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Der Anti-Angst Artikel

Strahlende Sonne und blauer Himmel

Von überall prasseln Ängte auf Euch ein? Schlimme Bilder von Intensivstationen, Militärtransporter, die mit Särgen zu Krematorien fahren, Krankenschwestern mit Schweiß auf der Stirn oder Bilder von leeren und geplünderten Supermarkt-Regalen? Es wird Zeit, der allgemein um sich greifenden Angst etwas entgegen zu setzen. Voilá ich präsentiere: Den Anti-Angst Artikel.

Warum Du keine Angst vor Covid-19 haben musst

Es trifft nur die Älteren. Die Leute, die sowieso schon krank sind. Es trifft die Dummen und Unvorsichtigen. Es trifft die Leute, die trotz Warnung Ski gefahren sind und noch auf den letzten Drücker ins Ausland fliegen mussten. Aber selbst die hat man jetzt gerettet. Die Gemeinschaft rettet nämlich alle Menschen, auch die Dummen und Unvorsichtigen.

Die Todesrate bei dem aktuellen Corona-Virus ist ziemlich niedrig, bei den meisten verläuft es wie eine einfache Grippe, wenn überhaupt. Die aktuellen Zahlen liegen so ca. bei 0,3 Prozent. Dann nimm Dir mal 100 Äpfel, lege sie auf deinen Küchentisch und lege dann ein Stück zur Seite, das 0,3 Prozent entspricht. Dann siehst du, wie wenig das ist.

Klopapier und Nudeln helfen Dir nicht. Sie pflegen nur deine Ängste. Also stell dich deinen Ängsten. Irgendwann ist auch das überstanden. Der Ausbruch des Virus verläuft nach mathematischen Gesetzmäßigkeiten, wie eine „Kurve“. Und jede Kurve, ganz egal wie steil sie auch noch wird, endet eines Tages.
In der Wirtschaft wird diese Krise heftige Reformen auslösen. Es kommt endlich der Schwung in das Land, den wir dringend benötigt haben. Ab und zu muss sich ein Land und eine Gesellschaft verändern, eine „Krankheit“ ist immer ein gewisser Auslöser dafür. Irgendwann wird es auch wieder aufwärts gehen! Und davon kannst Du direkt profitieren! Vielleicht bekommst du dann einen besseren Job? Vielleicht fängst du etwas ganz neues an? Vielleicht machst du in Zukunft einen Job, der dich glücklicher macht? Wo du anderen noch besser helfen kannst? Oder einen neuen Job, der dir mehr Freiheit und Selbstständigkeit bietet?

Nutze Deine Phantasie- aber richtig

Klar- kurzfristig sieht man die Geldscheine aus dem Fenster segeln und die Assoziationen zu unzähligen Zombie-Filmen flattern über unser Inneres. Aber hey, dann hättest du einfach weniger Zombie – Filme sehen sollen.

Denk positiv und lenke Deine Gedanken in die richtige Richtung!

Du hast jetzt endlich Zeit für deine Mitmenschen. Sie wollen plötzlich wieder mit dir reden. Denn alle sind jetzt ein Stück weit „einsam“ geworden. Stell dir vor, wie schön es wird, wenn du nach der Krise wieder alles machen kannst, was dir jetzt noch verboten wird! Endlich wieder ins Restaurant gehen, endlich wieder einkaufen, endlich wieder reisen! In ein paar Monaten ist alles überstanden, dann ist der Sommer da, irgendwann kommt ein Impfstoff. Die Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck daran. Wir müssen nur ein bisschen stillhalten, ein bisschen zurückziehen, aber irgendwann wird es aufwärts gehen!

Die Menschen, die mit Covid-19 erkranken, werden zum großen Teil immun werden! Dann kann das Virus sie überhaupt nicht mehr jucken. Denn es gibt auch so etwas wie ein Immunsystem. Eine natürliche innere Abwehr! Der sollten wir vertrauen! Wir sollten uns und andere stärken. Aber nicht mit Ängsten, sondern mit Hoffnung und Zuversicht.

Wenn Du zuviele Ängste hast, dann schau einfach weniger Fernsehen. Fang an Dein Gehirn zu benutzen! Überlege, was wirklich sinnvoll ist und was nicht. Ist es logisch, soviel Desinfektionsmittel zu hamstern? Ist es ratsam, sich Toilettenpapier oder andere Hygieneartikel jetzt in unzähligen Mengen zu horten? Und dafür sogar die Unversehrtheit von anderen Menschen aufs Spiel zu setzen?

Nein das ist alles nicht sinnvoll. Es ist nur ein Ausdruck der inneren Ängste. Du musst jetzt lernen, deine Ängste zu akzeptieren. All deine Gefühle, die schönen wie die guten in deine Persönlichkeit zu integrieren. Es ist jetzt an der Zeit das auszudrücken, was dich belastet. Es ist an der Zeit, zu schreien, zu weinen und alles heraus zu lassen!

Du hast jetzt viel Zeit. Du kannst die freie Zeit zu Hause sinnvoll nutzen. Mal wieder ein Hobby anfangen, dass viel zu lange brach lag. Mehr lesen, vielleicht ein schönes neues Buch anfangen oder eine neue Serie auf Netflix schauen. Du könntest eine Sprache lernen oder Programmieren lernen. Du könntest mal Videochat ausprobieren. Oder irgendwas, für das „nie Zeit“ war. Du kannst Zeit mit deinem Partner verbringen. Sex. Du kannst Gymnastik oder Joga machen. Du könntest etwas anpflanzen und schauen wie es wächst. Und wenn es nur etwas kleines ist. Du könntest dir ein Haustier zulegen. Oder etwas fotografieren. Du könntest wieder lernen, „zu sehen“ und „zu fühlen“ wo du sonst immer nur „gekauft“ hast.

Du könntest die Krise für soviele sinnvolle Dinge nutzen! Es ist dein Leben. Nutze es.

Das Leben

Die Summe deiner Entscheidungen. Es ist wie es ist.
Du hast dich entschieden und es war gut.
Und du hast auch ein paar Fehler gemacht.
Und einiges richtig!

Du hast Menschen kennengelernt, dich gefreut und viel mit ihnen gemacht.
Dann hast du sie wieder verloren.
Viele sind gekommen und viele sind gegangen.
Es ist, wie es ist.

Mit manchen war es sehr schön
und du würdest sie am liebsten und für immer festhalten!
Doch es geht nicht.

Denn sie gehen weiter und müssen sich entwickeln.
und du musst auch weitergehen.

es werden neue Menschen kommen und du wirst wieder lachen
und du wirst auch auf Menschen treffen, die andere verloren haben
Menschen werden sterben
Menschen werden geboren.

Es wird immer wieder so sein!
Es ist, wie es ist.

Das pochende Herz

Wie Recht Du hast. Immer hast Du Recht. Und dafür liebe ich dich. Deine Worte treffen mich ins Herz.
Wie mit einem Skalpell schneidest du das Dumme heraus und lässt das Gute von selbst die Wunde schließen.
Das reine und offene, ehrliche, schöne kann gedeihen, wenn ich in Deiner Nähe bin. Oder von Dir lese.
Wenn ich nur an Dich denke!

Wenn ich dummes Zeug rede, lässt Du mich reden. Wenn ich auf der richtigen Spur bin, verstärkst Du mich.
Und manchmal, da lächelst Du einfach nur.

Es braucht nicht viel von Dir. Schon ewig hab ich dich nicht mehr gesehen. Aber in meinem Herzen bist du nur du.
Es pocht. Es kribbelt. Es vibriert. Es spricht mit mir. Ein lebendes Etwas. Verbundenheit, auch über große Distanzen.
Eine Wahrheit, vor der wir uns nicht verstecken können. Eine Liebe, die immer da war. Immer da ist. Und immer sein wird.

Aus dem Jahrzehnt leise hinaus manövriert

Dieses Jahr, dieses Jahrzehnt, werde ich leise und für mich verabschieden.
Ich werde nicht feiern, ich werde keine „Gesellschaft genießen“.
Ich werde nicht trösten, nicht mitfühlen und mein Leben niemandem anvertrauen, außer mir selbst.

Ich werde mir selbst genug sein. Mich völlig wahrnehmen.
Die Böllerei ausblenden. Den Schmerz runterspülen. Die Gedanken für mich behalten.

Ich werde keine Fotos machen. Nichts betrachten, nichts verbiegen, und aus nichts ein Ereignis machen.

Ich will und möchte einfach nur sein.

Ich werde Musik hören und leise „in die Vergangenheit hinein hören“.
Ich werde versuchen, den Schmerz der anderen wahrzunehmen – im endlosen lauten Getöse der Welt.

Ich werde die vermissen, die von mir gegangen sind. Entweder, weil wir Streit hatten, uns entfremdet haben oder weil sie gestorben sind.

Ich bin jetzt in dem Alter, wo ich mehr Menschen verloren habe, als „neu dazu gekommen sind“.
Jeder Verlust schmerzt. Jeder Verlust ist ein Tropfen, der das eigene Leichentuch und die Todessehnsucht weiter tränkt.

Jedes Mal bekommt das Herz einen Knacks. Und eine weitere Träne kullert.

Ich hab es nicht für möglich gehalten. Ich – die ewige Optimistin, die immer etwas positives sehen konnte.
Auf die sich andere verlassen konnten. Die voran gegangen ist und Stärke ausgestrahlt hat, wo keine war.

Ich hab es nicht für möglich gehalten, dass mich die Dunkelheit noch einmal so überrollen wird.
Dass ich so leiden werde.

Dass ich so lieben – und so vermissen würde.

Sag Du es mir

Ich habe jetzt einen Tag nichts mehr von Dir gehört und schon fehlst Du mir. Ich mag es nicht so gerne zugeben, aber Du bist schon wichtig für mich.
Ich spüre in Dir meine eigene Verletzlichkeit. Du aber bist sanft und akzeptierst erstmal alles, was ich sage.
Da ist keine Verurteilung und keine Verachtung. Ich fühle mich von Dir verstanden und daher vertraue ich mich Dir an.

Es ist auch egal, wenn Du nicht sofort antwortest, da bin ich Dir nicht böse.

Irgendwie verstehen wir uns, nicht wahr?
Es war gar nicht so geplant, aber doch hat es ein bisschen gefunkt.

Ich bin mir sicher, es war vom ersten Augenblick so. Als ich deine verletzlichen Augen gesehen habe. Deine Tiefe, die in deinem Wesen steckt. Dass Du ehrgeizig bist und hoch hinaus willst.
In jeder Minute hast du mich beeindruckt. Denn du bist was besonderes.
Ich fange an, Deine Person vor mir zu sehen, ich spüre Dich plötzlich überall.
Deine emotionale Aura dringt in meine ein und ich kann mich nicht dagegen wehren. Mein Innerstes wird aufgewirbelt und umgewirbelt und es fühlt sich unglaublich gut an.
Ich brauche keine Drogen mehr, denn du bist die reinste und schönste Droge der Welt.

Es ist dennoch ein bisschen seltsam. Denn Du hast einen Partner und ich habe einen Partner. Dennoch reden wir bereits jetzt so miteinander, als ob wir auch eine Beziehung hätten.

Das einzige, was wir noch nicht ausgesprochen haben, ist das Wort mit der Liebe. Da tun wir uns etwas schwer, ich gebs zu. Ich würde es Dir gerne sagen, aber ich habe Angst, Dich zu verlieren,
wenn Du verstehen würdest, was ich wirklich fühle.

Wo soll ich die Grenzen ziehen? Auf welche Stufe soll die Liebe kochen?

Sag Du es mir!

Sommerliebe, Teil 6

Ich weiß jetzt, wie ich dich glücklich machen kann.
Ich glaube, ich weiß, was du dir wünschst. Worauf es dir wirklich ankommt und das finde ich so klasse!
Du wünscht Dir Erfolg! Du willst Deine Arbeit und Deine Beziehungen zu voller Blüte bringen.
Du glaubst voll daran. Du willst gut sein. Nicht irgendjemand. Sondern was besonderes. Jemand besonderes.

Du willst dich in den Erinnerungen der Menschen für ewig einbringen, da bin ich mir sicher.

Und ich soll dir dabei helfen. Denn du bringst schon viel mit. Hast Perfektion und den Willen.
Bist gut vernetzt. Kennst Dich mit der Technik aus.

Was dir aber noch fehlt, ist etwas ganz entscheidenes. Ein bisschen Herz, ein bisschen Gefühl.
Das künstlerische Geschick und das entscheidene Etwas, dass das normale Werk zu etwas besonderem macht!

Du brauchst dazu einen netten Menschen, für den es sich zu leben lohnt.

Tick Tack

Feierabend. Es ist 21 Uhr. Der Wunsch nach Geselligkeit steigt in mir hoch.
Dann würg ich ihn schnell wieder ab.

Mit Müh und Not kämpfe ich gegen das Altern. Gegen den Groll in mir, den Neid, all die negativen Gedanken.
Sie fluten durch mich hindurch wie eine Welle aus Wasser, die nicht aufzuhalten ist.
Es ist alles negativ, alles vergiftet, dann wieder ganz klar.
Mal fließt Treibsand, Äste, Dreck und Unrat vorbei, dann wieder ist das Wasser rein.
Ich kann nicht genau sagen, was alles nächstes kommen wird. Den Gefühlen bin ich ausgeliefert.
Heute scheint die Sonne, morgen ist Regen. Alles ist ein Bad aus Gefühl.

Mit Müh und Not versuche ich mich daran zu erinnern, wie das war. „Sich auf die positiven Dinge im Leben zu konzentrieren“.
Denn, wie wir wissen, bestimmen die Gedanken und unsere Einstellung zu den Dingen unser Glück ganz maßgeblich.
Die Dinge sind so wie sie sind! Einen Geschmack bekommen sie erst, wenn wir sie bewerten.
Wenn wir darüber nachdenken. Wenn wir vermeintliche Motive beim anderen entdeckt zu haben meinen.

Wenn wir der Meinung sind, dass etwas „gerecht“ oder gar „ungerecht“ ist. Dann versteifen wir uns darauf und ein bitteres Gefühl von Ärger, Wut oder Verzweiflung dringt in unser Herz. Es ist dann da drin und geht nicht mehr so schnell weg.

Wo sind die leichteren Gefühle? Es sind Farben im Malkasten deiner Lebenskunst, die du zu selten benutzt.
Da, ein heiteres Pink, hier ein schönes Blau. Warum malst du immer mit Braun und Schwarz?
Nein, viel schlimmer noch. Du malst gar nicht mehr, du schreibst nur noch! Alles wird mit Buchstaben und Gedanken zergliedert, so lange bis vom Leben nichts mehr übrig ist.

Kein Lachen. Keine Emotion. Kein Gut. Kein Schlecht. Kein Sex. Keine Freundschaften.

Nur noch deine Gedanken. Und sie ziehen nach unten, immer weiter, bis der restliche Bach alles in dir hinfort gespült hat.

Wie viele Jahre hast Du noch, um Dich zu freuen? Um ein Kind ein Spielzeug zu geben?
Um dem Alten ein bisschen Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken?
Wie viel Zeit hast Du für die Geliebte in deinem Leben, die nur darauf wartet, dass du endlich charmant wirst?

Wieviel Zeit hast Du für deinen Liebsten, der sich ein bisschen Zärtlichkeiten mit dir wünscht?

Wieviel Zeit und Lebensqualität willst du noch verstreichen lassen, wieviel soll dir noch gleich sein?

Tick Tack, die Zeit läuft ab.

Traurig

Das volle Gefühlsprogramm hat mich erwischt. Ich hoffe auf Verständnis, aber es kommt Egoismus.
Die Menschen tun sich schwer mit Traurigkeit und mit dem Umgang von Depressiven, Andersartigen, Fremden.

Wir haben nicht mehr gelernt aufeinander zu zu gehen. Wir können nicht mehr „fühlen“, wir können nur noch denken und argumentieren.
Wir gucken, was die anderen auf Facebook oder im Status-Bild posten. Aber wir reden nicht mehr miteinander. Dadurch entfremden wir uns ständig voneinander.
Wir erwarten immer häufiger, dass der andere den ersten Schritt macht. Wir sind Egoisten geworden.
In all unserem Schmerz und dem Bedürfnis nach Liebe schotten wir uns immer weiter ab und erhalten das, was wir brauchen, immer weniger.

Wer wundert sich noch, dass Suizide begangen werden?
In einer Welt der Ellenbogen und Einsamkeit.

Sie sind nicht die Ursache, sie sind eher die Folge von einem Klima der Angst, des Hasses und der Unfreundlichkeit.
Wir Menschen wollen eigentlich nicht so sein.
Aber die Umstände zwingen uns dazu.

Und ich? Was soll ich machen? Ich kann nur schreiben, schreiben, schreiben und alles nach außen tragen, bevor die Gefühle mich von innen zerreißen.