J.A. Blog

Pics | Music |Serien| Donate | About| Twitlog | Shopping

Kategorie: Freizeit

Sieben-Gummistiefel

Gummistiefel-Zeichnung

Oh, ich sehe gerade, das Jahr rennt mit Sieben-Gummistiefeln auf das Ende zu und ich hab seit über einem Monat keinen anständigen Artikel mehr formuliert? Da wird es aber Zeit was zu ändern und ich denke, ich fange gleich mit dem wichtigsten Thema an.. also mal überlegen, was gab es so 2011? Irgendwas wichtiges, was philosophisches? Was für die urdeutschen Bedenkenträger und die political korrekten Aufregungs- und doch wieder vergessen-Medien-Mentalität?

Also, da gab es Fukushima, den schwarz-gelben Atomausstieg, Stuttgart 21- Geplärre, den ersten grünen Ministerpräsidenten im Ländle, Guttenberg & sein fettes Comeback, das dunkelrote Traumpärchen Wagenknecht und Lafontaine, den Niedergang der FDP Richtung Nullinie, es gab den ekelerregenden EHEC-Erreger (wow 11 E’s in drei Worten), es gab die grausligen Anschläge in Norwegen, so bissel Finanzkrise und Euro-Gezerre, Osama bin Laden wurde getötet, Gaddafi ebenfalls, einige Revolutionen in islamisch geprägten Ländern des nahen und fernen Ostens, es gab eine royale Ehe a la carte, ein Pummelchen aus der Kelly-Familiy wird Dancing Star, aber hey, das war doch eigentlich alles NICHTS.

Das ist alles kein Artikel wert, denn das Wichtigste von allem, das war….

*Trommelwirbel*

…..dass „Wetten Dass!“ endet und es keinen Nachfolger gibt! Buhuu! Und ich habe schon gedacht, das hübsch-blöde Blondchen aus der Schweiz zeigt, was in einer echten Feministin steckt und durchbricht die Männer-Machowelt mal für einen Tag lang… wenigstens für einen Tag, bitte! das wird doch nicht so schwer sein… hat man eigentlich je ernsthaft über diese Option nachgedacht?? Berlusconi ist doch auch gegangen (worden) und der weiß, wie man das mit dem Feminismus und den Blondinen im Fernsehen macht.. (süße Verpackung und bittere Botschaft, da können sich die konservativen, biederen deutschen Feministinnen mal eine dicke Scheibe von abschneiden, ach ne, am besten gleich das ganze Brot! )

Aber jetzt DAS! Keiner – will – es – machen! Meine Lieblings-Show, die einzige Sendung, bei der (bevorzugt deutsche) Promis problemlos 10fach recycelt werden können und man den ausländischen Stars zeigen kann, wie bieder und blöd das deutsche Fernsehen eigentlich sein kann.

Buhuu! Ich bin so unendlich traurig.

Wann findet man endlich einen Nachfolger? Nicht, dass die Sendung ganz eingestampft werden muss… das wäre nun wirklich keine Option.

Traurige Nachrichten und ein ereignisreiches 2011. Und drei grippale Infekte in zwei Monaten.

Und kein Schnee. Und noch keine Geschenke. Zeit, den Rückblick zu beenden, bevor es wieder zu tragisch wird.

Motto-Blog, das: Spiegelverkehrt

-Grübeln geht immer-

außer man hat schlechte Laune.

Oder es ist herbst.
Oder es ist kalt.
Oder der Kopf ist leer.
Oder man hat sich gerade geärgert.
Oder man isst gerade.
Oder man geht gerade spazieren.

Oder man schaut sich gerade eine Blume an.
Oder man hört Nachrichten.
Oder man ist beim Einkaufen.
Oder man schaut gerade Fernsehen.

Oder man langweilt sich.
Oder man schaltet die Kiste ein.
Oder man schreibt einen Text…
Oder man bohrt in der Nase
Oder macht Musik
Oder Stille

Oder man kommentiert
Oder man engagiert sich für Frauen
Oder für Männer
Oder für die dazwischen

Oder für die jungen Menschen
Oder für die Alten
Oder für die Einsamen
Oder für alle Glücklichen.

Oder man geht gerade ins Bett
Oder man schläft.
und schläft.. und schläft..

Keine Sorge: Am nächsten Tag ist das Motto dann wieder gültig. ;-)

Freie Tage und neue Bücher

Fast vorbei ist dieser seltsame, freie Tag mitten in der Woche. „Christi Himmelfahrt“ hieß er und ich weiß noch nicht mal genau, warum man das feiert (nur so ungefähr, aber der genaue theologische Hintergrund ist mir fremd). Vielleicht hilft Wikipedia weiter?

Auf Twitter waren Tweets zum „Vatertag“ öfters zu lesen und das ist nicht verwunderlich.

Eigentlich wollten wir eine kleine Fahrrad-Tour machen, aber dann war es doch etwas zu kalt und unfreundlich. Und wieder den Matsch der Feldwege von Rahmen und Reifen puhlen, und hinterher noch mit Gartenschlauch und Schwamm hantieren, so wie letzten Sonntag? Nein, darauf hatte ich heute keine Lust.

Ich habe diesen regnerischen und kühlen Tag daher damit verbracht zu kochen, zu lesen und mich zu entspannen. Nachdem ich gestern noch eine riesige Putzorgie veranstaltet hatte und nebenbei auf Twitter kaum zur Ruhe kam, war heute das genaue Gegenteil angesagt. Aber es ist schön und ich genieße die Stille.

Derzeit lese ich „Die Chemie des Todes“ von Simon Beckett  und das ist wirklich ein sehr fesselnder Thriller, den man in einem Rutsch durchlesen kann- immerhin bin ich schon bei der Hälfte angelangt, obwohl ich keine typische „an einem Stück-Durchleserin“ bin, sondern die Bücher immer mal wechsle. Der Titel ist zwar etwas reißerisch (wie so oft bei Bestsellern) aber der Inhalt und Schreibstil kann mich bis jetzt überzeugen.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass das Thema Krimi und meistens auch Romane bis jetzt an mir vorbeigegangen ist, weil ich eine große Affinität zu Sachbüchern habe und mir die erzählerische Spannung meistens aus Filmen oder Spielen geholt habe (die da durchaus mithalten können). Aber es ist ein wenig paradox, wenn man selbst Geschichten schreiben will und dann auf einen eher kleinen Fundus klassischer Literatur und Standard-Besteller zurückgreifen kann- dringende Abhilfe war neben der reinen Neugierde angesagt.

„Die Chemie des Todes“ ist der erste Krimi seit langem- ich glaube das letzte war irgendwas von Patricia Highsmith oder ganz früher ein Buch von Sjöwall / Wahlöö (die Kommissar Beck-Reihe).

Und das Buch ist anders, als jedes andere Medium. Wenn man so ein Buch spät abends liest, scheint das Grauen die Decke entlang zu kriechen, die Sinne sind wegen der mangelnden Ablenkung auf andere Effekte intensiv geschärft. Jedes Rascheln am Fenster und wenn es nur der Wind oder die darüber streichenden Zweige des Nachbarbaumes sind, dringt mit einer eisigen Tiefe in das Bewusstsein und vermischt sich mit den soeben gewonnen Traumbildern der morbiden Phantasie. Man kann nicht aufhören zu lesen, möchte immer weiterlesen, nur -noch- eine- einzige- Seite!

Schön, wenn die Gewaltdarstellungen reduziert, dezent und subtil dargestellt werden, schön wenn man sich in die Eigenarten der Akteure einfühlen kann und ihr personelles Raster nicht mit einem stilistisch-übertriebenen pink-grünen Holzhammer eingetrichtert wird.

Gute Autoren beherrschen die Zwischentöne, das subtile Grauen zwischen den Zeilen, dass sich dann eher von selbst in der Phantasie der Leserin formt. Die Seele des Mörders, die Gemeinheiten und Spielchen der normalen Leute, den Spagat zwischen Normalität und Wahnsinn.

Daran habe ich auch gedacht, als eben der Klassiker „Das Parfum“ im Fernsehen kam, ein sehenswerter Film, der zu dieser Sorte hochspannender und intensiver Krimi-Literatur gehört.

Alles in allem ein gelungener Tag.

Und wie war es bei euch? ;-)

Wohnkostenzuschuss

Song des Tages: Groove Armada, I cu baby

Das Vogelhaus

Das Vogelhaus

Heute und gestern war der erste Frühlingstag in diesem Jahr. Die Sonne schien kräftiger als sonst und sie scheint insgesamt auch länger. Draußen kommen die Vögel wieder aus ihren Verstecken und fangen an mit lautem Piepsen und Zirpsen ihr Revier zu markieren und auf Partnersuche zu gehen. Als wir am Samstag im Baumarkt waren, wusste ich nicht so recht, was ich kaufen sollte, da wir stur nach Liste einkaufen um ein wenig Geld zu sparen (man kommt sonst vom Hundersten ins Tausendste und gibt soviel Geld für unnütze Dinge aus). Einen kleinen Spontankauf konnte ich mir dennoch nicht verkneifen: Ein kleines, blaues Vogel-Nisthaus mit echter Dachpappe obendrauf und einer schönen gemalten Optik, so dass es aussieht wie ein kleines Puppenhaus.

Dieses Haus haben wir dann am Sonntag auch gleich aufgehängt. Leider war- wie bei vielen „günstigen“ Artikeln so üblich- kein Befestigungsmaterial dabei, so dass wir etwas experimentieren mussten. Mit ein wenig Überlegung war aber schnell eine Lösung gefunden: Einfach ein Stückchen Holz oder Eisen durch das kleine Loch auf der Rückseite legen und darum einen langen Draht oder eine Schnur spannen. Am besten die Schnur noch am Gegenstück befestigen (mit Tesa oder Kabelbinder), damit es innen im Haus nicht verrutscht und den kleinen Piepmatzen noch auf das Köpfchen fällt.

Mit dieser Befestigung muss man auch keinen brutalen Nagel in die empfindliche Rinde rammen und alle beteiligten „Lebewesen“ haben etwas davon. Gesagt getan, nahmen wir das Paket und machten uns auf den Weg zum Schrebergarten. Ein passender Platz war schnell gefunden und unser alter, behäbiger Nussbaum, der meistens nicht viele Worte verliert, grüßte uns kurz und gab sein okay für das kleine Häuschen.

Der Draht wurde um den dicken Stamm gelegt und reichte fast nicht. Mit einem Holz dann die Enden verdrehen, noch ein kleines Schleifchen rein und fertig ist die Selfmade-Vogel-Hütte. Jetzt fehlt nur noch Mama und Papa Vogel, sie müssen sich kennenlernen, gut verstehen und ein paar Kinder bekommen.

Das Haus ist auf jeden Fall schonmal bezugsfertig.

Schneemann

Ave, Morituri Te Salutant!

Nur eine weitere Krise

sonnenuntergang2

Oder: warum es sich lohnt, positiv zu denken

Tja, was soll ich sagen, es zieht sich schon durch das ganze Jahr. Was im letzten Jahr langsam angefangen hat, hat sich 2009 angehäuft und ist mir nun völlig bewusst: Ich habe keine große Lust mehr zu bloggen. Die Sonne ist weg und der Druck zu Schreiben auch.

Ich habe wohl alles aufgeschrieben, was auf meiner Seele lag, was ich meinte, formulieren zu müssen. Die Dinge, die neu kommen, kann ich auch für mich behalten oder im Tagebuch aufschreiben.

Die große Suche nach Besuchern und Lesern hatte ich sowieso nie und Geld verdienen wollte ich auch nie mit meinen (öffentlichen) Texten.

Den Versuch, mit dem Schreiben die Welt besser zu machen, habe ich auch nicht mehr. Spätestens seit dem Ende meiner Krankheit und der Erkenntnis, dass es nun einfach „normal“ weiter gehen soll (was für sich auch ein Kampf war). Ich bin sogar froh sagen zu können, dass ich das erste Mal seit 2001 nicht mehr abhängig von meiner Webseite, den Rückmeldungen oder meinem öffentlichen Tagebuch bin.

Ich bin einfach an einem Punkt angekommen, wo ich ganz normal glücklich sein kann, auch ohne Webseite.

Patient geheilt, Blog tot?

Ich finde, das ist eine wichtige Erkenntnis. Ich mache mir inzwischen auch keine Illusionen mehr, die Blogs und Leser so wie sie momentan in Deutschland sind, haben einfach keine Macht, irgendwas zu ändern.

Die große Blog-Welle, die vor ein paar Jahren begann, ist am Strand ganz leise ausgelaufen und hat keine weiteren Folgen nach sich gezogen. Die Meinungskultur in Deutschland ist nicht bereit für eine so offene Bürger-Diskussion auf breiter Linie. Die meisten Leute wollen nicht über die wichtigen Dinge im Leben diskutieren. Sie könnten zwar, aber sie wollen nicht. Die Dinge anzustoßen und laut gegen die Gesellschaft aufzuschreien ist eine Aufgabe von jungen Menschen, die viel Zeit und Energie haben (Studenten z.B.).

Wenn man erstmal so alt wie ich ist (hüstel), ja dann gibt es wichtigere Dinge. Z.B. Bausparverträge, Fernreisen, Supermarkteinkäufe oder Börsennachrichten.

Viele Leute lesen zwar online und die klassischen Zeitungen werden mit der Zeit immer unwichtiger. So bleibt auch die leise Hoffnung, dass große Massenmedien (mit den vier Buchstaben z.B.) irgendwann an Macht über die Köpfe verlieren, aber was soll man als kleine Nischen-Schreiberin schon ausrichten? Die haben ein Hochhaus, unendlich Kohle und tausend schlaue Menschen- ich dagegen nur 10qm, einen alten PC und mein viel zu kleines Gehirn!

Nein, egal in welche Richtung ich schaue, ich habe für kein Ressort meines Denken und Schreibens noch Lust, vor allem nicht auf das Bloggen. Schon erstaunlich, wie sich das ändern kann! Es ist wie ein Spiel. Es gibt Tage, da wache ich auf und tausende Gedanken strömen nur so aus meinem Bewusstsein und bahnen sich einen Weg in die Öffentlichkeit. Dann wieder gibt es diese stillen, leisen Tage wie im November, wo mir kaum was einfällt und ich auch ziemlich depressiv über die Welt nachdenke.

Wenn man genau hinschaut, nimmt man mit dem Schreiben nur die (eigentlichen) Taten vorweg. Man simuliert das Leben, man verpasst aber, es zu leben.

„Das Internet hat die Pubertät verschluckt“- so oder ähnlich hat jemand in der Sendung Scobel (3Sat) vor ein paar Tagen die Feststellung gemacht.

Das ist wahr. Anstatt miteinander zu reden, schreiben wir in unsere Tagebücher. Anstatt auf den Menschen zuzugehen und ihm Mitgefühl zu schenken, klicken wir auf „Das gefällt mir“. .. Anstatt zu unserer Oma zu fahren und unsere neusten Fotos zu zeigen, präsentieren wir wildfremden Leuten unsere Galerien.

Das Internet gibt sich so sozial, aber es ist seltsam menschenlos und steril. Diese Erkenntnis bleibt und bleibt und bleibt..

Die Sphäre der Gedanken ist schön und macht süchtig, aber sie bleibt am Ende nur eine Scheinwelt, ist mit der realen Welt kaum verbunden.

Ich möchte nicht sterben und wenn mich jemand fragt, was ich die ganze Zeit gemacht habe, sagen:

Gebloggt.

In ein Tagebuch, das keiner liest, das keine Erkenntnisse produziert und letztendlich nur mir selbst etwas brachte.

Pro?

Nein, wenn ich objektiv darüber denke, und nur analytisch gibt es keine erkennbaren Gründe, die für das Blog schreiben sprechen. Wenn ich an die Gefühle und den immateriellen Nutzen denke, wird es schon anders. Ich denke z.B. darüber, wie andere Leute nun schmunzeln und vielleicht frotzeln „Oh schon wieder ein Artikel, der sich mit dem Bloggen selbst beschäftigt?“- und dabei haben sie selbst kein Blog mehr. Es wäre so blöd, als wenn man einen Philosophen anlächelt und ihn dafür kritisiert, dass er über das Leben nachdenkt. Er muss es jeden Tag tun, denn das Leben ist jeden Tag anders und so ist auch mein Blog und meine Motivation es zu schreiben, jeden Tag anders!

Mein Blog ist mein Ventil, meine Leinwand, mein Spiegelbild der Seele- und es hilft! Die Psychotherapie, Bildung, Kunst und die weichen Faktoren im allgemeinen werden in Deutschland noch viel zu wenig beachtet, aber ein Blog bietet eben genau das in Fülle, wenn man es richtig macht:

  • ein Blog regt zum Nachdenken an und klärt Gefühle
  • man formuliert seine Gedanken und Ansichten
  • man kann sich frei schreiben > somit ist es ein Werkzeug, um einen besseren Zugang zu sich selbst zu bekommen
  • man kommuniziert mit anderen und erfährt was von ihrer Welt > die Einsamkeit nimmt ab

Auch wenn ich tausend Millionen Euro auf meinem Konto hätte, das Geld könnte mir niemals das bieten, was ich durchs Blog schreiben erreiche: Einen inneren Seelenfrieden, Gelöstheit und Glück.

Was bedeuten da schon Besucherzahlen, Quoten, Pagerank und „Verlinkungsgrad“ ??

Wer kann das menschliche Glück schon messen?

Nein ich glaube, ich werde noch ein wenig weiter schreiben. Man kann ja nie wissen, das nächste Tief kommt bestimmt…

J.A. Blog läuft unter Wordpress 2.9.1
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates
43Verweise. 8.229 Sekunden.

J.A. Blog is Digg proof thanks to caching by WP Super Cache



Page 1 of 3123


//