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krasser bericht und so

Mood: aggressive
Music: rammstein

Ey Alder, ey isch hap letzt was krasses gelesen und so da gings um thema bildung
die wollen das bessa machen, damit alle was lernen und so und nicht mehr so dumm sind, ey.

vor allem wier haubtschüler, wier haben ein krasses problem. schule und so und ausbildung dahinter gehd voll nicht. erst hab ich kein bock gehapt und jetzt fint ich nix, ey

ich würds voll gern papa sagen aber der ist weg, hat ne neue Schlampe
mama hat keine zeit die ist gerad beim arbeitsamt.

muss ich halt saufen
oder dem sozial-typen da vom amt eine reinhauen

lol

Reichtum

Gestern kam eine interessante Fernsehsendung über besonders reiche Menschen, also Personen, die sich vor allem über persönliche Leistung Reichtümer aufgebaut haben und jetzt zu den „Oberen Zehntausend“ gehören. Beim Schauen der Sendung wurde mir schnell klar, dass es nicht die Leistung alleine ist, die motiviert, sondern vielmehr der Reichtum und die daraus resultierenden Annehmlichkeiten und auch Freiheiten.

Der eine Mann sagte sinngemäß, wenn ihm heute danach sei, nach Timbuktu zu fliegen, mache er es halt einfach. Der andere betonte diesen Aspekt der Freiheit auch besonders, dass er jederzeit machen könne, was er wollte und durch keinerlei materielle Grenzen gehindert sei.

Also jederzeit machen können, was ich will, kann ich auch. 😉 Sieht man mal von den lästigen Pflichten ab, die so was wie Lebensinhalt oder Lebensaufgabe darstellen.

Für mich bedeutet Freiheit, vor allem geistige Freiheit und innere Gelassenheit, die doch ein wenig schwieriger zu erreichen ist.

„Reichtum“ weiterlesen

Bunt und geteilt

Zigarettenschachteln sind ein Sinnbild für unsere Gesellschaft. Schön bunt liegen sie vor uns, von erfahrenen Designern und Marketingstrategen durchdacht, eckig, praktisch -gut für die Hosentasche. Ein paar flotte Sprüche, bunte Bildchen, abhängig machende Stoffe, die Zutaten für ein Erfolgsprodukt. Grotesk eigentlich, dass mit so einer augenscheinlichen Droge Geld gemacht wird, nicht viel anders beim Alkohol.

Dick und böse anprangernd erinnert ein warnendes, Todesfurcht verbreitendes Schild den unerfahrenen und verdrängenden Benutzer des Industrielollis daran, dass es tödlich und gefährlich ist und der „Genuss“ der Zigarette zum baldigen Tod führen kann- nein muss.

Lakonisch und beinahe nebenbei- man kennt es ja- das Steueremblem. Dieses weist artig darauf hin, dass die meiste Kohle sowieso der Staat bekommt (wie immer) und dass die Dinger verdammt teuer sind.

Wie soll da noch Freude aufkommen?

Der erfahrene Dichter interpretiert nun folgendermaßen:
Die Menge der gezeigten Bilder und sinnlichen Genüsse steht in harter Konkurrenz zu der gestalterischen Tragweite der eigenen Negativ-Werbung. So ein Produkt ist zum Sterben verurteilt, wurde durch die Mühle der Weltverbesserer, der Oberschicht und der Politiker getrieben, um einen seelischen und langsamen, „vernünftigen“ Tod zu sterben.

Die Raucher: Freiwild, auf die man modern, unauffällig und geistig schießt, sie durch Separierung mit Raucherzimmern und ähnlichem Unfug von der „gesunden Gesellschaft“ trennt.
Die Raucher sind sowieso meist Handwerker, Bauern oder Arbeiter, die die marmornen Toilettenschüsseln in den Villen der Reichen installieren, sich dabei zu Tode schuften und für die körperliche und seelische Ertüchtigung, mehr zur Eigentherapie, ab und zu an dem Glimmstängel lutschen.

Herje- was für eine bunte, geteilte Welt!