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		<title>Haben oder Verlieren</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 09:39:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Filmrezension]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Jahr: 2011, Frankreich
Regie: Mona Achache
Drehbuch: Eric Guého und William Wégimont
Um Sinnsuche und Werteverschiebungen durch die Finanzkrise ging es auch in dem französischen Spielfilm „Um Bank und Kragen“, der vor ein paar Tagen auf ARTE ausgestrahlt wurde. Wie ich gerade beim Recherchieren feststellte, kann man ihn komplett (auch in HD) im Mediaplayer und online anschauen, außerdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jahr: 2011, Frankreich<br />
Regie: Mona Achache<br />
Drehbuch: Eric Guého und William Wégimont</p>
<p>Um Sinnsuche und Werteverschiebungen durch die Finanzkrise ging es auch in dem französischen Spielfilm „Um Bank und Kragen“, der vor ein paar Tagen auf ARTE ausgestrahlt wurde. Wie ich gerade beim Recherchieren feststellte, kann man ihn komplett (auch in HD) im Mediaplayer und <a href="http://videos.arte.tv/de/videos/um_bank_und_kragen-6630862.html" target="_blank">online anschauen</a>, außerdem wird er am 11. Mai um 15 Uhr wiederholt, laut ARD Webseite auch noch am 30.05. um 15 Uhr<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2012/05/haben-oder-verlieren/#footnote_0_3798" id="identifier_0_3798" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="http://programm.ard.de/Homepage?sendung=287247747333319 ">1</a></sup>.</p>
<p>Kurz gesagt, geht es bei dem Film um zwei sehr unterschiedliche Familien, die sich vor allem durch den Beruf und den finanziellen Background unterscheiden. Die reiche Familie des Finanzinvestors Deville, der vor allem durch Entlassungen Geld verdient und die  gering verdienende Familie, am unteren Ende der sozialen Skala, mit der Friseurin Ricci und ihrem arbeitslosen Hausmann. Die Entwicklung dieser beiden Familien wird diagonal gegenübergestellt: Während die reiche Familie durch den Jobverlust plötzlich in Armut und Arbeitslosigkeit rutscht, hat die arme Familie eine einzigartige Geschäftsidee und steigt quasi über Nacht zum erfolgreichen Internet-Startup mit Macht und Einfluss auf. Daraus ergeben sich jeweils ganz eigene Probleme. Während die ehemals reiche Familie sich in der neuen Welt nur mühsam zurecht findet und vor allem von Freunden und Geschäftspartnern enttäuscht wird, weiß die arme Familie zuerst gar nicht, wohin mit dem Geld oder der Frage, wie der neue Neid und die Missgunst von anderen bekämpft werden kann. Auch persönliche Probleme und Auseinandersetzungen mit den anspruchsvollen Kindern werden ausgiebig ausgebreitet. Veränderungen von außen erschüttern gleichermaßen das inner-familiäre Wertegefüge.</p>
<p>Im letzten Drittel der Geschichte treffen diese beiden Familien aufeinander und erleben weitere Verwicklungen. Der Film endet mit einem eher offenen Ende und ist insgesamt als Zeit-Portrait der französischen Gesellschaft in Zeiten der Finanzkrise zu sehen.</p>
<p>Insgesamt hat mir der Film sehr gut gefallen, was an mehreren Gründen liegt: Zum einen ist das Thema hochbrisant und aktuell. Es gibt eigentlich nur wenige künstlerische Umsetzungen der Finanzkrise, was angesichts ihrer großen Auswirkungen für die gesamte europäische Gesellschaft (und darüber hinaus) verwunderlich ist. Vielleicht hinkt der kritische Zeitgeist einfach noch hinterher oder die Leute, die Filme machen sind selbst zu wenig davon betroffen, als dass sich spannende oder gar gesellschaftskritische Plots entwickeln könnten. Außerdem ist der Film sehr lustig und satrisch angehaucht- es vergehen keine zwei Minuten, in denen man über die grotesken Situationen und zackigen Dialoge nicht schmunzeln oder lachen muss. Das Erzähltempo ist angenehm temporeich, aber noch gut begreifbar. Die Kameraeinstellungen sind angenehm ruhig und nicht zu hektisch. In erster Linie nimmt der Film unser eigenes materielles Denken genau unter die Lupe- sowie die persönliche Skrupellosigkeit bei den einzelnen Mitgliedern der Gesellschaft, was bis hin zu den Kindern geht, die ihre Eltern einen Kredit geben und kurzerhand das Kinderzimmer zur Pfandstube umfunktionieren. Natürlich bekommt auch der Bank-Berater, der fett und selbstverliebt in seinem bequemen Bürostuhl sitzt und zu den persönlichen Problemen der „kleine Kunden“ oft nur müde lächelt, sein Fett weg. Aber die Klischees in diesem Film gehen weiter: jeder ist irgendwie betroffen, jeder hängt mit drin.</p>
<p>Die Schauspieler spielen sehr gut, allen voran die beiden weiblichen Hauptrollen, besetzt von Pascale Arbillot und Lolita Chammah. Jeder dieser Frauen geht zuerst in ihrem eigenen Leben perfekt auf und beide vollziehen einen Wandel in entgegengesetzte Richtung. Als sie am Ende aufeinander treffen, spielen sie die Feindseligkeiten, aber auch die Gemeinsamkeiten ihrer Biografie sehr überzeugend.</p>
<p>Die Männerrollen und die der Kinder sind ebenfalls gut besetzt und tragen zur Authentizität dieses lustig-satirischen Dramas bei.</p>
<p>Negativ ist mir nur der Schluss aufgefallen, bei dem zuviel zusammengefasst wurde und die Zeit arg gerafft wurde. Hier hat man versucht mit Hochtempo noch ein paar dramatische Wendungen einzubauen, die dann aber doch aufgesetzt wirken. Das angenehme Tempo des  Anfangs wird dann plötzlich fallengelassen und durch große Sprünge ersetzt. Das offene Ende mit den vielen Fragezeichen passt ebenfalls zu dieser dramaturgischen Miss-Harmonie. Vielleicht gab es hier ein paar Probleme bei der Umsetzung des Buches und die Zeit, die man am Anfang großzügig für die Erzählung der Geschichte verschwendet hat, fehlte dann am Ende; vielleicht war es aber auch beabsichtigt.</p>
<p>Insgesamt ist der Film aber sehr gelungen und vor allem sehr witzig. Er erlaubt es an Stellen zu lachen, die eigentlich nicht lustig wären und lockert die Verkrampftheit und das Schweigen mit dem man aktuell auf Entwicklungen der Finanz- und Eurowelt schauen kann. Dabei nimmt er den Blick nie zu weit von den persönlichen Schicksalen und Entscheidungen und bleibt dadurch durchweg sympathisch und sehenswert.</p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3798" class="footnote"><a href="http://programm.ard.de/Homepage?sendung=287247747333319" target="_blank">http://programm.ard.de/Homepage?sendung=287247747333319</a> </li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
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		<title>Vergangene Kulturen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 21:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>

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		<description><![CDATA[Was ist das Schöne am Leben? Dass alles flexibel, alles beweglich ist. Dass auch die härteste Säule der Überzeugung ins Wanken geraten kann oder eines Tages so schief steht, dass ein Windhauch genügt, um sie umzupusten..
Dass man hinterher auf sie schaut und das Lachen über diese Groteske kaum verkneifen kann. Dass die harte Erde unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>W</strong>as ist das Schöne am Leben? Dass alles flexibel, alles beweglich ist. Dass auch die härteste Säule der Überzeugung ins Wanken geraten kann oder eines Tages so schief steht, dass ein Windhauch genügt, um sie umzupusten..<br />
Dass man hinterher auf sie schaut und das Lachen über diese Groteske kaum verkneifen kann. Dass die harte Erde unter den Überzeugungs-Steinen endlich weich wurde und vom Regen aufgesogen, matschig und unansehnlich gewandelt wurde. Dass das brennende Feuer der Worte und Gefühle, dass mal so heiß im Herzen brannte- die Schwerter der Taten vor vielen Jahren noch zum Biegen brachte, endlich verlosch &#8211; und jetzt bloße, kalte, grasüberwucherte Überreste einer untergegangenen Kultur hinterlässt. Traurige Überreste eines großen Reichs voller Träume und Worte, imaginär aufgeblasen von Gedanken allein, die die einzige Grenze dieses Universums waren und sind. Die Erde ist keine Scheibe mehr und am Rande fallen wir auch nicht mehr herunter. In dieser neuen Welt brauchen wir keine Angst mehr zu haben. Alles ist beherrschbar geworden, alles ist machbar. Und hinterlässt den all-mächtig gewordenen Mensch vor einer unüberwindlich großen Auswahl an Möglichkeiten und Entscheidungen. Im Zweifel wählt man das größte und unmöglichst erscheinende Ziel. Warum nicht mal das naheliegendste?</p>
<p>Die Ascheflocken der guten Taten und der einwandfreien Gesinnung, sind indes längst vom Wind in alle Richtungen vertrieben. Die Tränen von damals, schon längst wieder im endlosen Kreislauf des Wassers eingezogen. Nur die Sturheit ist geblieben und die mangelnde Kommunikation. Die Starrheit der Gedanken, die Vorurteile, überstehen unendliche Gezeiten und Jahre. Wenigstens ein einigermaßen verlässlich erscheinender Fixpunkt&#8230;</p>
<p>Aber auch diese verblassen irgendwann, werden schwächer, werden vergessen. Wo einst große Mauern der Ablehnung, des Zweifels und der Angst wuchsen- was ist davon geblieben? Ich kann nichts mehr erkennen und fühle mich eigentümlich fremd.</p>
<p>Neues Selbstbewusstsein ist eingezogen, ein neues Selbst-Verständnis. Wie eine neue Jacke oder ein paar neue Schuhe, ausgetauscht, wurde alles einfach gewechselt. Und die anhängenden Freundschaften, Beziehungen und „Wertevorstellungen“ gleich mit. Einmal neu, macht 99 Euro und 50 Cent. Alles neu macht der Mai! Die Werbung verspricht´s und ich will´s so gerne glauben.</p>
<p>Grundsätze, falls es sie je gab, haben sich linear gewandelt. Ein neues Lächeln hat die alte Unsicherheit überspielt. Doch die gekaufte Maske ist noch starr und unbeweglich. Die wahren Beweggründe unsichtbar und verborgen. Versteckt? Auf jeden Fall nicht wirklich frei.</p>
<p>Groß und mit Schaum übersät, noch immer und auf ewige Zeiten.</p>
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		<title>Wie eine Blume..</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2012/05/wie-eine-blume/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 13:30:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Mel C]]></category>

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		<description><![CDATA[.. der Sonne entgegen.
Eben beim „Herumexperimentieren“ und Surfen mal wieder ein schönes Video gefunden: I turn to you
Live-Auftritte sind einfach die besten, auch wenn die Tonqualität nicht immer so berauschend ist und dazwischen-quäkende Männerstimmen den audiophilen Genuss dabei stören könnten.  
Aber der Song ist mit soviel Inbrunst und musikalischer Emotionalität gesungen, dass sie das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>.. der Sonne entgegen.</p>
<p>Eben beim „Herumexperimentieren“ und Surfen mal wieder ein schönes Video gefunden:<a href="http://www.youtube.com/watch?v=KkgOa2Kxvbs&amp;feature=fvwrel" target="_blank"> I turn to you</a><br />
Live-Auftritte sind einfach die besten, auch wenn die Tonqualität nicht immer so berauschend ist und dazwischen-quäkende Männerstimmen den audiophilen Genuss dabei stören <em>könnten</em>. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Aber der Song ist mit soviel Inbrunst und musikalischer Emotionalität gesungen, dass sie das locker wieder wett macht&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das Betreuungsgeld-Debakel</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2012/04/das-betreuungsgeld-debakel/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 09:33:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Betreeungsgeld]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kita]]></category>

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		<description><![CDATA[Das  Betreuungsgeld ist ja nun schon seit mehreren Wochen in den Schlagzeilen und die Aufregung darüber ist noch nicht ganz abgeebbt. Worum geht’s? Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, ein Betreuungsgeld einzuführen, welches jenen Eltern einen Ausgleich gibt, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen, anstatt es in die Kita zu schicken.
Mir sind mehrere Kritikpunkte, dafür [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das  Betreuungsgeld ist ja nun schon seit mehreren Wochen in den Schlagzeilen und die Aufregung darüber ist noch nicht ganz abgeebbt. Worum geht’s? Im Koalitionsvertrag ist vorgesehen, ein Betreuungsgeld einzuführen, welches jenen Eltern einen Ausgleich gibt, die ihre Kinder zu Hause erziehen wollen, anstatt es in die Kita zu schicken.</p>
<p>Mir sind mehrere Kritikpunkte, dafür eingefallen, die ich kurz aufliste und kommentiere. Da ich eine kritische Deutsche bin, schreibe ich das Negative zuerst und meckere ein bisschen herum. Erst am Schluss folgt nochmal der schwierige Versuch, sich in die Befürworter dieser Lösung reinzudenken. Das hat nichts mit meiner eigenen Haltung oder einem argumentativen Aufbau zu tun, aber irgendwie muss man die Sachen ja anordnen. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Contra</strong>:</p>
<p><em>- Paradoxer Widerspruch</em>:</p>
<p>Das  Betreuungsgeld ist meines Wissen die erste Zahlung, die jemanden belohnt, wenn er staatliche Leistungen <em>nicht </em>in Anspruch nimmt. Das ist absolut absurd. Man baut ja auch keine Autobahnen und belohnt die Leute dann, wenn sie die Landstraße nehmen oder durch die Ortschaften brettern. Noch auffälliger wird der Vergleich im sozialen Bereich: Man baut ja keine Schulen und belohnt Eltern, die ihre Kinder lieber nach einem anderen Glauben als den dort vermittelten lehren wollen (Darüber gab´s schon Streit und Gerichtsurteile!). Man erfindet auch keine Bundeswehr und belohnt dann die Leute, die nicht mitmachen oder vorher kündigen.</p>
<p>Also zuerst eine Leistung oder ein Angebot einführen und dann noch eine zweite Leistung für die Nicht-Benutzung anbieten ist paradox. Es ist die schönste, unlogische Verschwendung von Steuergeldern die man sich vorstellen kann. Überall ist vom Zwang und den staatsgläubigen Bürgern die Rede, die ja noch ein bisschen „den Gürtel enger schnallen müssen“ und für die bei Steuervergünstigungen „leider kein Geld mehr da ist“, aber im Betreuungsgeld soll es plötzlich anders herum sein? Das riecht sehr nach Manipulation und einer Schein-Lösung.</p>
<p><em>- Zuviele Regelungen im Familienbereich</em>:</p>
<p>Die Familienpolitik scheint ein beliebtes Steckenpferd der Politik zu sein und es wird sehr viel in den privaten Bereich hinein-gesteuert und vor allem „Anreize“, meistens Geldgeschenke gemacht, um die Leute zu mehr Kindern und mehr „Nestwärme“ zu bringen. Ob das jetzt die bessere Steuerklasse beim Heiraten, das Ehegatten-Splitting, das Kindergeld oder das Elterngeld ist: Von überall locken Anreize und Belohnungen und Deutschland bleibt dennoch fast Schlusslicht in der europaweiten Geburten-Rate. Es gibt also bereits jetzt sehr viele Ausgaben und Bonus-Zahlungen, die aber anscheinend alle nichts bewirken. Es wird Zeit, diese Regelungen unter die Lupe zu nehmen und die Wirkweise zu analysieren, warum sie nicht funktionieren, anstatt nun wieder noch ein neues Modell einzuführen, dass in seiner Einführung schon so umstritten ist, dass es eigentlich scheitern muss.</p>
<p>Von den vielen Regelungen und Bonus-Leckerlis sollte man endlich zu einer erwachsenen, liberalen und freiheitlichen Familienpolitik zurückkehren<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2012/04/das-betreuungsgeld-debakel/#footnote_0_3779" id="identifier_0_3779" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ja an der Stelle k&ouml;nnte sogar eine FDP punkten, wenn sie dieses Feld bestellen w&uuml;rde">1</a></sup> : Man sollte möglichst viel anbieten, aber nicht lenkend eingreifen. Wenn man z.B. &#8211; wie versprochen- die Versorgung mit Kitas weiter ausbauen würde, könnte sich jede Familie selbst aussuchen, ob sie das in Anspruch nimmt oder nicht. Keine Pflicht, kein Zwang und auch keine Vergünstigung bei Nicht-Benutzung.</p>
<p>Und man sollte endlich aufhören, in die privaten Bereich der Menschen hinein zu manipulieren und sich am Ende wundern, dass die tollen Ideen alle gar nicht so gut ankommen. Wenn man es wirklich ernst mit der Frauenförderung und der Familienförderung meinen würde, würde man die Bedürfnisse erkennen und das Handeln danach ausrichten. (Z.B. mit einer Volksbefragung-/ Abstimmung  oder bürgernahen Umfragen)</p>
<p>Der gesellschaftliche Tenor sollte diesen Gedanken folgen und den Familien endlich die Freiheiten lassen, anstatt sie ständig in die Pflicht nehmen zu wollen, nur um neue Steuerzahler zu generieren oder die Rentenbeträge niedrig zu halten.</p>
<p>Auch ein Blick in Nachbarländer würde helfen, um die Wirkweisen effizienter Familienpolitik zu verstehen und bei Bedarf zu übernehmen. (Skandinavische Länder, Frankreich, etc.) Meistens ist es nämlich genau die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die hoch gefragt ist und vor allem bei gut ausgebildeten Frauen zu einem Nebeneinander von Kindern und Karriere führt. Man möchte ja mitarbeitende Frauen, man möchte Fachkräfte und man möchte mehr Kinder. All das würde man mit dieser Lösung bekommen. (Oder ach, man will das vielleicht gar nicht?)</p>
<p><em>- Höhe des Betrages und Auszahlungskriterien:</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em> „Soso, die Erziehung unserer Kinder ist euch also viel wert? Das ist ja schön. Und, wieviel gibt’s dafür? WAAS nur 150 Euro? Das verdiene ich ja mit einer halben Stunde in meiner gut gehenden Kanzlei als Rechtsanwältin. Ne danke, das lohnt sich irgendwie nicht.“ sagt die gut ausgebildete und Karriere-orientierte Mitt-Dreißigerin. „Aber einen Kita-Platz, den hab ich drei Jahre lang gesucht und am Ende hat es wieder meine Mutter machen müssen. Und, was hat die dafür bekommen? Nix. Saftladen.“</p>
<p>„Aber ich, mir würde es was bringen!!“, ruft die alleinerziehende Hartz IV Empfängerin dazwischen. „150 Euro ist für mich viel Geld. Da krieg ich 20 Gläser Baby-Brei, fünf Packungen Windeln und noch eine neue Badezimmer-Einrichtung dafür. Ja, 150 Euro würde mir wirklich helfen. Da würde ich mich anerkannt fühlen und vielleicht sogar noch ein Kind bekommen. Außer Kinder hab ich ja nichts. Der Arbeitsmarkt hat mich verdrängt, der Rest der Gesellschaft im Stich gelassen. Also gehe ich meiner angestammten Rolle als Mutter und Hausfrau nach&#8230; Was? Ich krieg das Geld nicht? Das wird auf die Bezüge angerechnet? Sauerei! Saftladen&#8230;“</p>
<p>Im Ernst: 150 Euro und die persönlichen Kosten für die Kinder-Erziehung kann man nicht gegenüberstellen. Es sind verschiedene Welten. Familiäre und soziale Leistungen sind nicht mit Geld aufzurechnen. In einer Familie wird man immer geben, als man zurückbekommt, vor allem im finanziellen Bereich. Jeder, der halbwegs rechnen kann, wird herausfinden, dass Kinder und Familie ein finanzielles Verlustgeschäft sind. Der einzige Lohn, der man dafür bekommt, ist ein immaterieller. Und genau der ist es, der mit Füßen getreten und nicht wirklich anerkannt oder gesehen wird. Also sollte man gar nicht erst anfangen, mit Geldscheinen zu kommen oder das ganze irgendwie in Zahlen zu drucken.</p>
<p><strong>Pro</strong>:</p>
<p>Warum sollte es überhaupt Stimmen für das Betreuungsgeld geben? In der CSU gibt es anscheinend einige. Die Partei ist dafür bekannt, ein sehr konservatives Familienbild mit „Heimchen am Herd“ zu haben. Es ist wahrscheinlich die alptraumhafte Vorstellung von einer übermächtigen Kita, die das Kind verdirbt, es überfordert und aus der Nestwärme der fürsorgenden Mutter entreißt. Der alltäglich in den Medien gesungene Tenor von der berufstätigen Frau kann auf konservativere Gemüter auch wie ein feministisches Dogma und damit abschreckend wirken. Nur wer voraussetzt, dass es eigentlich gar nix anderes mehr als eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt und die flächendeckende staatliche Eingriffe in Erziehungsweisen (inkl. Frühstförderung) das Nonplusultra sind, übersieht, dass das genauso ein Zerrbild ist. Es wird immer Individualität und abweichende Meinungen geben. Es wird immer Leute geben, die das toll finden und nutzen und welche, die sich nicht begeistern lassen und auf andere Werte setzen. Wie oben angesprochen, sollte der Staat davon die Hände lassen und den Leuten mehr Autonomie und echte Entscheidungsfreiheit geben (Wenn man nicht genügend Kita-Plätze hat, ist das indirekt auch ein Eingriff in die Privatsphäre, weil die Eltern dann zu einer Zu Hause-Erziehung gezwungen sind).</p>
<p>Die Partei ist etwas schlauer als die FDP und weiß genau, dass man seine Ziele nicht aufgeben darf, wenn man nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken will. Dass die (durchaus moderne) CDU mit ihrem Machtwillen kleinere Koalitionspartner einfach übergeht oder an die Seite drängt, ist ja in den letzten Jahren mehr als klar geworden. Aber der Widerstand der CSU bedeutet auch, dass ein heftiger, tiefer Riss durch die Koalition geht, der (im schlimmsten Fall) sogar zum Scheitern der Gesamtheit führen könnte.</p>
<p>Insgesamt wirkt der „Betreungsgeld-Streit“ mehr wie ein typisch politischer Streit um Deutungshoheit und Einfluss, aber nicht um Sachfragen oder gar das Wohl der Familie. Und das ist das eigentlich Traurige daran.</p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3779" class="footnote">ja an der Stelle könnte sogar eine FDP punkten, wenn sie dieses Feld bestellen würde</li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Was ist es dir wert?</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Apr 2012 18:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Freeware]]></category>
		<category><![CDATA[Schatz]]></category>
		<category><![CDATA[wertvoll]]></category>

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		<description><![CDATA[Passender Song: &#8216;The Power of Goodbye&#8216; von Madonna
Die Erinnerungen … verstaubt in einer dunklen Ecke
lange nicht mehr gesehen, lange nicht benutzt
Was ist es Dir wert?
fragst du dich
als du den seltsamen Apparat endlich wieder in die Hände nimmst.
Erinnerungen, darin gespeichert für die Ewigkeit.
Licht und Farben, Umrisse und Konturen
gebrannt in digitale Daten und gespeicherte Töne.
Mit neuer Kraft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">Passender Song: &#8216;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Eq01a0KEJ9U&amp;feature=related" target="_blank">The Power of Goodbye</a><a href="http://www.tape.tv/musikvideos/Madonna/Nothing-Really-Matters-Video" target="_blank"></a>&#8216; von Madonna</p>
<div class="ngg-galleryoverview"><div class="slideshowlink"><a class="slideshowlink" href="http://www.ja-blog.de/2012/04/was-ist-es-dir-wert/?show=gallery">[Zeige Bilder-Liste]</a></div>[[Zeige als Diashow]]</div>
<div class="ngg-clear"></div>

<p><strong>D</strong>ie Erinnerungen … verstaubt in einer dunklen Ecke<br />
lange nicht mehr gesehen, lange nicht benutzt</p>
<p><em>Was ist es Dir wert?</em><br />
fragst du dich<br />
als du den seltsamen Apparat endlich wieder in die Hände nimmst.<br />
Erinnerungen, darin gespeichert für die Ewigkeit.</p>
<p>Licht und Farben, Umrisse und Konturen<br />
gebrannt in digitale Daten und gespeicherte Töne.</p>
<p>Mit neuer Kraft und neuer Hoffnung<br />
lässt du das Licht endlich in dein Herz<br />
freust dich sehr auf das Kommende!</p>
<p>aber dann, im schönsten Augenblick<br />
schiebt sich eine dunkle Gewitterwolke<br />
vor des Speicherkarten Anlitz´</p>
<p>und verdreckt die Kontakte<br />
ein Blitz- womöglich- löst einen Kurzschluss aus<br />
„Daten können nicht gelesen werden“ ist die technokratische<br />
und graue Antwort des Programmierers.</p>
<p>Mit einem Klick auf „alles sehen“<br />
werden die kleinen Schätze einer nach dem anderen gelöscht!</p>
<p>Die Enttäuschung ist groß<br />
ob der verlorenen Sammlung!</p>
<p><em>Was ist es Dir wert?</em></p>
<p>Zuhause lädst du dir dann ein paar Programme herunter<br />
und die Tränen fließen in kleinen Bächen<br />
als sich am Monitor die Vergangenheit neu zeigt<br />
und der Schatz gerettet scheint.</p>
<p>aber -oh Graus!- Böse Menschen verlangen viel Geld<br />
selbst nach dem dritten Programm<br />
stehen dreißig Euro zwischen dir und der digitalen Erlösung</p>
<p>als du es auf der Suche<br />
nach einer längst verschollenen<br />
500 kb großen<br />
Freeware</p>
<p>endlich gefunden hast!</p>
<p>und siehe da &#8211; der Frühling lebt!</p>
<p>( dank <a href="http://www.gif-bilder.de/artikel/datenrettung-freeware.html" target="_blank">http://www.gif-bilder.de/artikel/datenrettung-freeware.html</a> Programm: „Digital Image Recovery“ )</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Verbaucher war´s</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2012/04/der-verbaucher-war%c2%b4s/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2012/04/der-verbaucher-war%c2%b4s/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 09:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucher]]></category>

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		<description><![CDATA[Habe mir heute den Artikel über Wasserverbrauch auf Zeit.de durchgelesen, weil mich die Schlagzeile stutzig gemacht hatte. Jetzt nach dem Lesen bin ich auch nicht viel schlauer als sonst, auch wenn ich die Argumentation des Autors etwas gewagt finde. Warum soll es denn gut sein, Wasser NICHT zu sparen? Neben all den Effekten mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Habe mir heute den Artikel über <a href="http://www.zeit.de/2012/14/Wasserversorgung" target="_blank">Wasserverbrauch</a> auf Zeit.de durchgelesen, weil mich die Schlagzeile stutzig gemacht hatte. Jetzt nach dem Lesen bin ich auch nicht viel schlauer als sonst, auch wenn ich die Argumentation des Autors etwas gewagt finde. Warum soll es denn gut sein, Wasser NICHT zu sparen? Neben all den Effekten mit der Spülung der Abwasserrohre (vielleicht kleinere Rohre bauen?) gibt es doch einen wichtigen psychologischen Effekt: Wasser ist kostbar und es steht nicht allen Menschen in Hülle und Fülle zur Verfügung. Wasser ist <em>das </em>Element des Lebens und es ist schlimm genug, dass wir damit unsere Abwasser entsorgen und es nicht nur zum Kochen und Trinken verwenden. Natürlich bringt es nichts, wenn wir hier in Deutschland Wasser sparen und es in Afrika zu wenig davon gibt. Darum geht’s aber auch nicht. Es geht um das Bewusstsein für die Ressourcen und Wasser ist eben gerade, weil es bei uns so üppig zur Verfügung steht, eine Sache, die man auch leicht einsparen kann. Beim Strom oder der nicht endenden wollenden Öl/Spritpreis-Debatte ist das schon viel schwieriger. Und der Verbraucher spricht hier eine eindeutige Sprache: Ja ich bin zum Einsparen bereit und ja, ich habe ein Problem mit zu hohen Kosten! Jetzt eine Pauschale einführen zu wollen, weil zu wenig verbraucht würde, wäre ja absurd! Man würde ja auch keine Strompreis-Pauschale einführen, nur weil die Verbraucher ihre Geräte abschalten und weniger als 1.500 kwh im Jahr verbrauchen.</p>
<p>Nein, Sparen darf nicht bestraft werden und ein ökologisches Bewusstsein auch nicht. Es wäre aber wichtig, mal darüber nachzudenken, wo der sekundäre Wasserverbrauch besonders hoch ist, was im Artikel ja auch angesprochen wird. Wie ist es z.B. mit der Landwirtschaft, die als ein großer Wasserverbraucher gilt und über billige Discounter, billige Lebensmittel sehr viel (oftmals zuviel!) produziert.  (zum Nachlesen z.B. <a href="http://www.welthungerhilfe.de/wasserverbrauch-steigt.html" target="_blank">hier</a> oder <a href="http://ec.europa.eu/agriculture/envir/report/de/eau_de/report.htm" target="_blank">hier</a> ) Das ist für mich wahre Verschwendung, und es ist ein Fehler, wieder alles auf den Verbraucher abzuwälzen. Der Verbraucher wirft die Lebensmittel nicht in den Müll, weil er nicht die richtige Erziehung oder einen schlechten Charakter hat (…), sondern weil es eben &#8220;nichts macht&#8221;, wenn die zerdatschte Tomate 30 Cent und das halbe, angeschimmelte Brot nur 50 Cent gekostet hat. Ein Wert oder ein Gefühl für ein Produkt bekommt man oft nur über dessen Preis.. je billiger etwas ist, desto leichter wird es auch weggeworfen.</p>
<p>Es scheint ein Trick zu sein, um argumentativ von den wahren Verursachern und Auslösern abzulenken und die Schuld denen in die Schuhe zu schieben, die sich nicht wehren können. Das mit dem Wasser geht in eine ähnliche Richtung. Der Verbraucher spart ja schon, wo er kann, wie die Erhebungen über den privaten Wasserverbrauch zeigen.</p>
<p>„Der Verbraucher will billige Lebensmittel“ heißt es in den Medien immer so schön, also produzieren die subventionierten Landwirte in Hülle und Fülle und die großen Handelsketten drücken den Erzeugern Knebelverträge auf den Tisch, damit sie auch weiterhin schön billig Butter, Getreide und Gemüse produzieren. Wie das geht? Mit Dünger, Wasser und Pestiziden natürlich! Und mit Öl, viel Öl für Landmaschinen, für chemische Produkte, für lange Transportwege für 1.000 verschiedene Waren auf zwei Meter Supermarktregal.</p>
<p>Vielleicht will das der Verbraucher alles <em>gar nicht</em>? Vielleicht wollen das nur die Discounter und großen Bauernverbände, damit der Reibach weiterhin stimmt&#8230; Vielleicht sollte man den Verbraucher einfach mal fragen&#8230;</p>
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		<title>ja</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2012/03/ja/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 18:49:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[ja]]></category>

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		<description><![CDATA[http://www.youtube.com/watch?v=DKoYO0qSV7E
.
sag ein Ja, wo der Zweifel wohnt,
sag einfach Ja, wo du Bedenken hast,
sag ja zum Mut,
und lass die Ängste hinter dir.
sag ein kräftiges lautes Ja, wo die Nörgler immer nur ein undeutliches &#8216;vielleicht&#8217; nuscheln
und innerlich zaudern,
nicht weiter wissen,
ohne den Kompass der Liebe,
der den Weg so einfach weist.
sag ja zum Zuhause,
sag ja zum Jetzt,
sag ja zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=DKoYO0qSV7E" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=DKoYO0qSV7E</a><br />
.</p>
<p>sag ein Ja, wo der Zweifel wohnt,<br />
sag einfach Ja, wo du Bedenken hast,<br />
sag ja zum Mut,<br />
und lass die Ängste hinter dir.</p>
<p>sag ein kräftiges lautes Ja, wo die Nörgler immer nur ein undeutliches &#8216;vielleicht&#8217; nuscheln<br />
und innerlich zaudern,<br />
nicht weiter wissen,<br />
ohne den Kompass der Liebe,<br />
der den Weg so einfach weist.</p>
<p>sag ja zum Zuhause,<br />
sag ja zum Jetzt,<br />
sag ja zu Dir!</p>
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		<title>Welt-Arbeitstag</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 20:37:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[geschlechter]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun, heute am Weltfrauentag möchte ich mich doch nochmal zu Wort melden. Schließlich haben viele mutige Frauen auf der Welt vor uns dafür gesorgt, dass man heute seine Meinung als Frau äußern darf, ohne dafür ins Gefängnis zu kommen oder angegriffen zu werden. Ob die Meinung dann auch für bare Münze genommen wird und den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun, heute am Weltfrauentag möchte ich mich doch nochmal zu Wort melden. Schließlich haben viele mutige Frauen auf der Welt vor uns dafür gesorgt, dass man heute seine Meinung als Frau äußern darf, ohne dafür ins Gefängnis zu kommen oder angegriffen zu werden. Ob die Meinung dann auch für bare Münze genommen wird und den Gegenüber beeindruckt, beeinflusst oder völlig kalt lässt, ist eine andere Frage&#8230;</p>
<p>Warum sollte man dieses Recht auf freie Meinung nicht äußern und seine Gedanken zum Tag ins Blog schreiben? Vielleicht, das ist der erste Aufhänger, weil vor dem Hintergrund der gewonnenen und erworbenen Rechte gar kein „Kampf“ mehr angestrebt wird?</p>
<p>Weil das eigene Leben ganz okay ist? Weil man selbst-zufrieden ist, keine Spitzenposition in Wirtschaft und Politik anstrebt und dafür auch keine Quote braucht? Ich verfolge die derzeitigen Diskussionen über den Weltfrauentag und die parallelen Debatten über Lohn-Ungleichbehandlung, Frauen in Spitzenpositionen und Quotenregelungen recht interessiert, aber dann doch wieder gleichmütig. „Ganz nett, was ihr da macht, aber irgendwie doch unwichtig“ denke ich mir. „Wer eine Karriere anstrebt, wird die auch erreichen, ob Frau oder Mann- das ist doch unerheblich.“ In einem Buch über Feminismus und Gleichberechtigung las ich z.B., dass sich die meisten Frauen gar nicht benachteiligt fühlen, zumindest nicht vom anderen Geschlecht. Wenn Kämpfe um Macht oder Intrigen ausgetragen werden, dann meistens mit oder gegen andere Frauen. Die Frau ist eben doch immer noch die frauenfeindlichste von allen, das sollte man dabei nicht vergessen.<br />
Und wie viele von den Show-Kämpfen werden ausgetragen, um ein persönliches Image zu verbessern und wie viel wird tatsächlich getan, um einer Frau in Not zu helfen? Mir scheint, dass diejenigen die mit Gewalt und Wortmacht gegen „die anderen“ kämpfen, es oft nicht anders oder besser machen als sie eigentlich kritisieren. Ob das nun die frustrierten Maskulinisten sind, die auf Feministinnen eindreschen oder umgekehrt &#8211; ist dabei völlig unerheblich. Es ist Kampf, es ist Krieg und es führt zu nichts. Daher mag ich auch keine Debatten über Gleichberechtigung mehr führen. Dazu bin ich im Endeffekt zu pazifistisch (oder zu bequem?).</p>
<p>Was geht mich das schon an? Wenn man in eine Macht-Position will, muss man dafür gemacht sein. Kämpfen wollen, aggressiv sein, sein Privatleben hinten anstellen, Familie aufgeben, hart sein. Schonmal überlegt, dass das unter Umständen alles Dinge, die Frauen gar nicht interessieren? Oder zumindest einem nicht ganz so kleinen Teil davon? </p>
<p>Mir kommt es vor wie eine Debatte am tatsächlichen Alltag von Frauen vorbei. Irgendwelche freiberuflichen Akademiker oder Spitzenverdiener, die mit anderen Spitzenverdienern über die Rechte und Möglichkeiten streiten, wie sie noch mehr Macht bekommen können. Scheinkämpfe, die viel Staub und Ärger aufwirbeln, aber dann doch wieder in dünnen Rauchwölkchen verpuffen und die Menschen (vor allem die Frauen!) nicht wirklich berühren.</p>
<p>Klar, ist es ungerecht. Klar, ist es Drecksarbeit. Klar, ist es einseitig. Je mehr man sich in die Geschlechterdebatte versteift, desto einseitiger und krampfhafter wird es. Es gibt kein Entkommen. Über den Verstand wird alles auseinander dividiert, wo im Kopf, in der Seele und im Gefühl schon längst Einigkeit herrschen könnte&#8230;</p>
<p>Also war für mich heute der beste Weg, ganz praxisnah zu erleben, was es heißt, eine Frau zu sein. Dreckige Arbeit zu machen, das Klo zu putzen und die eingetrockneten Staubnester in den Ecken zu entfernen. Kaffeemaschine und Wasserkocher hatte ich ja schon gestern entkalkt und die aufkommende Frühlingssonne zeigt die Putz-Versäumnisse des vergangenen Winters in voller Watt- und Leuchtstärke.<br />
Mich auf die Knie, in die Nähe des weiblichen Bodens und der genügsamen Mutter Erde zu begeben und den anderen den Dreck hinterher zu wischen. Dabei versuchte ich im stillen Schweigen (zu lächeln!) und an all die Frauen zu denken, die hart arbeiten, aber dafür zu wenig oder gar kein Geld bekommen. Die überall auf der Welt arbeiten, ohne einen Cent, dafür aber Schläge und Drohungen sehen. Über die sich andere lustig machen, weil sie so blöd sind und sich für irgendjemand aufopfern. Weil sie nicht egoistisch genug denken, um erfolgreich zu sein.</p>
<p>Deren weiblicher Körper und deren Arbeitskraft missbraucht und ausgenutzt wird, so wie die ganze Industrie auf der Erde die weiblichen Ressourcen ausbeutet und missbraucht. An die Frauen, die ihre Kinder nicht zur Schule gehen lassen können, weil kein Geld da ist und der Erzeuger außer dem Samen nichts hinterlassen hat. Die von ihren Männern geschlagen und vergewaltigt werden. Die keinen Mann finden, weil sie zu stolz sind. An die abhängigen, die ihren Körper verbiegen und dafür bis zum Tode hungern, nur um äußerlich zu gefallen. Die gegen den Verfall der Jugend kämpfen und am Ende doch unterliegen.</p>
<p>(Dabei musste ich nebenbei noch an die Bufdis denken, die freiwillig für den Staat arbeiten und obendrein für ihre Leistung noch besteuert werden sollen. Dann zog es mir im Wadenmuskel, ich bekam einen leichten Unterzucker und musste die Arbeit vorerst abschließen.)</p>
<p>An all das habe ich denken müssen, wie ich so dem Dreck hinterher geputzt habe. Und fühlte eine große Befriedigung, als die Arbeit getan und ich etwas „für die Gemeinschaft“ geleistet hatte. Ganz ohne es in die Medien zu stellen. Ganz ohne Ehrensold. Einfach so. Weil es ja irgendjemand machen muss.</p>
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		<title>In Freundschaften investieren</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2012/02/in-freundschaften-investieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Feb 2012 09:50:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Besitz]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum sollte man schon in Freundschaften und Menschen investieren? Wo man doch in soviele andere Dinge investieren kann: In Gold, in Wertpapiere, in steigende Unternehmenkurse, in anziehende Lebensmittelpreise, auf den Absturz des Euro, auf teures Heizöl&#8230;
Freundschaften sind nichts greifbares- für die einen nur Gelaber, ohne Substanz. Alles ist schnell und hektisch geworden, die Investition auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum sollte man schon in Freundschaften und Menschen investieren? Wo man doch in soviele andere Dinge investieren kann: In Gold, in Wertpapiere, in steigende Unternehmenkurse, in anziehende Lebensmittelpreise, auf den Absturz des Euro, auf teures Heizöl&#8230;</p>
<p>Freundschaften sind nichts greifbares- für die einen nur Gelaber, ohne Substanz. Alles ist schnell und hektisch geworden, die Investition auf der einen Seite, mit Zeit und Geld verbunden, was wird sie schon bringen? Die Unverbindlichkeit, Emanzipation und Freiheit, die in modernen Beziehungen so wichtig geworden ist, ist auf der anderen Seite auch der Fluch der konservativen Werte, des Erhalts von Beziehungen und der zwischenmenschlichen Verlässlichkeit. Und Freunde und Menschen bekommt man an jeder Straßenecke, in sozialen Netzwerken in rauen Mengen, beim Einkaufen im Supermarkt in so großer Anzahl, dass man manchmal lieber wieder einsam wäre&#8230;. dennoch gibt es über fünf Milliarden Menschen auf der Erde und man das Kunststück fertigbringen, mit keinem einzigen wirklich „befreundet“ zu sein.</p>
<p>Freundschaften sind doch so unverbindlich! Man kann sehr viel Zeit und Mühe hineinstecken, aber den anderen doch verlieren. Es gibt noch nicht einmal ein geregeltes Anrecht, keinen Freundschafts-Besitzschein, keine Glücklichsein-Erlaubniskarte, keine Läster-Lizenz&#8230;. die beste Schulfreundin, nun nach Amerika gezogen. Jahre verbracht, Stunden verbracht und nichts ist übrig geblieben, außer einer guten Erinnerung. Mit dem besten Freund um die Straßen gezogen, geweint, gelacht, das Herz ausgeschüttet, getrunken, gefeiert, gefürchtet und gefallen&#8230; nun ist alles vorbei, die Investition verloren!</p>
<p>Freundschaften kann man nicht besitzen, aber lohnt es sich dennoch, in sie zu investieren? </p>
<p>Was ist eigentlich der Wert einer guten Freundschaft?<br />
Jemanden haben, wenn es einem schlecht geht? Jemand schreiben können, jemand der zuhört? Jemand, der Anteil nimmt, sich die Sorgen anhört und das Leben teilt?</p>
<p> Sich mitteilen, heißt teilen. Teilen macht frei, alles für sich behalten, macht einsam und geizig&#8230; Wer einen einzigen guten Freund hat, hat alles, wer nur Geld und sich selbst hat, hat nichts.</p>
<p>Eine Freundschaft hat genau dann einen Wert, wenn sie gelebt wird. Man kann eine Freundschaft nicht „haben“, aber in ihr „sein“. Eine Freundschaft besteht solange, wie man miteinander redet und etwas miteinander macht. Wird das eingestellt, ist auch der „Besitz“ weg, der eigentlich nie einer war.</p>
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		<title>Notstrom</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 11:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Energieverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[Notstrom]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht schlecht, die Nachricht, dass das Atomstromland Frankreich in der kalten Jahreszeit Strom aus dem Austeiger-Land Deutschland dazu kaufen muss.  Der Hauptgrund liegt wohl darin, dass die Franzosen mit Strom heizen, obwohl jeder Mensch wissen sollte, dass hier der Wirkungsgrad am in-effektivsten ist.
Erklärt wird das z.B. hier (Tabelle: Elektroheizung, Primärenergieeinsatz 278%!), etwas anschaulicher erklärt wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht schlecht, die Nachricht, dass das Atomstromland Frankreich in der kalten Jahreszeit Strom aus dem Austeiger-Land Deutschland <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/2/151387" target="_blank">dazu kaufen</a> muss.  Der Hauptgrund liegt wohl darin, dass die Franzosen mit Strom heizen, obwohl jeder Mensch wissen sollte, dass hier der Wirkungsgrad am in-effektivsten ist.</p>
<p>Erklärt wird das z.B. <a href="http://energieberatung.ibs-hlk.de/planheiz_elektro.htm" target="_blank">hier</a> (Tabelle: Elektroheizung, Primärenergieeinsatz 278%!), etwas anschaulicher erklärt wird es <a href="http://www.energieberatung-otto.de/maerchen3.html" target="_blank">hier</a>.  Der Autor kommt zum Schluss, dass der effektive Wirkungsgrad bei Strom (mit Erzeugung) bei ca. 50 Prozent liegt und bei Gasheizungen höher ist, nämlich 95%.</p>
<p>Bei den alternativen Energien gelten vor allem die Solaranlagen als versorgungssicher. Etwas widersprüchlich ist allerdings <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,807323,00.html" target="_blank">die Meldung</a>, dass Deutschland in schwierigen Tagen, als es z.B. im Dezember 2011 zuviel Windenergie gab und der mangels Netzausbau nicht abgebaut werden konnten, in Österreich Strom dazu kaufen musste. So basieren die meisten „Reserveaggregate“ leider auf fossiler Energie z.B. Kohle oder Erdöl (!).</p>
<p>Eines dieser drei Reserve-Kraftwerke steht übrigens <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/deutschland-bucht-fast-ein-gigawatt-an-stromreserve-in-oesterreich-502984/index.do " target="_blank">in Mannheim</a>.</p>
<p>﻿</p>
<p><strong>Weitere Links zum Thema Energieerzeung</strong></p>
<ul>
<li>das neue <a href="http://www.verbund.com/cc/de/news-presse/aktuelle-projekte/oesterreich/mellach" target="_blank">Gas-Dampf 	Kraftwerk</a> in Mellach (Österreich)</li>
<li><a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Energiekonzept/_node.html" target="_blank">Alternatives Energiekonzept</a> der deutschen Bundesregierung</li>
</ul>
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