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Kategorie: Draußen

25. Erlebnistag Deutsche Weinstraße

Mit dem Rad ‘on tour’

Gestern war mal wieder time for our „weekly-on street-trekkingcycling lifetime experience-cardio workout“, auf Deutsch: Radfahr-Tag.

Denn wie das mal so ist, verliert man ganz furchtbar schnell die Kondition, wenn man nicht wenigstens einmal pro Woche, am besten aber noch viel öfters fährt! So ein Fahrrad ist ein total unterschätztes Gerät! Die Reichweite mit dem Drahtesel und vor allem auch der Spaß am Fahren korreliert eng mit der eigenen, persönlichen Fitness. Sprich: Je fitter man ist, desto weiter kommt man und desto weniger schwitzt man dabei. Das ist genau umgekehrt wie beim Autofahren: Da kann man sich total überfressen und übergewichtig reinsetzen und es fährt dennoch überall hin und die Reichweite korreliert höchstens mit der Tankfüllung und dem jeweiligen Grad der Umweltverschmutzung und der weltweit verfügbaren Ölreserven.

Was sich schon am Vortag bereits intensiv in unser jeweiliges Gesichtsfeld gebohrt hatte, war dabei nichts weniger als die schöne Ankündigung, dass der 25. Erlebnistag Deutsche Weinstraße ansteht und wie der Zufall so will, ist das eine Ende (Bockenheim) dieses lang gezogenen Straßen-Ereignisses relativ nah zu unserem derzeitigen Wohnort.

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Wolkenbruch

Viele kleine Regentropfen, die auf den Boden treffen und Kreise bilden
Graue, lang-gezogene Fäden stürzen sich vom Himmel. Ein dichter Teppich, durch den man kaum noch schauen kann und der das Sonnenlicht verschluckt.

Sie fallen in Reih und Glied über die Menschen her, wie eine Armee aus Wassermolekülen, die das Kommando bekommen hat, die Erde zu erobern.

Weich wird der Boden und die sorgfältig gepflanzten Blümchen knicken um. Die Erde wird durchtränkt mit Wasser und weiß nicht mehr wohin.

Im Hof sammelt sich das Nass und die Pfützen wachsen und wachsen. Weiterer Regen läuft über das Dach zusammen und sammelt sich in dunklen Rohren. An den Stellen in der Nachbarschaft, wo es keinen Heimwerker gab, drückt sich das Wasser über den Rand der geknickten Rinne und ergießt sich in einem Wasserfall-artigen Strahl auf den Beton. Wohl dem, der jetzt keinen Keller hat.

Im Abfluss gluckert es. Die Kanäle sind voll. Die Menschen haben zu viel gebaut und die freien Flächen vergessen. Da hilft auch keine Steuer. Das Wasser schaut nicht nach dem Geld. Es ist unparteiisch, aber es gibt nicht auf und nimmt sich seinen Weg. Langsam, beständig, fließt es und fließt. Dem Himmel ist zu warm, er schreit sich die Seele aus dem Leib „Nimm endlich auf mich acht, achte die Natur, beschütze die Erde, deinen Planeten…“ scheint er uns zu sagen.

Zuckende Blitze des Zorns erhellen den Himmel, ein monotoner Klangteppich aus Wasserrauschen und Bersten des Donners erfüllt die Luft. Die Luft riecht erdig und salzig und ist gut zu atmen.

In den Innenräumen ist meine Konzentration nicht ganz da, der Luftdruck ist tief und leichter Schwindel sitzt im Kopf. Kopfschmerzen. Die Nase ist zu und die erste Herbsterkältung kämpft mit dem Abwehrsystem. Die Sonne fehlt. Ich bin nicht so recht wach. Es plätschert und plätschert und hört gar nicht mehr auf.

Was muss ich heute noch machen? Oh je, nach draußen- die Pflicht erfüllen?

Hoffentlich hat der Regenschirm kein Loch…

Da, ein Fleckchen Sonne bahnt sich seinen Weg. Da, es wird hell. Auch dieser Regen geht vorüber.

Wochenrückblick

Soviele Themen derzeit in den Medien, dass ich kaum weiß, wo ich anfangen soll. Ob es sich überhaupt lohnt, ob es überhaupt etwas bringt. Aber Frauen (Menschen) sollen sich Gehör verschaffen, also verschaffe ich mir Gehör, also schreibe ich auf:

Als ein Scherz hielt ich zuerst den „Brandbrief“ der mächtigen Bosse von Atomkonzernen und ihr Bestreben, sich schamhaft und öffentlich vor einer Brennelemente-Steuer zu drücken. Wieweit diese Republik und die Moral der Menschen inzwischen verkommen ist, dass sowas überhaupt durchkommt.

Und wie schwach muss eine Regierung sein, wenn sie davor einknickt? Was bedeutet das für die Kunden, die jahrein- jahraus mehr Geld für Strom bezahlen müssen und dagegen so gut wie gar nichts machen können? Der vielbeschworene Wechsel des Anbieters ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und bringt vielleicht maximal 200 € pro Jahr (je nach Verbrauch) und ist bei einer maximal überschrittenen KwH-Menge oft gar nicht möglich. Dass Atomkraftwerke unsicher, gefährlich und eine Menge Problemmüll verursachen vergisst man irgendwie. Hauptsache, der Strom kommt aus der Steckdose.1

Ein krasses Ungleichgewicht der Mächtigen und der Machtlosen tritt hier zutage… so ist es auch kein Wunder, dass die Mehrheit der Deutschen eine neue Wirtschaftordnung möchte und der „Kapitalismus“ (der ja eigentlich eine soziale Marktwirtschaft ist) als nicht mehr so innovativ und vor allem nicht als sozial gesehen wird, wie er einst im Wirtschaftswunderland begonnen hatte.

Demnächst sollten die Arbeitnehmer sich vor der Einkommenssteuer drücken und einfach nicht mehr zahlen. Oder nicht mehr arbeiten gehen, der Urlaub wird ja sowieso gekürzt.

Wieder einmal ein Schlag in die geschrumpfte Mittelschicht und die Naiven, die heutzutage noch arbeiten gehen und den „Karren stemmen“. Wollte man denen nicht einmal Steuererleichterungen schenken, wollte man sie nicht entlasten? Waren das nicht die großen Versprechungen der letzten Monate? Stattdessen läuft die Gier des Aufschwungs wieder, das vielbeschworene Schwungrad, nach dessen Lauf die Häschen zu springen haben. Denn die Maschinen und Geld bestimmen unser Leben, nicht die seelische Erkenntnis oder gar die Gesundheit.

Aber woher soll die Einsicht kommen, bei den 20 Millionen Rentnern und den Hartz IV-Empfängern, die im Grunde pausenlos Urlaub machen können und die mangels Ausbildung, persönlichem Einsatz und Qualifikation am Kuchen der Erwerbstätigkeit nicht teilhaben können? Aber dazu können wir ja ausländische Fachkräfte ins Land holen.

Was ist eigentlich mit der Bildungsoffensive? Wurde die jetzt durch eine Chipkarte ersetzt? Ist ja auch viel einfacher! Und in Schwimmbädern und Zoos lernen die Kids soviel für ihr Leben!2

Aber ich glaube, ich bringe alles durcheinander. Geht mich ja auch nichts an. Hauptsache das eigene Leben stimmt. Das andere ist egal. Können wir sowieso nichts machen.

Nach uns die Sintflut..


Anmerkungen:
  1. Sonst könnte ich auch nichts bloggen. []
  2. hält einen Tag []


Stadt-Ansichten: Düsseldorf

Passender Song: Good Life von Inner City

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Düsseldorf, das Dorf an der Düssel und gelegen am Rhein. Landeshauptstadt von NRW.

Hat sich uns am Wochenende von seiner schönsten Seite präsentiert. Strahlend blauer Himmel, eine kostenlose Stadt-Rundfahrt, die es mir ermöglichte, mit dem Handy (aus dem fahrenden Auto) ein paar Schnappsschüsse von der bewundernswerten und abwechslungsreichen Architektur zu schießen.

Ein Besuch auf der ca. 170 Meter hohen Rheinturm-Besucherplattform stand ebenfalls auf dem Programm und verwöhnte uns mit kostenlosen Schwindelgefühlen und einer beeindruckenden Fernsicht.

Düsseldorf, wo leckerer Braten und Senf, dunkles Altbier und rheinische Gemütlichkeit auf Manager, Werbung und Kommerz treffen. Düsseldorf, das Zentrum der Macht, das auf Grund der netten Einwohner dennoch sympathisch geblieben ist.

Wolkenbruch

Von Wolken verdunkelter Himmel und ein Blitz
((Bildquelle: by marco www.pixelio.de))

Draußen gewittert und stürmt es und ich muss daran denken, nach jedem Satz das Dokument abzuspeichern, damit der Text nicht verloren geht. So kurzlebig ist diese digitale Welt. Manchmal möchte ich da lieber die kleine abgebrannte Kerze anzünden, dann zu meinem krummen Federhalter greifen, ihn tief in die blaue Tinte tauchen und im schummrigen Licht ein paar Zeilen auf vergilbtem Pergament verfassen, die ich dann per Laufbote und Postkutsche über die ganze Welt verteilen werde- und das alles nur, um meinen Egoismus und mein angeborenes und unausrottbares Mitteilungsbedürfnis zu befriedigen.

Ein teures, spaßiges Vergnügen, aber im Zeitalter der Blogs relativ problemlos möglich. Also ist die Technik vielleicht doch nicht SO schlecht.

Der Regen prasselt immer heftiger gegen die Scheibe und ein unablässiger, tiefer Donnergrollen u. heftige Luftschwankungen haben die ganze Umgebung erfasst. Hin und wieder peitscht der Regen wild auf und ich höre die schweren Tropfen gegen das Dachfenster schlagen. Mein Herz schlägt schneller als sonst und eine gewisse innere Anspannung wird durch die Szenerie geweckt.

Den ganzen Tag war es sehr warm und schwül. Kurz bevor das Wetter umgeschlagen hatte, merkte ich, wie mir plötzlich am ganzen Leib schwindlig wurde. Ich hatte plötzlich Schwierigkeiten mit dem optischen Fixieren von Dingen und als ich nach unten schaute oder mich bückte, wäre ich beinahe umgekippt, so heftig war der Wetterwechsel. Zum Glück hielt das Ganze nur ca. 15 Minuten an, dann hatte sich die neue Luftmasse in der Atmosphäre breitgemacht und der Körper sich darauf eingestellt.

Es gibt eine ganz interessante Webseite, die dieses Phänomen erklärt.
Für die Erfassung des Drucks sind die sog. ‘Barorezeptoren’ zuständig.

Bei Gewitter ebenfalls wichtig sind die sog. „Sferics“, elektromagnetische Impulse, die angeblich die Gehirn von empfindlichen Menschen beeinflussen können.

Ich glaube, das habe ich auch. Immer, kurz vor Gewittern, BIN ICH SO FÜRCHTERLICH GEREIZT UND UNAUSGEGLICHEN, VERDAMMT!

(Und wozu brauche ich so einen hirnrissigen wissenschaftlichen Beweis, wenn ich es so fühle??)

Aber jetzt habe ich wenigstens eine annehmbare Erklärung dafür. Die Wetterfühligkeit ist schuld. Oder die weiblichen Hormone.

Oder beides. :)

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