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		<title>Zugespam&#8217;t</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 09:04:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Email]]></category>
		<category><![CDATA[spam]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie sich die Zeiten doch ändern. Vor ungefähr zwölf Jahren, als das alles mit Email und Co losging, habe ich zehn schöne Emails gehabt und davon zwischen den Zeilen eine Spam-Nachricht gelöscht. Oder manchmal auch gar keine Email (schnüff!) und dafür auch keine Spam-Mail. Überhaupt Spam-Mails! Das war doch etwas für Internet-Freaks, ein Theoretikum, genauso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>W</strong>ie sich die Zeiten doch ändern. Vor ungefähr zwölf Jahren, als das alles mit Email und Co losging, habe ich zehn schöne Emails gehabt und davon zwischen den Zeilen <em>eine </em>Spam-Nachricht gelöscht. Oder manchmal auch gar keine Email (schnüff!) und dafür auch keine Spam-Mail. Überhaupt Spam-Mails! Das war doch etwas für Internet-Freaks, ein Theoretikum, genauso wie Internet-Kriminalität. Kann man mal drüber reden, wird man aber sicherlich NIE davon betroffen sein.</p>
<p>Und heute? Lese ich „50 neue Nachrichten im Postfach“ (nach zwei Tagen ungecheckt) und davon zwei wichtige und zwei mit Werbung, die ich abonniert habe und mich interessieren und der Rest ist Dosenfleisch!!</p>
<p>Tja, so ändern sich die Zeiten. Ich erwische mich daher in der letzten Zeit immer mehr dabei, dass ich unlustig an den Email-Ordner gehe, weil ich doch eh weiß, dass das wieder nur ein nerviges Spam-Nachrichten- von- den- Guten- trennen sein wird (oder umgekehrt)&#8230; so wie in dieser Werbung, wenn der nette Chef seiner Angestellten einen ganzen Becher mit bunt gemischten Büroklammern auf den Tisch schüttet, auf den Haufen, den sie bereits sortiert hatte&#8230;. nur dass mir diesmal keine Versicherung und kein lustiger Sprecher aus dem Off helfen wird&#8230; sondern die Kleinarbeit an mir hängen bleibt. Kopf in den Sand. Emails ganz abbestellen? Oder eine zweite, dritte vierte persönliche Mail-Adresse einrichten? Eine für Verwandte, eine für Freunde? Und was ist dann mit meiner Identität im Netz, die viel-gelebte und viel-geliebte? Hey, das war doch <em>meine </em>geniale Idee mit dem Namen, den werde ich doch nicht aufgeben, nicht den Kopf in den Sand stecken, wegen so ein paar anonym verschickten Byte-Paketen! Pfff!</p>
<p>Man könnte ja darüber schmunzeln, aber letztendlich möchte ich nicht ausrechnen, wieviele Minuten und Stunden man/frau seines Lebens nur für dieses Herausfiltern verwendet und ab wann es dermaßen zeitaufwändig und nervig ist, dass man sich persönlich ändert (z.B. mit dem Neuanlegen einer Mail-Adresse). Bei neuen Blogs oder Foren ist es ja so, dass sie ungeschätzt schon nach einer Woche dermaßen mit Werbe-Mails verseucht sind, dass ein Weiterbetrieb fast nicht mehr möglich scheint. Und die ganzen Captchas und Haptchas und was weiß ich noch alles, machen das Neu-Anlegen selbst für den menschlichen Benutzer in manch Forum zu einer Qual. („r, l, i oder was ist das? soll ich das groß oder klein schreiben, die Buchstaben sind so verutscht??“)</p>
<p>Fast so, als ob man draußen eine gemütliche Sitzbank für alle aufbaut und die schon nach ein paar Stunden so mit Vogelkot übersät worden ist, dass sich keiner mehr draufsetzen mag und man die „unbelegten“ Plätze mit der Lupe suchen muss&#8230;</p>
<p>Ich frage mich einfach: Was bringt den Spammern eigentlich ihre Mail? Kann man davon leben? (Da gibt’s bestimmt schlaue Professoren, die darüber schon eine Studie angelegt haben!) Es ist ja nicht nur böser Spam, manchmal ist es einfach nur nervige Werbung. Die dafür zu Hauf, so wie im Briefkasten. Ich weiß „Aufkleber draufkleben“, geht beim Email-Ordner schlecht. Das Konfigurieren des Spam-Filters für Emails habe ich nie richtig verstanden und die Gefahr, dass wichtiges verloren geht, schien mir stets zu groß.</p>
<p>Ist das Versenden von Spam ein einträgliches Geschäftsmodell? Und was bedeutet die Spam für das Gemeinwesen des großen „pluralistischen“ Internets?</p>
<p>Fragen über Fragen, die ich derzeit nicht beantworten kann, weil ich noch so ein paar dumme Emails löschen muss&#8230;</p>
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		<title>Vergessen unmöglich</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2012/01/vergessen-unmoglich/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 09:55:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Geschrieben zu „Just a little love song“ und „Home again“ von Ikmus99

Die Zeit rennt mit großen Schritten, fragt nicht nach dem Morgen oder dem Gestern. Die Zeit läuft einfach und reißt alles mit sich mit.
Was gestern noch Bedeutung hatte, hat sich heute vielleicht schon in Luft aufgelöst. Liebe heilt, aber Liebe vergisst nie. Menschen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><em>Geschrieben zu „Just a little love song“ und „Home again“ von <a href="http://www.reverbnation.com/ikmus99" target="_blank">Ikmus99</a></em></p>
<p><em></em></p>
<p><strong>D</strong>ie Zeit rennt mit großen Schritten, fragt nicht nach dem Morgen oder dem Gestern. Die Zeit läuft einfach und reißt alles mit sich mit.</p>
<p>Was gestern noch Bedeutung hatte, hat sich heute vielleicht schon in Luft aufgelöst. Liebe heilt, aber Liebe vergisst nie. Menschen, die dir einst etwas bedeuteten, wirst du niemals mehr vergessen können. Da ist irgendso ein Mechanismus oben im Kopf, der das verhindert. Unser angeborenes Mitgefühl, unsere Fähigkeit zur Liebe und Verbundenheit vielleicht? Oder einfach nur die Tatsache, dass wir uns die aktuellsten Informationen stets aus dem Internet laden können? Also auch die Daten über unsere verflossenen Beziehungen und Mitmenschen? Wie dumm Menschen sind, wenn sie meinen, jemanden „einfach vergessen“ zu können. Und wie kurz die Ratschläge reichen, sich bei Abschiedsschmerz einfach nur ein wenig abzulenken&#8230;Mit dem Internet wächst alles zusammen, jede Person ist nur einen Klick entfernt. Das ist die neue Technologie-Realität, der wir uns stellen müssen. Und metaphysisch, vielleicht die größte Errungenschaft des Internets allerzeiten? Nein, nur für romantisch veranlagte Poetinnen, nicht für den großen Rest, der das Internet für schnöde Informationen, Nachrichten, Facebook-Blödeleien und Börsenkurse missbraucht&#8230;</p>
<p>Distanzlosigkeit- und zwar für ewige Zeit, so scheint es. Ein Fluch für all jene, die unter Liebeskummer leiden und innerlich wie äußerlich keine Distanz aufbauen können. Denn eigentlich, so denke ich mir, will die Stimme in uns doch nur Verbundenheit und Nähe zu anderen. Erst durch die gelebte Distanz, äußerlich wie innerlich können wir das Gegenteil spüren. Das Internet lächelt dich verlockend an und ist doch immer nur ein verzögertes Abbild der Realität, nicht die Realität an sich. Zeiten und Orte fallen zusammen auf einen einzigen Punkt&#8230; wo sie in Wahrheit doch unendlich weit entfernt sind. Das zu erkennen, erzeugt Schmerz. Schmerz darüber, dass wir nicht selbst ständig mit allen verbunden sein können. Müssen erst wieder eine Mauer aufbauen, eine Mauer aus Gedanken, Meinungen und Einstellungen.. wo es doch so einfach wäre&#8230;</p>
<p>Unsere innere Stimme ermahnt uns zum Guten hin.. Wonach wir uns wirklich sehnen..Da auf dem Monitor steht es! Da sieht man es, laut und deutlich, die Augen und Ohren können doch nicht irren?</p>
<p>Eine leise Stimme, die wir zwar knebeln können, die aber immer jammern und wimmern wird. Die einfach nicht aufzuhalten ist. Die sich mit dem Tanz der Neuronen zu neuen Taten verbindet. Einfach und effektiv. Das heißt dann „aus der Mitte heraus zu handeln“ und führt meistens zu Erfolg oder Fortschritt. Oder zu einer ganz großen Dummheit, die man ohne Liebe niemals gemacht hätte&#8230; Ganz anders, viel eindeutiger und verrückter als das ewige Jammern, Nach- Grübeln und die Klein-Aufrechnerei, die  nur zu Verzweiflung, Depression und Stillstand führen.</p>
<p>Es ist leicht, nach der Mitte des Herzens zu handeln, wenn man die Stimme denn nur endlich mal hören würde&#8230;</p>
<p>Dann spielt auch das Vergessen keine Rolle mehr, dann ist alles real, alles „im Jetzt“.</p>
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		<title>Hoch zu Ross</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 09:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[
Moderne Polizisten mit umfangreicher Ausrüstung und dem neusten technischen Schnickschnack hoch zu Ross auf Streife durch die Straßen trabend- dieses Bild ruft in mir immer unweigerlichen einen heftigen Anachronismus hervor. Warum nutzt man in diesen modernen Zeiten von Handy, Pfefferspray und Schlagstock eigentlich noch ein Pferd, welchen Sinn macht das? Wie sie dann majestätisch durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/pferd2.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-3718" title="Pferd auf der Weide" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2012/01/pferd2-235x300.jpg" alt="Pferd auf der Weide" width="235" height="300" /></a></p>
<p>Moderne Polizisten mit umfangreicher Ausrüstung und dem neusten technischen Schnickschnack hoch zu Ross auf Streife durch die Straßen trabend- dieses Bild ruft in mir immer unweigerlichen einen heftigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anachronismus" target="_blank">Anachronismus</a> hervor. Warum nutzt man in diesen modernen Zeiten von Handy, Pfefferspray und Schlagstock eigentlich noch ein Pferd, welchen Sinn macht das? Wie sie dann majestätisch durch die Straßen reiten, auf Demonstrationen zusätzlich gepanzert und mit Hilfsmitteln ausgestattet, das erinnert eher an eine mittealterliche Kavallerie, als an eine moderne Polizei.</p>
<p>Welche Pferde werden dazu benötigt, welche Eigenschaften bringen sie mit? Und wie ist das mit den Reitern selbst? Was motiviert sie, was treibt sie an?</p>
<p>All diese Fragen wurden in der Reihe „<a href="http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1084015.html" target="_blank">Expeditionen ins Tierreich</a>“ im NDR beantwortet, die sich in der aktuellen Ausgabe der wiedereingeführten Hamburger Reiterstaffel widmet. Im Internet ist die Sendung noch komplett anzuschauen (Mediathek) und am 12.01. um 11:30 Uhr wird sie nochmal im Fernsehen wiederholt.</p>
<p>Für alle Pferdefreunde und Anhänger einer modernen und vorausschauend denkenden Polizei „nah am Bürger“ ist die Dokumentation sehr sehenswert. Vor allem zum Schluss, als die neu ausgebildeten Reiter mit alten, erfahrenen Pferden (aus Hannover) einen Fußballzug begleiten müssen und dabei noch zusätzlich von Sprengkörpern und pöbelnden Fans aufgeschreckt werden, läuft es einem kalt den Rücken herunter. „Die armen Tiere“ denke ich mir nur dabei und wie blöd Menschen sein können, vor allem randalierende Fußballfans. Letztendlich werden die Tiere aber so ausgewählt und ausgebildet, dass sie sich an solche Strapazen gewöhnen.</p>
<p>Es kostet viel Zeit und viel Arbeit, die Tiere soweit zu bringen, dass sie diesen schwierigen Aufgaben gewachsen sind. Aber wenn, dann haben der Polizist und die Polizistin das schönste und lebendigste Polizeiauto, das man sich vorstellen kann.</p>
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		<title>Das unbezahlbare Weihnachtsgefühl</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/12/das-unbezahlbare-weihnachtsgefuhl/</link>
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		<pubDate>Mon, 19 Dec 2011 10:06:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Glauben]]></category>
		<category><![CDATA[Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist es nicht seltsam, wie sehr man für ein richtiges „Weihnachtsgefühl“ abhängig vom Wetter ist? Aber was soll das schon sein, ein  Weihnachtsgefühl! Und überhaupt, vom Wetter abhängen? Das kann ja höchstens übersentimentale Poetinnen und andere christliche Romantikerinnen betreffen- aber nachweisbar ist es ganz sicher nicht!
Nun ja, ich will es dennoch mal versuchen. Dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ist es nicht seltsam, wie sehr man für ein richtiges „Weihnachtsgefühl“ abhängig vom Wetter ist? Aber was soll das schon sein, ein  Weihnachtsgefühl! Und überhaupt, vom Wetter abhängen? Das kann ja höchstens übersentimentale Poetinnen und andere christliche Romantikerinnen betreffen- aber <em>nachweisbar </em>ist es ganz sicher nicht!</p>
<p>Nun ja, ich will es dennoch mal versuchen. Dieses Jahr gab es also noch kein Schnee. Zumindest nicht für die Leute in Deutschland und für die meisten im Flachland. Etwas weiter höher in den Bergen soll es ja durchaus schon weiße Flöckchen gegeben haben. Ansonsten: Regen, Wind und Matsch, soweit das Auge trieft. Vor allem Wind, z.B. gestern. Da flog einem die Mütze nur so vom Kopf. Der Wind zerrte mit seinen kräftigen Armen am Balken der Unterkunft und wollte mal wieder zeigen, was er so drauf hat. Es pfiff und blies nur so, was das Zeug hielt. Einen ganzen Tag lang. Schwindel in den Ohren, irgendsoeine gereizte Stimmung hatte sich ebenfalls breit gemacht. Vom Wetter, ach komm! Was bist du doch nur für ein Waschlappen. Da muss man wirklich schon sehr empfindlich sein, davon so abhängig zu sein. Oder darauf so zu achten, das wird auch immer schlimmer dann!<br />
 Was sollen die Extrem-Bergsteiger erst sagen? Oder die extrem Lang-auf-einen-Pilgerpfad-Marschierer? Oder die Leute, die damals zur Antarktis gesegelt sind? Die wären froh, über diese netten mittelwarmen Temperaturen und die frische Brise. Also, wie immer eine Frage der Perspektise.</p>
<p><span id="more-3711"></span></p>
<p>Aber nein, wir verwöhnten Westeuropäer mit unserem allseits umschließenden Komfort- und Luxusapparaten, die wir kaum noch 500 Meter zu Fuß selbst irgendwo hingehen, die ihr Essen schon lange nicht mehr anbauen oder jagen müssen, sondern bequem im Supermarkt in den Wagen schaufeln- ja wir, die wie oft noch nichtmal was für unser Geld tun, sondern von irgendeinem System irgendwie Geld aufs Konto gespritzt bekommen- meistens zuviel, vor allem wenn man sich bestimmte Berufsgruppen oder Politiker anschaut&#8230;.</p>
<p>Also wir sollten nicht jammern&#8230; denn uns geht es ja eigentlich gut. Aber dennoch will kein Weihnachtsgefühl aufkommen.<br />
Also, was könnte das nun sein, das <em>Weihnachtsgefühl</em>? Da ich keine Theologin bin und mich für diesen Fachbereich auch nur wenig interessiere, muss ich versuchen, es irgendwie anders herzuleiten oder zu erklären. Mehr über das, was bei den Menschen angekommen ist, wie sie Weihnachten damals und heute <em>empfinden</em>. (Denn es geht ja um ein Gefühl, nicht um eine theologische Interpretation; und das Gefühl sitzt oftmals näher am Glauben als die Logik)</p>
<p>Ich denke, vielleicht hängt es damit zusammen, dass der ursprüngliche Sinn des Weihnachtsfest ja eine „frohe Verkündung“ gewesen ist. So ein bisschen Licht in die dunkelste Zeit des Jahres bringen. Eine frische Botschaft, sehr ermutigend, fast noch heiterer als an Ostern. Also, Licht, Wärme, Weihnachten, Essen, Geschenke- das passt nur alles gut, wenn man vorher davon wenig gehabt hat. Wenn man vorher dieser Dinge <em>entbehren</em> musste.</p>
<p>Und daher glaube ich, dass das Weihnachtsfest ins Mittelalter oder in die Zeit davon noch besser gepasst hat. Weil man z.B. nicht mit 5 Kwh am Tag die Bude beleuchtet hat. Und mit weiteren 2Kwh am PC abgehangen und sich den ganzen Tag auf Twitter verlustigt hat.  Licht war etwas seltenes, Strom nicht bekannt. Und eine große Kerze oder ein leuchtender Stern in der Kirche schon etwas besonderes. Auch Anregungen waren sicherlich etwas besonderes, so hockten die ärmeren Leute von früher doch bestimmt wochenlang in ihren Häusern ohne jede nennenswerte Form von Abwechslung und Zerstreuung. Was soll man also machen, wenn die Felder nicht bestellt werden können, es draußen fünfzehn Grad minus sind und man ständig Holz nachlegen muss, damit einem nicht die Finger abfrieren? Zehn Leute in einem Zimmer, nebenan die Tiere, die mit ihren Hintern das kleine Anwesen zusätzlich wärmten. Dicht an dicht, Mensch und Tier, so idyllisch und doch irgendwie nicht stellt man sich das doch meistens vor. Als Highlight wurde dann mal ein Buch vorgelesen, wenn es denn jemand gab, der lesen konnte. Vielleicht kam ja auch ein Pfarrer vorbei und las mal eine Runde für die Kinder? Nein, der hatte bestimmt keine Zeit&#8230; also war es meistens langweilig. Man spielte vielleicht was oder strickte und kümmerte sich generell um die Hausarbeit, während die Männer draußen waren und etwas taten, was Männer eben so tun (jemand jagen, Holz hacken, sich besaufen.. oder sowas in der Art).</p>
<p>Also Kinder, und dann kam Weihnachten. Die Omis unter uns und vor allem die Uromis werden es sicherlich noch in Erinnerung haben. Man kratzte die letzten Reste zusammen, das Ersparte und kaufte mal was richtig leckeres zu Essen! Ein Festmahl, das war etwas besonderes. Keine zwei Kilo Fleisch aus dem Supermarkt für 3,50 Euro, damit kann man doch niemand mehr locken. Der beste Wein wurde aus dem Keller geholt, der, der schon Staub angesetzt hatte und dann feierlich an Heiligabend oder am Tag drauf entkorkt. Und gebetet wurde! Die Gottesdienste waren sicherlich länger als heute.. oder auch kürzer, weil es kälter war? Auf jeden Fall gingen die meisten Leute in die Kirche, weil da ein wenig Abwechslung geboten wurde. Chatten und SMS und Facebook gab es ja noch nicht, das muss man sich mal vorstellen. Also musste man was tun, was Menschen so tun: Mit dem Mund reden.</p>
<p>Tja&#8230; also das <em>Weihnachtsgefühl</em> enstand durch den Kontrast zum entbehrungsreichen (Haupt-)Teil des Lebens. Dazu kamen noch die Worte der Pfarrer und Priester, die dem ganzen noch einen emotionalen Kick gaben. So eine Art geistiges Aufwärmmittel für trübe Tage. Heute schauen wir stattdessen einen guten Movie oder ziehen uns eine neue CD rein. Salbungsvolle Worte eines Pfaffen locken uns schon lange nicht mehr vom Ofen weg. Wir sind aufgeklärt und können uns die Welt weitgehend selbst erklären. Wir haben keine Angst mehr, denn das Lachen hat die Furcht zerstört und ohne Furcht gibt es keinen Glauben (frei zitiert aus &#8220;Der Name der Rose&#8221;) Der Kontrast fehlt und wo es keinen Kontrast gibt, gibt es keinen Reiz und keine Motivation.</p>
<p>Daher denke ich, dass Weihnachten, so wie es mal gedacht war, heute nicht mehr gut funktioniert. Kein Schnee, keine Kälte, stattdessen Klimaerwärmung und Wetterextreme (Sturm). Wir haben alle Dinge im Überfluss, also wissen wir auch nicht mehr, was Hunger ist. Die Freude am Essen entfällt (bis auf einen kleinen Rest). Alkohol haben wir das ganze Jahr, meistens zuviel, auch kein Grund sich zu freuen. Von den Medien werden wir ständig berieselt und die Freunde laden wir uns aus dem Internet.</p>
<p>Wie kann da Freude oder Demut aufkommen? Wie kann man dabei ein christliches Gefühl der Dankbarkeit empfinden? Wahrscheinlich gar nicht, die Freude (eher das Glück) beschränkt sich auf den Konsum und das Beisammensein mit lieben Verwandten und Freunden (wenn es keinen Streit gibt, die leider an Weihnachten ebenfalls häufig sind).</p>
<p> Ein einfacher Tipp, diese Freude zu steigern läge z.b. darin, sich vor Weihnachten zu beschränken. Die Dinge, die man sonst so macht zu reduzieren, ähnlich wie in der Fastenzeit. Da kann man im November schon anfangen: Weniger essen, weniger kaufen, weniger Computer und Handy benutzen, weniger bloggen, weniger sinnloses Zeug reden, weniger von allem&#8230; und dann an Weihnachten das Kontrastprogramm genießen. Letztendlich wird ja durch die Beleuchtung, das gute Essen und der maßlose Konsum die Freude &#8220;am Fest&#8221; nochmal gesteigert, aber da wir vorher schon meistens viel gehabt haben, funktioniert es nicht wirklich.</p>
<p>Was noch gut wäre, wäre ein christlicher Glauben als gedankliches Über-Gebäude, aber das kann man nicht erzwingen. Man kann Weihnachten durchaus genießen, wenn man atheistisch ist oder eine andere Religion hat. Was man nur braucht, ist eine innere Erkenntnis, eine innere Wandlung. Vielleicht zu mehr Demut, zu mehr Bescheidenheit. Dass man sich von den weltlichen Dingen etwas freimacht und hinterher eine größere Dankbarkeit dafür verspürt. Daraus entsteht dann auch Mitgefühl. </p>
<p>Alles in allem keine leichte Aufgabe, vor allem wenn es keinen Schnee gibt..</p>
<p><!--more--></p>
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		<title>Ein Nachruf</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 18:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Birkenbihl]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Meme]]></category>

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		<description><![CDATA[Vera F. Birkenbihl ist tot. Ich habe davon erst gar nichts erfahren, sondern erst über Umwege davon gehört. In den meisten Mainstream-Medien hat man überhaupt nichts dazu gelesen. Und auch, wenn man den Begriff bei Google eingibt, findet man fast ausschließlich Blog-Einträge, aber keine „großen“ Nachrichtenseiten.  Die Wikipedia ist etwas sparsam, wie fast immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vera F. Birkenbihl ist tot. Ich habe davon erst gar nichts erfahren, sondern erst über Umwege davon gehört. In den meisten Mainstream-Medien hat man überhaupt nichts dazu gelesen. Und auch, wenn man den Begriff bei Google eingibt, findet man fast ausschließlich Blog-Einträge, aber keine „großen“ Nachrichtenseiten.  Die Wikipedia ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vera_Felicitas_Birkenbihl">etwas sparsam</a>, wie fast immer bei sozialen, psychologischen oder pädagogischen Themen.</p>
<p>Dieses Besetzen von Nischen passte vielleicht zu ihrem Leben. Ich habe ein paar Vorträge von ihr auf DVD und im Internet angeschaut. Was mich an ihr inspiriert hat, war ihre Art zu denken, ihr wissenschaftlicher Charakter und ihr Forschergeist, der bei Frauen doch recht selten ist und zumindest eher selten so intensiv umgesetzt wird. Sie hat es sich und anderen nicht leicht gemacht, war sehr intelligent und fleißig und brachte die Dinge auf den Punkt. So wie eine Wissenschaftlerin sein muss.</p>
<p>Aber meine Worte dazu sind nicht ausreichend. Schon die ersten beiden Blog-Beiträge, die ich gefunden habe, können das alles viel besser und genauer beschreiben:</p>
<p>z.B. <a href="http://www.steadynews.de/allgemein/zum-tod-von-vera-f-birkenbihl-ein-weiterer-nachruf-von-eva-ihnenfeldt" target="_blank">Hier</a> oder <a href="http://blog.coach-your-self.tv/index.php/2011/12/04/coach-your-selftv/in-memoriam-vera-f-birkenbihl-ist-tot/" target="_blank">hier</a></p>
<p>Bücher von ihr habe ich nur eins, das über die <a href="http://www.amazon.de/Kommunikationstraining-Zwischenmenschliche-Beziehungen-erfolgreich-gestalten/dp/3636072536/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1324146521&amp;sr=8-1" target="_blank">Kommunikation</a>. Ein schönes, dickes rotes Buch, damals mein erstes über Kommunikationspsychologie. (Leider ist die praktische Umsetzung sehr viel schwieriger als gedacht) Viel Theorie, aber auch viel zum Selbstdenken und Mitdenken. Wissenschaftlich, ausgewogen, gut. Außerdem steht im Regal noch die CD von ihr „Von nix kommt nix“, die ebenfalls <a href="http://www.amazon.de/Von-Nix-kommt-nix-Birkenbihl/dp/B000MGBMB8/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;qid=1324146582&amp;sr=8-3" target="_blank">sehr sehenswert</a> ist. (Daraus hängen geblieben ist bei mir: werden sie Jäger! Gehen sie auf die Suche und beschäftigen sie ihr Gehirn; bauen sie selbstständig Verbindungen auf, lernen sie frei zu denken- so ungefähr in der Art, sie beschreibt das sehr gut und weckt in einem die Freude am Lernen und Denken)</p>
<p>Als Begriff eingeprägt hat sich bei mir außerdem der Begriff der „Meme“, also eine Art gedanklichen Virus, den man ohne zu Hinterfragen übernimmt und der von seiner Struktur meistens eine Art <em>Vorurteil </em>ist. Das zu erkennen, halte ich für sehr wichtig. Gerade wenn man bloggt und sich oft und viel Meinungen über andere macht, ist es umso wichtiger, dass man auch die eigene Art zu denken hinterfragen kann. Gehört so ein wenig zum Begriff „Freiwilliger Blogger-Kodex“, falls es so etwas geben sollte. Ist natürlich auch für alle anderen Arten von Menschen sinnvoll&#8230;</p>
<p>Hatte ich im Blog schonmal erwähnt, wen es interessiert, hier nochmal der Youtube-Link:<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=XY60DBP4UQk">http://www.youtube.com/watch?v=XY60DBP4UQk</a></p>
<p>Zudem liest man oft, dass ihre Anleitungen zum besseren Lernen sehr gut sein sollen, insbesondere wenn es um Fremdsprachen geht.</p>
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		<title>Sieben-Gummistiefel</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/12/sieben-gummistiefel/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 10:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jahresrückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[
Oh, ich sehe gerade, das Jahr rennt mit Sieben-Gummistiefeln auf das Ende zu und ich hab seit über einem Monat keinen anständigen Artikel mehr formuliert? Da wird es aber Zeit was zu ändern und ich denke, ich fange gleich mit dem wichtigsten Thema an.. also mal überlegen, was gab es so 2011? Irgendwas wichtiges, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/gummistiefel.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3700" title="gummistiefel" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2011/12/gummistiefel-300x295.jpg" alt="Gummistiefel-Zeichnung" width="300" height="295" /></a></p>
<p>Oh, ich sehe gerade, das Jahr rennt mit Sieben-Gummistiefeln auf das Ende zu und ich hab seit über einem Monat keinen anständigen Artikel mehr formuliert? Da wird es aber Zeit was zu ändern und ich denke, ich fange gleich mit dem wichtigsten Thema an.. also mal überlegen, was gab es so 2011? Irgendwas wichtiges, was philosophisches? Was für die urdeutschen Bedenkenträger und die political korrekten Aufregungs- und doch wieder vergessen-Medien-Mentalität?</p>
<p>Also, da gab es Fukushima, den schwarz-gelben Atomausstieg, Stuttgart 21- Geplärre, den ersten grünen Ministerpräsidenten im Ländle, Guttenberg &amp; sein fettes Comeback, das dunkelrote Traumpärchen Wagenknecht und Lafontaine, den Niedergang der FDP Richtung Nullinie, es gab den ekelerregenden EHEC-Erreger (wow 11 E&#8217;s in drei Worten), es gab die grausligen Anschläge in Norwegen, so bissel Finanzkrise und Euro-Gezerre, Osama bin Laden wurde getötet, Gaddafi ebenfalls, einige Revolutionen in islamisch geprägten Ländern des nahen und fernen Ostens, es gab eine royale Ehe a la carte, ein Pummelchen aus der Kelly-Familiy wird Dancing Star, aber hey, das war doch eigentlich alles NICHTS.</p>
<p>Das ist alles kein Artikel wert, denn das Wichtigste von allem, das war&#8230;.</p>
<p>*<em>Trommelwirbel</em>*</p>
<p>…..dass „Wetten Dass!“ endet und es keinen Nachfolger gibt! Buhuu! Und ich habe schon gedacht, das hübsch-blöde Blondchen aus der Schweiz zeigt, was in einer <a href="http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/frauen-packen-die-keule-aus-hunziker-und-reding-fordern-feste-frauenquote_aid_644447.html">echten Feministin</a> steckt und durchbricht die Männer-Machowelt mal für einen Tag lang&#8230; wenigstens für einen Tag, bitte! das wird doch nicht so schwer sein&#8230; hat man eigentlich je ernsthaft über diese Option nachgedacht?? Berlusconi ist doch auch gegangen (worden) und der weiß, wie man das mit dem Feminismus und den Blondinen im Fernsehen macht.. (süße Verpackung und bittere Botschaft, da können sich die konservativen, biederen deutschen Feministinnen mal eine dicke Scheibe von abschneiden, ach ne, am besten gleich <a href="http://www.handelsblatt.com/politik/international/ex-showgirl-kuemmert-sich-im-berlusconi-kabinett-um-gleichberechtigung/2955984.html">das ganze Brot</a>! )</p>
<p>Aber jetzt DAS! Keiner &#8211; will – es &#8211;  machen! Meine Lieblings-Show, die einzige Sendung, bei der (bevorzugt deutsche) Promis problemlos 10fach recycelt werden können und man den ausländischen Stars zeigen kann, wie bieder und blöd das deutsche Fernsehen eigentlich sein kann.</p>
<p>Buhuu! Ich bin so unendlich traurig.</p>
<p>Wann findet man endlich einen Nachfolger? Nicht, dass die Sendung ganz eingestampft werden muss&#8230; das wäre nun wirklich <span style="text-decoration: line-through;">k</span>eine Option.</p>
<p>Traurige Nachrichten und ein ereignisreiches 2011. Und drei grippale Infekte in zwei Monaten.</p>
<p>Und kein Schnee. Und noch keine Geschenke. Zeit, den Rückblick zu beenden, bevor es wieder zu tragisch wird.</p>
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		<title>Ein Seemannslied</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:36:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Seemann]]></category>

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		<description><![CDATA[Page One von Kalkbrenner – irgendwie schön, irgendwie passend zur Jahreszeit und all den vielen, sich vermischenden Ereignissen, die in meinem Kopf einen dumpfen Nebel aus lautloser Traurigkeit und stiller Hoffnung erzeugen&#8230;
Ich wünschte nur, es wäre ein wenig länger, man hätte ruhig noch ein paar Strophen dran hängen können. Die Melodie ist so schön traurig-eingängig, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=fy0LjSrtW7A"><strong>Page One</strong></a> von Kalkbrenner – irgendwie schön, irgendwie passend zur Jahreszeit und all den vielen, sich vermischenden Ereignissen, die in meinem Kopf einen dumpfen Nebel aus lautloser Traurigkeit und stiller Hoffnung erzeugen&#8230;</p>
<p>Ich wünschte nur, es wäre ein wenig länger, man hätte ruhig noch ein paar Strophen dran hängen können. Die Melodie ist so schön traurig-eingängig, eine wunderbare Vorlage für einen minimalistischen Techno-Song.</p>
<p>Page Two, scheint es nicht viel länger zu machen.</p>
<p>Erst der <a href="http://www.youtube.com/watch?v=LGYe_TT35L8">dritte Teil</a> knackt fast die dritte Minute&#8230;</p>
<p>Die ganzen Remixe können da nicht mithalten&#8230;</p>
<p>Die <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Xc50Nt68ARc">Piano-Interpretation</a> ist hingegen sehr nett. Bin immer wieder erstaunt, wieviel begabte Künstler sich im Netz tummeln. Und Youtube ist eine tolle Plattform für sie.</p>
<p>Fast so gut (aber nur fast&#8230; ) wie &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=pNAR60LSqnY&amp;feature=related">Video Games</a>&#8221; von Lana del Rey</p>
<p>bis es wieder gelöscht wird&#8230;</p>
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		<title>Der Prophet</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 11:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[„Liebe gibt nichts als sich selber und nimmt nichts, als aus sich selbst heraus. Liebe besitzet nicht und lässt sich nicht besitzen, denn Liebe genügt der Liebe.“
Aus „Der Prophet“ von  Khalil_Gibran
Ebenfalls zitiert im Song „Der Prophet“ von Schiller
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Liebe gibt nichts als sich selber und nimmt nichts, als aus sich selbst heraus. Liebe besitzet nicht und lässt sich nicht besitzen, denn Liebe genügt der Liebe.“</p>
<p>Aus „Der Prophet“ von  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Khalil_Gibran">Khalil_Gibran</a><br />
Ebenfalls zitiert im Song „<a href="http://www.youtube.com/watch?v=ROK8sKSAn_A">Der Prophet</a>“ von Schiller</p>
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		<title>Das Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgedachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenquote]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Interviewer auf der Straße: „Guten Tag ich bin vom Blogger-TV und wir machen eine Umfrage. Was halten sie von der Frauenquote? Sind sie dafür oder dagegen? Betrifft es sie und was könnte die Politik ihrer Meinung nach besser oder anders machen?“
Eine Frau: „Frauenquote? Natürlich bin ich dafür, Frauen sollten viel besser gefördert werden. Immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Der Interviewer auf der Straße: „Guten Tag ich bin vom Blogger-TV und wir machen eine Umfrage. Was halten sie von der Frauenquote? Sind sie dafür oder dagegen? Betrifft es sie und was könnte die Politik ihrer Meinung nach besser oder anders machen?“</em></p>
<p>Eine Frau: „Frauenquote? Natürlich bin ich dafür, Frauen sollten viel besser gefördert werden. Immer nur diese Männer in Anzügen an der Spitze, diese Klonarmee. Die Führungsriege braucht Farbe und Abwechslung!“</p>
<p>Ein Mann: „Oh nein, schon wieder ein Versuch dieser Feministen uns irgendwas mit Gesetzen aufzudrücken. Als Mann fühle ich mich in diesem Land mittlerweile diskriminiert. Reicht es nicht, dass man als Mann arbeiten muss und im schlimmsten Fall hohen Unterhalt für eine Frau zahlen muss, die es sich gemütlich macht? Es ist doch bekannt, dass Frauen nicht so ehrgeizig sind. Daran wird eine Quote auch nichts ändern.“</p>
<p>Der Unternehmer und Darwinist: „Der Eingriff in die Selbstbestimmung der Unternehmen ist kontraproduktiv. Es erinnert mich mit dieser Steuerung von oben an alte DDR-Zeiten. Die moderne Berufswelt ist Kampf und Krieg und Unternehmen sind die Kommandozentralen dieses Krieges. Nur der stärkste wird überleben und nur die stärkste AG wird sich an der Börse behaupten können. Daher brauchen wir die Auslese über die Qualifikation. Wenn wir plötzlich Frauen an die Führung lassen und die sich dann während eines wichtigen Meetings die Nägel feilen oder Mutterschaftsurlaub nehmen- wo kommen wir denn da hin? Daher bin ich gegen eine Quote.“</p>
<p>Die Hausfrau: „ Tja Führungsposition hin oder her, aber das betrifft mich sowieso nicht. Es soll ja Geschäftsfrauen geben, die sich darum reißen, aber für mich ist das nichts. Was ändert die Debatte eigentlich an meinem eigenen, täglichen Leben? Aus diesem Grund lese ich sowieso nicht gerne Zeitungen und schalte die Nachrichten nur beim Bügeln ein. Man sollte lieber noch mehr für Familien oder den Ausbau der Kitas tun. Dann könnte ich auch noch länger arbeiten und mein Mann könnte auch mal einen Tag frei nehmen. Was die Politkerinnen da oben reden ist für mich fernes Geschwätz.“</p>
<p>Der junge, aufstrebende Jurist „Ich mach sowieso Karriere, ob ihr wollt oder nicht. Ein erfolgreicher Mann findet die hübscheste Frau, so war es doch schon immer, oder? Für mich ändert sich daher null. So, keine Zeit ich muss ins Fitness-Studio&#8230;“</p>
<p>Die Geschäftsfrau „Quoten finde ich super. Ich habe hart gearbeitet, lange studiert, aber im Beruf dennoch das Gefühl, dass ich nicht weiterkomme und in die Büros unsichtbare Decken eingezogen sind. Die Männer trinken nach der Arbeit noch ein Bier und bilden starke Männerbünde. Als Frau fühle ich mich da außen vor. Wenn ich in einen Raum komme, wo nur Männer arbeiten, fühle ich mich wie ein Fremdkörper. Die starren mich alle an und berurteilen mich nur nach dem Aussehen. Eine Quote würde mir helfen, mich in der Firma zu behaupten, und noch weiter nach oben zu kommen. Und wer weiß, vielleicht denken die Leute dann um und ich werde endlich so akzeptiert, wie ich bin? Ich hoffe, dass man meine Qualifikation nicht nur nach meinem Geschlecht beurteilt, das ist nämlich auch diskriminierend. Ich bin aber auch bereit, ohne die Quote hart zu arbeiten und mich in diesem Umfeld zu beweisen. “</p>
<p>Der Arbeiter im Stahlwerk: „Man hört immer nur was von den da oben und immer nur die Frauen. Wer denkt eigentlich mal an uns? Wir leisten die Hauptlast der körperlichen schweren Arbeit. Wann kommt man wieder eine Lohnerhöhung? Was ist mit unseren Renten? Warum müssen wir eigentlich den möglichen Zusammenbruch der Banken und die Euro-Krise zahlen? Nein, ich habe der Politik schon längst abgeschworen. Die behandeln Probleme, die mich nichts angehen. Und auf eine Frauenquote pfeife ich. Das nächste Mal wähle ich was rechtes oder was ganz linkes.“</p>
<p>Die junge Studentin „Ich finde es super, dass derzeit soviel über uns Frauen geredet wird. Die Situation ist zwar noch ziemlich schlecht und ich möchte auch mal Kinder bekommen. Die harte Arbeitswelt schreckt mich ein wenig ab, aber auch dass in vielen Chefetagen nur Männer sitzen. Zählen wir Frauen denn überhaupt nicht? Immerhin kaufen wir den Großteil der täglichen Konsumprodukte und verwalten über 70% des privaten Haushalts-Einkommens. Wenn die Politik was für uns Frauen tut und es ihnen wirklich wichtig ist, werde ich vielleicht noch länger arbeiten und mein Studium ist dann nicht umsonst. Jetzt bin ich wieder motiviert. Wann ist die nächste Vorlesung?“</p>
<p>Der jugendliche (männliche) Schulabrecher: „Cool, Führungsposition klingt echt super. Würde ich auch gerne haben, dann könnte ich meine neue Freundin beeindrucken. Leider muss ich dazu erstmal den Hauptschulabschluss schaffen.“</p>
<p>Der Mensch mit Migrationshintergrund „Ich nix deutsch. Frau zu hause. Bleibt so, basta!“</p>
<p>Der Psychologe „Frauen und Männer haben unterschiedliche Qualifikationen, aber vor allem unterschiedliche Wertvorstellungen und Eigenschaften. Aus diesem Grund ist es nachvollziehbar, dass man in extremen Positionen weniger Frauen findet, weil diese insgesamt eine besser Work-Life Balance aufrecht erhalten und weil ihnen ethische und soziale Werte im Durchschnitt wichtiger sind. Wenn man wirklich etwas ändern wollte, müsste man an der Unternehmenskultur und der gesellschafltichen Debatte über Arbeit an sich etwas tun. Nun mit Quoten etwas aufzusetzen, wird an den Ursachen und den psychologischen Dispositionen nichts ändern!“<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2011/10/das-interview/#footnote_0_3676" id="identifier_0_3676" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Vergleiche hierzu z.B. http://www.leadership.info/1278/spas-im-beruf-und-ethische-werte-sind-frauen-wichtig/ ">1</a></sup></p>
<p>Der Sozialwissenschaftler „Das ist Unfug, was sie da sagen, Herr Kollege. Natürlich wird sich etwas ändern. Es ist doch die Frage, was ändert sich zuerst: Die Gesellschaft oder die Rahmenbedingung? Wenn wir die Rahmenbedingungen ändern, müssen sich auch die Köpfe ändern. Natürlich wird es am Anfang harten Widerstand geben, das ist nur natürlich. An den Geschlechterverhältnissen etwas zu ändern, ist vielleicht das schwierigste, was die Politik wagen kann. Nirgends sonst sind die Fronten so verhärtet und die Debatten so aufgeheizt. Der aktuellen Feminismus-Kultur weht ein harter Gegenwind entgegen. Man sollte die Diskussion auf anderen Ebenen weiterführen und sie nicht alleine auf das Geschlecht reduzieren. Aber jetzt einfach die Flinte ins Korn werfen und so weitermachen, wie immer.. da macht man es sich ein wenig zu leicht, meinen Sie nicht?“</p>
<p>Der Pessimist und Realist „Ach egal, in drei Tagen hat man das Ganze sowieso wieder vergessen. Dann wird eine neue Sau durchs Dorf gescheucht. Also rege ich mich gar nicht erst auf, spart Energie!“</p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3676" class="footnote"> Vergleiche hierzu z.B. <a href="http://www.leadership.info/1278/spas-im-beruf-und-ethische-werte-sind-frauen-wichtig">http://www.leadership.info/1278/spas-im-beruf-und-ethische-werte-sind-frauen-wichtig</a>/ </li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
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		<title>Das Brötchenlabyrinth 2</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 08:07:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Globalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Industrie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei den Brötchen geht es mir natürlich nicht um die Brötchen alleine. Wenn man genau hinschmeckt, wird man vielleicht überhaupt gar keinen Unterschied erkennen. Brötchen sind im Mund, sowie im Handel „schnelldrehende Ware“, die nie einer besonders langen Halbwertszeit unterlagen.
Dennoch sind es Details, die beim aufmerksamen Blick in die „Gesamtwelt“ unweigerlich auffallen müssen. Früher gab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den Brötchen geht es mir natürlich nicht um die Brötchen alleine. Wenn man genau hinschmeckt, wird man vielleicht überhaupt gar keinen Unterschied erkennen. Brötchen sind im Mund, sowie im Handel „schnelldrehende Ware“, die nie einer besonders langen Halbwertszeit unterlagen.</p>
<p>Dennoch sind es Details, die beim aufmerksamen Blick in die „Gesamtwelt“ unweigerlich auffallen müssen. Früher gab es eben einen guten Bäcker, der sogar frische Brötchen gebacken hat&#8230; und im Supermarkt gab es keine Brötchentheke. Dann kam die Globalisierung und die Nachfrage der Kunden nach günstigen Produkten- voilá hat sich unsere Produkt- und Lebenslandschaft verändert, ob wir das wollen oder nicht. Früher gab es auch große Postfilialen mit vier oder fünf Mitarbeitern, die alle top ausgebildet waren und sehr freundlich sich aller Probleme angenommen haben. Es gab gute Öffnungszeiten und sogar das kleine Dorf auf dem Land hatte eine Poststelle. Pakete wurden nicht beim Nachbar drei Häuser weiter abgeliefert, der einem schonmal wegen des überstehenden Baumes angemeckert hatte, sondern kamen in die vertrauensvolle Post-Filiale zurück, wo sie dann zeitnah auf dem Weg von oder zur Arbeit abgeholt werden konnten.</p>
<p>Heute sind die Post-Verkaufsschalter oft in andere Läden integriert und richten sich nach deren Öffnungszeiten. Paket-Zettel bekommt man schon lange nicht mehr, Globalisierung heißt, dass man seinen bezahlten Waren hinterher rennen muss. Geschwindigkeit und schnelle Erreichbarkeit, kurze Lagerhaltung ist eben alles! (Für die AG, nicht für den Kunden)</p>
<p>Bildung und post-spezifisches Wissen? Ist dort meistens Mangelware, hat man irgendwie gleich mit eingespart. Aber es gibt doch den Fachkräftemangel&#8230;</p>
<p>Die Folge ist, dass die Läden entweder nicht zu erreichen sind, die Schlangen meistens groß, die Verkäufer oft keine Ahnung von den Postprodukten haben und das Gesamtangebot für den Kunden <em>schlechter </em>geworden ist. Genauso wie die Brötchen, die nun <em>schlechter </em>schmecken und weniger lang halten, als noch vor zwanzig Jahren. Brötchen, die mit bestimmten Zustatzstoffen aufgepeppt worden sind (z.B. Backtriebmittel), halten aber auch nicht so lange und werden schneller alt und trocken, also weggeworfen. Durch das Sparen bei der Erzeugung wird auch die Verschwendung vergrößert. Geiz ist eben nicht immer geil, sondern oft sehr kurzsichtig und mit negativen Folgen behaftet.</p>
<p>Das Thema Lebensmittel und die negativen Seiten Industrialisierung (vor allem Kapitalisierung) der Lebensmittelerzeugung ist für mich ein sehr wichtiges Thema. Schließlich geht es dabei um das, was wir täglich essen. Unser Körper ist sehr empfindlich und reagiert auf die Inhaltsstoffe, letztendlich ist die Ernährung auch eine sehr wichtige Grundlage für unsere Gesundheit und Wohlbefinden. Es vermischen sich also die Interessen der Kapital und Wettbewerb-gesteuerten Konzerne mit den täglichen Anliegen und Interessen des einzelnen Menschen. Beim Thema Lebensmittel kann man eben nicht wegschauen und sagen „es geht mich nichts an“. Das will ich auch mit meiner Verzweiflung im täglichen Einkauf im Supermarkt ausdrücken: Gebildet von so vielen Eindrücken und Überlegungen bin ich mehr als je dazu gezwungen, zur mündigen Einkäuferin zu mutieren und muss mir jede Entscheidung genau überlegen. Dabei können sogar Gewissenskonflikte auftreten. Nimmt man dann noch die Meinung von anderen, die einen zusätzlich manipulieren oder beeinflussen wollen, kann es sehr kompliziert werden: Kaufe ich jetzt die schnelle Spaghettisoße vom großen Industriehersteller mit Geschmacksverstärkern und spare mir ein wenig Zeit? Oder befriedige ich mein gutes Gewissen und koche die Soße komplett selbst? Dass sie dann natürlich auch teurer wird und in der täglichen Herstellung länger dauert, ist keine Frage. Kaufe ich mir lieber die fertige Pizza und genieße sie in 15 Minuten? Oder suche ich mir alle Zutaten zusammen, mache einen Hefeteig und belege den  noch möglichst mit frischen Zutaten? Geschätzter Mehraufwand zwei bis drei Stunden!</p>
<p>Dass was wir essen, ist also auch eine Frage des Lebensstils und letztendlich eine Frage der persönlichen Freiheit und Entscheidung. Habe ich die Zeit und Lust zum Kochen? Entscheide ich mich lieber für ein Hausfrauenleben oder ziehe gar in die Einsamkeit und steige auf Selbstversorgung um? (Auf Arte kam vor ein paar Tagen eine Reportage darüber).. oder lebe ich in der Stadt, habe zwei Kinder, ein Kindermädchen, eine Ganztagsschule (Frankreich ist da schon weiter) und zwei Doppelverdiener-Einkommen? Dann bleibt aber auch für die Kocherei nicht soviel Zeit.</p>
<p>Mache ich wenigstens einen Fleischtag in der Woche oder verzichte ich lieber ganz aufs Fleisch? Gerade was gesunde Ernährung angeht, hört man eine Vielzahl Meinungen, die sich tlw. sogar widersprechen, so dass die Auswahl noch schwerer wird. Während die einen alleine aus moralischen Gründen Fleischkonsum total ablehnen, gibt es Mediziner, die behaupten, dass uns ein wenig Fleisch sogar gut tut. Dann wieder gibt es die „Hardcore-Steinzeit-Theorie“, die sogar ein sehr viel an Fleisch für gut befindet, dafür aber meint, dass Milch- und Getreideprodukte nicht gesund wären, weil sich unser Körper in 10.000 Jahren, seitdem es Korn und Viehaltung gibt, noch nicht wirklich darauf umstellen konnte.</p>
<p>Ich würde sagen, das Thema Lebensmittel ist ein „In-Thema“ und interessiert viele Menschen. Es ist eine natürliche Verlängerung der Bio-Achse und eine logische Konsequenz aus der grünen, konsumkritischen und (ehemals) kapitalkritischen Bewegung. Wenn man es genau analysiert, stellt man auch schnell fest, wieviel damit verbunden ist und was alles davon berührt wird: Konsumkritik, Genveränderte Lebensmittel, Fastfood-Industrie, Übergewicht und Gesundheitsprobleme, Fresssucht durch Geschmacksverstärker, Umweltverschmutzung durch intensive Viehzucht, Aromastoffe, ein abgestumpfter Geschmackssinn, Lebensmittelskandale, Alkoholsucht durch billige Getränke und Werbung, usw.</p>
<p>Im Fernsehen kommen derzeit sehr viele Sendungen über „unsere Lebensmittel“, wie sie produziert werden, welche Zusatzstoffe hineingekommen, wie Supermärkte aufgebaut sind, usw. Die öffentlichen Medien tun also alles dafür, dass die Verbraucher weiter aufgeklärt werden und sich eine eigene Meinung bilden können. Auch wenn man dem Medium TV vielleicht kritisch gegenüber steht, so leisten doch gerade die öffentlich-rechtlichen Sender hier eine sehr gute und umfangreiche Aufklärungsarbeit. Auch die Politik ist nicht so ganz untätig (obwohl es noch genug zu tun gibt) und hat z.B. vor ein paar Wochen das Portal „<a href="http://www.lebensmittelklarheit.de" target="_blank">Lebensmittelklarheit</a>“ gestartet, bei dem sich Verbraucher über irreführende Werbung und fehlende oder irreführende Inhaltsangaben in Produkten beschweren düfen.</p>
<p>Das Thema Brötchen-Einkauf zeigt aber, dass man -selbst wenn man aufgeklärt ist- und sich auf die Suche nach qualitativer Nahrung macht, keine wirkliche Auswahl mehr treffen kann. Es gibt eben nur noch die Standard-Brötchen aus der Großbäckerei und das traditionelle Handwerk und der kleine Mittelstand leiden darunter. Genauso bei den Fertigsuppen und – Soßen, die immmer noch alle auf Geschmacksverstärker und Aromen setzen (liegt auch ein wenig in der Natur der Fertigsuppe), diese aber jetzt Hefeextrakt nennen können (völlig legaler Trick).</p>
<p>Auch günstig einzukaufen und sich gleichzeitig zeitsparend und gesund zu ernähren, scheint schwierig zu sein<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2011/10/das-brotchenlabyrinth-2/#footnote_0_3668" id="identifier_0_3668" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" obwohl es dazu bestimmt tausend Gegenstimmen gibt, die das Gegenteil behaupten ">1</a></sup>. Bei irgendeinem Faktor muss man immer kürzen, es sei denn man hat unendlich Zeit oder unendlich viel Geld für die Nahrungszubereitung zur Verfügung.</p>
<p>Je mehr man darüber aufgeklärt wird, desto schwieriger wird die tägliche Entscheidung beim Einkauf. Dennoch finde ich es gut, darüber nachzudenken und sich vom roboterhaften Konsumenten-Verhalten zu lösen.</p>
<p>Es sind am Ende doch die Verbraucher, die das Zünglein an der Waage ausmachen.</p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3668" class="footnote"> obwohl es dazu bestimmt tausend Gegenstimmen gibt, die das Gegenteil behaupten </li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
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