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	<title>Kommentare zu: Die Fülle des Lebens II</title>
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		<title>Von: Julia</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/die-fulle-des-lebens-ii/comment-page-1/#comment-12322</link>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 10:19:25 +0000</pubDate>
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		<description>@ Menachem: das ist ein interessanter Aspekt. Ich glaube auch, dass sich die allgemeine Hilfsbereitschaft in den letzten Jahrzehnten und vor allem Jahrhunderten verändert hat. Heute ist es eher üblich, dass sich die Reichen von den Armen abgrenzen. Im Mittelalter gab es eine ungeschriebene Solidaritätspflicht vom Lehnsherr gegenüber seinen Untertanen. Wenn es z.B. eine Hungersnot gab, musste er was von seinen Vorräten abgeben. Generell war früher die allgemeine Armut größer. Heute sind relativ gesehen die Menschen reicher, aber gemeckert wird noch immer und vielleicht hat sich auch die Abgrenzung vergrößert. Dadurch empfindet man die relative Armut als größer, bzw. als &quot;ungerechter&quot;. Aber die Spaltung über die Moral und das Verhalten der Menschen ist das eigentliche Schadhafte für die Gesellschaft, weil es sie auseinanderreißt und an anderer Stelle die Motivation untergräbt. (Beispiel: Warum soll ich anderen noch helfen, wenn ich bereits Steuern zahle; oder umgekehrt: Warum soll ich mich bei den Reichen bedanken, wenn ich das ALG 2 sowieso vom Amt bekomme und sogar darauf klagen kann? &gt; Sowas würde Fromm wohl mit Entfremdung bezeichnen. Die Bürokratie hat die wahren Abläufe verschleiert und unsichtbar gemacht)

Was der einzelne (für die Welt) tun kann, ist mir noch nicht so klar, ich denke, eine komplexe Frage. Im dritten Teil bin ich ja ansatzweise darauf eingegangen. Konsumbewusstes Einkaufen, Rücksicht auf Ökologie, vielleicht mal die teuren aber &quot;besseren&quot; Produkte kaufen. Weniger Energie verbrauchen, mal aufs Auto verzichten- es kommt auch auf den Bereich an, der einem wichtig ist.

Nur eines glaube ich nicht: dass man sich die die Schuld aufbürden sollte, von heute auf morgen und ganz allein die Probleme der Welt zu lösen. 

Dazu braucht es schon die Einsicht von vielen- und daher ist das Denken und Diskutieren darüber auch so wichtig.

mfg, Julia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('12322','Julia');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('12322','Julia');" /></div><span id="co_12322"><p>@ Menachem: das ist ein interessanter Aspekt. Ich glaube auch, dass sich die allgemeine Hilfsbereitschaft in den letzten Jahrzehnten und vor allem Jahrhunderten verändert hat. Heute ist es eher üblich, dass sich die Reichen von den Armen abgrenzen. Im Mittelalter gab es eine ungeschriebene Solidaritätspflicht vom Lehnsherr gegenüber seinen Untertanen. Wenn es z.B. eine Hungersnot gab, musste er was von seinen Vorräten abgeben. Generell war früher die allgemeine Armut größer. Heute sind relativ gesehen die Menschen reicher, aber gemeckert wird noch immer und vielleicht hat sich auch die Abgrenzung vergrößert. Dadurch empfindet man die relative Armut als größer, bzw. als &#8220;ungerechter&#8221;. Aber die Spaltung über die Moral und das Verhalten der Menschen ist das eigentliche Schadhafte für die Gesellschaft, weil es sie auseinanderreißt und an anderer Stelle die Motivation untergräbt. (Beispiel: Warum soll ich anderen noch helfen, wenn ich bereits Steuern zahle; oder umgekehrt: Warum soll ich mich bei den Reichen bedanken, wenn ich das ALG 2 sowieso vom Amt bekomme und sogar darauf klagen kann? &gt; Sowas würde Fromm wohl mit Entfremdung bezeichnen. Die Bürokratie hat die wahren Abläufe verschleiert und unsichtbar gemacht)</p>
<p>Was der einzelne (für die Welt) tun kann, ist mir noch nicht so klar, ich denke, eine komplexe Frage. Im dritten Teil bin ich ja ansatzweise darauf eingegangen. Konsumbewusstes Einkaufen, Rücksicht auf Ökologie, vielleicht mal die teuren aber &#8220;besseren&#8221; Produkte kaufen. Weniger Energie verbrauchen, mal aufs Auto verzichten- es kommt auch auf den Bereich an, der einem wichtig ist.</p>
<p>Nur eines glaube ich nicht: dass man sich die die Schuld aufbürden sollte, von heute auf morgen und ganz allein die Probleme der Welt zu lösen. </p>
<p>Dazu braucht es schon die Einsicht von vielen- und daher ist das Denken und Diskutieren darüber auch so wichtig.</p>
<p>mfg, Julia</p>
</span>]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Menachem</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/die-fulle-des-lebens-ii/comment-page-1/#comment-12307</link>
		<dc:creator>Menachem</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 20:59:00 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe @Julia, ich glaube, du liest ja auch öfter Fromm, und der meinte einmal, je mehr und je dichter die Menschen zusammen leben, je größer das Agressionspotential. Allerdings scheint er noch nicht das Möbelkaufhaus mit den gelben Lettern gekannt zu haben. Es scheint auch unter bestimmten Bedingungen anders zu gehen.

Aber was du schreibst, lässt auch mich immer wieder fragen, wie und was soll ich tun, kann ich tun. 
Wir können Widerstand leisten, oder wir können das System in den eigenen Kollaps schicken (z.B. wenn wir morgen alle HartzIV beantragen) wir können lernen, unsere eigene Ohnmacht zu ertragen oder wir wirken im kleinen Umfeld.

Im TV lief jetzt wieder &quot;Macht des Bösen&quot;, im welchem auch gezeigt wurde, das gegen das System laufen am Schluß im KZ, und dort mit dem Tod endete. Er hätte vielleicht mehr Menschenleben retten können, hätte er ihnen zur Flucht verholfen. Das soll auf keinen Fall eine Wertung sein, denn hinterher ist man immer erst schlauer. Aber was ist der richtige Weg?

In S21 hat sich Widerstand formiert, mit einem beachtlichen Erfolg.

Wieder was anderes ist es, was mir mein Freund P. jetzt erzählte. Es mögen gerade mal 100 Jahre her sein, da war es nicht unüblich, das Reiche in den Städten als Mäzen für einen jungen Menschen, der es sich von zu Hause aus nicht leisten konnte, die Ausbildung übernahm. Bildung.

Angenommen, nur die Vermögensten 100.000 in der Bundesrepublik würden sich daran erinnern. Das ist ja auch etwas tun, jeder für sich, im kleinen zum Wohl des Ganzen.

Überzeugt bin ich allerdings davon, das es kein allgemein gültiges Rezept gibt und jeder nach seinen eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten den Weg finden sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('12307','Menachem');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('12307','Menachem');" /></div><span id="co_12307"><p>Liebe @Julia, ich glaube, du liest ja auch öfter Fromm, und der meinte einmal, je mehr und je dichter die Menschen zusammen leben, je größer das Agressionspotential. Allerdings scheint er noch nicht das Möbelkaufhaus mit den gelben Lettern gekannt zu haben. Es scheint auch unter bestimmten Bedingungen anders zu gehen.</p>
<p>Aber was du schreibst, lässt auch mich immer wieder fragen, wie und was soll ich tun, kann ich tun.<br />
Wir können Widerstand leisten, oder wir können das System in den eigenen Kollaps schicken (z.B. wenn wir morgen alle HartzIV beantragen) wir können lernen, unsere eigene Ohnmacht zu ertragen oder wir wirken im kleinen Umfeld.</p>
<p>Im TV lief jetzt wieder &#8220;Macht des Bösen&#8221;, im welchem auch gezeigt wurde, das gegen das System laufen am Schluß im KZ, und dort mit dem Tod endete. Er hätte vielleicht mehr Menschenleben retten können, hätte er ihnen zur Flucht verholfen. Das soll auf keinen Fall eine Wertung sein, denn hinterher ist man immer erst schlauer. Aber was ist der richtige Weg?</p>
<p>In S21 hat sich Widerstand formiert, mit einem beachtlichen Erfolg.</p>
<p>Wieder was anderes ist es, was mir mein Freund P. jetzt erzählte. Es mögen gerade mal 100 Jahre her sein, da war es nicht unüblich, das Reiche in den Städten als Mäzen für einen jungen Menschen, der es sich von zu Hause aus nicht leisten konnte, die Ausbildung übernahm. Bildung.</p>
<p>Angenommen, nur die Vermögensten 100.000 in der Bundesrepublik würden sich daran erinnern. Das ist ja auch etwas tun, jeder für sich, im kleinen zum Wohl des Ganzen.</p>
<p>Überzeugt bin ich allerdings davon, das es kein allgemein gültiges Rezept gibt und jeder nach seinen eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten den Weg finden sollte.</p>
</span>]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: J.A.</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/die-fulle-des-lebens-ii/comment-page-1/#comment-12298</link>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 09:30:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3027#comment-12298</guid>
		<description>@ Alesandra: Der Link ist okay und interessant, ich werde ihn auf jeden Fall stehenlassen. Schön, wenn es Leute gibt, die auch darüber nachdenken. ;-)


Viele Grüße,
Julia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('12298','J.A.');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('12298','J.A.');" /></div><span id="co_12298"><p>@ Alesandra: Der Link ist okay und interessant, ich werde ihn auf jeden Fall stehenlassen. Schön, wenn es Leute gibt, die auch darüber nachdenken. <img src='http://www.ja-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Viele Grüße,<br />
Julia</p>
</span>]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alesandra</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/die-fulle-des-lebens-ii/comment-page-1/#comment-12285</link>
		<dc:creator>Alesandra</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 21:44:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3027#comment-12285</guid>
		<description>Die Thematik bringt mich auch immer wieder zum verzweifeln, allerdings habe ich einen grandiosen Weg gesehen, der hier abhilfe schaffen könnte - zumindest bei allen echten toten Bedarfsgegenständen.


Wusstest du, dass die Biomasse aller lebenden Ameisen die Biomasse der Menschheit noch übertrifft und zwar mit Abstand?


Würden wir also alle leben wie die Ameisen, gäbe es kein Überbevölkerungsproblem. Unglaublich oder?

Ich hoffe es ist ok, wenn ich jetzt einen Link von meiner Webseite aufzeige, wenn nicht bitte rauslöschen. http://only-one-world.square7.ch/2011/01/cradle-to-cradle/

Und der Stelle noch der Gründer des Konzepts über die Thematik. 

http://vimeo.com/15267402</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('12285','Alesandra');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('12285','Alesandra');" /></div><span id="co_12285"><p>Die Thematik bringt mich auch immer wieder zum verzweifeln, allerdings habe ich einen grandiosen Weg gesehen, der hier abhilfe schaffen könnte &#8211; zumindest bei allen echten toten Bedarfsgegenständen.</p>
<p>Wusstest du, dass die Biomasse aller lebenden Ameisen die Biomasse der Menschheit noch übertrifft und zwar mit Abstand?</p>
<p>Würden wir also alle leben wie die Ameisen, gäbe es kein Überbevölkerungsproblem. Unglaublich oder?</p>
<p>Ich hoffe es ist ok, wenn ich jetzt einen Link von meiner Webseite aufzeige, wenn nicht bitte rauslöschen. <a href="http://only-one-world.square7.ch/2011/01/cradle-to-cradle/" rel="nofollow">http://only-one-world.square7.ch/2011/01/cradle-to-cradle/</a></p>
<p>Und der Stelle noch der Gründer des Konzepts über die Thematik. </p>
<p><a href="http://vimeo.com/15267402" rel="nofollow">http://vimeo.com/15267402</a></p>
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