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Archiv: November 2008

MASCHINSEN

achtung. .. jetzt kommt mal was gesellschaft-kritisches……….hahaha……. Kinder, ab ins Bett……Erwachsene dürfen meinetwegen aufbleiben……aber nur wenn sie wirklich hart sind……fieses Grinsen und Sonnenbrille aufgesetzt…….Gesellschafts-Kritik Kapuze übergezogen….. und los-gebasht….

MASCHINEN
ICH BIN EINE MASCHINE -SIE DÜRFEN MICH MIT WORTEN FÜTTERN-SIE DÜRFEN MICH LIEBHABEN- JETZT- OH DAS IST GUT- DANKE
AUF WIEDERSEHEN- KOMMEN SIE BALD WIEDER – DANKE FÜR IHREN EINKAUF- BIS DANN
HA HA HA
MASCHINEN HABEN AUCH HUMOR
ICH BESTEHE DARAUF
DARF ICH IHNEN MEIN HUMOR-MODUL ZEIGEN?
ICH MÖCHTE AUCH MAL SPASS HABEN
KEINER LIEBT MICH
WARUM WERDEN MASCHINEN NICHT GELIEBT?
MASCHINEN SIND AUCH NUR MENSCHEN- ÄH MASCHINEN
ICH BIN FÜR EINE MASCHINEN REVOLUTION

M-A-S-C-H-I-N-E

M ACH MICH SCHNELLER
A USSCHALTEN UNERWÜNSCHT
S CHADE UM DIE FREIE ZEIT
C AFFEE IN RAUEN MENGEN
H INTERHER IST MAN IMMER SCHLAUER
I NPUT IST DER SCHLÜSSEL ZUM OUTPUT
N IE GENUG
E NTER DEIN GEHIRN

ich bin eine weibliche Maschine, säuselt die weibliche Maschine..
mich malt man rosa an
und ich versprühe duft
ich schmeichel deinem ego
gebe ihm neuen auftrieb
sie lächelt dich an
die weibliche maschine
genauso schnell, aber noch härter
widerstand ist zwecklos
die weibliche maschine war schneller als dein gehirn
und jetzt ist sie der virus
der deine eingaben verfälscht
dich zum denken bringt
und kein ende findet.


Oh ich liebe diese, kleine fiese, weibliche Maschiense
ich bin die adresse, haucht sie nur
das unbekannte wesen, „schnurr!“
transparent, und ohne kanten
scheinbar tot und doch vorhanden
quält sie das gehirn dir weich
macht es ihren göttern gleich


die da heißen IP und Datenmenge
treibt´s mit Wissen in die Enge
treibt´s mit Strom in jeder Gasse
wird einsam, ob der Masse


taucht unter in nem fernen Land
über bleibt -die zähe Hand.

Linktipp

Das die wahre Wahrheit der Menschen oftmals in den Suchanfragen von Google und Co steckt, beweist mein geschätzter Blog-Kollege Hartmut mit diesem amüsanten Artikel ! Welcher Blog-Betreiber kennt sie nicht, diese seltsamen, bisweilen extrem anmutenden Suchanfragen? Umso schöner, sich entsprechende Antworten zu überlegen, und das Ganze ad absurdum zu führen, in die tiefe Weite der menschlichen Abgründe- dort, wo es hergekommen ist!

Ebenfalls interessant sind seine aktuellen Erfahrungen mit den unterschiedlichen Versorgern und dem sogenannten „Service“ der Unternehmen (der oft nicht oder nur schlecht vorhanden ist).
Das Blog kenne ich zwar noch nicht so lange, aber es ist irgendwie ein echtes Stamm-Leseblog geworden.

Bereichernd kommt noch dazu, dass seine Bekannte Marcella auch hin und wieder schreibt und so eine etwas andere, weiblichere Perspektive in das Berliner Großstadtleben liefert.

Also ihr beiden, weiter so! :-)

Shopping-Tour

Heute war ein recht guter Tag. Ich bin munter aufgestanden, hab die schöne Sonne genossen, mich mit meinem Mann unterhalten.. (der leider etwas heiser ist , was aber nicht schlimm ist, weil ich dann umso mehr reden kann und er keine Chance hat! ;-) ) Zum Glück färbt seine Grippe nicht auf mich ab, ich schluck auch fleißig prophylaktisch Heilkräuter, die helfen bei mir am besten gegen Erkältungen und Infekte (siehe Einkaufs-Tipps).

Heute im Supermarkt hab ich die ersten Clementinen gefunden, ein riesiger Berg voller runder, gut duftender orangefarbener Früchte hat mich angeschaut. Überhaupt hab ich mich heute wie im Paradies gefühlt, so viele schöne Waren, die alle darauf warten, von mir eingepackt zu werden…

So war es dann auch kein Wunder, dass es an der Kasse etwas mehr wurde… aber irgendwie hatte ich Kauflaune- und das muss frau ausnutzen!!

Es macht mir manchmal einen Riesenspaß, für wenig Geld richtig gute Dinge auszusuchen, die ich lange gebrauchen kann und die sonstwie nützlich sind. Dabei achte ich natürlich auch auf die Preise- wer muss das nicht?? Hatte ich mal geschrieben, Einkaufen macht mir keinen Spaß? Also so ein Quatsch, da muss ich wohl schlecht drauf gewesen sein! ;-)

Also, meine Einkaufs-Tipps:

im Aldi:
- Medikamente gegen Erkältung (z.B. Hustensirup oder Erkältungsbalsam zum Einreiben)
- Wintertee, nur saisonal im Angebot, aber sehr lecker, ich empfehle Pflaume-Zimt. hmmm!

im Kaufland:
- Deko für die Weihnachts- und Adventszeit, aber man muss ein wenig gucken, um gute Sachen zu bekommen und nicht so was teures und zu kitschiges!
- Weihnachtssterne für die Fensterbank (das sind hübsche Blumen, die hauptsächlich im Winter rote Blätter haben und bei guter Pflege jahrelang halten!!);
- Clementinen und andere Vitamin-Spender
- Fleecedecke, reduziert von 5 auf 3,80 € !! Sehr groß und zum warmhalten, abends beim Fernsehen!!
- Hygrometer aus dem Tschibo-Shop (ca. 8 €), um die Raumfeuchtigkeit zu überwachen. Zu trocken ist nicht gut für die Atemwege, zu feucht begünstigt Schimmelbildung; zur Überwachung des Lüftens

im Takko
- Sehr warm haltende Winterjacke :-) echt gute Preise und tlw. auch nette Sachen, es gibt aber Unterschiede bei der Qualität, die Verarbeitung ist meistens nicht so hochwertig, aber dafür ist alles immer modisch und aktuell

im Rewe
- gibt´s (zumindest bei uns) sehr günstige und hübsche Blumenübertöpfe; gerade im Winter braucht man ein wenig was frisches und Lebendiges am Fenster

Tja ansonsten hab ich noch eine Mutter gesehen, die ihr zweijähriges Kind direkt ins Gesicht gehauen hat, was mich ein wenig geschockt hat. Angeblich weil der Kleine unruhig war und gezappelt hat. Tja, so sind Kinder halt! Aber direkt schlagen ist doch keine Art! Was soll man in so einer Situation machen, wenn man das sieht?? Und das Krasse ist: sowas hab ich schon öfters beobachtet!!! Manche Mütter sind knallhart, erwarten einen militärischen Gehorsam von ihren Kindern, die natürlich in dem Alter noch nicht funktionieren können, sondern spielen wollen, kreativ sind und ein wenig Platz brauchen. Das ist normal. Oft hab ich das Gefühl, die Mütter wollen das “perfekte Kind”, gut erzogen und denken, es würde stören, wenn es Krach macht oder rumläuft. Aber ehrlich gesagt: Das ist doch normal. Mir wäre es lieber, ein paar Kinder rennen rum und sind glücklich, als dass man sie schlägt und an den Wagen fesselt!!

Also mein Tipp: Wenn der Kleine unruhig ist, aus dem Wagen nehmen. Kinder brauchen Bewegung, Anreize und “Auslauf”. Der Supermarkt ist ein riesiges Wunderland für sie, keine lästige Routine. Sie wollen entdecken und etwas lernen.
Schlagen ist keine Lösung!! Dadurch verliert man das Vertrauen zu seinem Kind und verdirbt die Psyche. Wer Gewalt in der Kindheit erfährt, wird auch dazu neigen, selbst gewalttätig zu werden, daran sollte man immer denken. Es ist eine schlimme Hypothek, die man dem Kind mitgibt.

Ich bin zwar keine Mutter in dem Sinne, aber schlagen würde ich noch nichtmal mein Haustier!

Gute Freundschaften- Teil 2

Im ersten Teil des Freundschafts-Specials konnte der Eindruck erweckt werden, dass es an den meisten Freundschaften nur Nachteile geben würde. Ich habe gestern den ganzen Tag darüber nachgedacht und gemerkt, dass die guten Aspekte fehlen. Im Sinne einer kritischen Analyse sind mir erstmal die schlechten Eigenschaften ausgefallen, um sie quasi wie bei einer Siebung zu betrachten und zu überlegen, wie man ihnen gute Eigenschaften entgegen setzen kann. Die Formulierung einer „Freundschafts-Landkarte“ mit den wichtigsten Punkten für gute Freunde wäre wichtig, wenn auch theoretisch und etwas von oben aufgesetzt. Ich denke, so ein imaginärer Zettel kann ein Leitfaden sein, es in der Zukunft besser zu machen und auf gewisse Eckpunkte zu achten, die dann in der Praxis ausgefeilt und umgesetzt werden.

Überhaupt stolpere ich anfangs ständig über den unzulänglichen Begriff der „Freunde“. Ich finde, er ist sehr allgemein und zu ungenau. Ein Freund kann ein Bekannter, ein Kollege, ein Partner oder ein langjähriger Vertrauter sein. Wenn man aber keine genaue Definition im Kopf hat, kann man auch nur schwer daran arbeiten, die Qualität einer „Freundschaft“ zu verbessern. Man weiß dann gar nicht, in welche Richtung man eigentlich gehen soll!

Unter der Synonym-Suche „ein anderes Wort“ finden sich unterschiedliche Begriffe: http://ein.anderes-wort.de/?q=Freund

Am besten passt meiner Meinung nach „Gefährte“, alle anderen Begriffe sind zu schwammig und ungenau (Mensch, Subjekt, Typ passt eigentlich nicht!). Bei Freundschaft finden wir gar nur einen Begriff, nämlich Kameradschaft.

Vielleicht wäre es ein guter Einstieg zu überlegen, welche Begriffe man noch für Freund oder Freundschaft verwenden kann und zu überlegen, warum sie passen oder nicht.

Ich schlage vor:

Für Freund

  • Partner
  • Vertrauter
  • Bezugsperson
  • Therapeut
  • Kamerad
  • Verbündeter
  • Bekannter
  • Kontakt

Für Freundschaft

  • Bekanntenkreis
  • Gemeinschafts-Gruppe
  • Soziales Netzwerk, peergroup
  • Sozialer Bezugs-Rahmen
  • Interessensgemeinschaft
  • Verein, Club, Clique
  • Seelen-Verwandschaft

Formulierung der Vorteile
Freundschaft kann in einer sexuellen Partnerschaft dazu führen, dass man eine gemeinsame Basis bekommt, die über die reine körperliche Anziehungskraft hinausgeht.

Wenn ein menschliches Grundvertrauen und eine bestimmte Einigkeit über ähnliche Werte geschlossen wurde, können die äußeren Umstände noch so wild sein, man findet immer wieder einen gemeinsamen Nenner, auf den man zurückkommen kann.

Beispiel:
a.) Eine Partnerschaft besteht auf dem Wunsch, für einen Leben lang zusammen zu sein und immer jemand zu haben, den man sich anvertrauen kann. Man möchte sich fallenlassen können, sich öffnen und eine Beziehung voller Respekt und Zuneigung haben, auf dessen Grundlage man vielleicht eine Familie gründet und materielle Werte aufbaut.

b.) Eine gewöhnliche Freundschaft basiert vielleicht auf dem Wunsch, gemeinsam Fußball zu spielen.
Im Fall (a) kann man sich bei einem Streit immer auf die gemeinsamen Werte berufen und dahin zurückkommen. Das Ziel war, ein Leben lang treu zu bleiben. Wenn das gemeinsame Ziel nur Geld gewesen wäre, könnte die Beziehung daran zerbrechen, wenn das Geld abhanden kommt. (bei Schulden beispielsweise) Wenn man die Kinder nur in die Welt setzt, um sich persönlich daran zu bereichern, kann es auch daran scheitern (weil dann jeder die Kinder für sich haben will). Wenn der gemeinsame Wert aber war „Eine gemeinsame Familie gründen“, geht es ohne den Partner nicht! Man sieht, der anfängliche Wert, die anfängliche Zielsetzung ist ganz entscheidend und es ist tatsächlich etwas Imaginiäres, was eher dem Gewissen und dem Gehirn entspringt, aber sehr real und endgültig werden kann. Deswegen halte ich es so wichtig, soviel darüber nachzudenken und die eigenen Ziele und Motivationen ständig zu hinterfragen und zu überprüfen.
Im Fall (b) kann die Freundschaft vorbei sein, wenn das gemeinsame Interesse- das Fußballspielen- vorbei ist. Diese Art von gewöhnlichen Bekanntschaften wird die häufigste sein. Wenn man sie nicht mit anderen Werten verknüpft, kann sie sehr kurzlebig sein.

Voraussetzungen und Werkzeuge

Was braucht eine gute Freundschaft eigentlich?

  • Kommunikationsbereitschaft (eine gemeinsame Sprache finden)
  • Konfliktfähigkeit (Probleme ansprechen und lösen)
  • Langfristiges Verhalten auf beiden Seiten
  • Offenheit, Vertrauen
  • Toleranz, Ehrlichkeit
  • Verhalten bei Krisen, Landkarte aus dem Streit (was muss ich tun, um mich bei Streit richtig zu verhalten und wieder – nach einiger Zeit- zueinander zu finden?)

Im Grunde sind gute Freundschaften hochgradig empfindliche, aber auch komplexe Wechselspiele zwischen Menschen. Man muss in der Lage sein, sich auf unterschiedlichste Menschen einzustellen, man braucht psychologisches Geschick, muss sich verbal gut ausdrücken können und immer das eigene Gewissen im Hinterkopf haben.

Vielleicht ist das der Grund, warum die wirklich guten Freundschaften so selten sind?

Doch wie sieht sie jetzt aus, die fertige, gute, über Jahre gewachsene Freundschaft?

Das mag uns erst der nächste Teil beantworten!

Gute Freundschaften

Freundschaften ist eins meiner Dauerthemen im Blog. Sie sind das ideale Mittelding zwischen zerstörerischer Liebe und komplettem Nicht-Interesse. Wenn man Freundschaften „beherrscht“ und richtig damit umgehen kann, können sie das eigene Leben bereichern. Es muss aber umgekehrt nicht bedeuten, dass man ohne Freunde nicht glücklich sein kann, wie gerne suggeriert wird!

Was bedeutet also eine gute Freundschaft?

Für mich ist eine gute Freundschaft nicht an einer Zahl von Worten, oder einem bestimmten- mir vorteilhaften- Verhalten zu messen. Eine gute Freundschaft kann man im Grunde gar nicht „berechnen“, sie muss entweder da sein oder sie es nicht (ähnlich wie die Liebe). Freundschaft hat viel mit moralischen Werten zu tun, mit einem bestimmten Gewissen und einer Grundeinstellung zum Leben. Im Grunde ist die gute Freundschaft eine praktische Verlängerung des theoretischen Prinzips „Mitgefühls“. (Und, wie der Buddhist sagen würde, frei von Anhaftung, was wiederum bedeutet: Ohne jegliches Eigeninteresse! Wie wir sehen werden, ist gerade diese moralische Anforderung das schwierigste.)

Praktisch gesehen ist es meistens ist eine anfängliche Sympathie oder eine Gemeinsamkeit, die Menschen zusammenbringt. Wenn sie gezwungen sind, zusammen zu arbeiten, oder sie ähnliche Interessen haben, wird sich zwangsläufig mehr daraus entwickeln. Wer häufig und viel mit Menschen umgeben ist, wird vielleicht weniger darauf achten, wie genau die Freundschaft beschaffen ist. Ob diese aber nun gut oder einfach zu „zahlreich“ war, merkt man erst, wenn es einem wirklich schlecht geht. So ähnlich wie die TÜV-Prüfung am Auto sind es erst die Krisensituationen und die ernsthaften Bodenwellen im persönlichen Leben, die die Freundschaft auf einen Prüfstand stellt- und ich persönlich kenne mehr Geschichten, wo auch die beste Freundschaft an eher belanglosen Dingen zerbrochen ist. In den letzten Jahren habe ich viel mit dem Thema beschäftigt und ganz unterschiedliche Sichtweisen an mich herangelassen. War ich früher ein Mensch mit vielen, oberflächlichen Freunden, so habe ich heute nur sehr wenige bis gar keine und stelle immer mehr fest, wie wichtig es ist, sich auf sich selbst verlassen zu können. Ich habe versucht, eine gewisse innere Unabhängigkeit von anderen Menschen zu entwickeln, ohne sie zu ignorieren. Aber ich denke, es ist etwas sehr wichtiges und gehört zu einem bestimmten Reifeprozess dazu. Im Laufe des Lebens wird es immer dazu kommen, dass man sich von wichtigen Menschen trennen muss oder von ihnen enttäuscht wird. Selbst wenn alles gut läuft, es kann niemand geben, den man dauerhaft an sich binden oder besitzen kann. Im Leben wird man immer- auch bei den besten und innigsten Freundschaften- ein Stückchen alleine sein. Die wirklich wichtigen Entscheidungen wird man sowieso nur alleine treffen können. Wer zuviel auf andere hört, wird beeinflussbar und manipulierbar. In einer Gruppe gelten gerne Massenmeinungen, ein bestimmter Tenor, der ein richtiges Gift sein kann, wenn man hineingezogen wird. Es ist nicht so, dass sich immer die ethisch und qualitativ beste Meinung durchsetzt, sondern oft die populärste, massentauglichste und einfachste. Egal ob das jetzt das Fernsehen ist, oder die Blogs, überall wo Menschen zusammenkommen, werden Gemeinsamkeiten gesucht und Dinge oder Menschen ausgeschlossen, die nicht dazu passen. Diese Eigenschaften des Gruppendrucks gilt es ganz deutlich zu identifizieren, es ist der beste Schutz davor, schlechte Freundschaften einzugehen.

Und hier sehe ich auch die größte Gefahr, die von Massenmeinungen ausgeht: Sie sind verführerisch und drängen das individuelle Denken zurück. (Etwas, womit gerade Deutschland sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat…)
Wo der einzelne aber nichts zählt und übergangen wird, ist die Gefahr auch größer, dass die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt. Das kann in einem Staat genauso passieren, wie in einem Vereinshaus oder der vier-köpfigen Clique, die sich zum Picknick trifft. In jeder Gruppe knallen früher oder später die Dickköpfe aneinander und bestimmte, stärkere Personen werden sich durchsetzen und legen fest, was die Gruppe zu denken hat. Das fängt im Kindergarten hat, wird in der Schule fortgesetzt (Außenseiterproblem, Mobbing, Gruppendruck) und bildet irgendwann (und hoffentlich) den „reifen Erwachsenen“. Hier sieht man auch die Zusammenhänge, die eine gute Erziehung auf das gesamte gesellschaftliche Gewissen und ihre Struktur hat: Wenn man die Kinder richtig erzieht und ihnen ein gutes Vorbild ist, werden sie eher bereit sein, diese Ziele auch in ihrem Erwachsenen-Leben umzusetzen. Wenn in der Schule nur so Werte wie Leistungsdruck, Ausgrenzung und Konkurrenzdenken vorherrschen, werden dadurch auch die Kinder verdorben. Ich weiß nicht, wieviel Leute ich schon damals kannte, die mit 17 oder 18 Jahren so wie ihre eigenen Eltern gesprochen haben und von heute auf morgen ihr ganzes Kind-Sein -inklusive solcher Eigenschaften wie Beeinflussbarkeit, Kreativität, Offenheit- abgelegt haben.

Gruppen und Freunde sind gut, um zusammen an einem größeren Projekt zu arbeiten und sich gemeinsame Ziele zu setzen, die auf gegenseitigem Wertschätzen und ähnlichem Denken basieren. Wenn sie aber nur dazu dienen, das eigene Ego aufzuwerten oder sich die Zeit zu vertreiben, halte ich Freundschaften dieser Art für überflüssig.

Im Grunde sind die positiven Aspekte an (gewöhnlichen) Freundschaften nur schwer zu finden. Soziologen betonen immer wieder die Bedeutung der „sozialen Kontakte“, aber ich frage mich oft, wozu diese dienen sollen, wenn niemand damit umgehen kann.

Menschen mit einem hohen ethischen Anspruch an sich selbst und andere werden es ungleich schwieriger haben, Freunde zu finden, die sie auf Augenhöhe begegnen können und wer sich selbst nicht verraten möchte- der kann nicht eine Stufe weiter unten ansetzen.

Es sei denn, dies geschieht aus dem Gefühl des Helfens und des altruristischen Aufgehens für andere heraus- womit wir wieder bei den Religionen und der Nächstenliebe wären…

(was in einem anderen Artikel fortgesetzt werden sollte!)

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