J.A. Blog

Grübeln geht immer

Pics | Music |Serien| Donate | About| Twitlog | Shopping

Archiv: November 2009

Vergiftete Stimmung

Der destruktive Effekt negativer Menschen u. wie man ihn überwindet

In der Zeitung las ich heute den Ausdruck “vergiftete Stimmung”, und zwar im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte um die geplanten Steuersenkungen (“Milliardenentlastungen”) und die gegensätzliche Meinung der Bundesregierung und einiger Ministerpräsidenten. Mir fiel auf, dass dies psychologisch u. gesellschaftlich ein wichtiger Schlüsselbegriff ist, über den man oft stolpert und greife ihn daher im folgenden Artikel (in so objektiver Weise wie möglich) auf.

Zum persönlichen Erfolg, ganz gleich ob privat oder beruflich gehört der (richtige) Umgang mit anderen ganz eindeutig dazu. Wir profitieren von den sozialen Kontakten meistens und wie bei der Muttermilch ist es etwas, dass wir von früh auf schon zu uns nehmen und auf eine natürliche Weise abhängig sind. Wie die Milch und die Nahrung, die wir zu uns nehmen, sollte diese frei von Giften sein, denn der Mensch entwickelt sich bekanntlich nur bei guter Kost und er geht ein und wächst nicht bei vergifteter “Nahrung” – unter Umständen stirbt er sogar daran (vielleicht innerlich?).

Von Anfang sollte man sich darauf einstellen, dass nicht jeder Mensch mit den eigenen Maßstäben an das Leben und an Projekte herangeht, so dass es unausweichlich ist, dass man früher oder später auf unterschiedliche Meinungen, also Differenzen stößt. Je nach Art und Weise des Kontakts gibt es Möglichkeiten, damit fertigzuwerden, aber die naheliegendste Form, der Dialog führt nicht automatisch zum Erfolg. Dazu sind die Probleme meistens zu kompliziert (und wer kann schon von sich aus schon behaupten, unumstößliche(r) u. stets fehlerfreie(r) Kommunikationsexperte/in zu sein?).

Im Beruf, im Privaten aber vor allem im Leben ganz allgemein stößt man immer wieder auf negativ eingestellte Menschen. Menschen bei denen man schon früh merkt, dass hier etwas nicht stimmt, dass die anfängliche Frische schnell abstirbt oder eine (grundlos) feindliche Gesinnung einem selbst gegenüber zu spüren ist. Es gilt diese Stimmung zu identifizieren und nicht von vorneweg als feindlich zu interpretieren. Hinter jedem Anklagen verbirgt sich oft mehr, ein Wunsch, eine Botschaft, denn Kommunikation ist vielschichtig und mehrgleisig. Also lieber über eine Sache zweimal nachdenken, als zu schnell ein Urteil zu fällen und sich negativ zu verhalten.

Diese Menschen haben vielleicht objektiv nicht viel Macht und verhalten sich auch ganz leise. Meistens übersieht o. überhört man sie, was man aber regelrecht spüren kann, ist ihre negative Energie, mit der sie den Raum verpesten. Wenn diese Menschen es richtig anstellen, können sie einen ganzen Betrieb lahmlegen, eine Familie entzweien und überhaupt viel negative Macht entwickeln, vor der man immer in Acht sein sollte. Sie schaden mit diesem unnsinnigen Verhalten nämlich nicht nur andere, sondern vor allem auch sich selbst. (Wo man alle und jeden psychisch kaputt macht, ist bald niemand mehr da, der eine Freundschaft möchte, die Folge ist Einsamkeit u. Isolation).

Solche negative Menschen möchte jeder Mensch instinktiv gerne umgehen, es ist ganz klar, jeder, über den ich mich ärgere, jeder der mich in Frage stellt, kritisiert oder sich vielleicht heimlich lustig macht, ist ein FEIND, auf jeden Fall kein Freund (mehr).

Und wie behandelt man Feinde? Bekämpfen, besiegen?

In den meisten, modernen Formen der Kultur kann man Feinde nicht direkt bekämpfen, dazu ist unsere Gesellschaft und auch wir meistens zu feige. Es gibt Tabus, die davon abhalten (das ist auch gut so, führt aber psychologisch gesehen zu Stau u. das wiederum zu Neurosen, u.ä.)

Anstatt jemand die Meinung zu sagen, schlucken wir es herunter oder schreiben es in Blogs.. wir sublimieren Aggressionen, anstatt sie auszuleben. Der gesellschaftliche Kodex verlangt das meistens von uns und wenn wir in der Freizeit keine aggressive nach außen gerichtete Sportart wie Fußball oder Boxen betreiben, sind wir gut beraten, andere, gesunde Mittel des Streßabbaus zu finden. Auch sollte man sich für seine negativen Gefühle, seine Aggressionen nicht hassen, aber doch hin und wieder überlegen, was sie bedeuten und wie man am besten damit umgehen kann.

Aber nochmal zurück zu den Verursachern, den negativen Leuten, zu den Energie-Absaugern, den ewigen Spaßbremsen, den Gestrigen, zu Langsamen, zurückgebliebenen und übergangenen, Unglücklichen.

Warum verhalten sie sich so, wie sie tun? Und wenn man selbst Erfolg haben möchte, sollte man überhaupt länger als eine Mikrosekunde darüber nachdenken, warum sie so sind? Wäre es nicht einfach, die Freundschaft zu kündigen und den Kontakt so gut es geht, zu ignorieren? Ja, in den meisten Fällen würde ich sagen, ist dies die beste Methode. Es bringt nichts und es ist verschwendete Zeit und Energie, sich mit Streit, Neid-Diskussionen und ewigen Zweiflern herumzuschlagen. Je älter ich z.B. geworden bin, desto untoleranter werde ich solchen Leuten gegenüber. Sie sind mir schlichtweg egal, und ich habe keine Lust, darüber nachzudenken. Ignoranz und weitere Kälte sind die Folge.

Dieses Verhalten kollidiert beim ersten Nachdenken mit einer ethischen Lebens-Einstellung, denn soll man anderen denn nicht stets Wärme und Mitgefühl entgegenbringen? Ist der andere nicht auch ein Mensch, der das Recht zu leben, zu argumentieren und zu denken hat?

Ja, das hat er. Aber er hat kein Recht, das Leben von anderen ungefragt u. negativ zu beeinflussen. Meinungen formuliert man für sich und das ist auch gut so. Niemand hat den Störenfried darum gebeten, einen selbst zu provozieren. Man überwindet den Störenfried nur mit zwei Methoden: Entweder man ignoriert ihn völlig, was die einfachste und schnellste Methode ist. Oder man heiratet ihn (bildlich gesehen) und lässt sich mitunter ein Leben lang auf das Geqäuke, Gequake und unnütze Geplapper ein. Mitunter sind ein. zwei Mikrogramm verwertbares Material dabei, das lohnt sich vielleicht. Und jemand, der dich stark reizen kann, ist bekanntlich jemand, von dem du auch viel lernen kannst. Wenn du aber merkst, dass dieser jemand keine Macht mehr über dich hat, dann hast du die Lektion bestanden.

Dann wird der Mensch unwichtig für dich, dann ist es kein Feind mehr und kein Freund- dann ist es einfach nur noch ein Mensch.

Und wer weiß, von diesem Status aus lässt sich vielleicht eines Tages wieder sowas wie Freundschaft aufbauen.

Eine Garantie aber gibt es dafür nicht.

Blog Special Schreiben Teil 5

Von der Selbstanalyse bis hin zur Zielgruppe

Okay, ich möchte die Blog-Selbstanalyse nun weiter schreiben.

Kann gut sein, dass ich jetzt noch 100 Artikel mit dem Thema schreiben werde und dann wird das eben mein neues Fachgebiet, mein Nischenthema. Immerhin hab ich schon eine kleine Serie daraus machen können, wer die anderen Teile sucht, kann gerne mal HIER nachschauen.

Oder ich hake es nach zwei Artikeln ab und gehe dann zur Tagesordnung über oder ich schließe mein Blog einfach. Ist schon erstaunlich, wie wenig man über das eigene Leben wissen kann, wie unberechenbar und veränderlich es stets ist. (Wobei ich vom Schließen wieder etwas abgekommen bin, weil es immer nur der letzte und im Grunde schlechteste Schritt ist).

Überhaupt ein Thema, Blogs brauchen Themen. Die Themen sind das A und O, die Zielgruppe, die man erreichen, aber auch den politischen Tenor, den man mit eigenen Gedanken ausdrücken möchte. Die Meinungsfähigkeit eines Blogs ist stets seine Stärke, also sollte man gut darauf achten, wie man sich hier einstellt. Ob man eindeutig Partei für eine Linie ergreift oder lieben einen distanzierten journalistischen Stil einnehmen möchte?

Ich habe gestern nochmal lange darüber nachgedacht, ob es wirklich so unmöglich ist, eine gute Bloggerin zu sein, nur weil man Frau ist und/ oder weil man die Dinge anders sieht, als die Masse oder die geltende massentaugliche Medienmeinung. (zum Geschlechtsthema später nochmal mehr)

Die Antwort muss eigentlich lauten: Nein, gerade deshalb, weil man anders ist und sich von den Konventionen vielleicht ein wenig löst, erreicht man doch sein eigenes Alleinstellungsmerkmal erst. Und jedes neue Produkt, dass im Wirtschaftsleben auf den Markt drängt, braucht einen innovativen Schritt und ein Alleinstellungsmerkmal. Natürlich auch ein gutes Marketing und ein wenig Antrieb (sprich persönlichen Einsatz, Geld oder Zeit), um es verkaufsfähig zu machen.

Beim Bloggen oder dem freien Schreiben ist es nicht viel anders, aber ich denke, es gibt ein paar Stolpersteine, die man unbedingt beachten muss.

Auch wenn die Welt einem so hübsch frei und unberührbar erscheint, und man sich am Anfang vielleicht überlegen oder ziemlich ungebunden fühlt, sollte man doch beachten, dass es Gesetze und Regeln gibt und zwar in unterschiedlichster Form. So frei, wie man das Schreiben am Anfang empfindet, ist es vielleicht nicht.

Gerade dadurch, dass man sich früher oder später an eine Zielgruppe orientieren und auch für andere schreiben muss, macht es so schwer. Am PC schreibt man für sich, das Blog aber ist ein öffentlicher Raum und will auch so behandelt werden.

Jeder Leser ist anders und für jeden gibt es andere „Regeln“.

Zum einen gilt es ganz normale Rechtschreib- und Grammatikregeln einzuhalten und auch in den Wortneuschöpfungen nicht zu sehr aus dem Rahmen zu fallen, schließlich soll das ganze noch lesbar bleiben. Es gibt Menschen, die achten da sehr drauf und beurteilen Texte fast ausschließlich danach o. lesen zumindest den Rest nicht mit Überzeugung, wenn der Rahmen nicht korrekt ist.

Auch ist es gut, bei den Inhalten nicht beliebig zu springen, sondern sich zumindest einen kleinen Rahmen o. Gliederung zu setzen, an die man sich halten möchte.

Je professioneller und marktorientierter man also schreiben möchte, desto mehr muss man sich von den akademischen und bildungsorientierten Gedanken lösen und sich hier genau richtig zu positionieren ist gar nicht so einfach.

Bei mir ist es z.B. so, dass ich immer sehr selbstkritisch schreibe und mich manchmal bei den kleinsten Dingen sehr lange aufhalte. Oder auch, dass ich meine eigene Blog/ Schreibkrise so öffentlich mache, ist sicherlich ungewöhnlich und ich bin mir nicht sicher, ob das immer so vorteilhaft ist (um ein größeres Publikum zu bekommen)

Denn in welcher Werbung für ein Produkt kommen schon mal negative Gedanken zur Schau? Jede Firma, jedes Unternehmen möchte doch in dem besten Licht dastehen, dass nur möglich ist. Und ähnlich wie bei zwei Verliebten ist die Begeisterung am Anfang sehr groß und man fühlt sich von des anderen Äußerlichkeit sehr eingenommen( = der Kunde kauft, liest). Sobald man sich aber länger kennt, schleicht sich entweder langweilende Normalität ein oder noch schlimmer: Man hat keine Lust mehr, sich mit den Problemen des anderen näher zu beschäftigen!

Und so kann es anderen Leuten mit dem eigenen Schreibprodukt eben auch gehen. Die glänzende Hülle ist am Anfang vielleicht noch prickelnd, aber ehrlich gesagt: Wer will immer nur Probleme lesen?

In einem psychologischen Umfeld oder in einer akademischen Auseinandersetzung mit dem Thema, vielleicht auch in der Philosophie sind solche Gedanken natürlich erlaubt und wünschenswert- wenn man aber an oder IN einen Markt treten möchte- und die Blogosphäre ist letztendlich nichts anderes als das- muss man überlegen, inwieweit man das Kritische und Selbstreflektierene noch in der intensiven Form tragen u. verantworten kann. Letztendlich geht es doch auch um Inhalte, um Neu-Produziertes und nicht immer nur Aufwärmen des Alten.

Für mich ist also klar, meine Blogkrise muss mich auch dazu führen, dass ich über die geschriebenen Inhalte länger nachdenke und mich frage, was genau ich davon weiterführen möchte und was nicht. Das ganze Drumherum, wie ich mich organisiere usw. ist meine Sache und geht die Leser eigentlich (erstmal) nichts an. Ich kann natürlich damit kokettieren und eine kleine Show daraus machen, aber konservative und bodenständige Leser stößt man vielleicht eher ab, und nicht jeder nimmt jeden Humor gleich gut auf.

Das bringt uns zum vielleicht wichtigsten Aspekt eines guten Schreibens: Dem Stil, der vermittelten Persönlichkeit, dem Elan und Esprit, der in den Worten zum Ausdruck kommt. Solange man den hat, muss man sich keine Sorgen machen u. schreibt einfach drauf los – doch ist er manchmal ein Gottes Geschenk und er kommt entweder eines Morgens und trifft dich wie ein Schlag oder er kommt nie- und dann sollte man lieber den Beruf wechseln.

:-)

Und darüber hinaus

Gut, heute kann ich den Sonntag Mittag mal nutzen, ernsthaft über das nachzudenken, was ich gestern noch eher witzig beschrieben habe. Die Blog- und Schreibkrise, die mich schon so lange erfasst. Ist das nicht ein bisschen peinlich? Normalerweise funktionieren Menschen einfach, das ist der Idealzustand, die Redaktion sagt bis dann und dann sind diese und jene Artikel zu schreiben und der Autor schreibt einfach drauf los. Es ist ein Job, man bekommt ein bisschen Kohle dafür jeden Monat aufs Konto, wahrscheinlich immer zu wenig, man mobbt ein bisschen die Kollegen in der Kantine, man schleimt sich beim Chef ein.. tja, dann geht’s nächstes Jahr eine Etage höher und der Schreibtisch wird größer und das Bankkonto gefüllter. Ist eigentlich eine gute Sache, so eine Festanstellung.

weiterlesen… »

J.A. Blog läuft unter Wordpress 2.9.1
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates
41Verweise. 0.527 Sekunden.

J.A. Blog is Digg proof thanks to caching by WP Super Cache



Page 1 of 512345