Kategorie: Lyrik
Der Prophet
„Liebe gibt nichts als sich selber und nimmt nichts, als aus sich selbst heraus. Liebe besitzet nicht und lässt sich nicht besitzen, denn Liebe genügt der Liebe.“
Aus „Der Prophet“ von Khalil_Gibran
Ebenfalls zitiert im Song „Der Prophet“ von Schiller
Beginn des Endes
Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz,
Nur ein Gefühl, empfunden eben;
Und dennoch spricht es stets darein,
Und dennoch stört es dich zu leben.
Wenn du es andern klagen willst,
So kannst du’s nicht in Worte fassen.
Du sagst dir selber: »Es ist nichts!«
Und dennoch will es dich nicht lassen.
So seltsam fremd wird dir die Welt,
Und leis verläßt dich alles Hoffen,
Bis du es endlich, endlich weißt,
Daß dich des Todes Pfeil getroffen.1
~
Noch mehr von Theodor Storm hier
Anmerkungen:
- Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/3485/112 [↩]
Die Fülle des Lebens III
Persönliche Gewissensbisse und poetische Geschmacksverstärker
Kommen wir nun zum schwierigsten Abschnitt der Reihe, die persönlichen Konsequenzen aus der gewonnen Einsicht. Wenn ich an „Fülle“ denke, muss ich unweigerlich auch an mir selbst herunterschauen: Ein kleiner Bauch hat sich gebildet und kleine Fettpölsterchen aus den letzten Jahren sind dank guter Ernährung und gestiegener Kochkunst etwas mehr an Umfang gewachsen. Ich gehe gerne in den Supermarkt und ich kaufe gerne ein. Bin ich nun automatisch ein böses Konsum-Monster? Hey, ich fahre sogar Autos, ich benutze einen Computer, ich verbrauche Strom, ich mag Lichterketten und eine Festbeleuchtung im Zimmer, im Winter hab ich´s gerne warm, ich esse gerne Fleisch, ich habe ein Handy, ich trinke vorzugsweise Kaffee (der hoffentlich nicht in Dritte-Welt Ländern angebaut wird) und ich trage manchmal auch T-Shirts aus dem Discounter. Ich ernähre mich ungesund, ich gehe zu Mc Donalds, ich bin weder Mitglied in einem Umweltverein, noch in der Kirche und spenden tu’ ich nur zu Weihnachten.
Also, ich denke- ein ganz normaler Durchschnittsmensch.
Langsam
best read/ heard to „Symphony“ or „Goodbye“ by Feveria
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Langsam neigt sich die Nacht dem Geiste zu.
Langsam werden die Lichter und Geräte heruntergefahren,
können sich erholen von ihrem ewigen Getriebe.
Langsam fließt die kalte, frische Luft in die stickigen Gemächer
und umfließt schmeichelnd die Beine.
Langsam bin ich müde und die Konzentration lässt nach.
Langsam gewöhne ich mein Gehirn an das Spiel der Neuronen in der Nacht.
Wo sie nicht gelenkt, sich hüpfend, tummelnd neu verbinden
spielen dürfen wie Kinder und frei wie der Wind.
Langsam lösen sich alte Verbindungen und entstehen neue,
Langsam wird eine gute Nachricht von einer schlechten gestört.
Langsam geht der Tag zu Ende,
Langsam fällt das Denken schwer.
Langsam sehe nicht mehr schwarz und weiß,
sondern nur noch grau
und quer.
Langsam.
Langsam geht es den Bach hinunter
Langsam muss ich mich lösen, um zu fließen
Langsam muss ich loslassen, um zu gewinnen.
Über die Geißel der Wachheit, die nicht mehr lässt von mir.
Langsam,
gibt es nichts mehr Neues
und die Augen fallen endlich zu.
The human sadness
inspired by: “The sun” von Soap & Skin
Tausende sind gestorben, Tausende wofür?
Negative Energie hat dein Herz zerfressen
Negative Energie frisst deine Freude auf
Lässt dein Lächeln versteinern
und die letzte Hoffnung vergessen.
Schaust nur noch traurig in die Ferne
hast den Willen verloren, zu leben
sehnst dich nach dem Tod
doch fürchtest du ihn noch zu sehr.
Heroische Taten, die den Schmerz übertünchen sollen
Heroische Gedanken, die dem Volk gefallen
Heroische Tode, zu hunderten schon gestorben
Heroischer Unsinn, jedes Mal neu belebt.
Leidenschaft, unser letztes Vermächtnis
Alkohol, unser einziger Freund
Das Unwissen, unsere einzige Zuflucht.


