<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>J.A. Blog &#187; Draußen</title>
	<atom:link href="http://www.ja-blog.de/category/drausen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ja-blog.de</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 11:49:10 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.1</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Bewegung und Mobilität</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/05/bewegung-und-mobilitat/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2011/05/bewegung-und-mobilitat/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 May 2011 09:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3461</guid>
		<description><![CDATA[Eine Zusammenfassung
Bewegung und Mobilität ist so etwas wie ein „Menschenrecht“ und das Kriterium für eine moderne und vor allem freie Gesellschaft. Überall und zu jeder Zeit an jeden Ort der Welt zu fahren erzeugt ein unglaubliches Freiheitsgefühl. Unsere Möglichkeiten werden hier eigentlich nur vom Geld, nie aber von den zur Verfügung stehenden Mobilitätsmitteln begrenzt (zumindest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Zusammenfassung</em></p>
<p>Bewegung und Mobilität ist so etwas wie ein „Menschenrecht“ und das Kriterium für eine moderne und vor allem freie Gesellschaft. Überall und zu jeder Zeit an jeden Ort der Welt zu fahren erzeugt ein unglaubliches Freiheitsgefühl. Unsere Möglichkeiten werden hier eigentlich nur vom Geld, nie aber von den zur Verfügung stehenden Mobilitätsmitteln begrenzt (zumindest nicht in den reichen, „westlichen“ Industrieländern).  Wer möchte, reist in einem Monat an fünf verschiedene Orte auf der Welt, wer möchte, kann eine Woche lang mit dem Auto in jedes Urlaubsland seiner Wahl unterwegs sein, andere wiederum werden eine Wanderung zu Fuß auf einem berühmten Pilgerweg oder eine trans-europäische Reise mit dem Zug oder Trekking-Rad vorziehen.</p>
<p>Die Freiheit des modernen Menschen wird durch nichts mehr definiert, als durch die zu Verfügung stehende Mobilität. Das bringt uns aber auch gleich zu mehreren Einschränkungen: Diese Freiheit ist nicht gleich verteilt. Allein schon körperliche Einschränkungen wie Kurzsichtigkeit, Übergewicht, Querschnittslähmung, geistige Einschränkungen, hohes Alter, etc. schränken die Wahl des Fortbewegungsmittels ein. Auch wenn wir gerne wollten, auch im Verkehr sind wir nicht „gleichberechtigt“ sondern höchst unterschiedliche Wesen mit ganz unterschiedlichen Vorraussetzungen. So können starke Menschen schwache im wahrsten Sinne des Wortes auf der Überholspur abhängen.</p>
<p>Der zweite trennende Faktor ist eindeutig das Geld. Denn Reisen ist teuer. In der Themenwoche der ARD hatte man in einer Sendung z.B. vorgerechnet, dass die durchschnittlichen Kosten für einen Mittelklasse-Wagen bei ca. 5.000 Euro pro Jahr liegen und diese Kosten dann mit der Nutzung eines Taxis gegengerechnet. Man kann einige Kilometer (ich glaube es waren 1.500) mit dem Taxi fahren, bevor diese Kosten wieder eingespielt werden. Problematisch beim Auto ist vor allem der Wertverlust, der vor allem beim Neuwagen sehr hohe Wert-Minderungen in den ersten Jahren erzeugt. So schön ein neues Auto auch ist, in den ersten Jahren könnte man das sauer verdiente Geld auch in einem großen Ofen verbrennen, ähnlich <a href="http://www.spiegel.de/auto/werkstatt/0,1518,202381,00.html " target="_blank">rasant geht es vonstatten</a>.</p>
<p>Autofahren war überhaupt schon immer ein Luxus und früher nur für wenige Menschen nutzbar. Vor ein paar Jahrzehnten sind die Leute noch hauptsächlich zu Fuß gegangen oder mit dem Fahrrad gefahren. Die Massen-Nutzung des Automobils ist eine <a href="http://www.oekosystem-erde.de/html/industrielle_revolution.html" target="_blank">typische Eigenschaft von industrialisierten</a> und reicher gewordenen Ländern.   Ähnliches kann man derzeit in China beobachten, wo die Menschen auch massenweise vom Fahrrad aufs prestige-trächtigere Auto umgestiegen sind.</p>
<p>Menschen, die weniger privilegiert sind und kein festes Einkommen haben, können sich oft kein Auto leisten (z.B. Arbeitslose, Studenten, Hausfrauen). Sie sind dann mehr als andere abhängig von den weniger „starken“ Fortbewegungsmitteln Bus, Bahn oder Fahrrad. Erfreulich aber ist, dass die Hartz IV Gesetzgebung den <a href="http://www.sozialleistungen.info/hartz-iv-4-alg-ii-2/vermoegen.html " target="_blank">Besitz eines Autos</a> erlaubt, solange es einen bestimmten Wert nicht überschreitet.</p>
<p>Wer Pech hat, kann sich noch nichtmal mehr ein Fahrrad leisten und muss alle Wege zu Fuß gehen. Kein Wunder, dass die Menschen alles tun, um in den Besitz eines Autos zu kommen, bedeutet dieses Auto doch eine massive Aufwertung ihres Selbstbewertgefühls und eine faktische Aufwertung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, vor allem in abgelegenen und ländlichen Regionen. Für den Individualtransport über große Strecken und das Transportieren schwerer Lasten ist das Auto weiterhin unumgänglich. Anders sieht es aus, wenn man nur Kurzstrecken überwinden und dabei nur eine Person bewegen muss. Hier wäre der gezielte Ausbau anderer Verkehrsmittel sinnvoll.</p>
<p>Mobilität ist also nicht nur unsere Lebens- und Glückseeligkeitsader Nummer eins, sie ist außerdem mit Kosten, aber auch mit emotionalen Belastungen verbunden. Denn über kein Thema regt sich (der Deutsche) lieber auf, als das Auto, die Spritpreise oder die Verkehrspolitik. Manchmal hat man sogar den Eindruck, das Auto ist den Menschen wichtiger als die Kinder, die Menschen oder die Umwelt. Oft überwiegt der Egoismus und die persönliche Kosten-Nutzen Rechnung (die im Kapitalismus ja gewollt und indirekt auch gefördert wird, weil der Mensch ja „schlecht“ ist) über vernünftige Einsichten und logische Überlegungen.</p>
<p>Den Deutschen kann man generell wenig mit vernünftigen Argumenten kommen, wenn es um das Auto geht. Die Autofahrer-Lobby ist sehr stark. Die Autoindustrie ist zudem eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Automobilindustrie#Autoindustrie_in_Deutschland" target="_blank">sehr umsatzstarke</a> und exportträchtige Industrie (69 Prozent aller hergestellen PKW) und einer der wenigen klassischen Industrien, die in Deutschland noch boomt und nicht von <a href="http://www.faz.net/artikel/C30563/arbeitsmarkt-abwanderung-bedroht-jeden-vierten-industrie-arbeitsplatz-30225536.html" target="_blank">anderen Ländern übernommen</a> wurde.   Man verbindet das Autofahren also unbewusst auch mit dem Auto-Herstellen und indirekt auch mit dem Prestige als Autofahrer- und Autobauer-Nation.</p>
<p>Dass das Auto aber langfristig überdacht werden sollte, daran eigentlich besteht kein Zweifel. Bei jungen Leuten ist es schon lange nicht mehr das Prestigeobjekt Nummer eins und vor ein paar Jahren las ich die Zahl, dass der durchschnittliche Neuwagenkäufer meistens <a href="http://www.focus.de/auto/news/neuwagen-autokaeufer-werden-immer-aelter_aid_541687.html" target="_blank">um die fünfzig Jahre alt</a> ist (was hauptsächlich finanzielle Gründe haben wird).   Mit sinkendem Durchschnitts- Einkommen und gestiegenen Ausgaben für Nahrungsmittel und Energie werden zunehmend auch wirtschaftliche und ökologische Gründe bei der Wahl des Fortbewegungsmittels eine größere Rolle spielen.</p>
<p>Das Auto, als Nabel der Technik steht also auch im Fokus des Innovationsdrucks. Hier hat die deutsche Autoindustrie aber auch der deutsche Autokäufer eindeutig Nachholbedarf.</p>
<p>Für mich bedeutet eine vernünftige Verkehrspolitik also, das Auto nicht ganz zu verdrängen oder gar „abzuschaffen“ aber zukunftsfähiger, ökologischer und für die Masse erschwinglicher zu machen. Es muss zudem von anderen Verkehrsmitteln ersetzt werden und sollte nicht nur als reines Spaßmobil genutzt werden. Man sollte verkehrspolitisch auch an die Menschen denken, die sich kein Auto leisten können oder wollen.</p>
<p>Wenn das Verantwortungsgefühl für Gesundheit und Umwelt von den Menschen nicht selbst entwickelt und umgesetzt werden kann, müssen der Staat oder die Kommunen lenkend eingreifen.</p>
<p>Leute, die das Auto z.B. nutzen um zur Arbeit fahren sollten entlastet werden (Pendlerpauschale), aber alle die das Auto nur zum Herumfahren und Spaß vertreiben benutzen, sollten stärker in die Pflicht genommen werden. Wer das Fahrrad benutzt und damit seine Gesundheit schützt und die Umwelt schont, sollte entsprechend belohnt werden, z.B. durch günstigere Krankenkassen-Tarife oder steuerliche Anreize für den Fahrradkauf.</p>
<p>Auch der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und Radwege sollte weiter forciert werden. Es muss ein stärkeres Miteinander der Verkehrsmittel geben, z.B. bessere Mitnahmemöglichkeiten von Fahrrädern im Zug oder mehr „Park and Ride“ Parkplätze für zugreisende Autofahrer.</p>
<p>Struktur- und verkehrspolitisch schwache Regionen müssen stärker unterstützt werden und dafür auch Gelder vom Bund erhalten. Wenn die Menschen günstig und umweltschonend zur Arbeit kommen sollen und damit auch gesellschaftliche Aufgaben erfüllen und Steuern zahlen, dann ist das nicht nur eine Sache der Kommunen, sondern eine Sache der ganzen Gemeinschaft.</p>
<p>Generell sollte die Verwendung von finanziellen Mitteln aus dem „Steuertopf“ wieder zielgerichteter erfolgen. Es kann nicht sein, dass man mit jeder Tankfüllung die Rentenkasse gefüllt wird, aber die Schlaglöcher weiterhin ungeflickt die Straße aufreißen. Da fragen sich die Menschen zurecht, was eigentlich mit dem ganzen Geld passiert, was vom Endverbraucher in den Verkehr gepumpt wird.</p>
<p>Verkehrspolitik ist eigentlich eine sehr spannende Politik, weil es jeden Menschen angeht und fast jeder Mensch damit täglich zu tun hat. Also sollten die Menschen in diesem Bereich auch mehr Mitsprachemöglichkeit bekommen und sich selbst noch aktiver einbringen. Wenn man es nicht macht, riskiert man Massenproteste und bürgerliches Aufbegehren wie z.B. mit Stuttgart 21.</p>
<p>Und wenn man es richtig macht, erntet man eine moderne, gesundheits- und umweltbewusste Gesellschaft, die dennoch auf den Luxus der allseits verfügbaren Mobilität nicht verzichten muss.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2011/05/bewegung-und-mobilitat/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mit Spatzen auf Kanonen schießen</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/03/mit-spatzen-auf-kanonen-schiesen/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2011/03/mit-spatzen-auf-kanonen-schiesen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 19:46:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3179</guid>
		<description><![CDATA[
Während ich über Atomkraftanlagen in Deutschland recherchiere und die Lage in Japan weiter verfolge, fällt mir verschiedenes auf.
Ich möchte diesen Artikel einfach mal nutzen, um alles zusammenfassen. Eine bestimmte Ordnung kann ich dabei nicht gewährleisten, seht es mehr als ungeordnete Liste oder Zusammenfassung meiner persönlichen Eindrücke an. Es kann auch sein, dass diese Liste in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="By Michael Kauffmann (Own work) [CC-BY-2.0-de (www.creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons" href="http://commons.wikimedia.org/wiki/File:KKP_Auslauf.jpg"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/3/34/KKP_Auslauf.jpg/800px-KKP_Auslauf.jpg" alt="KKP Auslauf" width="400" /></a></p>
<p>Während ich über Atomkraftanlagen in Deutschland recherchiere und die Lage in Japan weiter verfolge, fällt mir verschiedenes auf.<br />
Ich möchte diesen Artikel einfach mal nutzen, um alles zusammenfassen. Eine bestimmte Ordnung kann ich dabei nicht gewährleisten, seht es mehr als ungeordnete Liste oder Zusammenfassung meiner persönlichen Eindrücke an. Es kann auch sein, dass diese Liste in weiteren Artikeln noch fortgeführt wird. Ich denke, dass ist das mindeste, das man in diesen Tagen machen kann. Darüber nachdenken, darüber reden und dass Bewusstsein aufrecht erhalten. Anteil nehmen und an der richtigen Stelle auch mal schweigen.</p>
<p>Auf den Bildern, die vor mir liegen, wirken Kernkraftwerke nicht besonders bedrohlich. Beinahe ruhig und malerisch stehen sie in einer blau-grünen Landschaft, auf Grund des Kühlwasser-Bedarfs oft an einem Fluss, in dem sich dann die gigantischen Kühltürme spiegeln und majestätisch in den Himmel ragen. Was oben heraus kommt, ist angeblich „sauberer und reiner“ Wasserdampf. Aber es gibt auch so einen kleinen Auspuff, mit dem überschüssige Radioaktivität in den Himmel geblasen wird, wenn ich das richtig verstanden habe. Und was ist z.B. mit den Studien über gestiegene Krebserkrankungen, gerade von Kindern, in direkter Atomkraftnähe?</p>
<p>Aber schon, keine fünf Tage nach den ersten Störfällen in Japan wird ein jeder Laie zum nachwachsenden Halb-Experten, was Atomfragen angeht.</p>
<p>So lese ich z.B. dass in dem Kernkraftwerk Philippsburg, das keine Autostunde Fahrt von meinem jetzigen Wohnort entfernt ist, alleine in einem einzigen Block 102 Tonnen Uran als Brennelement verwendet werden. Wohin geht das Uran, wenn es schmelzen sollte? In die Erde, in unser Trinkwasser? In die Pilze? Noch heute kann man in Teilen des bayrischen Waldes keine Wildschweine mehr essen und muss sämtliche Pilze auf Grund der Strahlenbelastung von Tschernobyl wegschmeißen! (Bericht in Frontal 21)</p>
<p>Dieses Atomkraftwerk konnte man bei guter Sicht vom Garten meines Elternhauses sehen und als Kinder fanden wir die riesigen Kühltürme schon sehr erstaunlich. Nur, was sie im Einzelfall bedeuteten, das wussten wir lange nicht.</p>
<p>So bedrohlich, so beeindruckend ist auch die thermische Leistung, die mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Philippsburg" target="_blank">2.575 MW beziffert wird</a>, welches wiederum eine elektrische Nettoleistung von 890 MW ergibt.<br />
Vergleicht man das mit einem „durchschnittlichen“ Windrad, so kommt dieses auf gerade mal 1,6 Megawatt. Das gibt mir zumindest einen ersten Überblick über die „Macht“- Verhältnisse der Energieformen. Es ist in diesen Tagen kaum möglich, nicht informiert zu werden, gestern hatte ich den Fernseher ca. zwei Stunden lang laufen und wurde ab 20 Uhr mit Informationssendungen über Japan und Atomkraftwerke, Folgen, Strahlenkrankheit, etc. dauerberieselt.</p>
<p>So ist die Strahlenkrankheit im Einzelnen doch tückischer als gedacht und muss dabei von den Elementen ausgehen, die jeweils in der Luft sind. So ist z.B. Plutonium generell hochgiftig, andere Teilchen heften sich wiederum an Partikel in der Luft (in Tschernobyl waren es z.B. weggeschleuderte Graphit-Teilchen von den Kühlstäben) und die Atemmasken, die man in den Fernsehnachrichten über Japan sieht, gelten zur Abwehr von radioaktivem Jod, welches in der Lunge sehr schnell Lungenkrebs auslöst.</p>
<p>Radioaktivät ist generell sehr gefährlich, so wurden Listen und Tabellen veröffentlicht, was für die Menschen noch verträglich ist. Das war ein Wert in der Größenordnung von ca. <a href="http://www.spiegel.de/panorama/bild-751072-192410.html" target="_blank">2,1 Millisievert</a> im Jahr   und in der Nähe von Fukushima gab es auf einen Schlag <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sievert_%28Einheit%29" target="_blank">400 mSv pro Stunde</a>!</p>
<p>Multipliziert mit den Werten der Vertuschung und Beschwichtigung kann man davon ausgehen, dass die realen Werte noch viel höher liegen werden.</p>
<p>Eigentlich ist es da auch nur wenig verwunderlich, dass einige Menschen in Deutschland panisch überreagieren und sich jetzt schon mit Jodtabletten oder Geigerzählen eindecken, aber Vorsicht: Selbst-Medikation kann sehr gefährlich sein. Und nicht dass man dann an einer Krankheit stirbt, die man nicht gehabt hätte, wenn man vor der anderen Krankheit keine Angst gehabt hätte&#8230;</p>
<p>Was zeigen diese Panikkäufe? Dass der Mensch nicht mit dem Kopf reagieren kann, wenn die Gefühle betroffen sind. Die Bedrohung durch das AKW in Fukushima erscheint irreal und auch wenn Experten immer wieder behaupten, wie ungefährlich das alles für uns ist, liegt das gesunde Misstrauen und die Angst doch weit über dem sachlichen Abwägen von Bedrohungs-Wahrscheinlichkeiten.. diese irreale Angst vor dem Unbekannten wird es unter anderem auch sein, die die Atomkraft so unbeliebt macht. Man kann sich zwar die 99 Prozent Sicherheit schönreden und auch wenn es seit ca. 25 Jahren keinen Störfall der INES-Stufe sieben mehr gegeben hat.. so reichen die restlichen 1 Prozent doch, die Atomkraft gesellschaftlich und auf breiter Linie salon-unfähig zu machen. Zu Recht!</p>
<p>Schlimm sind auch weiterhin die Bilder, die aus der Krisenregion gesendet werden. Manche Fernsehsender wiederholen sie kontinuierlich, als ob sie sich selbst nicht daran satt sehen könnten. Die Grenzen zwischen Sensationsgeilheit und objektiver Wissens-Vermittlung sind da manchmal sehr fließend. Oder muss es sein, dass zu den besonders schlimmen Bildern noch dramatische Musik eingespielt wird? Das wirkt beinahe so, als ob es uns alles nichts anginge und wir uns nur am emotionalen „Thrill“ dieser Katastrophe bereichern wollten. Beinahe wie ein guter Actionfilm, halt nur etwas realer.</p>
<p>Man mag darüber denken, was man will.. auch die Händler von Geigerzählern werden in diesen Tagen einen Profit aus der Krise schlagen und in den 10 Uhr -Nachrichten von heute vormittag spekulierte man ganz offen über die Lage der deutschen Autobauer, die ja mit den Japanern in strenger Konkurrenz stehen und vielleicht davon profitieren könnten. Wenn es wieder ums Geschäftliche geht, dann ist ja alles in Butter, war meiner erster zynischer Gedanke dazu.</p>
<p>Was den Menschen jetzt vor Ort passieren wird, daran traue ich mich nicht mehr zu denken. Zu groß und unglaublich sind die Entwicklungen. Es wäre auch früh. Die Katastrophe ist noch im vollen Gang, langsam und quälend und nur noch in der „Hand Gottes“, wie manche schon auf Nachrichtenseiten kommentiert haben.</p>
<p>Oder glaubt noch jemand ernsthaft daran, dass man mit Wasserwerfern alleine eine Kernschmelze stoppen kann?</p>
<p>Wem das ganze jetzt nicht zu zynisch erscheint&#8230; der könnte evt. über dieses klassische <a href="http://www.youtube.com/watch?v=xo55jk0HFWA" target="_blank">Loriot Video</a> schmunzeln&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2011/03/mit-spatzen-auf-kanonen-schiesen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von der Trauer&#8230;</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/03/von-der-trauer/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2011/03/von-der-trauer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 20:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichgewicht]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Mensch]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Tsunami]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3169</guid>
		<description><![CDATA[zum Gleichgewicht
Eine schwere Trauigkeit hat mich heute erfasst. Mit den Nachrichten im Fernseher und im Internet ist auch der reale Kloß im Hals angewachsen und spürbar dick geworden. Der Druck auf die Tränendrüsen war heute nicht mehr aufzuhalten. Mein ganz persönlicher Auslegungsstörfall. Zuerst ein grauer Schleier, ein verstopftes Emotions-Ventil, darauf folgt eine gewisse Fassungslosigkeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>zum Gleichgewicht</em></p>
<p>Eine schwere Trauigkeit hat mich heute erfasst. Mit den Nachrichten im Fernseher und im Internet ist auch der reale Kloß im Hals angewachsen und spürbar dick geworden. Der Druck auf die Tränendrüsen war heute nicht mehr aufzuhalten. Mein ganz persönlicher <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall" target="_blank">Auslegungsstörfall</a>. Zuerst ein grauer Schleier, ein verstopftes Emotions-Ventil, darauf folgt eine gewisse Fassungslosigkeit und Stille. Dann das kaum zu formulierende Gefühl, dass diesmal wirklich etwas schlimmes passiert. Immer in stiller Hoffnung, dass die Meldungen im Fernsehen doch nochmal besser, optimistischer werden und Entwarnung gegeben werden kann. Doch das Gegenteil ist der Fall und es wird derzeit noch schlimmer. Schon sieht man die ersten Anzeichen und das Groteske bahnt sich seinen Gang. Menschen, die hinter Scheiben eingesperrt werden und auf Grund ihrer Strahlung unter Quarantäne gesetzt werden. Das ist wie in einem Science- Fiction Film. Wer weiß, wie lange sie noch strahlen werden? Werden sie jemals wieder gesund? „Er sei beruhigt“ sagte ein Mann, der hinter der Scheibe Angehörige oder Freunde hat „sie sehen noch ganz normal aus“. Ja das ist das Tückische an der Strahlung. Man sieht sie nicht, man schmeckt und fühlt sie nicht und doch ist sie tödlich. Erst fallen die Haare aus, dann vielleicht die Zähne. Dann kommen die Schmerzen und schließlich der Tod. Manchmal auch in Form von Krebs, etwas <a href="http://umweltinstitut.org/radioaktivitat/20-jahre-tschernobyl/eine-dustere-prognose---die-gesundheitlichen-folgen-des-gaus-60.html" target="_blank">verspätet</a>.</p>
<p>Dass es selbst die schwarz-gelbe (Atomfarbene&#8230;) Regierung dazu bringt, einzulenken! Ich fühle mich fassunglos, extrem überrascht und fast ein wenig gerührt. Gleichzeitig ist es aber auch eine indirekte Bestätigung dafür, wie schlimm die Krise auch von der Regierung eingeschätzt wird. Oder geht es nur um die eigenen Felle, die angesichts der anstehenden Landtagswahlen wegzuschwimmen drohen? Nein, mein Gefühl sagt mir, dass es diesmal mehr ist. Dass Merkel und Westerwelle wirklich betroffen waren und dass es nun selbst bei konservativen, ehemaligen Atom-Befürwortern vielleicht doch noch ein Einlenken oder Umdenken geben wird. Denn an die Vernunft und die Einsichtsfähigkeit des Menschen sollte man immer glauben. Wer das nicht mehr kann, hat sie selbst verloren.</p>
<p>Aber muss es immer so weit kommen, bis die Vernunft über die (wirtschaftliche) Sturheit siegt? Warum müssen dazu 10.000 Menschen (und vielleicht noch vielmehr) sterben? Warum müssen dafür erst unzählige Quadratkilometer an kostbarer Natur -für was weiß ich wieviel Jahre- verpestet werden? Es ist das eigene Land, das man wegschmeißt. Es sind die eigenen Tiere, die vergiftet werden, die eigenen Immobilien, die wertlos geworden sind und letztendlich die eigenen Angehörigen, die gestorben sind und die eigenen Kinder, die keine Zukunft mehr haben werden. Gegen das Erdbeben kann man nichts machen, aber gegen die Atomkraftwerke sehr wohl.</p>
<p>Ich glaube, wir können uns das mit gewöhnlichen Mitteln gar nicht vorstellen, was eine nukleare Katastrophe bedeutet. Zu selten hat man eine erlebt, zu irreal sind die möglichen Folgen und es wird immer noch verdrängt, vertuscht und die Panik möglichst klein gehalten. Eine atomare Wolke, die mit Nordwind auf den 35 Millionen-Großraum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tokio" target="_blank">Tokio</a> zuweht? Unvorstellbar.</p>
<p>Und es geht uns ja auch nichts an. Japan ist ja weit weg! Der Wind steht günstig für Deutschland und Europa, also weiter zur Tagesordnung. Decke über den Kopf, Fernseher ausschalten und Zeitungen zusammengefaltet liegen lassen. Ist es so einfach?</p>
<p>Ich finde, die Zusammenhänge sind kaum zu übersehen. Wir sind alles Menschen. Über sieben Ecken kennt jeder Mensch jeden. Unser Genpool geht nach einer Theorie auf maximal 10.000 gemeinsame Vorfahren zurück.  Es gibt viele Japaner, die bei uns in Deutschland leben und es wird auch einige Deutsche geben, die in Japan leben, studieren, Urlaub machen. Die Wirtschaften sind eng miteinander verflochten, wir kaufen fast jeden Tag japanische Produkte oder sind direkt oder indirekt damit in Verbindung.<br />
Wir sind weder genetisch noch wirtschaftlich getrennt oder verschieden, noch was unsere gemeinsame Anlagen, Wünsche, Träume und Perspektiven angeht. Wir sind alles Menschen, wir wollen alle gesund, glücklich sein und in einer sauberen Welt auf einer gesunden Erde mit Zukunft leben. Das ist unser Recht, unser ureigenstes Recht und dafür müssen wir aufstehen und uns einsetzen!</p>
<p>Auch die Atomkraft geht uns direkt etwas an! Ganz Europa ist übersät mit Atomkraftwerken und selbst wenn in Deutschland alle AKWs abgeschaltet worden sind, sollte der Kampf gegen Atomkraft europaweit weitergehen. Wann wird man endlich einsehen, wie wichtig alternative Energiekonzepte sind? Und warum gibt es immer noch soviele, die meinen, dass es keine Alternativen gäbe?</p>
<p>Tja, der Mensch ist eben doch Egoist, wenn es um Energiefragen geht.<br />
„Klimaschutz ist gut, <a href="http://www.umweltjournal.de/AfA_politik/17465.php" target="_blank">wenn er nichts kostet</a>“ las ich z.B. letzens im Umweltjournal.</p>
<p>Wenn man die (aktuellen) Erzeugerpreise von Atomstrom mit anderen Energieformen vergleicht, wird schnell klar, was der Knackpunkt an der Geschichte ist, das Geld.</p>
<p>So liegt der Erzeugerpreis pro Kilowattstunde bei 2,65 Cent bei Atomkraft, Braunkohle kostet 2,40 Cent, Wasserkraft 4,3 Cent und Windenergie ganze 9 Cent. Die Photovoltaik ist noch beinahe außer Konkurrenz und mit 54 Cent extrem teuer.<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2011/03/von-der-trauer/#footnote_0_3169" id="identifier_0_3169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Wirtschaftlichkeit ">1</a></sup></p>
<p>So einen tiefgreifenden Wandel wird man nicht zum Nulltarif  bekommen. Aber im Grunde ist es doch egal, warum der Strompreis steigt.  Ob das jetzt die Atomkonzerne sind, die sich die Taschen vollstopfen  oder die Politiker, die die Steuern erhöhen. Zahlen muss man so oder so,  denn ohne Strom kann niemand mehr leben.</p>
<p>Dennoch steigen Energie- und Stromhunger weltweit <a href="http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/stromverbrauch.php" target="_blank">kontinuierlich an</a> und scheinen von einer einzigen Konstante, der menschlichen Gier getrieben zu werden.  Denn „sinnvoll“ erklären kann man das schon lange nicht mehr. Mir fällt nur bei dieser Liste auf, wie stark Energiehunger und wirtschaftlicher „<a href="http://www.welt-auf-einen-blick.de/energie/stromverbrauch-1.php" target="_blank">Erfolg</a>“ miteinander in Bezug stehen.<br />
Je erfolgreicher die Volkswirtschaften, desto größer ihr Energiehunger. Oder ist es umgekehrt?</p>
<p>Dass es mit erneuerbaren Energien eine sehr sinnvolle Alternative gibt, die einen hohen CO2 Ausstoß vermeidet und dabei gleichzeitig Werte und Arbeit schafft, zeigt z.B. diese <a href="http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_ee_zahlen_bf.pdf" target="_blank">Broschüre</a>.</p>
<p>Und auch der Kapitalismus als Ganzes sollte endlich neue Antworten liefern, wie eine Wirtschaft gesund sein kann, ohne sich ständig vom Aufschwung- und dem unsäglichen Rendite- Dogmatismus beherrschen zu lassen. Kann es eine Wirtschaft geben, die gesund ist, auch wenn sie gerade nicht abnorm wächst und wuchert, wie beinahe ein krankhaftes Geschwür, dass dem Planeten Erde immer mehr an Lebensenergie raubt? Es wird höchste Zeit, darüber ernsthaft nachzudenken. Wir brauchen sinnvolle und nachhaltige Alternativen für eine gesunde Zukunft und die Abkehr von der Atomkraft ist nur ein erster, aber auch wichtiger Schritt.</p>
<p>Japan ist eine Warnung an die Welt. Ein Aufschrei der Natur, eine Zäsur, die dem Menschen zeigt: Eure Macht ist endlich. Baut keine Türme zum Himmel, baut eure Häuser kleiner und stabiler. Die Macht des Menschen als Ganzes ist endlich. Wirtschaftskraft um jeden Preis ist nicht alles. Was zählt, ist auch die Harmonie, das <em>natürliche Gleichgewicht zwischen Mensch, Technik, Wirtschaft und Natur.</em></p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3169" class="footnote">Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Wirtschaftlichkeit" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk#Wirtschaftlichkeit</a> </li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2011/03/von-der-trauer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Erbe der Höhlenmenschen</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/das-erbe-der-hohlenmenschen/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2011/01/das-erbe-der-hohlenmenschen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 10:42:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Überleben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3020</guid>
		<description><![CDATA[„Freiheit statt Angst“ dieser Satz fällt mir ein, wenn ich über das Moderierungs-Problem nachdenke. Ein paar Terroisten jagen ein Hochhaus in die Luft und ein paar Wochen später, wird jeder Passagier bis auf die Unterhose gefilzt, darf nur noch 50 ml Zahnpasta, in möglichst unsichtbarer Verpackung (oder noch besser: vorsorglich bereits auf die Zähne aufgetragen) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>„Freiheit statt Angst“</em> dieser Satz fällt mir ein, wenn ich über das Moderierungs-Problem nachdenke. Ein paar Terroisten jagen ein Hochhaus in die Luft und ein paar Wochen später, wird jeder Passagier bis auf die Unterhose gefilzt, darf nur noch 50 ml Zahnpasta, in möglichst unsichtbarer Verpackung (oder noch besser: vorsorglich bereits auf die Zähne aufgetragen) mit sich tragen, werden die Leute durch ein Raster geschickt, unterteilt nach Glauben, Ethik, Herkunft und Geschlecht. Schlaue Ingenieure erfinden Maschinen, mit denen Leute bis auf die Haut „gescannt“ werden und obwohl man sich dabei soviel Mühe gibt und mit immer größeren und intensiveren Mitteln versucht, die Sicherheit herzustellen, die es nur im Kopf gibt, scheitert man. Gegen den Terror der Angst gibt es anscheinend kein Abwehrmittel, denn die Angst entsteht im Kopf und nicht in der Waffe, dem Glauben oder der politischen Einstellung.</p>
<p>Angst ist etwas unsichtbares, aber doch beeinflusst sie die Taten der Menschen auf eine sehr sichtbare Weise. Ich habe Angst vor Trollen und unfreundlichen Kommentatoren. Wohin führt die Angst mich? Ich schaue automatisch nach Mitteln, die mir mehr Sicherheit versprechen, die die Aggression von anderen Menschen (die nur gefühlt wird und gar nicht real ist) abfedern, abpuffern und weicher machen soll. Ich habe also Angst vor der Aggression, Angst vor dem Hass, ich wünsche mir anscheinend eine Welt mit lauter bunten Blümchen, mit Schafen, die über die Wiese hoppeln und einem schönen, rosafarbenen Regenbogen, der sich über den tiefblauen und wolkenfreien Himmel spannt. Sieht so aus, als ob das Harmoniestreben in diesem Falle eine Schwachstelle ist.</p>
<p>Die imaginären Trolle (= die Terroristen) haben das erreicht, was sie wollten: Sie haben Angst und Schrecken verbreitet. Sie haben ihr hämisches Grinsen aufgesetzt, ein bisschen mit der metallisch glänzenden Klinge gescharrt und mit der Zunge geschnalzt und die Menschen haben angstschreiend das Weite gesucht. Wie beim Anblick von Piraten oder Plünderen, die über die Felder der armen Bauern herfallen. Das muss ein uralter Reflex sein: Angst schützt vor Gefahren. Lieber einmal zu früh hochfliegen, als einmal zu langsam sein und sich von der Aggression der lebensfeindlichen Natur auffressen zu lassen.</p>
<p>Lieber eine Sicherheitskamera mehr aufgestellt, als einmal im entscheidenen Moment zu wenig gesehen zu haben. Lieber einen Polizist mehr Streife patroullieren lassen, als es einmal zu verpassen, wie zwei Jugendliche eine alte Frau oder einen Kinderwagen auf die Gleise schubsen.</p>
<p>Angst bestimmt das Gemüt. Schon morgens, wenn wir die Zeitung aufschlagen, werden wir mit Angst konfrontiert: Bus rast in Auto, Kind wird von U-Bahn erfasst, Einbrecher bringen schlafenden Mann um, Jugendlicher erschlägt Vater, Frau von wütendem Mann erstochen, 3.000 Menschen sterben bei Hochwasser und eine Chemiefabrik ist explodiert.</p>
<p>Herje, und das alles an einem Tag? Das kann kein normaler, von der Evolution auf Angst und Überleben dressierter Mensch aushalten.</p>
<p>Ja, Freiheit ist eine tolle Sache. Aber lasst sie erstmal von anderen ausprobieren, bitte. Ich entscheide mich dann später, wie ich mich entscheide. Hier in meiner Höhle, ist es gerade so bequem. Ich habe da ein gemütliches Bett aus Stroh und einen dicken Felsen, der mich vor blutsaugenden, mädchenfressenden Dinosauriern schützt. Viel zu essen in der Kammer und wenn ich mal jagen muss, ist da noch mein Bruder. Der ist viel stärker als ich und gerissener. Den schicke ich vor. </p>
<p>Wenn er nicht zurückkommt, werde ich abends (spätabends, bei Dunkelheit!) langsam den Fels zur Seite rollen und ganz schnell, husch husch zu den Beerensträuchern rennen und ein paar von den roten Beeren pflücken. Aber nicht so lange, nur zehn Minuten. Circa..</p>
<p>Still, da raschelt etwas in den Blättern, ich muss mich beeilen. Bis später dann!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2011/01/das-erbe-der-hohlenmenschen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sei er mir ein Crocus..</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/10/sei-er-mir-ein-crocus/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/10/sei-er-mir-ein-crocus/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 10:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Crocus]]></category>
		<category><![CDATA[Erde]]></category>
		<category><![CDATA[Herbst]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=2747</guid>
		<description><![CDATA[..der Freude und Farbe im Winter schenkt
Passender Song zum Text

Gestern habe ich Krokusse gepflanzt. Das ist so eine entspannende Tätigkeit. Zuerst die warme Winterjacke überstülpen, denn draußen ist es bitter-kalt. Hände mit spezieller Schutzcreme eincremen (Schmutzabweisend und pflegend, ist gut, wenn man direkt danach kochen muss und noch dreckige Finger hat). Dann die Pflanzgeräte und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>..der Freude und Farbe im Winter schenkt</em></p>
<p style="text-align: right;"><em><a href="http://www.youtube.com/watch?v=9fPYyoY49Bc" target="_blank">Passender Song zum Text</a><br />
</em></p>
<p><strong>G</strong>estern habe ich Krokusse gepflanzt. Das ist so eine entspannende Tätigkeit. Zuerst die warme Winterjacke überstülpen, denn draußen ist es bitter-kalt. Hände mit spezieller Schutzcreme eincremen (Schmutzabweisend und pflegend, ist gut, wenn man direkt danach kochen muss und noch dreckige Finger hat). Dann die Pflanzgeräte und die Knollen zusammensuchen und in eine Kiste stecken. Damit zum Beet laufen, sich auf den Boden knien (eine Unterlage kann nicht schaden, möchte man keine blauen Flecken bekommen) und einen ersten Überblick über die aktuelle Boden-Lage verschaffen. Wo wächst das Unkraut? Welche Pflanzen sind noch gut, welche schon vermodert? Mal in der Erde rumstochern: Ist sie weich oder hart? Wie fühlt sie sich an? Wie riecht sie? Entspannen. Dann mit einer kleinen Hacke das Beet von den obersten, abgestorbenen  Pflanzschicht befreien, das ganze in einen Eimer sammeln. Steine und nicht-organischer Abfall (Netzreste, angewehtes Plastik, etc.) in einen anderen Eimer.</p>
<p>Die Erde gut aufbereiten und aufwühlen. Dabei schauen, ob in der Erde schlabbrige Regenwürmer sich winden und einem treu-doof bei der Arbeit beobachten. Nebenbei die neugierigen Vögel im Auge behalten, die ein angeborenes, großes Interesse für frisches Ackerland haben. Einen Käfer vorsichtig zur Seite tragen, damit man ihn mit dem harten Garten-Stahl nicht zerteilt. Käfer sind sehr zerbrechlich und werden von Menschen meist komplett übersehen.</p>
<p>Die bereitgelegten Netze mit den Krokuss-und Tulpen Knollen sortieren, Bildchen betrachten und sich darüber freuen. Packungsbeilage beachten: Krokusse nur fünf Zentimeter tief, Tulpen aber zehn. Die Netze eine nach dem anderen öffnen und die Knollen auf der frischen Erde verteilen. Ein schönes Muster gestalten, das ist fast wie beim Backen oder Malen.</p>
<p>Entweder abwechselnd, oder eine Reihe mit blauen und dahinter eine gelbe, ganz wie man möchte. Die Tulpen als Wächter über das Beet thronend in großen Abständen. (Tulpen sind majestätische Pflanzen, der grüne Daumen behandelt sie mit ausreichend Respekt).</p>
<p>Wenn man mit dem Muster zufrieden ist, den runden Pflanzenstecher aus der Trickkiste zaubern: Mit dem geht es ganz leicht!</p>
<p style="text-align: left;">
<p>Jetzt kommt der Teil mit der Arbeit und der Part, der für die verbrannten Kalorien verantwortlich ist: Je nach Knolle ein Loch in die Erde stechen, dabei den Stecher leicht drehen, feuchte Erde hilft, rausziehen, Knollen reinfriemeln, Erde aus dem Pflanzenstecher pulen, glattstreichen. Evt. festdrücken. (Man denke an die Vögel und andere Tiere, die evt. hungrig oder neugierig sind)</p>
<p>Nach 40 Krokussen kann man erstmal eine Pause machen. Sich das Ergebnis anschauen: Man sieht nicht viel, nur eine glatte, von Unkraut befreite Erddecke. Jetzt heißt es warten! Im März oder April kann man sich dann freuen und an den frisch geschlüpften Pfänzlein schnuppern!</p>
<p>Der nächste Frühling kommt bestimmt&#8230; machen wir das beste daraus.</p>
<p><strong>Weiterführende Infos zu Crocussen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Krokusse" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/Krokusse</a></li>
<li><a href="http://www.bio-gaertner.de/Articles/I.Pflanzen-dieDatenbank/Knollen-Zwiebel-Blumen/Krokus.html" target="_blank">http://www.bio-gaertner.de/Articles/I.Pflanzen-dieDatenbank/Knollen-Zwiebel-Blumen/Krokus.html</a></li>
<li><a href="http://www.pflanzen-tipps.com/blumenzwiebeln/135-krokus.html" target="_blank">http://www.pflanzen-tipps.com/blumenzwiebeln/135-krokus.html</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2010/10/sei-er-mir-ein-crocus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>25. Erlebnistag Deutsche Weinstraße</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/08/25-erlebnistag-deutsche-weinstrase/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/08/25-erlebnistag-deutsche-weinstrase/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 08:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Sehenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrrad]]></category>
		<category><![CDATA[Lokales]]></category>
		<category><![CDATA[Weinstraße]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=2548</guid>
		<description><![CDATA[Mit dem Rad &#8216;on tour&#8217;
Gestern war mal wieder time for our „weekly-on street-trekkingcycling lifetime experience-cardio workout“, auf Deutsch: Radfahr-Tag.
Denn wie das mal so ist, verliert man ganz furchtbar schnell die Kondition, wenn man nicht wenigstens einmal pro Woche, am besten aber noch viel öfters fährt! So ein Fahrrad ist ein total unterschätztes Gerät! Die Reichweite [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Mit dem Rad &#8216;on tour&#8217;</em></p>
<p>Gestern war mal wieder time for our „weekly-on street-trekkingcycling lifetime experience-cardio workout“, auf Deutsch: <em>Radfahr-Tag.</em></p>
<p>Denn wie das mal so ist, verliert man ganz furchtbar schnell die Kondition, wenn man nicht wenigstens einmal pro Woche, am besten aber noch viel öfters fährt! So ein Fahrrad ist ein total unterschätztes Gerät! Die Reichweite mit dem Drahtesel und vor allem auch der Spaß am Fahren korreliert eng mit der eigenen, persönlichen Fitness. Sprich: Je fitter man ist, desto weiter kommt man und desto weniger schwitzt man dabei. Das ist genau umgekehrt wie beim Autofahren: Da kann man sich total überfressen und übergewichtig reinsetzen und es fährt dennoch überall hin und die Reichweite korreliert höchstens mit der Tankfüllung und dem jeweiligen Grad der Umweltverschmutzung und der weltweit verfügbaren Ölreserven.</p>
<p>Was sich schon am Vortag bereits intensiv in unser jeweiliges Gesichtsfeld gebohrt hatte, war dabei nichts weniger als die schöne Ankündigung, dass der <a href="http://www.pfalz.de/de/wein-und-genuss/25-erlebnistag-deutsche-weinstrasse-am-29-august-2010" target="_blank">25. Erlebnistag Deutsche Weinstraße</a> ansteht und wie der Zufall so will, ist das eine Ende (Bockenheim) dieses lang gezogenen Straßen-Ereignisses relativ nah zu unserem derzeitigen Wohnort.</p>
<p><span id="more-2548"></span></p>
<p><strong>Gute Vorbereitung ist der halbe Ausflug</strong></p>
<p>Gesagt getan, Räder aus dem Schuppen geholt, den Sattel nochmal vom Staub befreit, die 10 cm „lange“ Luftpumpe in Anschlag gebracht und kräftig gepumpt. Aber, oh weh, das fällt schon das erste auf: Überall wird gespart, so auch beim Fahrrad und der mitgelieferten Pumpe. Mit der macht es überhaupt keinen Spaß. Erstens wurden billige Materialien verwendet, nämlich Kunststoff und dieser biegt und streckt sich und verhält sich überhaupt recht unstatisch und unkomfortabel. Zweitens ist der Hubweg zu kurz, d.h. man braucht ungefähr 100 Stöße, um ca. 0,5 bar Druck in die Schläuche zu kriegen. Drittens: Aus irgendeinem Grund wird der Kolben bei zu viel Druck wieder rausgeschoben, dass man zu den 100 Stößen nochmal 50 Stöße extra rechnen muss, die man dann wieder verliert. Viertens vielleicht noch, dass beim Abziehen vom Ventil zusätzliche Luft entweicht. Also, das ist nichts.</p>
<p>Zum Glück habe ich mich am Vortag schlau gemacht und nach einer besseren Pumpe Ausschau gehalten, und mich dann für diese hier entschieden: <a href="http://www.amazon.de/Hochdruck-Standpumpe-470253-silber-schwarz/dp/B001R4BQB0/ref=sr_1_3?ie=UTF8&amp;s=sports&amp;qid=1283154146&amp;sr=8-3" target="_blank">Beto Standpumpe</a> (keine Werbung, aber ein Shoppingtipp).</p>
<p>Diese ist zum einen recht günstig zum anderen eine Standpumpe (mehr dazu zu lesen in den – wie immer hilfreichen &#8211; Rezensionen bei Amazon).</p>
<p>Leider war die natürlich gestern noch nicht da und so schwangen wir uns mit halbwegs gut aufgepumpten Reifen endlich auf den Sattel und rollten die ersten Meter auf dem Asphalt.</p>
<p><strong>Radfahren ist &#8220;frei&#8221; fahren</strong></p>
<p>Dieses frei-fahren Gefühl beim Rad ist super und ich liebe es. Gute Laune stellt sich schon nach den ersten Metern ein. Man hat eine herrliche Aussicht und sieht vielmehr als beim Autofahren. 360 Grad- Rundumblick mit komplett serienmäßiger und nullgewichtiger Panorama-Scheibe, einfach herrlich. Und das Gute: Man stellt sich die Geschwindigkeit so ein, wie man haben möchte. Man muss dem Mann nichts verbal ins Steuer greifen und keine virtuelle Fußbremse bedienen, man muss noch nicht einmal Angst haben oder nervös sein und ist total frei!</p>
<p>Wenn da ein hübsches Blümchen am Wegessrand steht, macht man halt langsamer und hält an. Niemand, der nervös hinter einem hupt, kein Zwang eine bestimmte Geschwindigkeit fahren zu müssen. Meistens kann man gemächlich über Feldwege fahren oder einen von den vielen Radwegen in der Pfalz aussuchen. Da ist man unter sich, da trifft man auf Familien, Kinder, usw. und ist weit weg vom Lärm und der Hektik des Straßenverkehrs. Diesen bekommt man nur mit, wenn sich mal wieder ein Sportwagen durch die Umleitung-Schilder gefädelt hat und dann dennoch die gesperrte Strecke mit 120 km/h abrauscht. So was ist ärgerlich und müsste nicht sein. Die Zufahrtswege zur Weinstraße wurden nämlich ausgewiesen und sind nur für Anlieger geöffnet, so dass der Verkehr weiträumig umfahren kann. Wenn sich dann Leute nicht daran halten, ist die ganze Umleitung für die Katz und es hatten unscheinbar viele Leute ein dringendes „Anliegen“.</p>
<p>Endlich im großen, benachbarten Dorf angekommen konnte man die ersten lachenden und feiernden Menschen schon sehen und wie in der Pfalz üblich, sitzt man zusammen und trinkt Wein. Herrlich. Leider hatte ich nur Leitungswasser dabei und beschlossen, auf dem Rad kein Alkohol zu trinken. Einmal wegen der Verkehrstüchtigkeit und dann wegen der sportlichen Fitness (Alkohol und Sport vertragen sich nämlich nicht gut).</p>
<p>Schön, wenn man mal über die gesperrte Hauptstraße (in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%BCnstadt" target="_blank">Grünstadt</a> ) radeln kann, die ansonsten immer mit Autos überladen ist. Ein entspanntes Gefühl macht sich breit und die Leute sind auf Grund der fehlenden Abgase und des freien Tages gut gelaunt.</p>
<p><strong>Problemfall Radwege</strong> (abseits der gesperrten Strecke)</p>
<p>Grünstadt hat ein Verkehrsproblem und an Geschäftstagen ist die Hauptader durch die Innenstadt immer viel zu voll. Durch das pfälzische Erbe dieser Stadt sind die Straßen recht eng und nicht wirklich für viele Autos ausgelegt. Die nahe liegenden Industriegebiete und Einkaufszentren verursachen aber sehr viel Verkehr. Unverständlich für mich, warum die Radwege dann plötzlich enden und man an manchen Stellen überhaupt nicht mehr weiterkommt. Die Brücke über die Gleise war eine echte Zumutung. Weder ein ausgewiesener Radweg und dann nur ein ca. 80 cm breiter Fußgänger-Notweg, der an der Kante zur Straße ca. 20 cm tief und scharfkantig abfällt, wo man auf keinen Fall gerne mit dem Fahrrad lang fährt. Am Ende der Brücke folgt eine scharfe Kurve. Prompt kamen mir da Fußgänger entgegen und ich musste wieder absitzen und mein schönes Fahrrad weit in die Böschung schieben, damit überhaupt alle vorankommen. Die Büsche ragen über den Fußweg und zwingen dann hin und wieder zum Absteigen, möchte man nicht alle Äste ins Gesicht bekommen. Ich verstehe hier manchmal die Radfahrer, die dann stur auf der Straße fahren. Leider war die Brücke auch hierzu zu eng und in der Mitte ein durchgezogener Strich.</p>
<p>Um die Innenstadt zu entlasten und die Leute zu mehr Fahrradnutzung zu motivieren, sollten die Stadtplaner das Konzept „Radwege“ mal überdenken. Aber so wie es jetzt stellenweise ist, ist es nur Flickschusterei und nicht wirklich zu Ende gedacht. Mal gibt es einen ein km-langen Radweg, der dann aber plötzlich endet. Wo soll man dann hin? Diese ständige (zudem gefährliche) Überbrückung der Fahrradweg-losen Strecken macht keinen Spaß.</p>
<p><strong>Regen&#8230;</strong></p>
<p>Bis hierhin war das Wetter noch gut, dann wurde es immer schlechter. Schließlich endeten wir in einem Wolkenbruch (wir berichteten)&#8230; und hier ist der Nachteil beim Rad, man muss sich irgendwo unterstellen. Die einzige Alternative wäre ein unhandlicher und unpraktischer Regenschutz, am besten inklusive wasserabweisender Sportbrille. Außerdem wurde es deutlich kühler und immer unangenehmer. Wenn man das Fahrrad irgendwo abstellt, wird gleich alles nass: Lenker rutschig, Sattel nass, usw.</p>
<p>Wir nutzten eine Lücke und fuhren dann schnell nach Hause. Der Ausflug hat dennoch sehr viel Spaß gemacht. Am Abend schlief ich viel besser und war insgesamt glücklich und ausgeglichen.</p>
<p>Vom Erlebnistag Deutsche Weinstraße haben wir nicht ganz soviel gesehen, da wir mehr in Grünstadt unterwegs waren (dort fand parallel ein Straßenfest statt) und wir auf Grund des Regens u. der Kälte nicht mehr weiter nach Bockenheim fahren wollten. Aber wenn er nächstes Jahr wieder ist und es zudem sonnig wird, wird das ein absoluter J.A. Blog-Ausflugstipp! Für die Leute in Mannheim und Umgebung gibt es sogar extra eingerichtete Züge und Sonderverbindungen, tlw. sogar mit <a href="http://www.der-takt.de/aktuell/news/news-details/?tx_ttnews[tt_news]=98970&amp;tx_ttnews[backPid]=1&amp;cHash=28affcc487" target="_blank">Fahrrad-Mitnahmemöglichkeit</a>.</p>
<p><strong>Fazit</strong>:</p>
<p>Erlebnistag Deutsche Weinstraße- Tolle Sache und eine gute Idee, aber das Wetter sollte schon passen.</p>
<p>Radfahren kann man allerdings jeden Tag. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2010/08/25-erlebnistag-deutsche-weinstrase/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wolkenbruch</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/08/wolkenbruch-2/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/08/wolkenbruch-2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 08:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=2539</guid>
		<description><![CDATA[
Graue, lang-gezogene Fäden stürzen sich vom Himmel. Ein dichter Teppich, durch den man kaum noch schauen kann und der das Sonnenlicht verschluckt.
Sie fallen in Reih und Glied über die Menschen her, wie eine Armee aus Wassermolekülen, die das Kommando bekommen hat, die Erde zu erobern.
Weich wird der Boden und die sorgfältig gepflanzten Blümchen knicken um. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/Wasser800.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2542" title="Wasser800" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/08/Wasser800-300x217.jpg" alt="Viele kleine Regentropfen, die auf den Boden treffen und Kreise bilden" width="300" height="217" /></a><br />
<strong>G</strong>raue, lang-gezogene Fäden stürzen sich vom Himmel. Ein dichter Teppich, durch den man kaum noch schauen kann und der das Sonnenlicht verschluckt.</p>
<p>Sie fallen in Reih und Glied über die Menschen her, wie eine Armee aus Wassermolekülen, die das Kommando bekommen hat, die Erde zu erobern.</p>
<p>Weich wird der Boden und die sorgfältig gepflanzten Blümchen knicken um. Die Erde wird durchtränkt mit Wasser und weiß nicht mehr wohin.</p>
<p>Im Hof sammelt sich das Nass und die Pfützen wachsen und wachsen. Weiterer Regen läuft über das Dach zusammen und sammelt sich in dunklen Rohren. An den Stellen in der Nachbarschaft, wo es keinen Heimwerker gab, drückt sich das Wasser über den Rand der geknickten Rinne und ergießt sich in einem Wasserfall-artigen Strahl auf den Beton. Wohl dem, der jetzt keinen Keller hat.</p>
<p>Im Abfluss gluckert es. Die Kanäle sind voll. Die Menschen haben zu viel gebaut und die freien Flächen vergessen. Da hilft auch keine Steuer. Das Wasser schaut nicht nach dem Geld. Es ist unparteiisch, aber es gibt nicht auf und nimmt sich seinen Weg. Langsam, beständig, fließt es und fließt. Dem Himmel ist zu warm, er schreit sich die Seele aus dem Leib „Nimm endlich auf mich acht, achte die Natur, beschütze die Erde, deinen Planeten&#8230;“ scheint er uns zu sagen.</p>
<p>Zuckende Blitze des Zorns erhellen den Himmel, ein monotoner Klangteppich aus Wasserrauschen und Bersten des Donners erfüllt die Luft. Die Luft riecht erdig und salzig und ist gut zu atmen.</p>
<p>In den Innenräumen ist meine Konzentration nicht ganz da, der Luftdruck ist tief und leichter Schwindel sitzt im Kopf. Kopfschmerzen. Die Nase ist zu und die erste Herbsterkältung kämpft mit dem Abwehrsystem. Die Sonne fehlt. Ich bin nicht so recht wach. Es plätschert und plätschert und hört gar nicht mehr auf.</p>
<p>Was muss ich heute noch machen? Oh je, nach draußen- die Pflicht erfüllen?</p>
<p>Hoffentlich hat der Regenschirm kein Loch&#8230;</p>
<p>Da, ein Fleckchen Sonne bahnt sich seinen Weg. Da, es wird hell. Auch dieser Regen geht vorüber.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2010/08/wolkenbruch-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wochenrückblick</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/08/wochenruckblick/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/08/wochenruckblick/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 09:34:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=2524</guid>
		<description><![CDATA[Soviele Themen derzeit in den Medien, dass ich kaum weiß, wo ich anfangen soll. Ob es sich überhaupt lohnt, ob es überhaupt etwas bringt. Aber Frauen (Menschen) sollen sich Gehör verschaffen, also verschaffe ich mir Gehör, also schreibe ich auf:
Als ein Scherz hielt ich zuerst den „Brandbrief“ der mächtigen Bosse von Atomkonzernen und ihr Bestreben, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Soviele Themen derzeit in den Medien, dass ich kaum weiß, wo ich anfangen soll. Ob es sich überhaupt lohnt, ob es überhaupt etwas bringt. Aber Frauen (Menschen) sollen sich Gehör verschaffen, also verschaffe ich mir Gehör, also schreibe ich auf:</em></p>
<p>Als ein Scherz hielt ich zuerst den „Brandbrief“ der mächtigen Bosse von Atomkonzernen und ihr Bestreben, sich schamhaft und öffentlich vor einer <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,713016,00.html " target="_blank">Brennelemente-Steuer</a> zu drücken. Wieweit diese Republik und die Moral der Menschen inzwischen verkommen ist, dass sowas überhaupt durchkommt.</p>
<p>Und wie schwach muss eine Regierung sein, wenn sie davor einknickt? Was bedeutet das für die Kunden, die jahrein- jahraus mehr Geld für Strom bezahlen müssen und dagegen so gut wie <em>gar nichts</em> machen können? Der vielbeschworene Wechsel des Anbieters ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und bringt vielleicht maximal 200 € pro Jahr (je nach Verbrauch) und ist bei einer maximal überschrittenen KwH-Menge oft gar nicht möglich. Dass Atomkraftwerke unsicher, gefährlich und eine Menge Problemmüll verursachen vergisst man irgendwie. Hauptsache, der Strom kommt aus der Steckdose.<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2010/08/wochenruckblick/#footnote_0_2524" id="identifier_0_2524" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" Sonst k&ouml;nnte ich auch nichts bloggen. ">1</a></sup></p>
<p>Ein krasses Ungleichgewicht der Mächtigen und der Machtlosen tritt hier zutage&#8230; so ist es auch kein Wunder, dass die Mehrheit der Deutschen eine neue Wirtschaftordnung möchte und der „<a href="http://wirtschaftsthemen.net/2010/08/neun-von-zehn-deutschen-lehnen-kapitalismus-ab.html " target="_blank">Kapitalismus</a>“ (der ja eigentlich eine soziale Marktwirtschaft ist) als nicht mehr so innovativ und vor allem nicht als sozial gesehen wird, wie er einst im Wirtschaftswunderland begonnen hatte.</p>
<p>Demnächst sollten die Arbeitnehmer sich vor der Einkommenssteuer drücken und einfach nicht mehr zahlen. Oder nicht mehr arbeiten gehen, der <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article9116391/Haben-die-Deutschen-wirklich-zu-viel-Ferien.html" target="_blank">Urlaub wird ja sowieso gekürzt</a>.</p>
<p>Wieder einmal ein Schlag in die geschrumpfte Mittelschicht und die Naiven, die heutzutage noch arbeiten gehen und den „Karren stemmen“. Wollte man denen nicht einmal Steuererleichterungen schenken, wollte man sie nicht entlasten? Waren das nicht die großen Versprechungen der letzten Monate? Stattdessen läuft die Gier des Aufschwungs wieder, das vielbeschworene Schwungrad, nach dessen Lauf die Häschen zu springen haben. Denn die Maschinen und Geld bestimmen unser Leben, nicht die seelische Erkenntnis oder gar die Gesundheit.</p>
<p>Aber woher soll die Einsicht kommen, bei den <a href="http://www.sozialpolitik-aktuell.de/datensammlung/8/tab/tabVIII4.pdf " target="_blank">20 Millionen Rentnern</a> und den Hartz IV-Empfängern, die im Grunde pausenlos Urlaub machen können und die mangels Ausbildung, persönlichem Einsatz und Qualifikation am Kuchen der Erwerbstätigkeit nicht teilhaben können? Aber dazu können wir ja ausländische Fachkräfte ins Land holen.</p>
<p>Was ist eigentlich mit der Bildungsoffensive? Wurde die jetzt durch eine Chipkarte ersetzt? Ist ja auch viel einfacher! Und in Schwimmbädern und Zoos lernen die Kids soviel für ihr Leben!<sup><a href="http://www.ja-blog.de/2010/08/wochenruckblick/#footnote_1_2524" id="identifier_1_2524" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" h&auml;lt einen Tag ">2</a></sup></p>
<p>Aber ich glaube, ich bringe alles durcheinander. Geht mich ja auch nichts an. Hauptsache das eigene Leben stimmt. Das andere ist egal. Können wir sowieso nichts machen.</p>
<p>Nach uns die <a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/wie-die-sintflut/1901208.html " target="_blank">Sintflut</a>..</p>
<br>
<strong>Anmerkungen:</strong><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2524" class="footnote"> Sonst könnte ich auch nichts bloggen. </li><li id="footnote_1_2524" class="footnote"> hält einen Tag </li></ol><br>
<br>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2010/08/wochenruckblick/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stadt-Ansichten: Düsseldorf</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/08/stadt-ansichten-dusseldorf/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/08/stadt-ansichten-dusseldorf/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 09:37:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Sehenswertes]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Stadttouren]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=2478</guid>
		<description><![CDATA[Passender Song: Good Life von Inner City 
Düsseldorf, das Dorf an der Düssel und gelegen am Rhein. Landeshauptstadt von NRW.
Hat sich uns am Wochenende von seiner schönsten Seite präsentiert. Strahlend blauer Himmel, eine kostenlose Stadt-Rundfahrt, die es mir ermöglichte, mit dem Handy (aus dem fahrenden Auto) ein paar Schnappsschüsse von der bewundernswerten und abwechslungsreichen Architektur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Passender Song:<a href="http://www.youtube.com/watch?v=998P6HEzCdI" target="_blank"> Good Life</a> von Inner City </em></p>
<div class="ngg-galleryoverview"><div class="slideshowlink"><a class="slideshowlink" href="http://www.ja-blog.de/2010/08/stadt-ansichten-dusseldorf/?show=gallery">[Zeige Bilder-Liste]</a></div>[[Zeige als Diashow]]</div>
<div class="ngg-clear"></div>

<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf" target="_blank">Düsseldorf</a>, das Dorf an der Düssel und gelegen am Rhein. Landeshauptstadt von NRW.</p>
<p>Hat sich uns am Wochenende von seiner schönsten Seite präsentiert. Strahlend blauer Himmel, eine kostenlose Stadt-Rundfahrt, die es mir ermöglichte, mit dem Handy (aus dem fahrenden Auto) ein paar Schnappsschüsse von der bewundernswerten und abwechslungsreichen Architektur zu schießen.</p>
<p>Ein Besuch auf der ca. 170 Meter hohen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinturm" target="_blank">Rheinturm</a>-Besucherplattform stand ebenfalls auf dem Programm und verwöhnte uns mit kostenlosen Schwindelgefühlen und einer beeindruckenden Fernsicht.</p>
<p>Düsseldorf, wo leckerer Braten und Senf, dunkles Altbier und rheinische Gemütlichkeit auf Manager, Werbung und Kommerz treffen. Düsseldorf, das Zentrum der Macht, das auf Grund der netten Einwohner dennoch sympathisch geblieben ist.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2010/08/stadt-ansichten-dusseldorf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wolkenbruch</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2010/06/wolkenbruch/</link>
		<comments>http://www.ja-blog.de/2010/06/wolkenbruch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 19:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Gewitter]]></category>
		<category><![CDATA[Wetterfühligkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=2268</guid>
		<description><![CDATA[
((Bildquelle: by marco www.pixelio.de))
Draußen gewittert und stürmt es und ich muss daran denken, nach jedem Satz das Dokument abzuspeichern, damit der Text nicht verloren geht. So kurzlebig ist diese digitale Welt. Manchmal möchte ich da lieber die kleine abgebrannte Kerze anzünden, dann zu meinem krummen Federhalter greifen, ihn tief in die blaue Tinte tauchen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/1280_47265_R_by_marco_pixelio.de_.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-2274" title="1280_47265_R_by_marco_pixelio.de" src="http://www.ja-blog.de/wp-content/uploads/2010/06/1280_47265_R_by_marco_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="Von Wolken verdunkelter Himmel und ein Blitz" width="300" height="225" /></a><br />
((Bildquelle: by marco <a href="http://www.pixelio.de">www.pixelio.de</a>))</p>
<p><strong>D</strong>raußen gewittert und stürmt es und ich muss daran denken, nach jedem Satz das Dokument abzuspeichern, damit der Text nicht verloren geht. So kurzlebig ist diese digitale Welt. Manchmal möchte ich da lieber die kleine abgebrannte Kerze anzünden, dann zu meinem krummen Federhalter greifen, ihn tief in die blaue Tinte tauchen und im schummrigen Licht ein paar Zeilen auf vergilbtem Pergament verfassen, die ich dann per Laufbote und Postkutsche über die ganze Welt verteilen werde- und das alles nur, um meinen Egoismus und mein angeborenes und unausrottbares Mitteilungsbedürfnis zu befriedigen.</p>
<p>Ein teures, spaßiges Vergnügen, aber im Zeitalter der Blogs relativ problemlos möglich. Also ist die Technik vielleicht doch nicht SO schlecht.</p>
<p>Der Regen prasselt immer heftiger gegen die Scheibe und ein unablässiger, tiefer Donnergrollen u. heftige Luftschwankungen haben die ganze Umgebung erfasst. Hin und wieder peitscht der Regen wild auf und ich höre die schweren Tropfen gegen das Dachfenster schlagen. Mein Herz schlägt schneller als sonst und eine gewisse innere Anspannung wird durch die Szenerie geweckt.</p>
<p>Den ganzen Tag war es sehr warm und schwül. Kurz bevor das Wetter umgeschlagen hatte, merkte ich, wie mir plötzlich am ganzen Leib schwindlig wurde. Ich hatte plötzlich Schwierigkeiten mit dem optischen Fixieren von Dingen und als ich nach unten schaute oder mich bückte, wäre ich beinahe umgekippt, so heftig war der Wetterwechsel. Zum Glück hielt das Ganze nur ca. 15 Minuten an, dann hatte sich die neue Luftmasse in der Atmosphäre breitgemacht und der Körper sich darauf eingestellt.</p>
<p>Es gibt eine ganz interessante Webseite, die <a href=" http://www.weiss.de/krankheiten/funktionelle-stoerungen-zentrale-sensitivierung/wetterfuehligkeit/ " target="_blank">dieses Phänomen</a> erklärt.<br />
Für die Erfassung des Drucks sind die sog. &#8216;Barorezeptoren&#8217; zuständig.</p>
<p>Bei Gewitter ebenfalls wichtig sind die sog. „Sferics“, elektromagnetische Impulse, die angeblich die Gehirn von empfindlichen Menschen beeinflussen können.</p>
<p>Ich glaube, das habe ich auch. Immer, kurz vor Gewittern, BIN ICH SO FÜRCHTERLICH GEREIZT UND UNAUSGEGLICHEN, VERDAMMT!</p>
<p>(Und wozu brauche ich so einen hirnrissigen wissenschaftlichen Beweis, wenn ich es so fühle??)</p>
<p>Aber jetzt habe ich wenigstens eine annehmbare Erklärung dafür. Die Wetterfühligkeit ist schuld. Oder die weiblichen Hormone.</p>
<p>Oder beides. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.ja-blog.de/2010/06/wolkenbruch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

