Tag: Gedicht
Der Riss
Hinterlässt nicht mehr als Zweifel, Trauer und Verzagen,
kann von selbst nicht leben und lässt sich nicht tragen.
Ein Riss, der mir solch Leiden schafft
und manchmal saugt die letzte Kraft.
Wohin soll, die Meinung ich nur stellen?
Woher nehm ich neue Quellen?
Wer wird mir glauben, wenn ich´s sage
wer erklärt uns – diese missliche Lage?
Ach, diese haben das Problem
und jenem wird es unbequem
dieser leidet auch sehr stumm
dem anderen nehm ichs dafür krumm.
Diese wollen doch nur tanzen
der andere schlägt sich´s in den Ranzen
dann war da einer, der ist toll
treibts wie ein Kind, zumeist sehr doll.
Die Moral von der Geschicht
wenn ich sie denn finde, bin erpicht!
endet kaum mit einer Frage…
verbessert auch nicht eure Lage.
Kunst und Gedicht kann man nicht kaufen
man stellt sie selten in den Schrank.
bindest damit keine Schlaufen,
wirst du auch nicht davon krank.
Vielleicht gesund, das wär so schön
kann der Reim auch schief da stehen
perfekt muss er für mich nicht sein
ein Reim ist rein und bleibt ein Reim.
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Da ist ein tiefer Riss in der Gesellschaft und er geht mitten durch meinen Kopf.
Manchmal spiele ich damit und führe die bunten-glitzernen Perlen der Erkenntnis um meine Finger, manchmal kokettiere ich damit und zeige mich in einer hübschen Form, die andere erfreut, meistens aber beschäftige ich mich in irgendeiner Form damit,
und meistens nur heimlich, damit es keiner merkt.
Der Riss istmanchmal wie ein Spielzeug, das ich an einer Schnur hinter mir herziehe. Ein netter Begleiter, ein lustiges Ding, das nur mir gehört! Und ich gebe es auch niemandem her.
Meistens- vor allem als ich älter geworden bin- war der Riss ein Schatten, der mein Gesicht verdunkelt hat, nur wenn die Sonne herauskommt und im richtigen Winkel stand,
konnte ich lachen.
Manchmal wird er größer, dann muss ich einen Satz machen, um schnell zu springen!
Manchmal geht es nur mit viiiel Anlauf. Manchmal muss ich ihn laut rufen, weil er so weit weg ist und ich vergessen habe, dass es ihn gibt. Aber aus irgendeiner Ecke kommt er dann angerannt und findet mich. Er findet mich immer. Er hat mich noch nie vergessen. Der Riss ist ein treuer Begleiter, fast wie ein Hund, sehr anhänglich, wie ein Kind und zart wie ein Pfirsich. Wenn ich ihn nicht gut behandele kann er sich auch wandeln und dann wird seine Oberfläche rau und stachelig und er schaut finster.
Manchmal stehe ich mitten auf ihm, dann falle ich. Ich greife noch zur Seite, aber da ist nichts, da ist niemand, der mich hält. Ich falle tief, sehr tief und nichts hält mich auf.
Ich habe vergessen, mich abzuseilen, und ich habe vergessen, ein Netz zu spannen.
Ich falle tief und als ich mit einem lauten Schlagen auf den Boden knalle, ärgere ich mich über mich selbst und fange an zu weinen.
Dann stehe ich wieder auf und laufe weiter.
Was soll ich auch sonst machen?
Langsam
best read/ heard to „Symphony“ or „Goodbye“ by Feveria
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Langsam neigt sich die Nacht dem Geiste zu.
Langsam werden die Lichter und Geräte heruntergefahren,
können sich erholen von ihrem ewigen Getriebe.
Langsam fließt die kalte, frische Luft in die stickigen Gemächer
und umfließt schmeichelnd die Beine.
Langsam bin ich müde und die Konzentration lässt nach.
Langsam gewöhne ich mein Gehirn an das Spiel der Neuronen in der Nacht.
Wo sie nicht gelenkt, sich hüpfend, tummelnd neu verbinden
spielen dürfen wie Kinder und frei wie der Wind.
Langsam lösen sich alte Verbindungen und entstehen neue,
Langsam wird eine gute Nachricht von einer schlechten gestört.
Langsam geht der Tag zu Ende,
Langsam fällt das Denken schwer.
Langsam sehe nicht mehr schwarz und weiß,
sondern nur noch grau
und quer.
Langsam.
Langsam geht es den Bach hinunter
Langsam muss ich mich lösen, um zu fließen
Langsam muss ich loslassen, um zu gewinnen.
Über die Geißel der Wachheit, die nicht mehr lässt von mir.
Langsam,
gibt es nichts mehr Neues
und die Augen fallen endlich zu.
The human sadness
inspired by: “The sun” von Soap & Skin
Tausende sind gestorben, Tausende wofür?
Negative Energie hat dein Herz zerfressen
Negative Energie frisst deine Freude auf
Lässt dein Lächeln versteinern
und die letzte Hoffnung vergessen.
Schaust nur noch traurig in die Ferne
hast den Willen verloren, zu leben
sehnst dich nach dem Tod
doch fürchtest du ihn noch zu sehr.
Heroische Taten, die den Schmerz übertünchen sollen
Heroische Gedanken, die dem Volk gefallen
Heroische Tode, zu hunderten schon gestorben
Heroischer Unsinn, jedes Mal neu belebt.
Leidenschaft, unser letztes Vermächtnis
Alkohol, unser einziger Freund
Das Unwissen, unsere einzige Zuflucht.


