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	<title>Kommentare zu: Die Depression</title>
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	<description>Grübeln geht immer</description>
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		<title>Von: Violine</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2009/11/die-depression/comment-page-1/#comment-4991</link>
		<dc:creator>Violine</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 11:45:54 +0000</pubDate>
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		<description>An meinen Vater habe ich nur mal wieder gedacht, weil ich seine ganze Haltung - und eigentlich auch die seines Umfelds - so unglaublich finde.
Ich habe ihn ja immer als extra empfunden, andererseits ist mir aber klar, dass seine Meinungen keine Original-Meinungen von ihm sind, sondern Wiederholtes, woher auch immer. Er kann damit symptomatisch für die Männer seiner Generation stehen, die nichts dazu gelernt haben (wohl gemerkt, die nichts dazu gelernt haben, denn es gibt auch viele andere), wo dann einfach der Frau (respektive der Tochter) alles aufgehaltst wird und er selbst spielt weiter den starken Mann.
In seiner Familie - oder auf jeden Fall bei ihm - wird das ja auch so propagiert, dass die Frau den Mann weiterbringt. Als ob das so selbstverständlich sei.

Ob solche Männer der Tod eines Robert Enke so tiefgreifend berührt, dass ein grundlegendes Umdenken stattfindet, das kann ich mir nicht vorstellen. Zu festgefahren die gelebten Rollenvorstellungen. Löblich, wer den Mut aufbringt, aus seinem eigenen Gefängnis auszubrechen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('4991','Violine');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('4991','Violine');" /></div><span id="co_4991"><p>An meinen Vater habe ich nur mal wieder gedacht, weil ich seine ganze Haltung &#8211; und eigentlich auch die seines Umfelds &#8211; so unglaublich finde.<br />
Ich habe ihn ja immer als extra empfunden, andererseits ist mir aber klar, dass seine Meinungen keine Original-Meinungen von ihm sind, sondern Wiederholtes, woher auch immer. Er kann damit symptomatisch für die Männer seiner Generation stehen, die nichts dazu gelernt haben (wohl gemerkt, die nichts dazu gelernt haben, denn es gibt auch viele andere), wo dann einfach der Frau (respektive der Tochter) alles aufgehaltst wird und er selbst spielt weiter den starken Mann.<br />
In seiner Familie &#8211; oder auf jeden Fall bei ihm &#8211; wird das ja auch so propagiert, dass die Frau den Mann weiterbringt. Als ob das so selbstverständlich sei.</p>
<p>Ob solche Männer der Tod eines Robert Enke so tiefgreifend berührt, dass ein grundlegendes Umdenken stattfindet, das kann ich mir nicht vorstellen. Zu festgefahren die gelebten Rollenvorstellungen. Löblich, wer den Mut aufbringt, aus seinem eigenen Gefängnis auszubrechen.</p>
</span>]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: J.A.</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2009/11/die-depression/comment-page-1/#comment-4988</link>
		<dc:creator>J.A.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 10:14:29 +0000</pubDate>
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		<description>ja.. hm aber gerade beim letzten Punkt hab ich so meine Zweifel. Ich denke, jeder muss es selbst erkennen, ob er/ sie den Druck will oder nicht. 

Ich für meinen Teil hab erkannt, dass es sich auch ohne externen Druck gut leben lässt. Ich hab im Grunde alles aufgegeben und hinter mir gelassen, was mich in diese Richtung gedrängt hätte, inklusive Rollenverständnis- und Erwartungen.

Vielleicht bin ich nun nicht besonders erfolgreich, aber glücklich.

Und das ist doch ganz einfach die Hauptsache.. 

Das mit deinem Vater tut mir leid, ich hoffe, dass er vielleicht doch eines Tages zum Arzt geht? Aber Männer sind da so unglaublich schwierig, das ist keine Seltenheit. Gerade die Männer einer älteren Generation, bei der es als schwach und weich gilt, eine psychische &quot;Erkrankung&quot; zu haben.

Oder überhaupt Gefühle ..

Wünsche Dir einen schönen Sonntag!

Julia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('4988','J.A.');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('4988','J.A.');" /></div><span id="co_4988"><p>ja.. hm aber gerade beim letzten Punkt hab ich so meine Zweifel. Ich denke, jeder muss es selbst erkennen, ob er/ sie den Druck will oder nicht. </p>
<p>Ich für meinen Teil hab erkannt, dass es sich auch ohne externen Druck gut leben lässt. Ich hab im Grunde alles aufgegeben und hinter mir gelassen, was mich in diese Richtung gedrängt hätte, inklusive Rollenverständnis- und Erwartungen.</p>
<p>Vielleicht bin ich nun nicht besonders erfolgreich, aber glücklich.</p>
<p>Und das ist doch ganz einfach die Hauptsache.. </p>
<p>Das mit deinem Vater tut mir leid, ich hoffe, dass er vielleicht doch eines Tages zum Arzt geht? Aber Männer sind da so unglaublich schwierig, das ist keine Seltenheit. Gerade die Männer einer älteren Generation, bei der es als schwach und weich gilt, eine psychische &#8220;Erkrankung&#8221; zu haben.</p>
<p>Oder überhaupt Gefühle ..</p>
<p>Wünsche Dir einen schönen Sonntag!</p>
<p>Julia</p>
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		<title>Von: Violine</title>
		<link>http://www.ja-blog.de/2009/11/die-depression/comment-page-1/#comment-4981</link>
		<dc:creator>Violine</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Nov 2009 19:33:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ja-blog.de/?p=1745#comment-4981</guid>
		<description>Ich habe heute schon gelesen, dass Enkes Schicksal sozusagen wie eine Bombe eingeschlagen ist und etliche zum Nachdenken bringt. Auch die Profis. Angeblich erkennen sie sich in ihm wieder. (Quelle: FAZ, bloss finde ich den Artikel nicht mehr).
Ob das so stimmt? Wenn ich an die Depressionen meines Vaters denke, habe ich da so meine Zweifel. Er findet seine Depression toll, findet sich als Held darin (er sieht sich als Retter meiner Person).
Vielleicht schlägt es einfach in Sportlerkreisen so ein, den ewigen Helden, die ständig Stärke demonstrieren müssen, keine Schwächen zeigen dürfen. Beim kleinen Bürger weiss ich das nicht.

Depressionen können so unterschiedlich ausfallen. Bei dem einen rein (oder stark) endogen, beim anderen rein (oder stark) exogen (bei meinem Vater habe ich dahingehend den Verdacht, wenn er nur zu einem Psychologen gehen und sich in seiner Lebensführung helfen lassen würde, dann würde eine erhebliche Verbesserung der Depressionen eintreten), bei vielen ein Mischmasch.

Wäre schön, wenn die hierzulanden geforderte Leistungsstärke wirklich ins Wanken geriete.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<div class="comment-toolbar" style="text-align: right"><input type="button" value="Reply" onclick="CF_Reply('4981','Violine');" /><input type="button" value="Quote" onclick="CF_Quote('4981','Violine');" /></div><span id="co_4981"><p>Ich habe heute schon gelesen, dass Enkes Schicksal sozusagen wie eine Bombe eingeschlagen ist und etliche zum Nachdenken bringt. Auch die Profis. Angeblich erkennen sie sich in ihm wieder. (Quelle: FAZ, bloss finde ich den Artikel nicht mehr).<br />
Ob das so stimmt? Wenn ich an die Depressionen meines Vaters denke, habe ich da so meine Zweifel. Er findet seine Depression toll, findet sich als Held darin (er sieht sich als Retter meiner Person).<br />
Vielleicht schlägt es einfach in Sportlerkreisen so ein, den ewigen Helden, die ständig Stärke demonstrieren müssen, keine Schwächen zeigen dürfen. Beim kleinen Bürger weiss ich das nicht.</p>
<p>Depressionen können so unterschiedlich ausfallen. Bei dem einen rein (oder stark) endogen, beim anderen rein (oder stark) exogen (bei meinem Vater habe ich dahingehend den Verdacht, wenn er nur zu einem Psychologen gehen und sich in seiner Lebensführung helfen lassen würde, dann würde eine erhebliche Verbesserung der Depressionen eintreten), bei vielen ein Mischmasch.</p>
<p>Wäre schön, wenn die hierzulanden geforderte Leistungsstärke wirklich ins Wanken geriete.</p>
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