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	<title>Kommentare zu: Das Erbe der Höhlenmenschen</title>
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		<title>Von: Julia</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/das-erbe-der-hohlenmenschen/comment-page-1/#comment-12323</link>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 10:37:51 +0000</pubDate>
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		<description>@Yva: „Cui bono“ wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet „Wem nützt es?“

Wahrscheinlich immer dem, der sich die Regelung ausgedacht hat oder von der Angst indirekt profitiert. Übertriebene Sicherheit verstärkt auch die Kontrolle über die Bürger und die Transparenz, wenn man z.B. Steuern eintreiben oder Marktforschung betreiben will. Zensur ist ein Teil des Sicherheitssystems und praktisch dabei, man kontrolliert die Köpfe und Worte gleich mit.

Komplizierte Sicherheitssysteme werden den Firmen nutzen, die sie entwickeln und von der Angst der Menschen, Betreiber und Ladeninhaber profitieren. Waffen schließlich, dienen ja auch der Sicherheit und dienen der Rüstungsindustrie und der Mordrate (die schießt meist nach oben, je mehr Waffen es gibt).

Schlechte Nachrichten nutzen den Medien-Imperien dieser Welt, denn mit Angst kann man die Menschen weitaus besser kontrollieren, als mit Versprechungen des Glücks und der Freiheit. Darstellung von Gewalt nutzt der Einschaltquote, die Visualisierung von Angst den Versicherungsfirmen, die Angst vor Einbrechern der Schlüssel-und Schlossindustrie. 

Die diffuse Angst vor dem Leben nützt den Psychologen, die extreme, lähmende Angst den Pharmafirmen und der Alkoholindustrie. 

Am Ende bleibt ein verunsicherter Bürger, der vielleicht zu extremen Parteien neigt, die ihm mehr Sicherheit versprechen. Oder ein Mensch, der langsam aufwacht und begreift, dass er selbst anfangen zu denken muss. Weil es der einzige Ausweg aus der ganzen Misere ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('12323','Julia');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('12323','Julia');" /></div><span id="co_12323"><p>@Yva: „Cui bono“ wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet „Wem nützt es?“</p>
<p>Wahrscheinlich immer dem, der sich die Regelung ausgedacht hat oder von der Angst indirekt profitiert. Übertriebene Sicherheit verstärkt auch die Kontrolle über die Bürger und die Transparenz, wenn man z.B. Steuern eintreiben oder Marktforschung betreiben will. Zensur ist ein Teil des Sicherheitssystems und praktisch dabei, man kontrolliert die Köpfe und Worte gleich mit.</p>
<p>Komplizierte Sicherheitssysteme werden den Firmen nutzen, die sie entwickeln und von der Angst der Menschen, Betreiber und Ladeninhaber profitieren. Waffen schließlich, dienen ja auch der Sicherheit und dienen der Rüstungsindustrie und der Mordrate (die schießt meist nach oben, je mehr Waffen es gibt).</p>
<p>Schlechte Nachrichten nutzen den Medien-Imperien dieser Welt, denn mit Angst kann man die Menschen weitaus besser kontrollieren, als mit Versprechungen des Glücks und der Freiheit. Darstellung von Gewalt nutzt der Einschaltquote, die Visualisierung von Angst den Versicherungsfirmen, die Angst vor Einbrechern der Schlüssel-und Schlossindustrie. </p>
<p>Die diffuse Angst vor dem Leben nützt den Psychologen, die extreme, lähmende Angst den Pharmafirmen und der Alkoholindustrie. </p>
<p>Am Ende bleibt ein verunsicherter Bürger, der vielleicht zu extremen Parteien neigt, die ihm mehr Sicherheit versprechen. Oder ein Mensch, der langsam aufwacht und begreift, dass er selbst anfangen zu denken muss. Weil es der einzige Ausweg aus der ganzen Misere ist.</p>
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		<title>Von: Yva</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2011/01/das-erbe-der-hohlenmenschen/comment-page-1/#comment-12172</link>
		<dc:creator>Yva</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 13:14:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=3020#comment-12172</guid>
		<description>Ein komplexes Thema, Julia. Aber Dein Rückschluß von den völlig überzogenen Sicherheitsmaßnahmen, um vermeintliche Terrorangriffe abzuwehren, hin zu Deinen persönlichen Barrieren im Alltag (und im Blog), um Dich vor Trollen und unangenehmen Zeitgenossen zu schützen, gefällt mir. Da scheint es tatsächlich ein Urbedürfnis nach Schutz zu geben zu geben, das in jedem von uns drinsteckt. Und die Angst ist der Antrieb dazu, der uns permanent daran erinnert. Ist ja auch eine prima Idee, auf den nächsten Baum zu klettern, wenn in der Ferne ein Tiger brüllt.

Wer das begriffen hat, kann es jedoch ausnutzen: um die Bürgerrechte einzuschränken, die Privatsphäre anderer auszuforschen, Unbequeme zum Schweigen zu bringen und Unrecht zu vertuschen. Der Verdacht liegt zudem nahe, daß Angst gelegentlich bewußt erzeugt wird, um die Menschen zu manipulieren.

Trolle machen auch Angst. Sie können in Scharen aus dem Nichts auftauchen und eine beliebige Plattform im Internet mit ihren bösartigen, die Diskussionskultur zerstörenden und emotional aufwühlenden Kommentaren in allerkürzester Zeit zum Erliegen bringen. Zurück bleiben verunsicherte User, eine Menge Datenschrott und ein paar schlaflose Nächte der Administratoren bzw. Blogbetreiber. Aber dagegen kann man sich ja schützen - mit Klarnamenpflicht, User-Registrierungen, Moderationsfunktionen und Captchas. Oder?

Die Angst vor Trollen wird genauso geschürt wie die vor Terrorismus, einem Zerfall der europäischen Währungsunion oder dem sozialen Abstieg ins Hartz-IV-Elend. Nacktscanner am Flughafen verletzen auf einschüchternde Weise die Intimsphäre. Kameras auf dem Marktplatz kontrollieren und beeinflussen die Bewegungsfreiheit. Lauschangriffe und Online-Durchsuchungen bedrohen die Privatsphäre. Moderierte Internet-Plattformen behindern die freie Meinungsäußerung. Cui bono, Julia?

Yva</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('12172','Yva');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('12172','Yva');" /></div><span id="co_12172"><p>Ein komplexes Thema, Julia. Aber Dein Rückschluß von den völlig überzogenen Sicherheitsmaßnahmen, um vermeintliche Terrorangriffe abzuwehren, hin zu Deinen persönlichen Barrieren im Alltag (und im Blog), um Dich vor Trollen und unangenehmen Zeitgenossen zu schützen, gefällt mir. Da scheint es tatsächlich ein Urbedürfnis nach Schutz zu geben zu geben, das in jedem von uns drinsteckt. Und die Angst ist der Antrieb dazu, der uns permanent daran erinnert. Ist ja auch eine prima Idee, auf den nächsten Baum zu klettern, wenn in der Ferne ein Tiger brüllt.</p>
<p>Wer das begriffen hat, kann es jedoch ausnutzen: um die Bürgerrechte einzuschränken, die Privatsphäre anderer auszuforschen, Unbequeme zum Schweigen zu bringen und Unrecht zu vertuschen. Der Verdacht liegt zudem nahe, daß Angst gelegentlich bewußt erzeugt wird, um die Menschen zu manipulieren.</p>
<p>Trolle machen auch Angst. Sie können in Scharen aus dem Nichts auftauchen und eine beliebige Plattform im Internet mit ihren bösartigen, die Diskussionskultur zerstörenden und emotional aufwühlenden Kommentaren in allerkürzester Zeit zum Erliegen bringen. Zurück bleiben verunsicherte User, eine Menge Datenschrott und ein paar schlaflose Nächte der Administratoren bzw. Blogbetreiber. Aber dagegen kann man sich ja schützen &#8211; mit Klarnamenpflicht, User-Registrierungen, Moderationsfunktionen und Captchas. Oder?</p>
<p>Die Angst vor Trollen wird genauso geschürt wie die vor Terrorismus, einem Zerfall der europäischen Währungsunion oder dem sozialen Abstieg ins Hartz-IV-Elend. Nacktscanner am Flughafen verletzen auf einschüchternde Weise die Intimsphäre. Kameras auf dem Marktplatz kontrollieren und beeinflussen die Bewegungsfreiheit. Lauschangriffe und Online-Durchsuchungen bedrohen die Privatsphäre. Moderierte Internet-Plattformen behindern die freie Meinungsäußerung. Cui bono, Julia?</p>
<p>Yva</p>
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