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Realität

Deutschland im August 2019. Ich scrolle mal wieder die Schlagzeilen der letzten Tage durch.
Wie immer bin ich auf der Spur nach dem „Emotionalen“, nach dem Besonderen. Das Schöne und das Gute interessiert die Zeitungsmacher eh nicht. Und somit auch nicht die Blogger, die am Mediengeschäft mit dranhängen. Das Schöne und Gute ist was für Poeten und Künstler. Für Träumer und Schwärmer, die sich eine bessere Welt malen wollen, die mit der Realität nicht viel zu tun hat.

Ich habe mich also an diesen täglichen Schrecken aus der Nachrichtenredaktion gewöhnt, zu sehr gewöhnt. Es ist alles soweit weg und doch so nah.

Da wurde ein Mann von einem anderen Mann auf offener Straße in Stuttgart mit einer Machete, bzw. einem „schwertähnlichen“ Gegenstand erstochen. Von der Tat gibt es sogar ein Video, das man aber bitte nicht teilen soll. Es könnte empfindliche Seelchen zu sehr berühren. Oder für schlechte politische Stimmung sorgen.

Im Rheinbad gab es Randale mit Männern „nordafrikanischen Typus“. Sie haben die Rutsche und die Sprungbretter besetzt, diese Schlingel und die weichgespülten anti-aggressions-erzogenen BademeisterInnen konnten sich natürlich nicht durchsetzen. Ähnliches ist letztens in Saarlouis passiert. Da sind die Männer „nordafrikanischen Typus“ von Frankreich rübergekommen, weil es bei denen nicht so schöne Schwimmbäder gibt, wie im reichen Deutschland, das für alle Menschen etwas anbieten kann. Am Ende der Randale musste die Polizei einschreiten und verdarb 1.500 Badegästen ihren verdienten Freizeitspaß. Das Bad wurde geschlossen. Buh!!

Zug fahren macht auch kein Spaß mehr, entweder die Dinger sind zu spät, die Tickets überteuert, die Klimaanlage defekt oder man wird von einem freilaufenden Spinner ins Gleis geschubst. Selbst wenn das Kind ganz nah bei einem ist. Wie soll man das auch verhindern, wenn man gleich mitgeschubst wird? Und was hätte die Polizei schon machen können? Man kann ja nicht jeden, der ca. 500.000 Reisenden pro Tag auf dem Frankfurter Hauptbahnhof irgendwie auf seine geistige Gesundheit überprüfen.

In einer Schule in Baden-Württemberg ist die Tuberkulose ausgebrochen. Das ist die Krankheit, die normalerweise immer nur die Armen und Schwachen der Welt trifft. Nun ist sie plötzlich bei uns. Niemand kann sich das erklären. Aber wir Deutschen wir helfen ja gerne. Weil wir uns selbst nicht mögen. Und ständig ein schlechtes Gewissen haben.

Der Autoindustrie geht es auch nicht mehr so gut und man vermutet eine Rezession auf uns zukommen. Hab ich schon erwähnt, dass die Euro-Krise auch noch nicht gelöst, sondern nur verschoben ist? Und Mann, war das letzten Sommer so heiß! Könnte vom Klimawandel kommen. Wir sollten ein paar Bäumchen pflanzen.

Zwei schwule Männer hatten einen Streit. Der eine wollte ohne den anderen nicht leben (Liebeskummer?) und hat sich und den anderen umgebracht. Man fand ihn noch blutend auf dem Bett. Erweiterter Suizid nennt sich das. Eine Randnotiz. Wen interessiert das schon?
Die Probleme, die „die anderen“ haben. Sie sind plötzlich so nah. Das ganze Leid der Welt, mitten unter uns. Wir sind nur eine Schlagzeile, einen Klick entfernt und können doch irgendwie nichts machen.

Wir werden uns daran gewöhnen müssen.

Laffer-Kurve und andere Schieflagen

Nächstes Thema, andere Zeitung. Diesmal geht es darum, dass in Deutschland der „Fleißige der Dumme“ ist.

Wie so oft, trifft hier die eher konservative „Welt“ mit ihren Beiträgen in das Herz der Leistungsträger-Mittelschicht. Der Artikel ist recht gut geschrieben, hier geht es um die Tatsache, dass man eine Steuerlast im Land nicht „unendlich hoch“ schrauben kann, sondern dass es Grenzen gibt und das Steueraufkommen durch bestimmte Gegenreaktionen der Bürger dann tlw. sogar wieder zurückgeht. Erklärt wird das z.B. mit der Theorie von Arthur Laffer mit seiner berühmten Laffer-Kurve.

Daraus folgt ein wichtiges Fazit, wenn man durch eigene Mehrarbeit sowieso überproportional viel an Steuern und Sozialversicherungsabgaben zahlen muss, ist es nur sinnvoll („rational“), die Arbeitszeit zu reduzieren und sich eben nicht zusätzlich anzustrengen. Der eigenen Anstrengung wird durch Aufbau des Steuersystems eine Grenze gesetzt. Die kalte Progression nimmt z.B. einen großen Teil von Gehaltserhöhungen weg, wenn man Pech hat. Ähnliches gilt übrigens auch für die Erwerbsarbeit von Frauen, die meistens steuerlich benachteiligt wird, wenn sie z.B. in einer Ehe leben!

Dementsprechend habe ich dann auch meinen Kommentar formuliert, der so lautete:

Früher wurden die Leute ausgebeutet, indem die Arbeitszeiten unmenschlich und die Bedingungen schlecht waren. Heute werden Sie vom Staat über die hohen Belastungen ausgebeutet. Ist klar, dass man sich da freiwillig mit dem Engagement zurückzieht. Vor allem wenn man sieht, was alles mit den Steuergeldern angestellt wird. „Für sein Land einsetzen“ ist ja auch keine Option mehr, da wir jetzt alle Europäer sind. Die offenen Grenzen signalisieren zudem, dass es egal ist, ob man hier geboren ist oder nicht. Woher soll die Motivation zu mehr Anstrengung und Arbeit kommen?

Dieser Beitrag hat bis heute (23.06.2019) 430 Likes bekommen und es gab noch einige weiterführende Kommentare dazu.
Zusammenfassend denke ich, dass so eine Meinung eine hohe Zustimmung erhält, weil es hier um die subjektive Einschätzung der Situation im eigenen Land geht. Man wird verpflichtet, einen hohen Abgabebeitrag auf Arbeit zu leisten, also möchte der einzelne auch wissen, was mit dem Geld passiert. Das ist eigentlich nur gerecht. Einfach nur „Geld abdrücken“ und dann sehen, wie es anderer Stelle verschwendet wird, ist sehr schwer zu ertragen. Dennoch gibt es nur wenige Politiker, die sich für die „Steuerzahler“ einsetzen. Ähnliches gilt für die Grenzen und das „Nationalgefühl“. Für den Menschen ist es leichter, sich für eine kleine Gruppe (z.B. die Familie) zu engagieren, als für alle. Das ist evolutionstechnisch gar nicht sinnvoll. Wer überleben will, muss dafür sorgen, dass es seiner eigenen Familie zuerst gut geht(!). Das ist überall im Tierreich so, warum sollte es beim Menschen anders sein? Evt. kann man noch ein „Gemeinschaftsgefühl“ erzeugen, indem man sich für den eigenen Ort oder den Landkreis engagiert. Aber da hört es bei vielen schon auf. Eine Motivation für das „eigene Land“ aufzubauen, ist noch schwieriger. Vor allem, wenn es keine aktuellen Krisen gibt (z.B. Hochwasser), ist sich erstmal jeder selbst der nächste. Denn es ist viel schwerer zu begreifen, was das eigene Land eigentlich ausmacht. Zumal in Deutschland ja jeglicher Nationalismus gleich als „böse“ bewertet wird und man es sich nicht vorstellen kann, dass es hierbei auch positive Aspekte geben kann. Noch diffuser ist eine Einordnung als „Europäer“. Wo soll dieses Europa beginnen, wo soll es aufhören? Wo ist das gemeinsame Gefühl? Wo ist die kulturelle Basis, auf der wir alle wachsen, damit wir uns so nennen können? In der geschichtlichen Vergangenheit war Europa ein Flickenteppich aus unterschiedlichsten Fürstentümern, Kaiserreichen, Interessenguppen und meistens lag man miteinander im Krieg. Da ist (außer der euopäischen Union) erstmal nichts „gemeinsam gewachsen“.

Und die Globalisierung und die Tatsache, dass wir plötzlich „für die ganze Welt und alle Leidgeplagten“ darin zuständig sein sollen, ist noch viel schwerer zu vermitteln. Zumal die Steuerbelastung ja meistens die arbeitende Bevölkerung betrifft und Großkonzerne, reiche Erben, Internet-Giganten (Amazon, Facebook, Google) und Banken, die richtig viel Geld erwirtschaften, überdurchschnittlich verschont werden. Man erwartet also vom „einfachen Mann“ Solidarität für alle Armen dieser Welt, aber die großen Player lässt man laufen. Das ist einfach nicht zu vermitteln, hier muss die Politik scheitern. Und was die Grünen in ihrem Aufwind derzeit veranstalten, kann man eher als „Öko-Populismus“ denn als sinnvolle Politik bezeichnen. Auch hier gibt es Ideologie und auch hier wird eigenes Gedankengut ziemlich rücksichtslos und mit Härte durchgesetzt. Das gezielte Aushöhlen des Industrie- und Leistungsstaates Deutschland wird zuerst die einfachen Leute und die Industriearbeitsplätze beschädigen, währenddessen die grünen Büro- und Verwaltungsjobs und die Lehrerstellen natürlich erhalten bleiben. Die Ausgrenzen von Andersdenkenden, z.B. wie der AfD geht in eine Richtung, die wir einem „freiheitlich-demokratischen“ Land eigentlich nicht akzeptieren sollten.

Ich hatte am frühen Morgen noch einen Beitrag auf Twitter gelesen, in dem sich „Kaffeecup“ zu einem Beitrag von Friedrich Merz äußert, der betont, dass wieder ein positiver Nationalismus benötigt wird („Wir müssen das Zugehörigkeitsgefühl zu einer Nation, das Nationalgefühl in Deutschland ernst nehmen und wieder als ein wichtiges Thema ansehen- ohne dabei nationalistisch zu werden“)

Erwartungsgemäß wurde dieser Beitrag von den zumeist links-intellektuellen Twitter-Nutzern schlecht geredet. Es kann sich anscheinend keiner vorstellen, dass es auch einen Zusammenhang zwischen „positiven Nationalismus“ bzw. einer „Vaterlandsliebe“ gibt, die dann dazu führt, dass man sich für sein eigenes Land verantwortlich fühlt und sich stärker dafür einsetzt! Aber was wird bei Kaffeecup denn eigentlich beklagt? Wohnungsnot, Pflegenotstand, Lehrer- und Ärztemangel, soziale Ungerechtigkeiten, Umweltzerstörung, Klimawandel, etc.

Das sind alles Probleme, die man eher und leichter angehen würde, wenn sich der Einzelne stärker verantwortlich fühlen würde! Denn in einem Beruf wie der Pflege zu arbeiten, kann man nur leisten, wenn man andere Menschen und sein Land überdurchschnittlich liebt. Von der Bezahlung kommt die Motivation bestimmt nicht. Ähnliches gilt für den Beruf des Lehrers, der von einer starken persönlichen Grundmotivation getragen sein muss. Umweltzerstörung und Klimawandel sind eher Probleme, die durch Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit auf internationaler Ebene gelöst werden müssen. Auch hier ist eine Bekenntnis zum eigenen Land wichtig, denn nur so kann ich bei Verhandlungen ernst genommen werden.

In der jetzigen Welt-Situation ist es so, dass wir eine gewisse Grenzenlosigkeit und Enthemmtheit erleben:
Die Menschen stehen durch die Globalisierung enorm unter Druck. Wenn sie eine gewisse Arbeit im eigenen Land nicht für einen Hungerlohn und mit ausbeuterischen Rahmenbedingungen verrichten wollen (z.B. Altenpflege, Paketbote, Bademeister, BäckereiverkäuferIn, etc.) dann ist es doch klar, dass man sich einfach Leute aus dem Ausland holt, indem man die „Grenzen schleift“. Grenzenlosigkeit ist nämlich immer ein Vorteil für die großen Weltkonzerne, für das Staatswesen (je größer, desto mächtiger) und zum Nachteil der kleinen Leute. Diese profitieren von geschützten Rahmenbedingungen eher, als gut ausgebildete, anpassungsfähige und flexible Menschen mit dem nötigen Kleingeld für Berufs- und Lebensveränderungen.

Wer am oberen Ende der Leistungs- und Ausbildungsskala steht, hat mit den enormen Globalisierungs- und Wettbewerbsdruck nicht so große Probleme. Und es ist anzunehmen, dass die meisten Menschen, die sich intellektuell auf Twitter äußern

– eine gute Ausbildung, zumeist Abitur haben
– Studiert haben und gelernt haben, sich über Schrift und Sprache auszudrücken und zu argumentieren
– eher einen Bürojob unter geschützten klimatischen Bedingungen haben mit der nötigen Zeit, sich auch auf Twitter zu beteiligen
– die Bildung und das Bewusstsein haben, dass die Teilname an der politischen Öffentlichkeit wichtig für die Demokratie ist

Mein persönliches Fazit lautet, dass es ja nach Medium sehr unterschiedliche, politische Ansichten und Gesinnungen gibt. Und dass ich durch das Kommentieren bei Zeitungs-Artikeln eher Leser und Zustimmung erhalte, als wenn ich das nur in meinem eigenen Blog mache.

Es ist auch viel interessanter, weil man auf großen Plattformen mit mehr unterschiedlichen Meinungen konfrontiert wird und dadurch die eigenen Positionen öfters hinterfragen und neu durchdenken muss.

Für unser Land sehe ich allerdings schwarz, wenn die nötigen Reformen nicht endlich angegangen werden. Und durch die jahrelange Untätigkeit der Politik ist mittlerweise einiges aufgelaufen !

Weltflüchtlingstag

Neulich bei Facebook, ich bin noch etwas schläfrig, muss erstmal einen Kaffee trinken. Die Nachrichtenredaktion von „ZDF heute“ postet ein kleines Bild, auf dem aufgelistet wird, welches Land die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat.
An oberster Stelle steht die Türkei mit 3.7 Millionen Menschen, ein langer orange-farbener Balken dehnt sich über das Bild. Dann kommt Pakistan mit 1.4 Millionen, Uganda mit 1.170 Millionen Menschen. Der Sudan hat noch 1.07 Menschen aufgenommen, dann kommt schon Deutschland mit 1.06 Menschen. Es folgen der Iran, Libanon, Bangladesch, Ähtiopien und Jordanien.

Ich schreibe einen kleinen Rant dazu
„äh wo sind denn USA, Frankreich, England, und andere reiche westliche Länder?“

Weil ich tatsächlich verwundert bin, dass man in der Liste der Top Ten keine westlichen oder gemeinhin als „reich“ bekannte Länder sieht. Dazu gehören für mich neben den genannten auch Saudi-Arabien, China, Japan, Australien, etc.

Diese kurze Reaktion hat bis heute (20.6.2019)
304 „Gefällt mir“, 3 „Traurig“, 2 „Herz“ und 2 „Lachen“ausgelöst, außerdem hab ich ein paar Freundschaftsanfragen von Menschen aus dem Raum Türkei / Naher Osten bekommen. Daran sieht man, dass auch kleine, politische Äußerungen durch die sozialen Medien intensive Feedback-Wellen auslösen können. Ich bin zugegeben, etwas überrascht darüber, weil es sehr wenig vorher zu sagen ist, was die Menschen gerade bewegt. Und weil man mit seinen Äußerungen auch mal schnell ins „Fettnäpfchen“ treten kann, wenn man die Worte falsch wählt.

Im Folgenden noch ein paar Reaktionen darauf, was andere Facebook-Nutzer zu dem Thema meinen und auf meinen Kommentar geantwortet haben:

  • Die USA sind in den TOP 3 der Fluchtverursacher. Kein anderes westliches Land unterstützt so offen Diktatoren, Despoten und Oligarchen wie die USA.
  • Diese sind nur für das überfallen, zerstören und ausbeuten der Länder der Flüchtlinge zuständig.
  • die reichen stecken das geld in den krieg. nicht für humanitäre hilfe sonder waffen
  • Schaut euch jemen an alles deutsche waffen die das land zerstört haben und dann starten die deutschen Behörden eine spenden aktion fur jemen
  • wo sollen die sein ? Eventuell haben die sich ja demokratisch dafür entschieden keine Menschen bei sich aufzunehmen.
  • Damit beschäftigt die Flüchtlinge aus ihrem Land zu treiben.
  • USA nehmen keine Muslime auf…
  • Das sind die Verantwortlichen dafür das es überhaupt Flüchtlinge gibt’s.
  • Frankreich sagte sie können vielleicht 1000 Flüchtlinge aufnehmen…..
  • Mich würde vielmehr interessieren, wo die reichen arabischen Länder sind? Warum nehmen die ihre Glaubensbrüder nicht auf?
  • Die suchen im persischen gulf nach Krieg!
  • die anderen Länder waren schlauer..
  • (darauf die Reaktion) Inhumanität ist nicht clever sondern verabscheuungswürdig.
  • Wieso ihr Land? Sprecht ihr ausschließlich von den Ureinwohnern? Alle anderen sind Immigranten.
  • oder Saudi Arabien die so spendabel sind beim Moscheebau…..
  • Die sind asozialer und scheren sich einen Dreck um Menschen den es schlecht geht und die Hilfe benötigen. Wir sind da halt viel menschlicher und das ist auch gut so
  • Sie machen Geld draus ?
  • die helfen auch mit waffen???
  • (Eine Amerikanerin) Nee wir tun unser Bestes,die Terroristen aus unserem Land rauszuhalten…heisst aber nicht,dass wir keine muslims reinlassen!
  • They are busy making plans how to produce even more refugees.
  • Naja, die Leute ertrinken bereits beim Versuch das Mittelmeer zu überqueren, versuch mal durch den Atlantik zu schwimmen…

Meine Meinung dazu ist: Solange es Ungerechtigkeit bei der „Verteilung“ von Flüchtlingen gibt, kann das Flüchtlingsproblem nicht gelöst werden. Dazu ist es mittlerweile zu groß. Genauso wie man bei vielen Dingen mittlerweile eine „europäische Lösung“ braucht, braucht bei vielen drängenden Menschheitsproblemen wie der Flüchtlingsthematik, der Überbevölkerung, Hunger, dem Rohstoffmangel oder dem Klimawandel globale Lösungen.

Die Welt ist zu sehr vernetzt. Es gibt keine „Inseln der Ruhe“ mehr, auf die sich manche Menschen zurückziehen können und dann anderen zuschauen, wie die sich mit ihren Lösungen herumquälen.

Deutschland fühlt sich durch seine historische Verantwortung verpflichtet, sich in besonderer Weise für den Frieden und  das Gemeinwohl einzusetzen. Außerdem sind wir ein „starkes Land“ und weil das Thema Asyl im Grundgesetz verankert ist, müssen wir natürlich unseren Beitrag leisten. Es ist der Bevölkerung allerdings nur schwer zu vermitteln, warum Deutschland als Teil der EU (die ja jedes Mal so hochgelobt wird) so viel mehr leisten soll, als andere Länder das tun. Oder warum die USA Wirtschaftskriege und echte Kriege anzetteln kann, aber sich für die Folgen ihres Handelns nicht im Geringsten interessiert. Mir scheint, wir haben derzeit eine „parallele Weltordnung“. Manche Länder bewegen sich noch in ihren alten imperialistischen Denkweisen und andere haben begriffen, dass die meisten Themen nur in der Gemeinschaft und in der kooperativen Absprache mit anderen zu lösen sind.

 

Warum ich „Die Partei“ gewählt habe

Der Wahlzettel zur Europawahl 2019 in Deutschland
Der Wahlzettel zur Europawahl 2019 in Deutschland

Okay, das soll jetzt kein eindeutiger Artikel zur Europawahl und auch keine „Beeinflussung durch Nachdenken“ werden, aber ich erzähle Euch jetzt trotzdem mal, warum ich zur Europwahl 2019 „Die Partei“ gewählt habe. 😉

Gestern öffnete ich die Briefwahlunterlagen, weil sie wie immer, schön früh gekommen sind und ich den Schreibtisch aufräumen wollte.
„Achja , da war ja noch was“ hab ich mir gedacht“ und den Umschlag geöffnet. Was heraus kam, war ein schlechter Witz!
Ein Klopapier-Zettel, so lang, das er nicht vernünftig auf den Schreibtisch gepasst hat und ca. 40 Parteien stehen zur Auswahl.
Ich wollte ein Foto für Instagram machen, aber das Ding passte zuerst nicht vor die Linse. Erst als ich den Fladen auf meinen schicken orange-farbenen Teppich ausgebreitet habe, konnte ich das Teil so halbsweg einfangen.

Viele Parteien kenne ich überhaupt nicht. Die klingen zwar schon sehr gut und witzig, z.B. „Die Humanisten“, „Liebe“, „Menschliche Welt“ „Partei für die Tiere“, usw. aber wer weiß schon, wer wirklich dahinter steckt und was die Absichten sind?

Den Wahl-O-Mat hab ich vor ein paar Tagen natürlich auch brav absolviert und heraus kam die SPD, eine Partei, die ich fast noch nie gewählt habe. 😉

Es ist irgendwie ein Witz: Da wählt man das größte und mächtigste Parlament, was wir in Europa je erlebt haben, mit Befugnissen, die über 500 Millionen Wahlberechtigte beeinflussen werden, aber jeder Wähler / jede Wählerin / divers hat gerade mal eine (!) Stimme. In den Medien sind stets die großen Parteien präsent und die kleinen Splitterparteien können sich natürlich nicht die große Aufmerksamkeit leisten. Daran sieht man: Auch die Medien sind nicht demokratisch, weil sie ihre Blickwinkel zu sehr auf „die großen“ und zu wenig auf „die kleinen“ konzentrieren. Mit dem „AfD-Blocker“ zeigt die Partei in die richtige Richtung: Viele Parteien bekommen mehr Aufmerksamkeit, als ihnen zusteht.

Da passt doch irgendwas nicht zusammen. Für die Wahl meines Kreistages habe ich 48 Stimmen und kann „kumulieren und panaschieren“, aber für das große EU-Parlament erlaubt man mir gerade mal ein kleines Stimmchen. Die Selbstbestimmung ist sehr groß auf der kommunalen Ebene, wird aber „nach oben raus“ immer weniger.

Bei „Der Partei“, der Satire-Partei von Martin Sonneborn bin ich mehrfach hängen geblieben. Ich kenne den Satiriker und Nico Semsrott (der ebenfalls auf der Liste steht) aus dem Fernsehen und fand beide immer gut. Auch die Parteiprogramme (sowohl für die letzte Bundestagswahl, als auch die Europawahl) klingen sehr lustig. Humor ist genau das, was wir in dieser Zeit der Krise und des Umbruchs brauchen! Jeglicher Dogmatismus, jegliche Ideologie ist für mich ein Irrweg, egal in welche politische Richtung es nun geht, am Ende warten immer Rechthaberei und Extremismus. Je schwieriger die Zeiten werden, desto größer ist die Gefahr, dass Ideologie-Berge aufeinander prallen und es ungemütlich wird. Satire ist befreiend und der Ausweg aus „Rechthaberei“. Dann muss sie allerdings auch „gerecht“ sein und sich gegen jede politische Richtung wenden. Satire ist unabhängig, im besten Falle journalistisch neutral, sie ist scharfzüngig, trifft auf den Punkt und traut sich unbequeme Wahrheiten auszusprechen und den „Status quo“ sowohl bei Politikern, als auch Medien-Schaffenden zu hinterfragen. Gute Satire deckt sich damit auch ziemlich dem Ethos, dem man sich als freie, unabhängige Bloggerin auferlegt hat.

Satire ist die stärkste Antwort der Intellektuellen auf einen großen, überbordenen Machtapparat wie ihn die EU derzeit bildet.

Der stärkste Ausdruck für die Missbilligung des herrschenden Politik-Betriebes ist die Nichtwahl.
Der stärkste, gleichzeitig demokratische Ausdruck für die Missbilligung des Politik-Betriebes ist die Wahl einer Satire-Partei.

Außerdem hat mir der mutige Wahlwerbe-Spot sehr gefallen, weil er ins Herz trifft.

Trümmer aus Staub

Das Ende des Kapitalismus ist nah. Ein letztes Aufbäumen vor dem totalen Exitus.
Strafzölle werden aus der Schublade gezogen. Das ganze Horrorsortiment von ewig Gestrigen.
Bald werden wir keine Harley Davidson und keinen Fruchtsaft mehr kaufen können. Menschen, die früher mal gute Freunde waren sind plötzlich zu Feinden geworden. Das ging ziemlich schnell.
Für die Zinsen wird schon ein Loch gebuddelt, damit man sie noch weiter in den Keller drücken kann.
Das bringt nur leider alles nichts. Die Menschen sind gesättigt, wollen nicht „noch mehr arbeiten“. Wachstum ist nur möglich, wenn viele Kinder in die Welt gesetzt werden und die Menschen möglichst viel arbeiten und Überschüsse erzeugen. Wachstum, das stellt man immer wieder fest, entsteht nicht von alleine.
Wozu aber mehr arbeiten, fragen sich die meisten? Das überschüssige Geld bekommt der Staat- damit die Lobby, die Wirtschaft, die Mächtigen- die damit machen, was sie wollen.
Machen wir uns nichts vor. Wir sind nur ein Rädchen im Getriebe. „Nützlich“ ist noch das beste Wort dafür. „Konsumenten“ das treffendere.
Wo ist die Freiheit bei all dem Ganzen?

Der sterbende Kapitalismus ist kein schöner Anblick. Grau und hässlich, aus Beton und Stahl. Er dreht sich und windet sich, sucht noch einen Sinn. Aber die Menschen sind schon weiter. Wollen keine „dreckigen Autos“ mehr fahren, keine Energie mehr aus kleinen Atomen gewinnen. Sie stellen sich lieber abertausende Spargel in die Landschaft und finden das „schön“.
Die Menschen wollen keine eng gequetschten Schweine im Stall mehr sehen, keine zerrupften Hühner und keine geschredderten Küken.
Aber gerne noch ein bisschen Fleisch essen, solange es noch billig ist.

Die Menschen wollen „fair-trade“, glutenfrei und bio. Sie wollen Flüchtlinge aufnehmen und ihnen helfen. Sie wollen bessere Menschen sein.
Ein freundliches, gesundes Gesicht zeigen. Die Bienen retten. Autos verbieten. Wieder mit dem Fahrrad fahren. Frauen tolerieren und bei Syrien ein bisschen weggucken. Die Bundeswehr wäre praktisch. Sie könne helfen, die hochtrabenden Ziele auch in die Realität umzusetzen. Aber was das alles kostet! Dann lieber nur so tun als ob.

Während die männlichen Führer der alten Welt an neuen Atomwaffen feilen und sich das Arsenal der 100 fachen Zerstörung neu ausdenken, fahren wir mit dem Fahrrad zur Arbeit und haben uns das Rauchen abgewöhnt.

Wir wollen an eine bessere Welt glauben. Eine Träne rollt über das Gesicht. In der Zwischenzeit fallen die Wolkenkratzer der alten Welt in sich zusammen und hinterlassen Trümmer aus Staub.

Sie nehmen keine Rücksicht auf den, der unten sitzt und in Träumen versunken ist.

Eine Frage…

die mich wirklich interessiert. Von fast 90 Facebook-Freunden hat sich aber noch keiner zu einer Stimme durchringen können. 😉

Also was denkt Ihr?

Soviel ich das herausgefunden habe, ermöglichen die Facebook-Umfragen nur zwei Optionen/ Antwortmöglichkeiten. Es gäbe aber noch mehr interessante Antworten, z.B. „eine große Koaltion mit der SPD“.
Oder „weiß nicht / interessiert mich nicht“. 😉
Davon muss man dann ausgehen, wenn keine Stimme abgegeben wird.

DAS Dilemma der Politik heutzutage.

Wer hätte gedacht, dass durch die Prinzipientreue eines Einzelnen (Lindner) mal wieder sowas wie Spannung in der Politik aufkommt?

Dieselgate

Okay, wird mal wieder Zeit was über Politik & Nachrichten zu schreiben.

„Dieselgate“, der : Die Fähigkeit der Deutschen, ihre eigenen hocheffizienten Schlüsseltechnologien mit Hilfe der technik-fernen Medien und einnahme-süchtigen Politikern schlecht zu reden. Mit Mitleid der Nachbarstaaten oder wirtschaftlichen Konkurrenten ist nicht zu rechnen.

Was ist die eigentliche Motivation (von Politikern) , den Diesel abzuschaffen?

Die Steuervorteile beim Diesel-Kraftstoff werden abgeschafft und der Diesel wieder auf die Stufe des Benzins gestellt (natürlich nur wegen der Umwelt, die kann man zumindest als Grund immer schön vorschieben).
Man hat mal wieder ein schönes „grünes Thema“, das im Wahlkampf gut ankommt und bei technisch nicht gebildeten Bürgern (die Masse) das Kreuzchen sichert. Durch die Hintertür werden Probleme gelöst, die man mangels Investitionsbereitschaft jahrelang verschlafen hat.

Wer hat die Schwierigkeiten ?
Der kleine Handwerker und Lieferant, der mit seiner alten Diesel-Schleuder täglich zum Arbeitsplatz in die Innenstadt muss.

Und für wen wird es teuer?
Die einkommensschwache Familie, die sich ein neues E-Auto für 40.000 Euro mal nicht eben so leisten kann. Alle Besitzer von älteren Autos, die mangels Geld ähnlich wenig „finanzielle Mobilität“ haben.
Für alle Leute (die dumme Masse) die beim Diesel geglaubt haben, der „Steuervorteil“ würde ewig gelten oder der Diesel ist eine überlegene Technologie, die wird schon nicht schlecht geredet….

Wer hat den Schlamassel verursacht?

Autokonzerne und Entscheider, die mangels Ideenreichtum und Investitionsbereitschaft es nicht geschafft haben, das Elektroauto in Deutschland zu kultivieren und jetzt alle anderen Nationen mal wieder stärker und schneller dabei sind (USA, China…) Und jetzt muss wieder die staatliche Brechstange her: Komm, wir verbieten irgendwas! Komm wir lassen uns vom Staat helfen und loben eine Elektroauto-Prämie aus… (die aber leider nichts mehr bringt, weil die Karre so tief im Matsch steckt).

Blaue Plakette, Software-Updates, Euro 6- Normen…. Stickoxide… merkt ihr nicht, wie lächerlich das alles klingt.. Und an die wahren Verursacher von Feinstaub… Kraftwerke, Industrie, Containerschiffe, Kreuzfahrt-Boom, etc… da denkt mal wieder keiner dran.

Hier gibt es einen schönen Link, in dem man nachlesen kann, wie die Feinstaubbelastung in Deutschland ist, wie sie sich verändert hat und was die primären Quellen sind: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/…/3565.pdf

Nimmt man nur mal die Grafiken auf Seite 8: Der Anteil des Feinstaubes lag 1990 bei ca. 1900 kt und ist bis 2003 auf ca. 390 kt gesunken! Der Anteil des Verkehrs ist nach der Grafik fast immer gleich geblieben, der Anteil der Energiewirtschaft (vermutlich Kohlekraftwerke) deutlich zurück gegangen. Das verarbeitende Gewerbe produziert so gut wie gar kein Feinstaub mehr! Nach dem Text ging die Belastung in Deutschland zwischen 1990 und 2003 um 86 Prozent zurück.

Jetzt noch den – sowieso geringen- Verkehrsanteil zu minimieren klingt nach deutscher Perfektion und Gründlichkeit: Kann man machen, muss aber nicht sein.

Ach und außerdem sind es die Reifen, nicht die Abgase.

Wir Deutschen sind in unserem kleinen Land und denken wir retten die Welt.

Dabei zerstören wir uns nur selbst und haben auch noch Spaß dabei.

Ungute Entwicklungen werfen ihre Schatten voraus

Ich habe mir vor ein paar Tagen die Vereidigung von Donald Trump im Fernsehen angesehen.
Es war ja gut, dass sie auf einigen Fernsehsendern live übertragen wurde. Und immerhin hat mich dieser „president elect“ dazu gebracht, mir so eine Vereidigung mal anzusehen. Bei allen anderen vorherigen Präsidenten der USA hatte es mich nie interessiert.

Es ist schon einiges dazu geschrieben worden, u.a. hat man festgestellt, dass es bei Trump weniger Besucher als bei seinem Vorgänger Obama gab.
Bestimmte Fernsehbild-Einstellungen konnten das genau beweisen, der Platz war weniger stark gefüllt als bei Obama. Darauf wurde dann von einer Beraterin Trumps gekontert, sie hätte „alternative Fakten“ dazu, das erste Unwort des Jahres war geboren.

Und so geht es derweil munter weiter mit den politischen Besonderheiten und anstößigen Entscheidungen, die durch die Medien wabern. Trump sorgt für Aufsehen und für Skandale. Er erweist sich als „Mann der Tat“ und mit seinen Präsidenten-Erlassen setzt er Dinge nur mit einer Unterschrift und in einem atemberaubenden Tempo in Gang, so dass viele Menschen überrascht sind und sich fast schon überrumpelt fühlen. In nur wenigen Tagen hat er sehr viele heiße Eisen angefasst und sich seine eigenen „Fakten“ geschaffen:

Er will jetzt die Mauer nach Mexiko bauen, die Mexikaner sollen die Mauer selbst bezahlen (notfalls mit Strafzöllen), er erlässt ein Einreiseverbot für bestimmte muslimische Länder, und auch für die internationale Handelspolitik zeichnen sich dunkle Wolken am Horizont ab.

  • Das Handelsabkommen TPP hat er bereits zurückgezogen und weitere Verschärfungen in dieser Richtung sind zu vermuten.
  • Eine der größten Errungenschaften von Obama, die Gesundheitsvorsorge für alle („Obamacare“) hat er fast am ersten Tag zurückgezogen.
  • Auffällig ist auch, dass schon am ersten Tage bestimmte Bekenntnisse zu Schwulen und Lesben von der Webseite entfernt worden sind und
  • er ein Gegner der Abtreibung ist
  • Zudem ist er kein Freund des Klimawandels und
  • lässt weiter Pipelines nach Kanada bauen

Alles in allem eine schlechte Woche für Leute, die sich progressive und fortschrittlich-liberale Werte in den USA und der Welt wünschen! Politisch kippt die USA nach rechts, aber menschlich scheint sie sogar nach hinten oder nach „unten“ zu kippen.

Wie ist das alles in nur so kurzer Zeit möglich gewesen? Warum gibt es nicht mehr Widerstand von den Bürgern in den USA?
Immerhin ist Trump ja ein „gewählter Präsident“ und er hat all diese Dinge, die er jetzt umsetzt, auch angekündigt. D.h. man wusste vorher, was einen mit ihm erwartet. Man muss ihm eins lassen, er ist konsequent. Er hat die Dinge angekündigt und er beschließt sie jetzt einfach.
Er ist aber auch zutiefst undemokratisch. Demokratie besteht ja im „gemeinsamen Beschließen und Diskutieren“ von Dingen. Und erst nach dem sorgfältigen Abwägen aller Interessengruppen sollte dann eine Entscheidung getroffen werden, die möglichst allen nutzen und die wiederum von einer Mehrheit getragen wird.

Aber wieviel Demokratie war bei Trump im Spiel? Er hat sich ja im Wahlkampf schon sehr unfair gegeben. Tlw. mit Lügen und Beschimpfungen und wilden Versprechungen gearbeitet. Niemand konnte oder wollte ihn stoppen. Man hat einfach den „starken Mann“ gewähren lassen.
Und dieser starke Mann hat sich immer weiter durchgesetzt und die Bevölkerung vor den Fernsehschirmen begeistert. Es ist traurig, wenn es nicht so real wäre und „so gut funktionieren“ würde.

Wenn man sich nur ein bisschen für Politik interessiert, dann sollte einem auffallen, wie krass und außerordentlich dieses Geschehen in den USA derzeit ist. Ich befürchte, die amerikansiche Verfassung wird auf eine harte Probe gestellt, denn sie wird mit einer autokratischen (und durchweg un-demokratischen) Führerpersönlichkeit konfrontiert. Jemand der so stark und verbohrt ist, wie es noch keiner vor ihm war. Jemand der Folter gutheißt, eine „schöne Mauer bauen möchte“ und auf die Medien schimpft. Trump ist in seiner Art auf dem besten Weg, der erste Diktator der USA zu werden. Und niemand stoppt ihn! Niemand fällt es anscheinend auf, was da derzeit abgeht.

Klar, es gab Proteste. Allerdings nur am ersten Tag. Was ist jetzt los in den USA? Glaubt man immer noch, dass das Amt den Präsidenten formen wird? Glaubt oder hofft man darauf, dass es von selbst besser wird?

Ich glaube das nicht. Immer wieder gehen mir diese Fernsehbilder von der Vereidigung durch den Kopf. Der emotionale Gehalt dieser Bilder und auch der Ton der Rede war befremdlich und lässt mich nichts gutes erahnen.

Hier der starke, charismatische Führer, der von sich selbst extrem überzeugt ist. Ein Narzisst mit dem unbegrenzen Willen zur Macht.
Jemand, der seine grotesken Einfälle mit Twitter in die Welt setzt und damit die Medien-Maschinerie aushebelt. Jemand, der sich vermutlich auch nicht für die Medien interessiert, wenn sie nichts positives über IHN schreiben. Und daneben diese seltsamen Frauenfiguren auf der Bühne. Über diese wurde noch nicht viel geschrieben, sie sind etwas aus dem Fokus geraten. Aber sie verraten ebenso viel über Trump und seine Denkweise. Die Frauen um ihn herum sind auffallend hübsch und zurechtgemacht. Wie Barbiepuppen ohne eigenen Willen stehen sie auf der Bühne. Die Miene regungslos, fast einzementiert. Das Äußere sehr wohl hübsch und ausgefeilt, fast schon perfektionistisch. Aber irgendwie nicht „lebendig“. Nur ein Lächeln aufgesetzt, wie andere einen Hut aufsetzen. Künstlich, unmenschlich, kalkulierend. Sie sind alle Produkt und Ergebnis einer Gesellschaft. Der Mächtigste gewinnt, der skrupellose hat den Vorteil. Als Frau hat man nur eine Chance, wenn man sich knallhart anpasst und nur auf die Karte „hübsches Püppchen“ setzt. Sind das die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte in unserer Kultur? Ich dachte, wir wären da schon weiter! Aber Amerika scheint den Zeitstrahl rückwärts zu laufen, zurück in die 50er Jahre, als die Rollenbilder noch klar verteilt waren, als er Verlässlichkeit und Sicherheit gab und der allgegenwärtige „Kalte Krieg“ und die nukleare Bedrohung der kalte Stahl war, an dem sich alle festklammern konnten.

Gesellschaftspolitisch gibt es viel Spielraum für Interpretationen. Die Menschen haben vermutlich Angst vor der Moderne, Angst vor der Globalisierung und den unsicheren Zeiten, die überall entstanden sind.
Auch die „deutsche Flüchtlingskrise“ hat ihren Teil dazu beigetragen. Anstatt dass die Staaten auf der Erde die humanen Entscheidungen Angela Merkels zum Vorbild nehmen und nun frei von allen Schranken Menschen in ihre Länder aufnehmen, passiert das Gegenteil! Großbritannien will auch deshalb aus der EU austreten, weil sie wieder Kontrolle über die Einwanderung zurückgewinnen wollen. Und dass Donald Trump kein Freund dieser Einwanderungspolitik ist, hat er schon mehrfach gesagt („Merkel hat all diese Illegalen ins Land gelassen“) und nun auch mit den ersten Erlassen schon in die Tat umgesetzt.

Wo hat das Unheil seinen Anfang genommen? In den globalen Krisen, im Hunger und Elend dieser Welt? Oder in der enormen Verschuldung der Länder und den finanziellen Verschärfungen durch die Finanzkrise?

Und die viel wichtigere Frage derzeit lautet: Wo wird das ganze enden?

Wahl in den USA -2

Wähleranalyse und Gedanken zur Persönlichkeit des Wahlsiegers

Ich glaube, dass es zu einfach ist, wenn man Donald Trumps Erfolg nur auf die Wahlentscheidung einer fehlgeleiteten, weißen Unterschicht „ohne Collegeabschluss“ schiebt. Sicherlich mag das am Wahlausgang einiges verändert und Hillary Clinton entscheidende Wählerstimmen gekostet haben. 72 % der Wähler waren weiß und hatten keinen College-Abschluss. (Quelle)
Erschreckend finde ich bei der ersten Wahlanalyse aber, dass durchaus auch Frauen und Latinos sich für Trump entschieden haben. Obwohl er diese ja lautstark und offensiv beleidigt hat. So haben sich immerhin 42% der weiblichen Wähler für Trump entschieden und 29% der Wähler waren Latinos.

Was sagt also dieser Erfolg über die Psyche der Wähler aus? „Die Schafe wählen ihren Metzger selbst“, anders kann man es -glaube ich- nicht formulieren. In der Wahlentscheidung für einen Präsidenten, der höchstwahrscheinlich zu ihrem eigenen Nachteil handeln wird, kann doch nur so etwas wie der Wille zur Demütigung und Bestrafung stecken. Wo die Gesellschaft auf der einen Seite durch falsche Erziehung und Vorbilder Narzissten und Egoisten wie Trump hervorbringt, muss es auf der anderen Seite auch Verlierer und Masochisten geben- die die Unterdrückung und Ungleichheit schon so sehr verinnerlicht haben, dass sie das Kreuz an der falschen Stelle machen.
Bei der Wahl war aber auch viel Protest im Spiel, was man an der Verteilung der Wahlgründe sieht. Hier geben 70% der Wähler an, dass sie Trump gewählt haben, weil er für einen Wandel sorgt. Erfahrung hat man Clinton immerhin mit 40% zugesprochen, aber Trump nur 3%.

Die Leute wissen also, dass Trump sehr wenig Erfahrung für den Job mitbringt, und wählen ihn trotzdem?

Hier kann man indirekt auch einen starken Geschlechterunterschied in der Bewertung von Führungspersönlichkeiten und allgemeiner Kompetenz ausmachen. Wo dem polternden, aggressiven Mann ein großer Vertrauensvorschuss entgegen gebracht wird, kann die Frau trotz ihres großen Wissens und ihrer Erfahrung sich nicht durchsetzen. Die Menschen wissen zwar, dass Clinton mehr Erfahrung hat, auch ihr Urteilsvermögen wird höher eingeschätzt (27% vs 11%).
Das „Gefühl“ setzt aber dennoch auf den starken Mann. Die Masse vertraut, dass er sich mit seinen Ellenbogen und seiner Aggressivität durchsetzen wird und ihrgendwie in den Job reinwachsen wird. Er soll die Kohlen für die abgehängten Amerikaner aus dem Feuer holen. In der Erziehung denke ich hier an Eltern, die den Jungen vor die Tür setzen, ihn hart ran nehmen und darauf vertrauen, dass er seinen Weg selbst findet- wohingegen die Mädchen eher vor negativen Erfahrungen und großer Stress-Berührung in Schutz genommen werden und man ihnen das sowieso auch nicht zutraut.

Es ist so offensichtlich das Donald Trump „nicht ganz normal“ ist, um es vorsichtig zu formulieren.
Googlet man nach der Psyche von Trump oder einer möglichen Psychoanalyse, dann stößt man ganz schnell auf den Begriff des „Narzissten“, also dem selbstverliebten Menschen, der nichts kennt außer sich selbst und sein Spiegelbild.

Es gibt einige Texte über den narzisstischen Trump, z.B. diesen hier,  der die These aufstellt, dass der Narzissmus einer prominenten Person auch einen Stellvertreter-Komplex lösen kann. Man sieht also in der Befriedigung des Narzissmuses eines anderen, seinen eigenen Narzissmus befriedigt. Zu dieser Erkenntnis kommt auch dieser Text, der gleich die ganze Kultur als narzisstisch gestört betrachtet.  Allerdings wurde das vom Sozialkritiker und Autor Christopher Lasch schon 1979 erkannt und vorhergesagt.

Einen interessanten Hinweis auf die extrem selbstverliebte Persönlichkeit findet man auch in diesem Artikel.
Zitat: „Selbstspiegelnd ist auch seine „Literatur“. Das Einzige, das er liest, sind Artikel über sich selbst. Diese werden von einem Team gesammelt und ihm als Morgenlektüre präsentiert, wie ein ehemaliger Angestellter berichtet.

Zu guter Letzt habe ich mir noch die berühmte Liste mit Beleidigungen vorgenommen, die vor kurzem von der New York Times veröffentlicht wurde. Hier wurden alle verbalen Entgleisungen Donald Trumps gegenüber „Personen, Orten und Dingen“ übersichtlich aufgelistet.

Entgleisungen, die „recent“ , also unlängst passiert sind, haben eine starke grüne Farbe, alles andere ist schwächer markiert oder weiß.

Beim Lesen der Beleidigungen musste ich erstmal das Wörterbuch zur Rate ziehen, denn viele Begriffe kenne ich aus dem Schulenglisch nicht. Für die werten BlogleserInnen folgt hier eine kurze Auflistung von verwendeten Wörtern Trumps und meine Übersetzung, die ich mit Hilfe von Leo nachgeschlagen habe.

Hillary Clinton kommt vor allem vor mit „crooked“ , was soviel wie „betrügerisch“ oder „schief“ bedeutet. Er attestiert ihr „schrecklich“ zu sein, dass sie „seit 30 Jahren scheitert“ und zu „schwach zum führen“ sei.

Andere Begriffe, die vorkommen sind z.B. :

phoney = Schwindler/ erfunden, gefälscht
biased = befangen, voreingenommen
dopey= blöd, dämlich
dumb = vereinfachen / geistiges Niveau senken
wacko= Spinner
dishonest = unehrlich
lightweight reporter= „Dünnbrettbohrer“ oder Leichtgewicht
overrated= überschätzt
thugs = Verbrecher
horrendous = entsetzlich, abscheulich
rambling = weitschweifig, schwafelnd
fraud = Betrug

political pundits = politischer Kritiker / Fachgelehrter (evt. abschätzig)
deadpan = Pokerface
media rigged / rigged = aufgetakelt
made-up = erlogen
flamboyant = grell, auffallend (über die Rede von Ted Cruz)
ridiculous = lächerlich
no guts, no glory = kein Mumm, kein Erfolg (über das Kaufhaus Macy)

Was kann man von jemanden denken, der solche verletzenden Worte massenhaft benutzt, und das meistens nur zum Zweck andere zu schwächen und zu diskreditieren? Er hat sein Ego an erster Stelle gesetzt und wertet nun alle ab, die ihm irgendwie schaden wollen oder kritisieren.
Somit ist er weit von einer demokratischen Basis entfernt, die ja Lösungen immer mit Hilfe von Diplomatie, Abwägungen, Abschätzungen und Diskussion zu lösen versucht. Beleidigungen sollten im demokratischen Alltag die absolute Ausnahme sein.

Wenn man in seinen Gegenübern aber von vornherein nur Feinde sieht, die man gerne beleidigen und schlecht machen würde, wird es niemals zu einer Diskussion oder gar einer konstruktiven Politik kommen. Wenn Trump seine ganze Schlangenhaut abstreift und sich plötzlich im weißen Haus ändern würde, würde das ja bedeuten, dass „das Amt den Präsidenten“ ändert. Aber bei der Bereitschaft zur inneren Änderung habe ich bei einem 70-jährigen Milliardär, der seinen ganzen Erfolg seiner aggressiven und egoistischen Attitüde verdankt, große Zweifel.

Es kann sein, dass einem Politiker unter Druck mal eine Beleidigung „herausrutscht“, aber es darf niemals zum täglichen Tagesgeschäft gehören. Mit so einer Einstellung wird sich Trump kaum Freunde machen und kaum vernünftig im Politikbetrieb interagieren können. Bezeichnend ist z.B. auch, dass fast keiner Europa-Politiker je Kontakt mit ihm hatte. Er ist also ein absoluter Neuling, ein unberechenbarer Faktor an der Spitze der mächtigsten Nation der Erde.

Wahl in den USA

Gestern abend habe ich mir noch diverse Sondersendungen im TV über die Wahl in den USA angeschaut. Schon seit längerer Zeit kommen im Fernsehen darüber viele Berichte und auch die Online-Medien sind voll mit Berichterstattungen. (z.B. diese oder diese) Der Grund-Tenor ist eigentlich immer gleich: Trump ist der irre Populist, den sowieso keiner ernst nehmen kann und Hillary Clinton die verbissene Musterschülerin, die bestimmt alles weiß, aber irgendwie keine Sympathie bekommt (ein Problem vieler mächtiger und intelligenter Frauen). Vor allem in den Biografien der einzelnen Präsidentschaftskandidaten wurde das nochmal ziemlich deutlich, wie sehr sich beide unterscheiden.

Trump ist eher jemand, der sich mit Ellenbogen und Skrupellosigkeit, mit Betrügereien und Egoismus durchgesetzt hat- wohingegen Clinton mehr auf Aufstieg durch Bildung, Heirat eines erfolgreichen Ehemanns und gute Kontakte in die Politiker-und Machtebene der USA gesetzt hat.

Und weil ja „Trump keiner ernst nehmen kann“ und er bei den Deutschen (und Europäern) sowieso recht unbebliebt ist, habe ich mir dann die „lange Wahlnacht“ weder bei ARD noch ZDF angetan und bin zeitig schlafen gegangen. Ich hatte noch überlegt, ob ich Wetten auf Hillary Clinton abschließen sollte, so sicher war ich gestern abend, dass sie gewinnt. Die Umfragen vor der Wahl sprachen eine eindeutige Sprache, sie lag klar vor Trump. Auch das fiese Hereingrätschen des FBI kurz vor der Wahl sollte sie nicht mehr vom Sockel holen, so dachte ich mir. Die Intelligenz, die Moral, die Erfahrung und die weibliche Ausstrahlung einer sympathischen Kandidatin wird das Rennen klar gewinnen, so dachte ich mir gestern abend noch. Es kann gar nicht anders sein. Wenn es anders kommt, dann muss die Welt in einer schweren Krise sein. Aber nicht nur in einer wirtschaftlichen, finanziellen oder „Globalisierten Krise“, sondern in einer echten moralischen, menschlichen Krise. Wenn dieser Hetzer gegen Minderheiten, gegen Frauen, derjenige, der eine Mauer bauen möchte und auf offener Bühne seinen Steuerbetrug zugibt und damit droht „er könne jemand erschießen, ohne dafür belangt zu werden“, die Wahl gewinnt, weil er für „offen und ehrlicher“ gehalten wird… dann würde mein Weltbild schwer erschüttert und enttäuscht werden.

Und als ich heute morgen aufgewacht bin, war der erste Griff zum Smartphone und den aktuellen News… und mein Weltbild wurde schwer erschüttert.

Was soll man zu diesem Ergebnis sagen? Freuen kann ich mich bestimmt nicht. Da es nicht „meine Wahl“ in „meinem Land“ ist, traue ich mich bei den USA-Wahlen viel eher zu einer klaren Meinung. Diesmal ist es doch viel zu leicht. Wie kann jemand wie Trump gewinnen?

Bei einer sehr interessanten Reportage wurde vor ein paar Tagen die Situation ehemaliger Stahlarbeiter in den ländlichen Staaten der USA beleuchtet. Bis dahin war mir z.B. überhaupt nicht klar, wie schlimm die Stahlkrise die USA getroffen hat. Dass in den USA schon länger nicht mehr soviel Autos produziert werden, wie z.B. in den 80er und 90er Jahren, das wusste ich irgendwie. Da gab es auch immer mal wieder Hinweise in den Online-Medien, der Rest des wirtschaftlichen Wandels wurde aber nur selten beleuchtet.

Und dann sitzen da dickbäuchige, weiße Männer mit Tattoos aus der unteren Mittelschicht auf ihren Harleys und klagen darüber, dass sich früher die „harte Arbeit“ im Stahlwerk gelohnt hat, dass das jetzt aber kein Leben mehr sei. Entweder sie bekommen so etwas wie Sozialhilfe oder sie haben viel schlechter bezahlte, prekäre Jobs. Und sie glauben tatsächlich an diese alten Zeiten und dass es jemand wie Trump schaffen kann, die Zeit wieder zurück zu drehen und ihnen die Industrialisierung der 70er Jahre zurückbringen kann. Sie glauben, dass jemand, der sein Leben lang immer nur an sich gedacht hat, plötzlich seine soziale Ader entdeckt und ihnen Aufstieg, Wohlstand und Erfolg schenken wird?

Von diesen abgehängten, weißen Männern scheint es eine Menge zu geben, denn Trump konnte selten wie nie mobilisieren. Trump hat eine Begeisterung geweckt, aber der Funke ist bei Clinton nie so recht über gesprungen. Ihr fehlt eine gewisse „Leidenschaftlichkeit“, die für den amerikanischen Präsidentenwahlkampf so wichtig ist. Diese Wahl war vom Fernsehen, von Gefühlen und gefälschten Bildern (teils offenen Lügen) geprägter als je zuvor. Man kann wirklich an der Intelligenz der Menschen zweifeln, wenn es weiterhin in diese Richtung gehen sollte!

Die Männer der unteren Mittelschicht tragen dann T-Shirts auf denen sowas wie „Clinton in jail“ oder andere harte Parolen stehen. Clinton wird generell viel weniger gemocht, sie steht für die abgehobene „Politikerkaste“, der immer weniger vertraut wird. Und dass sie ein Frau ist, das spielt unbewusst bestimmt auch eine Rolle. Wie soll eine Frau von der Uni die Belange der weißen, ungebildeten, männlichen Arbeiter verstehen? Das kann natürlich ein Mann von der Uni, der einen reichen Vater hatte (eine Million Startkapital) und auf einer privaten Miltärakademie ausgebildet wurde, natürlich viel besser…. In Sport war Trump gut, dort hatte er die ersten Erfolge, aber als es um die Einberufung in den Vietnam-Krieg ging, da konnte er sich irgendwie untauglich schreiben lassen

In einer anderen Einstellung werden Waffennarren gezeigt, die von einem ehemaligen Colonel ausgebildet werden und natürlich alle für Trump sind, weil Clinton ihnen ja die Waffen wegnehmen möchte. An der Stelle wird es sehr schwierig, sich als Deutsche in die Amerikaner hinein zu versetzen, weil wir hier ein völlig anderes Verständnis für „Waffenkultur“ und Gewalt im Allgemeinen haben.

In dieser Wahl konnte sich das liberale Amerika, das man meistens in den Städten und an der Küste findet, nicht richtig durchsetzen.

So beschreibt es auch Martin Schulz in diesem interessanten Video .

Man muss jetzt noch viel intensiver auf die Ursachen schauen. Wenn nicht der „Brexit“ schon ein Weckruf war, dann ist es dieser Wahlausgang in jedem Falle. Die westliche Welt fängt an, in der Mitte auseinander zu brechen und ihre moralische und demokratische Grundlage zu verlieren. Dies ist höchst gefährlich, weil am Ende des Weges nur Scherben und Unglück stehen können.

Welche Entwicklungen führen dazu, dass sich Menschen für Populisten entscheiden? Dass eher dem Hass und dem harten Ruck die Stimme gegeben wird, aber nicht der abgeklärten Sachpolitik, die im tatsächlichen Politikalltag vermutlich besser zurechtkommen würde?

Denn wirtschaftlichen Wandel und das Entstehen von „abgehängten Klassen“, die einen Hass auf Politiker bekommen und sich radikal entscheiden, gibt es im Moment leider überall.