Tagesausflug am Tag der Mühlen

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An diesem sonnigen Pfingstmontag waren mein Schatz und ich in Großkarlbach in der schönen Pfalz. Dieser Ort ist nach diesem Artikel zu urteilen, einer der ältesten in der Pfalz.

Man merkt es ihm an, überall gibt es historische Anwesen zu bewundern, eine malerische Gasse, enge Straßen, man fühlt sich ins Mittelalter zurückversetzt.
Anlass unseres Besuchs war das Mühlenmuseum, was traditionell am Tag der Mühlen geöffnet hat und die einzige ihrer Art in der ganzen Pfalz ist.

Wir waren vor ca. 1 Jahr schon mal in diesem Ort und zwar sind wir auf dem Eckbach-Mühlenwanderweg dort vorbeigekommen. Die von außen schön restaurierte Mühle stach uns damals ins Auge und heute hatten wir endlich Gelegenheit, sie auch von innen und mit freundlicher Führung und Erklärung zu besichtigen! Sie ist einen Besuch wert, überall rappelt und klappert es, die ehemalige Wassermühle funktioniert noch, wenn genügend Wasser den Eckbach herunterfließt. Zur Not greifen Elektromotoren ein und übernehmen den Dienst. Drinnen ist viel aus Holz und historische Werkzeuge und Maschinen kann man bewundern. Draußen gab es Speis und Trank, für alle wurde gesorgt. So ein Tag lässt mich immer wieder daran erinnern, wie schön es hier eigentlich ist und dass es gerade die Feste und Veranstaltungen sind, die das Leben lebenswert machen. Man kommt ein wenig raus, sieht was anders, kann sich neu orientieren.

Gestärkt mit einem trockenen Riesling, zwei Saumagenbrötchen und einer kalten Cola ging es dann weiter zum anderen Ende der Straße, wo man eine ehemalige Ölmühle von innen bewundern konnte. Leider ist sie damals abgebrannt und von der Mechanik ist nicht viel übrig geblieben, dafür war eine eindrucksvolle Kunstaustellung und ein kleiner Flohmarkt im Innenhof das Sehenswerte. Ausschlaggebend für allerlei kulturelle Veranstaltungen ist der Siebenmühlen Kunstverein .

Schön, ich habe noch zwei Bücher gekauft, eins über Marketing und ein original verschweißtes „Immensee“ von Theodor Storm, sensationell günstig. (nicht genau diese Ausgabe, aber mit diesem Inhalt)

Mit diesen reichhaltigen Eindrücken beladen ging es dann wieder nach Hause, denn so ein schöner Tag geht leider auch mal zu Ende.

Zum Schluß bleibt noch ein dickes Lob an die Veranstalter! 🙂

Erfolg- alles strebt nach Erfolg.

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Es gibt kaum einen Bereich, der nicht vom Erfolgsdenken durchtränkt ist, ein „Nebenprodukt“ unserer Leistungsgesellschaft. Am schlimmsten finde ich dieses Denken, wenn man über seine sozialen Kontakte nachdenkt, wie diese eigentlich beschaffen sind, was die Ursache, der Wert und die Funktion der Freunde ist, die man hat- oder eben nicht hat.

Wenn ich „Freunde sammle“ und bestimmte Spielregeln einhalte, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich in die warme Mitte der Gesellschaft aufsteige, dass es viele Menschen gibt, die sich um mich kümmern, dass ich geliebt und gemocht werde. Da, in der Nähe des Lagerfeuers, wo es warm und bequem ist, da möchten alle hin. Diejenigen, die nicht kämpfen können (oder wollen), werden früher oder später nach außen gedrängt und müssen sich mit kälteren Positionen abfinden. Wir sprechen dann von einer „sozialen Unterschicht“ und anderen Ausgrenzungsproblemen, die tlw. auffällig sind, dann aber auch wieder von der Masse verdrängt wird, weil es bequemer ist. Jeder kann sich ja so einrichten, wie er mag. Also besteht auch kein Verantwortungsgefühl dem anderen gegenüber, das „selbst gewählte Schicksal“ ist hier die Ausrede oder der Vorwurf.

Bei meiner Analyse der sozialen Kontakte (was ich seit Anfang des Jahres intensiver mache) und der Art und Weise wie andere miteinander umgehen, fällt mir das immer wieder auf.

Es ist aber nicht einfach zu verallgemeinern und die Gefahr der Ungenauigkeit wird schnell groß, da es menschliche und „natürliche“ Vorgänge sind, die man nur schwer mit abstrakten Konzepten erfassen kann. Die sozialen Kontakte sind das Wichtigste, was der Mensch haben kann, somit ist es auch der empfindlichste Punkt. So wie ich einem Buch gelesen habe, besteht eine genetische Neigung der Frauen dazu, sich mehr um soziale Netzwerke zu kümmern und ihnen einen höheren Stellenwert beizuräumen, als bei den Männern (für die die Arbeit und der Erfolg wichtiger sind). Die Frauen machen das, weil sie es schon immer so gemacht haben, weil sie diejenigen waren, die zu Hause waren und durch die Pflege ihrer Beziehungen ihre Sicherheit gewährleisten konnten. Andere Menschen ermöglichten wichtigen Informationsaustausch, heutzutage kann man es einfach und bequem auf das Internet reduzieren, gegoogelt ist schnell. Durch praktische und vor allem seelische Zusammenarbeit konnten sich Probleme reduzieren und besser bewältigen. Dieses Gefühl, ein Außenseiter zu sein hat(te) man in der normal funktionierenden Gesellschaft nicht und somit entstanden auch keine Frustrationen und Stagnationen. Auf der anderen Seite war früher die soziale Kontrolle größer und die Menschen mussten die Konventionen mehr einhalten und waren zwar sicher, aber auch unfreier.

Die industrielle Revolution und andere Strömungen haben viel geändert, beinahe schon umgewälzt.

Jeder führt heutzutage sein mechanisches Leben, ist eingebunden in Wirtschafts- und Gesellschaftskreisläufe, wo ist da die wichtige, freie Zeit, die man dem anderen schenken kann?

Wer sozial erfolgreich sein will, muss „Powern“, sich ranhalten, den anderen hinterherlaufen, sich anstrengen, man bekommt nichts geschenkt, schon gar nicht Zuneigung und Mitgefühl.

Man kann umziehen, durch die ganze Welt reisen, das verschlechtert die Sesshaftigkeit und die Nachhaltigkeit von Bindungen. Risse entstehen unweigerlich, die man nicht kitten kann.

Es ist wie eine Qual, ein sich ständig „aufraffen müssen“, ständig den eigenen Schatten des Egoismus beiseite schieben und auf den anderen zu zugehen. Viele sind resigniert und wagen keinen einzigen Schritt. Soziale Kontakte zu knüpfen erfordert Mut und es ist anstrengend. Man muss andere verstehen, sich mit ihnen beschäftigen- freiwillig und ohne Lohn. Es ist einfacher, sich nur um die Familie oder den Job zu kümmern und den anderen ihr Leben zu lassen. Single-Haushalte sind am Zunehmen, jeder für sich, ist die Devise – und praktisch ist es obendrein, leider nicht sehr gesund.

Je mehr ich versuche, meine eigenen Probleme zu erkennen und zu lösen, desto mehr sehe ich, dass es anderen auch so geht, dass es ein globales, übergreifendes Problem ist und das macht frei, von der Angst zu versagen. So ergeben sich neue Perspektiven, neue Ansätze, weiter zu kommen. Wenn ihr an dem Punkt hängt, wo ihr das Leiden der anderen nicht seht, empfehle ich euch an der Stelle mal in bestimmten Foren nachzuschauen, wo es um solche Probleme geht und sich Menschen in anonymer Weise öffnen können. Die Foren sind voll mit diesen Problemen, beinahe schon „normal“. Und es ist ja auch normal, es ist menschlich!

Die eigene Herzlichkeit und Offenheit zu entdecken und den Tunnel zu durchqueren, ist schwierig. Man muss den Ausgang oft suchen, oft geht er wieder verloren und alles bleibt dunkel.

Ich finde es sinnvoll, in diesen Phasen der Traurigkeit und Enttäuschung auch einen Sinn zu sehen. Nur wer seinen Schmerz fühlt, ist noch ein Mensch geblieben. Die Sinne rebellieren, alles deutet daraufhin, dass man erkennt und spürt, dass das Leben so nicht in Ordnung ist und man keine weitere Augenwischerei betreiben kann.

In diesem Moment ist man auf der einen Seite stumpf, fühlt aber auch eine kleines Motivationpflänzlein, fühlt sich verantwortlich für die anderen, spürt ihre Traurigkeit, vergisst das kleinliche und unwichtige Selbst dabei, rückt alles ins richtige Licht.

Wer dieses Leiden erstmal erkennt, kann auch Mittel entwerfen, es zu besiegen.

Bunt und geteilt

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Zigarettenschachteln sind ein Sinnbild für unsere Gesellschaft. Schön bunt liegen sie vor uns, von erfahrenen Designern und Marketingstrategen durchdacht, eckig, praktisch -gut für die Hosentasche. Ein paar flotte Sprüche, bunte Bildchen, abhängig machende Stoffe, die Zutaten für ein Erfolgsprodukt. Grotesk eigentlich, dass mit so einer augenscheinlichen Droge Geld gemacht wird, nicht viel anders beim Alkohol.

Dick und böse anprangernd erinnert ein warnendes, Todesfurcht verbreitendes Schild den unerfahrenen und verdrängenden Benutzer des Industrielollis daran, dass es tödlich und gefährlich ist und der „Genuss“ der Zigarette zum baldigen Tod führen kann- nein muss.

Lakonisch und beinahe nebenbei- man kennt es ja- das Steueremblem. Dieses weist artig darauf hin, dass die meiste Kohle sowieso der Staat bekommt (wie immer) und dass die Dinger verdammt teuer sind.

Wie soll da noch Freude aufkommen?

Der erfahrene Dichter interpretiert nun folgendermaßen:
Die Menge der gezeigten Bilder und sinnlichen Genüsse steht in harter Konkurrenz zu der gestalterischen Tragweite der eigenen Negativ-Werbung. So ein Produkt ist zum Sterben verurteilt, wurde durch die Mühle der Weltverbesserer, der Oberschicht und der Politiker getrieben, um einen seelischen und langsamen, „vernünftigen“ Tod zu sterben.

Die Raucher: Freiwild, auf die man modern, unauffällig und geistig schießt, sie durch Separierung mit Raucherzimmern und ähnlichem Unfug von der „gesunden Gesellschaft“ trennt.
Die Raucher sind sowieso meist Handwerker, Bauern oder Arbeiter, die die marmornen Toilettenschüsseln in den Villen der Reichen installieren, sich dabei zu Tode schuften und für die körperliche und seelische Ertüchtigung, mehr zur Eigentherapie, ab und zu an dem Glimmstängel lutschen.

Herje- was für eine bunte, geteilte Welt!

Sonne satt

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Nachdem es ja jetzt in Mode gekommen ist, nichts zu bloggen, habe ich mir gedacht, ich schwimme mal gegen den Trend und mache etwas, was ich noch nie gemacht habe: Bloggen. 🙂

Ah, und mit der neuen WordPress-Software (2.5.1) macht das gleich viel mehr Spaß, flutscht irgendwie alles besser. Das schöne Wetter trägt sein Übriges dazu bei, dass meine Laune wieder nach oben steigt und ich mit neuen Ideen und einem stylischen Makeup, euch komplett Altes präsentiere! Hehe. 🙂

Ne, im Ernst, ein paar Änderungen wird es geben, vor allem technischer Natur. Inhaltlich will ich eigentlich das gleiche Schema, meinen geliebt-berüchtigten Stil weiterführen.

„Sonne satt“ weiterlesen

Galerie-Test

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Ein Test für die neue Galerie-Funktion. (NextGen)

Ein Test für die neue Galerie-Funktion. (NextGen)
Ein Test für die neue Galerie-Funktion. (NextGen)
Ein Test für die neue Galerie-Funktion. (NextGen)
Ein Test für die neue Galerie-Funktion. (NextGen)
Ein Test für die neue Galerie-Funktion. (NextGen)
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