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	<title>J.A. Blog &#187; Philosophie</title>
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		<title>Mit Worten denken</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 18:22:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Denken]]></category>
		<category><![CDATA[Worte]]></category>

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		<description><![CDATA[~ Das Leben ohne Worte leben? Was bleibt, ist das Leben. Ohne Worte. ~
Man kann – außer in der Meditation- nicht an nichts denken.
Sobald man mit dem Leben in Berührung ist, denkt das Gehirn und spiegelt die Außenwelt auf das Innere, ob man nun will oder nicht. Die Außenwelt formt dabei meist das Innere. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>~ <em>Das Leben ohne Worte leben? Was bleibt, ist das Leben. Ohne Worte. </em>~</p>
<p>Man kann – außer in der Meditation- nicht an nichts denken.</p>
<p>Sobald man mit dem Leben in Berührung ist, denkt das Gehirn und spiegelt die Außenwelt auf das Innere, ob man nun will oder nicht. Die Außenwelt formt dabei meist das Innere. Das Innere formt aber auch die Außenwelt. Wer war zuerst da? Was ist wichtiger? Der depressive Mensch, der alles durch seine getrübte Brille sieht? Der fröhliche Mensch, der in allen Dingen das positive und lustige sieht? Der alte Mensch, der den Verfall und das Elend sieht? Der junge Mensch, der in allem ein Plan und eine Zukunft sieht?</p>
<p>Die traurigen Umstände und die schlechten Arbeitsbedingungen, die sich auch auf Gesundheit und Denken abfärben, wirken in der anderen Richtung. Der Streß in der Partnerschaft, der Streit am Arbeitsplatz, Ärger über die Verwandten, die das Herz krank machen. Enge und Lautheit, die das Gehirn zum Zerreißen bringt. Aggressionen, die geweckt werden, weil andere mal wieder unfreundlich waren und drängeln. Schlechte Kommunikation, Menschen, die nichts sehen, nicht antworten, komplett von allen Dingen des Lebens, von allen Regungen abgeschirmt zu sein scheinen.</p>
<p>Das Innere kann ohne das Äußere nicht leben und existieren. Beides beeinflusst sich gegenseitig. Manchmal gibt es kein Ausweg, kein Ausweg aus dem Denken. Das eigene Ich wird dann zum Gefängnis&#8230;</p>
<p>Auch die Art des Denkens und des Eindrücke- Verwaltens prägen die Erfahrungen oder die allgemeine Lebenszufriedenheit. Man kann mit der gleichen Situation sehr unterschiedlich umgehen, es gibt keine Patentlösung. Nur eine Lösung, die sich meist aus Überlegung, Gefühl und Erfahrung formt- aber auch wiederum von Eigenheiten, Alter oder Geschlecht verändert und beeinflusst wird.</p>
<p>Es gibt das logische und strukturierte Gehirn, dass aus allem ein Plan macht, der oftmals hübsch aussieht, aber am Ende vielleicht doch nicht funktioniert. Es gibt den Chaoten, der aus allem ein Chaos macht&#8230; oder das Chaos sich einfach selbst überlässt. Denn was ist in der Natur schon ordentlich? Es ist die Eigenart der Menschen, alles gerade und rechtwinklig zu  machen.</p>
<p>Optimismus und die Fähigkeit in allem etwas positives zu sehen- unbezahlbar.</p>
<p>Jeder sieht etwas anderes. Jeder hat eine eigene Welt. Jeder hat ein anderes Gehirn, das jeweils aus anderen Erfahrungen und Eindrücken geformt wird. Daher sind selbst genetisch komplett identische Zwillige nicht die gleichen Menschen.</p>
<p>Und die Art der Autoren ist es, alles mit Worten beschreiben zu wollen. Selbst wenn es eigentlich nichts gibt- oder andere Menschen gerade nichts sehen.</p>
<p>~ <em>Kann das Gehirn auch über sich selbst nachdenken? Ich nehme an, das könnte sehr lustig werden.</em>.. ~</p>
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		<title>Schöne Zitate (aus Kindle)</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/04/schone-zitate-aus-kindle/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 10:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Clippings]]></category>
		<category><![CDATA[Große Denker]]></category>
		<category><![CDATA[Kindle]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier ein paar Zitate, die ich seit letzter Woche mit dem Kindle gesammelt habe. Ich stelle sie einfach mal in den Raum, so wie ich sie frisch aus den „Clippings“ gezogen habe. Es steht jedem frei, sich eine Meinung dazu zu bilden. Wenn ich noch mehr Raum und Muse finde, werde ich vielleicht noch was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier ein paar Zitate, die ich seit letzter Woche mit dem Kindle gesammelt habe. Ich stelle sie einfach mal in den Raum, so wie ich sie frisch aus den „Clippings“ gezogen habe. Es steht jedem frei, sich eine Meinung dazu zu bilden. Wenn ich noch mehr Raum und Muse finde, werde ich vielleicht noch was dazu kommentieren:</p>
<p>======================================================================</p>
<p><em>Selbstbetrachtungen (German Edition) (Emperor of Rome Marcus Aurelius)<br />
- Highlight Loc. 204-5 | Added on Tuesday, March 29, 2011, 09:50 PM</em></p>
<p>Dann betrachte deine Seele, und was sie ist: ein Hauch; nicht immer dasselbe, sondern fortwährend ausgegeben und wieder eingesogen.</p>
<p>======================================================================</p>
<p><em>Selbstbetrachtungen (German Edition) (Emperor of Rome Marcus Aurelius)<br />
- Highlight Loc. 263-65 | Added on Tuesday, March 29, 2011, 10:10 PM</em></p>
<p>Und dann, daß auch der, der am längsten gelebt hat, doch nur dasselbe verliert, wie der, der sehr jung stirbt. Denn nur das Jetzt ist es, dessen man beraubt werden kann, weil man nur dieses besitzt, und niemand kann verlieren, was er nicht hat.</p>
<p>======================================================================</p>
<p><em>Darwinismus und Sozialismus Der Kampf um das Dasein und die Moderne Gesellschaft (German Edition) (Ludwig Büchner) &#8211; Highlight Loc. 49-50 | Added on Wednesday, March 30, 2011, 02:17 PM</em></p>
<p>Ein sehr berechtigtes Sprüchwort sagt: »Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen.« Aber wie viele essen, die nicht arbeiten oder nie gearbeitet haben, und wie viele arbeiten, die sich nicht satt essen können!</p>
<p>======================================================================</p>
<p><em>Darwinismus und Sozialismus Der Kampf um das Dasein und die Moderne Gesellschaft (German Edition) (Ludwig Büchner) &#8211; Highlight Loc. 246-48 | Added on Saturday, April 02, 2011, 02:08 AM</em></p>
<p>»Die Fesseln einer niederen Geburt«, sagt J. C. Fischer 1 »schleppen wir durch das ganze Leben, und an ihnen zerschellt oft die unerhörteste Anstrengung eines ganzen Lebens.«</p>
<p>======================================================================</p>
<p><em>Selbstbetrachtungen (German Edition) (Emperor of Rome Marcus Aurelius)<br />
- Highlight Loc. 453-54 | Added on Thursday, March 31, 2011, 05:08 PM</em></p>
<p>Wird die Schönheit des Edelsteins, des Purpurs, des Goldes, des Elfenbeins, die Schönheit eines Instruments, einer Blüte, eines Bäumchens geringer dadurch, daß man sie nicht lobt?</p>
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		<title>Im Frühjahr ist es schon Herbst geworden</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/03/im-fruhjahr-ist-es-schon-herbst-geworden/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Mar 2011 23:13:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Dasein]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nachrichten, die Bilder des Tages, die Politik&#8230; ob überhaupt jemand davon berührt wird? Kann man überhaupt jemanden vorwerfen, nicht davon berührt zu werden&#8230;. oder übersteigen der Super-Gau und die Kriege gegen Zivilisten nicht einfach unsere Vorstellungskraft, die Grenzen unserer Wahrnehmung, die Grenze der belastbaren Gefühle.. die Grenze unseres eigenen Menschseins? Viele unsichtbaren Mauern sieht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>D</strong>ie Nachrichten, die Bilder des Tages, die Politik&#8230; ob überhaupt jemand davon berührt wird? Kann man überhaupt jemanden vorwerfen, nicht davon berührt zu werden&#8230;. oder übersteigen der Super-Gau und die Kriege gegen Zivilisten nicht einfach unsere Vorstellungskraft, die Grenzen unserer Wahrnehmung, die Grenze der belastbaren Gefühle.. die Grenze unseres eigenen Menschseins? Viele unsichtbaren Mauern sieht man in diesen Tagen. Mauern die schützen, die aber auch stumpf werden lassen.</p>
<p>Was ist der Mensch mehr, als die Summe der geistigen Eindrücke und Wechselwirkungen, die er von sich, aus sich, über andere und mit anderen macht? Der Mensch, die Variablen-Maschine, die stets am Limit der Eindrücke fährt und dessen Frame-Rate hin und wieder unter der Last der vielen Neuberechnungen zusammen zu brechen droht.</p>
<p>Der Mensch, Drahtgitter in einer fleischeslüsternen Welt. Der Mensch. Hat sich über Gott erhoben und kann jetzt die Evolution beeinflussen. Hat sich zum Hüter der Materie aufgeschwungen, spaltet die Kerne und bildet sich viel ein auf seine Leistungen. Meint, das Göttliche, das Begrenzende des Daseins ein für alle mal von sich geschüttelt zu haben!</p>
<p>Wie klein er doch ist, der Mensch. Beinahe nur ein armseeliger Pixel im luftleeren Raum.</p>
<p>Ohne Vektor und ohne Koordinaten lässt er sich von den Naturgewalten treiben und meint, sie gehorchen ihm, nur weil der letzte Zufall dem derzeitigen Lauf seiner Gedanken entsprochen hatte. Ohne moralische Dimension ist der heutige Mensch. Plattgedrückt wie ein Blatt im Wind, dass nach der nächsten Umweltkatastrophe vom Baum gesegelt ist und nun langsam von den Bakterien der Unterwelt genüsslich in seine Einzelteile zerlegt wird. Er ist stolz darauf, es zu verstehen, wie er da angeknabbert wird- lacht vielleicht noch belustigt darüber, aber das Verständnis allein schützt ihn nicht vor seinem drohenden Untergang.</p>
<p>Das ist der „moderne“ Mensch. Und am Ende bleibt der Krone der Schöpfung nur der Neuanfang als zusammengesetztes Atom, als wachsende, energieverschligende Zelle und das ganze Schlamassel seines göttlichen Wirkens beginnt wieder von vorne.</p>
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		<title>Erst kommt das Fressen</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/erst-kommt-das-fressen/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 12:17:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;dann kommt die Moral&#8221;- Zitat aus der Dreigroschenoper
Die Frage nach der Moral ist mitunter genauso bagatellhaft wie die Frage nach dem Sinn des Bloggens. Entweder man stellt sie sich oder nicht. Entweder man entwickelt darüber das Gefühl, dass es eine Frage ist, die es wert ist, darüber nachgedacht zu werden oder man verzichtet darauf.
Wozu also [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;dann kommt die Moral&#8221;- Zitat aus der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Dreigroschenoper" target="_blank">Dreigroschenoper</a></em></p>
<p>Die Frage nach der Moral ist mitunter genauso bagatellhaft wie die Frage nach dem Sinn des Bloggens. Entweder man stellt sie sich oder nicht. Entweder man entwickelt darüber das Gefühl, dass es eine Frage ist, die es wert ist, darüber nachgedacht zu werden oder man verzichtet darauf.</p>
<p>Wozu also Moral? Oder : was ist überhaupt Moral?</p>
<p>Als Laie würde ich es mir so erklären: Moralische Handlungen sind Handlungen aus dem Über-Ich (also dem Gewissen im Unterschied zum logisch-analytischen Denken und den kindlichen, emotional motivierten Absichten). Im Volksmund sagt man auch „Gewissen“ dazu. Beispiel: „Er hat gewissenhaft gehandelt“ oder das ist „ein Mensch ohne Gewissen“.</p>
<p>Das Gewissen ist also eine virtuelle Instanz, die bei Mensch höchst unterschiedlich stark ausgeprägt ist und als übergeordneter Gehirn-Bürokrat in die triebhaften und autonom ablaufenden, unreflektierten Handungen eingreift. Ein zu starkes Gewissen kann dabei den normalen Arbeitsalltag sehr erschweren, weil es mitunter zum Zweifeln, zum Zögern und zum Hadern führt und der „Spaß am Leben“ sich einfach nicht entfalten kann. Umgekehrt ist es bei Menschen ohne Moral, im Extremfall Verbrecher, die einfach das machen, worauf sie Lust haben und ihnen der Sinn steht. Wenn sie etwas haben wollen, holen sie es sich einfach und fragen nicht nach dem Besitzer. Aber auch der rücksichtslose Liebhaber, der sich einfach aus dem Staub macht und auf die Bedürfnisse seiner Partnerin keine Rücksicht nehmt, ist und handelt gewissenlos.</p>
<p><strong>Moral ist flexibel und Deutungen unterworfen</strong></p>
<p>Es ist sehr verbreitet, die moralisch verwerflichen Handlungen und das Fehlen einer Moral zu kritisieren. Wenn man genau hinschaut, ist das tägliche Geschäft der Medien, aber vor allem der Ereiferer dahinter, den Stammtischbürgern und der Volksseele (den Wutbürgern). Auf der einen Seite gibt es „alternativlose“ Pläne und Beschlüsse von moralisch dünn-besetzten Politikern und dann gibt es Wut-Aufschrei der Protestgeneration.</p>
<p>Alles ist letztendlich auf die Fragen des Gewissens zurückzuführen, auf die Frage nach der Moral und nach dem jeweiligen Interpretieren dessen, was richtig oder falsch ist.</p>
<p>Im gleichen Zug hat sich der Begriff des „Gutmenschen“ verfestigt, mit dem die moralisch attackierten „Schlechten“ den Kritikern ein Spiegel vor das Gesicht halten können. Das deutet daraufhin, dass die Moral in ihrer Besetzung flexibel ist und sogar umgedreht werden kann. Letztendlich ist für viele Menschen immer die eigene Haltung, die eigene Einsicht „moralisch“ und die der anderen, die den eigenen Thesen widerspricht „unmoralisch“. Für die einen sind Atomkraftwerke eben moralisch gut, weil sauber und effizient und für die anderen steht der Atommüll und die Gefährdungslage im Vordergrund. Moral ist eine Frage der Bewertung und es ist sehr schwer, eine objektive Moral herauszuarbeiten.</p>
<p>Generell denke ich aber, dass die Moral-Fragen die wichtigsten sind, weil es die einzigen sind, die das Handeln von Menschen hinterfragen, die ihn und seine Entscheidungen transparent werden lassen.</p>
<p>Ein starke Moral-Instanz aus früherer Zeit waren die Kirchen und ihre- zugegeben- oft zweifelhafte oder doppelzüngige Moral. Es gibt langfristig keine absolute Moral-Instanz, die ohne Fehler ist und je mehr jemand dieses für sich behaupten möchte, desto anfälliger wird er für Kritik und reale Verfehlungen. Man denke z.B. an die Vorfälle im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandalen in katholischen Einrichtungen.</p>
<p>Manchmal kann eine starke moralisch Atmosphäre und die Verpflichtung „moralisch“ zu sein, sogar eine Bürde oder eine Last für die Betroffenen sein und die Verstöße gegen die Moral (z.B. die Sexualmoral) dann umso reizvoller erscheinen oder das eigentliche Bedürfnis so sehr unterdrücken, dass es sich irgendwann untkontrolliert einen Lauf bahnt.</p>
<p><strong>Moral und Philosophie</strong></p>
<p>Die Moral und die Philosophie sind enge Verwandeten, denn auch die Philosophie fragt stets nach dem Warum, Weshalb und ob etwas richtig oder gut ist. Es kann keine normativen Erklärungen der Welt geben, ohne dabei die weitausläufigen Gebiete der Moralfragen zu streifen.</p>
<p>Auch die oft als moral-freie definierte Wissenschaft erreicht ihre Grenzen, wenn etwas wissenschaftlich möglich ist, aber von den Grenzen der Moral eingefangen werden muss: Zum Beispiel die Nutzung der Atomkraft, Atomwaffen, oder genetische Veränderungen an Pflanzen, Tieren und Menschen. Die Frage lautet dann: Ist das überhaupt gut, was wir da machen? Ist es moralisch gesehen einwandfrei? Solche Fragen hätten schlimmeres verhindern können, denkt man z.B. an die ersten Atomwaffen-Abwürfe im zweiten Weltkrieg. Aber ein Krieg kann, wenn er erstmal entfesselt ist, nicht als der Hüter der Moral bezeichnet werden, sondern eher als deren Vernichter.</p>
<p>Die Moral als Solches ist im Volks-Bewusstsein und im jeweiligen Zeitgeist streng verstrickt und erinnert tlw. an die Auswirkung eines gedanklichen „Virus“ der von Vera Birkenbihl einst so anschaulich beschrieben wurde.</p>
<p><strong>Moralischer Zeitgeist</strong></p>
<p>Es ist z.B. derzeit unmoralisch, zu rauchen. Die Denkweise hat sich bei den Menschen (bzw. einer bestimmten bürgerlichen Schicht von Menschen) stark verbreitet und z.B. in Bayern zu einem Volksentscheid geführt, der dann das Rauchen aus öffentlichen Räumen und Kneipen verbannt. Noch vor ca. dreißig Jahren haben viel mehr Menschen geraucht, es gab Werbung im Fernsehen dazu und es war sogar „schick“ wenn man rauchte. So schnell können sich die Ansichten drehen und so flexibel ist die Moral.</p>
<p>Dann gibt es aber unmoralische Dinge, die schon immer unmoralisch waren und sich wahrscheinlich nicht ändern werden. Vieles findet man in den zehn Geboten oder anderen Gesetzen wieder: Jemand zu töten ist sehr unmoralisch, genauso wie stehlen, lügen, fremd gehen, usw.</p>
<p>Aber die Dinge können auch aufgeweicht werden, „Fremd gehen“ ist z.B. nicht mehr ganz so unmoralisch wie einst. Es gibt viele Dating-Plattformen im Internet, die sich darauf spezialisiert haben und einen bequemen Seitensprung anbieten. Auch das einst stark verpönte uneheliche Kind ist heutzutage kein Problem mehr, eine Brustvergrößerung kann machen, wer will und die Patchwork-Familien sind an der Tagesordnung. War die Scheidung vor ein paar Jahren (vor allem seitens der Frau) noch ein Riesenproblem, hat sich die moralische Bewertung dessen heute stark gewandelt. Vieles ist „normal“ geworden , was früher noch „unmoralisch“ war.</p>
<p><strong>Grenzenlose Moral?</strong></p>
<p>Vielleicht können die letzten Jahrzehnte mehr als je zuvor eine Befreiung des Menschen von der Moral bezeichnet werden. Alles muss schneller, besser größer sein, die persönlichen Freiheiten haben in den Industrieländern stark zugenommen und der materielle, volkswirtschaftliche Reichtum ist stark angestiegen. Natürlich kommt der Reichtum nicht bei allen an, denn durch das moralische oder nicht-moralische Handeln von einzeln wird eine ungleiche Verteilung voran getrieben. „Reichtum für alle“ war gestern und heute eine Utopie wie je zuvor und die Verfechter des Kommunismus sind „höchst unmoralisch“ (obwohl sie ja eigentlich etwas moralisch gutes wollen, nämlich Reichtum für alle..).</p>
<p>Diese riesige Freiheit an Möglichkeit und Entscheidungen führt aber auf der anderen Seite auch zur Unsicherheit. Wo alles möglich ist und die Grenzen der Moral ausgehebelt wurden, gibt es auch keine Grenzen mehr. Wer begrenzt unseren Konsum, wenn nicht wir, durch unsere Moral? Wer hält uns davon ab, pro Woche 20 kg Fleisch zu essen und uns mit Süßigkeiten vollzustopfen? Bestimmt nicht das Geld, bestimmt nicht der Mangel an Lebensmitteln- sondern nur wir selbst.</p>
<p>Die Befreiung von der öffentlichen Moral und den äußeren Grenzen ruft automatisch unsere Verpflichtung zu einer inneren Moral wach. Die innere Moral ist oft der einzige Pfeiler, der uns geblieben ist. Er muss unweigerlich wachsen, wenn wir nicht in der Fülle der Möglichkeiten untergehen und völlig den Halt verlieren wollen.</p>
<p>Der Mensch, so frei wie er auch ist, kann nicht ohne Moral leben. Die Moral, hat im Guten einen wichtigen Zweck: Sie ist Wegweiser und höhere Instanz, die die Dinge bewerten kann. Sie muss flexibel und darf nicht dogmatisch sein.</p>
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		<title>Die Illusion des Virtuellen</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/10/die-illusion-des-virtuellen/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 10:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Aufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Freier Geist]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>

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		<description><![CDATA[woher kommt meine partielle Blogmüdigkeit?
Im Moment hat sich bei mir so etwas wie eine gewisse Blogmüdigkeit breit gemacht. Das ist an sich nichts ungewöhnliches oder schlimmes und wer das Blog länger liest, weiß, dass ich das regelmäßig habe. Ich will eben keine Maschine sein, die jeden Tag 20 Artikel raushaut, um dann in irgendwelchen Listen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>woher kommt meine partielle Blogmüdigkeit?</em></p>
<p>Im Moment hat sich bei mir so etwas wie eine gewisse Blogmüdigkeit breit gemacht. Das ist an sich nichts ungewöhnliches oder schlimmes und wer das Blog länger liest, weiß, dass ich das regelmäßig habe. Ich will eben keine Maschine sein, die jeden Tag 20 Artikel raushaut, um dann in irgendwelchen Listen ganz oben zu stehen. Nein, der philosophische und menschliche, vielleicht auch persönliche Anteil war mir in den Texten immer wichtig gewesen. Ich denke, man kann Texte nur gut schreiben, wenn man einen großen Anteil eigener Person „untermischt“ und auch ganz explizit persönliche Anteile und Gedanken mitteilt. Würde man das nicht machen, kann man gleich zur News-Maschine werden, über SPON und die ganzen anderen Nachrichten-Portale eilen, das beste zusammenpicken und dann einen Zweizeiler dazu schreiben. Sicherlich ist das auch eine interessante Form des Bloggens, aber es liegt mir persönlich nicht. Ich möchte in eine News einsteigen, ich möchte die Tiefe ergründen, ich möchte Menschen (und vor allem mich selbst) zum umdenken bewegen.</p>
<p><strong>Schwarz, weiß oder bunt?</strong></p>
<p>Das ist nicht immer ganz leicht. Nehmen wir z.B. die Integration-Debatte, die es derzeit in den Medien gibt. Obwohl wir im Land mit der Geschichte größter Grausamkeit im Namen der Andersfeindlichkeit leben und wir über 60 Jahre Aufklärung, Geschichtsstunden und Museen über unsere dunkle Vergangenheit haben, eine Grüne Partei die stärker als je zuvor ist, gibt es immer noch genügend Menschen, die ausländerfeindlich sind, Stammtisch-Parolen raushauen, über Hartz IV-Empfänger schimpfen und alle recht ungeschickt mit dem farbenfrohen Malkasten der gängigen Klischees hantieren.</p>
<p>Und die politische Kultur erscheint mir in allen Bereichen so einseitig. Es gibt kaum noch vernünftige Mittelwege. Der Streit um Stuttgart 21 hat das ganz gut gezeigt, wie verhärtet die Fronten sind und dass es für viele Menschen nur noch schwarz/weiß gibt.</p>
<p>Es gibt daher keine Partei, aber vor allem auch keine politische Denkrichtung, der ich mich vorurteilsfrei und mit gutem Gewissen anschließen kann. Wenn ich darüber blogge, dann liebe ich es, <em>beide </em>Seiten einzunehmen.. mich in der Mitte beider Gedankenfäden eine Weile zu verirren und am Ende in einer Idee wieder zu finden, die ich vorher so nie erwartet hätte.</p>
<p>Warum kann man nicht gegen Atomenergie, für höhere Hartz IV-Sätze, aber auch für ein Wirtschaftsprojekt wie Stuttgart 21 sein?</p>
<p>Warum kann man sich nicht für einen Mindestlohn starkmachen, aber gleichzeitig die Unternehmen steuerlich entlasten? Warum kann man nicht das Renteneintrittsalter heraufsetzen und die gezahlten Renten dafür erhöhen? Warum kann man nicht gegen Ausländerfeindlichkeit sein, aber sich dennoch eine „gute Integration“ (z.B. Deutschkenntnisse) wünschen?</p>
<p><strong>Der Mainstream lenkt die Aufmerksamkeit</strong></p>
<p>Warum werde ich durch den Mainstream der Gedanken und Medien dazu gezwungen, mich immer auf eine einzige Linie zu schlagen? Reichen denn fünf oder sechs Parteien aus, um die ganze Vielfalt des Menschen und seiner Gedanken und Meinungen wider zu spiegeln? Ich denke nein.</p>
<p>Und das ist der Grund, warum ich derzeit wenig Lust auf das Bloggen, vor allem das politische Bloggen habe. Ich kann nur „erfolgreich“ sein, wenn ich bestimmte Klischees bediene und mich auf eine Linie festlege, die derzeit alle vertreten. Das engt den freien Geist aber ein. Ich möchte weiterhin vorurteilsfrei, parteienlos und klischeelos urteilen dürfen. Oder ich möchte eine Zeit lang das eine Klischee bedienen um kurzerhand zum anderen zu springen um damit die Absurdität des Ganzen zu verdeutlichen.</p>
<p>Aber es ist natürlich vermessen, zu erwarten, dass andere Menschen diese Meinung teilen oder man gar jemand mit dem eigenen Tun „überzeugen“ kann. Es geht nicht darum, ob man sich Mühe gibt, sondern darum, ob man Erfolg hat.</p>
<p>Überzeugen lässt sich per se niemand. Überzeugung, egal wie man sie äußert oder vertritt, ist auch immer Manipulation und Einflussnahme, es gibt keine „gute Überzeugung“, die ohne einen egoistischen Anteil auskommen würde.</p>
<p><strong>Die Rolle der Blogs</strong></p>
<p>Das bringt uns zur anderen Frage: Was können Blogs, oder vor allem: was sollen Blogs? Soll ich weiterhin über mein Privatleben schreiben und hin und wieder einen zusammengestellten Alltagsbericht „produzieren“?  Soll ich mich politisch engagieren oder lieber ganz aussteigen und zur Nicht-Wählerin mutieren? Soll ich eine direkte Ansprache wählen, soll ich mich bemühen, jemand zu belehren und zu bekehren?</p>
<p>Ich denke inzwischen, dass man das alles nicht kann, ohne sein Gewissen zu verbiegen. Die Begründung ist ganz einfach: Die Mainstream-Medien erzeugen Aufmerksamkeitswellen, verstärkt durch soziale Netzwerke wie Twitter oder Nachrichten-Portale mit vielen Besuchern. Die tägliche News ist das Geschäft, nicht das tiefgehende Sinnieren über eine News oder gar die Diskussion mit Menschen untereinander, die darüber nachdenken und auf Augenhöhe austauschen wollen. Wir als Blogger wiederholen also nur diese News und kommentieren sie allenfalls, falls wir überhaupt diese Kapazitäten haben, um jede einzelne News auch in ihrer vollen Länge geistig-mental und mit großem Sachverstand und umfangreichem Allgemeinwissen zu „durchleuchten“. Wenn wir das wollen und könnten, würde es ganz gewiss ein Fulltime-Job werden.</p>
<p>Wir dringen in Normalfall niemals in die Tiefe. Die News-Welle überrollt uns alle und bindet die Aufmerksamkeit. Nehmen wir die Vorurteile und die Klischees. Wie kann man sie ändern? Ganz bestimmt nicht über eine Klischee- oder Anti-Klischee-Welle, weder über  rechts-ruck Unternehmerfreund- und Anti-Hartz Parolen, noch über das gutmenschen-linksgerichtete, Korksandalen-tragende, frauenfreundliche, sozialistische Gemengelage..</p>
<p>All das bringt den Menschen nicht weiter und all das ändert eine Gesellschaft nicht. Indes, wir bauen einfach neue Fronten auf, wir lernen dabei unseren Mitmenschen niemals kennen. Wir ärgern uns über diese schlechte Welt, bemerken aber nur selten, dass <em>wir </em>es mit unseren Gedanken sind, die sie täglich neu erfinden. Wie in einer Matrix sehen wir die Welt durch einen Schirm, aber wir sehen nicht die Welt, so wie sie eigentlich ist. Wir sind blind geworden für die Realität, weil unsere Meinung sich über die Schirme und die Buchstaben bildet.</p>
<p>Wir erschaffen uns schlechte Menschen, wenn wir blutrünstige Krimis mit paranoiden Persönlichkeiten „konsumieren“. Wir sind es, die ausländerfeindlich sind, wenn wir hinter vorgehaltener Hand über ein Kopftuchmädchen lästern. Wir sind es, die die Leser betrügen, wenn wir uns freundlich und offen geben, aber hinterrücks vielleicht 2.000 Identitäten besitzen. Es ist nie „die Gesellschaft“ die schlecht ist, es sind auch nicht „die Politiker“, es sind weder „die Unternehmer“ noch „die Frauen“, es sind auch nicht die „Rentner“, nicht „die Machos“ und auch nicht die Spontis, Radikalen, Rassisten, Extremisten und wie sie alle heißen.</p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Es sind einzig und allein <em>wir</em>, der einzelne Mensch, der das Zünglein an der Waage ausmacht. Und es ist eine große Last, das im vollen Ausmaß zu erkennen und zu akzeptieren. Die Aufklärung hat uns mündig gemacht, aber gleichzeitig mit hoher Verantwortung für uns selbst und die Gesellschaft beladen.</p>
<p>Der einzelne ist aber nur schwer zu erfassen, also verallgemeinern wir. Vereinfachen wir uns die Sicht, in dem wir das geliebte Werkzeug der Abstraktion benutzen. Wir teilen das Individuelle auf und fassen es in überschaubaren Gruppen zusammen. In immer kleineren Gruppen, bis nur noch ein Satz übrigbleibt, ein Gedanke. Vielleicht ein ausländerfeindlicher Gedanke, vielleicht ein feministischer Glaube oder eine religiöse Überzeugung. Aber stets, nur kleine Fragmente eines großen Ganzen, aufgeladen mit mentaler Energie, geschärft durch das Feuer des Wortes, und emotional-eisig wie der nahende Winter.</p>
<p>All das macht nicht frei. Im Gegenteil, es macht müde. Man dreht sich und dreht sich und bleibt doch auf der Stelle. Es gibt kein Entkommen, die Menschen sind eben schlecht, die Gesellschaft egoistisch und geizig. Das Gute zahlt sich nicht aus, also warum noch an das Gute glauben?</p>
<p>Und was soll der einzelne Blogger schon dagegen machen? Er beobachtet, er schreibt und er ändert doch nichts.</p>
<p>Er kann nichts ändern, weil sich nur die Menschen selbst ändern können. Es ist nicht die News-Welle, die zu Glück führt, sondern nur das eigenständige Denken und das unmittelbare Wirken im Jetzt. Es gibt nichts darüber hinaus, was nicht den Deckmantel und die Illusion des Virtuellen hätte.</p>
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		<title>Nichts ist jemals wirklich fertig</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/05/nichts-ist-jemals-wirklich-fertig/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 20:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Abschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die letzten zwei Tage hat mich eine hartnäckige Virus-Erkrankung, die sehr plötzlich kam, etwas ausgebremst. Pünktlich zum Wochenende standen der Fließschnupfen, die Gliederschmerzen und die allgemeine Schlappheit vor der Tür und haben meinen normalen Plan vom Leben erstmal wieder aus der Bahn geworfen.
Aber habe ich überhaupt ein Plan? Manchmal zweifle ich doch sehr daran, ob [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/Zugblick1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2150" title="Zugblick1" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/05/Zugblick1-300x195.jpg" alt="Blick aus dem fahrenden Zug auf Schienen und Wolken in der Sonne" width="300" height="195" /></a></p>
<p>Die letzten zwei Tage hat mich eine hartnäckige Virus-Erkrankung, die sehr plötzlich kam, etwas ausgebremst. Pünktlich zum Wochenende standen der Fließschnupfen, die Gliederschmerzen und die allgemeine Schlappheit vor der Tür und haben meinen normalen Plan vom Leben erstmal wieder aus der Bahn geworfen.</p>
<p>Aber habe ich überhaupt ein Plan? Manchmal zweifle ich doch sehr daran, ob ich überhaupt <em>irgendeinen </em>Plan habe. Vor allem, wenn die Schaffens- Energie nach der allgemeinen Flaute wieder frei wird und man sich dann die ewig gleiche Frage stellt „Wo fange ich überhaupt an?“</p>
<p>Ich hab tausend Projekte angefangen und auf sehr viele Sachen paradoxerweise meist gleichzeitig Lust. Meistens fang ich mit einer Riesen-Begeisterung an und mache die Sache dann zwei, drei Tage – bis mich die Motivation fast schlagartig verlässt und ich etwas ganz anderes machen möchte. Und so hangel ich mich von „Projekt“ zu „Projekt“ und nichts wird jemals richtig fertig. Ich erringe überall nur Teilsiege, kleine Fragmente meines Schaffens und sie reihen sich leise nebeneinander, aber doch ohne je richtig beachtet zu werden oder einen messbaren „Erfolg“ zu erzielen. Denn wie definiert man Erfolg im engeren Sinn? Wenn es mir genützt hat, wenn es z.B. im Netz steht und betrachtet werden kann, ist es dann nicht genug? Wenn es jemand gelesen hat, wenn es jemandem den Tag erhellt oder vielleicht sogar verdunkelt, hinterfragt und am Ende geholfen hat? Oder wenn es einfach nur steht, schwarz auf weiß, ohne Ufer, ohne Halt im ewigen Meer der fließenden Bits und Bytes?</p>
<p><span id="more-2149"></span></p>
<p>Oder muss ich erst Geld dafür sehen, dass es mir etwas „wert“ ist? Muss ich erst ein oder zwei Berichte in der Tageszeitung über mein Schaffen lesen, bis ich mich damit wohl fühlen kann, was ich bin und jeden Tag neu erschaffe?</p>
<p>Nein, das Schaffen ist mir meist genug und das ist in gewisser Hinsicht fatal und einseitig. Wenn es auf der anderen Seite auch sehr zu Zufriedenheit und Ausgeglichenheit führen <em>kann</em>.</p>
<p>Das Schlimme an dieser Selbst-Zufriedenheit ist: In mir ist keine Stimme, die mich dazu zwingt, etwas wirklich zu Ende zu machen. Denn die Dinge haben oft kein Ende, sie entwickeln sich von selbst weiter, sie leben, wenn man sie anfässt und sie sterben, wenn man sie zu einem künstlichen Ende zwingt.</p>
<p>Ich liebe diese angefangen Projekte, bei denen ich jederzeit wieder einsteigen kann, die wie offene Bauklotz-Kisten im Spielzimmer herumstehen, bei Bedarf hervorgekramt  und bei Nicht-Gefallen wieder mit einem Fuß unter den Tisch geschoben werden können.</p>
<p>Ob das nun angefangene Bücher sind, bei denen ich mir irgendeinen Plot ausgedacht und Wochen später wieder verworfen, nicht ganz fertig komponierte Musikstücke, verstaubte handgezeichnete Skizzen, Webseiten-Projekte, ein Buch, dass mich kurz in seinen Bann zog- nur um kurze Zeit später wieder von einem Computerspiel abgelöst zu werden, dass dann nie ganz zu Ende gespielt wurde. Alles ist angefangen, nichts ist fertig. Alles steht halbgar, halboffen herum und alles ist jederzeit bereit, mein Leben (und das von anderen) in kürzester Zeit in jede erdenkliche Richtung zu verändern. Für mich ist das echte Freiheit und deswegen kann ich vermutlich nicht davon lassen..</p>
<p>Die ständigen Koch- und Putz- Arbeiten am Haushalt? Sie halten meistens nur ein oder zwei Tage und sind dann im Chaos des Lebens und der Neu-Verschmutzung oder im Angesicht des Aufgegessen-Werdens unwiederbringlich verloren!</p>
<p>Erfrischender und nachhaltiger sind da die Renovierungsarbeiten, die man täglich neu sehen, anfassen und nutzen kann: Jawohl, diese Tür habe ich gestrichen und jeden Tag gehe ich durch sie hindurch. Sie quietscht nicht mehr, da sie geölt wurde. Der Boden strahlt im neuen Glanz, die Gerüche haben sich verändert, die Architektur wurde angepasst.</p>
<p>Ich sehe durch das Fenster und freue mich über die frisch aussehende Fassade, die wir in einem Kampf mit uns selbst vor ein paar Jahren von oben nach unten und unter vielen Schweißperlen und Stöhnen zu Ende gestrichen haben.</p>
<p>Sicher, wenn man hier den Rahmen nur weiter steckt, kommen unweigerlich die Fragen: Wie lange wird das Haus noch stehen? Wird es in 50, 60, 100 Jahren noch in dieser Form existieren?</p>
<p>Wird es dann jemand nützen? Oder steht dann hier ein Supermarkt und das ehemalige Haus wurde abgerissen und der Boden dient den Menschen nun als langweiliger Parkplatz? Ein Parkplatz, wo einst Leben wohnte?</p>
<p>Ist der Rahmen nur weit genug, löst sich letztendlich alles, aber auch alles wofür die Menschen kämpfen, streben und sich sehnen, in Wohlgefallen auf. Das ist wohl das traurige Los des endlichen Lebens in einem unendlichen Kosmos.</p>
<p>Die Kunstwerke, selbst wenn sie schlecht oder unvollkommen sind, haben einen nachhaltigen Wert. Ich kann sie immer wieder herauskramen oder im Blog durchlesen- was ich paradoxerweise selten mache. Meistens schreibe ich irgendwas, was mir gerade in den Sinn kommt und vergesse die alten Texte. Ich bin sogar manchmal sehr erstaunt, wenn ich alte Texte von mir hervorhole und dann merke, wie ich „damals“ gedacht habe- es ist abgeschrieben, nicht mehr in meinem Kopf, zu klein ist der wichtige Speicher des Augenblicks- zu wenig kann er fassen, und das ist vielleicht auch gut so.</p>
<p>Denn wenn uns die biologische Natur schon vorgibt, dass das wirklich wenigste wirklich jetzt ist und so abgeschnitten von den ganzen Hilfsmittel des Schreibens, des Netzes, der Archivierung- was zählt mehr, als der Augenblick, das Sein im Jetzt?</p>
<p>Nur das Jetzt ist wirklich wichtig und nichts ist jemals wirklich „fertig“.</p>
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		<title>Sinn</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/03/sinn/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 10:31:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Dasein]]></category>
		<category><![CDATA[Metaphysik]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>
		<category><![CDATA[SoSein]]></category>

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		<description><![CDATA[„Sinn“ kann so vieles im Leben machen. Es ist sehr abhängig von der eigenen Einstellung, vom Charakter, von den gelebten Erfahrungen, von den Eltern, Verwandten und Freunden, die uns alle mit ihren Meinungen prägen.
Nicht immer ist der Sinn, von dem wir glauben oder gar „fühlen“, dass es der Richtige ist, auch der gesellschaftlich anerkannte oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Sinn“ kann so vieles im Leben machen. Es ist sehr abhängig von der eigenen Einstellung, vom Charakter, von den gelebten Erfahrungen, von den Eltern, Verwandten und Freunden, die uns alle mit ihren Meinungen prägen.</p>
<p>Nicht immer ist der Sinn, von dem wir glauben oder gar „fühlen“, dass es der Richtige ist, auch der gesellschaftlich anerkannte oder einfachste Weg. So haben Jugendliche oder Studenten oft einen sehr starken Sinn für Gerechtigkeit, für Freiheit und das Gute im Menschen- doch wenn man Erfahrungen im Leben macht, wird man bald feststellen, dass die Welt oft ganz anders funktioniert und es teils heftige Widerstände gegen eigentlich „gute Überzeugungen“ gibt.</p>
<p>Von der Gesellschaft allgemein akzeptierte Sinn-Lösungen sind z.B. Kinder kriegen, Heiraten, einen guten Job haben, befördert werden, Sicherheit im Alter, ein Haus bauen. Vielleicht noch Erfolg im Sport, im Vereinswesen oder in der Politik.</p>
<p><span id="more-2073"></span></p>
<p>Die Gesellschaft funktioniert dabei sehr außen gerichtet und wie ich finde, auch oberflächlich. Die wichtigen metaphysischen Sinnfragen sind nämlich Fragen, die das Wesen, das Sein des Menschen im Kosmos betreffen und dafür gibt es keine einfachen Antworten.</p>
<p>Wenn ich mir vornehme, ein Jahresgehalt von XY Euro zu verdienen oder Position Z im Unternehmen X zu bekommen, ist das ein Ding der praktischen Möglichkeit. Auch die Zielsetzung, genau 2,5 Kinder im Jahresmittel in die Welt zu setzen, kann ein Ding der Tat werden.</p>
<p>Darüber hinaus gibt es die viel weicheren Glaubensfragen, wie z.B. „wie erreiche ich Glück“ oder „Was ist der Sinn des Lebens“, „Gibt es einen Gott“,  usw.</p>
<p>Diese Fragen führen im Allgemeinen viel weiter und über die praktischen Begrenzungen des Lebens hinaus. Es liegt in ihrer Natur, dass sie erstmal zu Unsicherheit führen, weil sie den Horizont erweitern und das Bestehende bewusst in Frage stellen. Sie sprengen einen festen Rahmen, der vielleicht auch ein Fundament gewesen ist. Daher sind die Widerstände so groß und darum denken nur die wenigsten Menschen wirklich offen darüber nach.</p>
<p>Wenn jeder manchen würde, was er wollte, hätten wir ein heilloses Durcheinander, keiner würde mehr arbeiten, der Staat als System mit Steuern und der aufgezwungenen Unfreiheit der Arbeitnehmer, Rentenzahler usw. würde nicht mehr funktionieren. Wir würden aus der Ehe ausbrechen, die gesellschaftlichen Gefüge wären ziellos, unberechenbar und jeder wäre sich selbst der Nächste.</p>
<p>In vieler Hinsicht steuert unsere Gesellschaft darauf zu, da es im Menschen meistens einen unstillbaren Durst nach Freiheit und „Erleuchtung“ gibt. Allerdings werden dann solche Ideen, die mehr Freiheit für den Einzelnen ermöglichen, wie z.B. das bedingungslose Grundeinkommen, nicht so einfach durchgesetzt. Das vielleicht stärkste Gegenargument beim Grundeinkommen ist immer die Aussage „dann würde ja jeder machen, was er wollte“ und „nichts würde mehr funktionieren, keine würde mehr arbeiten“. Dabei vergisst man aber, dass Menschen oft viel besser und produktiver arbeiten, wenn sie nicht gezwungen werden und etwas machen können, dass sie voll und ganz ausfüllt. Nicht das End-Produkt muss immer die Zielsetzung sein, nicht die schwarze Zahl auf irgendeinem belanglosen Papier. Sinn beim Arbeiten entsteht auch oft aus der Freude an der Arbeit, aus der Freude am So-Sein. Die Produktivität ist dann ein Faktor, der nebenbei anfällt und nicht erzwungen wird.</p>
<p>In unserer heutigen Denkweise und Wirtschaftswelt leider noch fast völlig undenkbar. Die alten Muster, die Disziplin und die Unterjochung des freien Geistes von Arbeitnehmern, vor allem der schlecht ausgebildeten, überwiegt.</p>
<p>Die „totale Freiheit“ ganz ohne einen bestimmten Rahmen muss nicht unbedingt zu Glück führen. Denn wo man erstmal aus Strukturen heraus gelöst ist, löst sich auch der Sinn auf. Wenn man morgens zur Arbeit geht, weiß man, warum man überhaupt aufstehen soll. Wenn man Kollegen trifft, weiß man, warum man arbeitet. Wenn das Gehalt da ist, weiß man wofür sich die Plackerei gelohnt hat. Wenn man dann mit der Ehefrau/ dem Ehemann einkaufen geht und sich was leisten kann, weiß man, wofür man Geld verdient. Wenn dann noch Kinder in der Welt sind, usw.</p>
<p>Ein Sinn entsteht meistens aus der Abhängigkeit im Leben von anderen und dem Gefühl, in diesem Gesamt-Gefüge etwas Gutes zu tun.</p>
<p>Wenn wir uns nun z.B. dem totalen Drogenrausch hingeben würden und unsere materielle und geistige Freiheit, das „Ausflippen“ genießen würden, wäre das kurzfristig schön und befreiend. Aber langfristig wären wir so losgelöst von allem und jeden und würden immer einsamer werden. Die anfängliche Freiheit würde sich zu einem Gefängnis, zur Sucht wandeln und wenig später zum sozialen Abstieg führen.</p>
<p>Für mich entsteht der Sinn im Leben dann, wenn ich genügend Zeit und Möglichkeiten habe, mich persönlich weiterzuentwickeln, kreativ und selbstständig arbeiten kann, mit meiner Arbeit etwas bewege, in der Gesellschaft vorwärts komme und dennoch nicht unfrei bin.</p>
<p>Der perfekte Weg zum Sinn ist daher eine eher wage Zielsetzung, die sich irgendwo zwischen die Extreme von völliger Losgelöstheit und engstirniger Disziplin-Erfüllung ansiedelt.</p>
<p>Und auch die Themen des Sinns können sich grundlegend wandeln: Mal ist es die Liebe, mal die Arbeit, mal die Familie, mal die eigene Schönheit, mal der Glauben, mal das Auto, mal der Computer, mal die Freunde, mal die Netzwerke und mal die Einsamkeit.</p>
<p>Der Sinn ist erreicht, wenn du glücklich geworden bist, mit dem was du tust.</p>
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		<title>Erinnerungen und Zukunft</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2009/08/erinnerungen-und-zukunft/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 10:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was reizt eigentlich so an der Vergangenheit?
Erinnerungen sind für uns die eigentliche Methode zu begreifen, dass wir ein Leben haben, dass wir eine Identität im Rausche der Entwicklungen und Veränderungen besitzen. Dass unsere Seele, das Zentrum unserers Erlebens der Anker unseres Leben ist, um den sich alles herum aufspannt.
Erinnerungen sind eine Art Landkarte oder Kompass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was reizt eigentlich so an der Vergangenheit?</p>
<p>Erinnerungen sind für uns die eigentliche Methode zu begreifen, dass wir ein Leben haben, dass wir eine Identität im Rausche der Entwicklungen und Veränderungen besitzen. Dass unsere Seele, das Zentrum unserers Erlebens der Anker unseres Leben ist, um den sich alles herum aufspannt.</p>
<p>Erinnerungen sind eine Art Landkarte oder Kompass für das zukünftige Leben. Menschen, die keine Erinnerung haben, können sich auch im echten Leben nicht oder nur sehr schwer orientieren (z.B. bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amnesie" target="_blank">Amnesie</a> ). Es ist durchaus sinnvoll, die eigenen Erinnerungen regelmäßig wachzurufen. Man kann sie zwar nicht ändern, erlebt sie mehr wie ein Film, man kann aber die emotionalen Reaktionen, die damit verknüpft sind, ändern und rückwirkend den Blickwinkel der Betrachtung justieren.</p>
<p>Vieles, was man früher erlebt hat, sieht man mit dem neuen erwachsenen Bewusstsein der Gegenwart nüchterner, reifer und verändert. Fehler, die man gemacht hat, kann man korrigieren, vielleicht darüber lachen.</p>
<p>Der Mensch hat nur die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Die Vergangenheit ist das Material, mit dem die Erfahrungen und das logische Denken arbeiten kann, die Gegenwart erwartet schnelle Reaktionen und Entscheidungen und die Zukunft ist völlig unbekannt. Dennoch ist es möglich, aus den Erfahrungen der Vergangenheit Muster und Erwartungen für die Zukunft auszurechnen, abzuschätzen und an mögliche Wege zu &#8220;glauben&#8221;.</p>
<p>Wenn wir nicht in der Lage wären, völlig unbekannte Wege zu gehen, wenn wir uns nicht trauen würden, auch mal das völlig unbekannte zu wagen, würden wir immer nur im Kreis gehen und nie wirklich vorwärts kommen oder wachsen.</p>
<p>Ältere Menschen schwelgen gerne in Vergangenheit, manchmal sieht es so aus, als ob dies ein besonderes Kennzeichen für Alter ist. Bei diesen Menschen ist ein Gespräch auf Augenhöhe oft unmöglich, sofort fangen sie an, aus ihrem reichen Erfahrungsschatz Vorträge und Beispiele aufzuzählen, die gelebte Erinnerung überdeckt die Gegenwart. Jüngere Menschen fühlen sich dann schnell bevormundet und übergangen, denn bei ihnen ist es umgekehrt: Wenn man jung ist, möchte man <em>selbst </em>Erfahrungen sammeln, möchte man <em>unbedingt </em>in das Unbekannte und kann es nicht schnell genug erwarten.</p>
<p>Vielleicht ist das der Grund, warum der Generationen-Dialog manchmal so schwierig ist?</p>
<p>Wohin mit den vielen Erinnerungen, die das Leben so zu bieten hat? Mir scheint, das Schreiben und das Reden sind ganz gute Möglichkeiten. Oder man übt einen Beruf aus, der sich mit solchen Themen beschäftigt: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arch%C3%A4ologe" target="_blank">Archäologe</a> , <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Archivar" target="_blank">Archivar</a>, Geschichtslehrer, Autor, Traumforscher, Seelenklempner&#8230;</p>
<p>Oder doch lieber <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Futurologie " target="_blank">Futurologe</a>? Wissenschaftler, Astronaut, Visionär?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bloggen und Vernetzen</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2009/08/bloggen-und-vernetzen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Aug 2009 10:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Bloggen]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Teil 3, Teil 2 und Teil 1
Ja, mal wieder ein Artikel übers Bloggen. Es kann nicht genug geben, denn &#8220;Über das Bloggen&#8221; bloggen bedeutet, das Sein zu betrachten und die unmittelbare Welt der Gegenwart zu analysieren. Da sich diese ständig wandelt und man auch ständig neue Eindrücke zurückerhält, kann es nicht schaden, in regelmäßigen Abständen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><a href="../2009/09/bloggen-und-vernetzen-teil-3/">Teil 3</a>,<a href="../2009/08/bloggen-und-vernetzen-teil-2/"> Teil 2</a> und <a href="../2009/08/bloggen-und-vernetzen/">Teil 1</a></p>
<p><em>Ja, mal wieder ein Artikel übers Bloggen. Es kann nicht genug geben, denn &#8220;Über das Bloggen&#8221; bloggen bedeutet, das Sein zu betrachten und die unmittelbare Welt der Gegenwart zu analysieren. Da sich diese ständig wandelt und man auch ständig neue Eindrücke zurückerhält, kann es nicht schaden, in regelmäßigen Abständen über das Bloggen selbst zu rekapitulieren. Es ist letztendlich Philosophie über eine moderne Kommunikationskultur und berührt auch andere, klassische Formen der Kommunikation und der sozialen Realität.</em></p>
<p>Bloggen ist zu einhundert Prozent eine soziale Angelegenheit. Ohne die Vernetzung, ohne die Kommentare hat ein Blog keinen Wert. Wenn man sich aber vernetzen will, ist es man darauf angewiesen, sich in die Gedanken anderer Blog-Autoren zu versetzen und zu versuchen, an deren Charakter und deren Geschriebenes anzuknüpfen.</p>
<p>Es ist ein wenig paradox: Die Blogs leben von der Vernetzung und der offenen Diskussionskultur, aber letztendlich schreibt immer nur ein Autor- in nur wenigen Blogs teilen sich die Bühne mehrere Autoren.</p>
<p>Das Blog als Technik begünstigt also eine gewisse narzistische Denkweise, verlangt aber wiederum vom Autor, dass er sich zu vernetzen hat.</p>
<p>Und was ist mit den stillen Vertretern der Szene, die sehr gute Gedanken haben, aber nicht die Fähigkeit oder Lust, auch im starken Wettbewerb mit anderen zu bestehen? Was ist mit den Geschlechtern, wo es immer mal wieder Studien gibt, dass Frauen dem offenen Wettbewerb <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article4376869/Wie-duemmere-Maenner-schlauere-Frauen-ueberholen.html " target="_blank">eher aus dem Weg gehen</a> als Jungen?</p>
<p>Letztendlich sind Blogs genauso real und verhalten sich ähnlich wie Gespräche unter Menschen.</p>
<p>Es gibt soziale Schichten und es gibt naturgemäß mehr Leute, die einfach aus ihrem Privatleben erzählen und tendenziell wenige, die sich für so ehrbare Werte wie &#8220;soziale Gerechtigkeit&#8221; oder &#8220;politische Aufklärung&#8221; einsetzen.</p>
<p>Viele Blogs sind reine Spaßblogs oder mischen die Themen einfach bunt durcheinander.</p>
<p>Dann gibt es noch die breite Front kommerzieller Blogs, die zahlenmäßig ein großes Gewicht haben und die die rein privaten Blogs zurückdrängen. Die Angst, die von den Medien über die Veröffentlichung privater Inhalte in der Öffentlichkeit geschürt wird, verbessert die Lage für private Blogger nicht gerade. Ein ehemals beliebtes Medium wird an die Wand diskutiert und schlecht geredet.</p>
<p>Es gibt keine richtige Linie bei Blogs und Bloggern und daher können auch Freundschaften recht schnell wieder zerbrechen. Der Aufwand, den man verhältnismäßig in die Vernetzung stecken muss, ist sehr hoch. In dieser Zeit kann man keine eigenen Artikel schreiben. Wenn man pro Tag nur eine Stunde für das Bloggen reservieren kann, ist diese sehr schnell aufgebraucht. Daher ist die Frage, was ist besser? Soll ich neue Blogs suchen, bei anderen kommentieren und an der Blogroll arbeiten? Oder überlege ich mir im stillen Kämmerlein meine Gedanken und betreibe Nabelschau?</p>
<p>Wenn ich wachsen und mich vernetzen will, bleibt die Frage: Wohin will ich gehen? Wo sollen die Schwerpunkte liegen, was ist wichtig, was ist unwichtig?</p>
<p>Suche ich mir Leute, die über ähnliche Themen bloggen oder bevorzuge ich liebe das harte Kontrastprogramm?</p>
<p>Ein guter Ansatz kann es sein, wenn man über menschliche Probleme schreibt, die einen belasten. Über dieses Leiden kann Gemeinsamkeit aufgebaut werden und zugleich schafft man Mehrwert für gesellschaftliche Themen, die sonst kein Gehör finden würden. Die natürliche Hemmschwelle bleibt aber die veröffentliche Privatspähre und die Tatsache, dass man jederzeit anonym beobachtet werden kann und sich eventuell &#8220;zum Idioten macht.&#8221;</p>
<p>Außerdem bekommt man dann schnell den Ruf eines Problem-Bloggers und wer will schon mit Problemmenschen was zu tun haben? Wollen wir nicht alle hochwertige Kontakte und steigt mein eigener Wert nicht in Relation zu meinen eigenen Kontakten und anderen Ressourcen, die ich verteilen kann?</p>
<p>Es liegt nicht jedem Menschen gleich gut, sich so öffentlich zu entblößen und für die seelische Stabilität ist es nicht immer ein Vorteil. Im schlimmsten Fall geht der Schuss nach hinten los und die eigene psychische Stabilität wird durch die Flucht in die Online-Welt gefährdet. (siehe z.B. Mediomans Artikel über <a href="http://www.medioman.de/hartmut/facebook-und-mafia-wars-2/" target="_blank">Online-Spiele</a> )</p>
<p>Ein Mangel an Rückmeldung, zu wenig öffentlich geäußerte Zuneigung und Anteilnahme scheint ein gesellschaftliches Problem zu sein, dass bezeichnend für unsere Zeit ist.</p>
<p>Unsere Gesellschafts-Struktur wird immer kleiner und die Tendenz geht zu kleinen oder Single-Haushalten. Normale soziale Kontakte, die frei von Wettbewerbs-Denken oder Eifersucht sind, eher selten. Aufmerksamkeit eine Ressource, die kostbar verteilt ist und sich meist nur dann vermehrt, wenn man selbst viel davon geben kann.</p>
<p>Das Bloggen an sich ist im besten Fall ein Schritt aus der Isolation heraus, eine Vorbereitung auf das echte Leben, aber es ersetzt die echten menschlichen Gefühle nicht und kann nur eine Art Spiel sein, bei dem übt, sich im sozialen Sinn richtig zu verhalten.</p>
<p>Zudem trainiert man sein Gedächntis, die Sprachfähigkeit und das Gewissen.</p>
<p>Ein Bloggen ohne Gewissen ist wie Schreiben ohne Füller.</p>
<p>Ein Blog ohne Vernetzung ist wie ein Haus ohne Stromanschluss und ohne fließendes Wasser.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Haben oder Sein?</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2009/07/haben-oder-sein/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 10:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Haben]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut dieser Klassiker auf unsere heutige Zeit passt- und der fromme Wunsch von Erich, dass sich schon bald etwas zum Guten wendet und die junge Generation (der siebziger Jahre) es vermag, Veränderungen in den materiellen/ seelischen Bereichen herbeizuführen sind leider (noch) nicht eingetroffen.
Das Buch, dass ich auszugsweise, quer und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=F5E191&#038;fc1=000000&#038;lc1=C30F3A&#038;t=jabl-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;asins=342334234X" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut dieser Klassiker auf unsere heutige Zeit passt- und der fromme Wunsch von Erich, dass sich schon bald etwas zum Guten wendet und die junge Generation (der siebziger Jahre) es vermag, Veränderungen in den materiellen/ seelischen Bereichen herbeizuführen sind leider (noch) nicht eingetroffen.</p>
<p>Das Buch, dass ich auszugsweise, quer und immer mal wieder lese, ist eine komplexe Antwort auf einen ganzen Lebensstil. Es ermöglicht, diesen Lebensstil des &#8220;Habens&#8221; überhaupt zu erkennen. Es mag eine Grundlage sein, für die vielen Konsumkritiker und neuerdings &#8220;Bank/ Managerkritiker&#8221; der Neuzeit, aber es ist nicht vollständig und es ist nicht der Weisheit letzter Schluss. </p>
<p>Fromm beschreibt z.B. nicht ausführlich genug, worin die Verführungen des Habens-Typus genau liegen und warum soviele Menschen anfällig für diesen Lebensstil sind. Auch die genetischen, psychologischen Grundlagen für das Anhäufen von Dingen vermisse ich ein wenig. </p>
<p><span id="more-1341"></span></p>
<p>Das Haben an sich und ohne jegliche Argumente zu kritisieren, wäre so, als ob man einen Durstigen für das Trinken verurteilt oder dem Hungrigen das Essen wegnimmt: Es gibt natürliche Bedürfnisse nach Dingen, die nicht abzustreiten sind. Dinge sind wichtig für das Leben und es ist eine soziale Ungerechtigkeit, dass sie so ungerecht verteilt sind und sich die Lebensentwürfe (auf Grund der ungerechten Verteilung von Geld, Besitz und Kapital) so sehr unterscheiden. Nicht das Haben an sich ist schlecht, sondern wie wir damit umgehen.</p>
<p>Aus der falschen Einstellung zum Haben herausfinden kann man nur, wenn man einhundertprozentig davon überzeugt ist, dass der Weg des materiellen (wie man ihn jetzt lebt) nur ein falscher sein kann.</p>
<p>Die Buddhisten würden sagen, dass das Mittlere der beste Weg ist, dass Überfluss, aber auch Armut nicht zu Glück führen können.</p>
<p>In unserer Gesellschaft ist es sicherlich so, dass das &#8220;Haben&#8221; überwiegt, das die ganze Sphäre der Erlebnisse immer mehr davon durchzeichnet wird und das &#8220;Sein&#8221; und somit auch das Menschliche zurückgedrängt wird. Aber es sind nicht nur Fabriken, sondern eben auch die Konsumenten, Passive, Ohnmächtige, Ausgelieferte und Mitläufer des Systems. Die Fabriken würden nicht laufen, wenn nicht wir- die Käufer- mit viel Geld die ständigen Anreize für neue Produkte und Herstellungsprozesse geben würden.</p>
<p>Die Schere des Konsums scheint uns allesamt fest im Griff zu haben: Kein Gang in die Stadt, ohne mit Geld und Preisschildern konfrontiert zu werden, kein Gespräch mit Verwandten oder Freunden, dass nicht zum Thema &#8220;Preise&#8221; oder &#8220;Euro&#8221; kommt. Kein schönes Leben ohne Geld, kein Überleben ohne bezahlten Beruf. Jeder Schritt meines Lebens, ob der morgendliche Luxus mit Kaffeemaschine, der Feierabend mit dem Computer und der Urlaub unter Palmen ist ein materieller Schritt. Ohne Geld kann man (fast) nicht leben.</p>
<p>Was übrig bleibt von der Gesellschafts-Masse sind einsame Künstler und absolute Außenseiter, die mit ihrem langen Bart auf einer einsamen Insel leben. Aber sind diese ausreichend, um die Gesellschaft zu verändern? Wenn sie nur außen stehen und die Gesellschaft nicht durchtränken, sondern gleichsam von ihr isoliert werden? </p>
<p>In der Jugend kann man vielleicht so (besitzlos) leben, aber je älter man wird, desto stärker ist der Einfluss des Habens-Typus in der unmittelbaren Umgebung und je enger ist das damit aufgezwungene Korsett, dass wir uns anziehen (müssen).</p>
<p>Wo soll man ansetzen, wenn man zumindest den Kern des Buches für bare Münze hält und ihn umsetzen möchte?</p>
<p>Ich denke, die Essenz des Buches deutet darauf hin, mit dem &#8220;Haben&#8221; richtig umzugehen. Überhaupt mal zu hinterfragen, wie sehr und ob der eigene Sinn des Lebens im Anhäufen und Kaufen von Dingen besteht- und ob es darüberhinaus noch andere Konzepte und Lebensentwürfe gibt. Wie sehr wird man von anderen Menschen beeinflusst und wie kann man dagegen steuern?</p>
<p>Wieviel Besitz brauche ich und wann ist Schluss? Wann macht mein Besitz Sinn und was davon ist Überfluss und Verschwendung? Ab wann kann ich meinen Besitz mit anderen teilen und möchte ich das überhaupt?</p>
<p>Aber auch: Kauf von umweltschonenen Produkten und Einkaufen mit Köpfchen, kontra bloße Verschwendungssucht!</p>
<p>Konsum bedeutet letztendlich nichts anderes, als Belastung der Natur und Verschwendung von Energie. Alles muss über Straße transportiert werden, wir machen uns oft nicht klar, wie aufwändig und ressourcenbelastend unser Lebensstil ist.</p>
<p>Schlimm wird der Konsum und das Besitzdenken dann, wenn er sich auf andere Menschen ausweitet: Der Fabrikbesitzer besitzt seine Arbeiter, der Geldgeber lenkt mit seinem Geld die Geschicke, der Staat verteilt &#8220;unser Geld&#8221; (das ihm eigentlich nicht gehört), der Ehemann besitzt &#8220;seine Frau&#8221;, die Frau besitzt &#8220;ihre Kinder&#8221;. Jede dieser Konstellationen ist von Eigeninteressen motiviert und somit anfällig für Leid und Ungerechtigkeit. </p>
<p>Habgier führt zu niederen Emotionen, diese zu Streit und Streit im Großen zu Krieg. Wenn wir mehr verzichten könnten, würden wir den Weg zu Freiheit und Frieden ebnen. Das ist auch der Sinn der buddhistischen (oder christlichen) Askese: Verzichten macht frei.</p>
<p>Ein anderer Fall ist das Besitzen von Freunden und &#8220;Kontakten&#8221;, dass sich vor allem in der modernen Web 2.0- Welt sehr deutlich zeigt: Ich kommentiere nur bei anderen, wenn er bei mir kommentiert, die Freundschaft und Beziehung ist also eine vom Handel und Wirtschaftsdenken geprägte, aber keine auf Basis von echtem Mitgefühl und Vertrauen! Oder ich kommentiere bei anderen, um meinen eigenen Link zu präsentieren (ich spamme also Werbung).</p>
<p>Es ist sehr schwer Menschen zu finden, die vor allem im mitmenschlichen Bereich frei von Besitzdenken sind und ohne Eifersucht, Hintergedanken oder sonstige Dünkel &#8220;Freunde&#8221; sein können. </p>
<p>Hier nur das bloße Sein entgegenzusetzen und sich jeglicher Habsucht, aber auch dem Besitzt-Werden zu widersetzen, mag der richtige Ansatz sein!</p>
<p>Der Konsum und der Besitz ist unser moderner Glaube- und kaum jemand zweifelt ihn an. Ja, wir haben uns sehr daran gewöhnt, dass das Buch &#8220;Haben oder Sein&#8221; ein erster geistiger Schritt in eine andere Welt sein kann.</p>
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