J.A. Blog

Grübeln geht immer

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Archiv: Oktober 2009

Sparwahn – eine ewige Baustelle?

Baumärkte scheinen ein sehr lohnendes Geschäft zu sein, allerorten sprießen sie aus dem Boden, die Werbung dafür im TV ist sehr oft zu sehen. Wie so oft, teilen sich die großen Konzerne die Gewinne und es gibt keinen kleinen Baumarkt mehr, sondern immer nur diese riesigen Dinger, die vor Angebot nur so strotzen.

Diese zeichnen sich meistens durch schlechten Service und überfragtes Personal aus. Bezeichnend ist z.B. dass das Personal immer an ihren Verkaufsinseln verharrt und irgendwie immer was zu tun haben. Manche von ihnen sind sehr freundlich, anderen merkt man jedoch ihre schlechte Ausbildung an. Sie sind unfreundlich, lassen sich auf den vorwurfsvollen Ton des Kunden ein, anstatt Höflichkeit zu bewahren. Manche sind fachlich überfragt, andere beraten schlecht und verkaufen einem immer das teuerste, aber nie das beste Produkt.

Wie so oft ist die Ausbildungsqualität ein politisches und gesellschaftliches Problem, denn der Eindruck drängt sich oft auf, dass billige Leiharbeitskräfte oder andere ungeschulte Menschen zu möglichst niedrigen Lohnkosten eingestellt werden. Diese sind also selbst ein Opfer, und anstatt sie auf Fortbildungskurse zu schicken und in die Menschen zu investieren, schauen die Inhaber großer Baumärkte anscheinend nur auf den Faktor Geld (und das sehr vordergründig, aber nicht nachhaltig genug, denn ein Baumarkt, der mit gutem Personal aufwarten kann, würde ich viel lieber benutzen als einen großen, unfreundlichen, anonymen, aber das nur am Rande).

Sprich: Wer in den Baumarkt geht, sollte sich auskennen oder zumindest jemand dabei haben, der sich gut auskennt.

Auch bei den einzelnen Produkten kann man diesen Sparwahn, der unsere Gesellschaft so tief-gehend erfasst hat, allerorten erkennen. In einem Regal gab es beispielsweise Entwässerungsrohre mit guter Qualität von einem renommierten Hersteller. Dieses Produkt lief mit der Zeit aus und wurde durch einen türkischen Hersteller ersetzt. Erst durch genaues Hinschauen ist uns das aufgefallen: Die neuen Entwässerungsrohre waren qualitativ nicht mehr so gut verarbeitet, wie die alten „Marken-Rohre“. Ein kleiner Aufdruck verriet uns dann den anderen Hersteller-Hintergrund.

Der Preis, für den Kunden gut sichtbar am Warenkorb zu sehen, blieb aber der Gleiche! Das bedeutet nichts anderes, als dass der Zwischenhändler nun das gleiche Produkt zu weniger Geld einkaufen kann, aber den unveränderten Preis an den Kunden weiter gibt und den Zwischengewinn in die eigene Tasche stecken kann.

Dies ist ein sehr schönes Beispiel, wie die Globalisierung und die möglichen Kosteneinsparungen nicht an den Verbraucher (also den Menschen selbst) weitergegeben werden, sondern im Kanal der Mächtigen, nämlich der Zwischen- und Großhändler, versickern.

Im schwierigen Bereich der Milch- Wirtschaft ist ja derzeit ähnliches zu beobachten.

Die geballte Marktkraft der Großhändler ist für den Verbraucher also nur begrenzt von Vorteil.

Dazu kommt nämlich, dass bei den Produkten durch diesen Kostendruck meistens auch die Qualität sinkt und was offensichtlich so ein schönes Schnäppchen ist, offenbart beim genauen Hinschauen einfach nur schlechte Qualität.

Das bedeutet auf der Baustelle dann nichts anderes als abgebrochene Dübel oder Schrauben (wir berichteten) und höheren Zeit- und Verarbeitungsaufwand durch schnellen Verschleiß und Planungsunsicherheit.

Auch die Sicherheit kann betroffen sein, gerade wenn man elektrische Geräte von mangelnder Qualität kauft und z.B. der Rückstell-Mechanismus eines Kreissäge-Schutzes nicht mehr funktioniert oder ähnliches.

Die Baumärkte werben oft damit, dass der Kunde Geld durch Eigenleistung sparen kann. Auch dies ist richtig, allerdings darf „der Kunde“ nie vergessen, dass auf der Baustelle meistens alle Gewerke erforderlich sind, wobei allein der Beruf des Trockenbauers schon drei Jahre erfordert ( und dabei noch nicht mal das Gipsen/ Verspachteln eingeschlossen) und auch die anderen Berufe/ Gewerke ähnliche Qualifikationen und Erfahrung verlangen.

Der Heimwerker hat am Anfang aber keine oder nur ein Bruchteil dieser Erfahrung und wer nur weiß, wie man eine Schraube richtig in die Wand dreht, ist noch lange kein „richtiger“ Heimwerker.

Gerade auch das Zusammenspiel der verschiedensten Aufgabenbereiche erfordert viel Planung, die man als Laie vorab nur schlecht leisten kann. Farb- und Raumaufteilungen gehören vielleicht noch dazu, oder wo welche Steckdosen hinkommen sollen. Die einzelnen Abläufe kann man aber nur durch Erfahrung und praktische Anschauungs-Werte ermitteln.

Richtig sparen lässt sich im Grunde nichts. Denn die Arbeit bleibt die Arbeit und den teueren Handwerker einzusparen, verlangt vom Heimwerker selbst einiges an Mehraufwand, Geld und Zeit.

Letztendlich muss man auch überlegen, dass den regionalen Handwerksbetrieben langfristig die Kunden wegbleiben, wenn alle Leute ihre Renovierungen selbst machen.

Wenn die Politik also schon Geld und Steuergeschenke verteilen möchte, dann sollte sie überlegen, wie sie die Anreize zur bezahlten Arbeit auf den vielen Privatbaustellen der Haushalte besser entlasten und fördern kann.

War da nicht mal etwas im Gespräch, dass man die Mehrwertsteuer für Handwerkerleistungen ermäßigen möchte?

Das wäre- meiner Meinung nach- ein guter Ansatz. Es würde die Menschen entlasten, die alles selbst machen müssen (dabei noch Unfälle riskieren und die Krankenkassen belasten) und es würde die Wirtschaft und den Mittelstand ankurbeln.

Der Ungerechtigkeitsvertrag

Nach der Bundestagswahl 2009 hatte ich noch über Twitter angekündigt, „mental in die Opposition“ zu gehen, aber wie das so üblich ist mit den eigenen Zielvorgaben, fallen sie schnell unter den Tisch. Zudem hat es nicht lange gedauert, bis mir die Worte vor Unglauben und Entrüstung, aber auch neugierigem Abwarten erstmal im Hals stecken geblieben sind.

Ich hatte die letzten Wochen leider nicht soviel Zeit zum Zeitungslesen, aber ein paar Dinge, sind doch bei mir hängen geblieben.

  • „Die Beiträge zur Pflegeversicherung sollen steigen!“
  • Abgaben für Müll und Abwasser sollen mit Mehrwertsteuer belastet werden, d.h. eine Kostensteigerung wird über die Hintertür an Verbraucher und kleine Leute weitergegeben (Wahrlich eine „Dreckssache“ !)
  • In Zukunft soll das Gesundheitssystem ent-solidarisiert und von den Unternehmen abgekoppelt werden, das ist wohl die größte, aber auch schlechteste Neuigkeit

Zudem wurde auf Spiegel Online eine schöne Zusammenfassung des Koalitionsvertrag mit Erklärungen und Interpretationen veröffentlicht.

Was aber stellt die laienhafte und politik-unaffine Bloggerin fest? Die ansonsten nur Klowände bemalt?

Es reicht nicht, dass wir in den letzten Jahren immer wieder unnötige Umbauten am an sich so guten und verlässlichen deutschen Gesundheitssystem hatten, nein nun wird es endgültig der Wirtschaft und den Reichen übergeben und das Prinzip Solidarität wird zukünftig entfallen. Die Tatsache, dass man den ungeliebten Gesundheitsfonds nun ein Jahr lang noch zähneknirschend weiterführt und mit den richtig dicken Bandagen erst 2011 aufwartet, zeigt die Brisanz die dahinter steckt (Bloß nicht am Anfang das Volk schon zu sehr verunsichern!).

Wie soll das gemacht werden? Wenn ich in Zukunft nur noch eine einheitliche Pauschale für die Gesundheit abgebe, entfällt die prozentuale Belastung.

Beispiel: Früher hatte man eine prozentuale („Solidarische“) Belastung, jeder zahlt einen Prozentsatz von seinem Einkommen.

Ich möchte hier im Beispiel zu Gunsten der Übersichtlichkeit ein wenig zusammenfassen und die kleinsten Details weglassen und runde Zahlen nehmen.

Das Bruttoarbeitsentgelt liegt bei 7 Prozent, berechnet wird aber nur bis 3.675 € (Bemessungsgrenze) Das ist die erste Ungerechtigkeit. Warum werden höhere Einkommen nicht herangezogen? Soll Gerechtigkeit irgendwann enden, wenn man nur ausreichend viel verdient? Allein das zeigt schon, dass die Belastungen sich hauptsächlich auf kleine und mittlere Einkommen verteilen.

  • Ein Chefingenieur mit einem Einkommen von 8.000 € zahlt
    demnach nur für 3.675 €, 7 Prozent, das sind 257,25 €
  • Ein Angestellter mit einem Einkommen von 3.000 € zahlt 210 €
  • Ein „kleiner Mann“ mit 1.000 € zahlt 70 €.

Jeder wurde auf Grund seiner Belastbarkeit belastet (Aber wie wir sehen, nach oben gedeckelt), was prozentual die gleiche Belastung darstellt und sich gerecht nennen darf.

Wenn nun eine Pauschale eingeführt wird, wird diese Rest-Gerechtigkeit auch noch über Bord geschmissen und die Prozentuale verdrehen sich zu Lasten kleiner Einkommen. Unser Beispiel:

Angenommen alle müssen nun den Mittelwert, also 257+ 210 + 70 = 537 / 3 = 179 € zahlen.

Der Chefingenieur: 179 durch 8.000 * 100 = 2,23 %
Angestellter: 179 durch 3000 * 100 = 5,97 %

Kleiner Mann: 179 durch 1000 * 100 = 17,9 %1

Womit bewiesen ist, dass bei einer Kopfpauschale die kleinen Einkommen unverhältnismäßig hoch belastet werden, noch wesentlich mehr, als es heute schon ist. In Spiegel Online steht zwar, dass die niedrigen Einkommen mit einem „Sozialausgleich“ entlastet werden sollen, aber was heißt das schon? Der Staat stellt sich hier selbst ein Bein: Anstatt die Kosten solidarisch auf alle Schultern, vor allem die großen starken zu verteilen, wird den Reichen noch mehr Geld übrig gelassen und die anfallenden Lasten werden über Schulden finanziert. Wie sonst? Im Grunde ist das die schlechteste Art und Weise mit Geld umzugehen, vor allem innerhalb eines Gemeinwohls.

Aber wer denkt, dass das alles ist, der hat sich getäuscht. Die armen notleidenen Arbeitgeber, die alle so wenig Geld haben und von der schlimmen Wirtschaftskrise so schwer gebeutelt sind, sollen natürlich in Zukunft außen vor bleiben, ihr Beitrag wird „eingefroren“ das ist ein schönes Bild, denn es strahlt Kälte aus.

Lächerlich wird es auch in der Familienpolitik. 20 € mehr Kindergeld, toll mag jeder denken. Aber wer schon mal bei Ebay oder woanders einen Schulranzen gekauft hat, wird feststellen, dass man für dieses Geld gerade mal einen halben Ranzen, vielleicht nur einen Viertel bekommt (vor allem wenn die Kinder auch einen schicken Markenranzen haben wollen. und glaubt mir, diese Wünsche werden kommen.) Oder man bekommt ein halbes Schulbuch, vielleicht auch nur ein Drittel, denn es müssen ja immer die neusten Schulbücher sein, damit die Verlage auch noch ein wenig verdienen, die armen. Ach ja, und Essen für einen ganzen Monat muss auch noch bezahlt werden und Kleidung und Heizung und Strom.. aber mit 20 € ist das alles locker abgedeckt!

Nun, wir können ja über Steuern entlasten, aber oh Schreck… der Kinderfreibetrag, wer begünstigt den? Nicht doch unsere armen Besserverdiener? Die Antwort ist leider: ja.

So, nun haben wir schon ein paar Punkte, aber irgendwas fehlt doch noch? Schließlich hatte ich doch immer mal wieder feministische Themen hier im Blog. Achja, das Betreuungsgeld! 150 € will man für die Zurück Daheim Gebliebenen unters Volk rieseln lassen, die dann möglich zweckgebunden, also zur Kindererziehung verwendet werden sollen, vor allem wohl für diejenigen Familien, die sich die recht teure Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht leisten können, sprich die sozial Schwachen. Aber als ob man es geahnt hätte, versaufen und verrauchen „die“ doch alles , also muss man noch evaluieren, dass es auch richtig ankommt. Aber wie? Wir könnten ja ein paar Überwachungskameras installieren und die ordentliche Verwendung.. …

Wenn die Jugendlichen dann kriminell werden, erhöhen wir noch schnell die Jugendstrafe für Mord auf 15 Jahre. Nicht, dass sie noch eine Chance bekommen, sich zu re-sozialisieren. Wo kommen wir denn da hin? Noch mehr Steuerzahler, noch mehr starke Schultern? Nein, lieber gleich alle(s) kriminalisieren.

Oh , ein Filmfonds soll eingeführt werden, das ist mal was Neues. Warum keiner für geschriebene Kultur oder für Computerspiele? Hm ich nehme an, die geschrieben Kultur ist zu kritisch und schaut zu genau hin… und Computerspiele führen bekanntlich direkt in den Amoklauf!

Bei der Integrationspolitik gibt es regelrecht BAHNBRECHENDE Neuerungen: Die Islamkonferenz soll fortgesetzt werden. Punkt.

Auf die geplante Steuerentlastung freuen wir uns natürlich alle, denn endlich bringt der Weihnachtsmann man wieder Geschenke! Es bleibt nur die Frage: Wie soll das bezahlt werden? Lass mich raten: Mit Schulden…

Also doch den Strick….

PS:
Zu der Besetzung in den Ämtern will ich mich (vorerst!) zurückhalten, ein kritischer, gut beobachteter Seitenhieb von unseren holländischen Freunden wurde mir aber heute per Email zugestellt.  Vielen Dank an M.K. !

PS2: Das nächste Mal bitte wieder Rot-Grün wählen. Oder die Linken. Oder alle zusammen!


Anmerkungen:
  1. Prozent? http://www.brinkmann-du.de/mathe/fos/wieder03_01.htm p = W/G * 100 []


Sucht

Eine Sucht ist, wenn man etwas sucht, aber nicht mit dem Stoff glücklich wird, den man gerade konsumiert.

Sucht ist das genaue Gegenteil von Freiheit, weil man eben nicht durch die Dinge freier wird, die man konsumiert, sondern immer unglücklicher. Man koppelt sein Glück an die Quelle der Sucht und verbindet sich mit ihr.

Alles scheint nur noch auf die Sucht ausgerichtet zu sein. Es fängt meistens klein an und wird immer schlimmer. Typisch sind lange Verläufe, die umso schwieriger umzukehren sind.

Der Mensch ist anfällig für Süchte, manche mehr und manche weniger.

Süchte kann man aber – ohne Übertreibung – zu den schlimmsten psychischen Erkrankungen der Menschheit gezählt werden.

Buddhisten würden sagen, die Sucht ist das Kennzeichen für die innewohnende Gier im Menschen und dieses „immer mehr haben wollen“ ist die eigentliche Ursache für das Verstrickt-Sein in das menschliche Leid. Die Sucht ist also das Symptom für unser größtes Leiden, dem niemalsendenen Lebenskreislauf selbst.

Aber auch die Christen kennen die Askese und empfehlen ihren Anhängern nicht zu sehr in weltlichen Genüssen zu schwelgen, sondern die kurze Zeit, die man zur Verfügung hat, lieber sinnvoll zu nutzen. Z.B. durch Nächstenliebe.

Leider vergisst man das sehr schnell, vor allem in einer materiellen Konsumgesellschaft wie unserer, die den Konsum zu ihrem eigentlichen Gott erhoben hat und das andere, Spirituelle – völlig verblassen lässt.

Es gibt so schöne Zahlen über die Verbreitung von Nikotin – oder Alkoholsüchtigen in Deutschland, diese sind so erschreckend hoch, dass man von Volksdrogen spricht. Ebenso die zahlreichen Medikamente, die man gegen Ängste, Depressionen, und andere „Symptome“ nehmen kann, die eigentlich darauf deuten, dass etwas grundlegend falsch läuft, denn ein Symptom ist nichts anderes als ein Schmerz, ein Zeichen. Leider verdienen viele Firmen gut an solchen Glücklichmachern – mit der Krankheit und der Unfähigkeit von anderen lassen sich sowieso immer die besten Geschäfte machen. Daher tut sich gesellschaftlich auch nichts, wir sind alle im Leiden verstrickt und keine Veränderung entsteht. Alle hängen mit drin und innere Wandlung (durch Erkenntnis und praktische Taten) braucht Zeit und ist nur wenigen gegönnt. Richtiges, inneres Glück ist selten.

Es gibt Leute, die sind anscheinend anfälliger für Süchte als andere, aber nur weil man anfällig für etwas ist, heißt es nicht, dass man der Sucht auch erlegen sein muss!

Manche Süchte werden z.B. über den Dopamin-Rezeptor geregelt, das ist sowas wie ein hauseigenes Belohnungssystem und es funktioniert ganz simpel: Ich nehme etwas zu mir und mein Belohungssystem wird getriggert, es stellt sich mit der Zeit darauf ein und immer mehr Rezeptoren bilden sich. Unser Gehirn lernt mit der Zeit, dass es nur noch von einem bestimmten Stoff ein Glücksgefühl erhalten kann und wir werden davon abhängig.

Der Griff zur Zigarette ist dann ein innerer Zwang, oder auch die Kaufsucht, die immer wieder das Gleiche stimuliert, aber doch nichts neues bringt. (Das Neue ist nur die Hülle, aber kaufen oder konsumieren alleine macht nicht glücklich). Haben oder Sein?

Meistens ist die Sucht ein Pakt mit dem Teufel und ein Handel zu den eigenen Nachteilen. Es gibt keine „positive Sucht“. Sucht an sich ist ein Zeichen von Krankheit und De-Regulierung der menschlichen Ganzheit. Der glückliche Mensch macht sich von allen Substanzen und Dingen frei. Er lebt das Leben so wie es kommt, kontemplativ- er reißt es nicht an sich.

Der glückliche Mensch kann die Quellen seiner Sucht sublimieren, aber er erreicht das nicht unbedingt dadurch, indem er sie immer wieder konsumiert. (Wobei das groteskerweise ein Mittel sein kann, zumindest bei den schwächeren Süchten, die nicht substanzgebunden sind)

Man muss unterscheiden zwischen den Substanzen, die man zu sich nimmt. Meistens kann man eine starke Sucht durch eine schwächere ablösen und so mit der Zeit immer freier davon werden.

Leider ist die Sucht unerbittlich und wenn man nicht darüber nachdenkt, wird man den Teufelskreis nie durchbrechen können. Es ist eine Endlosschleife. Immer von vorne, immer von vorne, immer von vorne…

Man sollte sich stets für das kleinere Übel und die nicht so schlimme Sucht entscheiden, man sollte aber nicht zuviel faule Kompromisse eingehen.

Sei streng mit dir selbst und beobachte dich ständig.

Die Substanzen (egal welche, alles was süchtig macht) zerstören dein Gehirn und machen dich dümmer und handlungsunfähiger. Wer süchtig ist, kann in ein Abwärtsstrudel geraten. Mit der Zeit wird alles für die Sucht geopfert, Geld, Freunde, Hobbys, Zeit, Vertrauen, Respekt.

Nur wenige finden wirklich heraus. Von alleine schon gar nicht.

Aber wer reicht dem Süchtigen die helfende Hand-

Wenn er sie wirklich braucht?

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