<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>J.A. Blog &#187; Freundschaften</title>
	<atom:link href="http://www.ja-blog.de/tag/freundschaften/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ja-blog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 11:49:10 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Gute Freundschaften</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2008/11/gute-freundschaften/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2008/11/gute-freundschaften/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 08:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-adriana.de/?p=294</guid>
		<description><![CDATA[Freundschaften ist eins meiner Dauerthemen im Blog. Sie sind das ideale Mittelding zwischen zerstörerischer Liebe und komplettem Nicht-Interesse. Wenn man Freundschaften „beherrscht“ und richtig damit umgehen kann, können sie das eigene Leben bereichern. Es muss aber umgekehrt nicht bedeuten, dass man ohne Freunde nicht glücklich sein kann, wie gerne suggeriert wird!

Was bedeutet also eine gute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freundschaften ist eins meiner Dauerthemen im Blog. Sie sind das ideale Mittelding zwischen zerstörerischer Liebe und komplettem Nicht-Interesse. Wenn man Freundschaften „beherrscht“ und richtig damit umgehen kann, können sie das eigene Leben bereichern. Es muss aber umgekehrt nicht bedeuten, dass man ohne Freunde nicht glücklich sein kann, wie gerne suggeriert wird!<br />
<br />
Was bedeutet also eine gute Freundschaft?<br />
<br />
Für mich ist eine gute Freundschaft nicht an einer Zahl von Worten, oder einem bestimmten- mir vorteilhaften- Verhalten zu messen. Eine gute Freundschaft kann man im Grunde gar nicht „berechnen“, sie muss entweder da sein oder sie es nicht (ähnlich wie die Liebe). Freundschaft hat viel mit moralischen Werten zu tun, mit einem bestimmten Gewissen und einer Grundeinstellung zum Leben. Im Grunde ist die gute Freundschaft eine praktische Verlängerung des theoretischen Prinzips „Mitgefühls“. (Und, wie der Buddhist sagen würde, frei von <em>Anhaftung</em>, was wiederum bedeutet: Ohne jegliches Eigeninteresse! Wie wir sehen werden, ist gerade diese moralische Anforderung das schwierigste.)<br />
<br />
Praktisch gesehen ist es meistens ist eine anfängliche Sympathie oder eine Gemeinsamkeit, die Menschen zusammenbringt. Wenn sie gezwungen sind, zusammen zu arbeiten, oder sie ähnliche Interessen haben, wird sich zwangsläufig mehr daraus entwickeln. Wer häufig und viel mit Menschen umgeben ist, wird vielleicht weniger darauf achten, wie genau die Freundschaft beschaffen ist. Ob diese aber nun gut oder einfach zu „zahlreich“ war, merkt man erst, wenn es einem wirklich schlecht geht. So ähnlich wie die TÜV-Prüfung am Auto sind es erst die Krisensituationen und die ernsthaften Bodenwellen im persönlichen Leben, die die Freundschaft auf einen Prüfstand stellt- und ich persönlich kenne mehr Geschichten, wo auch die beste Freundschaft an eher belanglosen Dingen zerbrochen ist. In den letzten Jahren habe ich viel mit dem Thema beschäftigt und ganz unterschiedliche Sichtweisen an mich herangelassen. War ich früher ein Mensch mit vielen, oberflächlichen Freunden, so habe ich heute nur sehr wenige bis gar keine und stelle immer mehr fest, wie wichtig es ist, sich auf sich selbst verlassen zu können. Ich habe versucht, eine gewisse innere Unabhängigkeit von anderen Menschen zu entwickeln, ohne sie zu ignorieren. Aber ich denke, es ist etwas sehr wichtiges und gehört zu einem bestimmten Reifeprozess dazu. Im Laufe des Lebens wird es immer dazu kommen, dass man sich von wichtigen Menschen trennen muss oder von ihnen enttäuscht wird. Selbst wenn alles gut läuft, es kann niemand geben, den man dauerhaft an sich binden oder besitzen kann. Im Leben wird man immer- auch bei den besten und innigsten Freundschaften- ein Stückchen alleine sein. Die wirklich wichtigen Entscheidungen wird man sowieso nur alleine treffen können. Wer zuviel auf andere hört, wird beeinflussbar und manipulierbar. In einer Gruppe gelten gerne Massenmeinungen, ein bestimmter Tenor, der ein richtiges Gift sein kann, wenn man hineingezogen wird. Es ist nicht so, dass sich immer die ethisch und qualitativ beste Meinung durchsetzt, sondern oft die populärste, massentauglichste und einfachste. Egal ob das jetzt das Fernsehen ist, oder die Blogs, überall wo Menschen zusammenkommen, werden Gemeinsamkeiten gesucht und Dinge oder Menschen ausgeschlossen, die nicht dazu passen. Diese Eigenschaften des Gruppendrucks gilt es ganz deutlich zu identifizieren, es ist der beste Schutz davor, schlechte Freundschaften einzugehen.<br />
<br />
Und hier sehe ich auch die größte Gefahr, die von Massenmeinungen ausgeht: Sie sind verführerisch und drängen das individuelle Denken zurück. (Etwas, womit gerade Deutschland sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat&#8230;)<br />
Wo der einzelne aber nichts zählt und übergangen wird, ist die Gefahr auch größer, dass die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt. Das kann in einem Staat genauso passieren, wie in einem Vereinshaus oder der vier-köpfigen Clique, die sich zum Picknick trifft. In jeder Gruppe knallen früher oder später die Dickköpfe aneinander und bestimmte, stärkere Personen werden sich durchsetzen und legen fest, was die Gruppe zu denken hat. Das fängt im Kindergarten hat, wird in der Schule fortgesetzt (Außenseiterproblem, Mobbing, Gruppendruck) und bildet irgendwann (und hoffentlich) den „reifen Erwachsenen“. Hier sieht man auch die Zusammenhänge, die eine gute Erziehung auf das gesamte gesellschaftliche Gewissen und ihre Struktur hat: Wenn man die Kinder richtig erzieht und ihnen ein gutes Vorbild ist, werden sie eher bereit sein, diese Ziele auch in ihrem Erwachsenen-Leben umzusetzen. Wenn in der Schule nur so Werte wie Leistungsdruck, Ausgrenzung und Konkurrenzdenken vorherrschen, werden dadurch auch die Kinder verdorben. Ich weiß nicht, wieviel Leute ich schon damals kannte, die mit 17 oder 18 Jahren so wie ihre eigenen Eltern gesprochen haben und von heute auf morgen ihr ganzes Kind-Sein -inklusive solcher Eigenschaften wie Beeinflussbarkeit, Kreativität, Offenheit- abgelegt haben.<br />
<br />
Gruppen und Freunde sind gut, um zusammen an einem größeren Projekt zu arbeiten und sich gemeinsame Ziele zu setzen, die auf gegenseitigem Wertschätzen und ähnlichem Denken basieren. Wenn sie aber nur dazu dienen, das eigene Ego aufzuwerten  oder sich die Zeit zu vertreiben, halte ich Freundschaften dieser Art für überflüssig.<br />
<br />
Im Grunde sind die positiven Aspekte an (gewöhnlichen) Freundschaften nur schwer zu finden. Soziologen betonen immer wieder die Bedeutung der „sozialen Kontakte“, aber ich frage mich oft, wozu diese dienen sollen, wenn niemand damit umgehen kann.<br />
<br />
Menschen mit einem hohen ethischen Anspruch an sich selbst und andere werden es ungleich schwieriger haben, Freunde zu finden, die sie auf Augenhöhe begegnen können und wer sich selbst nicht verraten möchte- der kann nicht eine Stufe weiter unten ansetzen.<br />
<br />
Es sei denn, dies geschieht aus dem Gefühl des Helfens und des altruristischen Aufgehens für andere heraus- womit wir wieder bei den Religionen und der Nächstenliebe wären&#8230;<br />
<br />
(was in einem anderen Artikel fortgesetzt werden sollte!)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2008/11/gute-freundschaften/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Freunde</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2008/08/freunde/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2008/08/freunde/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 08:04:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Privates]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.julia-adriana.de/?p=123</guid>
		<description><![CDATA[Heute will meinem Blog dazu nutzen, etwas Privates zu schreiben. Es ist mein Blog und da kann ich zum Glück schreiben, was ich will. Konkreter Auslöser waren die Kommentare im letzten Artikel über die Traurigkeit. Es gibt tatsächlich ein paar Sachen, über die ich traurig bin und auch schon vor den Blogferien schreiben wollte. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute will meinem Blog dazu nutzen, etwas Privates zu schreiben. Es ist mein Blog und da kann ich zum Glück schreiben, was ich will. Konkreter Auslöser waren die Kommentare im letzten Artikel über die Traurigkeit. Es gibt tatsächlich ein paar Sachen, über die ich traurig bin und auch schon vor den Blogferien schreiben wollte. Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht zu sehr abstrahiere und den persönlichen Bezug nicht ganz ausschalte, aber letztendlich ist das eine Möglichkeit, eigene Probleme in einem anderen Licht zu sehen und Klarheit zu erlangen. Da ich zudem gerne über soziale und psychologische Themen schreibe, möchte ein Thema heraus greifen, was mich ganz besonders bewegt oder wo ich denke, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat.</p>
<p>Es ist das schöne Thema: <em>Freunde</em>.</p>
<p>Kaum ein Thema hat sich in meinem Leben derartig verändert und neu bewertet wie dieses Thema. Früher war ich z.B. ein Mensch, dem Freunde sehr wichtig waren. Als Kind und in der Schule war ich relativ beliebt und hatte einen großen Freundeskreis, dem ich sehr viel Halt und Geborgenheit abverlangen konnte. Allerdings hatte ich auch nie echte Probleme. Ich habe viele Jahre ausschließlich mit Freunden verbracht, war viel unterwegs und habe meiner Familie eher den Rücken gekehrt. Dann, vor ein paar Jahren, kam eine „ernste Krankheit“ in mein Leben, die mich völlig umgekrempelt hat. Infolgedessen wurde ich von anderen neu bewertet, habe aber auch selbst angefangen, andere Leute neu zu bewerten. Es ging immer um die Frage: Wer hält eigentlich zu dir, wer unterstützt dich… gibt es Leute, die mich außerhalb der Partygesellschaft überhaupt leiden? Wem vertraue ich wirklich Gefühle an, wer kennt mich?</p>
<p><span id="more-123"></span></p>
<p>Und mit all diesen schwierigen Fragen im Gepäck fiel es mir plötzlich schlagartig auf, dass ich keine „richtigen“ Freunde hatte, weil sie in Notzeiten nicht zu mir hielten und meine neuen Probleme überhaupt nicht verstanden. Die Familie wurde wieder wichtiger und ich zog es vor, eine feste Beziehung einzugehen.<br />
Dazu kam die Phase der Berufswahl, wo Schulfreunde sowieso auseinander zogen und die Verhältnisse sich neu ordneten. Ich verlor auf einen Schlag all meine alten Freunde. Neue kamen hinzu, aber um es kurz zu machen: So wie früher wurde es nie wieder. Ich war kritischer geworden und legte irgendwann einen anderen Wert auf Freundschaften und in aller Kritiksucht fiel mir auf, dass es die ideale Freundschaft ebenso wenig gab wie die ideale Liebe. Von großen Plauderbekanntschaften, die dann im Rücken über einen lästern halte ich also genauso wenig, wie die gespielten Freundschaften oder Zwangs-Freundschaften unter Nachbarn, Kollegen, etc.<br />
Ich schaue mir Menschen sehr genau an und bin mit anderen wie mit mir selbst kritisch. Das reduziert natürlich die Zahl der Menschen, mit denen man gut kann. Die Folge ist, dass ich meistens nur mir selbst vertraue und das finde ich eigentlich schade.</p>
<p>Ich kollidiere hier oft mit meinen Vorstellungen der buddhistischen oder christlichen Ethik, wo es ja immer heißt, wie wichtig andere Menschen sind, dass man sich kümmern soll, nicht wegschauen, etc. Diese Ethik der Zuwendung funktioniert aber nur dann sinnvoll, wenn man bereit ist, mehr zu geben als zu nehmen und an die Freundschaften keinerlei Erwartungen oder gar „Weltliches“ wie mehr Einfluss, Macht, etc. knüpft.</p>
<p>Vor ein paar Jahren habe ich zudem Menschen kennen gelernt, die mein Weltbild und meine Sichtweise über Freunde radikal verändert haben. Von meiner alten Freundesromantik aus der Schulzeit ist wegen der Probleme- nicht viel übrig geblieben. Aber es wurde auch positiv, weil ich endlich mal Leute kannte, die mich mehr als ganzheitlichen Mensch akzeptieren konnten und ich endlich mehr Tiefgang erreicht hatte.</p>
<p>Ich erkenne so langsam, dass man eine gute Freundschaft nur erhält, wenn man auch bereit ist, sehr viel zu geben und dass auf der anderen Seite jede noch so gute  Freundschaft von heute auf morgen zerbrechen kann, alleine auf Grund der hohen Mobilität, die wir haben.</p>
<p>Wirklich stabil ist nichts mehr, und am allerletzten sind es die sozialen Bindungen. Mir fällt auf, dass es anderen genauso geht und dass selbst junge Menschen schon sehr einsam sind oder andere im Beruf so eingebunden sind, dass sie überhaupt gar keine Zeit und Lust mehr auf Freunde haben. Die Familie und die Partnerschaft müssen oft für alle Belange herhalten, die einem früher die Freunde gegeben haben, obwohl bebrillte und schlau daher redende Soziologen doch immer wieder die Wichtigkeit von „Freundschaften im Industriezeitalter“ betonen. Von allen Seiten wird man mit einem Idealbild von Freundschaft bombardiert, die Werbung z.B. ist voll davon, alles junge, dynamische Menschen, die keinerlei Konkurrenz kennen und eng zusammen stehen- ich halte es für unglaubwürdig, genauso wie die Schönheitsideale.</p>
<p>Ich bin also dabei, meine eigene Meinung und Haltung gegenüber Freunden völlig zu verändern und ich komme langsam zu dem Schluss, dass der schlechteste Weg eine überzogene Erwartungshaltung und Ungeduld sind. Das bringt uns zu der Frage: Was macht eine gute Freundschaft eigentlich aus? Wie muss man sich verhalten, um gute Freunde zu haben? Was tötet eine Freundschaft? Wie schreckt man andere Menschen ab?</p>
<p>Also meine Ideen dazu:</p>
<p><strong>Was eine Freundschaft besser macht</strong></p>
<p>•	gemeinsam erlittene Problemphasen im Leben<br />
•	wenn man sich persönliche Dinge anvertraut<br />
•	je länger man den anderen schon kennt<br />
•	gemeinsame Streits und Krisen können auch dazu beitragen, insofern man sich danach wieder verträgt<br />
•	offene Streit- und Kommunikationskultur; Probleme ansprechen, sich austauschen</p>
<p><strong>Wodurch eine Freundschaft zerstört wird</strong></p>
<p>•	wenn im Rücken über einen gelästert wird<br />
•	Neid auf alle möglichen Themen<br />
•	wenn jemand plötzlich mehr Erfolg im Beruf/ Partnerschaft, etc hat<br />
•	generell: übermäßiges Vergleichen und Konkurrenzdenken!<br />
•	wenn der Freund nicht hilft, wenn man selbst Probleme hat<br />
•	wenn man selbst übermäßig kritisch ist und niemandem verzeihen kann</p>
<p>Wer einmal von jemanden anders richtig enttäuscht wurde, kennt dieses nagende Gefühl, dass sich irgendwo in einem tief drinnen festsetzt und fortan ein treuer Wegbegleiter wird. Selbst Psychologen oder andere Mittelchen können einen oft nur schwer davon abbringen, dieses nagende Gefühl wieder freizugeben und sich wirklich wieder- wie ein kleines Kind- offenherzig an andere Menschen zu wenden. Je älter Menschen werden, desto verbitterter werden sie oft, weil sie meinen, die „wahre Natur“ der Menschen zu durchschauen, eine schwarze und traurige Weltsicht macht sich in ihnen breit und das eigentliche, kindliche Urvertrauen ist verloren gegangen. Diese Gefahr ist meiner Meinung nach groß und man muss jeden Tag schauen, dass man nicht zu abgestumpft und kalt wird. Die Zeit macht ihr übriges. Ich habe letztens irgendwo gelesen, dass es normal sei, das man ca. ab dreißig das Thema Freunde völlig anders bewertet und plötzlich unabhängiger und selbstständiger handeln möchte. Wenn es so ist, dann geht das jetzt gerade bei mir los. Traurige Vorstellung….</p>
<p>Die Kunst wird sein, die Enttäuschungen zu verarbeiten, als gegeben zu akzeptieren und sich die Lust an neuen Menschen trotz allem nicht verderben zu lassen. Auch hier kann wieder ein starker Glaube helfen, die eigene Lethargie und Depression zu durchbrechen. Und wenn es einfach nur der Glaube an gute Freundschaften ist, so wie eben in der Schulzeit!</p>
<p>Den dicken Schutzmantel den man sich fortan angelegt hat, ist die Reaktion auf frühere Verluste. Er hat auch sein Gutes, schützt und hält warm. Neue Verletzungen können nicht durch ihn hindurch. Wenn man ihn aber gar nicht mehr öffnet, wird er zu einem Gefängnis, zu einem warmen Wintermantel, den man selbst im Sommer noch trägt und gerade bei warmen, fröhlichen Temperaturen darunter leiden muss.</p>
<p>Es ist also immer eure Entscheidung, etwas ganz persönliches. Hake ich die Enttäuschung ab, bewahre meinen Lebensmut und schaue ich endlich nach vorne? Oder brauche ich noch ein wenig Zeit, muss ich meine Wunden lecken und in meinem Schneckenhaus verharren?</p>
<p>Niemand drängt, man hat alle Zeit der Welt.</p>
<p>Mein Tipp zum Schluss: Rechnet nicht zuviel mit anderen auf, gebt anderen Menschen auch eine Chance! Jeder Mensch hat schon Verluste und Enttäuschungen erlebt, alle machen das gleiche durch. Die eigene, jammernde, egoistische Weltsicht hat keine Klarheit, ist subjektiv und emotional verzerrt.</p>
<p>Richtig glücklich kann der Mensch nur werden, wenn er anderen vertrauen kann und bereit ist, diese eigene Welt auch mit anderen zu teilen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2008/08/freunde/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>13</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

