Fröhliche Weihnachten

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teelicht-kerzen

Bester Song zum Text:
(Stille Nacht, moderne Version)

So, Weihnachten steht kurz vor der Tür und dies wird wahrscheinlich (einer) der letzte(n) Artikel in diesem Jahr.

Ich bedanke mich bei allen Leserinnen und Leser für die vielen Kommentare und Rückmeldung zu den Texten und wünsche allen ein fröhliches Weihnachten 2009 und einen guten Rutsch in das neue Jahr.

Es ist immer schön, Rückmeldung und Anregung zu bekommen und ich denke, das dies ein Großteil der Schreibmotivation ausmacht, neben der Freude am Schreiben an sich.

Ich werd‘ mir ein paar Tage frei nehmen und tief in mich gehen, noch tiefer als sonst und ich hoffe, da finde ich wieder raus. 😉

Das Blog-Jahr 2009 war ähnlich wie das Wirtschaftsjahr und das politische Jahr kein besonders Gutes und es gab nicht viele freudige Nachrichten. Nachdem alles so gut begonnen hatte und ich im Januar noch ein optimistisches Blog-Motto ausgegeben hatte, merkte ich bald, dass die restliche Arbeit in meinem Leben das Blog-Hobby etwas an die Wand drückt. Dazu kam eben auch, dass ich immer versuche, schwierige Themen anzusprechen und die Leute zum umdenken zu bewegen. Mir wird immer mehr bewusst, dass das nicht einfach ist und man alles andere als erwarten kann, dass sich dadurch etwas tut. Im Gegenteil, oft wendet man unverhältnismäßig viel Energie auf, hängt sich mit persönlichem Einsatz in die Texte und Gedanken rein und merkt dann doch immer wieder, wie man nur auf Desinteresse und Wände stößt.

Kein Autor dieser Welt kann erwarten, mit seinen eigenen Texten etwas zu ändern- einzig was bleibt ist die Erkenntnis, dass man nur sich selbst ändern kann und dass Taten oft wichtiger als Worte sind.

Die persönliche Einstellung und die Menschlichkeit hat in diesem Jahr eine große Rolle gespielt. Manche Leser haben mich sehr eindringlich darauf hingewiesen und mit scharfem Verstand eine Schwachstelle entdeckt, auf die ich zuerst etwas kritisch reagiert habe. Ich bin dankbar dass es so ist- aber umso trauriger, dass ich das bis heute nie richtig umsetzen konnte. Ich versuche immer mein Bestes zu geben und auch persönlich und emotional zu schreiben- aber manchmal ziehe ich eben doch eine objektive Analyse vor, das ist halt so! Die Erfahrung zeigte mir auch, dass ich nicht zu viel Privates schreiben möchte, aus allen diskutierten Gründen, irgendwo muss man eine Linie ziehen.

Neben dieses Aspekten galt es 2009 auch die Frage nach der Finanzierung und dem Entgelt für die eigene Arbeit zu klären. Es gibt viele Blogger, die Werbung in ihre Blogs aufnehmen und es gibt Pro-Blogger, die sogar richtig gut Geld damit verdienen. Andere hingegen verkaufen gleich ihre ganzen Blogs oder Twitter-Accounts.

Ich bin dem Ganzen grundsätzlich nicht abgeneigt, aber so richtig umsetzen konnte ich nichts von dem. Als Blogger hat man eine wichtige Ware, das wichtigste Attribut von allen und dies ist leicht erschüttert und zerstört: Das Vertrauen der Leser und die Glaubwürdigkeit mit der Texte formuliert werden. (hier auch wieder die Schnittstelle zum persönlichen Schreiben und authentischem Auftreten)

Ich möchte beides nicht verlieren, auch wenn ich die Tatsache nicht abstreiten kann, dass das Blog ein unheimlich ressourcenhungriges und zeitverschlingendes Projekt (geworden) ist. Gerade auch längere Texte, die ich so liebe, sind vielleicht doch in Büchern besser aufgehoben.

In diesem Jahr habe ich auch erstmals Twitter und Facebook richtig entdeckt und vor allem die Zwitscherei hat mir sehr angetan. Dies brachte mich zum ersten „Fehler“, dem wohl schon viele Blogger aufgesessen sind: Man twittert nur noch und vergisst die langen Texte ein bisschen.

Twitter ist wie Zucker für die Seele: Es geht schneller ins Blut und der positive Effekt kommt schneller. Der Nachteil ist: Auf die Dauer kann niemand nur von Süßigkeiten leben und irgendwann braucht man auch wieder Kohlenhydrate und Bewegung an der frischen Luft.

Dies bringt mich zum letzten Punkt der Abhandlung: Dem Schnee. Es schneit. Ich muss Schnee räumen.

Also bis zum nächsten Mal,

und denkt an mich, ich zähl auf euch. 😉

ENDE.

11 Gedanken zu „Fröhliche Weihnachten“

  1. Vielen Dank! Dir auch. 😉

    Ich sehe gerade, auf Deiner Webseite, dass du dich auch für den Buddhismus interessierst, das ist gut. Vielleicht sollte ich darüber auch mal wieder schreiben.

    Z.B. wie Buddhisten Weihnachten sehen? Das würde mich mal interessieren. Oder wie man als Atheist, Nicht-Gläubiger Weihnachten feiern kann.

    mfg, Julia

  2. @J.A. „Oder wie man als Atheist, Nicht-Gläubiger Weihnachten feiern kann.“
    Da interessiert mich dran, was andere Menschen davon halten. Ich für meinen Teil sehe es so: Ich feiere kein Weihnachten, sondern Wintersonnenwende (nur um es gesellschaftsfähiger zu machen drei Tage nach hinten versetzt). Das ist für mich der Zeitpunkt an dem das Licht und damit der heißgeliebte Sommer langsam wiederkommen und der viel eher ein Fest wert ist.

  3. @Laura: Interessanter Punkt mit der Wintersonnenwende. Daran hab ich noch gar nicht gedacht, aber es ist schon ein Zufall, dass sie so gut zu Weihnachten passt. Ist für die Christen Weihnachten nicht auch das Fest des Lichtes, der Liebe? Und die ganze Kerzensymbolik, woher kommt die eigentlich?

    Ich glaub, ich weiß viel zu wenig über Weihnachten, muss ich mal nachholen. 😉

    viele Grüße,
    Julia

  4. Der Weihnachtsbaum ist tatsächlich nicht christlichen, sondern germanischen Ursprungs. Als Symbol des Lebens, da seine Blätter immer grün sind und er sie nie abwirft.
    Mit den Kerzen könnte es ähnlich sein, aber andererseits: Kerzen sind ohnehin allüberall.

    Und soweit ich weiss, wurde Weihnachten aus „politischen“ Gründen, an diesen Zeitpunkt verlegt, ähnlich wie Ostern.

  5. Ne, nicht wegen der Ferien. Weihnachten ist viel älter. Damit die Germanen den neuen christlichen Glauben übernahmen, wurde an ihren Feiertagen Weihnachten sowie Ostern gelegt.

    Ich nenn‘ das nicht religiös, sondern politisch, machtpolitisch. Jemandem einen Glauben aufzupropfen hat für mich nichts mit Glauben, sondern mit Politik zu tun.

  6. Die Wintersonnenwende ist in der Tat ein Ereignis, das ich persoenlich sehr schaetze. Endlich werden die Tage wieder laenger und nicht kuerzer. Ich liebe Licht, denn ohne Licht keine Fotos ;).
    Aber Wintersonnenwende als Fest kann man in Deutschland einfach nicht mehr ohne braunen Beigeschmack feiern. Zu sehr wurden waehrend jener dunklen 12 Jahre dieser „neuheidnische“ Brauch propagiert. Zu oft hoert man von Sonnenwendfeiern im Zusammenhang mit Neonazis.
    Dann lieber Weihnachten feiern als das, was aus Weihnachten geworden ist: ein Konsumfest ohne christlichen Anspruch, aber immerhin unpolitisch.

  7. Tja, das mit den Nazis ist schon blöd. Ich hab mal gehört, dass dieses Hakenkreuz auch was mit dem Sonnengott zu tun gehabt hat, das bildet irgendwie eine Sonne ab. Naja, die haben einiges missbraucht und sich sehr wichtig gemacht mit ihrem ganzen Gedöns.

    Ich will mich dazu nicht wirklich äußern… aber ich finde, man sollte sich Traditionen und Gebräuche nicht durch Leute kaputt machen lassen, die sie irgendwann missbraucht haben.

    Ich will auch im Ausland nicht immer als Nazi-Deutsche gelten, nur weil irgendwann mal in unserem Land Nazis an der Macht waren. Was können wir Nachfahren denn dafür?

    Aber bis sich die Diskussion in der Richtung endlich normalisiert, mach ich das einzige, was möglich ist: Das Thema so weit es geht, umschiffen. Vor allem auch blogtechnisch.

    lg, Julia

  8. Dir auch schöne Weihnachten! 🙂 Und das mit dem schlechten Licht ist schon wahr, bei mir rauschen und wackeln die Bilder derzeit alle so und ich hab noch nichtmal ein Stativ, mit dem ich Abhilfe schaffen könnte. Das muss ich mir echt mal zulegen..

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