Das Band und die große Leere

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Da ist ein Band, das uns verbindet.

Kein Leben ist egal.
Jeder ist wichtig.

Hautfarbe, Rasse oder Religion spielen keine Rolle.
Wir wollen alle essen, trinken, schlafen und glücklich sein.

Wir alle haben Eltern, Kinder, Geschwister und Verwandte.
Wir sind eingebunden in die kosmische Gesamtheit.
In den Kreislauf des Lebens und der Natur.

Wenn der andere leidet, leide ich mit.
Es sei denn, ich bin innerlich tot.
Dann „spüre“ ich nichts mehr.

Aber im Normalfall sind wir verbunden
und spüren das auch sehr stark.

Wenn unser Leid groß ist, wächst das Mitgefühl.
Wir brauchen dann Mitgefühl und es wird uns schmerzlich bewusst.
„Wer ruft mich an und wer tröstet mich?“ fragen wir in die Stille hinaus.
Aber in dem Moment, wo wir es am meisten brauchen,
sind wir auch am ehesten dafür bereit, mitfühlend zu sein.

Wenn es mir immer nur gut geht, übersehe ich schnell die Probleme.
Tiefe entsteht, wenn großes Unheil passiert.
Dann „berühren“ sich Menschen plötzlich wieder.
Irgendwas öffnet sich, irgendwas geht auf.

Wie oft leben die Menschen nebeneinander her
und keiner interessiert sich für den anderen.
Geld und Arbeit sind dann das Wichtigste.

Jeder funktioniert
jeder macht irgendwas
dabei ist das das Unwichtigste.
Man kann darüber das Wichtige vergessen

und abgelenkt werden.

Wir sehen den anderen nicht mehr.
Sind taub, blind und stumm geworden.
Da ist nichts mehr
als eine große Leere

und keiner wagt den ersten Schritt.

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