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In meinem kleinen Weblog schreibe ich über Psychologie, Philosophie, Kunst und Politik.
Interessierte LeserInnen und freundliche Kommentare sind immer willkommen. Viel Spaß beim Lesen!
Posted by J.A. on März 11, 2015

Frühlingssonne

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Der Frühling ist dieses Jahr etwas früher da als sonst. Gestern wurde eine Wetterkarte gezeigt, in der man die Temperaturen an diesem Tag mit denen aus 2013 verglich. Da stand dann überall 0, -1, 2, -2, usw. wohingegen heute überall schon 8, 10, oder sogar 12 Grad plus am Tag steht. Auf einer 16-Tages Vorhersage im Internet stand für Ende März sogar schon 20 Grad, das wäre fast ein Sommertag.

Auch jetzt scheint wieder die Sonne. Allerdings sind die Pflanzen noch nicht so weit. Sie haben anscheinend einen Timer eingebaut. Nur, wenn das Wetter über eine bestimmte Zeit lang warm ist, trauen sie ihre Säfte zu mobilisieren und die Blüten aus den Zweigen zu schieben. Im Zeitraffer sieht das immer toll aus. Aber wer weiß, wo noch andere Sensoren stecken? Vielleicht messen sie auch die Bodentemperatur.. oder sogar die Luftfeuchtigkeit, vielleicht den Luftdruck? Auf jeden Fall weiß die Pflanze, wann es soweit ist. Am wahrscheinlichsten liegt es am Licht. Auch das Gras welkt noch vor sich her (wahrscheinlich fehlt der Regen), sehr rege sind hingegen schon die Krokusse und die Schneeglöckchen (meistens die ersten) schon wieder fast verwelkt.

Die Luft kommt mir etwas trocken und staubig vor und bei den ersten Spaziergängen in der Frühjahrssonne hatte ich den Eindruck, dass sogar die Allergien schon losgehen. Hasel und Erlen-Pollen sollen ja schon unterwegs sein.

Der eigene Körper wird dieses Jahr etwas mehr angetrieben, passend zur Fasten-Jahreszeit der Energieeinsatz reduziert (das ist allerdings schwierig, bei dem Überfluss an Nahrung in Supermärkten und allen anderen Ecken und Enden) und versucht, wieder mehr Sport zu machen und die Kondition zu verbessern. Eines Tages sind wir im Wald spazieren gewesen, da haben ein Junge und sein älterer Bruder Fußball gespielt, aber sie sind nebenbei noch den Berg hochgelaufen.. wir hatten versucht sie zu überholen, was gar nicht so einfach war, weil sie auch schnell waren. Am Ende hab ich den Sauerstoff tief in die Bronchien gesogen, sie fingen an zu brennen und die Lunge (und ich) war(en) erstaunt, dass da am Ende auch noch Lungenbläschen sind, die man einsetzen kann! Das Herz schlug wie verrückt und kam endlich mal aus dem „Energiesparmodus“ raus. Die Laune wurde immer besser, am Ende des Tages hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht… ;-) Sonne und Sport sind die besten Mittel gegen geistige Trägheit, aber auch gegen Depressionen oder Stimmungstiefs.
Warum nur ist es dann so schwer, sich überhaupt aufzuraffen, wenn der Körper uns mit solch tollen Endorphinen für die Anstrengung belohnt? Der Körper ist wie eine träge Masse und will erstmal im gewohnten Zustand verharren. Das kennt er, das kostet keine Energie. Vor allem auch keine mentale Energie! Von der Evolution sind wir anscheinend so ausgestattet, dass wir Energieverbrauch vermeiden müssen. Nahrungsmittel, aber auch Wasser und Salz (für den Elektrolythaushalt) waren ja nicht immer im Überfluss vorhanden, so erkläre ich mir das. Also ist es prinzipiell immer leichter, Energiespeicher in Form von Fett aufzubauen, als sie über Muskelarbeit abzubauen. Es muss zwangsläufig nur in die eine Richtung gehen, so wie bei der Zahnpasta ist der Weg raus viel leichter. Beim Menschen ist der Weg rein viel leichter… Außerdem gibt es Unterschiede im Grundumsatz, was sich wiederum bei den Unterschieden im Alter oder im Geschlecht zeigt: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=28994

Wahrscheinlich hat sich im Laufe der Jahrhunderte daher ein Mensch herausgebildet, der belohnt wurde, wenn er keine Energie verbrauchte. Wir sind ja sehr ausdauernde Läufer und Jogger, bedingt durch die Jagd in der Steinzeit hat sich hier eine besonders hohe Ausdauer beim Menschen entwickelt, ein federndes System (schaut man sich z.B. den Aufbau der Beine und der Füße an), dass eine hohe Energierückgewinnung ermöglicht und den Menschen vor allen anderen „Tieren“ die höhere Ausdauer vor seinen Beutetieren verleiht. (.. mehr dazu)

Nur, warum sitzen wir dann lieber vorm Computer und belustigen uns an zusammengesetzten Zeichen, die wir dazu mit dem linken oder rechten Zeigefinger noch hin und herbewegen (scrollen) können? Weil das Gehirn sich in den Vordergrund drängt. Uns mit Dopamin und anderen Botenstoffen für neue Erfahrungen belohnt. Anstatt, dass wir rausgehen und uns mit den Nachbarn unterhalten und auf dem Dorfplatz gucken, „was es Neues“ gibt, haben wir die Neuigkeiten direkt hier drinnen, auf unserem Bildschirm. Wie ein Fenster zur Welt, sehr bequem, sehr sicher, alles schön aufbereitet und immer nur ein paar Millisekunden von der letzten Neuigkeit entfernt. Und was macht der Mensch, der von der Evolution zum Energiesparen angeleitet bzw. programmiert wurde? Er nimmt diese Neuigkeiten wie ein Schwamm auf, bildet immer weitere Gehirnzellen, und Verbindungen („er wird reifer, bzw. weiser“) und lehnt sich entspannt zurück, vergisst ganz, dass er noch in einem Gerüst aus Haut und Knochen lebt und dieses Gerüst auch hin und wieder gepflegt und trainiert werden muss. Wer das auf längere Zeit nicht macht, riskiert die sog. Zivilisationskrankheiten, Übergewicht, Diabetes, Herzschwäche, Rückenprobleme… Verrückt, obwohl der Körper uns vorgibt, dass es gut sei, möglichst viele Nährstoffe aufzunehmen und uns möglichst nicht zu bewegen, wissen wir mittlerweile mit dem Kopf, dass das Ungleichgewicht auch nicht gut für uns ist. Wir haben also einen Konflikt zwischen dem unbewussten Gefühl und dem reinen theoretischen Wissen, das in die Praxis umgesetzt werden muss.

Unsere Gesellschaft bietet einen schwierigen Ansatz zur Lösung, denn sie ist kopflastig! Sie belohnt die hohe Schulbildung, aber auch das theoretische Wissen an sich! Wer am meisten weiß, verdient am meisten und hat den meisten Respekt. Handwerker haben einen eher schlechten Ruf, körperliche Arbeit gilt als schmutzig und nicht so wertvoll. Körperlichkeit ist eher sekundär (es sei denn, sie wird zur Schönheit umgedeutet) und ganz am Ende der Skala der beliebten Werte stehen die Gefühle („die Gefühlsduselei“) oder ein eher unbewusstes, intuitives Aufnehmen von Reizen und Sachverhalten. Dabei sind die Intuition und die Erfahrung das, was uns im Leben am besten hilft, auch wenn wir den Computer und das Smartphone mal nicht zur Hand haben.

Es gehört irgendwie alles zum Großen und Ganzen, muss berücksichtigt und in unseren Alltag integriert werden, wenn wir gesund bleiben wollen.

Posted by J.A. on Februar 12, 2015

In Zeiten des Jeck

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Liebes Tagebuch,

der heutige Tag hatte keine klare Tendenz. So wie das Wetter scheinen mir auch die Menschen und meine eigenen, inneren Einstellungen. Tagsüber gibt es klaren Himmel, helle Sonne und die eine Seite in mir zieht es nach draußen, ruft „Aktivität“ ! Und am abend bin ich erschrocken, wie kalt es noch ist. Die Kälte kriecht durch die Ritzen und der Winter meldet sich lautstark zurück, dass man ihn nicht vergessen möge.

Auch bei den Menschen ist eine zwiespältige Haltung zu beobachten: Da ist eindeutig die klare Entschlossenheit etwas zu ändern. Das Jahr nun endlich beginnen zu lassen! Auf die hohlen Worte der Versprechungen und guten Vorsätze endlich die passenden Taten folgen zu lassen! Von der Straße klingen wieder mehr Geräusche, der Verkehr nimmt zu. Das Telefon klingelt wieder öfters, jeder der Stammesbewohner kriecht aus seiner Höhle und checkt mal so „die erste Lage“. Die Gespräche sind aber meistens kurz und wirklich viel offenbart noch niemand über sich. Ein erstes Angähnen am Morgen, so scheint mir die Situation.

Dazu kommt eine kleine närrische „Verrücktheit“. Die tollen Tage stehen vor der Tür und schon kribbelt es mir in den Fingern, mal wieder was verrücktes zu tun, die Sau raus zu lassen und auf den eingefrorenen Winter-Block die richtige Antwort zu geben.

Die Gehirnzellen jaulen auf, die Gedanken sind noch etwas schräg und unsortiert. Welcher von den vielen Strömungen sich durchsetzen wird, ist noch nicht zu bestimmen. Kaum startet die Initiative, wird sie im nächsten Moment von Müdigkeit und Antriebslosigkeit quittiert. Wie ein stotternder Motor eines Autos im Winter, der immer mal wieder will (brumm, brumm), aber dann doch abstirbt, egal wie oft man den Schlüssel dreht. Der Kopf will schon, aber der Körper kommt noch nicht so ganz hinterher…

Aus den Medien und der Nachrichtenwelt gibt es nur wenig erbauendes zu berichten. Wie so oft, fällt mir die Niveaulosigkeit und Einfallslosigkeit der Berichterstattung aus. Überall gibt es Nachrichten, aber nirgendwo gibt es Meinungen. Gerade bei den meisten Online-Tageszeitungen gleichen sich die Schlagzeilen beinahe aufs Wort. Aber keiner der Autoren schafft es, mal über die Agentur-Meldung hinaus zu recherchieren oder dem ganzen eine klare Richtung zu geben. Wenn man eine Meinung sucht, dann findet man sie meistens in den Kommentaren. Dort ist das gegenseitige Extrem: Es gibt sehr viele Meinungen und Bewertungen, viele gehen in ganz unterschiedliche Richtungen. Sachlichkeit vermisst man, dafür gibt es oft sehr subjektive Einschätzungen. Doch hin und wieder macht sich jemand die Mühe und hat einen längeren Kommentar, der beides enthält: Meinung, Wissen und Interpretation.

Welch Segen in der Medienlandschaft sind da die Blogs oder andere private Homepages! Wenn sie gut gemacht sind, vereinen sie sehr viele Vorteile: Sachwissen, Meinung, persönlichen Bezug und ein paar abweichende Meinungen von Kommentatoren und weitere Denkanstöße. Dazu noch kostenlos, also frei vom Einfluss eines Konzern oder eines externen Geld- oder Arbeitgebers. Wie schwierig das manchmal mit der Meinung ist, hab ich ja in diesem Artikel besprochen: www.ja-blog.de/2010/10/die-illusion-des-virtuellen/ So wie er da steht, hat er im Grunde auch heute noch seine Gültigkeit.

Die Zeitungen mögen zwar über fallende Verkaufszahlen jammern und den generellen Ausverkauf des Journalisten-Berufs beklagen- die Frage aber ist: Was wird dagegen gemacht? Auch zwanzig Jahre nach dem „Neuland Internet“ scheinen mir die meisten Zeitungen und Zeitschriften noch keine vernünftige Antwort über all die „neuen Entwicklungen“ gefunden zu haben.

Nebenfrage: Woran liegt es eigentlich, dass gerade ein hochentwickeltes Industrieland wie Deutschland keine Großprojekte mehr hinbekommt, neue Trends kategorisch ablehnt (oder verschläft) und anderen Ländern in Sachen IT meilenweit hinterherläuft? Besonders zum Nachdenken fand ich diese Meldung: Nur mit einer gemeinsamen europäischen Anstrengung ist es überhaupt noch möglich, einen Giganten wie Google „einzuholen“. Kein Forschungsetat eines einzelnen Landes reicht dafür aus. http://www.heute.de/marktmacht-von-google-zdf-interview-zur-konkurrenz-der-internet-suchmaschine-und-deren-chancen-37120362.html

(Aber Google in Amerika ging doch auch von ein paar Einzelpersonen mit wenig Kapital aus. Wie haben die das geschafft und warum geht das bei uns nicht?)

Es reicht nicht, einfach den Kopf in den Sand zu stecken. Denn wenn man neue Trends verschläft, gibt man langfristig auch die Kontrolle über sie ab. Da nützen die vielen Klagen gegen Google und die ganzen Gesetzesinitiativen der EU überhaupt nichts. Die EU mit ihrem aufgeblähten Beamten- und Gesetzesapparat wirkt wie ein nörglerischer Kleingeist gegen die flotte und agile Gründerkultur in den USA.

Weniger Vorschriften und einfach mal Mut zur Initiative und zu etwas Neuem! Auch dafür kann die jecke Jahreszeit einen guten Impuls setzen!

Also liebes Tagebuch, nun hab ich genug gejammert und geschimpft.

Mal wieder sage ich danke für Deine Geduld

viele Grüße,

Deine News-Kommentatorin

Posted by J.A. on Februar 10, 2015

Selbstliebe

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~ Denn wie sagte einst ein weiser Mann? Die Probleme kommen schon von ganz alleine ~

Liebes Tagebuch,

die wichtigste Erkenntnis für mich heute war: Dass das Ego auch eine Daseins-Berechtigung hat.

Auch wenn es für den Buddhisten eine Art „Illusion“ ist und der Christ in seinem täglichen Wirken lernen soll, für den anderen da zu sein (also altruistisch zu sein), heißt es im Umkehrschluss nicht, dass das Ego eine Art Feind ist oder etwas, das man auf den Teufel komm raus bekämpfen muss. Nein, denn wenn wir so dächten, fielen wir doch nur wieder dem alten Schwarz-Weiß-Denkmuster anheim, dass wir ja eigentlich ablegen und mit etwas wertvollerem, ausgewogenerem und biologisch-abbaubaren-Glutenfrei-Gemeinverträglichen- politcal correctem ersetzen wollten!

Gerade empfindlichen und mitfühlenden Menschen passiert es ja leicht, dass sie sich verausgaben, dass sie anderen Menschen mehr Energie geben, als sie selbst haben. Dass sie also ständig überfließen und vor lauter Liebe und Energie-Abfluss gar nicht merken, dass sie selbst total ausbluten und ihr eigenes Ego übersehen haben. Wenn man das ganze als Waage sieht (bildhaft!), ist es gefährlich, wenn eine Seite einen Überhang bekommt: Totale Egoisten sind voll die Kotzbrocken und selbstaufopferne Hausfrauen-Muttis ohne Ego-Energie braucht auch keiner.

Selbst, wenn das Ego in seiner letzten Instanz eine „Illusion“ ist, heißt es nicht, dass es keine Wirkung auf uns hat. Allein dadurch, dass wir physisch und psychisch (=seelisch) existieren, haben wir ja quasi Zugriff unsere Gedanken-Energie, sind also der Strippenzieher für unser Ego und den ganzen Müll, den wir der Erde hinterlassen. Selbst, wenn es uns manchmal nicht bewusst ist, sind wir eine Person im Universum. Wir sind also voll und ganz verantwortlich für das, was wir tun. Wir sind geschäftsfähig, haben einen Personalausweis, eine Nummer bei der Rente, ein Profil bei Amazon, eins bei Facebook, also irgendwie „existieren“ wir als Person. Für unsere Freunde sind wir eine Variable, auf die sie bauen können. Diese Variable wird nur von uns gefüllt. Und mit einem Zufallsgenerator und einem Dialog-Modul sorgen wir für Abwechslung. Warum sind wir dann nicht stolz darauf? Selbst, wenn wir nur die Trilliarden an Bytes aus dem Internet saugen und auf den riesigen Datenspeicher Gehirn transferieren, so sind wir doch Teil des Systems. Wie sagte Heisenberg? Man kann kein System beobachten, ohne es zu verändern. Das ist im Grunde einfachste Physik. Die auch auf der sozialen Ebene funktioniert.
Wer könnte da sagen, dass es kein Ego gäbe? Wir geben dem Ego ja sogar einen Namen! Und ein Geschlecht. Bevor die Person auf der Erde ist, hat sie schon einen Stempel drauf. Manche Stempel hat man für immer, andere legt man ab. Ganz beliebig ist es hingegen nie.

Wir verteidigen das Ego, wenn es bedroht ist und jeden Tag müssen wir dem Ego Kohlenhydrate, Proteine und Cola reinschieben, damit es weiter überleben kann.

Das Ego hat in der Gesellschaft einen Nutzen. Es kann Steuern zahlen, die CDU abwählen und die PKW-Maut bezahlen. Und Kinder bekommen. Oder auch nicht. Es kann einen Computer kaufen, offene Strom-Rechnungen und Mietnebenkostenzusschüsse bezahlen, einen Burger und zwei Schokoriegel als Nachtisch vernaschen. (einfach so, weil es schmeckt!)

Selbst wenn wir die Augen schließen, ist das Ego noch da. Es klebt an uns wie ein Schatten. Je mehr wir uns um uns Sorgen machen, desto größer wird das Ego. Je mehr wir uns um andere kümmern, desto kleiner wird das Ego. Manchmal wird es auch künstlich klein gehalten. Wenn wir uns z.B. wieder nur verausgabt haben und nicht auf das Ego Rücksicht nehmen (dass wir ja hassen, weil wir alles an uns erstmal hassen) dann bekommt es Schmerzen. Rückenprobleme, Suchtprobleme, Übergewicht, Traurigkeit und Depression. All die Symptome sind also Anzeichen dafür, dass wir dem Ego (also uns selbst!) nicht genügend Liebe gegeben haben.

Dann gehen wir zum Arzt und hoffen, dass er unserem Ego ein bisschen Liebe und eine Spritze gibt. Aber für die Liebe hat er keine Zeit (Kassenpatient) und von den Spritzen gibt es auch nur die billigen oder gar keine (Kassenpatient). Traurig gehen wir also nach Hause, keiner hat unser Ego lieb und so heulen uns beim Partner aus. Der hat erstmal keine Zeit (Bundesliga) und dieses weibliche Gerede von Gefühlen und so ist sowieso lästig (Männer halt). Dann fangen wir an, wütend zu werden (das Ego lebt also doch noch?) und fangen an zu schimpfen und immer weiter usw. und dann ist der Partner weg (weil er ein größeres Ego und mehr Geld hat).
Und dann… ? erkennen wir eines Tages, dass uns niemand von außen die Liebe für unser kleines Ego geben kann, wenn wir ihm selbst keine Liebe geben. Das ist wie ein Riegel, eine Sperrvorrichtung. Musst du erst freischalten. Warum auch immer.

Sei gut zu deinem Ego. Aber auch nicht zuviel! Irgendwo in der Mitte, liebes Tagebuch,

dann wird ein Schuh draus.

In diesem Sinne,
viele freundschaftliche Grüße

Dein Ego

ps: Und wenn das alles immer noch nicht reicht, zieh dir dieses Video rein, Mann!

https://www.youtube.com/watch?v=Imeq3GeRttw

Categories: Humor,Psychologie
Tags: ,
Posted by J.A. on Januar 31, 2015

30 Prozent weniger

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Passender Song + Text

Die Stadt.

Gewusel aus allen Ecken und Enden.
Verkehr. Autos, verstopfte Straßen.
Regen.

Enge Parkhäuser, Schrammen und abgenutztes Gummi an den Wänden
hektische Menschen
volle Taschen
schnelle Schritte.

Warme, lichtdurchflutete Kaufhäuser
die Behaglichkeit verbreiten
wenn du kaufst
und Geld hast.

Kopfschmerzen
Blasendruck
Unbehaglichkeit
Kälte.

Kein Platz für Dich
kein Platz für den anderen
teure Mieten
Nebenkosten
Parkplatzmangel

schreiende Kinder
hektische Menschen
Hupen, Drängeln
Unfreundlichkeit.

Sehr viele Münder
begrenzte Energie,
die Maschine brummt,
der Rubel rollt.

die Allgemeinheit bekommt nichts ab.

Unmenschliche Geschwindigkeit
die du nicht mehr kontrollieren kannst
du wirst kontrolliert
wirst Teil des Systems

das System ist stärker als du
der freie Wille
nur noch eine Variable

deine Privatsphäre
längst allen bekannt.

Verkauf deine Gefühle für 30 Prozent!

Categories: Lyrik
Tags: , ,
Posted by J.A. on Januar 16, 2015

Winter-Intermezzo

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Winter- wenigstens für einen Tag

Mal dunkelblau und strahlend, dann wieder grauweiß wie Deckfarbe.
Feine Konturen zeichnen sich auf die Leinwand
mit Bleistift angespitzt
etwas kratzig
und ziemlich kalt.

Jemand hat mit einem Eimer Farbe,
einen Weg auf den Schnee gekippt
und mit einem dicken Borstenpinsel,
die Bäume gleich dazu.

Hier an der Stelle überzeugt mich
grell-blaues Aquamarin!
Ein Ozean mitten im Wald.
Dunkel die Schatten, kräftig die Rinde,
glitzernd der Schnee.

Ich wende meinen Blick nach oben
und empfange den freien Himmel.
Die Freiheit, die Luft, das kalte klare Wetter,
das mir gute Laune macht

Später am Tag,
-es ist wohl bald Tee-Zeit-
senkt sich die Sonne und taucht alles in nuss-braun
und gold-metallic;
eine Prise Rot obendrauf,
vielleicht die Dose mit Keksen,
die da so schillert.

die Bäume stehen alle ganz gerade
wie Zeichenstifte im Glas
wärmen sich ein bisschen

und freuen sich auf den Frühling!

Categories: Draußen
Tags: ,