Posted by J.A. on November 21, 2010

Weihnachtszeit – Spendenzeit

Alle Jahre wieder… kommt die schöne Weihnachtszeit.

Und was gehört neben der obligatorischen Weinachtsdeko, den Plätzchen, die Gemütlichkeit in den vier Wänden, den Schoko-Nikoläusen und die horrenden Ausgaben für Konsum und Weinachtsgeschenke ganz eindeutig auch zum Fest der Liebe? Genau, das Spenden.

Wenn man in einem reichen Land wie unserem Land lebt und mit fließend Wasser, ausreichend Ernährung, einer guten Gesundheitsversorgung und einer Mindestabsicherung für alle Menschen aufgewachsen ist, kann man sich kaum vorstellen, dass es Länder gibt, bei denen es nicht so ist. Das Leid kommt oft durch die Fernsehbildschirme und dabei drängt sich das Gefühl auf, dass das nicht unsere Welt ist. So fern und so fremd erscheinen diese Probleme und diese Länder.

„Im Fernsehen“ gibt es Kinder, die mit zwei Jahren schon sterben, Menschen die auf der Straße im Dreck kochen, keine eigenen vier Wände haben, Kinder, die auf Müllhalden arbeiten oder dort ihr Essen suchen. Dazu kommen Verstümmelungen durch Kriegsfolgeschäden (z.B. Minen), Krankheiten durch schlechtes Trinkwasser (Cholera), Armut, Unterernährung …

Aber was können wir, in den reichen Industrieländern schon machen? Spenden wäre eine gute Lösung.

Auf der Seite Fundraisingverband gibt es viele Statistiken zu diesem Thema. Wer spendet in Deutschland und wieviel? Interessant ist diese Tabelle, aus der hervorgeht dass die privaten Spenden gar nicht die Hauptquelle für viele Hilfsorganisationen ist (3 Prozent), sondern die öffentliche Hand (64 Prozent).

Der Spendenanteil der Deutschen liegt mit 0,18 % vom Gesamteinkommen gerade mal knapp über dem internationalen Durchschnitt.

Wer weniger verdient, spendet dabei prozentual sogar mehr, aber absolut gesehen weniger.

Weihnachten ist ein christliches Fest und im Christentum heißt es, dass man alles teilen soll, was man hat. Aber teilen heißt im ursprünglichen Sinne: 50 Prozent von allem. (bzw. 50 Prozent von dem, was nach den Steuern und freiwillig erzwungenen Abgaben noch übrigbleibt)

Ganz gleich, wie man darüber denkt oder man nun eine Moralkeule braucht oder nicht: Jeder Euro wird helfen. Im Internet gibt es viele Seiten, die sich auf Spenden spezialisiert oder zu großen Gruppierungen zusammengeschlossen haben:

Exemplarisch sind diese beiden genannt: Aktion Deutschland Hilft
und Spenden.net .

Besonders betroffen sind im Moment Länder wie Haiti oder Pakistan. Aber auch nach dem Erdbeben in Chile wird noch Hilfe gebraucht und dann gibt es noch viele Länder, die nach der medialen Aufmerksamkeit schnell in Vergessenheit geraten: Kongo, Simbabwe, Sudan, Tansania und viele weitere.

Was ich persönlich auch noch sinnvoll fände, wäre eine Spende für die Wikipedia.
Ich benutze sie eigentlich in fast jedem Blog-Artikel oder als Recherche fast täglich.

Auch wenn die Zahlungen und die Entwicklungen dahinter etwas unklar vermittelt werden,
so kann es sicher nicht schaden, diesen gemeinnützigen Verein mit einer kleinen Spende zu unterstützen.

Irgendwie gehört das auch zur Netiquette … man gibt etwas zurück, was man im Netz kostenlos geschenkt bekommen hat.

Und wenn das alles nichts für das Seelenheil hilft, dann kann man darüber nachdenken, ob man statt Geld lieber Werte schenken möchte…

Das klingt zwar sehr abstrakt, ist aber vielleicht eine Überlegung wert.

Denn das Wertvollste was der Mensch dem anderen schenken kann, ist die eigene Zeit. Nett sein kann man allerdings das ganze Jahr. ;-)

Posted by J.A. on November 17, 2010

Heiße Kurven, die nicht jede(r) scharf findet

Die Mädchenmannschaft hat mal wieder eine sexistische Werbung rausgepickt: Eine halbnackte Frau auf einem Motorrad, mit sehr eng anliegender Kleidung, die ihren Hintern in die Kamera zeigt und dabei den Kunden „heiße Chips“ verspricht.

Wieder einmal eine Werbung, die sich einzig und allein einer männlichen Zielgruppe präsentiert. Denn die weiblichen Kommentare sind in der anschließenden Diskussion- wen wundert´s- nicht sehr positiv gestimmt.

Auffällig ist aber, dass es sehr viele männliche Stimmen gibt, die diesen Spot / dieses Plakat gut finden.

Da haben wir das Problem: Eine gute Werbung sollte möglichst cool sein, aber die weibliche und die männliche Perspektive treffen. Dann müsste sie -zwangsläufig- auf eine sexuelle Orientierung zielende Bildsprache verzichten.

Oder man erschafft bewusst Marken, die nur für Männer gedacht sind und Marken, die sich nur an Frauen richten. Es gibt ja auch rosa Spielzeugpferdchen nur für Mädchen und für kleine Jungs die hellblaue Werkzeugbank.. Und für große Mädchen die Make-Up Werbung und für große Jungs die PS-starken Fahrzeugbolliden. Und für angepasste Hausfrauen die Fertiggerichte und Putzmittel-Werbung und für den Mann die eingängige Baumarkt-Melodie.

Denn wir- die Kunden- sind ja so. Wir verhalten uns stereotyp und angepasst, ergo spricht uns auch die Werbung an. Die Werbung verstärkt unsere Träume und Verhaltensweisen, überzieht sie bisweilen ins Groteske und führt zur Aufregung. Wir werden auf sie aufmerksam- und damit funktioniert sie.

Posted by J.A. on November 12, 2010

Kommunikations-Erfahrungen: Beispiel Ebay

Oder: Das menschliche Gefühl kauft mit.

Ebay ist eigentlich eine tolle Sache und sollte jedem halbwegs erfahrenen Internet-Nutzer mittlerweile bekannt sein. Man stellt seine Artikel zu meist niedrigen Gebühren ein und trifft auf eine große Kundschaft, selbst für Artikel, die man auf einem normalen Flohmarkt niemals verkaufen würde. Durch die Unterscheidung zwischen „Geboten“ und „Sofort-Kaufen“ findet man schnell das richtige Format für die eigenen Verkäufe.

Auch für Kunden ist es eine tolle Sache. Bei bestimmten Artikeln sind regelmäßig tolle Schnäppchen drin. Ich habe mich hierbei auf gebrauchte Bücher und andere Medien spezialisiert, die man wirklich „hinterher getragen“ bekommt. Ältere Musik-Alben für einen Euro, komplizierte Fachbücher über Programmiersprachen (500 Seiten, Neupreis 60 Euro gebraucht für 1 Euro), Fabrikverkäufe und Großposten (z.B. bei Kleider oder Wäsche)- all das macht Ebay sehr reizvoll. Dazu kommt die riesige Auswahl und dass man alles auf einer Seite hat und sich nicht von Händler zu Händler klicken muss. Die Sachen bekommt man geliefert und spart sich die Parkplatz-Suche, den Streß im Feierabendverkehr und die allgemeine Unruhe im Laden, die oft dazu führt, dass man vorschnell kauft, aber nicht immer genau das passende „erwischt“.

In den Klamottenläden rieselt oft die Musik und beraten wird man meist auch nicht so gut- warum also nicht online bestellen und bei Bedarf das 14- tägige Rückgaberecht in Anspruch nehmen, wenn die Hose irgendwo zwickt?

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Posted by J.A. on November 10, 2010

Motto-Blog, das: Spiegelverkehrt

-Grübeln geht immer-

außer man hat schlechte Laune.

Oder es ist herbst.
Oder es ist kalt.
Oder der Kopf ist leer.
Oder man hat sich gerade geärgert.
Oder man isst gerade.
Oder man geht gerade spazieren.

Oder man schaut sich gerade eine Blume an.
Oder man hört Nachrichten.
Oder man ist beim Einkaufen.
Oder man schaut gerade Fernsehen.

Oder man langweilt sich.
Oder man schaltet die Kiste ein.
Oder man schreibt einen Text…
Oder man bohrt in der Nase
Oder macht Musik
Oder Stille

Oder man kommentiert
Oder man engagiert sich für Frauen
Oder für Männer
Oder für die dazwischen

Oder für die jungen Menschen
Oder für die Alten
Oder für die Einsamen
Oder für alle Glücklichen.

Oder man geht gerade ins Bett
Oder man schläft.
und schläft.. und schläft..

Keine Sorge: Am nächsten Tag ist das Motto dann wieder gültig. ;-)