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	<title>Kommentare zu: Vom Privaten zum Gesellschaftlichen</title>
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		<item>
		<title>Von: hanni</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/06/vom-privaten-zum-gesellschaftlichen/comment-page-1/#comment-16760</link>
		<dc:creator>hanni</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 20:43:34 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe Julia, da hast Du ja wieder einiges zum Drübernachdenken aufgeschrieben. Danke für die Anregungen und gutes Schreiben weiterhin.
Viele Grüße rehtom.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('16760','hanni');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('16760','hanni');" /></div><span id="co_16760"><p>Liebe Julia, da hast Du ja wieder einiges zum Drübernachdenken aufgeschrieben. Danke für die Anregungen und gutes Schreiben weiterhin.<br />
Viele Grüße rehtom.</p>
</span>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: J.A.</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/06/vom-privaten-zum-gesellschaftlichen/comment-page-1/#comment-16726</link>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 08:45:00 +0000</pubDate>
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		<description>@Menachem:

Schön, dass Du mir im Wesentlichen zustimmst. Ich denke auch, dass die Demokratie uns verwöhnt hat, dass unsere Vorfahren sehr viel für uns geleistet haben, dass man aber heute noch viel machen kann und sich einbringen sollte.

Neben den Worten sind es natürlich auch die Taten. Die Taten erfordern, dass man sich mit anderen abstimmt und die Diskussionen verstärken die Einsicht und Entschlossenheit, bestimmte Dinge zu ändern. (Energie zu sparen, sich mal aufs Fahhrad setzen, usw.).

Viele Grüße 
und ein schönes Rest-Pfingsten noch ;-)

Julia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('16726','J.A.');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('16726','J.A.');" /></div><span id="co_16726"><p>@Menachem:</p>
<p>Schön, dass Du mir im Wesentlichen zustimmst. Ich denke auch, dass die Demokratie uns verwöhnt hat, dass unsere Vorfahren sehr viel für uns geleistet haben, dass man aber heute noch viel machen kann und sich einbringen sollte.</p>
<p>Neben den Worten sind es natürlich auch die Taten. Die Taten erfordern, dass man sich mit anderen abstimmt und die Diskussionen verstärken die Einsicht und Entschlossenheit, bestimmte Dinge zu ändern. (Energie zu sparen, sich mal aufs Fahhrad setzen, usw.).</p>
<p>Viele Grüße<br />
und ein schönes Rest-Pfingsten noch <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Julia</p>
</span>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Menachem</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/06/vom-privaten-zum-gesellschaftlichen/comment-page-1/#comment-16717</link>
		<dc:creator>Menachem</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 16:31:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3467#comment-16717</guid>
		<description>Ich glaube, das wir in den letzten Jahrzehnten von der Demokratie verwöhnt wurden, die, so glaube ich auch, in der Summe gute Arbeit für die Bürger geleistet hat. Das hat vielleicht zum Zurücklehnen geführt, mit dem &quot; die machen ihr`s&quot; und &quot;ich mache meins&quot;, was auch nicht schlecht gelaufen ist. 

Nun ändern sich die Rahmenbedingungen, &quot;Europa&quot; ist doch ein großer Brocken, der vielleicht von den Baukünstlern unterschätzt wurde. Nach dem Gesetz der Trägheit tun wir uns vielleicht auch alle schwer, uns wieder in Bewegung zu bringen und auch, in welche Richtung.

Auf jeden Fall bin ich da ganz deiner Meinung, @Julia, wir selber müssen etwas tun, und zwar dort, wo jeder meint, am besten und wirkungsvollsten anpacken zu können. Da wird es auch noch viele Verwerfungen, falsche Wege, Kräfte bedürfen und Enttäuschungen geben - nur, und so sehe ich das auch, mit ständigen Schuldzuweisungen egal auf wen, auf arm, reich, Politiker oder Griechen, kommen wir nicht weiter. 

Es gibt so viele Kleinigkeiten, die jeder tun kann, und die in der Summe beträchtlich sein können, z.B. wenn jeder abends seinen PC ausmacht, im Haushalt und den kleinen Wirtschaftseinheiten, überall, wo es z.Zt schon möglich ist. Spart ein viertel bis halbes AKW.
Und sicher müssen wir auch darüber kommunizieren, weil in der wahnsinnigen heutigen Informationsflut  die Dinge einfach auch übersehen werden, nicht, weil ich dafür zu faul oder bequem bin. Manchmal fällt bei mir der Groschen nach &quot;einem&quot; mal hören oder sehen, ein anderes mal wird mir die Konsequenz erst nach dem dritten oder vierten mal bewusst.

So weitläufig und komplex das auch sein mag und man sich dabei im unendlichen verlieren könnte, am einfachsten ist es wohl, mit kleinen Schritten bei sich selbst anzufangen und sich in Bewegung zu setzen - der manchmal geistigen Schwerkraft des Menschen zum Trotz.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('16717','Menachem');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('16717','Menachem');" /></div><span id="co_16717"><p>Ich glaube, das wir in den letzten Jahrzehnten von der Demokratie verwöhnt wurden, die, so glaube ich auch, in der Summe gute Arbeit für die Bürger geleistet hat. Das hat vielleicht zum Zurücklehnen geführt, mit dem &#8221; die machen ihr`s&#8221; und &#8220;ich mache meins&#8221;, was auch nicht schlecht gelaufen ist. </p>
<p>Nun ändern sich die Rahmenbedingungen, &#8220;Europa&#8221; ist doch ein großer Brocken, der vielleicht von den Baukünstlern unterschätzt wurde. Nach dem Gesetz der Trägheit tun wir uns vielleicht auch alle schwer, uns wieder in Bewegung zu bringen und auch, in welche Richtung.</p>
<p>Auf jeden Fall bin ich da ganz deiner Meinung, @Julia, wir selber müssen etwas tun, und zwar dort, wo jeder meint, am besten und wirkungsvollsten anpacken zu können. Da wird es auch noch viele Verwerfungen, falsche Wege, Kräfte bedürfen und Enttäuschungen geben &#8211; nur, und so sehe ich das auch, mit ständigen Schuldzuweisungen egal auf wen, auf arm, reich, Politiker oder Griechen, kommen wir nicht weiter. </p>
<p>Es gibt so viele Kleinigkeiten, die jeder tun kann, und die in der Summe beträchtlich sein können, z.B. wenn jeder abends seinen PC ausmacht, im Haushalt und den kleinen Wirtschaftseinheiten, überall, wo es z.Zt schon möglich ist. Spart ein viertel bis halbes AKW.<br />
Und sicher müssen wir auch darüber kommunizieren, weil in der wahnsinnigen heutigen Informationsflut  die Dinge einfach auch übersehen werden, nicht, weil ich dafür zu faul oder bequem bin. Manchmal fällt bei mir der Groschen nach &#8220;einem&#8221; mal hören oder sehen, ein anderes mal wird mir die Konsequenz erst nach dem dritten oder vierten mal bewusst.</p>
<p>So weitläufig und komplex das auch sein mag und man sich dabei im unendlichen verlieren könnte, am einfachsten ist es wohl, mit kleinen Schritten bei sich selbst anzufangen und sich in Bewegung zu setzen &#8211; der manchmal geistigen Schwerkraft des Menschen zum Trotz.</p>
</span>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: J.A.</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/06/vom-privaten-zum-gesellschaftlichen/comment-page-1/#comment-16708</link>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 08:08:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3467#comment-16708</guid>
		<description>Hallo Cathi,

danke für Deinen interessanten Kommentar!

&lt;blockquote&gt;Ich denke, jeder demokratisch denkende Mensch muss sich einbringen; aber tut er es nicht, erklärt er sich damit mit der von der Mehrheit beschlossenen (Gesellschafts-)Politik auch gleich automatisch einverstanden, so wie es von vielen Leuten behauptet wird? &lt;/blockquote&gt;

Da du das als eine rhetorische Frage formuliert hast, kann ich Dir eigentlich nur beistimmen. Er muss nicht zwangsläufig zustimmen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn/ sie nicht mehr hören wird, steigt doch sehr stark durch das „Sich Nicht-Einmischen“.

&lt;blockquote&gt;Wie steht es in diesem Zusammenhang mit Wahlergebnissen, die aufgrund einer geringen Wahlbeteiligung ein verzerrtes Ergebnis zu Gunsten der Rechtsradikalen wie in Österreich z. B. liefern? &lt;/blockquote&gt;

Das ist eine sehr allgemeine Entwicklung, die man leider nicht nur in Österreich beobachten kann. Euroskeptische Parteien beispielsweise gibt es inzwischen in fast jedem Land. Für viele Menschen ist es (emotional) leichter, einfach „nein“ zu sagen, als sich ernsthaft mit den Inhalten der Politik auseinander zu setzen. Und die Machtspielchen der Politker und ihre Abgrenzung nach unten, die wenig transparenten Enscheidungen verstärken diese Effekte dann gegenseitig.

So oder ähnlich siehst du es glaube ich auch, wenn ich Deine weiteren Ausführungen durchlese.

Ich glaube in der Masse der Köpfe bleibt oft der Eindruck hängen, dass man weder gefragt wird, noch wirklich teilhaben kann. In gewisser Form ist das ja auch so, Entscheidungen werden sehr bürokratisch und in fernen Parlamenten getroffen. Diese Entwicklung sehe ich aber als Gefahr für die Demokratie an und daher habe ich mit dem Artikel versucht, etwas „wachzurütteln“. Das Verständnis und Gefühl für den eigenen Staat muss man sich stets wachhalten, auch die Rechte die man hat und natürlich auch die Pflichten.

Interessanterweise sehe ich oft einen Zusammenhang zwischen einem „tugendhaften“ Menschen, einem Menschen der sein Mitgefühl und sein Interesse für die Gemeinschaft (Altruismus) stark entwickelt hat und einen „guten Staatsbürger“. Der gute Staatsbürger muss sich nämlich auch jeden Tag neu einbringen und für andere interessieren. Er darf nicht sagen, es geht ihn alles nichts an und nur in seinem Privatleben hinter verschlossenen Wänden hausen. Er muss sich verletztlich und angreifbar zeigen und wird dadurch immer stärker und gelassener (was ein Nebeneffekt des Mitgefühls ist, wie es zumindest im Buddhismus erklärt wird).
 Er darf sich nicht von Neidern, Zweiflern oder anderen entmutigen lassen. Er muss Mitgefühl für andere Staatsbürger aufbringen und er muss durch sein aufrichtiges Interesse auch ein Blick für die Zusammenhänge schärfen. Wenn alle Menschen nur ein wenig tugendhafter würden und vor allem diejenigen, die die Geschicke des Staates oder einer Gesellschaft maßgeblich bestimmen, dann wäre die Welt schon ein gutes Stückchen weiter, ja vielleicht sogar „besser“.

Gerne beziehe ich Deine Aussagen auch auf „mein Land“- denn viele Sachen sind doch universell und leicht übertragbar. Und wenn es noch eine so hübsche und ausführliche Interpretation ist, dann fällt es mir umso leichter. ;-)

Viele Grüße zurück
Julia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('16708','J.A.');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('16708','J.A.');" /></div><span id="co_16708"><p>Hallo Cathi,</p>
<p>danke für Deinen interessanten Kommentar!</p>
<blockquote><p>Ich denke, jeder demokratisch denkende Mensch muss sich einbringen; aber tut er es nicht, erklärt er sich damit mit der von der Mehrheit beschlossenen (Gesellschafts-)Politik auch gleich automatisch einverstanden, so wie es von vielen Leuten behauptet wird? </p></blockquote>
<p>Da du das als eine rhetorische Frage formuliert hast, kann ich Dir eigentlich nur beistimmen. Er muss nicht zwangsläufig zustimmen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn/ sie nicht mehr hören wird, steigt doch sehr stark durch das „Sich Nicht-Einmischen“.</p>
<blockquote><p>Wie steht es in diesem Zusammenhang mit Wahlergebnissen, die aufgrund einer geringen Wahlbeteiligung ein verzerrtes Ergebnis zu Gunsten der Rechtsradikalen wie in Österreich z. B. liefern? </p></blockquote>
<p>Das ist eine sehr allgemeine Entwicklung, die man leider nicht nur in Österreich beobachten kann. Euroskeptische Parteien beispielsweise gibt es inzwischen in fast jedem Land. Für viele Menschen ist es (emotional) leichter, einfach „nein“ zu sagen, als sich ernsthaft mit den Inhalten der Politik auseinander zu setzen. Und die Machtspielchen der Politker und ihre Abgrenzung nach unten, die wenig transparenten Enscheidungen verstärken diese Effekte dann gegenseitig.</p>
<p>So oder ähnlich siehst du es glaube ich auch, wenn ich Deine weiteren Ausführungen durchlese.</p>
<p>Ich glaube in der Masse der Köpfe bleibt oft der Eindruck hängen, dass man weder gefragt wird, noch wirklich teilhaben kann. In gewisser Form ist das ja auch so, Entscheidungen werden sehr bürokratisch und in fernen Parlamenten getroffen. Diese Entwicklung sehe ich aber als Gefahr für die Demokratie an und daher habe ich mit dem Artikel versucht, etwas „wachzurütteln“. Das Verständnis und Gefühl für den eigenen Staat muss man sich stets wachhalten, auch die Rechte die man hat und natürlich auch die Pflichten.</p>
<p>Interessanterweise sehe ich oft einen Zusammenhang zwischen einem „tugendhaften“ Menschen, einem Menschen der sein Mitgefühl und sein Interesse für die Gemeinschaft (Altruismus) stark entwickelt hat und einen „guten Staatsbürger“. Der gute Staatsbürger muss sich nämlich auch jeden Tag neu einbringen und für andere interessieren. Er darf nicht sagen, es geht ihn alles nichts an und nur in seinem Privatleben hinter verschlossenen Wänden hausen. Er muss sich verletztlich und angreifbar zeigen und wird dadurch immer stärker und gelassener (was ein Nebeneffekt des Mitgefühls ist, wie es zumindest im Buddhismus erklärt wird).<br />
 Er darf sich nicht von Neidern, Zweiflern oder anderen entmutigen lassen. Er muss Mitgefühl für andere Staatsbürger aufbringen und er muss durch sein aufrichtiges Interesse auch ein Blick für die Zusammenhänge schärfen. Wenn alle Menschen nur ein wenig tugendhafter würden und vor allem diejenigen, die die Geschicke des Staates oder einer Gesellschaft maßgeblich bestimmen, dann wäre die Welt schon ein gutes Stückchen weiter, ja vielleicht sogar „besser“.</p>
<p>Gerne beziehe ich Deine Aussagen auch auf „mein Land“- denn viele Sachen sind doch universell und leicht übertragbar. Und wenn es noch eine so hübsche und ausführliche Interpretation ist, dann fällt es mir umso leichter. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viele Grüße zurück<br />
Julia</p>
</span>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Cathi</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/06/vom-privaten-zum-gesellschaftlichen/comment-page-1/#comment-16690</link>
		<dc:creator>Cathi</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 10:28:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3467#comment-16690</guid>
		<description>Hallo Julia,

schöner Artikel, der mich zum Nachdenken über Demokratie im allgemeinen angeregt hat.
Ich denke auch, dass es wichtig ist, sich zu artikulieren und seine Meinung zu gesellschaftlichen Missständen kundzutun. Wird dies nicht sogar als „Bürgerpflicht“ bezeichnet? Ich denke, jeder demokratisch denkende Mensch muss sich einbringen; aber tut er es nicht, erklärt er sich damit mit der von der Mehrheit beschlossenen (Gesellschafts-)Politik auch gleich automatisch einverstanden, so wie es von vielen Leuten behauptet wird?
Wie steht es in diesem Zusammenhang mit Wahlergebnissen, die aufgrund einer geringen Wahlbeteiligung ein verzerrtes Ergebnis zu Gunsten der Rechtsradikalen wie in Österreich z. B. liefern?
Ich denke, eine der Ursachen liegt darin, dass sich „die Politik“ von den Menschen zu weit entfernt hat und die normalen Bürger keine Verbindung mehr zwischen einem Urnengang und der darauf folgenden Politik mehr sehen können. Seit Jahren werden vordem regierende Parteien vom Wähler durch starke Stimmenverluste „bedacht“, aber wie reagieren die so vom Volk in Opposition geschickten Parteien? Sie suchen sich einfach Koalitionspartner und regieren munter (und ohne echten Kurswechsel) weiter. 
Das kann der Bürger nicht verstehen und er denkt sich (zu Unrecht?) bei der nächsten Wahl: „Wozu noch wählen gehen? Ich kann ja doch nichts ändern.“
Ich kann mich daher nur schwer mit der einseitigen Schuldzuweisung an die Bürger anfreunden; ich denke, es leiden viele europäische Länder schlicht und ergreifend an schlechter (=abgehobener, bürgerferner) Politik.
Ein weiteres Problem in einer Demokratie ist es auch, dass sehr viele Menschen einfach zu wenig Informationen oder auch zu wenig Bildung haben, um schwierige Sachverhalte erkennen und beurteilen zu können. 
Aber es ist nun mal das Wesen der Demokratie, dass alle (ausser Unmündige) am Staat durch Wahlen teilhaben sollen.
Durch die Vertretung des Volkes, der Regierung, wird da auf der einen Seite einiges an drohenden unsachlichen Entscheidungen „abgefedert“, auf der anderen geht aber auch ein Stück weit Demokratie verloren.
Auch die Einflussnahme der Vermögenden im weitestenden Sinn auf Regierungsentscheidungen ist problematisch, das führt in vielen Dingen dazu, dass Entscheidungen nicht dem Gemeinwohl dienen sondern für einzelne finanzstarke Minderheiten getroffen werden. Dadurch entsteht eine Art soziale Ungerechtigkeit, die zu starken finanziellen Belastungen der Mittelschicht führt, denn diese Gruppe hat nur eine schwache Lobby – und irgendwer muss ja schließlich der „Systemerhalter“ sein, oder?

Aber keine Angst, vom Kommunismus bin ich (noch) weit entfernt, auch wenn ich mich hier kritisch einbringe, aber hast du nicht gesagt, genau das wäre meine Pflicht?
Doch halt – ich bin ja gar keine deutsche Staatsbürgerin! Na, dann darfst du meinen Kommentar auch nicht auf dein Land beziehen ;-)

Viele Grüße Cathi</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('16690','Cathi');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('16690','Cathi');" /></div><span id="co_16690"><p>Hallo Julia,</p>
<p>schöner Artikel, der mich zum Nachdenken über Demokratie im allgemeinen angeregt hat.<br />
Ich denke auch, dass es wichtig ist, sich zu artikulieren und seine Meinung zu gesellschaftlichen Missständen kundzutun. Wird dies nicht sogar als „Bürgerpflicht“ bezeichnet? Ich denke, jeder demokratisch denkende Mensch muss sich einbringen; aber tut er es nicht, erklärt er sich damit mit der von der Mehrheit beschlossenen (Gesellschafts-)Politik auch gleich automatisch einverstanden, so wie es von vielen Leuten behauptet wird?<br />
Wie steht es in diesem Zusammenhang mit Wahlergebnissen, die aufgrund einer geringen Wahlbeteiligung ein verzerrtes Ergebnis zu Gunsten der Rechtsradikalen wie in Österreich z. B. liefern?<br />
Ich denke, eine der Ursachen liegt darin, dass sich „die Politik“ von den Menschen zu weit entfernt hat und die normalen Bürger keine Verbindung mehr zwischen einem Urnengang und der darauf folgenden Politik mehr sehen können. Seit Jahren werden vordem regierende Parteien vom Wähler durch starke Stimmenverluste „bedacht“, aber wie reagieren die so vom Volk in Opposition geschickten Parteien? Sie suchen sich einfach Koalitionspartner und regieren munter (und ohne echten Kurswechsel) weiter.<br />
Das kann der Bürger nicht verstehen und er denkt sich (zu Unrecht?) bei der nächsten Wahl: „Wozu noch wählen gehen? Ich kann ja doch nichts ändern.“<br />
Ich kann mich daher nur schwer mit der einseitigen Schuldzuweisung an die Bürger anfreunden; ich denke, es leiden viele europäische Länder schlicht und ergreifend an schlechter (=abgehobener, bürgerferner) Politik.<br />
Ein weiteres Problem in einer Demokratie ist es auch, dass sehr viele Menschen einfach zu wenig Informationen oder auch zu wenig Bildung haben, um schwierige Sachverhalte erkennen und beurteilen zu können.<br />
Aber es ist nun mal das Wesen der Demokratie, dass alle (ausser Unmündige) am Staat durch Wahlen teilhaben sollen.<br />
Durch die Vertretung des Volkes, der Regierung, wird da auf der einen Seite einiges an drohenden unsachlichen Entscheidungen „abgefedert“, auf der anderen geht aber auch ein Stück weit Demokratie verloren.<br />
Auch die Einflussnahme der Vermögenden im weitestenden Sinn auf Regierungsentscheidungen ist problematisch, das führt in vielen Dingen dazu, dass Entscheidungen nicht dem Gemeinwohl dienen sondern für einzelne finanzstarke Minderheiten getroffen werden. Dadurch entsteht eine Art soziale Ungerechtigkeit, die zu starken finanziellen Belastungen der Mittelschicht führt, denn diese Gruppe hat nur eine schwache Lobby – und irgendwer muss ja schließlich der „Systemerhalter“ sein, oder?</p>
<p>Aber keine Angst, vom Kommunismus bin ich (noch) weit entfernt, auch wenn ich mich hier kritisch einbringe, aber hast du nicht gesagt, genau das wäre meine Pflicht?<br />
Doch halt – ich bin ja gar keine deutsche Staatsbürgerin! Na, dann darfst du meinen Kommentar auch nicht auf dein Land beziehen <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viele Grüße Cathi</p>
</span>]]></content:encoded>
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