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In meinem kleinen Weblog schreibe ich über Psychologie, Philosophie, Kunst und Politik.
Interessierte LeserInnen und freundliche Kommentare sind immer willkommen. Viel Spaß beim Lesen!
Posted by J.A. on September 8, 2016

Halb-Gesund

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Heute bin ich halb-gesund. Eine Seite von mir ist gesund, die andere ist krank.

Die gesunde Seite hat viele Ideen, tausend Pläne und möchte das am liebsten alles und sofort umsetzen. Aber die kranke Seite hält mich zurück. Sie sagt „Stopp, da geht noch nicht soviel. Nimm Dir Zeit“.

Aber wieviel Zeit soll ich mir noch nehmen? Das dauert schon alles so ewig lang!

Anfang Juli hab ich eine Viruserkrankung bekommen und 10 Tage im Bett gelegen. Ich hatte eine heftige, virale Mandelentzündung und Fieber, das auf 39 Grad raufgegangen ist und sich mehrere Tage gehalten hat. Die Diagnose lautet höchstwahrscheinlich „Pfeiffersches Drüsenfieber“. Dieser Virus hat mich extrem geschlaucht und ich konnte in der Zeit fast nichts essen, so dass ich sogar fünf Kilo abgenommen habe.
Es ist erstaunlich, mit welchen Widrigkeiten der Organismus fertig wird. Und es ist das erste Mal, dass ich den Sinn von Fettreserven gesehen (und eingesehen) habe. Obwohl ich die Nahrungsaufnahme komplett eingestellt habe (wegen der Schluckbeschwerden), ging das Gewicht nur ganz langsam runter. Und da ich sowieso etwas zuviel Gewicht habe, hätte ich das ganze noch zwei Monate durchstehen können.

Und es war auch gut, dass ich im Haus genügend Vorräte hatte und nicht mit der Krankheit einkaufen musste. Was mir besonders geholfen hat, war Saft und Vitamin C in rauen Mengen.

Nach ca. drei Wochen war die Krankheit ausgeheilt, aber jetzt ist sie wieder da. Ich wollte zu schnell zuviel. Der Virus übernimmt wieder Kontrolle über meinen Körper. Ein Teil ist gesund, ein Teil ist krank.

Alle Symptome, die ich Anfang Juli hatte, sind nun in abgeschwächter Form zurück. Es fing mit leichtem Schwindel und dem Gefühl von Desorientierheit an. Sehr seltsam.. aber für mich ein untrügliches Zeichen, dass es wieder „losgeht“. Dann kamen die Halsschmerzen. Hartnäckig.. Unaufhaltsam, penetrant, lästig. Nichts hilft. Und eine pelzige, belegte Zunge schon seit einer Woche. Trockener, lästiger Husten der an einem Tag weg ist und am nächsten Tag wieder kommt. Und dann diese Schlappheit. Leichte Kopfschmerzen, Müdigkeit und das Gefühl, dass man auf nichts wirklich Kraft und Lust hat. Dennoch ist der Nachtschlaf gestört, so dass man nicht die richtige Erholung bekommt. Das warme Wetter macht die Heilung zusätzlich anstrengend.

Alles andere ist okay. Ich kann lachen, laufen, stehen und bin nach 20 Minuten Anstrengung müde. Der Motor startet und nach ein paar Kilometer ist schon wieder der Kraftstoff alle. Halb-Gesund. Zu Gesund um sich ins Bett zu legen, aber zu krank um wirklich frei und entfaltet leben zu können.
Eine Bürde, wie ein schwerer Stein, der auf die Schultern drückt und depressiv macht.

Aber die gesunde Seite weiß ganz genau, dass sie dunkle Seite eines Tages auch wieder ins Licht holen wird.

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Categories: Gesundheit
Posted by J.A. on September 4, 2016

Mein Hobby: Meteorologie

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Es wird Zeit, mal wieder über das Wetter zu schreiben. Über das Wetter kann man ja irgendwie immer reden.
Es ist ein Thema, das nicht endet, das sich permanent selbst-erneuert, das immer wieder neuen Gesprächsstoff bringt.
So richtig gemerkt habe ich das mal wieder, als ich in der Hitzewelle der letzten Tage (die letzten beiden August-Wochen 2016) mich kaum für „sinnvolle Tätigkeiten“ aufraffen konnte und einfach gehofft habe, dass diese Hitze wieder verschwindet. Sie musste einfach weg, ich konnte es nicht ertragen. Ich bin sowieso ein recht hitze-empfindlicher Mensch.

Ein großer Trost war da mal wieder die „Kaltwetter-Seite“ und vor allem ihr (viertneuster) Beitrag zur aktuellen Wetterlage, der mittlerweile schon über 1400 Kommentare hat. Das sind fast soviele Kommentare wie ich in den letzten 5-6 Blogjahren als Ganzes zusammen bekommen habe, aber das ist ein anderes Thema. 😉 Die Kaltwetter-Seite habe ich ja schon einmal empfohlen und ich finde sie auch weiterhin gut. Hier lebt die Blogosphäre noch und hier finden sich Menschen mit ähnlichen Interessen zusammen, die dazu noch sehr kommentierfreudig sind.

Auch wenn ich den Kommentaren noch nicht „aktiv“ dabei bin (zu schüchtern), lese ich darin sehr viel. Zum einen ist es schön, Gleichgesinnte zu finden, die das warme Wetter auch als etwas unreales, unschönes und störendes empfinden. Die sich Gedanken darüber machen, wie unsere Welt (vor allem unsere Natur und das Klima) aus dem Gleichgewicht gerät. Dabei findet man viele fundierte, wissenschaftliche Erkenntnisse und interessante Diskussionen. Auch eigene persönliche Erfahrungen zum aktuellen Wetter fließen in die Beobachtung mit ein, was ich persönlich immer mit am interessantesten finde („heute morgen beim Hunde-Ausführen ganz schön ins Schwitzen gekommen“ oder „bei uns in der Dachwohnung kaum zum aushalten“ oder „Verdorrte Bäume und Pflanzen in den Wäldern“, Erörterungen über die mangelnde Bereitschaft in Deutschland Klimaanlagen zu verwenden, etc. pp)

Also nochmal ein Tipp! Ich flankiere das ganze mit weiteren Erkenntnissen und Online-Seiten, z.B. die Wetter.com -Seite.
Es gibt ja sehr viele Internetseiten, die das aktuelle Wetter und Vorhersagen produzieren, aber mit schwankender Vorhersage-Güte und teils sehr unterschiedlichen (manchmal auch überladenen) Web-Angeboten. (die besten sind noch Wetteronline oder Donnerwetter. Laut Kaltwetter taugen die meisten aber nicht viel und er empfiehlt noch Proplanta ) Die Wetter.com -Seite gefällt mir insgesamt sehr gut. Sie ist recht übersichtlich und besonders schön sind auch die ständig neuen Wetter-Videos. Hier erfährt man auf eine intuitive Art alles über aktuelle Wetter-Veränderungen, Aussichten und Prognosen. Auch aktuelle Wetter-Phänomene, Reisewetter oder das Gesundheitswetter kann man sich anschauen. Allerdings muss man bereit sein, die davorgeschalteten Werbeclips zu akzeptieren und man benötigt auch ein schnelles Internet. Die Wetter.com Seite hatte bei mir in den letzten Monaten heftige Probleme beim Streamen, das ist aber nach ein paar technischen Änderungen an der Seite deutlich besser geworden.. Es kommt immer ein Werbeclip vor jedem Video, leider wiederholt sich die Art der Werbung häufig.1
Egal, denn die Moderatoren kommen sehr sympathisch daher und erklären auch den Laien die aktuellen Wetter-Situationen sehr anschaulich. Vor allem Kai Zorn ist schon fast eine kleine Berühmtheit und vielen Menschen bekannt, vielleicht auch von den Sat1-Wetternachrichten. Seine Analysen sind immer sehr schön anschaulich, teils lustig und er berichtet oft von unterschiedlichsten Regionen in Deutschland. Für mich ist er einer der besten Moderatoren (bzw. Meteorologen), die man in deutschen Internet-Medien finden kann.

Ich benutze die Wetter.com Seite jetzt ca. seit drei Jahren. Sie hat meinen Erfahrungen nach eine recht genaue Vorhersage-Wahrscheinlichkeit. Nach eigenen Aussagen wird zur Temperatur-Bestimmung der „grüne GFS-Hauptlauf“ verwendet, den man auf professionellen Wetter-Seiten wie z.B. Wetterzentrale.de nachlesen kann. Da sich diese Berechnungen zu festen Zeitpunkten ändern (0, 6, 12, 18Z), ändert sich auch die Temperatur-Vorhersage von Wetter.com.

Es ist also recht sinnvoll, sich nebenbei noch die „echten Karten“ und Diagramme von Wetterzentrale.de anzuschauen und zu studieren. So bekommt man ersten einen umfassenderen Überblick über die Wetterdaten und kann sich zweitens noch ein eigenes Bild zur Wettersituation machen. Das wird z.B. auch bei Kaltwetter.com gemacht und die User haben tlw. sehr gute Fähigkeiten (und meteorologisches Wissen) um diese Daten richtig zu interpretieren. Deren Diskussionen zu verfolgen, ist also schonmal ein guter Anhaltspunkt und ein Start in das eigene private Hobby-Meteorologentum. 😉

Ein einfacher Weg hat sich für mich also wie folgt herausgestellt:

Ich gehe auf http://www.wetterzentrale.de und klicke da auf „Diagramme“. Dann wähle ich das amerikanische GFS-Ensemble Modell (GFS-ENS).
Dort wird dann „Temp 850hPa und Niederschlag S/W“ gewählt. Man wählt Temp 850hPa und NICHT 2 Meter, weil diese Daten auf einer gewissen Höhe gemessen werden, die für Schwankungen weniger empfindlich ist (zumindest hab ich das so verstanden). Wenn man die 2-Meter Temperatur wählen würde, bekommt man nämlich starke Tagesschwankungen (nachts ist es kalt, tags ist es warm). Die Kurven sind dann viel schwieriger zu lesen und vermutlich auch ungenauer. (Die Umrechnung der 850hPa Temperatur in die tatsächliche Temperatur ist allerdings recht kompliziert und bietet -ganz unwissenschaftlich- wiederum Spielraum für Interpretationen und Erfahrung. Wer darüber mehr wissen will, wird z.B. hier fündig )

Jetzt kommt die Interpretation der Daten: Der grüne Balken ist der „Hauptlauf“, der blaue Balken der „Kontrolllauf“. Alle anderen Balken und Striche sind „Nebenläufe“ die von der Wettersimulation mit etwas veränderten Start-Parametern berechnet wurden. Der dicke große Strich ist auch sehr wichtig, weil er das langjährige Mittel aller Temperaturen ausgibt (30 Jahres-Mittel). Hier ist mir aufgefallen, dass in den letzten Jahren die Temperaturen immer deutlich ÜBER dem Mittel lagen, also ein ziemlich deutliches Anzeichen bzw. Indikator für die Klimaerwärmung . Am unteren Rand gibt es die sog. Niederschlags-Signale. Hier wird die Wahrscheinlichkeit und Menge des erwarteten Niederschlags ausgegeben. Wiederum mit verschiedenen Parameter und daher auch verschiedenen „Wahrscheinlichkeiten“.

Wichtig ist noch, dass man auf der linken Seite einen Ort oder eine PLZ eingibt. Denn nur dann kann der eigene Standort auch korrekt bestimmt werden (mit Längengrad und Breitengrad). Wenn man alle Einstellungen getätigt hat, empfiehlt es nich noch, die gesamte URL mit einem Links-Klick in die Lesezeichen-Leiste (z.B. von Firefox) zu ziehen, damit man immer schnell darauf zugreifen kann.

Mit diesem Wissen ausgestattet, kann man schonmal gut in das Hobby Meteorologie starten. 😉 Der Rest ergibt sich meistens von selbst, wenn man die Diskussionen der Experten liest oder das eine oder andere Thema noch über Wikipedia & Co vertieft.


Anmerkungen:
  1. wenn man einen Werbeblocker benutzt, funktionieren die Videos nicht mehr []


Categories: Wetter
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Posted by J.A. on September 3, 2016

Mal wieder was bloggen

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und die eigene Meinung stärken

Ein Blog ist ja eigentlich ein Mechanismus, mit dem man täglich Beiträge schreiben kann. Meistens sind diese Beiträge persönlicher Natur und sie werden auch oft aktualisiert. Eigentlich das perfekte Medium für alle, die gute Texte und einen engen Kontakt zu den Autoren suchen. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass dieses schöne Medium immer mehr am sterben ist, bzw. sich radikal verändert.

Ich habe schon seit Monaten keinen wirklichen Neuzugang in meiner Blogroll. Bestehende Autoren schreiben seltener und die Artikel werden kürzer. Ich finde auch keine Blogs mehr, wenn ich auf Google etwas suche. In den ersten drei Ergebnisseiten kommen fast ausschließlich bezahlte Medien (Magazine, Zeitschriften oder größere Online-Portale).
Früher hat man bei den Suchmaschinenergebnissen viel öfter Blogartikel angezeigt bekommen. Mittlerweile gar nicht mehr.
So etwas wie die „Blogosphäre“ scheint es nicht mehr zu geben. Erinnert ihr euch noch an das „Stöckchen werfen“, das vor ein paar Jahren noch so chic war und bei dem man alle Nas lang etwas abbekam? Gibt es auch nicht mehr. Auch die Kommentier-Rate unter den Bloggern scheint ziemlich eingeschlafen zu sein. Ich finde das eigentlich sehr schade. Denn gerade die Blogs ermöglichen ja die freie Kommunikation unabhängig von Online-Zeitungen, Staats-Fernsehen oder wirtschaftlich geprägten Meinungsmachern. Es gab so gar einmal die Zeit, als „bezahlte“ Magazine und Zeitungen die Blogs fürchteten, weil ja jetzt jeder Journalist sein konnte, jeder einen Leser fand. Von diesen Ängsten ist lange nichts mehr zu spüren. (Vermutlich spätestens seit Google seinen Algorithmus umgestellt hat…) Jetzt sind die Blogs wieder da, wo sie der Überzeung der Mächtigen nach hingehören: In der Nische.

Wenn ich mir so meinen Verwandten- und Bekanntenkreis anschaue, dann sind fast alle Leute auf Facebook aktiv. Das große soziale Netzwerk aus den USA hat es anscheinend geschafft, massiv Aufmerksamkeit und Nutzer abzuziehen. Auf der einen Seite ist das gut, weil sich hier etwas fokussiert und dann ein gewisser „Anhäufungseffekt“ auftritt. Wenn erstmal alle dort sind, bleiben auch alle dort und man muss sich nicht mehr in den unendlichen Weiten des komplizierten Internets verlieren. Es ist also in erster Linie mal bequem. Was ich dabei nur schade finde, dass die Datenschutzfragen von Facebook überhaupt nicht mehr diskutiert werden- und von den meisten anscheinend auch gar nicht mehr angezweifelt oder hinterfragt werden. Zumindest bekomme ich außer den täglichen Belanglosigkeitsmeldungen davon nichts mit. (Vielleicht scheint aber die diffuse Angst vor dem Alles-Wisser Facebook auch gerade dazu zu führen, dass die Leute nur noch an der Oberfläche bleiben und dann Dinge von sich geben, deren Daten nichts bedeuten). Die Tiefe scheint generell in den sozialen Netzwerken zu fehlen. Aber egal, hauptsache wir sind „sozial“ und wir liken und empfehlen uns und bestätigen uns gegenseitig in unserer „Nicht-Meinung“ des Konformismus. Ich bin da naturgemäß sehr kritisch und abwartend und konnte den Vorteil von Twitter und Facebook für mich noch nicht nutzen. Bei Twitter denkt man einmal in die falsche Richtung und läuft dann gleich Gefahr massiv Gegenwind von „Followern“ zu bekommen. Aber wie soll man eine Meinung ernsthaft kritisieren oder anzweifeln, wenn sie nur 140 Zeichen lang ist?
Soziale Netzwerke und meine Absicht beim Schreiben sind fast so ein bisschen wie Öl und Wasser. Es kommt einfach nicht zusammen.. Und was bringt der Protest von einer Person, wenn alle anderen hinter dem „Anführer“ Facebook hinterher laufen?
Dennoch bin ich immer mehr am Überlegen, ob ich Facebook & Co nicht stärker in mein Wirken einbauen sollte. Denn wenn man an einer Sache nicht teilnimmt, dann kann man sie auch nicht verändern.

Generell mag ich nach wie vor die langen, fundierten und ausführlichen Artikeln von Leuten, die sich wirklich Gedanken machen und bei denen man auch merkt, dass sie eine Sache durchschauen und sich ihrer annehmen. Es müssen nicht unbedingt Experten sein, die reden. Die Texte müssen auch nicht zwangsläufig lang und ausschweifend sein. Aber ich finde es immer gut, wenn sich jemand von einer Sache berühren lässt. Denn über eine Sache nachzudenken und sie an sich heranlassen ist sehr wichtig. Gerade in der schnelllebigen Zeit, wo wir ständig mit neuen Input geflutet werden, brauchen wir diese Zeit des Innehaltens- und Nachdenkens. Es ist ein angenehmer Kontrapunkt, ein Gegengewicht vor der Macht des Mitgerissen-Werdens. Und wenn man sich emotional auf eine Sache einlässt, öffnet man sich und lässt Energie reinfließen. Wenn man von den momentanen Alltagsnachrichten nur geschockt und frustiert wird, ist das kein großes Wunder. Aber es ist keine gute Reaktion, das alles dauerhaft an sich abprallen zu lassen. Das ist dann nur eine Art Verdrängung. Die Welt ist sehr negativ und wird von vielen Krisen erschüttert. Aber gerade dann darf man nicht wegschauen. Die Welt und Gesellschaft wird ja vom einzelnen geprägt. Es gibt nicht „die Bürger“ oder „die Gesellschaft“ oder „den Wähler“. Es gibt nur mich und dich, diesen Nachbarn und jene Nachbarin. Von der Meinung und den Taten jedes Einzelnen hängt alles ab. Wenn wir alle nur einer Massenmeinung anhängen oder den großen Meinungsführern wie blinde Schafe folgen, KANN dabei nicht viel mehr herauskommen, als ein großes blökendes Volk, dass sich mal wieder von Hetzern und Egoisten verführen lässt.

Und am Ende wählen alle rechts-extreme Parteien und wir fragen uns wieder „Wie konnte das nur passieren??“.

Categories: Schreiben
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Posted by J.A. on Juli 25, 2016

Terror oder Amok

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Ich wollte ja eigentlich was über diesen durchgeknallten Axt-Attentäter von Würzburg schreiben… aber dann kam München und der Typ mit der umgebauten Theater-Waffe dazwischen. Und gerade, als sich dieser Medienhype ein wenig gelegt hat und ich durchatmen wollte, las ich heute morgen „alles was wir über den Bombenanschlag von Ansbach wissen“.

Puh, das ist ein harte Woche, auch für erfahrene und Angst-befreite Blog-Autorinnen.

Was mir bei der Medien-Berichterstattung sehr stark auffällt: Alle beeilen sich, den Terror dieser Tage vom Amok abzutrennen.
In der Nachrichtensendung wird dieser Satz am Ende der Sendung sogar nochmal nachgereicht. Der Machetenmörder war nur krank, der Mord vermutlich eine Beziehungstat. Puh, und kein Terror in München, was für ein Glück! Nur ein 18-jähriger Spinner, der mit einer Waffe aus dem Darknet wahllos Ausländer und Jugendliche abknallt. Über den anscheinend alles bekannt gewesen ist: Er hat sich ein Buch über Amokläufe gekauft, er hat im Internet Counterstrike gespielt und dabei Nicknamen wie „Hass“ oder „Terror“ verwendet, er hat in Chats über Ausländer geschimpft, und er hat sogar als (vermutlich 17-jähriger) die weite Reise auf sich genommen und den Amoklauf-Tatort in Winnenden besucht und dort sogar Fotos gemacht. Dann hat er noch in aller Ruhe ein Manifest über seinen Amoklauf geschrieben und sich als Tatzeitpunkt den Jahrestag des Breivik-Attentats von Utøya ausgesucht (22. Juli). Nebenbei war er anscheinend so intelligent, dass er sich im Internet eine Waffe bestellen konnte und anscheinend auch so reich, denn so eine Waffe ist ja bestimmt nicht billig, dazu kamen noch 300 Schuss Munition. Mit dieser Waffe muss er auch mal geübt haben und wurde wahrscheinlich von niemanden wahrgenommen.

Und alle Freunde, Verwandten, Eltern und Familienmitglieder haben davon nichts mitbekommen und den Jungen weiter gewähren lassen?
Er war wegen eines „depressiven Formenkreises“ in Behandlung, aber kein Psychiater der Welt hat die Anzeichen erkannt oder den Jungen mit der instabilen Psyche irgendwie auffangen oder aufhalten können. Was nützt uns all die Polizei, die GSG9, die Feldjäger und die 2300 Beamten im Einsatz, wenn all diese zivilen Sicherheitsmechanismen versagen? Man wird den Terror niemals aufhalten können, wenn diese Attentäter nicht aus dem zivilen, bürgerlichen und familiären Umfeld erkannt und aufgehalten werden.

Und somit ist der Terror auch ein Versagen der Gesellschaft. Unrecht kann dort passieren, wo die Gesellschaft Unrecht zulässt und keine geeigneten Gegenmittel findet. Der Junge wurde laut Medienberichten gemobbt und ausgegrenzt. Wahrscheinlich war er auch von den Identitäten zerissen. Darauf deutet hin, dass er als „Deutsch-Iraner“ bezeichnet wird, wahrscheinlich in Deutschland geboren wurde, aber iranische Eltern hat. In diesem wackligen Handy-Video vom Balkon in Richtung Parkhaus hat er ja auch lautstark protestiert und betont „Ich bin Deutscher… aus einer Hartz IV-Gegend“.
Woraufhin der Baggerfahrer in Unterhemd Bierflaschen auf ihn geworfen haben soll und ihn als „Spinner“ bezeichnet hat, der in die Psychiatrie muss .. Dieses kleine Video ist ein schreckliches Zeugnisvideo von all dem Elend. Es ist komprimiert auf die wichtigsten Punkte. Da unten steht ein verzweifelter Jugendlicher, der seinen Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden hat. Während er mit der Pistole in der Hand hin- und herläuft, wird er von der Gesellschaft (= dem Mann auf dem Balkon) verspottet, beschimpft und angegriffen. Obwohl es so komplett offensichtlich ist, dass er seelisch aus dem Ruder läuft, findet sich niemand, der dieses Chaos aufhalten kann. Ein paar beruhigende Worte hätten vielleicht gereicht. Stellt neben den 2300 Polizisten und den Sondereinheiten gegen Terror bitte auch noch ein paar Polizeipsychologen in den Dienst. Und die sollen dann auch mit Blaulicht an den Tatort fahren.

Und die sprachliche Unterscheidung zwischen Terror und Amok? Streng genommen gibt es keinen Unterschied. Beide Straftaten dienen dem Zweck, die Bevölkerung zu verunsichern, Angst und Schrecken zu verbreiten und wahllos Opfer zu töten, die man irgendwie für „Feinde“ hält.

Beim Terroranschlag mag es noch ein paar politische oder pseudo-religiöse Motive geben- aber in der Verblendung und dem blinden Hass gegen alles Fremde und Abgelehnte gibt es kaum Unterschiede zum Amoklauf. Der Amokläufer will die Gesellschaft bestrafen, von der er sich gehasst und ausgeschlossen fühlt. Der Amoklauf ist der drastische Kontrapunkt zur Gleichgültigkeit und Ignoranz, die ansonsten vorherrschen. Man wird jahrelang ignoriert, gemobbt, ausgeschlossen. Menschen beachten sich auf der Straße kaum. Nur der Stärkste, coolste, hübscheste gewinnt den Kampf um die Aufmerksamkeit. Wer bei diesem Wettbewerb nicht mitmachen kann, landet schnell im Kanaldeckel der Ungeliebten. Bemerkenswert ist z.B. auch dass der Attentäter von München sich als junge Frau ausgibt, um die Leute in den MacDonalds zu locken. Hätte ihm seine männliche Identität nicht ausgereicht? Hat er schon geahnt, dass dann niemand kommen würde?

Aus diesem Untergrund der Verlierer-Randgesellschaft gibt es nur ein Entkommen: Den blinden Hass, den man die Leute zurück vor die Füße wirft. Plötzlich wird die Gesellschaft gewzungen, sich um einen zu kümmen. Nun müssen alle hinschauen! Nun müssen sie sich alle mit dem 18-jährigen beschäftigen. Nun wird er endlich geliebt. Doch es ist zu spät. Er richtet die Pistole gegen den Kopf und verschwindet aus dieser Welt. Was alles schief gelaufen ist, erfahren wir erst hinterher.

Der Terrorist ist in seiner Verzweiflung nicht viel anders. Auch er dichtet sich wahnhafte Motive zusammen, sieht überall Feinde und „Ungläubige“ die er bekämpfen muss. Menschen, die sich amüsieren, friedlich ein Feuerwerk anschauen oder dem Wochenend-Einkauf nachgehen, werden wahllos zu Feinden deklariert. Die Auswahl scheint hier völlig irrational und zufällig. So waren z.B. beim Nizza-Attentat auch viele Muslime unter den Opfern. Der LKW unterscheidet nicht nach Religion. Die Stoßstange wälzt jeden Menschenkörper unter die Räder. Die harten Felgen trennen alle Arme und Beine ab, ob der oder die jetzt regelmäßig in der Moschee war oder nicht. Die Leben werden allesamt beendet. Mit einem Miet-LKW gefahren aus den Händen eines Irren. Es sind nicht die LKW, die Macheten oder Äxte, die man verbieten muss. Es sind die fehlgelenkten Gedanken des Hasses, die den eigentlichen Feind ausmachen.

Die beste Antwort auf Hass in der Gesellschaft kann nur „Liebe“ sein. Auch wenn es abgedroschen und plakativ klingt, denke ich, dass die Formel recht einfach ist. Eine verrohte Gesellschaft, die sich um den anderen nicht kümmert und Schwächere ausgrenzt und mobbt, wird Hass und Gewalt ernten. Amokläufer und Terroristen sind immer Augeschlossene und „Nicht-Integrierte“. Daher muss das Wort „Integration“ ganz nach oben auf die politische Agenda.

Neu ist allerdings, dass wir mit den vielen neu-dazugezogenen und Geflohenen auch die Probleme anderer Länder und anderer Regionen zu unseren eigenen dazu bekommen. Wer anderen helfen möchte, muss damit rechnen, dass nicht nur problemlose, friedliche Menschen aus einer heilen Welt kommen. Wenn diese Menschen nicht massiver Gewalt, Armut, Ungerechtigkeit, Terror und Leid ausgesetzt wären, würden sie ja nicht fliehen. Wer also die Arme aufmacht und die Welt willkommen heißt, MUSS damit rechnen, dass auch die Probleme mitkommen. Es ist gefährlich und naiv, wenn man diese Realität nicht sieht. Diese Realität des Fremden kann auch sehr leicht von ausländerfeindlichen und extremistischen Parteien missbraucht werden, um negative Stimmungen zu erzeugen und Wähler zu gewinnen. Allein schon deshalb muss sich die Politik und die Gesellschaft all dieser Probleme endlich annehmen. „Wir schaffen das“ alleine reicht nicht.

Categories: Gesellschaft,Psychologie
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Posted by J.A. on Juli 20, 2016

Gut integriert

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Der Axt-Attentäter von Würzburg galt laut einhelligen Bekundungen der Online-Medien als „gut integriert“.

Als gut integriert wird dann folgende Aufzählung gegeben: Er reiste vor ca. zwei Jahren als unbegleiteter minderjähriger Jugendlicher nach Deutschland ein. Dann kam er erstmal in ein Kolping-Heim und ist wohl auch zur Schule gegangen. Weil dann seine Leistungen so gut waren und der Erfolg sich zeigte, wurde er vor ca. drei Wochen in eine Pflegefamilie überwiesen. Er hatte die Aussicht auf eine Bäckerlehre. (Quelle)

Das muss also den Medien und Politikern reichen, um eine Aussage über „gute Integration“ zu stellen.

Aber ich finde, „gute Integration“ ist viel mehr, als nur die äußeren Faktoren. Über dieses viel verwendete Wort „Integration“ muss endlich einmal geredet werden. Es ist sehr abstrakt und man kann sich darunter nur wenig vorstellen. Der Wikipedia-Artikel gibt einen ersten Überblick.  Auch hier stehen die äußeren Werte wie Sprache, Bildung, Arbeitsmarkt ganz vorne.

Ich mache es mir etwas einfacher und versuche, ein anschauliches Bild für das Wort „Integration“ zu finden:

Mal angenommen ich habe ganz viele rote Kugeln in einer Reihe (Deutsche) und in meiner Hand noch drei Grüne (Einwanderer). Meine Aufgabe ist nun, die grünen Kugeln in die Reihe der roten einzusortieren, so dass sie in die Reihe passen und nicht so auffallen. Nach erfolgreicher Einsortierung in die Kugel-Gesellschaft hab ich jetzt eine rote Kugel, eine grüne, dann wieder eine rote, usw. Dann hab ich einen Haufen mit ganz vielen roten Kugeln und in meiner Box hinter mir warten noch ein paar grüne Kugeln auf Einsortierung.

Werden die grünen Kugeln jetzt zu roten? Nicht so ohne weiteres. Ich müsste also die grünen Kugeln irgendwie anmalen. Vielleicht geht das nicht, weil die Farbe nicht haftet. Oder ich hab nicht genug Farbe. Oder die grünen Kugeln wollen grün bleiben. Vielleicht wollen auch die roten Kugeln nicht, dass soviele grüne Kugeln neben ihnen stehen und stoßen diese magnetisch ab.

Vielleicht hab ich noch ein größeres Problem, und nicht nur die Farbe ist unterschiedlich, sondern auch die Größe. Die roten Kugeln haben alle einen Durchmesser von 3 cm, die grünen Kugeln aber von 4 cm. D.h. sie ragen aus meiner Reihe heraus, auch wenn ich sie noch angemalt habe.

Aber müssen alle Kugeln denn rot werden? Ein paar erklären sich freiwillig bereit, sich selbst grün anzumalen. Und ein paar andere Kugeln vermischen sich mit den neuen und heraus kommt eine Mischung aus rot-grün. Diese sind am unauffälligsten in der Reihe und am schwierigsten zu erkennen. Sie sind also „gut integriert“. Allerdings dauert das ein paar Jahre. Und nicht alle roten Kugeln wollen sich mit den grünen verbinden.

Eine andere Idee zur Integration ist, dass ich noch andersfarbige Kugeln nehme. Ich nehme weiße, blaue, gelbe, lila und schwarze Kugeln und vermische sie mit den roten und grünen Kugeln. Dann hab ich eine Sammlung mit verschiedenen Farben und das ganze nennen wir dann „Multikulti“. Ich habe also keinen Anspruch mehr auf „Homogenität“, sondern akzeptiere die Verschiedenartigkeit meiner Kugel-Sammlung. Wiederum klappt das bei einigen Kugeln, aber andere Kugeln protestieren lautstark und wollen nur neben Kugeln ihrer eigenen Farbe liegen. Denn rote Kugeln haben immer neben roten Kugeln gelebt. Das war schon immer so und wird immer so bleiben! Auch die grünen Kugeln wollen lieber unter sich bleiben. Sie kennen eben ihresgleichen.. dort fühlen sie sich wohl. Stadtviertel, in denen ehemals grüne neben roten gewohnt haben, fangen an sich zu separieren. Die grünen ziehen auf einen Haufen, die roten ziehen weg. Und warum? Nur weil sie eine andere Farbe haben? Aber es sind doch alles Kugeln!

Ist dieses Bild ein guter Vergleich zur tatsächlichen Integration? Ich denke, die menschliche Integration ist noch viel komplexer. Zu einem gewissen Maß kann sich der menschliche Geist an neue Kulturen, neue Umstände und neue Begebenheiten anpassen. Die Kugeln können wirklich die Farbe ihres gegenüber annehmen. Oder zumindest akzeptieren, dass es verschiedene Farben gibt. Und dass diese monotone Mischung einer Farbe auch nicht die beste Lösung ist… Die Frage ist, wieviel „Integration“ wollen wir von den neuen? Was genau muss sich anpassen, wo soll eine „Integrationsleistung“ passieren?

Wenn sich Ausländer an unsere Gesellschaft anpassen sollen, was erwarten wir dann? Ich zähle mal auf, so wie es mir einfällt:

  • sie sollen unsere Sprache, also Deutsch lernen und sprechen
  • auch zu Hause soll Deutsch gesprochen werden
  • sie sollen unsere „freiheitliche-demokratische“ Grundordnung akzeptieren
  • sie sollen das Grundgesetz kennen und akzeptieren
  • es gibt eine Trennung von Religion und Staat, dies ist zu akzeptieren
  • wir haben eine Demokratie
  • Frauen und Männer sind gleichberechtigt, keiner ist mehr oder weniger wert
  • religiöse Symbole, wie z.B. Kopftuch sollen möglichst vermieden werden
  • Männer sollen auch einer deutschen Frau die Hand geben
  • die Neuen sollen arbeiten und einen Beitrag zur Gesellschaft beitragen
  • ihre Kinder sollen mal unsere Rente zahlen (= Beitrag zur Gesellschaft)
  • sich nur im Sozialsystem einzurichten, wird abgelehnt
  • sie sollen die deutschen Gesetze kennen und akzeptieren
  • Gewalt und Kriminalität wird nicht akzeptiert
  • wer sich nicht an die Regeln hält, muss damit rechnen, wieder abgeschoben zu werden

Aber Integration ist noch viel mehr. Beim Attentäter von Würzburg waren ja viele dieser äußeren Faktoren gegeben… dennoch wurde er zum Attentäter.
Wenn man davon ausgeht, dass er sich „blitz-radikalisiert“ hat und kein Schläfer war, muss man die Frage stellen: Warum?

Integration in eine Gesellschaft heißt ja auch „ankommen in einer Gesellschaft“. Man muss dort akzeptiert werden. Sich glücklich fühlen. Sich frei entfalten können und orientieren können. Nach diesen Maßstäben sind auch viele Deutsche nicht gut integriert. Arme Menschen oder kranke Menschen stehen oft am Rande der Gesellschaft.

Um integriert zu sein, muss man die Gesellschaft mit jeder Zelle des eigenen Körpers akzeptieren, aber auch lieben. Und man muss von der Gesellschaft geliebt und akzeptiert werden. Sich irgendwie „deutsch“ fühlen und sich auch zu den deutschen Werten bekennen. Gerne deutsch sein. Und die ganze eigene Vergangenheit abkapseln oder vergessen. Wo sind dann die Grenzen zwischen Assimilation und Integration?

Das ist sehr viel verlangt und bestimmt nicht von jedem zu leisten. Vor allem kostet so ein Vorgang unheimlich viel Zeit. Und es müssen sich wirklich Menschen mit ihrem ganzen Herzen und ihrer ganzen Liebe darum kümmern, dass diese Integration gelingt. Integration ist kein Selbstläufer und kein Automatismus, der sich von selbst einstellt. Es ist etwas, dass von Menschen aktiv und mit Nachdruck und viel Arbeit geleistet werden muss.

Wenn ein Kind ohne Eltern nach Deutschland kommt, dazu noch aus einer völlig anderen Kultur, ohne Halt, außer den staatlichen Stellen, was wird von diesem Kind denn alles verlangt?

Wie kann man als Kind in einem Heim „Halt“ finden? In dem es keine Privatsphäre gibt? Wo die Regeln von anderen gemacht werden? Wo erstmal alle eine fremde Sprache sprechen und aus einem fremden Kulturkreis kommen? Der Junge war vor dem Anschlag gerade einmal drei Wochen in seiner Pflegefamilie. Vielleicht gab es schon die ersten Konflikte… von denen die Medien nichts wissen. Aber wie kann man sich in drei Wochen „integrieren“? Wird man diese Familie je als die eigene sehen können? Vielleicht hat er die eigene Familie vermisst? Die eigenen Freunde, die er zurück gelassen hat.

Und dann der Beruf.. er war weit weg davon, wirklich zu arbeiten, wirklich ein Teil der Gesellschaft zu sein. Er hatte kein eigenes Geld, keine eigene Wohnung, keine Freundin, kein Auto, keine Autonomie, keine Selbstständigkeit. Er war auf das Gedeih und Verderb seiner Ziel-Gesellschaft und die Liebe seiner Umgebung angewiesen.

Er hatte die „Aussicht auf eine Bäckerlehre“. Das klingt mir wiederum so staatlich gewollt. In Deutschland will ja keiner mehr Bäcker werden, also nehmen wir doch die Flüchtlinge dazu, sie sind willkommene „Lückenbüßer“.

Vielleicht hat er überhaupt keine Ahnung von deutschem Brot? Wie soll er es da mit Liebe und Leidenschaft backen?
Vielleicht wäre er lieber Schlosser oder Elektriker oder KFZ-Mechaniker geworden? Oder Bank-Kaufmann?

Was verlangt die Gesellschaft von 17-Jährigen Jugendlichen… und was wiederum verlangen wir von der Gesellschaft und den staatlichen Institutionen?

Die Fragen der Integration gehen uns alle etwas an. Und schon beim ersten Blick auf die komplexe Thematik wird klar, dass es nicht einfach wird.

Categories: Soziales
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