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	<description>La infinita fabula de domus laboraris</description>
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		<title>Der Frühling</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 14:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ausgedachtes]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[Abgedichtet]]></category>

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		<description><![CDATA[    Der Frühling strahlt mit warmer Sonne
bringt dir Hochgefühl und Wonne
kaum zu glauben, aber wahr-
endlich ist die Wärme da.
Alle Menschen freuen sich und lachen
selbst der allerfinstre Drachen
ringt sich schnell ein Lächeln ab.
Eingesperrt in kahlen Wänden
gelebt vom Brett unter den Händen
klein war die Welt, in letzter Zeit
kommt jetzt endlich mal Zufriedenheit?
Glück und Liebe, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/03/der-fruhling/&title=Der Frühling' onclick='readpage(this.href, 2057); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2057'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der Frühling strahlt mit warmer Sonne<br />
bringt dir Hochgefühl und Wonne<br />
kaum zu glauben, aber wahr-<br />
endlich ist die Wärme da.</p>
<p>Alle Menschen freuen sich und lachen<br />
selbst der allerfinstre Drachen<br />
ringt sich schnell ein Lächeln ab.</p>
<p>Eingesperrt in kahlen Wänden<br />
gelebt vom Brett unter den Händen<br />
klein war die Welt, in letzter Zeit<br />
kommt jetzt endlich mal Zufriedenheit?</p>
<p>Glück und Liebe, die wir alle brauchen<br />
Husten kommt nicht nur vom Rauchen<br />
klar das Denken kann nun werden,<br />
bist zu jung noch, um zu sterben.</p>
<p>Also- steh auf und zieh dir Sonne rein<br />
wer weiß, wann sie denn wiederkommt?</p>
<p>das Gedicht stand nur auf einem Bein<br />
und das Ende folgte prompt.</p>
<p>…&#8230;&#8230;&#8230;..<br />
PS: Eigentlich wollte ich das Gedicht ja „live“ twittern, aber irgendwie laggt Twitter bei mir im Moment, was den Spaß beim Schreiben ein wenig schmälert.</p>
<p>Außerdem ist es nicht soo besonders, also könnt ihr es hier in Ruhe nachlesen. </p>
<p>Noch ein Tipp für alle begeisterten Hobby-Versschmiede: Lautes Vorlesen, Singen und Sprechen hilft, die haklige Sprechmechanik aufzulockern. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Also das, was ich nicht gemacht habe und auch null beherrsche&#8230;</p>
<p>Man muss sich ja nicht zwingend an ein bestimmtes Muster halten, aber ein wenig „rund“ sollte es schon sein.</p>
<p>Nicht jedes Wort passt von der Silbenlänge und reimt sich gleichzeitig. Das macht die Schwierigkeit, aber auch den Spaß beim Abdichten aus!</p>
 <!-- RSPEAK_STOP -->]]></content:encoded>
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		<title>Aufsprießender Blogfrühling</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 18:46:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
		<category><![CDATA[leben]]></category>
		<category><![CDATA[Veränderung]]></category>

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		<description><![CDATA[    Jetzt ist er also endlich da, der Frühling. Lange hat´s gebraucht, geschätzte 24 Jahre haben wir im tiefsten Winter verlebt. Uns gegen Eis- und Schneemassen gewehrt, die Kälte ertragen, Krankheiten durchfochten, Winterspeck auf- und später wie abgebaut. Stollen gegessen, Weihnachten mit der Familie gefeiert, uns über Weihnachtshasser- und Ignorierer gewundert, gebloggt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/03/aufspriesender-blogfruhling/&title=Aufsprießender Blogfrühling' onclick='readpage(this.href, 2052); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2052'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Jetzt ist er also endlich da, der Frühling. Lange hat´s gebraucht, geschätzte 24 Jahre haben wir im tiefsten Winter verlebt. Uns gegen Eis- und Schneemassen gewehrt, die Kälte ertragen, Krankheiten durchfochten, Winterspeck auf- und später wie abgebaut. Stollen gegessen, Weihnachten mit der Familie gefeiert, uns über Weihnachtshasser- und Ignorierer gewundert, gebloggt, getwittert, was das Zeug hält. Und irgendwie berührt mich alles nicht mehr. </p>
<p>Anfang Februar hatte ich noch Vorfreude auf den Frühling, ach im Dezember ging´s mir sogar super! Dann, mit jedem Tag erwartungsvoll an den Himmel geschaut und dann festgestellt, dass hier irgendwas nicht stimmt und mich bibbernd wieder nach drinnen verzogen. Und das hat alles so lange gedauert, dass ich mich fühle wie eine grimmige Bärin im Winterschlaf, die gerade aus ihrer Höhle kriecht und ein wenig mürrisch ihr eingedrücktes Fell aufschüttelt, die wärmere Luft schnuppert aber mental noch nicht ganz auf der Höhe ist. Nur der Appetit, der ist schon wieder da. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Roar!</p>
<p>Ich weiß einfach nicht mehr, wie das ist, Sommer! Frühling, warme Luft, Leben, Liebe, draußen grillen.. lange Abende, körperliche Wohltaten, in Seen schwimmen, mit offenem Fenster Auto fahren, das Fahrrad rauskramen, sich bewegen&#8230;</p>
<p>Mit Menschen kommunzieren, lachen, Partys feiern, wenig an haben und unbeschwert leben. All das assoziere ich mit Frühling und mit Wärme. Frühling ist das erwachende Leben. Winter ist der Rückzug, in manchen Interpretationen auch der Tod, die dunkelste Zeit, der Rückzug in die eigene Untiefe der Seele.</p>
<p>Mein Gesichtsfeld hat sich im übertragenen und im direkten Sinn verkleinert: Durch das viele Abhängen am Computer, durch das viele Lesen, usw. sind meine Augen über den Winter schlechter geworden und ich werde mir demnächst eine neue Brille kaufen müssen. Aber auch mein Denken ist kurzsichtiger, eingleisiger und enger geworden. Die ewig gleichen Abläufe haben einen Grauschleier im Denken hinterlassen, an manch Gehirnwindung hat sich jetzt Dreck und Staub abgelagert. Manches Denken wurde arg eindimensional, vielleicht am Ende so platt wie der Bildschirm, vor dem ich so gerne sitze.</p>
<p>Hier hilft nur eins: Den Staubsauger herauskramen, bei Bedarf auch laute Musik und einmal gründlich drüberpusten!</p>
<p>Das Telefon ist still. Macht keinen Mucks. </p>
<p>Menschen melden sich selten, wenn man sich nicht bei ihnen meldet. Passivität bedeutet in unserer Gesellschaft immer Verlust, Stillstand und vom sozialen Leben ausgeschlossen zu werden. Das aktive Leben in unserer Gesellschaft gehört den Tüchtigen. Wer viele Termine, wer Streß hat und immer „in Action“ ist, gilt als gesund. Klar, derjenige hat keine Zeit zum Denken o. Philosophieren, ist in Bewegung, wird bewegt, lebt in Berührung mit dem Leben, verdient vielleicht Geld, hat Reize, Anregungen, Input. Eine Arbeit zu haben, bedeutet sozial integriert zu sein. </p>
<p>Viel hat man in den letzten Wochen über die Arbeitslosen geschimpft. Menschen, die es ohnehin schon schwer haben, die getrennt von dem sozialen Strom der Zuneigung, von Wertschätzung, von verdientem Geld, Sicherheit,  Freunde am Arbeitsplatz, und Aktivitäten am Feierabend leben, hat man zum Opfer, nein zu den Schuldigen gemacht. Diese Denkweise ist im Grunde pervers. Sie ist genauso pervers wie die vielen Fälle des sexuellen Missbrauchs an Schutzbefohlenen, die in den Nachrichten vermeldet wurden. Dieses Denken verdreht die Schuldzuweisung, denn Schuld sind meistens die Mächtigen, die den weniger Mächtigen die Ressourcen wegnehmen und die Ungerechtigkeit durch Taten und Nicht-Taten vergrößern. Erst kommt das Fressen und dann die Moral&#8230;</p>
<p>Überhaupt scheint unsere Gesellschaft mal wieder geistig und auch materiell ärmer zu werden. Wenn man die Medien verfolgt, gibt es zur Zeit wenig Tendenzen in die richtige Richtung. Neben den bereits angesprochenen Themen wären da: Die Zunahme der Waffenexporte der BRD (von 5 auf 10% Weltanteil gesteigert), das Gerede über die Wiederaufnahme von Gorleben (aller Proteste zum Trotz), oder die Abnahme des Wohnungsbau und die Tatsache, dass Deutschland im privaten Wohneigentum ganz hinten in der EU rangiert. Immer schön alles streichen, was den Menschen ein Leben in materieller Unabhängigkeit ermöglichen könnte … denn wir brauchen die Sklaven um die anonyme und teils sehr gefräßige Maschine Staat am Leben zu erhalten.</p>
<p>Dann die ständigen Querelen der regierenden Parteien: Korruption, Vertuschung, Verschleierung, egoistische Kleinkriege, Grabenkämpfe, Vorurteile.. wenn man die Medien jeden Tag mitverfolgt, könnte man der Meinung sein, es gibt nur noch Schlechtes auf der Welt. Manchmal würde ich gerne die ganzen &#8220;schlauen&#8221;, aber emotional so armen Zeitungen nehmen, zerknüllen und ein Feuer für die emotionale Kälte machen, die um sich gegriffen hat&#8230;</p>
<p>Wo ist Gott bei all dem? Hat es nicht geheißen, Gott ist der Gott der Liebe, der Mitmenschlichkeit, der Wärme und Geborgenheit? Wo ist dieser liebende Gott bei all dem? Natürlich, die Atheisten sagen jetzt, es gibt keinen Gott und sie drängen ihn an die Wand oder vergessen ihn. Der Mensch ist schlecht, das zeigen uns die Medien jeden Tag. Es gibt keine „übernatürliche“ Macht, die plötzlich eingreift, und jeder ist sich selbst der Nächste. Der Mensch hat sich vom Glauben, vom Guten und von der Hoffnung auf ein besseres Leben befreit. Stattdessen hat er wieder seine ur-darwinistischen Überlebenstheorien an die oberste Spitze gestellt. Aber- mit welchem Resultat?</p>
<p>Deutschland ist nach wie vor eine sehr starke Export-Nation, was unter anderem damit begründet wird, dass die Arbeitsmarktregelungen und andere Reformen gut auf die Krise reagiert haben. Aber was hat man in den letzten Jahren denn gemacht? Man hat das Credo „Leistung“ und wirtschaftlichen Erfolg solange über alles gehängt, und versucht ständig den Bürgern noch mehr Geld wegzunehmen und vergrößert die Schere zwischen arm und reich. Ist dieser wirtschaftliche Erfolg denn so wichtig, dass wir alles andere dafür opfern müssen? Macht das glücklich? Ist da ethisch? Oder wem oder was dient dieses extreme Denken eigentlich? Für mich ist all das der Schritt in die falsche Richtung. Jeder, der ein wenig darüber nachdenkt und noch ein Funken Moral oder menschliche Gefühle in seinem Herz trägt, wird zu ähnlichen Schlüssen kommen.</p>
<p>Es sieht derzeit nicht so aus, als ob es irgendeine Gruppierung gäbe, die in eine andere in eine gesündere, nachhaltige Richtung einschlagen würde. Es gibt noch nicht mal viele Einzepersonen, die so denken und von einer großen Masse ganz zu schweigen. </p>
<p>Nein, der Frühling ist gut geeignet, um die Hämmer und Leitern am Blog hervorzuholen und mal wieder an der Baustelle Welt und an der Nebenbaustelle Gerechtigkeit zu werkeln. </p>
<p>Man sieht, der Frühling hat auch seine guten Seiten und es ist schön, dass er endlich da ist!</p>
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		<title>Moral und Anti-Moral</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 10:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Missbrauch]]></category>
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		<category><![CDATA[Sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[    Es wird Zeit, mal über die Missbrauchsfälle in der Kirche zu sprechen, die derzeit ununterbrochen durch die Medien geistern. Am Anfang habe ich noch aufgehorcht und mir „Skandal!“ gedacht, mittlerweile hat es aber eher den Eindruck, als ob ein paar Trittbrettfahrer und die Medien auf den Zug aufgesprungen sind und mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/03/moral-und-anti-moral/&title=Moral und Anti-Moral' onclick='readpage(this.href, 2042); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2042'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Es wird Zeit, mal über die Missbrauchsfälle in der Kirche zu sprechen, die derzeit ununterbrochen durch die Medien geistern. Am Anfang habe ich noch aufgehorcht und mir „Skandal!“ gedacht, mittlerweile hat es aber eher den Eindruck, als ob ein paar Trittbrettfahrer und die Medien auf den Zug aufgesprungen sind und mal wieder eine schöne Sau gefunden wurde, die man durch das Dorf treiben kann. Ohne Frage, was alles passiert ist, ist schlimm und darf gar nicht relativiert werden. Ich möchte auch gar nicht so sehr auf die Details, das Wie, das Warum, Wer hat Schuld, usw. eingehen. Aber die Frage nach der Moral, die interessiert mich als teils philosophisch angehauchte Bloggerin schon ein wenig.</p>
<p>Schließlich sind die Kirchen selbst eine der wenigen offiziellen Instanzen, von denen so etwas wie unumstößliche Moral ausgehen darf. Sicherlich, der Bundespräsident gehört bei uns noch dazu, aber der hält sich meistens zurück und äußert sich nur sehr selten. Viel öfters hört man doch wieder von einer Papst-Rede, von einer Enzyklika, von einem Bischof, der sich zum aktuellen Geschehen äußert. Und nicht zuletzt Menschen, wie die so plötzlich und traurig untergegange Ratsvorsitzende der EKD,  Käßmann, sind es, die das öffentliche Denken über Moral, Gewissen, usw. formulieren und aufrecht erhalten. Aber auch Bloggerinnen und Blogger, Kommentatoren in Leserbriefen oder Fernsehsendungen, Meinungen von Redakteuren, selbst Werbebotschaften und Bücher formulieren Tag für Tag „richtige“ Meinungen über die Welt.</p>
<p><span id="more-2042"></span></p>
<p>Was ist mit der Moral denn so schwer? Früher war es einfach, da haben die Kirchen einen engen Moral-Kodex vorgegeben, an den sich alle zu halten hatten. Je stärker dieser Moral-Kodex aber ist, umso mehr unterdrückt er die natürlichen Bedürfnisse des Menschen.</p>
<p>Das Problem an der Sache ist, dass man mit einer aufgezwungenen, von oben, autoritär aufgesetzen Moral niemals die völlige Freiheit oder Schuld-Absolution des Menschen erreicht. Es ist ein logischer Denkfehler, der im Detail steckt.</p>
<p>Kurz im Anschluss an die ersten Missbrauchsfälle hörte man die kritische Stimme eines Bischofs, der nun angeblich der Meinung war, dass die Art und Weise der sexuellen Revolution, der freie Umgang mit Sexualität in den Medien daran Schuld gewesen sei, dass die Gesellschaft nun verroht und solche Abläufe <a href="http://www.welt.de/fernsehen/article6711052/Die-Schuld-der-68er-am-Missbrauch-in-der-Kirche.html#reqMSN_Gadget" target="_blank">erst ermöglichten</a>. Genau dieses Denken verkehrt aber die Ursachen in ihr Gegenteil. Es war schließlich keine offene Hippie-Kommune, in der die Übergriffe passierten, sondern ein streng katholisch geregeltes Heim/ Internat oder auch Klosterschule (gibt im Moment soviele Fälle, dass ich das ein wenig vermische).</p>
<p>Psychologisch gesehen hat jeder Mensch sexuelle Triebkräfte, die das Leben mitunter schwer machen können. Bei Männern sind diese Kräfte meistens noch stärker ausgeprägt und im pathologischen Fall mit eindeutigen sadistischen oder aggressiven Neigungen vermischt. Das ist einer der Tatsachen, warum der Großteil der Gefängnisinsassen und auch der sexuellen Triebtäter alles Männer sind (habe mal gelesen, der Frauenanteil in Gefängnissen liegt nur bei <a href="http://www.news-adhoc.com/geringer-anteil-von-frauen-in-deutschlands-gefaengnissen-idna2010022384604/" target="_blank">ca. fünf Prozent</a>).</p>
<p>Die Triebe sind schuld! Unsere tierischen Anlagen, die in jedem von uns stecken, die rein instinkt- und gefühlsgesteuert, aber ohne freien Willen zum Handeln treiben und mitunter moralisch „blind“ werden lassen.</p>
<p>Jeder, der mal einen wütenden oder sehr traurigen Menschen erlebt hat, vielleicht auch bei sich selbst, wird festgestellt haben, dass im Augenblick der extremen Gefühle der Mensch alles andere als einsichtig oder gar als Moral-empfänglich ist. Die Moral ist nur das von Menschen und Gedanken geschaffene Über-Ich, das unsere ureigensten Instinkte lenken, steuern und zumeist auch unterdrücken soll. Dies ist zudem einer der Hauptgründe für Neurosen, aber auch für Depressionen, wenn Gefühle nicht geäußert werden können.</p>
<p>Extreme seelische Schieflagen, wie der Wunsch, mit einem Kind Sex zu haben, sind gesellschaftlich absolute Tabuthemen. Die extreme Sexualität des Menschen ist irgendwie fehlgesteuert, vielleicht war der Mensch auch selbst einmal Opfer eines sexuellen Übergriffes? Wenn dann nie darüber geredet wurde und die Krankheit sich gleichsam im Bewusstseins-Keller festgesetzt hat, wenn der Mensch zusätzlich Opfer einer sehr starken Moral-Gefängnisses ist (z.B. einer Kirchen-Organisation), dann hat die Unterdrückung der Triebe paradoxerweise den Effekt, dass sich alles nur verstärkt und verschlimmert.</p>
<p>Es ist also kein Problem, über Sex zu reden oder auch sexuelle Bedürfnisse und Wünsche in sich zu spüren, sondern es ein kulturelles Problem, wenn „normaler“ Sex nicht gelebt werden kann. Aber was ist schon „normal“? Auch hier haben die Kirchen und die meisten Menschen enge Vorstellungen, und bei Sex zwischen homosexuellen Männern oder zwischen lesbischen Frauen hört die Toleranz meist schon auf.</p>
<p>Dabei wird aber vergessen, dass die innere Möglichkeiten der menschlichen Phantasie, aber auch die Irr- und Auswege der Seele, vielleicht der Perversion viel größer als die kleine Schablone „Mann und Frau, Ehe und Paradies“ sein kann.</p>
<p>Nicht das Ausleben der freien Sexualität und der aufgeklärte, neurosenfreie Umgang mit ihr ist das Problem, sondern die überstarke Moral-Institutionen, die alles spielerische unterdrücken und den Mensch einschränken, krank machen und unfrei werden lassen.</p>
<p>Wenn ich mich traue, über Sexualität zu sprechen und schon früh Menschen finden kann, denen ich vertrauen kann, ist es gut möglich, die Anfänge einer „Perversion“ zu mildern und vielleicht in die richtige Richtung zu lenken. Es liegt aber in der Natur der Sache, dass kleine Wünsche, die man niemals ausleben kann oder die immer nur unterdrückt werden, anwachsen und sich schließlich mit einem riesigen, pathologischen Druck entladen. Welcher Mann geht schon freiwillig zum Psychologen? Wann redet man schonmal mit guten Freunden über die eigenen sexuellen Bedürfnissen? Und in wievielen Ehen diese Welt ist Sex nur noch eine nicht vorhandene Begleiterscheinung? Und die Priester erst selbst! Sie haben sich von der Sexualität, als angeblich schmutziges Beiwerk des Menschen frei gemacht und wollen darauf verzichten. Dass dies aber mitunter nicht so einfach geht, wie die Bibel-Bilderbuch-Moral uns das weismachen will, wird vergessen.</p>
<p>Die Sexualität ist hier mit der Aggression zu vergleichen, beides elementare Triebkräfte des Menschen, die vielleicht zu den größten Tabuthemen einer „aufgeklärten“, aber leider auch neurotischen und seelisch nicht immer ganz gesunden Gesellschaft gehören.</p>
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		<title>Den Tag verschenken</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 20:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Verschenken]]></category>

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		<description><![CDATA[    Gibt im Moment nicht viel zu bloggen, hab auch keine Lust dazu. Ich bin eigentlich schon am Überlegen, das Blog ganz dicht zu machen, weil ich irgendwie eine mittelschwere „post-Blog“ Phase erreicht habe, wenn man das so nennen kann.
Das Schreiben im Blog lebt bei mir immer von zwei wichtigen Dingen: 1.) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/03/den-tag-verschenken/&title=Den Tag verschenken' onclick='readpage(this.href, 2038); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2038'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Gibt im Moment nicht viel zu bloggen, hab auch keine Lust dazu. Ich bin eigentlich schon am Überlegen, das Blog ganz dicht zu machen, weil ich irgendwie eine mittelschwere „post-Blog“ Phase erreicht habe, wenn man das so nennen kann.</p>
<p>Das Schreiben im Blog lebt bei mir immer von zwei wichtigen Dingen: 1.) Der Wunsch, mit anderen zu kommunzieren und das Leben und die Gedanken für andere zu öffnen und 2.) Die Lust am Schreiben selbst, das Nachdenken über bestimmte Dinge und das reine Handwerk &#038; Hobby „Schreiben“. (3. vielleicht noch: Die Muse, die Inspiration und die gute oder in einer anderen, gewissen, formulierbar gefärbten Laune)</p>
<p>Auf alles hab ich im Moment keine Lust. Meist tun mir die Hände abends weh oder die Augen brennen und ich bin froh, wenn ich ein wenig Ruhe und Zeit für mich habe. Auch der Druck, mich jetzt unbedingt der Öffentlichkeit präsentieren zu müssen und mein Alter Ego, meine virtuelle Identität weiter aufzubauen oder abendfüllende Spannungsbögen zu formulieren, habe ich im Moment nicht.</p>
<p>Ich bin eigentlich ganz zufrieden, vielleicht liegt es daran? Die innere Zufriedenheit, die Ausgeglichenheit, vielleicht auch die Gelassenheit, Langeweile und der Gleichmut sind die besten Gründe, sich nicht zu äußern. Das Leben plätschert so vor sich hin. Ich muss nicht betonen, dass mich das Wetter (auch wenn ich vorher einen leicht ironischen Winter- Adé Artikel geschrieben habe) nun doch ein wenig nervt. Wann wird’s mal wieder Sommer?</p>
<p><span id="more-2038"></span></p>
<p>Es ist hier kalt wie am Nordpol! Ich öffne die Tür und ein eisiger Wind pfeift mir ins Gesicht. Überall am Haus bricht sich die peitschende Luft an Dachziegeln, kleinen Vorsprüngen und ähnlichem und erzeugt somit kleine Wirbel, die wiederum mit einem munteren Surren und Pfeifen die Ruhe des Tages durchbohren. Im Hof liegen noch kleine zu Eis gewordene Hügel aus Schnee, vom Auto habe ich letztens Stück für Stück die Eiszapfen abgebrochen und dabei eine kleine Genugtuung verspürt. Wenigstens in diesem Moment habe ich die Gewalt über den Winter! Wenn ich den Schnee räume und die Kristalle mit Salz zum Erweichen bringe, dann gehört der Winter mir! Zumindest diese Straße, dieser Weg, dieses kleine Abteil des Lebens ist winterfrei geworden. Da kann die Luft kalt sein, wie sie will. Der Mensch ist doch stärker.</p>
<p>In der Stadt machen sich wieder die „schlechte Laune“ Gesichter, das gehetzte Waren- durch- die- Luft- wirbelnde Kassiererin-Syndrom und der allseits hektische und angespannte Straßenverkehr breit. Ich bin erstaunt, wie langweilig, wie monoton alles ist.</p>
<p>Wie schlecht die Leute gekleidet sind, wie wenig sie auf ihr Aussehen, ihre Manieren und die Höflichkeit achten. Die meisten Menschen schauen überhaupt nicht! Sie bewegen sich unsichtbar gezogen von einem Draht unter dem Supermarktboden, stieren streng nach vorne oder kurz in die Regale. Ich versuche die meisten anzulächeln, aber bei den meisten kommt nichts zurück. Es herrscht eine geschlossene Stimmung. Eine gehbehinderte, ältere Frau im Rollstuhl bat mich heute, ihre Artikel vom Band in der rückseitigen Tasche zu verstauen, an die sie nur schlecht herankam.. Wenigstens hier hatte ich eine kleine menschliche Berührung, das Gefühl, gebraucht zu werden. Ich war so erstaunt über ihre Frage, dass ich es einfach gemacht habe und ihre Bitte nur mit einem recht unfreundlichen Grummeln beantwortet habe.</p>
<p> Die meisten Menschen im Alltag, auch ich, erfüllen ihre Pflicht, als seien sie Spielfiguren in einem großen Spielbrett, dessen Regeln und Sinn sie anscheinend nicht begreifen, sonst würden sie was ändern. Oder sie haben einfach Angst, darüber nachzudenken?</p>
<p>Was kann man schon ändern? Wann hat man schonmal was unter Kontrolle, wann ist man frei? Welcher Tag ist ohne Verpflichtungen, welcher Tag ohne Streß, welcher ohne Hektik?</p>
<p>Wann wird man mal nicht kritisiert, nicht angemacht, nicht hinterfragt? Wann kann der Mensch einfach Mensch sein?</p>
<p>Es ist ein kostbarer Augenblick. Vielleicht schreibe ich deshalb nicht. Ich möchte mein Mensch-Sein, meine Freiheit für mich behalten und bin zu geizig, sie mit anderen zu teilen. Denn diese könnten sie wieder anzweifeln und dann würde ich das verlieren, was ich gerade verschenkt habe. Aber das ist paradox. Wenn man etwas verschenkt, verliert man nichts. Es ist weg und das mit einem guten Gefühl. Das Verschenken bereichert das Leben, der Geiz verengt es.</p>
<p>Also verschenke ich meinen Tag, ein Stück von ihm, ein Bruchteil. Lächerlich und nicht der Rede wert.</p>
<p>Für euch, für mich, für wen auch immer.</p>
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		<title>Innere Freiheit &amp; Spirituelle Entwicklung</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/03/innere-freiheit-spirituelle-entwicklung/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lauster]]></category>

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		<description><![CDATA[    Im Moment hab ich mal wieder eine intensivere Buchlese-Phase. Auch, wenn es eigentlich Frühling ist und ich im Haushalt oder auf der Baustelle sehr fleißig und aktiv sein sollte, kann ich es nicht lassen, die freien Stunden am Morgen oder am Abend für das Lesen von Büchern oder das Nachdenken über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/03/innere-freiheit-spirituelle-entwicklung/&title=Innere Freiheit &#038; Spirituelle Entwicklung' onclick='readpage(this.href, 2031); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2031'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Im Moment hab ich mal wieder eine intensivere Buchlese-Phase. Auch, wenn es eigentlich Frühling ist und ich im Haushalt oder auf der Baustelle sehr fleißig und aktiv sein sollte, kann ich es nicht lassen, die freien Stunden am Morgen oder am Abend für das Lesen von Büchern oder das Nachdenken über das Leben, die Philosophie und Kunst zu verwenden. Es ist einfach meine persönliche Freiheit und es ist ein schönes Hobby, wer weiß &#8211; vielleicht trägt es auch etwas zur Welt bei?</p>
<p>Wie auch immer, ein Hörbuch von Peter Lauster prägt derzeit mein Denken und ich bin sehr froh und glücklich, dass es mir von einer lieben Person geschenkt wurde (nachdem es auf dem Wunschzettel stand). Es heißt „<a href="http://tinyurl.com/yksg93g" target="_blank">Ausbruch zur inneren Freiheit</a>“  und ist sogar recht günstig, wie alles, was gut ist und dem Menschen nützt und nicht nur dem materiellen Verdienst einer bestimmten Interessengruppe dient.</p>
<p>Den Psychologen Lauster habe ich vorher schon mal durch Zufall „kennengelernt“ und kann ihn als Autor durchweg empfehlen.</p>
<p>Er hat einen sehr klaren und gut verständlichen Sprachstil und seine Gedanken und weitreichenden Assoziationen zeugen von großer Weitsicht, Bildung und menschlichem Verständnis. Man könnte auch sagen, eine gewisse menschliche Wärme wird durch seine Worte übertragen, was gerade bei einem Hörbuch einen sehr guten, heilenden Effekt hat und einer echten Psychotherapie sehr nahe kommt.</p>
<p><span id="more-2031"></span></p>
<p>Als spiritueller Wegbegleiter, als Menschen, der einem wieder neue Wege zeigen kann, ist er perfekt prädestiniert. Aber, wie er selbst in dem Buch sagt, zeigt er den Menschen nur den Weg aus ihrem inneren Gefängnis &#8211; gehen müssen sie ihn schon selbst. Und er sagt auch, dass die wenigsten Menschen nur in der Lage sind, wirklich ihr Leben zu ändern. Viele von uns bleiben spirituell einfach immer auf einer Stufe stehen. Es ist auch schwierig, das gebe ich zu.</p>
<p>Spirituelle Entwicklung ist nichts, dass man irgendwie geschenkt bekommt, das wie ein Pfeil vom Himmel fliegt und dich direkt im Herz oder der Seele trifft. Man kann andere auch nicht zwingen, sich zu entwickeln, das ist absurd und würde einem Menschen gleichen, der an einem frisch gepflanzten Baum zupft, nur damit er schneller wächst und aus der Erde kommt. Im schlimmsten Fall würde er den zarten, aus eigener Kraft gewachsenen Sproß nur zerstören!</p>
<p>Nein, nüchtern betrachtet ist spirituelle Entwicklung ein sehr langwieriger Prozess, die das intensive Nachdenken, das Anwenden und das Üben von bestimmten Verhaltensweisen erfordert. Menschen, die gebildet sind und gerne lesen oder nachdenken, sind dabei bevorzugt, es wird ihnen wahrscheinlich leichter fallen, als anderen.</p>
<p>Natürlich kann man eine Welt auch ergründen, indem man sie malt, zimmert, baut, bewegt, darüber spricht. Aber die wirkliche Einkehr in sich selbst (und damit die persönliche Reifung) ist eine innere Angelegenheit, die man wirklich in jeder Zelle seines Seins nur alleine bestehen kann. Und die innere Einkehr ist von äußeren Dingen völlig unabhängig und losgelöst. Wir brauchen keine materiellen Dinge, um innerlich frei zu sein. Man könnte sogar sagen, dass die übermäßige Materialisierung uns vom inneren Glück, vom Sein an sich, abhält und unsere menschliche Energie vom Wesentlichen absaugt.</p>
<p>Spiritualität ist auch mehr als der Erwerb oder das reine Ansammeln von Wissen. Das Wissen muss auch persönlich, menschlich , emotional verarbeitet und auf sich selbst und andere angewendet werden. Was nützt es, wenn man über die Vorzüge eines guten Benehmens oder einer allgemeinen positiven Ethik anderen Menschen gegenüber nachgedacht hat- im Supermarkt aber wieder mit dem ewig gleichen Schlechte-Laune Gesicht durch die Gänge hetzt?</p>
<p>Was nützt es, wenn man über Freundschaften, Verständnis und Dialog philosophiert, aber die eigenen Freundschaften buchstäblich mit den Füßen tritt? Geistiges Wissen ist nur dann gut, wenn es in der Praxis auch angewendet wird. Wissen muss durch die eigenen Emotionen transzendiert, gestärkt, gefestigt und überprüft werden. Wenn man mit einer bestimmten Verhaltens- oder Denkweise ein ständiges Problem hat, obwohl sie so logisch erscheint? Weg damit, dann ist sie nicht gut.</p>
<p>Die Stärke der menschlichen Seele liegt darin, Wissen emotional bewerten zu können und auch die persönlichen Interpretationen über eine Sache ständig neu zu justieren. Das ist wahre Entwicklung, wahrer Fortschritt. Wer nicht reden, wer nicht diskutieren kann, ist vom wesentlichen Element seines Menschseins abgeschnitten und leidet.</p>
<p>Wahrscheinlich ist diese positive Entwicklung auch das, was Lauster beständig mit dem Wort „Freiheit“ meinen möchte. Es geht um die eigene persönliche Freiheit, genau den Weg einzuschlagen, den man für sich selbst als gut empfindet. Es geht darum, sich von Vorstellungen und Idealen anderer grundsätzlich freizumachen.</p>
<p>Es geht nicht darum, andere zu ignorieren oder sich nicht mehr um sie zu kümmern. Wer so handelt, kann genauso wenig frei sein, wie der, der alle an sich reißt und abhängig von den anderen wird.</p>
<p>Es geht bei der spirituellen Entwicklung mehr darum, eine gesunde Mitte, eine heilsame Distanz zwischen sich selbst, den eigenen Wünschen, den Wünschen und den Bedürfnissen der anderen herzustellen. Wer innerlich frei ist, muss andere nicht mehr beschimpfen, andere nicht mehr für das eigene Scheitern zur Verantwortung ziehen. Wer frei ist, ist gelassen und wer gelassen ist, wird frei.</p>
<p>Wir müssen erkennen, dass wirklich niemand sonst, als wir selbst, das eigene Leben ständig neu überdenken, neu ausrichten und- leben müssen.</p>
<p>Heilsame Gedanken wie die von Lauster, sind wirklich hilfreich und durchweg empfehlenswert.</p>
<p>Aber wie gesagt: Gehen muss man schon selbst! <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Sonnen- und Schattenseiten</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 18:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Frühling]]></category>
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		<description><![CDATA[    Der Frühling ist da. Allerorten kündigt er sich mit großem Getöse an. Da ist zuerst mal die strahlende Sonne, die stärker als je zuvor ihre langwelligen Strahlen des breitesten Spektrums in jeden dreckigen Winkel der Wohnung schickt. Die fleißige und ständig mit schlechtem Gewissen bewehrte Hausfrau erkennt sofort, dass hier Handlungsbedarf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/03/sonnen-und-schattenseiten/&title=Sonnen- und Schattenseiten' onclick='readpage(this.href, 2025); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2025'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Der Frühling ist da. Allerorten kündigt er sich mit großem Getöse an. Da ist zuerst mal die strahlende Sonne, die stärker als je zuvor ihre langwelligen Strahlen des breitesten Spektrums in jeden dreckigen Winkel der Wohnung schickt. Die fleißige und ständig mit schlechtem Gewissen bewehrte Hausfrau erkennt sofort, dass hier Handlungsbedarf besteht. Die anschließende Putz-Orgie führt dazu, dass sich die Körpertemperatur um ein paar Grad anhebt und noch schneller auf Touren kommt, als sie es ohnehin schon geplant hatte. Wusstet ihr, dass die Körpertemperatur im Winter tatsächlich ein wenig abgesenkt wird? Man kann sagen, der Mensch wird in einen kleinen biologischen Winterschlaf geschickt und fährt nur auf halber Flamme. Dieser Ofen muss erst wieder befeuert werden, aber manchmal knacken die Gelenke und der dazu gewonne Speck u. die verlorenen Muskeln hindern das mühelose Vorwärtskommen.</p>
<p>Das Sonnenlicht kurbelt nun die Glückshormon-Produktion an und vertreibt das einschläfernde Melatonin. Man bewegt sich plötzlich wieder! Man riecht wieder! Man geht wieder nach draußen, freiwillig und ganz ohne Auto. Das Leben ist wieder stärker an einem, in einem, um einen herum. Der einlullende Schleier des Winters wurde spätestens vom letzten Sturm Xynthia weggeblasen.</p>
<p>Ach, der Winter, wie schön war er! Obwohl ich ihn lange verflucht habe. Nun vermisse ich ihn. </p>
<p>Der Winter hat mich beschützt und das ganze Leben mit seinen Problemen und seinem Leid vor mir ferngehalten.</p>
<p>Mit einer warmen Decke und einem heißen Tee vorm Computer abhängen. Fettige, kalorienreiche Wurstwaren und Nudeln in sich reinstopfen, dazu ein paar Gläser Alkohol und später Schokolade. Sich ganz tief in den vier Wänden verkriechen, das Telefon rausstöpseln, die Internet-Blogs ignorieren, Twittern mal wieder doof finden. </p>
<p>Winter ist einfach eine schöne Zeit. Man ist einsam, man ist allein. Niemand da, der das eigene Leben begrenzt, kein Streß, keine nervigen Dialoge, keine Arbeit, einfach nur Ruhe.</p>
<p>Keine gierigen und aggressiven Menschen, die sich behaupten, selbst darstellen, abgrenzen, profilieren, beneiden, beschränken, bevormunden, manipulieren oder ausgrenzen müssen.</p>
<p>Kein Mensch. Das Leben ist so schön frei, ohne gierige, unglückliche, unfreie und negative Menschen.</p>
<p>Der Winter ist schön. Über den Frühling sollen wir uns nun alle freuen. Das angepasste Wohlstands-Affirmations-Geständnis Gesicht aufsetzen und hübsch dazu lächeln. Auch wenn uns eigentlich eher zum Heulen ist und die ganze Soße „Sonne Satt“ nur Energie abzieht und das eigene Unvermögen vor Augen hält.</p>
<p>Tief durchwebt vom protestantischen Arbeits-Ethos hört man von überall die Hämmer. Leistung ist gefragt! Rauf auf die Leiter, runter von der Leiter, ein paar Bretter gesägt, ja was gemacht! Der Mensch ist nur gut, wenn er was macht, wenn er was leistet.</p>
<p> Das sagte schon unser Ober-Guru Westerwave. Und der muss es wissen, schließlich ist er unser Außenseiterminister.</p>
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		<title>Eine Insel</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 10:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Lost]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Produktion]]></category>

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		<description><![CDATA[    Über Lost hatte ich ja im (mittlerweile geschlossenen) Medienblog schon einen Bericht geschrieben. In der Zwischenzeit wird es einfach mal wieder Zeit für eine kurze Wasserstandsmeldung über diese phantastische Serie.
Auch heute noch, bereits in der fünften u. vorletzten Staffel angekommen, hat die Fernsehsendung nichts an ihrer Attraktivität eingebüßt. Und sie schafft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/02/eine-insel/&title=Eine Insel' onclick='readpage(this.href, 2019); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2019'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lost_%28Fernsehserie%29" target="_blank">Lost</a> hatte ich ja im (mittlerweile geschlossenen) Medienblog schon einen Bericht geschrieben. In der Zwischenzeit wird es einfach mal wieder Zeit für eine kurze Wasserstandsmeldung über diese phantastische Serie.</p>
<p>Auch heute noch, bereits in der fünften u. vorletzten Staffel angekommen, hat die Fernsehsendung nichts an ihrer Attraktivität eingebüßt. Und sie schafft es mich immer noch zu fesseln, obwohl ich alles andere als ein Serienfan bin. Bis jetzt habe ich jede Folge, bis auf ein paar ganz wenige (die Opfer der Freizeit oder der fehlerhaften Rekorder-Programmierung geworden sind), gesehen. Das hat eigentlich sonst nur die Startrek: Next Generation-Reihe geschafft.</p>
<p>Die ganzen Krimiserien, die mittlerweile die privaten Kanäle überschwemmen, oder die x Dokusoaps im Vorabendprogramm mit den immer gleichen Abläufen, selbst die allerneusten Tatort-Produktionen kommen meist so bieder daher, dass ich sie alle für Lost in ihrem einsamen und monotonen Fernsehregal stehen lasse.</p>
<p><span id="more-2019"></span></p>
<p>Was aber macht diese Serie so faszinierend? Ich finde, neben der hervorragenden Spannung, die ständig erzeugt wird, ist es vor allem die Art der Erzählweise und die sehr intelligente und komplexe Verstrickung von Handlungsfäden. Soviel Sprünge, aber soviel innere Logik besitzt keine andere Serie. Gerade in der neusten Staffel hat man es vermehrt mit Zeitsprüngen zu tun (ein Phänomen, was von der Insel selbst verursacht wird), was ich am Anfang etwas überzogen und doch arg unlogisch empfand. In der Serie selbst ist es aber recht gut umgesetzt und die Darsteller selbst machen sich auch auf teils ironische Art und Weise darüber Gedanken, wo sie denn jetzt genau in der Zeit stehen oder was passieren wird, wenn sie die Vergangenheit ändern, in der sie durch einen „Zufall“ hineingeraten sind. Die Folge ist, dass man als Zuschauer mit fiebert und mitdenkt und immer eng am Geschehen auf der Leinwand ist und sich im Kopf sehr viel abspielt.</p>
<p>Die andere große Stärke von Lost ist die Charakterisierung und die Psychologie der einzelnen Personen. Soviel Mut zu extremen Verhaltensweisen, zu besonderen Charakteren, soviel Thematik über Liebe, Vertrauen, Verrat, usw. sucht man sonst nur in Spielfilmen und selbst da manchmal vergebens. Die ausgesuchten Schauspieler schaffen es fast alle durch die Bank weg zu glänzen und die Rollen sind den meisten sehr gut auf den Leib geschneidert.</p>
<p>Vor allem der Mut, gegensätzliche Charaktere im Drehbuch auszuformen und diese dann mit sehr guten schauspielerischen Leistungen zum Leben zu erwecken, macht die Stärke jeder Fernseh-Produktion aus.</p>
<p>Nehmen wir z.B. den stets sehr korrekten, moralisch überlegenden Arzt Jack, der einst der Anführer der Gruppe gewesen ist. Obwohl er immer so überzeugend und intelligent wirkte, hat man in der aktuellen, fünften Staffel das erste Mal den Eindruck, dass sein einst so festes Glaubenskonzept Risse bekommt und trifft auch schon mal unpopuläre Entscheidungen und er wirkt irgendwie „zickiger“ als in den anderen Teilen. Dieser Wandel seiner Person ist sehr gut gelungen. Kein Wunder, denn sein einstiger Rivale Sawyer, der immer die zweite Geige spielen musste und auch bei Kate (der anderen Hauptfigur) meistens schlechter da stand, ist mittlerweile selbst im Rang aufgestiegen und hat nun wesentlich mehr Macht und Verantwortung als noch in den ersten Staffeln.</p>
<p>Von seiner einstigen Liebe Kate hat er sich losgelöst und ist nun mit der attraktiven Ärztin Juliet verbandelt. Wie jetzt seine ehemalige Freundin darauf reagiert und wie auch die Frauen untereinander darüber reden, all diese Details (die so auch im echten Leben auftreten könnten) wurden berücksichtigt und integriert.</p>
<p>Oder die zwielichtige, böse Figur „Ben“, über den ich heute immer noch rätsle und der seine wahren Motivie nie ganz offenbart. Sein Lächeln ist immer so hübsch oberflächlich und allein an der Mimik zu erraten, was er wirklich denkt, ist nahezu unmöglich. Denkt man im einen Augenblick, dass es doch eigentlich ein netter Kerl ist, zeigt er in der nächsten Szene schon wieder ganz andere Verhaltensweisen, die das Gewissen des Zuschauers regelrecht durcheinander wirbeln!</p>
<p>Auch alle anderen Nebencharaktere, z.B. der dicke, lustige Hurley, die charmante und immer etwas zurückhaltende Sun oder ihr verbohrter Mann Jin tragen zur Kontinuität und dem hohen, inneren Realismus von Lost bei.</p>
<p>Vom menschlichen und psychologischen Standpunkt aus gesehen hat diese Serie eine hohe Detaildichte und eine stets scharfe, spannende Erzählweise. Aber auch der Abenteuer-und Action-Fan wird stets bedient. Langatmige Passagen, in denen überhaupt nichts passiert oder nur der ewige, nörglerische Büroalltag rezitiert wird, den Zuschauer sowieso schon zu Genüge kennen (wie im Tatort) sucht man hier vergebens.</p>
<p>Die Akteure schrecken nicht davor zurück, auch mal ihre Waffen sprechen zu lassen oder verbale Gewalt einzusetzen, viel Blut fließt aber selten. Meistens beschränken sich die Aggressionen auf unausweichliche Konflikte und sind durch die Extreme der Situation mit verursacht. Mit ein wenig Dialog und Reden werden dann die Knoten zwischen den Personen schnell wieder entschlüsselt. Wirklich brutale Mörder gibt es eher selten.</p>
<p>An der Serie bewundere ich insgesamt vor allem ihren Mut zur Neuheit und zur Innovation. Etwas vergleichbares hat man bis dahin einfach noch nicht gehabt und das ist im täglichen, ausgelutschten Fernseh-Allerlei wirklich eine Wohltat.</p>
<p>Sicherlich hat die einst so glänzende Serie mittlerweile auch ihre ersten Kratzer auf dem Lack, aber über die meisten kann man hinwegsehen:</p>
<p>Die ständige Pflicht zu Sprüngen, beispielsweise, die manchmal etwas ermüdend und künstlich wirkt oder dass man so viele Rätsel einfach offen lässt, ohne sie zu beantworten. Nur, damit der Zuschauer wieder einschaltet?</p>
<p>Oder: Am Anfang der Serie hat man noch sehr auf den logischen Rahmen geachtet, der die Mystery-Elemente noch kontrastreicher hervorbrachte, mittlerweile angelt man sehr im Zauberkasten der Film-Phantasie.</p>
<p>Das alles aber sind Kleinigkeiten, die dem Einschaltvergnügen kaum was entgegen setzen können.</p>
<p>Die Serie Lost, eine mehr als gelungene, innovative, mutige Produktion aus den USA, die mich auch in Deutschland schwer begeistert.</p>
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		<item>
		<title>Andere Belehren heißt, belehrt zu werden</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/02/andere-belehren-heist-belehrt-zu-werden/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 20:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Lehren]]></category>

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		<description><![CDATA[    Es gibt viele Menschen in unserem Leben. Tagtäglich werden wir von der Meinung anderer konfrontiert. Selbst wenn wir wollten, es wäre kaum möglich, ganz ohne andere Menschen und deren Meinungen auszukommen. Natürlich wollen andere Menschen nicht immer das Beste von einem, sehr viele wollen einen verletzen, übertrumpfen, ausspionieren, manipulieren, beleidigen, an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/02/andere-belehren-heist-belehrt-zu-werden/&title=Andere Belehren heißt, belehrt zu werden' onclick='readpage(this.href, 2010); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2010'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Es gibt viele Menschen in unserem Leben. Tagtäglich werden wir von der Meinung anderer konfrontiert. Selbst wenn wir wollten, es wäre kaum möglich, ganz ohne andere Menschen und deren Meinungen auszukommen. Natürlich wollen andere Menschen nicht immer das Beste von einem, sehr viele wollen einen verletzen, übertrumpfen, ausspionieren, manipulieren, beleidigen, an die Seite drängen, usw. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir einen Menschen treffen, der es wirklich und von Herzen gut mit uns meint, ist daher ziemlich gering. Die meisten Menschen sind irgendwie unfrei und daher können sie auch nur Dinge von sich geben, die mit ihrer eigenen Unfreiheit in Verbindung stehen. Das darf man nicht vergessen. </p>
<p><span id="more-2010"></span></p>
<p>Ich frage mich an dieser Stelle, was man machen soll: Wenn man festgestellt hat, dass das Leben eines anderen Mängel oder gar offensichtliche „Fehler“ aufweist, darf man dann oder muss man nicht gar den anderen kritisieren? Zumindest wenn es Menschen sind, die für sich das Recht rausnehmen, ebenso über die Welt zu urteilen und tagtäglich ihre eigenen Meinungen zu verkünden?</p>
<p>Wenn wir nicht gerade als Einsiedler auf einer einsamen Insel oder irgendwo in einer Berghütte 2000 Meter über dem Meeresspiegel wohnen, wenn wir in diese Zivilisation mit diesen vielen Menschen und Meinungen eingebunden sind, dann ist es absolut logisch, nachvollziehbar und wichtig, dass man mit der Meinung von anderen auch entsprechend umgehen kann. Und selbst weiß, wie man sich richtig äußert, wie man richtig kritisiert.</p>
<p>Das Problem ist doch meistens, dass einem auch gute Freunde selten ihre wirkliche Meinung preisgeben. Meistens wird darum herum geredet, weil man „niemanden verletzen“ möchte. Ich finde aber, dass es mitunter feige ist und den anderen umso mehr verletzen kann, wenn man gar keine Meinung zu ihm äußert. </p>
<p>Im Grunde bedeutet das nämlich einfach nur, dass man sich um ihn nicht sorgt, sich nicht kümmert- er ist schlichtweg egal. Keine Meinungsäußerung ist eine Abwesenheit von Liebe, aber auch ein Zuviel von Meinung ist nicht gut. Der beste Weg liegt wohl in der Mitte.</p>
<p>Wer ein guter Mensch sein will und sich wirklich für andere Menschen und sich nicht nur deren Maske oder Oberflächlichkeit interessiert, der kommt nicht darum herum, auch den Mut zu haben, unbequeme Meinungen zu äußern. Es ist ein aktiver Schritt, Zuhören ein passiver.</p>
<p>Nicht der, der geradeaus redet und zu seiner Meinung steht, ist der „schlechte“ Mensch, sondern derjenige, der eigene Gedanken verschweigt und vielleicht hintenrum oder gar nicht äußert. Es kann zumindest genauso verletzend empfunden und aufgenommen werden. </p>
<p>Allerdings ist es wichtig, dass man Kritik in der richtigen Weise äußert. Erfahrungsgemäß kommt die Kritik gar nicht gut an, wenn sie in einem vorwurfsvollen, anklagenden oder sonstwie verletzenden Stil geäußert wird. Die gute Absicht verkehrt sich dann schnell ins Gegenteil. </p>
<p>Mit dieser Art der Kritik haben wir tagtäglich genug zu tun, sie ist nicht gesund und macht krank. Vor dieser verletzenden und zerstörerischen Form der Kritik sollte man sich also hüten.</p>
<p>Wie heißt es so schön „Der Ton macht die Musik“.</p>
<p>Wenn man merkt, dass jemand gar nicht auf die eigenen Worte reagiert und sich nahezu unbelehrbar zeigt, was dann? Haben wir dann noch die Pflicht oder das Recht weiter zu belehren und Vorschläge zu machen? Nein.  Wir haben „das Recht“ sowieso nie gehabt, weil es im Kern keine Frage von Recht ist. Wenn wir von einer uneingeschränkten Autorität und Autonomie des anderen ausgeht, ist es streng genommen nicht erlaubt, dem anderen Vorschläge zu machen. Durch das Miteinander schränkt der andere aber meinen Bereich zwangsläufig ein und umgekehrt. Einigungen und Kompromisse sind also tagtäglich nötig, auch wenn wir eigentlich das „Recht“ nicht haben. (Man denke da z.B. an die vielen Probleme die durch das enge Wohnen in Mietverhältnissen entstehen oder die ständigen Streitigkeiten u. aggressiven Abgrenzungen im Straßenverkehr)</p>
<p>Wenn jemand die eigene Meinung nicht annehmen möchte, können wir es nicht erzwingen, es sei denn wir haben eine sadistische Veranlagung und wollen unsere Mitmenschen mit unser eigenen, stets besten Meinung quälen. An dieser Stelle muss man sich fragen; War es die richtige Meinung? Habe ich es richtig geäußert? Usw. Dies führt mitunter zu Selbstzweifel oder Depressionen bei demjenigen der kritisiert-  was wiederum ein Grund sein mag, warum die kostbare Meinung von anderen Menschen eher etwas Seltenes ist, das uns meistens überrascht.</p>
<p>Die wenigsten Verhältnisse zu anderen Menschen sind frei und außerhalb von engen Bindungen oder Machtverhältnissen (z.B. Freundschaften). Diese sind von Natur aus freier und gesünder als die, die belastet von Machtstrukturen sind. (z.B. Eltern- Kind, Lehrer- Schüler, Arbeitskollegen, Chef etc.) </p>
<p>Wenn uns ein freier Mensch auf Augenhöhe entgegen kommt uns unsere Meinung sagt, sollten wir uns darüber nicht ärgern. Er meint es bestimmt nicht böse, nein ist es nicht schön, dass jemand so ehrlich ist und sich unseres Selbsts annimmt?</p>
<p>Wenn es aber ein aufgeblasener Gockel ist, der sich nur mal eben profilieren möchte, dann haben wir das Recht, nein die Pflicht, ihm einen symbolischen Tritt in den Ar.. zu verpassen!</p>
<p>Was ist der Mensch denn anderes als die Summe seiner Mitmenschen, die Summe der mitmenschlichen Meinungen, der Prägungen, Erziehungen, Wertmaßstäbe und Gedanken der anderen? </p>
<p>Kein Leben ohne Bücher. Kein Leben ohne die geschriebene oder gesprochene Meinung der anderen. Ins Internet gehen wir tagtäglich freiwillig und saugen Millarden Bytes an Informationen in unser Gehirn. Damit gibt es keine Probleme. Wenn uns etwas ärgert oder nicht passt, klicken wir einfach weiter!</p>
<p>Wenn aber ein Mensch aus Fleisch und Blut auf uns zu kommt, erschrecken wir zurück und wollen seine Meinung nicht akzeptieren, fühlen uns verletzt und schreien den Schmerz in die Nacht.</p>
<p>Wer weiß mehr über uns: Der Mensch, der uns nahesteht und kennt oder die anonymen HTML-Seiten des Internets? Welcher Rat ist hilfreicher?</p>
<p>Ich denke, es ist der Mensch, der hilfreicher, aber mitunter auch schmerzlicher ist. </p>
<p>Es ist die Menschlichkeit, die für uns da ist, in welcher Form auch immer.</p>
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		<title>Wohnkostenzuschuss</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 20:34:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnkosten]]></category>
		<category><![CDATA[Zuschuss]]></category>

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		<description><![CDATA[    Song des Tages: Groove Armada, I cu baby
Heute und gestern war der erste Frühlingstag in diesem Jahr. Die Sonne schien kräftiger als sonst und sie scheint insgesamt auch länger. Draußen kommen die Vögel wieder aus ihren Verstecken und fangen an mit lautem Piepsen und Zirpsen ihr Revier zu markieren und auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/02/wohnkostenzuschuss/&title=Wohnkostenzuschuss' onclick='readpage(this.href, 2000); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_2000'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Song des Tages: <a href="http://www.youtube.com/watch?v=L9HQ6lHOyfE" target="_blank">Groove Armada, I cu baby</a></p>
<div id="attachment_2007" class="wp-caption alignnone" style="width: 296px"><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/02/vogelhaus-render-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-2007" title="vogelhaus-render-3" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/02/vogelhaus-render-3-286x300.jpg" alt="Das Vogelhaus" width="286" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Das Vogelhaus</p></div>
<p>Heute und gestern war der erste Frühlingstag in diesem Jahr. Die Sonne schien kräftiger als sonst und sie scheint insgesamt auch länger. Draußen kommen die Vögel wieder aus ihren Verstecken und fangen an mit lautem Piepsen und Zirpsen ihr Revier zu markieren und auf Partnersuche zu gehen. Als wir am Samstag im Baumarkt waren, wusste ich nicht so recht, was ich kaufen sollte, da wir stur nach Liste einkaufen um ein wenig Geld zu sparen (man kommt sonst vom Hundersten ins Tausendste und gibt soviel Geld für unnütze Dinge aus). Einen kleinen Spontankauf konnte ich mir dennoch nicht verkneifen: Ein kleines, blaues Vogel-Nisthaus mit echter Dachpappe obendrauf und einer schönen gemalten Optik, so dass es aussieht wie ein kleines Puppenhaus.</p>
<p>Dieses Haus haben wir dann am Sonntag auch gleich aufgehängt. Leider war- wie bei vielen „günstigen“ Artikeln so üblich- kein Befestigungsmaterial dabei, so dass wir etwas experimentieren mussten. Mit ein wenig Überlegung war aber schnell eine Lösung gefunden: Einfach ein Stückchen Holz oder Eisen durch das kleine Loch auf der Rückseite legen und darum einen langen Draht oder eine Schnur spannen. Am besten die Schnur noch am Gegenstück befestigen (mit Tesa oder Kabelbinder), damit es innen im Haus nicht verrutscht und den kleinen Piepmatzen noch auf das Köpfchen fällt.</p>
<p>Mit dieser Befestigung muss man auch keinen brutalen Nagel in die empfindliche Rinde rammen und alle beteiligten „Lebewesen“ haben etwas davon. Gesagt getan, nahmen wir das Paket und machten uns auf den Weg zum Schrebergarten. Ein passender Platz war schnell gefunden und unser alter, behäbiger Nussbaum, der meistens nicht viele Worte verliert, grüßte uns kurz und gab sein okay für das kleine Häuschen.</p>
<p>Der Draht wurde um den dicken Stamm gelegt und reichte fast nicht. Mit einem Holz dann die Enden verdrehen, noch ein kleines Schleifchen rein und fertig ist die Selfmade-Vogel-Hütte. Jetzt fehlt nur noch Mama und Papa Vogel, sie müssen sich kennenlernen, gut verstehen und ein paar Kinder bekommen.</p>
<p>Das Haus ist auf jeden Fall schonmal bezugsfertig.</p>
<div id="attachment_2001" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/02/schneemann2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2001" title="schneemann2" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/02/schneemann2-225x300.jpg" alt="Schneemann" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ave, Morituri Te Salutant!</p></div>
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		<title>Der Streit um Westerwelle</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 18:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[HartzIV]]></category>
		<category><![CDATA[Streit]]></category>
		<category><![CDATA[Westerwelle]]></category>

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		<description><![CDATA[    Kaum macht einer den Mund auf und sagt, was er denkt, wird er von allen Seiten angegriffen. Das ist der traurige Usus in dieser Republik. Ganz gleich, wie die Inhalte auch sein mögen, diese Art der Auseinandersetzung mit gegenseitigen Beschimpfungen und Vorurteilen wird den Hartz IV-Empfängern und dem Rest des Volkes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<!-- RSPEAK_STOP --> <a href='http://wr.readspeaker.com/webreader/webreader.php?cid=77f95d3556e4edb0043bf971a243f853&t=wordpress_free&url=http://www.ja-blog.de/2010/02/der-streit-um-westerwelle/&title=Der Streit um Westerwelle' onclick='readpage(this.href, 1982); return false;'> <img src='http://graphics.readspeaker.com/images/wr/listen_de_de.gif' style='border-style: none;' alt='Vorlesen mit webReader'></a><div id='WR_1982'></div> <!-- RSPEAK_START --> <p>Kaum macht einer den Mund auf und sagt, was er denkt, wird er von allen Seiten angegriffen. Das ist der traurige Usus in dieser Republik. Ganz gleich, wie die Inhalte auch sein mögen, diese Art der Auseinandersetzung mit gegenseitigen Beschimpfungen und Vorurteilen wird den Hartz IV-Empfängern und dem Rest des Volkes auch nicht weiterhelfen.</p>
<p>Sicher, Westerwelle ist Außenminister und repräsentiert dieses Land wie sonst nur Kanzlerin Merkel. Dass er nun auf derartige Extreme zurückgreift, ist eigentlich unerklärlich und politisch unklug. Hätte er nicht genügend Macht, die politische Diskussion auch mit etwas friedlicheren und politisch sanfteren Mitteln anzustoßen? </p>
<p>Wieso muss es immer gleich so extrem werden?</p>
<p><span id="more-1982"></span></p>
<p>Das Thema Sozialstaat und Hartz IV ist sowieso schon sensibel genug. Die Hitze der Diskussion zeigt die Angst der Verantwortlichen vor mehr: Auf der einen Seite die Sorgen, die vor allem von politisch linken „sozialistischen“ Parteien aufgegriffen werden: Angst vor Armut, vor Unmenschlichkeit, Entwürdigung, Stigmatisierung und weiteres Elend der untersten Bevölkerungsschicht (wenn man „unten“ mit „arm“ bzw. ausgegrenzt gleichsetzen möchte), welche nicht von der Hand zu weisen ist.</p>
<p>Auf der anderen Seite die Parteien der eher wirtschaftlich und Arbeitgeber-orientierten Klientel: Die Angst vor Ausuferung des Sozialsstaats, vor grenzenlosem Sozialismus und einem Staat, der nur verspricht, aber nichts fordert.</p>
<p>Ehrlich gesagt, finde ich beide Ängste, beide Motive verständlich und plausibel. Es geht aber in der Politik letztendlich um die Frage, wie man Ängste und Sorgen, Ansichten und Einsichten aller Parteien miteinander vereinen kann. Nicht, wie jede Einzelperson den besten Profit, das höchste Ansehen aus allem schlagen kann. Politik soll dem Volke dienen und nicht umgekehrt!</p>
<p>Nehmen wir z.B. eine der Aussagen, die gefallen waren „wer arbeitet, soll davon leben können“ und zwar mehr oder wesentlich besser, als ein Hartz IV-Empfänger. Was bedeutet das?</p>
<p>Man könnte auf der einen Seite die Sätze drastisch senken, was nicht zu machen ist und in eine regelrechte soziale Verschärfung führen würde. Die Heftigkeit der Gegenwehr zeigt außerdem, dass eine Senkung das letzte ist, woran zu denken ist. Aus der Armut hilft letztendlich nur Arbeit und die richtigen Möglichkeiten und positiven Anreize, die der Staat liefern kann. Es wäre aber auch falsch, die Macht des Staates an dieser Stelle zu überschätzen. Wer glaubt, dass der Staat alle Probleme für einen lösen kann, liegt falsch. Lösen kann immer nur der, der lösen will und das geht nur über Einsicht, Entschlossenheit und Ausdauer.</p>
<p>Viel besser wäre es doch an dieser Stelle, die bezahlten Jobs, die es in der Bundesrepublik gibt, und vor allem die einfachen Einstiegsjobs, die aus der Arbeitslosigkeit führen, attraktiver zu machen und in ihrer Bezahlung aufzuwerten.</p>
<p>Ein denkbarer Weg wären z.B. Mindestlöhne, die aber von genau jenen Parteien regelmäßig abgewiesen und als „wirtschaftlich unvertretbar“ abgelehnt wurden, die nun nach mehr „Netto vom Brutto“ oder Entlastung der Arbeitnehmer rufen. Paradox!</p>
<p>Oder die Möglichkeiten des Hinzuverdienstes oder gar die Freimenge, bei der man arbeiten kann, ohne Steuern zahlen zu müssen. Warum gibt es soviele Steuerhinterzieher und warum ist es für manche Menschen so attraktiv, schwarz zu arbeiten? Wenn der Staat hier intelligentere Regeln aufstellen würden, könnte man viel bewegen.</p>
<p>Letztendlich geht es auch um den Wert, den jeder Einzelne im arbeitenden Menschen sieht. Die Ausbeutung der Arbeitnehmer muss enden. Die Tendenz, immer zuerst an den Lohnkosten und am Personal zu sparen, ist ein Unding. Betriebe die nicht ausbilden oder nicht einstellen, gehören zur Rechenschaft gezogen. Schulen, die Menschen nicht vorbereitet und gebildet genug ins Arbeitsleben bringen, müssen reformiert werden und Familien, die Bildung und Disziplin vernachlässigen, schaden sich damit selbst am meisten.</p>
<p>Die Angst vor Arbeitslosigkeit, die Unmenschlichkeit in den Betrieben und die Herrschafts-/ Sklaven Mentalitität muss aufgeweicht werden, denn dies ist wahrhaftig die größte Schattenseite des Kapitalismus.</p>
<p>Es geht doch im Kern nicht nur um die Fragen der Menschlichkeit oder gar der Eselei: Niemand will Armut in Deutschland, niemand will soziale Aufstände und Unfrieden und niemand will Arbeitnehmer, die sich tagtäglich knechten und davon nichts in der Tasche behalten.</p>
<p>Mir scheint, es geht hauptsächlich um die Frage des „Wie“. Wie soll das ganze realisiert werden? Wohin soll der Weg gehen? Welche Gruppe soll ent-lastet und welche be-lastet werden?</p>
<p>Mit diesem unsäglichen Streit an der Oberfläche tun sich die betroffenen Parteien keinen Gefallen. Ja, auch das ist das alte Rom. Die herrschenden Schichten ereifern sich in Dekadenz, verlieren sich in Kleinkriegen und persönlichen Stellungsgefechten- wer aber still leidet und davon nichts hat, ist letztendlich das Volk, dass es mal wieder auszubaden und auszuhalten hat.</p>
<p>Stoppt den Wahnsinn der endlosen Diskutierei und fangt endlich an, im Sinne des Volkes zu handeln.</p>
<p>Das Volk ist mehr als nur ein Mensch, der gerade mal einen schlechten Tag gehabt hat.</p>
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