Verwandtschaft und ihr Bezug zum Leben

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Was soll ich schon ausrichten? Jeder ist seines Glückes Schmied! Die Probleme der anderen berühren mich nicht. Soll doch jeder schauen, wie er glücklich wird.

Diese und andere Sprüche hört man oft, wenn es darum geht, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen und sich um andere zu kümmern. Gerade im Verwandtschaftsbereich kommt es schnell zu Situationen, in denen die Emotionen hochkochen, die seelischen Blockaden zunehmen und die Gespräche erschwert werden. Doch es ist gerade der enge Verwandschaftsbereich, der die größte Tragweite für menschliche Bindungen überhaupt birgt.

Die Familie ist die Kernzelle der Gesellschaft. Aus ihrer Struktur leiten sich die engen, vertrauensvollen und wichtigen Bindungen ab, die die Großstruktur der Gesellschaft von unten her aufbauen. Wenn die Menschen sich in der Familie verstehen, halten sie mehr zusammen, bilden größere Einheiten, in denen sich alle vertrauen und gegenseitig helfen können. Gute soziale Bindungen, vor allem in den Familien, schützen ihre Mitglieder und stärken sie gegen feindliche Einflüsse von außen. Man kann generell sagen, dass der Mensch ein soziales Wesen ist und in der Gemeinschaft mehr Chancen und Möglichkeiten, aber auch mehr Sicherheiten hat.

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Die Bedeutung des Aussehens für eine Frau

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Der beliebteste Link in meiner Seite ist nach wie vor die Seite „Bilder“. Hier entsteht ein Ungleichgewicht aus Nachfrage und Angebot, denn frische Bilder aus dem Fotoapparat habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Mein neuer Schwerpunkt sind die Texte und das Blog, in ihnen liegen alle meinen „inneren Bilder“; meine Gedanken und meine Gefühle, meine Sichtweisen, Perspektiven, Ängste, Aussichten und Hoffnungen

Aus den eigentlichen Fotografien mache ich mir nicht mehr viel, sie bedeuten mir nichts. Für mich sind Fotos nur Momentaufnahme einer sehr komplexen Angelegenheit. Sie zeigen immer nur die Sekunden einer Sache, aber nie das Ganze. Sind es persönliche Fotos steigt die Gefahr, dass sie sexuelle Interessen oder Begehrlichkeiten wecken, die wiederum in Folge die Beziehung belasten und so zu Problemen führen, die ich nicht haben will.

Ich denke, das ist eine ungewohnte und seltene Einstellung, die man nicht überall findet. Daher will ich es erklären.

Unsere Welt ist voll von Bildern. Gerade Frauen werden in unserer Welt zumeist auf das Optische reduziert, auf den sexuellen Effekt, den sie bei Männern hervorrufen. Diese Sache ist im Kern keine Liebe, sondern sexuelle Begierde. Wenn ich jetzt Bilder von mir anbieten würde und es gäbe Männer, die es gerne ansehen, hätte ich ein Problem. Früher habe ich das mal gemacht und entsprechende Erfahrungen damit gesammelt: Männer denken dann immer, ich wäre zu haben. Sie schreiben mir, flirten mit mir, machen mir Komplimente. Das Sehen einer hübschen Frau ist mit ihnen un-zertrennbar mit der Aufforderung verbunden, diese Frau zu begehren und irgendwie „besitzen“ zu wollen. Es ist ein sexueller Instinkt. Schade finde ich immer, dass Frauen überhaupt nicht beachtet werden, wenn sie „nicht aussehen“, also ihre Fotos verstecken und sich dadurch unsichtbar machen. Es ist so wie eine Nonne im Kloster, die ein langes Gewand trägt und alles Optische und Hübsche an ihr verhüllt. Sie tut es im Einklang mit ihrem Glauben, ähnlich wie die verhüllten Frauen in der muslimischen Welt. In unserer westlichen Welt ist es wohl eher selten, dass sich Frauen nicht zeigen wollen (oder dürfen).

Letztens habe ich die Reportage zur letzten Loveparade gesehen, da wurde es wieder deutlich, was „Frau“ für viele Menschen bei uns bedeutet und zwar nicht nur für die Männer, sondern für ihr Selbstbild: Möglichst knapp bekleidet, auf das Schöne und die Fortpflanzungsorgane reduziert, so als ob sie keinen Kopf hätten, den sie benutzen könnten, sondern nur ihren Körper.

In Folge verbringen viele Mädchen einen Großteil ihrer Zeit damit, sich mit ihrer Schönheit auseinanderzusetzen und manchmal auch damit, krank zu werden, wenn die Komplimente ausbleiben oder sie zu dick / zu dünn sind. Meiner Meinung nach ist nicht die Modeindustrie schuld, sondern unsere rückständige Einstellung gegenüber dem Wesen und den Wert der Frauen.

Wenn es keinen Mann gibt, der meine Texte liest und mich als Person wertschätzen kann, hat mich keiner verdient. Ganz einfach. In meinen Texten steht alles, in meinem Aussehen steht nichts. Ich bin das, was ich schreibe und denke. Wenn es niemanden gibt, der sich dafür interessiert, gibt es niemanden, der mir in diesem Moment wahres Mitgefühl und Liebe aufbringen kann. So einfach ist das.

Wenn man sich als Frau auf den Wert reduzieren will, also auf die Taten und guten Einsichten, die man hat, kann man in eine Grauzone der Leerheit rutschen, in eine Welt, in der niemand ist, vor allem kein Mann. Ich denke, das ist ein großes Problem und nicht sehr einfach zu lösen. (Wie heißt es so schön in der Statistik, je höher der Bildungsgrad einer Frau ist, desto schwieriger wird es für sie, einen Partner zu finden und desto weniger Kinder wird sie auf die Welt bringen wollen.)
Es mag Frauen geben, die angesichts dieser Erkenntnis lesbisch werden, weil es nur Frauen gibt, die sie als das wahrnehmen, was sie sind. Männer sind auf Grund ihrer Natur oft einseitig veranlagt und „können ja nichts dafür“, dass sie so ticken, wie sie es tun. Unsere Männer in Deutschland sind da schon viel weiter. Es gibt Männer, die sind noch viel rückständiger, benehmen sich wie Tiere, wollen den uneingeschränkten Herrschaftsanspruch, behandeln ihre Frauen wie Leibeigene. Dagegen muss man was tun.

Indem die Frauen sich weigern, öffentlich nackt und hübsch zu zeigen, demonstrieren sie ihre eigene seelische Stärke und Unabhängigkeit. Manchmal aber auch ihre Verletzlichkeit und Schüchternheit.

Wenn eine Frau wirklich selbstbewusst ist, kann sie vielleicht damit besser umgehen?
Ich z.B. kann damit nicht umgehen, ständig begafft zu werden und im Mittelpunkt zu stehen. Es ist eine Sache, die ich auf den Tod nicht ausstehen kann. Es sei denn, ich bin in der richtigen Stimmung, aber das ist sehr, sehr selten. Schade eigentlich.

Aussehen ist für Frauen eine bestimmte Macht, die sie nutzen können, wenn sie damit umgehen können. Für mich ist es meistens eine Sache, die ich kritisch betrachte und die mir im Weg steht.

Bin ich dumm, wenn ich so denke?

Vielleicht sollte ich mal in eine andere Rolle schlüpfen und das Gegenteil von dem machen, was ich sonst tue. Mal ganz bewusst das Optische, Selbstbewusste und Extrovertierte heraushängen lassen. Meinen Kopfinhalt auf ein Vakuum reduzieren. Die Haare blond färben. Die neusten Sachen tragen und jeden Morgen nach Ananas, Lippenstift und Vanille duften.

Manchmal mache ich das gerne, auch wenn es Zeit braucht, dahin zu gelangen.

Über das Aussehen, vor allem die Mimik und Gestik wird ja z.B. auch kommuniziert, es ist möglich, bestimmte Inhalte zu vermitteln, direkter, internationaler und intuitiver, als das jeder Text kann.

Ich denke, heute komme ich zu keinem Schluss. Mein Kopf fühlt sich so leer an. Oh Gott, geht es schon los???? :shock:

Metakommunikation

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Wie qualifiziert sich heutzutage wertvolle Literatur, woran erkennen wir Autoren, die gute und wichtige Inhalte abliefern, angesichts der Masse von Informationen, die z.B. das Internet bereithält? Früher war es vielleicht einfacher, denn nur gebildete Menschen mit einem gewissen Schul- und Universitätsabschluss und den entsprechenden Kontakten und Einflussmöglichkeiten haben Bücher geschrieben, die dann auch gelesen wurden. Je nach Berufsgruppe entstehen „Leitfäden der Anwendung“, die dann wiederum als Vorbild und Grundlage für weitere Arbeit dienen. In den Klappentexten qualifiziert sich der Autor meistens durch seine Berufswahl und sein berufliches Schaffen. Ein Verlag wird ein Buch nur dann herausbringen, wenn es klar ersichtlich ist, dass der Autor über bestimmte Kompetenzen verfügt und Erfahrungen mitbringt, die seine Gedanken rechtfertigen und unterstreichen.

Nimmt man die Sachliteratur, ist die Vorgehensweise scheinbar einfach und linear. Schwieriger wird es bei den Gedanken, die von Einzelpersonen völlig subjektiv erdacht werden, keinem bestimmten Anspruch genügen, noch auf der Grundlage einer bestimmten Ausbildung entwickelt wurden.

Einem 65 jährigen, ausgebildeten Professor der Germanistik glaubt man einfach vom Anfang an mehr, als einem 15 jährigen Jugendlichen ohne Schulabschluss, der es im klassischen Buch- und Bildungswesen schwer haben dürfte, selbst wenn seine Gedanken noch so brillant sind.

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Hausfrauenschicksal

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Zu allem Überfluss hatte jetzt der Computer auch noch den letzten Text verschlungen und sich auf ein Weiteres dumm und ungeeignet gezeigt, der jungen Frau die Arbeit abzunehmen. Nachdem sie schon im Supermarkt mehr orientierungs- und richtungslos umhergeschweift war und sich darüber geärgert hatte, dass ihr ständig die Einkaufswägen vor die Laufroute geschoben wurden, war das der notwendige Tropfen, der sie völlig aus dem Gleichgewicht brachte.
Erhellend wirkte da nur die Zeit, die die Menschen mit einem gemütlichen Plausch in aller Ruhe verbrachten, während andere gehetzt von einem Regal zum anderen liefen und in der Sparte „Berufstätig und wenig Zeit“ eine seltene Besetzung des derzeitigen Kundenstamms darstellten. So wunderte es auch nicht, dass die meisten Einkaufswägen eher spärlich beladen wurden und die Leute sich viel Zeit nahmen, die Angebote und Preise zu vergleichen, um ja das richtige Produkt zu wählen. Den ganzen Tag schon war die junge Frau in einer weinerlichen Stimmung gewesen, die ungefähr gestern begann, als ein schon seit geraumer Zeit verschicktes Paket zurückkam, nur weil das Lesegerät der Post die Schilder mit Absender und Empfänger verwechselt hatte.

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Die Bedeutung des Urlaubs

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Der Mensch braucht Erholung. Arbeiten und Schlafen, praktisches Handeln und geistiges Seele-Baumeln lassen sind Rhythmen und Notwendigkeiten, die tief in uns einprogrammiert sind. Die Erholung als täglich eingeübtes Alltagsmodell ist eine Reaktion und eine Heilungsmöglichkeit für die Erfahrung und die körperlichen negativen Folgen des Stresses.

Zuviel Stress ist bekanntlich ungesund und man muss sich immer wieder dazu zwingen, auch Erholungsphasen in den Alltag einzubauen. Oft sagen Leute, dass sie keine Pausen brauchen und wollen am liebsten durcharbeiten. Es ist ein weit verbreitetes Phänomen in der Leistungsgesellschaft, dass alle nur auf die Joker „Arbeit“, „Erfolg“ und „Anstrengung“ setzen, aber sich niemand ernsthaft mit den Themen Regeneration und Ausgeglichenheit beschäftigt, obwohl beides eng zusammengehört, wie z.B. dieser Artikel erklärt.

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