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Black Swan Rezension

Gestern hab ich auf „Soundcloud“ meine Rezension zu „Black Swan“ veröffentlicht.
Ihr könnt sie hier anschauen.

Wie in der Rezension schon angesprochen, ist das ein sehr guter Film, der auch bei „Nicht Ballett-Interessierten“ die versteckten Neigungen wecken kann. 😉 Oder halt einfach interessant ist. Dank der großen Spannung und tollen Leistung der Hauptdarstellerin ist der Film echt sehenswert.

Mehr Infos zum Film gibt´s wie immer auf Wikipedia.

Das echte Schwanensee-Ballett kann man auf Youtube finden: https://www.youtube.com/watch?v=9rJoB7y6Ncs

Die Plattform ist ein Segen für die private Weiterbildung. Es ist alles umsonst, bezahlt wird nur mit deiner Persönlichkeit.
Die gehört dann dem Konzern. Er verleibt sie sich ein und stellt sie zu den anderen 1000 Püppchen im Regal, die er schon hat und die irgendwie alle gleich aussehen.

Mehr Infos zur Grundlage dieses Filmes hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwanensee

und zur Krankheit der Hauptdarstellerin hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Skin_Picking_Disorder

Das Püppchen

Passende Musik

Das Püppchen sah sich selbst vorm Spiegel an und konnte es kaum glauben. Die Wimpern so lang, die Wangen so hoch und die lockigen blonden Haare fielen ihr von der Schulter. Sie hatte volle Lippen, die sie in der letzten gerne schminkte. Ihr Haut war weiß und glatt geworden. Ihre Augen irgendwie tiefer und intensiver. Sie lächelte sich an, war sehr erfreut. So wie die letzten 2000-male auch, als sie sich vorm Spiegel anlächelte. Sie drehte sich ein bisschen um die eigene Achse um ihre neuen weiblichen Rundungen zu betrachten. Und auch die waren neu und schön. Sie konnte es kaum glauben. Sie strich vorsichtig den feinen Stoff ihres Kleides über die Hüfte und es fühlte sich tatsächlich alles echt an. Sie musste lachen, grinsen und ein bisschen kichern. Überhaupt lachte sie in der letzten Zeit viel mehr. Sie wusste nicht warum, aber sie fand alles witzig. Sie sah plötzlich Dinge, die sie vorher übersehen hatte. Ihre Augen waren wie ausgewechselt und die „Filter“ die dazu gehörten, sowieso. Alles hatte plötzlich einen rosa-farbenen Schleier. Die Dinge wurden weiblicher. Alles, was sie anfasste, wurde zu etwas weiblichem. Jede Bewegung ihrer Hände war weiblich, alles bestand plötzlich aus Anmut und Grazie. Sie arbeitete wieder mit Farben und konnte Stunden mit Bildern und Menschen verbringen. Alles lebte, die Figuren kamen ihr fast entgegen, unbewegtes wurde belebt und Menschen konnte sie fast durch den Bildschirm riechen und hören, auch wenn sie nur aus Bits und Bytes bestanden.

Dafür war ihre Konzentration schlechter geworden. Und sie fühlte sich dumm, was sie betrübte. Wenn der Typ neben ihr saß und sie mit ihm zusammen arbeiten wollte, konnte sie sich kaum auf den Inhalt am Bildschirm konzentrieren. ER war plötzlich viel wichtiger geworden. Sie setzte sich extra so hin, dass er sie berühren musste, wenn er mit der Maus was am Bildschirm erklären wollte. Sie genoss die Berührung. Das sanfte Streichen über ihre Haut. Das Blut schoss dabei durch ihren Unterkörper und die Nackenhaare stellten sich auf. An den Armen spürte sie ein leichtes Kribbeln. Überall war Energie, sie war die Energie. Und schon wieder musste sie kichern.

Die Musik ergoss sich über ihre Ohren. Es war nicht einfach nur noch Musik. Es war wie zwei Tonnen Vanille-Eis, das man über ihre Brüste und ihren Körper ausgegossen hatte. Sie lebte in diesem Bad aus Musik… dann vergaß sie alles um sich herum und schmolz wie Butter in der Sonne. Mit fettigen Fingern konnte sie gerade noch so an der Lautstärke drehen, dann setzte ihr bewusstes Denken, das „Grübeln“ aus. Ihr Körper wurde zu Noten, ihre Beine wurden zu Linien und ihr Herz pochte im Takt. Das Püppchen war ein schöner Anblick. Der Schalter im Nacken drehte sich und drehte sich. Ob die Batterie je zu Ende sein würde? Im Moment sah es nicht danach aus.

Ich mag – Teil 3


Ich mag Deine kritischen Gedanken und dass du es mir nicht einfach machst. Du bist wie eine wertvolle Blume, die gepflückt werden möchte. Aber du hast auch Stacheln, wenn man zu schnell an Dir reißt. Du bist eine fleischfressende Pflanze und hast es auf meine gierigen Finger abgesehen. Erst lockst du mich, dann schockst du mich.
Es geht immer hin und her. Seit Jahren schon. Ein endloses Spiel, das irgendwie nie vorbei ist. Ein Austausch von seelischer Energie, ein lustiges Spiel zwischen zwei „Seelenverwandten“.

Ich mag die geistige Ebene dieser Beziehung. Aber ich hätte auch gerne zwei Kinder von Dir und Babygeschrei. Du solltest mir mal ein Mittagessen kochen. Ich hätte gerne einen vollgekotzten Teppich und Tränen-Bäche auf dem Laken. Ich würde gerne sehen, wie du am Limit bist und vor Erschöpfung kaum noch stehen kannst. Dann fahre ich mit meiner erholten Hand durch deine verwuschelten Haare und frage dich „Schatz, was ist denn, du siehst ja so müde aus?“ Dann würdest du mich anbrüllen und anschreien und völlig verzweifelt sein. Deine Emotionen, die du sonst immer so gut kontrollierst, würden völlig überkochen. Und ich gehe zum Fußballspielen.

Du würdest dich darüber aufregen „dass alle Männer gleich seien“ und sie ihre Gefühle nicht zeigen, während dessen ich in das Geschäft gehen würde und mir einen hübschen Strauß Blumen aussuche. Der natürlich farblich zum Kleid passt.

Dann würde ich den bei Dir vorsichtig vor die Tür legen. Kurz klingeln und schnell wieder wegrennen. Bloß keine Gefühle zeigen… das ist so unangenehm. Dazu schreibe ich Dir noch einen Liebesbrief. Du öffnest den Zettel mit zittrigen Fingern und bist geschockt. Gut dass keiner sehen kann, wie dir das Blut ins Gesicht schießt und du peinlich berührt bist. Während du noch über eine Reaktion nachdenkst . lösen sich deine Gedanken in Brei auf. Du. hast. sie. nicht. mehr. unter. Kontrolle. Und das macht dich völlig verrückt. Du willst mich anrufen, irgendwas sagen. Aber an der Leitung ist nur ein gleichmäßiger Ton. Tuuut. Tuut. Tuuut.

Und ich? Stehe über allen Dingen und grinse dazu. Fühle mich genauso berührt wie du. Und wähle dann deine Nummer.

Zu wenig Zeit, dafür mehr Gesichter


Das gibt jetzt nur einen ganz kleinen Artikel. Treue Leser und Follower haben es vielleicht schon mitbekommen, für alle anderen schreib ich nochmal kurz im Blog: Im Moment tummele ich mich sehr intensiv auf Facebook und habe dadurch weniger etwas weniger Zeit für die Schreibprojekte. Eigentlich wollte ich das Medium „nur kurz kennenlernen“… jetzt ist daraus eine Leidenschaft geworden. Man kann wirklich ALLES damit machen und dazu noch in Echtzeit. Wer braucht da noch Texte, die in die Tiefe gehen?

Mit Facebook ist man noch direkter am Menschen, kann sich noch besser vernetzen. Es ist vor allem eine Chance für „einsame Bloggerinnen“ mal über den Tellerrand nach draußen in die gefährliche große Welt zu schauen. 😉 Da sind ganz schreckliche Menschen, die es alle auf dich abgesehen haben. Und wenn du zurück nach Hause kommst, ist da nix mehr so wie vorher…

Durch die Facebook-Nutzung verändert sich natürlich vieles. Das „geteilte Wissen“ wird unter Umständen noch oberflächlicher oder andere Medien (z.B. Bilder/ Videos) bekommen plötzlich mehr Gewicht. Menschen werden natürlich wichtiger. Aber sind sie das nicht immer schon gewesen?

Es wird alles schnelllebiger. Was liegt da näher, noch schnell und hektisch einen Podcast aufzunehmen und die Gedanken beim Sprechen zu stricken? 😉 Oder beim stricken sprechen? Ich krieg das gerade nicht so auf die Reihe.

Meine krausen Gedanken zur Welt, vor allem zum Thema Camcorder, Facebook und TI könnt ihr hier finden:

https://soundcloud.com/julia-adriana-1/podcast-11-09-2017-homestudio

Wie auch immer, ich lade alle Leute recht herzlich ein, auf meinem Facebook-Profil zu folgen und euch da auch zu registrieren, falls ihr es noch nicht gemacht habt.

https://www.facebook.com/jab78

Man liket sich!

(nächste Woche kommt dann Instagram, ich seh es schon kommen…)

Die Beine, so wackelig

Adagio for strings

Es regnet und es ist kalt. Du strengst dich voll an. Der Körper ist aufgeheizt, aufgepeitscht und leistet Schwerarbeit.
Die Muskeln bilden sich zurück, die Spannung im Gewebe lässt nach, aber das alte Gewicht ist noch da. Das Östrogen blockiert irgendwas im Körper. Die Kalium-Kanäle?

Wie auch immer- dein Blutdruck sackt ab.

Du kommst nach Hause und willst die nassen Klamotten ausziehen. Dann hast du plötzlich ein Flackern vor den Augen.
Es wird nicht besser. Das Make-Up ist verschmiert. Nein, da ist aber nichts in den Augen. Es flackert immer noch. Du siehst weniger Farben, alles wird grau. Deine Beine werden schwach, die Knie geben nach.

Dann kippst du nach hinten über, willst dich noch irgendwo festhalten. Aber du fällst. Immer tiefer und tiefer.
Da ist immer noch keiner, der dich hält oder bremst. Alle finden dich klasse und hübsch.
Sie bestärken dich, den Weg noch weiter zu gehen. Sie finden es schön, wenn du Gewicht verlierst und zu einer Elfe wirst.

Keiner merkt, was du wirklich fühlst. Dein eben noch massiv-gebauter Körper wird zu Brei. Zu einer Masse, wie Wackelpudding.
Dein Bewusstsein dehnt sich aus. Es erfüllt den ganzen Raum. Aus Materie wird Energie.
Rückwärts durch die Zeit. Jünger vielleicht oder einfach nur dünner.

Vielleicht auch dümmer. Chaotischer. Weiblicher.
Du siehst durch die hormonelle Brille. Und da sind plötzlich überall andere Frauen um dich herum.

Sie schieben einen Kinderwagen durch die Menge und versuchen sich auf hohen Schuhen in ihrem dünnen Leben festzuhalten.

Der Mann mit den breiten Schultern läuft hinter ihr. Anstatt ihr den Weg frei zu räumen, versteckt sich der Muskelprotz hinter seiner grazilen Partnerin. Es wird von dir erwartet. Du sollst den ersten Schritt machen. Du sollst lieben. Du sollst vorne stehen und alles koordinieren. Aber du kannst dich ja kaum selbst lenken oder steuern. Wie soll es da mit dem Leben klappen?

Eine andere ältere Frau hat mehr Erfahrung. Sie lächelt dich an. Sie sieht dein blasses Gesicht und reicht dir eine Weinschorle zum aufwärmen. Eine andere Frau bezahlt parallel mit dir zusammen. Ihr werdet gleich behandelt. Die Frau, die die Weinschorle ausgibt, kann euch gleichzeitig bedienen und abkassieren. Das ist ein witziges Gefühl.

Auf dem Weinfest fühle ich mich klein. Hohe Schuhe hätten mir geholfen, einen besseren Überblick über das Geschehen zu behalten.
Im „Tower“ geht es wackelig daher. Der Boden wackelt, er fährt wie auf einem Laufband. Deine Beine werden noch weicher. In deinem Gehirn ist der Alkohol. Du fühlst dich wieder wie 20. Es ist lustig.

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