerzen mich mehr bewegt. Gegen die Depressionen hilft Tagebuch-Schreiben oder ein Gespräch mit Freunden, bei akuten Wutanfällen einfach mal nach draußen gehen und eine Runde beim Sport abreagieren und auch andere Hausmittelchen bieten für die meisten Leiden doch Gesundheit im Überfluss.</p>
<p><span id="more-1929"></span></p>
<p>Wann hat der Mensch denn wirklich mal eine ernste Krankheit, und wieviel Weh-Wehchen kann man selbst behandeln? Ich hab das sogar mal irgendwo gelesen, dass diese Eigeninitiative, die Selbst-Verantwortlichkeit des Patienten eigentlich gefördert werden soll. Jeder Gang, den man sich zum Arzt spart, ist doch auch gespartes Geld für das System. Jedes Medikament, dass man sich nicht verschreiben lässt, ist gespartes Geld.</p>
<p>Leider liegt es in der Natur der Dinge, dass man das Wohl der Gemeinschaft nicht sieht, wenn der Einzelne verzichtet. Man sieht bei solchen Dingen immer nur das eigene Wohl, aber die Gemeinschaft erlischt unsichtbar vor einem verschwimmenden, kontrastarmen Hintergrund. Und das macht das Verzichten eben schwer, Verzicht ist sowieso keine Tugend der modernen Welt, im Gegenteil. Alles soll machbar werden, schnell, erreichbar und perfekt- aber wer bezahlt das Ganze? Geht es beim Gesundheitssystem vielen nicht darum, wenig einzuzahlen und viel rauszuholen, also den persönlichen Profit zu erhöhen? Oder tut man den Menschen Unrecht und kann ähnlich wie bei der Arbeitslosendebatte kaum zwischen Nutznießern und wirklich Betroffenen unterscheiden?</p>
<p>Sind die wirklich Bösen vielleicht doch eher die Pharmakonzerne, die Preisabsprachen und die Gewinnsucht in den verschiedensten, auch oft verborgenen Stellen?</p>
<p>Natürlich , es würde mich nun nicht wundern, wenn jetzt das Argument mit den Vorsorgeuntersuchungen käme&#8230; oder dass der Sparwahn genau das Falsche in der Gesundheitspolitik sei, und dass man als nicht Fachkundige sowieso keine Meinung haben darf&#8230;</p>
<p>Gegen Vorsorge ist auch nichts einzuwenden, im Gegenteil, was ich meine, sind die sinnlosen, doppelten und völlig überflüssigen Arzt-Besuche und Medikamenten-Verschreibungen.</p>
<p>Es geht doch bei der Gesundheitspolitik auch um uns Menschen, um die persönliche Einstellung und der individuellen Gesundheit von Tausenden, wenn nicht Millionen Menschen. Und wieviel moderne Zivilisationskrankheiten gibt es, die von nichts anderem herrühren, als unseren modernen, unsgesunden Lebensstil, dem Bewegungsmangel, z.B? Der ungesunden, zu fettreichen Ernährung, dem Übergewicht, den vielen Zuckern und der puren Bequemlichkeit folgend? Wieviel Depressionen und psychotische Veranlagungen könnten allein geheilt werden, wenn die Menschen freundlicher zueinander wären, wenn sie sich mit mehr Liebe und Respekt behandeln würden. Aber ich schätze, „Liebe“ ist kein Faktor, mit dem man in solchen Systemen rechnet. Es ist immer nur das Geld, mit dem man rechnet und doch ist es meist der falsche Ansatz.</p>
<p>Was die Selbst-Therapie freilich nicht schafft, ist der menschliche Faktor. Man kann sich eben selbst keinen Mut machen. Man kann sich eben selbst nicht zuhören oder sich Zeit für sich selbst nehmen.</p>
<p>Wirklich nicht? Mal ehrlich, wieviel Zeit verbringt man im Leben mit Selbst-Analyse, mit Selbst-Gesprächen und Tagebuch schreiben.. und wieviel Zeit sitzt man einem „professionellen“ Arzt gegenüber und lässt sich von seinen schönen Worten behandeln?</p>
<p>Wenn ich nur an die Warterei im Wartezimmer denke, dann muss ich sagen: Je weniger Arzt, umso besser. Und ich bin heilfroh, wenn ich nichts habe und mir das schenken kann.</p>
<p>So wie zum Glück meistens oder fast immer&#8230;</p>
<p><strong>Weiterführende Links</strong></p>
<ul>
<li>Kontroverse Darstellung zum Thema <a href="http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?id=65175" target="_blank">Selbstverantwortung</a> (Frage: Ist es wirklich so, dass Selbstverantwortung <em>überhaupt </em>nicht zu realisieren wäre? Warum nicht? Geht es letztendlich um Gesundheit oder geht es um Geld? )</li>
<li>Selbstverantwortung, eine Sache der Denkweise, <a href="http://www.transmed.ch/pages/jagdgruende/selbstverantwortung-des-patienten.htm" target="_blank">Natur- oder Schulmedizin</a>?</li>
<li>Wiki zum Thema <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zivilisationskrankheit" target="_blank">Zivilisationskrankheiten</a></li>
</ul>
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		<item>
		<title>Menschliche- notwendige- Schwächen</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2008/11/menschliche-notwendige-schwachen/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 12:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privates]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es etwas gibt, was ich im Moment partout nicht verstehe, dann ist es meine Gesundheit. Gestern hatte ich einen perfekten Tag, es war zwar wegen der ausgefallenen Heizung kalt, aber ich konnte früh aufstehen, mich selbst motivieren, irgendwas arbeiten, stundenlang im Netz recherchieren, schreiben, rumräumen, kochen und war eigentlich sehr glücklich. Nur abends fing [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es etwas gibt, was ich im Moment partout nicht verstehe, dann ist es meine Gesundheit. Gestern hatte ich einen perfekten Tag, es war zwar wegen der ausgefallenen Heizung kalt, aber ich konnte früh aufstehen, mich selbst motivieren, irgendwas arbeiten, stundenlang im Netz recherchieren, schreiben, rumräumen, kochen und war eigentlich sehr glücklich. Nur abends fing ich an, leichte Schwindelgefühle zu haben, die ich nicht deuten konnte. Als ich den Kopf zur Seite legte, fing alles an, sich zu drehen. Meine Stimmung war aber immer noch gut. Der Vollmond hinderte ein wenig am Einschlafen, einfach zu grell das Licht!<br />
<br />
Dann heute, nach dem Aufwachen, genau das umgekehrte Bild: Ich kam nicht aus dem Bett, obwohl ich gestern um 10 Uhr schlafen war. Mir tut alles weh, die Erkältung ist plötzlich wieder zurück. Wie kann sich das über Nacht so schnell ändern? Gestern merkte ich noch nichts davon, noch nichtmal ein kleines Zeichen. Heute: Fieber, geschwollene Lymphknoten, belegte Zunge, Nebenhöhlen zu und Hustenreiz. Mein Kopf dröhnt, ich fühle mich schlapp, depressiv und lustlos.<br />
<br />
Und das Schlimme ist, es geht schon den ganzen Herbst so: Mal bin ich gesund, mal krank. Irgendwie habe ich mein natürliches Gleichgewicht verloren, aber ich weiß nicht warum.<br />
<br />
Der Körper ist halt keine Maschine, die man ständig auch Höchstleistungen laufen lassen kann. Auch wenn die moderne Arbeitswelt (und ich) das gerne so hätte!<br />
<br />
Früher fiel es mir leichter, mit meiner Energie besser zu haushalten, alles so einzuteilen, dass ich ausgeglichen und gesund sein konnte. Seit unserem Hauskauf und den anderen Anforderungen, die sich zwischenzeitlich so ergeben haben, hat sich das grundlegend geändert. Ich merke darüberhinaus einen massiven Einbruch meiner körperlichen Leistungsfähigkeit, seitdem ich 30 bin, als ob man einen genetischen Schalter umgelegt hätte. Ich bin zwar sehr motivert, stoße aber ständig an körperliche Grenzen. Letzens ist es mir sogar passiert, dass ich mir morgens beinahe das Knie ausgerenkt hätte, als ich mir die Strümpfe anziehen wollte, weil die Gelenkschmierung noch nicht da war! Auf jeden Fall schmerzte es furchtbar und ich konnte nur noch zur Kaffeemaschine humpeln!<br />
<br />
Dazu kommt, dass der ständige Streß und die Belastung dazu führt, dass meine Konzentration schlechter geworden ist und ich mitunter unter Streß anfange, Dinge zu vergessen oder fahrig zu handeln, was die Arbeitszeit erhöht.<br />
<br />
Meine eigene Regeneration klappt oftmals nicht mehr: Wenn ich mich mittags eine halbe Stunde hinlege, habe ich gleich ein schlechtes Gewissen und muss das anschließend durch Arbeit kompensieren. Ich bin ständig am Rumlaufen und finde keine Ruhe. Alkohl möchte ich nicht trinken, weil es keine Lösung ist. Die Ruhe muss von innen kommen!<br />
<br />
Die meisten Tätigkeiten, die ich mache, sind so, dass ich keine positive Rückmeldung erhalte, z.B. bei Hausarbeit. Das hat dann diesen Roboter-Effekt: Man macht und macht, ständig kommt neue Arbeit hinterher, man wird nie fertig und bekommt fast nie ein Lob, und auch kein Geld. Hausarbeit ist ein Selbstbewusstseins-Killer sondersgleichen. Leider muss diese Arbeit irgendjemand machen!<br />
<br />
Mit meinem Blog ist es ähnlich: Ich arbeite und arbeite daran, aber wirklich befriedigend ist es eigentlich nicht. Wie oft bekommt man im Leben positive Rückmeldungen? Wieviel Freunde hat man wirklich, die einem den Rücken stärken? Wer macht mal etwas für einen, einfach so? Wer sagt, dass man auf dem richtigen Weg ist- wenn nicht man selbst oder das eigene Gewissen?<br />
<br />
Ich habe oft das Gefühl, dass das Dinge sind, die einfach fehlen und die seelischen Belastungen für viele Menschen so erhöhen. Ich bin mir zudem sicher, dass ich keine Ausnahme bin, sondern dass es sehr vielen Leuten so geht- wenn nicht noch schlimmer. Das macht es umso schwieriger: Da es allen – oder den meisten so geht- werden auch die wenigsten Menschen bereit sein, etwas Nettes zu sagen- weil sie selbst nicht besser dran sind. Die Freundlichkeit und die notwendige innere Ruhe wird von der Arbeitsmühle zermahlen.<br />
<br />
So wird eine ganze Gesellschaft zu einer Gesellschaft am Anschlag ihrer Leistungsfähigkeit. Die ständige Arbeit und das Leistungs,- sowie Profitstreben verkaufen menschliche Werte und drängen wichtige Freiheiten zurück, wenn sie überhand nehmen.<br />
<br />
Also, was soll man tun?<br />
<br />
Meine Lösung: Bewusst abschalten. Die eigene Notwendigkeit zur Regeneration verteidigen. Zur Not Energie aufbringen und lauthals für Menschlichkeit einzustehen, sein eigenes Recht auf Urlaub durchsetzen. Man muss sich überlegen, was man eigentlich will und ob es sich lohnt, für diese Ziele derartig viel in Kauf zu nehmen. Ist das der Weg zum Glück? Werden wir glücklicher, wenn wir unendlich viel konsumieren und einen hohen sozialen Status haben? Es sind die Kernfragen, die ich auch immer behandle und es führt nichts an ihnen vorbei, man kommt immer wieder dahin zurück.<br />
<br />
Es ist paradox: Man benötigt Energie, Selbstbewusstsein und ein starkes Rückgrat, um sich die eigene Fähigkeit zur Erholung zu erhalten.<br />
<br />
Wenn man gelassener an die Dinge rangeht, verkrampft man nicht so, kann sich mehr Zeit nehmen und die Dinge langfristig angehen. Eine kleine Erholung im Jetzt führt dazu, dass man langfristig handlungsfähig und (letztendlich) produktiver bleibt.<br />
<br />
Indem man sich selbst ändert, ändern sich andere, ändert sich die Welt. Das ist die Hoffnung, die immer bleibt.<br />
<br />
So wird die Schwäche – richtig wahrgenommen und eingesetzt- am Ende zu einer Stärke!</p>
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