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Freunde

Heute will meinem Blog dazu nutzen, etwas Privates zu schreiben. Es ist mein Blog und da kann ich zum Glück schreiben, was ich will. Konkreter Auslöser waren die Kommentare im letzten Artikel über die Traurigkeit. Es gibt tatsächlich ein paar Sachen, über die ich traurig bin und auch schon vor den Blogferien schreiben wollte. Ich muss immer aufpassen, dass ich nicht zu sehr abstrahiere und den persönlichen Bezug nicht ganz ausschalte, aber letztendlich ist das eine Möglichkeit, eigene Probleme in einem anderen Licht zu sehen und Klarheit zu erlangen. Da ich zudem gerne über soziale und psychologische Themen schreibe, möchte ein Thema heraus greifen, was mich ganz besonders bewegt oder wo ich denke, dass sich in den letzten Jahren viel verändert hat.

Es ist das schöne Thema: Freunde.

Kaum ein Thema hat sich in meinem Leben derartig verändert und neu bewertet wie dieses Thema. Früher war ich z.B. ein Mensch, dem Freunde sehr wichtig waren. Als Kind und in der Schule war ich relativ beliebt und hatte einen großen Freundeskreis, dem ich sehr viel Halt und Geborgenheit abverlangen konnte. Allerdings hatte ich auch nie echte Probleme. Ich habe viele Jahre ausschließlich mit Freunden verbracht, war viel unterwegs und habe meiner Familie eher den Rücken gekehrt. Dann, vor ein paar Jahren, kam eine „ernste Krankheit“ in mein Leben, die mich völlig umgekrempelt hat. Infolgedessen wurde ich von anderen neu bewertet, habe aber auch selbst angefangen, andere Leute neu zu bewerten. Es ging immer um die Frage: Wer hält eigentlich zu dir, wer unterstützt dich… gibt es Leute, die mich außerhalb der Partygesellschaft überhaupt leiden? Wem vertraue ich wirklich Gefühle an, wer kennt mich?

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Erfolgreich erfolglos bloggen

So ein erfolgloses Blog wie meins hat auch Vorteile! Man muss sich nicht entschuldigen, wenn mal was daneben geht. Niemandem Rechenschaft über Termine oder Artikel ablegen. Man kann schreiben, was man will, niemand sitzt einem im Nacken und überprüft die Gedanken. Man kann sich emotional austoben und neben den sachlichen Artikeln auch künstlerische Schnipsel einstreuen. Man ist nicht dem Zwang unterworfen, damit Geld zu verdienen, es steht im luftleeren Raum und freut sich einfach über sein Dasein. Ich brauche keine Steuererklärung, keine Umsatzsteuer- ID, kein Presserecht.
Manchmal beneide ich mein Blog darum, dass es so unberührt neben allen anderen Dingen steht. Ich kämpfe nicht damit, ich will niemanden übertrumpfen, okay manchmal kommt das Kleinkind durch und ich will ein bisschen spielen, das war´s dann aber auch schon mit der „Motivation“.

Ich kann auch gut im Bett sein, wenn ich nicht an der Spitze der deutschen Blogcharts stehe. Ich kann morgens in den Spiegel schauen, auch ohne mehr Werbeeinnahmen als mein Konkurrent zu haben. Ich brauche keine Angst vor negativer Presse oder Abmahnungen zu fürchten von Menschen, denen ich auf den Schlips getreten habe.

Äh, ich habe nicht das ungute Gefühl die Weltmeinung irgendwie beeinflusst zu haben, weil ich ja keine Besucher habe. Ich hechle keinen Erfolgsgedanken hinterher. Ich muss meine Meinung nicht verteidigen, schlafe besser und ruhiger als andere. Ab und zu mal ein bisschen mit den KommentatorInnen plauschen- was gibt es schöneres?

Warum habe ich ein Blog? Wenn es doch augenscheinlich keinem anderen Zweck dient, als den eigentlichen Zweck ins Nichts aufzulösen?

Wenn ich so schreibe, dass man nur jedes dritte Wort versteht- hm, da bleibt aber nicht viel übrig!

Versucht mal, ein künstlerisches, abstrakt gemaltes Bild zu verstehen- es geht nicht eindeutig! Jeder Mensch sieht was anderes darin, es wird zum Spiegel für die eigene Persönlichkeit. Bloggen bedeutet also: Sich selbst spiegeln. Allein der Versuch, etwas zu schreiben, kann nichts anderes werden als der Ausdruck des eigenen Charakters und der Persönlichkeit- und wenn es nur Gekritzel ist und letztendlich doch nichts aussagt.

Sinnlosigkeit beginnt und endet damit, etwas Sinnvolles machen zu wollen.

Zurück aus dem Urlaub

Zurück aus dem Urlaub- doch die Seele, die bleibt leer.
Zurück im Garten, doch das Herz wiegt noch zu schwer.

Weiß nicht, was ich schreiben soll
das was kommt, klingt nicht so toll.

möchte etwas großes schreiben
andere sollen sich die Augen reiben!

über meine gewaltige Schaffenskraft
die ermöglicht mir mein Lebenssaft!

doch der Saft, der war schon bald getrunken
meine Texte – schnell versunken.

Bin ich endlich ein Niemand mehr
ein Niemand, der wiegt nicht schwer.

bedeutet nichts – regt auch nicht zum denken an
jemand, den man schnell vergessen kann.

Das Blog, eine Sammlung hohler Phrasen
Gefressenes Gras für viele Hasen.

Die mich jagen und dann glotzen
„du musst nicht kleckern, sondern klotzen!“

sagen sie und grinsen frech
meine Muse, die ist wech.

Ach wie schön war die goldene Zeit
als ich lachen konnte noch so breit.

mich im Antlitz der Sonne freute
und- wo steh ich heute?

Über mein Buch spinnen sich die Fäden
heruntergezogen alle Läden

Hier und da da wächst das Gras
hier und da- da gab es Spaß

meine Traurigkeit die Tränen drückt
wo ich einst, doch so verzückt.

Jetzt- am Ende bleibt nichts mehr.
Schließt sich ein- im weiten Meer.

Sommer ABC

Ich hoffe nun nicht, dass man eine persönlich gefärbte Meinung über Jahreszeiten und Temperaturen aus der rein objektiven Aufzählung herauslesen könnte. 😉

  • Anstrengend
  • Basteln im Schatten
  • Cuba Libre
  • Darmprobleme
  • Endlich Regen
  • Fenster runterkurbeln
  • Grad im Schatten (35)
  • Hitze
  • Innendienst
  • Jammern
  • Kalte Getränke
  • Liegenbleiben
  • Mittagspause
  • Nichts tun
  • Ohren volllabern
  • Pause
  • Quarksahnestreußelkuchen reinschaufeln
  • Rauchen
  • Stöhnen
  • Trantüte
  • Uebelkeit
  • Ventilator
  • Wasser zur Abkühlung
  • X-Beine
  • Yoghurt
  • Zu warm

Was ich noch dringend brauche: Einen schwitzenden Smiley fürs Blog! :grin:

Arbeitsalltags-ABC

Die Idee für dieses interessante Stöckchen kommt von Claudia.

Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit und der Hitze ist es mir recht schwer gefallen. Vielleicht sollte ich morgen noch eins machen.

  • Arbeitskleidung
  • Blumen
  • Computer
  • Dreck
  • Essen
  • Familie
  • Garten
  • Hammer
  • Internet
  • Jodsalz
  • Kaffee
  • Logik
  • Meißel
  • Nasszelle
  • Ohrstöpsel
  • Pizza
  • Qualität
  • Ruß
  • Schubkarre
  • T-Träger
  • Unterkonstruktion
  • Vegetarisch
  • Wein
  • X-Border-Marketing
  • Youtube
  • Zahnzwischenraum

Das war heute kein gewöhnlicher Tag, sondern eine Mischung aus privater Baustellenarbeit und Urlaub.

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