Hausfrauenschicksal

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Zu allem Überfluss hatte jetzt der Computer auch noch den letzten Text verschlungen und sich auf ein Weiteres dumm und ungeeignet gezeigt, der jungen Frau die Arbeit abzunehmen. Nachdem sie schon im Supermarkt mehr orientierungs- und richtungslos umhergeschweift war und sich darüber geärgert hatte, dass ihr ständig die Einkaufswägen vor die Laufroute geschoben wurden, war das der notwendige Tropfen, der sie völlig aus dem Gleichgewicht brachte.
Erhellend wirkte da nur die Zeit, die die Menschen mit einem gemütlichen Plausch in aller Ruhe verbrachten, während andere gehetzt von einem Regal zum anderen liefen und in der Sparte „Berufstätig und wenig Zeit“ eine seltene Besetzung des derzeitigen Kundenstamms darstellten. So wunderte es auch nicht, dass die meisten Einkaufswägen eher spärlich beladen wurden und die Leute sich viel Zeit nahmen, die Angebote und Preise zu vergleichen, um ja das richtige Produkt zu wählen. Den ganzen Tag schon war die junge Frau in einer weinerlichen Stimmung gewesen, die ungefähr gestern begann, als ein schon seit geraumer Zeit verschicktes Paket zurückkam, nur weil das Lesegerät der Post die Schilder mit Absender und Empfänger verwechselt hatte.

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Die Bedeutung des Urlaubs

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Der Mensch braucht Erholung. Arbeiten und Schlafen, praktisches Handeln und geistiges Seele-Baumeln lassen sind Rhythmen und Notwendigkeiten, die tief in uns einprogrammiert sind. Die Erholung als täglich eingeübtes Alltagsmodell ist eine Reaktion und eine Heilungsmöglichkeit für die Erfahrung und die körperlichen negativen Folgen des Stresses.

Zuviel Stress ist bekanntlich ungesund und man muss sich immer wieder dazu zwingen, auch Erholungsphasen in den Alltag einzubauen. Oft sagen Leute, dass sie keine Pausen brauchen und wollen am liebsten durcharbeiten. Es ist ein weit verbreitetes Phänomen in der Leistungsgesellschaft, dass alle nur auf die Joker „Arbeit“, „Erfolg“ und „Anstrengung“ setzen, aber sich niemand ernsthaft mit den Themen Regeneration und Ausgeglichenheit beschäftigt, obwohl beides eng zusammengehört, wie z.B. dieser Artikel erklärt.

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Der Vorteil des Lesens

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Heute habe ich Geld ausgegeben. Nicht viel, aber für meine Verhältnisse mehr als sonst. Ich habe lange nachgedacht und festgestellt, dass ich dringend meinen Bedarf an Büchern aufstocken muss. Es gibt so viele Bereiche, in denen ich noch wachsen will, wo ich einen unglaublichen Hunger auf Wissen und Wachstum entwickelt habe, dass ich meistens schon unbewusst fühle, dass es Zeit für neue Bücher ist.

Neue Bücher, vor allem gute, sind in meinem Leben immer Meilensteine für Veränderungen gewesen. Natürlich ist das vertrauliche, offene Gespräch mit anderen auch wichtig, aber die letztendliche Theorie, Einsicht und Erkenntnis für weitere Handlungen erhalte ich oft aus Büchern.

Gerade bei komplexen Themen sind gut geschriebene Bücher wichtige Leitfäden für das eigene Denken und Verstehen. Das Buch (und der Autor der es geschrieben hat) verurteilt einen nicht. Er weiß noch nicht einmal, wer sein Buch überhaupt liest. Dennoch kann man eine Beziehung zum Autor aufbauen, eine Art Lesebeziehung, die voller Tiefe ist.

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Die moderne Netz-Beichte

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Ich surfe in der letzten Zeit mehr als sonst in anderen Blogs und was mich immer wieder überzeugt und motiviert, sind besonders die persönlichen Geschichten aus dem Leben. Diese sind oft so ehrlich und mutig geschrieben, dass ich mich oftmals dafür schäme, es selbst je in Frage gestellt zu haben, ob man nun Privates schreiben soll oder nicht. (Diese Webseite besteht in wechselhafter Ausgestaltung seit ca. 8 Jahren und langjährige Besucher dürften sich noch erinnern, dass es oft ein Thema war).
Nun habe ich weitere Pro-Argumente gesammelt. Wenn nicht im Netz, wo sonst? Ein Blog ist wirklich die perfekte Grundlage, für private und intime Gedanken, über die man sich unsicher ist und Rückmeldung haben möchte. Impressums-Pflicht hin oder her, mit den meisten Menschen wird man doch eh nie was im realen Leben zu tun haben und so entsteht über den Blogs eine schöne, heimelige Sphäre des Geborgenseins und des Zuhörens, perfekt für das eigene Mitgefühl und Problemlösungen. Das ist zumindest ein Punkt, den ich an Blogs sehr mag.
Wenn man sich fragt, warum sich niemand um einen kümmert, dann liegt es wohl auch oft daran, dass man nicht wirklich imstande und willens ist, Privates preis zu geben, weil man in dieser Hülle der Oberflächlichkeit gefangen bleibt und sich dafür schämt, etwas zu sagen, was man wirklich denkt. Okay, der Schutz von Dritten ist noch so ein Thema, da schrecke ich meistens zurück. Ich habe es schon erlebt, dass ich was geschrieben habe, was dann andere verletzt hat, die sich angesprochen fühlten. Wenn man mit einem bestimmten Menschen Probleme hat und sich sicher ist, dass dieser Mensch ständig bei einem liest, sollte man es wirklich vermeiden, da negative oder andere bewertende und verurteilende Sachen zu schreiben. Die einfache Schilderung einer Sache reicht oft schon oder auch der Versuch zu sagen, was einen belastet und drückt.

Belastet hat mich persönlich heute nichts über Gebühr, ich will dennoch einen Versuch wagen und meinen Tag schildern:

Ich habe zu lange geschlafen und mal wieder meinen Wecker nicht gestellt. Dadurch fing der Tag schlecht an. Ich hatte – auch wegen der Wärme- den ganzen Tag Kopfschmerzen und mir war schwindlig. Dennoch hab ich irgendwie versucht, was zu machen. Zusammen mit meinem Schatz haben wir uns an den einen Raum gemacht, wo die Erdung neben der Hauptwasserleitung liegt. Diese Erdung, ein langes. ca. 6 cm breites Stahlband, ist teils verrostet und vor allem verbogen. Mit viel Aufwand und einigem Denkaufwand haben wir dann endlich eine Methode gefunden, die Biegungen herauszubringen und zwar ohne(!) das Ding durchzuflexen. Der Clou bei der Sache war einfach, die Erde unterhalb abzugraben, teils zu meißeln, weil es gehärteter Lehm und Sand ist. In den entstandenen, neuen Graben kann man die etwas biegsame Wasserleitung reinlegen und das Erdungsband darüber legen. Mit Kabelbinder um die Stränge und schweren Steinen beschwert, haben wir das Problem dann gelöst. Später kommt dann Estrich darüber und zum Schluss der fertige Boden. Bis dahin müssen die Wände und vor allem die Decke aber auch noch gemacht werden.

Der offene Boden roch nach Lehm, wie in einer Werkstatt. Selbst in einem Stockwerk oben drüber, wo ich vergessen hatte, die Tür vom Flur zu schließen, roch es abends noch danach.
Die Nachbarin klingelte beim Abendessen, gab ein angenommenes Paket ab, und beschwerte sich etwas darüber, dass unsere Klingel schon wieder nicht ging. Das müssen wir dann morgen machen. Wir haben einen speziellen Feuchtraum-Wippschalter gekauft, der das leidige Problem Wasserschaden an der Klingel endlich beheben sollte.

Nebenbei habe ich die Blumen gegossen und festgestellt, dass es kein richtiger „Blauer Enzian“ ist, sondern spezieller Herbst-Enzian, auch blau, den man als winterharte Staude ziehen kann. Den werde ich also demnächst aussetzen. Die japanische Zierweide hat ihren vorläufigen Platz im Topf an dekorativer Stelle zum Hausaufgang gefunden, wo sie uns beiden gut gefällt und einen Akzent setzt. Dem Oregano habe ich die ersten Blätter abgeschnippelt (ohne Narkose) und ihn als schmackhaftes Beiwerk zur Salami-Pizza verwendet.

Im Fernsehen gab´ s die interessante Sendung „Hagen hilft“ und Thema war, wie der findige Unternehmensberater mit den richtigen Ratschlägen und Analyse einer jungen Friseuse auf die Sprünge mit ihrem Geschäft half. Sehr sehenswert.

Danach wollte ich noch was am PC spielen, aber irgendwie war ich zu müde und hab stattdessen lieber gesurft (und was gebloggt). Zum Thema „Blog und Geld verdienen“ gibt es einen wirklich sehr lesenswerten Artikel und das Blog dahinter ist auch einen Besuch wert: Blogs und ihre Einnahmen

Also, ich finde es erstaunlich, dass es anscheinend doch möglich ist, mit ausreichend Besuchern und entsprechender Schaltung von Werbung wie Google AdSense, Geld zu verdienen. Diese SEO- Blogs und andere, die sich vor allem mit Finanziellen und Marketing beschäftigen, finde ich sehr interessant. Wenn ich die lese, merke ich immer wieder, wie wenig ich noch darüber weiß und dass es eine Wissenschaft für sich ist.

Dennoch denke ich, dass es ein guter Aufwand ist, so was professionell aufzuziehen. Und die Grundlage muss auch stimmen. Wenn man ein privates Blog hat und über Gott und die Welt bloggt (so wie ich) wird man wohl nie an Geld kommen. Es bleibt einfach ein Hobby. Wenn, dann müsste das Konzept völlig neu aufgesetzt werden. Oder sehe ich das falsch? Gibt es auch private Blogs, die mit ihren Postings und Inhalten Geld verdienen?

Wo ist da die Grenze? Wie ist es mit der Ethik? Hat der private Blog- Autor das „Recht“ auch Geld und Anerkennung für seine gesellschaftliche, kulturelle Arbeit zu bekommen? Und wenn ja, wie bekommt er die?

Fragen über Fragen und Stoff für nächste Postings… bis dahin, macht es gut!

Egoismus

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Der moderne Egoismus ist seltsam, kaum zu verstehen oder gar mit Worten zu belegen. Egoisten erkennt man daran, dass sie immer nur sich im Sinn haben und nur an sich denken. Sie jammern: über ihr Leben. Sie denken nach: Über ihr Geld. Sie kümmern sich: Um niemanden.

Egoisten machen andere Menschen krank, weil sie ständig positive Energie anziehen und vernichten. Sie saugen und saugen und sind niemals satt. Wer mit einem Egoisten zu tun hat, wird dadurch traurig und krank. Die Bedürfnisse werden nicht gespiegelt, der Egoist (auch ein Narzisst) sieht immer nur sich selbst und kann keine Empathie für andere aufbringen.

Egoisten entstehen meiner Meinung nach dadurch, dass wir sie nach Beruf und Lebenssituation zu wenig sozialverträgliche Strukturen entwickeln und anwenden. Der moderne Alltag ist un-pädagogisch und jeder lebt und redet so, wie er mag und es ihm gerade in den Sinn kommt. Gerade aber die unbewusste und nicht durchdachte Kommunikation fördert diesen egoistischen Sprach- und Denkstil, der so krankheitsfördernd und entzweiend für die Menschen ist.

Wir sind nicht gezwungen, gut zu kommunizieren, meistens geht es so. Der harte, zielstrebige Egoist, der sich stets zu seinem Vorteil durchsetzt und andere unterdrückt, kommt unter Umständen sogar schneller ans Ziel, als der stets zurückhaltende, passive und rücksichtsvolle Mensch.

Eine Leitstruktur, wie eine für alle verbindliche und angewendete Religion gibt es schon lange nicht mehr. Moderne Werte wie Unabhängigkeit und Autonomie haben Hochkonjunktur. Entweder man macht mit oder man richtet sich in einer Nische ein und wird nicht beachtet.

Das Ungleichgewicht zwischen Männer und Frauen besteht noch immer. Egoismus wird bei Männern viel eher belohnt, bei Frauen eher abgewertet. Frauen dürfen auf keinen Fall offen egoistisch oder durchsetzungsbetont agieren, schnell gelten sie als unweiblich und nicht ihrer weiblichen Rolle entsprechend. Die typische weibliche Rolle, sanft und einfühlsam zu sein und sich den Wünschen ihres Mannes „eben anzupassen“ ist die immer noch gültige Allgemeinregel, die man sehr oft findet.

Für Frauen ist es also umso schwieriger, egoistische Werte in ihr Leben zu integrieren und wird immer dann problematisch, wenn sie es gut gebrauchen könnten. Wenn Egoismus eher eine männliche Domäne ist, so ist es die schwierige Aufgabe der Frau, sich gegen den männlichen Egoismus und seine grundsätzliche Aggression anzukämpfen, ohne ihre eigenen Ideale aufzugeben und ganz ins gesellschaftliche Abseits zu geraten.

Der kalte, berechende Egoismus des Mannes wird nur durch wenige Faktoren bestimmt und scheint somit grenzenlos. Durch die gesellschaftliche Anerkennung des hart arbeitenden Macht-Menschen gibt es für ihn keine sozialen Hindernisse. In der Familie und der Erziehung kann er sich noch immer zurückhalten, ohne komisch angesehen zu werden.
Wenn Frauen in dieser männlichen Art und Weise handeln und denken, werden sie schnell zu ungeliebten, stets mürrischen Zeitgenossinnen, denen man nichts recht machen kann und die ständig gereizt und misslaunisch reagieren. Bei jeder Kleinigkeit fahren sie aus der Haut, nie sind sie zufrieden. Der entfesselte Egoismus und die tiefe seelische Unzufriedenheit kann bei Frauen emotional schlimmere Folgen haben, als bei Männern.

Zum Thema „Geben und Nehmen“ habe ich eine einfache PDF als Grafik erstellt, die man sich Download \"Geben und Nehmen\" PDF hier herunterladen kann. Sie sollte eigentlich selbsterklärend sein.
Die Grafik illustriert im Wesentlichen, dass wir in einem Netzwerk aus Menschen eingebunden sind und jedem etwas geben können. Wir erhalten meistens nur etwas zurück, wenn wir auch geben und wir müssen uns auf jeden Menschen neu und anders einstellen.

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