Betrifft: Throwback Thursday – 2

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Lange habe ich im Glauben gesucht, um eine akzeptable Möglichkeit zu finden, mit dem Thema „Transidentität“ umzugehen.

Hier meine Ergebnisse dazu, in ziemlich knapper Kurzform:

Christentum: Dort gibt es das Thema „Transidentität“ eigentlich nicht wirklich. Mann und Frau, aus fertig, zack bumm. Frau ist an allem schuld, Mann ist der Überlegende und heißt DER Jesus und DER Gott. Was soll man da finden? Vielleicht noch, dass Gott alle seine Schäflein lieb hat. Und wer große Sünde auf sich geladen hat, muss halt schauen, wie er damit klar kommt, bla bla.

Islam: Kein Kommentar. Ist das nicht die Religion, die in ihrem Namen noch Schwule steinigt oder gefesselt ein Haus runterschmeißt?

Buddhismus: Die einzige Religion, mit der ich halbswegs eine Antwort gefunden habe. Es liegt wohl irgendwie am Karma, irgendein Ding aus einem vergangenen Leben. Ja, es tröstet mich ungemein, dass ich die Hoffnung auf ein „nächstes Leben“ habe. Vielleicht eins, wo alles zusammenpasst? Wo ich den „richtigen Körper“ gleich von Anfang an habe? Aber was bringt mir das im jetzigen Leben? Da muss ich warten, da muss ich Gutes tun, positives Karma ansammeln und hoffen, dass der gleiche Scheiß nicht in zwei Leben hintereinander kommt. Kann ja auch sein, dass ich gleich als Wurm wiedergeboren werde. Dann hat sich das Problem eh erledigt.

Wissenschaft: Auch hier gibt es bisschen „Glaube“, der hilfreich sein kann. Rein wissenschaftlich führe ich nämlich ein ziemlich interessantes Leben. Könnte für die „Geschlechterforschung“ und die „Gender studies“ und wie das alles heutzutage heißt, sehr nützlich sein. Wo sind die Unterschiede im Geschlecht? Was ist angeboren, was ist erlernt, was ist hormonell begründet, was wiederum kommt direkt aus der „Form/ Bauweise des Gehirns“? Und wo sind einfach nur die Männer schuld?

Das Problem daran ist nur: Für Wissenschaft, vor allem für biologische oder hormonelle Fakten interessiert sich heute kaum einer.
Passt nicht zu unseren klaren Leitbildern der Gender-Ideologie, an der wir uns so verzweifelt festklammern.

Kunst: In der Kunst bzw. der Kunst-Therapie liegt alles. Die einzige Ausdrucksform, die mir Erleichterung und Heilung verschafft.

Kunst ist nicht die Frage, sondern die Antwort.

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