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Östrogentherapie: Nebenwirkungen

Kein Medikament ohne Nebenwirkungen, so auch nicht beim Estradiol:

Ich fühle mich etwas hibbeliger als sonst und unternehmungslustiger. Es fällt mir zunehmend schwerer, nichts zu tun und einfach nur am PC zu sitzen. Langwierige Aufgaben empfinde ich schnell als langweilig und monoton. Programmieren oder Software-Testen geht im Moment nicht so gut.. beim Lesen schweife ich schnell ab.

Fernsehgucken, Facebook und Internet-Surfen fühlt sich alles attraktiver als früher an, ist aber leider auch oberflächlicher.

Ich fahre mehr Auto und gehe mehr unter Leute. Das empfinde ich auch nicht mehr als schlimm, sondern als reizvoll. Meine Ängste haben sich fast alle zurückgebildet. Ich fühle mich mutiger und abenteuerlustiger.
Mein kleiner Ort, in dem ich lebe, fühlt sich jetzt oft “zu klein” an, ich habe wieder mehr Lust auf eine städtische Umgebung mit mehr Reizen (mehr Input).

Das Gehirn fühlt sich jetzt „richtig verdrahtet“ an. Viele Abläufe im Alltag sind geschmeidiger und funktionieren so wie gewollt. Die Muskeln werden besser mit Sauerstoff versorgt, Radfahren ist wieder einfacher und ich habe mehr Ausdauer (mehr dazu).

Die Muskeln gehen allerdings zurück, gerade morgens empfinde ich ein richtiges Schwächegefühl am ganzen Körper.
Daraus entsteht ein Paradoxon: Ich will mich mehr bewegen, aber der Körper baut Muskeln ab. Ich hab deutlich mehr Energie, dafür weniger Kraft.

Schreiben und Denken gehen an sich sehr gut, ich springe aber auch viel mehr zwischen den Themen und vernetze Dinge miteinander, die ich früher besser „trennen“ konnte. (Biologisch gesehen erkläre ich mir das mit dem verbesserten Fluss zwischen beiden Gehirnhälften und dass nicht mehr eine Seite dominiert). Diese neue „Zweigleisigkeit“ im Gehirn führt dazu, dass ich im Supermarkt den Wagen plötzlich rückwärts oder seitwärts schiebe, so wie es gerade passt. Vorher bin ich immer geradlinig durch die Gänge gefahren und hab den Wagen immer nur vorwärts geschoben. Kleinere Schreibtests haben ergeben, dass ich neuerdings sogar mit rechts schreiben kann (früher reine Linkshänderin). Es sieht zwar mangels Übung nicht so gut aus, aber es geht eindeutig. Beim Heimwerken kann ich mich nie entscheiden, ob ich das Werkzeug in die rechte oder linke Hand nehmen soll.

Überhaupt Entscheidungen! Bestellungen von Klamotten im Internet dauern jetzt deutlich länger. Ich finde alles schön, ich sehe überall Farben und Formen und kann mich NULL entscheiden. Ich habe nur das unstillbare Bedürfnis, meine Kleidungsstil und meinen Look nachhaltig zu verändern. Meine ganzen alten Klamotten kommen mir langweilig und grau vor. Da ich jetzt mittlerweile auch etwas abnehme (bis jetzt 2.5 kg) und mein Bauchfett deutlich weniger wird, muss ich so langsam meine Garderobe anpassen. Meine Kleidergröße sinkt derzeit von 44 auf 42… durch die zunehmenden Rundungen am Po passen auch alte Hosen nicht mehr so gut, oder je nach Schnitt: besser.

Weibliche Kleidung ist generell mehr auf „gutes Aussehen“ getrimmt. Das hat mich früher eher gestört (weil ich nicht auf ein Sexual-Objekt reduziert werden wollte), mittlerweile empfinde ich es als okay (was nicht heißt, dass ich reduziert werden möchte, aber ich empfinde die Weiblichkeit an mir okay).

Meine Schuhe empfinde ich derzeit als langweilig. Keine meiner Alltagsschuhe haben einen Absatz. Gestern hab ich mir alle Frauen in der Stadt angeschaut und festgestellt, dass hohe Absätze bei den meisten Mangelware sind. Daher hab ich beschlossen, nächste Woche nach Mannheim zu fahren und mir mal ein paar chice Schuhe zu kaufen. 😉

Den Kleiderschrank muss ich wohl deutlich entrümpeln.

Putzen der Wohnung geht mittlerweile leichter und ich bin motivierter, weil ich – wie gesagt- besser riechen kann.
Ich ertrage schlechte Gerüche überhaupt nicht mehr gut.

Bestimmte Besuche, z.B. auf Weinfesten sind dadurch viel attraktiver geworden, weil eine völlig neue Sinnes-Komponente dazu gekommen ist.

Essen ist derzeit problematisch. Meistens hab ich keinen Appetit. Es dominiert nach wie vor der Hunger auf Eiweiß und frische Sachen.

Letztens bin ich nach Hause gekommen und hatte einen starken Appetit: Ich hab das erste Brötchen – so wie sonst immer- schnell heruntergeschlungen. Was ist dann passiert? Meinem Körper ging es zu schnell, ich musste mich übergeben.

Die Kontrolle der Nahrung scheint durch das Östrogen viel stärker zu sein… das ist ja biologisch auch „sinnvoll“, das Baby muss vor negativen Einflüssen geschützt werden, die Mutter isst immer für zwei Leute mit…

Musik hat eine noch stärkere Wirkung auf mich. Musik kann mich richtig ablenken, aber auch die Gefühle stark lenken. Es ist der Schlüssel zum eigenen Wohlbefinden.

Kopfschmerzen und Migräne-Anfälle haben deutlich zugenommen. Immer einhergehend mit gesteigerter Empfindlichkeit und „Über-Erregung“ der Nervenstränge.

Meine Aggression hat zugenommen und die eigene Frustrations-Toleranz ist gesunken.

Dagegen hilft: Bewegung.

Das Matriarchat in Dir

Jetzt bekommt mein „Internet-Tagebuch“ mal wieder Sinn, denn bei mir passiert im Moment recht viel. Wie bei empfindlichen Menschen so üblich, passiert das meiste „im Inneren“ und bedarf daher einer besonderen Aufmerksamkeit und Pflege der eigenen Gedanken. Wenn ich so recht überlege, hat mein Tagebuch (egal ob offline oder online) seit 2001 nie einen anderen Zweck gehabt. Ich versuche in dem Text einen Bogen zu spannen von den eher globalen, größeren Themen hin zu den kleinen Alltagsthemen..
Klar spielt bei mir die Transidentität im Moment eine große Rolle, es ist aber nicht alles was wichtig ist. Die TI ist mehr eine Verbindungsstelle zu den großen Lebensthemen, darüber hatte ich ja auch schon im Artikel „Der Lebensweg“ geschrieben.
Es ist nur natürlich, wenn man diese anstößt, dass gleichsam alle anderen Themen mit angestoßen werden und „ins Rollen kommen“.

Jeder Mensch hat ja diese sexuellen Themen, die meistens auf Grund von Angst oder Unsicherheit verdrängt werden. Aber die eigene Sexualität ist zu wichtig, als sie zu verdrängen oder zu glauben, dass sich die Probleme und Konflikte im Sexualleben „von selbst“ lösen.

Wenn ich mir die Gesellschaft und die Welt so ansehe, dann hab ich oft das Gefühl, dass sie voller Angst, Neid, Hass und schlechter Gefühle ist. Es wird zu wenig geliebt! Die Menschen kanalsieren ihre negative sexuelle Energie (denn nichts anderes ist Hass) und bekämpfen sich gegenseitig. Wieviel besser wäre es, wenn wir nicht durch die Lösungsmöglichkeiten der Schimpansen (Krieg, berechnete Auseinandersetzung, Konkurrenz) in unseren Genen wecken würden, sondern auch die eher friedliche Herangehensweise der Bonobos die Konflikte in den Gruppen meistens durch Sex und Zärtlichkeiten lösen.

Ich hab die Woche versucht, meine eigene Einstellung zu verändern. Es ist etwas leichter als sonst, weil ich mich durch den erhöhten Östrogen-Spiegel „weiblicher“ fühle, aber auch viel mehr bei mir selbst und glücklicher bin. Ich bin mehr an der entwickelten Persönlichkeit, die die Natur für mich geplant hat (mit Aussuchen ist da nicht viel).
Interessant fand ich mal wieder „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm. Diese Buch ist mir ein guter Wegweiser, weil darin z.B. steht, dass Liebe immer ein aktiver Schritt ist. Um also „geliebt zu werden“, muss man stets selbst den ersten Schritt gehen und anderen Menschen Liebe und Aufmerksamkeit entgegen bringen. Wie gesagt, das ist viel leichter, wenn man sich selbst weiblich fühlt. Dann macht man von sich aus mehr für andere, ist hilfsbereiter, etwas sanfter und friedlicher eingestellt und die revolutionären Krawallgedanken verschwinden in den letzten Winkel des Gehirns. Es fühlt sich dann „natürlicher“ an. Ich hinterfrage die Dinge auch nicht mehr so stark, sondern fühle mich eher voller Liebe und bin auch von selbst ganz bereit, diese Liebe zu teilen und anderen zu geben. Die Hintergedanken (was kommt zurück? werde ich auch geliebt?) verschwinden fast völlig und spielen kaum noch eine Rolle. So lebt es sich eindeutig einfacher und ausgeglichener. Ich habe einen Frieden mit mir selbst geschlossen und bin jetzt einfach „ich“.

Erich Fromm betont in seinem Buch, dass es einen starken Unterschied zwischen dem Partriachart  und dem Matriarchat gibt und dass die Systeme sich grundlegend unterscheiden. Ich will weder das eine oder das andere „schlecht“ oder „gut“ reden, aber es sind doch Unterschiede zu erkennen. Das Matriarchat beruht mehr auf Gegenseitigkeit, auf Gleichwertigkeit der Individuen, auf Anerkennung untereinander. Die Mutter liebt alle, bedingungslos, ohne zu fragen, die Liebe ist einfach da… beim Partriachart ist es eher so, dass man sich die Anerkennung „verdienen“ muss, dass das Vorankommen hier mehr auf Arbeit, auf Anerkennung durch Leistung, aber auch auf Ehre und Stolz basiert. Wahrscheinlich haben wir auf Grund unserer Eltern beide Elemente in unserem Verhalten und in den Genen. Aber wie ist die Gesellschaft beschaffen? Wenn ich mir so meine Facebook-Kontakte, aber auch die Leute in echt so anschaue… was fehlt? Es ist die Liebe und Anerkennung zwischen den Menschen. Vor allem die, die frei und ohne Hintergedanken ist. Die wirkliche, menschliche Wärme, das Mitgefühl und das „Zuhören können“ ist immer eine kostbare Ressource (Und, obwohl das so ist, wird sie im kapitalistischen System schlecht bezahlt). Jeder ist mit sich beschäftigt. Wenn ich in einen Chat mit jemand gehe, bombardiert der mich erstmal mit seinen Problemen, seinen Bildern und seinen Konflikten und erwartet wie von selbst, dass ich alles für ihn löse.
Ich bin freundlich und höre bereitwillig zu. Ich gehe auf seine Probleme ein und versuche wirklich eine Lösung zu finden. Es kostet mich Zeit und Nerven, die ich jemand anders gebe (ohne zu fragen, warum). Am Ende frage ich ihn noch, ob er vielleicht meine Freundschaftsanfrage beantworten möchte… es kommt keine Antwort darauf und die Anfrage bleibt leer im Raum stehen. Er hat ja das bekommen, was er will, warum noch etwas zurück geben?
Es besteht zu wenig Aufmerksamkeit für den anderen. Wir sind alles zu große Egoisten geworden. Das eigene Matriarchat in uns verkümmert…

Was die Gesellschaft also eindeutig benötigt, ist mehr Weiblichkeit. Die Weiblichkeit an sich muss wieder groß geschrieben werden. Das bedeutet jetzt nicht, dass alle Frauen wie Männer werden (was ja lange Zeit die eigentliche Verheißung des “Feminismus” und der “Emanzipation” war)…oder die Männer nur noch schwächlich und angepasst sein sollen- sondern dass man Weiblichkeit, Mütterlichkeit, Mitgefühl, Vertrauen und Wärme wieder als alleinstehende Werte erkennt und diese in der Gesellschaft integriert. Wie kann man das am besten machen und was ist die kleinste Keimzelle der Gesellschaft? Es sind die Individuen mit ihrem individuellen Verhalten, also jeder Mensch, ob Du oder ich… Menschen sollten wieder stolz sein, weiblich zu sein und sich weiblich zu verhalten. Es ist keine Schwäche, sondern eine große Stärke, die oft unter Hass, Neid, Gier, Kapitalismus und Konkurrenz vergraben wird. Diese negativen Eigenschaften der Gesellschaft sind für sich genommen nicht “männlich” oder “weiblich”, sondern meistens ein Zeichen, dass im Geschlechtergefüge etwas durcheinander geraten ist.

Und diese “Weiblichkeit” ist ein universeller Wert, den jeder erlernen kann. Egal ob Mann, Frau oder Transgender. Wer seine Weiblichkeit akzeptiert und erkennt, erkennt auch die eigene Männlichkeit.
Und wer beide Werte in sich entdeckt und akzeptieren kann, der findet am Ende zur Menschlichkeit.

Beeindruckt

30 Grad im Schatten… Sommerferien und zuviel freie Zeit…

Aaalso eigentlich wollte ich heute ganz diszipliniert arbeiten und endlich das liegen gebliebende Zeug aufarbeiten.

Aber das geht nicht. Im Moment bin ich einfach nur geflasht… überwältigt… schockiert vom Leben.
Die Eindrücke prasseln auf mich ein. Ich bin voller Energie, elektrisiert in jeder Nervenzelle.
Und diese bunte fröhliche Energie aus der ich im Moment bestehe, versuche ich irgendwie zu erden, die Gefühle zu irgendwas zu formen, ein Sinn und eine Arbeit daraus zu machen.

Ich weiß ich hätte nicht dieser Transgender-Gruppe auf Facebook beitreten sollen.
Ich „hab das doch schon lange hinter mir“ und „das geht mich nichts mehr an“.
„Wir sind jetzt alle erwachsen und verhalten uns wahnsinnig dizipliniert“.

Aber Leute, schaut doch mal mit dem Herzen und mit den Gefühlen! Versetzt euch in das Leben der Menschen.
In diese tausende Schicksale. In die Transitionen in alle möglichen Richtungen.

Das schockt selbst eine alte TS-Tante wie mich.

Und wie jung die mittlerweile alle sind! Wie selbstbewusst! Wie normal alles geworden ist.

Und wer denkt, er ist alleine oder isoliert… der muss sich nur einer Gruppe anschließen.
Einer Gruppe von Menschen, egal welchen Alters oder Geschlechts.

Wir wollen alle glücklich sein, wir wollen alle leben und uns selbst verwirklichen.

Es gibt streng genommen keine Unterschiede beim „Ich“. Selbst die Geschlechter verschwimmen. Die Zwischenräume sind künstlich, variabel und von Chemie und Ideen geformt. Wir gehören alle dazu, sind mit jedem verbunden.
Dank Internet und Facebook noch stärker und realistischer als je zuvor.

Zuviele Eindrücke, zuviele Emotionen!

Ich muss erstmal eine Pause machen.

Weibliches Sprechtraining MzF – 2


Im zweiten Teil des weiblichen Sprechtrainings geht es erst einmal um allgemeine Dinge.
Wie richte ich meinen musikalischen Arbeitsplatz ein? Welche Tools brauche ich und worauf muss ich beim technischen Aufbau achten?

Dann versuche ich nochmal mit Hilfe des Oszilloskopen und der Frequenzmessung herauszufinden, wo die “Brücke” ist bzw. der Spalt, der die weibliche Kopfstimme von der männlichen Bruststimme trennt. Man kann diesen Unterschied deutlich spüren, z.B. an den Resonanzen im Hals- und Kopfbereich. Genau an der Stelle müsst ihr trainieren und hier werden die Geschlechter-Unterschiede im Alltag festgemacht. Für eine weibliche Stimme braucht ihr mehr Kraft und mehr Luft- weil ihr ja auch “höher” kommen wollt und das geht nur mit Schalldruck. Weibliche Stimmen haben höhere Frequenzen und werden allgemein besser verstanden und deutlicher gehört. (Das ist der Grund, warum z.B. bei Navis oder in Flugzeugen die technischen Stimmen oft weiblich sind). Traut euch also, gehört zu werden! Wenn man beim Singen genau hin hört, stellt man fest, dass es nur ein paar Halbtöne sind, die man nach oben klettern muss. Es ist also nicht allzu schwer und ihr solltet beim Üben nicht so schnell aufgeben!

Gesellschaftliches Selbstverständnis von Frauen und Stimme

Es ist eher so, dass Frauen heutzutage “zu hoch” sprechen, damit man sie eindeutig als Frauen erkennt. Dazu dient z.B. auch die “Kleinmädchenstimme”, die gezielt eingesetzt werden kann. Wenn ihr resolut und selbstbewusst auftreten wollt, müsst ihr wiederum nach unten modulieren. Das zu erlernen, kann euch keine OP der Welt abnehmen, das ist eine Trainingssache.

Die Betonung der Geschlechterunterschiede mit Makeup, Mode, usw. ist sehr allgegenwärtig, so dass es auch kein Wunder ist, dass die Geschlechter sich an der Stimme unterscheiden wollen.

Es geht also auch um das “soziale Geschlecht” und dass wir eine weibliche Stimme auch mit der inneren Herangehensweise erlernen müssen.
Wir müssen uns salopp gesagt “noch weiblicher fühlen” und die neue Stimme auch wirklich wollen. Die Motivation muss da sein und wir müssen bereit sein, die alte Stimme zu verlernen und die gewohnte, bequeme Stimme ein Stück weit aufzugeben.

Wenn ihr eine Barbie sein wollt- dann müsst ihr wie eine Puppe sprechen und werdet auch so wahrgenommen und behandelt. Wenn ihr wie eine reife und erwachsene Frau sprechen wollt, dann könnt ihr auch die tiefen Frequenzen in die Stimme einbauen. Wie immer- es liegt ganz an euch und an dem, was ihr daraus macht.

In dem Video lese ich vier Gedichte von Goethe vor und gehe auch kurz auf die Besonderheiten beim Sprechen und den Inhalt ein.

Viel Spaß beim Anschauen!

Weibliches Sprechtraining MzF – 1

Heute habe ich mich mal um das Grundproblem der Transgender-Stimme gekümmert.
Die Stimme ist neben dem Aussehen das “erste Aushängeschild”, das in fast allen menschlichen Kommunikationsverhältnissen eine große Rolle spielt. Hier wird man sofort als “Mann” oder “Frau” eingeordnet. Aber auch die Einordnung nach “sympathisch”, “kompetent”, “selbstbewusst”, “ängstlich”, etc. treffen wir oft über den Klang der Stimme. Frauen kennen z.B. das Problem, wenn die Stimme bei Aufregung (Streit, Ärger, Prüfungen) schrill und zu hoch wird. Bei Männern ist es oft ein Problem, das  sie zu undeutlich sprechen (brummeln) und die tiefen Frequenzen kaum variieren.

Nach Wikipedia liegt der männliche Grundton bei 125 Hz und der weibliche Grundton bei ca. 250 Hz.

https://de.wikipedia.org/wiki/Menschliche_Stimme

Mit verschiedenen Tools kann man die Tonhöhe der eigenen Stimme identifizieren und evt. “nach oben” hin trainieren. Ein gutes Ziel ist eine ausgewogene Alt-Stimme. Mit der könnt ihr zufrieden sein und tapfer durch das Leben schreiten. Übertreibt es nicht, wenn ihr nach oben geht, weil man schnell schlumpfig oder nach Micky Mouse klingt. 😉 Das Ziel sollte eine ausgewogene Sprache sein, in der alle Anteile enthalten sind, also tiefe, hauchige, aber auch weiche und hohe Töne.

Neben einem Computer mit Mikrofon kann man zum Training diese Tools verwenden:

Midi Piano
http://www.midipiano.net/

Musical Tuner
http://www.softpedia.com/get/Multimedia/Audio/Other-AUDIO-Tools/Musical-Tuner.shtml

 

Zuerst muss man herausfinden, wo man überhaupt steht.. und wieviel Halbtöne oder Ganztöne man bereit ist, nach oben zu trainieren. Man muss die Töne erst singen und kann dann hoffen, dass sie eines Tages auch beim Sprechen zu erkennen sind (Hör-Training) Meiner Meinung nach ist ein Stimmtraining für Transgender-Frauen immer die bessere Wahl als die Stimmband-OP, weil ihr so alle Frequenzen erhalten könnt und eure Stimme dadurch voll und attraktiv bleibt.

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