Wahlkampf

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[eine grün weiß gestrichene Sporthalle in der viert-größten Stadt der Welt; Lichter von allen Seiten, Menschenmassen; eine Frau tritt an das Rednerpult; Stille]

Nun denn, meine Damen und Herren, ich danke ihnen recht herzlich für die 5000 Briefe, die sie mir pro Tag schicken, in denen ich sovieles gefragt werde, die ich mir einfach zu Herzen nehmen muss, wenn ich über die bestehende Wahl als Blog-Vorsitzende des größten Blogs der Welt- dem J.A. Blog- gewählt werden soll. Als ich so eben eine interessante Fernsehsendung im Schwarzweiß-Fernsehen über vergangene und gegenwärtige Präsidentenwahlkämpfe in den USA gesehen habe, wurde es mir augenblicklich klar, was die wahren Belange unserer Textkultur sind, was die Essenz der Ziele ist, für die ich einstehen möchte, solange ich diese schöne Gelegenheit geboten bekomme, für diese wunderbare Nation und die wunderbare Leserschaft meine Texte zu schreiben. In dieser schönen Zukunft unseres jungen Blog-Landes soll es nicht nur um Belanglosigkeiten, um Plausch und oberflächliche Dinge gehen- nein es sind vielmehr die tiefen, fundamentalen Erkenntnisse der Schriftsteller-Gehirne, die eine Plattform bedürfen- eine Plattform, wo diese Gedanken der aufstrebenden Jungautoren endlich gehört werden, wo sich die freie Seele der freien Autoren in einem zum Himmel strebenden Komet vereint und endlich alle Gedanken unter einen Hut bringen soll! Ja! Das ist es ! Es ist die Freiheit der Gedanken, die wir solange vermisst haben, die endlich über diese kleine unbedeutende Internetleitung über die großen Ozeane hinweg direkt in unsere Herzen fließen soll, die die Ängste und Sorgen vorbeiziehen lassen, dem Zweifel überhaupt keinen Raum mehr bieten sollen! Es ist unsere Zukunft und wir selbst- alle Leute, die schreiben und denken können, ja alle die sind dazu aufgerufen von ihrem Recht auf Meinung Gebrauch zu machen und dieses Blogland nach oben, an die Spitze des Erfolgs zu bringen.

[kleine Pause und tosender Applaus]

Wissen sie meine Damen und Herren, ich habe zwei wunderbare Kinder, denen ich mein ganzes Glück verdanke und einen wunderbaren Mann, der immer für mich kocht und sich so phanastisch verhält, wie man es sich als Blog-Autorin nur überhaupt vorstellen kann. Jeden Morgen werde ich mit einem Kuss und einem Frühstück geweckt, ich freue mich so darüber, dass jeder Tag einfach nur sehr sehr gut beginnen kann. Ich habe immer gesagt, es ist die Familie, die zählt, die sozialen Werte, die zwischenmenschliche Belange und ja- natürlich auch das ganze psychologische Drumsherumsdinges, was auch einfach dazu gehört und unsere Nation einfach so einzigartig macht! [noch mehr tosender Applaus und Fähnchen mit J.A. for president werden gewunken]

[zwei Stunden weiteres, tiefschürfendes Gelaber]

Ich komme nun zum Ende – meine Damen und Herren, vielen Dank dass sie so zahlreich anwesend gewesen sind, ich freue mich so darüber- God bless the blogs! And bitte wählt mich, nicht vergessen, okay ???

[breites Grinsen und Winken zum Schluss… tosender Applaus]

Ramstein

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Eine seltsame Mischung aus Traurigkeit und Angst hat sich in meinem Körper breit gemacht, nachdem ich eben die 45-minütige Reportage über das Flugtagunglück von Ramstein gesehen habe. All die Gefühle von früher kommen wieder hoch. Die Autos, die Kleidung von früher. Ich war damals 10 Jahre alt und die Erinnerungen sind bruchstückhaft.

Ich erinnere mich daran, dass ich selbst auch dort gewesen bin und wie die Stimmung auf dem Flugplatz plötzlich umgeschlagen war. Wie ich es als Kind komisch fand, dass plötzlich eine schwarze Rauchwolke hinter dem einen Gebäude an den Himmel stieg, gerade als wir überlegt hatten, uns noch einen Hotdog zu bestellen. Irgendwas war passiert, soviel war klar. Mein Vater meinte noch so was in der Art, was denn jetzt los sei und an seiner Reaktion merkte ich, dass es etwas sehr Schlimmes gewesen sein müsste.

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Das Gebet

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Einleitung

Heute geht es um die Frage: Wozu betet der Mensch?

In so einem kurzen Artikel kann ich das nicht umfassend beantworten, vielmehr ist er als Einsteig in eine komplexere Thematik- der Religion an sich- gedacht.

Ich stelle mir die Frage nach dem richtigen Gebet schon länger und kann keine wirklichen befriedigenden Antworten finden, auch das Internet konnte mir bis jetzt nur wenig helfen.

Spontan würde ich sagen, man betet nur dann, wenn man überhaupt davon überzeugt ist, dass es einen Sinn hat. Wenn man an einen Gott glaubt oder der Meinung ist, dass es einem selbst helfen kann. Die psychologische Wirkung eines Gebets im Sinne eines unablässig zu wiederholenden Mantras ist etwas anders als die magisch verklärte Bindungsweise an einen Gott, finde ich.

Wenn Gott nicht personalisiert werden darf (Du sollst Dir kein Bild von Gott machen…), was ist er dann? Ist er eine kosmische Energie, eine Gesamtheit, an die ich glaube? Was hat Bedeutung und worauf kann ich mich als Christin dann beziehen?

Ich befinde mich ein wenig in einem Spannungsfeld zwischen meinen buddhistisch-weltlichen Gedanken und der Frage nach dem Sinn des christlichen Gebets, weil es in den letzten Wochen wieder vermehrt in mein Leben getreten ist.

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Die Welt

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Die Welt ist Reichtum. Spuckt mir ihre Waren unablässig ins Gesicht.

Die Welt ist Musik und zerreißt mir meine Ohren.

Die Welt ist Kampf und stachelt mich an.

Die Welt ist Veränderung und macht mich traurig.

Zieht meine Seele in andere Orte, ich schrei- doch es hört nicht auf.

Die Welt ist Angst, Angst die lähmt.

Die Welt ist schweißtreibende und nie enden- wollende Arbeit.

Die Welt ist Dreck und Staub.

Die Welt ist Tod und Neuanfang.

*———————–*

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Freunde

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Heute will meinem Blog dazu nutzen, etwas Privates zu schreiben. Es ist mein Blog und da kann ich zum Glück schreiben, was ich will. Konkreter Auslöser waren die Kommentare im letzten Artikel über die Traurigkeit. Es gibt tatsächlich ein paar Sachen, über die ich traurig bin und auch schon vor den Blogferien schreiben wollte. Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht zu sehr abstrahiere und den persönlichen Bezug nicht ganz ausschalte, aber letztendlich ist das eine Möglichkeit, eigene Probleme in einem anderen Licht zu sehen und Klarheit zu erlangen. Da ich zudem gerne über soziale und psychologische Themen schreibe, möchte ein Thema heraus greifen, was mich ganz besonders bewegt oder wo ich denke, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat.

Es ist das schöne Thema: Freunde.

Kaum ein Thema hat sich in meinem Leben derartig verändert und neu bewertet wie dieses Thema. Früher war ich z.B. ein Mensch, dem Freunde sehr wichtig waren. Als Kind und in der Schule war ich relativ beliebt und hatte einen großen Freundeskreis, dem ich sehr viel Halt und Geborgenheit abverlangen konnte. Allerdings hatte ich auch nie echte Probleme. Ich habe viele Jahre ausschließlich mit Freunden verbracht, war viel unterwegs und habe meiner Familie eher den Rücken gekehrt. Dann, vor ein paar Jahren, kam eine „ernste Krankheit“ in mein Leben, die mich völlig umgekrempelt hat. Infolgedessen wurde ich von anderen neu bewertet, habe aber auch selbst angefangen, andere Leute neu zu bewerten. Es ging immer um die Frage: Wer hält eigentlich zu dir, wer unterstützt dich… gibt es Leute, die mich außerhalb der Partygesellschaft überhaupt leiden? Wem vertraue ich wirklich Gefühle an, wer kennt mich?

„Freunde“ weiterlesen

Erfolgreich erfolglos bloggen

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So ein erfolgloses Blog wie meins hat auch Vorteile! Man muss sich nicht entschuldigen, wenn mal was daneben geht. Niemandem Rechenschaft über Termine oder Artikel ablegen. Man kann schreiben, was man will, niemand sitzt einem im Nacken und überprüft die Gedanken. Man kann sich emotional austoben und neben den sachlichen Artikeln auch künstlerische Schnipsel einstreuen. Man ist nicht dem Zwang unterworfen, damit Geld zu verdienen, es steht im luftleeren Raum und freut sich einfach über sein Dasein. Ich brauche keine Steuererklärung, keine Umsatzsteuer- ID, kein Presserecht.
Manchmal beneide ich mein Blog darum, dass es so unberührt neben allen anderen Dingen steht. Ich kämpfe nicht damit, ich will niemanden übertrumpfen, okay manchmal kommt das Kleinkind durch und ich will ein bisschen spielen, das war´s dann aber auch schon mit der „Motivation“.

Ich kann auch gut im Bett sein, wenn ich nicht an der Spitze der deutschen Blogcharts stehe. Ich kann morgens in den Spiegel schauen, auch ohne mehr Werbeeinnahmen als mein Konkurrent zu haben. Ich brauche keine Angst vor negativer Presse oder Abmahnungen zu fürchten von Menschen, denen ich auf den Schlips getreten habe.

Äh, ich habe nicht das ungute Gefühl die Weltmeinung irgendwie beeinflusst zu haben, weil ich ja keine Besucher habe. Ich hechle keinen Erfolgsgedanken hinterher. Ich muss meine Meinung nicht verteidigen, schlafe besser und ruhiger als andere. Ab und zu mal ein bisschen mit den KommentatorInnen plauschen- was gibt es schöneres?

Warum habe ich ein Blog? Wenn es doch augenscheinlich keinem anderen Zweck dient, als den eigentlichen Zweck ins Nichts aufzulösen?

Wenn ich so schreibe, dass man nur jedes dritte Wort versteht- hm, da bleibt aber nicht viel übrig!

Versucht mal, ein künstlerisches, abstrakt gemaltes Bild zu verstehen- es geht nicht eindeutig! Jeder Mensch sieht was anderes darin, es wird zum Spiegel für die eigene Persönlichkeit. Bloggen bedeutet also: Sich selbst spiegeln. Allein der Versuch, etwas zu schreiben, kann nichts anderes werden als der Ausdruck des eigenen Charakters und der Persönlichkeit- und wenn es nur Gekritzel ist und letztendlich doch nichts aussagt.

Sinnlosigkeit beginnt und endet damit, etwas Sinnvolles machen zu wollen.

Zurück aus dem Urlaub

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Zurück aus dem Urlaub- doch die Seele, die bleibt leer.
Zurück im Garten, doch das Herz wiegt noch zu schwer.

Weiß nicht, was ich schreiben soll
das was kommt, klingt nicht so toll.

möchte etwas großes schreiben
andere sollen sich die Augen reiben!

über meine gewaltige Schaffenskraft
die ermöglicht mir mein Lebenssaft!

doch der Saft, der war schon bald getrunken
meine Texte – schnell versunken.

Bin ich endlich ein Niemand mehr
ein Niemand, der wiegt nicht schwer.

bedeutet nichts – regt auch nicht zum denken an
jemand, den man schnell vergessen kann.

Das Blog, eine Sammlung hohler Phrasen
Gefressenes Gras für viele Hasen.

Die mich jagen und dann glotzen
„du musst nicht kleckern, sondern klotzen!“

sagen sie und grinsen frech
meine Muse, die ist wech.

Ach wie schön war die goldene Zeit
als ich lachen konnte noch so breit.

mich im Antlitz der Sonne freute
und- wo steh ich heute?

Über mein Buch spinnen sich die Fäden
heruntergezogen alle Läden

Hier und da da wächst das Gras
hier und da- da gab es Spaß

meine Traurigkeit die Tränen drückt
wo ich einst, doch so verzückt.

Jetzt- am Ende bleibt nichts mehr.
Schließt sich ein- im weiten Meer.

Sommer ABC

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Ich hoffe nun nicht, dass man eine persönlich gefärbte Meinung über Jahreszeiten und Temperaturen aus der rein objektiven Aufzählung herauslesen könnte. 😉

  • Anstrengend
  • Basteln im Schatten
  • Cuba Libre
  • Darmprobleme
  • Endlich Regen
  • Fenster runterkurbeln
  • Grad im Schatten (35)
  • Hitze
  • Innendienst
  • Jammern
  • Kalte Getränke
  • Liegenbleiben
  • Mittagspause
  • Nichts tun
  • Ohren volllabern
  • Pause
  • Quarksahnestreußelkuchen reinschaufeln
  • Rauchen
  • Stöhnen
  • Trantüte
  • Uebelkeit
  • Ventilator
  • Wasser zur Abkühlung
  • X-Beine
  • Yoghurt
  • Zu warm

Was ich noch dringend brauche: Einen schwitzenden Smiley fürs Blog! :grin:

Arbeitsalltags-ABC

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Die Idee für dieses interessante Stöckchen kommt von Claudia.

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und der Hitze ist es mir recht schwer gefallen. Vielleicht sollte ich morgen noch eins machen.

  • Arbeitskleidung
  • Blumen
  • Computer
  • Dreck
  • Essen
  • Familie
  • Garten
  • Hammer
  • Internet
  • Jodsalz
  • Kaffee
  • Logik
  • Meißel
  • Nasszelle
  • Ohrstöpsel
  • Pizza
  • Qualität
  • Ruß
  • Schubkarre
  • T-Träger
  • Unterkonstruktion
  • Vegetarisch
  • Wein
  • X-Border-Marketing
  • Youtube
  • Zahnzwischenraum

Das war heute kein gewöhnlicher Tag, sondern eine Mischung aus privater Baustellenarbeit und Urlaub.

Blogferien

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Zeit für die großen „Blogferien“. Ich bin die nächsten drei Wochen beschäftigt, bekomme zwei Wochen lang Besuch und werde mich mehr um praktische Angelegenheiten kümmern müssen.

Im Haus muss es weiter gehen, Urlaub hin oder her- viele Dinge auf der Baustelle sind noch liegen geblieben. Vor dem nächsten Winter hat vor allem die Isolierung und Abdichtung der Wände Vorrang. Im Außenbereich ist eine Menge zu streichen und wie der Garten momentan aussieht, schreibe ich lieber nicht. Unkraut kann so dermaßen schnell wachsen.

Natürlich musste mir gerade jetzt wieder eine Erkältung und eine Bronchitis derart quer schießen, dass ich meine Lebensführung grundsätzlich in Frage stellen müsste, hätte ich nur ein wenig mehr Zeit dafür. Also neben all den Dingen werde ich auch noch mal zum Arzt rennen müssen.

Nach der „Pause“ geht es dann höchstwahrscheinlich sinngemäß im Blog weiter. Die Identitäts- und Charakterthemen wurden gerade interessant, auch zum Thema Freunde müsste ich mal ein paar neue Gedanken entwickeln. Schließlich ist das ein großer sozialer Bereich, auf dem ich immer noch das Gefühl habe, irgendwie unterentwickelt zu sein. Ein großer Aspekt ist auf jeden Fall die Lebensweise und dass einfach wenig Zeit für Freunde bleibt, wenn man den Schwerpunkt auf Familienthemen liegen hat. Beides zusammen geht nur gut zusammen, wenn man Zeit und Ressourcen im Überfluss verwalten kann.

Vielleicht ergibt es sich auch, dass ich meine Foto-Phobie abbaue und neue Bilder einsammeln könnte. Wäre eine schöne Urlaubsbeschäftigung für nebenbei, genauso wie Wandern oder Bücher lesen.

Also, ich wünsche allen Lesern und Leserinnen schöne Ferien, vergnügliche Stunden zu zweit, alleine, am Pool, im Garten oder ganz weit weg.