Posted by J.A. on Juni 5, 2009

Religionsspecial Teil 2

Gott ist eine Frau

Im Folgenden schreibe ich über den “Gott”, so wie ich ihn sehe und empfunden habe. Für strenge Christen wird es nicht ohne Gotteslästerung gehen. Ich möchte aber meine Meinung formulieren, so wie ich denke, nicht, wie ich denken soll oder darf.

Dies ist ein Text, den ich schon lange aufgeschoben habe, weil er der Kern meiner derzeitigen Glaubenskrise ist. Ich kann mich nicht zwischen dem Christentum und dem Buddhismus entscheiden, nein ich weiß noch nichtmal, ob ich überhaupt eine Religion von diesen zu einhundert Prozent akzeptieren kann. Jede hat so seine Vor- und Nachteile. Ich bin ein freier und nachdenklicher Mensch, vielleicht atheistisch. Ich will meine eigene Meinung bilden und selbst entscheiden dürfen, an wen oder was ich glaube.

Aber der Reihe nach. Was weiß ich über Gott? In der Kirche ist er verborgene, geheimnissvolle Macht, der Mann mit Bart im Himmel. Aber vorstellen darf ich ihn mir nicht (“Du sollst dir kein Gottesbild machen”, 10 Gebote) was oder wo ist er also dann?

Von verklärten Gläubigen mit Schal um den Hals wird mir erklärt, dass er überall ist und über mich wacht und Jesus sein Sohn und bla bla bla. Irgendwie interessiert mich das alles nicht. Ich habe keinen Bezug zur Bibel und auch nicht zur Kirche, noch kenne ich Leute, die stark gläubig sind und mir das Bild Gottes irgendwie vernünftig erklären könnten.

Also habe ich im Laufe der Zeit selbst Nachforschungen betrieben, mir so meine Gedanken gemacht.

In erster Linie ist Gott mir als eine Instanz in Erinnerung geblieben, die Angst und Moral verbreitet- ein schlechter Start, um gläubig zu werden. Der alte Mann mit Bart? Das ist doch die Vaterfigur! Väter braucht die moderne Gesellschaft aber nicht mehr, also wozu dann den Gott????

Warum keine weibliche Göttin, ja warum nicht mehrere Götter, so wie bei den Römern oder Griechen? Wer hat das zu entschieden, wieviel Götter es geben darf, wenn man sie noch nichtmal sehen kann?

Gott- ich glaube nicht an dich. Wie auch? Wir haben die Aufklärung, wir haben die Logik, wir haben die meisten Phänomene der Wissenschaft erklärt, aber einen haben wir dabei nie gefunden: Gott.

Mir scheint, der einzige Platz, wo er noch wohnt ist in meiner Seele und meinen Gedanken, von daher stammt er wohl und dort wird er seine Zuflucht, sein Zuhause haben.

“Was du sagst, ist Gotteslästerei!” mögen manche mahnen. Andere wiederum lächeln mild und sagen “Gehe mit Gott, mein Kind”… oder sie hauen sich das Knie an, es blutet und sie rufen “Oh mein Gott!”.

Wenn ich Angst habe, bete ich zu Gott und bitte ihn um Hilfe. Gott scheint mir also emotional eine Hilfe zu sein. Die Vorstellung, dass jemand anders als ich verantwortlich sein könnte. Aber warum hilft er dann nicht, wenn es brenzlig wird? Wie weiß ich, wann er hilft, wann ich selbst schuld bin und wo ich völlig alleine und verzweifelt nach einem Sinn suchen werde?

Gott, ich verstehe dich nicht.

Du bist nicht zu verstehen. Man soll sich dich nicht vorstellen, aber glauben. Was bleibt, sind die Forderungen der Kirche, von denen ich wiederum weiß, dass sie menschengemacht sind. Es wird schwer, zu glauben.

Es wird schwer, sich verantwortlich oder gar schuldig zu fühlen. Wenn Gott nicht die Erde gemacht hat, sondern das ganze nur ein Zufall, eine Explosion oder sonstwas gewesen war?

Wir haben gerechnet, beobachtet und wieder gerechnet und der Begriff “Gott” hat sich irgendwie rausgerechnet, ist unter den Tisch gefallen, bis er von dem Haushund dankbar aufgefressen wurde.

Gott, im Bauch des Köters, den ich gestern noch getreten habe?

Kann das sein?

Gott, wo bist du?

Hast die Atombombe nicht vertrieben, den Hunger nicht besiegt, die Armut nicht bekämpft- dem Menschen den Konsum und das Fernsehen gebracht, den Arbeitslosen ihr Hartz 4 und den Reichen ihre Banken. Die jetzt kriseln. Warst du das auch??

Also, Gott, es wird Zeit, dass ich dich suchen gehe. Denn von alleine wirst du nicht kommen. Es wird Zeit, dass ich dich neu definiere. Denn von allein definierst du dich nicht. Du bist wie eine Frau, immer im Schatten und der Mann hält die großen Sprüche. Also sei so lieb, liebe Gott-Frau und komm hervor, lächle ein wenig und zeige, wie schön du bist! ;-)

Im Ernst, mir wäre es lieber, wir vergessen diese altmodische Gott-Geschichte und erfinden eine neue Religion. Eine verständliche, nicht verkrampfte. Eine logische, eine hilfreiche, eine die den Mensch in den Mittelpunkt stellt- den modernen Menschen mit seinen Wünschen und Fähigkeiten. Nicht einen grauen Vorzeitmenschen aus irgendeinem babylonischen Reich mit Ziegen und Schafen.

Ehrlich- ich brauche keinen Gott, kein Mann mit Bart. Ich brauche aber eine Religion. Ich finde das Christentum toll, es hat viele gute Ansätze und es gibt viele gläubige Menschen. Aber es ist unlogisch geworden, das Gedankengebäude bröckelt, verliert an Substanz, überzeugt mich nicht mehr.

Es gibt vielleicht ein atheistisches Christentum, ein Christentum ohne Gott. Dies wäre eine Option. Ein neues Christentum, ein Post-Christentum, ein gottloses, logisches und sinnvolles Christentum.

Das wäre dann mein Gott, meine Zuflucht, mein Halt, mein Glauben, mein Leben.

Etwas, dass mich wirklich überzeugen könnte.

Hilfreich finde ich z.B. die Ethik- eine Regel oder eine Vorgabe, wie man das Leben leben könnte oder sollte. Die zehn Gebote helfen dabei, sie sind aber zu ungenau, zu allgemein. Der Mensch und seine Psyche werden nicht aufgefangen, es gibt keinen Halt, Religion ist keine Medizin mehr, Gottesdienst nur lästige Pflicht.

Und dann immer diese Angst, die mit den Religionen aufgedrückt wird. Dieses kollektive Schuldbewusstsein, die Anklage, die Unfreiheit, das Unvermögen des Menschen – das nervt mich am meisten daran. Religion soll Moral sein und Moral soll Angst sein, das kann aber nicht klappen.

Wenn das Christentum wachsen will, muss es die Angst lösen- und den Glauben als eine Bereicherung anbieten- als Arbeit an sich selbst, aber auch als Chance. Als Grundlage für ein erfülltes Leben.

Gott, ich habe dich gefunden! Wenigstens für einen kurzen Moment.

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Posted by J.A. on Juni 3, 2009

Das Religions-Special, Teil 1

Grobe Übersicht über die kommende Fragestellung

Wozu also überhaupt eine Religion? Wie kann man jemanden erklären, dass eine Religion sinnvoll ist, wenn man selbst nicht glauben kann? Wie soll man die Liebe erklären, wenn man keine Liebe spürt?

Religion ist mehr als Denken, Religion ist mehr als Text-Verständnis, Religion ist mehr als Interpretation. Das muss ich gleich vorweg sagen, es ist eine wichtige Feststellung!

Viele Menschen haben keinen Bezug mehr zur Religion, weil sie zu analytisch und trocken ist. Verwöhnt von den bunten Medien des Fernsehers, den unzähligen Reise- und Vergnügungsmöglichkeiten der modernen Welt, ist die Religion nur noch ein Konzept- etwas unverständliches und langweiliges.

Auf meine Frage z.B., was denn der Pfarrer nun gepredigt hat, konnte mir niemand der Kirchgänger eine zufriedenstellende Antwort geben. Nein, niemand wollte sich auch nur damit beschäftigen- Religion ist out.

Die christliche Kirche, so wie sie heute ist, hat es ganz einfach versäumt, die alten Inhalte auf eine neue Sprache zu übersetzen. Und solange sie das nicht tut, wird sie weiterhin Mitglieder verlieren.

Kein Wunder, dass populäre Strömungen wie der Buddhismus, mit einfacheren Formeln und menschlicher Ethik, so viele Menschen im Westen überzeugen, die vielleicht früher Christen gewesen sind- so auch mich.

Wenn ich im Blog über Religion rede, kann ich nur über zwei Strömungen reden: Über den Buddhismus und das Christentum.
Ich tue das mit einer neutralen, analytischen Sicht und ich versuche, nicht system-immanent, sondern immer wenig von extern die Sache zu untersuchen. Das erlaubt es mir auch, offene Kritik anzubringen und macht mich frei von Ängsten und verklemmten Moralvorstellungen.

Zur Zeit habe ich eine religiöse Sinnkrise, daher eignet sich dieser nicht-fertige Geisteszustand hervorragend, alle Aspekte über dieses Thema aus der verstaubten Truhe zu holen und neu einzuordnen.

Zuerst, die wichtigste Frage überhaupt: Wozu überhaupt Religion?

  • Religiöse Fragen sind Sinnfragen, sie tauchen auf, wenn man viel über das Leben nachdenkt. Je nachdenklicher ein Mensch also ist, desto eher wird er auch auf religiöse Fragen treffen: Sie helfen also, das Verständnis über kausale Zusammenhänge zu vertiefen
  • Religion kann dem Menschen Sinn und Halt geben und aus schweren Krankheiten befreien, z.B. von Depressionen oder allgemeinen Lebenskrisen. Dies ist wohl auch der Grund, warum Sekten Menschen immer dann “infizieren”, wenn diese in einer Sinnkrise und psychisch geschwächt sind. Der Mensch kann viel argumentieren, aber im Kern ist der Mensch ein rückbezügliches Wesen und braucht den Halt, den die Religion bietet.
  • Religion ist der Inhalt des “Über-Ichs”. Der Instanz im Menschen, die das Leben verwaltet und moralische Entscheidungen trifft und bewertet.
  • Religion ist also der moralische Kompass durch einen größer werdenen Dschungel an Möglichkeiten.
  • Religion deckt Fragen nach dem “richtig oder falsch” ab, für die es sonst keine vernünftigen Antworten geben würde.
  • Religion ist Antwortgeber für ungelöste Menschheitsrätsel. Was passiert nach dem Tod? Welchen Sinn hat unsere Existenz? usw.
  • Religion ist Platzhalter für alle variablen und schwierigen Fragen. Sie ist der Nährboden für Hoffnung und gibt Kraft in dunklen Momenten. So kann z.B. der Glaube an die Wiedergeburt den Wunsch nach Suizid ausgleichen, indem man sich sagt, dass man sowieso wiedergeboren wird- wozu also sich selbst umbringen?

Religion hat aber auch ein paar handfeste Nachteile:

  • Wenn sich jemand stets nach moralischen Aspekten ausrichtet, dauern die Entscheidungen länger
    Diskussionen und Sinnfragen verschlingen Zeit und Energie; der augenscheinliche Sinn wird nicht gesehen; Religion wird als unwichtig klassifiziert
  • Religionen sind immer menschengebunden: der Gläubige wird vom Religions-Vertreter und dessen Meinung abhängig; Freiheit durch Religion kann also nur entstehen, wenn die Religion eigenständig ausgeübt werden kann.
  • Religionen sind Glaubens-Systeme, nicht die Realität. Es sind Muster, um die Realität zu verstehen oder zu deuten. Daher sind sie fehleranfällig. Sie können nicht jede Entscheidung abnehmen, sie helfen nicht immer. Der Glaube an etwas oder jemanden soll nicht davon abhalten, eigenständige Entscheidungen zu treffen!
  • Religion betrifft oft menschliche oder psychologische Fragen und greift tief in die natürliche Wesens-Anatomie des Menschen ein; wenn man falsch denkt oder zuviel mit Religionen beschäftigt ist, kann das normale Leben schwer oder bis zur Unlebbarkeit eingeschränkt werden. Das ist dann das Zeichen für eine falsche Interpretation!
  • Religionen sollten nicht dazu benutzt werden, augenscheinliches Unrecht zu rechtfertigen- leider ist gerade das schon oft passiert (Kreuzzüge, heiliger Krieg, Terrorangriffe, “Achse des Bösen”, usw.)

Die Religion, die mich am meisten interessiert ist, die, die ich selbst leben und verwalten kann- ist der Buddhismus. Der Buddhismus unterscheidet sich vom Christentum dahingehend, dass der Mensch mit seinen Taten als der allein Verantwortliche gesehen wird- es gibt keinen Schöpfergott und niemanden “von außen”. Im Buddhismus kann man sich nicht freikaufen, noch frei-predigen. Der Buddhismus unterstützt die menschliche Selbstständigkeit, aber auch die menschliche Freiheit.

Er ist sehr nahe der menschlichen Psychologie und leicht verständlich. Das Kausalitätsprinzip ist wissenschaftlich und verständlich. Die Regeln sind klar und gut nachzuvollziehen.

Dem Buddhismus aber fehlt der -emotionale hilfreiche- Halt des Gottes.

Das Schöne am christlichen Gott ist die Vorstellung, dass er die Karre schon aus dem Dreck holen wird, wenn man es selbst mal verbockt hat. Und das kann- weiß Gott- oft vorkommen! ;-)

Im nächsten Teil wird es also um die Gott-Frage und die Kausalität des Buddhismus gehen- wir halten beides gegeneinander und schauen, wo die Vorteile und Nachteile liegen.

Damit wir auch morgen sagen können: Religion? 3..2…1 – meins!

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Posted by J.A. on April 14, 2009

Ostern ist der Sieg der Liebe

Okay, mit diesem Artikel hab ich den Bogen wohl überspannt: http://www.ja-blog.de/2009/04/freiheit-kommt-nur-durch-arbeit/

Alle feierten Ostern und ich vergesse doch glatt, zu Ostern meine Grüße auszusprechen. Stattdessen verwechsle ich- schusslig wie ich bin, Ostern mit dem Tag der Arbeit und gebe komisches, pseudo- sozialistisches Gesülze von mir. Herje!

Die Kritik kam auch prompt von vielen Seiten- wie immer, wenn ich offen das ausspreche, was mich bewegt und dafür nicht den richtigen Zeitpunkt oder den richtigen Ton treffe.

Wenn man bloggt, kann man nicht anders, als der Tagesform entsprechend genau das auszusprechen, was einen eben gerade bewegt. Und da ich die ganze Woche renoviert hatte (was ja an sich kein Problem ist) und auch erst Samstag abend spät aufgehört habe, fehlte mir die nötige, österliche Feierlaune am Sonntag vormittag- sorry dafür!

Ostern ist für mich kein anstrengendes, besinnliches Fest wie Weihnachten, sondern eher fröhlich und laut- so wie der Frühling eben ist. Auf Twitter sprach ich Ostergrüße an meine Lieblingsfollower (Lieblingswort) aus – ich hoffe, mir nehmt´s mir also nicht krumm, vor allem nicht die konservativen Christen. Zu allem Übel verlinkte ich noch den Song “Like a prayer” von Madonna, den ich übrigens sehr liebe und fabelhaft finde. Dieser Song ist so zweischneidig wie das Leben und daher perfekt für meine kranken genialen Gedanken geeignet. Denn Madonna sagt selbst darüber, dass sie den Song ihrer sehr gläubigen, verstorbenen Mutter widmete, die strenge Katholikin war. Sie lernte durch sie die Frömmigkeit und den Glauben.

Und hinterher (in den 80er Jahren) regen sich alle über die Gotteslästerei in dem Song auf, die brennende Kreuze und was weiß ich noch alles?

Aber Kinder, genau das ist doch das Wesen des Glaubens, ganz gleich welcher Richtung. Genau hier liegt die Staubigkeit des Denkens von so vielen begraben! Ein Grund, warum sich die christliche Kirche momentan (und auch schon vorher) nicht weiterentwickelt.

War Jesus ein bequemer Mann? Oder nicht eher ein nachdenklicher, kritischer Mensch, der die Leute zum Nachdenken gebracht hat? Ein Prophet mit neuen, unbequemen Visionen? Hat man ihn nicht dafür gehasst und am Ende gekreuzigt? Weil er anders war und die bestehende Ordnung angegriffen hat? Ist Ostern nicht der Sieg der Wahrheits-Redenden über das Böse und Zweiflerische?

Menschen und Zeiten ändern sich und Madonna ist für mich eine Person, die genau diese Stärke von Jesus symbolisiert, wenn auch in moderner Form- was ihren Erfolg erklären mag: Zum Nachdenken angeregt, aber dennoch ihren Glauben ausgedrückt. Für mich ist sie somit eine bessere Christin oder gläubige Person, als viele andere.

Sie hat das gewisse Etwas, sie bewegt, sie strahlt aus und verändert. Das ist gelebter Glauben und ein starker, innerer unerschütterlicher Willen, den man nur von der Liebe bekommt.

Von Gott, von der Mama oder von innen- auf jeden Fall ist es Liebe! Und darauf kommt es an!

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Posted by J.A. on Oktober 24, 2008

Das Prinzip Dankbarkeit

[...]
In diesem Artikel geht es um die allgemeine Bedeutung des Wortes „Dankbarkeit“.

Ich bin darauf gekommen, weil die Dankbarkeit das emotionale Element schlechthin ist, wenn man sich mit dem klassischen, christlichen Gebet auseinandersetzt. Die Dankbarkeit im Gebet ist das Gefühl, aufgehoben und beschützt zu sein. Der Glaube an einen Gott, der vielleicht ziemlich persönlich, wie ein Schutzengel für einen da ist und immer auf einen aufpasst, hat etwas Rührendes, Kindliches, aber auch etwas Beruhigendes (Von guten Mächten … ).
Wenn man nicht so persönlich beten will, kann ganz einfach das Universum, die tägliche Lebenssituation, andere Menschen und ganz reale Ereignisse und Begebenheiten der Gegenstand für „Dankbarkeit“ sein. Je größer die momentane Krise, desto größer auch die Wahrscheinlichkeit, das Gefühl Dankbarkeit überhaupt im Sinne eines Lebenskontrastes wahrnehmen zu können.

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Posted by J.A. on August 28, 2008

Das Gebet

Einleitung

Heute geht es um die Frage: Wozu betet der Mensch?

In so einem kurzen Artikel kann ich das nicht umfassend beantworten, vielmehr ist er als Einsteig in eine komplexere Thematik- der Religion an sich- gedacht.

Ich stelle mir die Frage nach dem richtigen Gebet schon länger und kann keine wirklichen befriedigenden Antworten finden, auch das Internet konnte mir bis jetzt nur wenig helfen.

Spontan würde ich sagen, man betet nur dann, wenn man überhaupt davon überzeugt ist, dass es einen Sinn hat. Wenn man an einen Gott glaubt oder der Meinung ist, dass es einem selbst helfen kann. Die psychologische Wirkung eines Gebets im Sinne eines unablässig zu wiederholenden Mantras ist etwas anders als die magisch verklärte Bindungsweise an einen Gott, finde ich.

Wenn Gott nicht personalisiert werden darf (Du sollst Dir kein Bild von Gott machen…), was ist er dann? Ist er eine kosmische Energie, eine Gesamtheit, an die ich glaube? Was hat Bedeutung und worauf kann ich mich als Christin dann beziehen?

Ich befinde mich ein wenig in einem Spannungsfeld zwischen meinen buddhistisch-weltlichen Gedanken und der Frage nach dem Sinn des christlichen Gebets, weil es in den letzten Wochen wieder vermehrt in mein Leben getreten ist.

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